John Cages Studium bei Arnold Schönberg und sein Einfluss auf Cages Musik bis 1939


Hausarbeit, 2016
22 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographisches zu Arnold Schönberg

3. Die Musikalische Ausbildung von John Cage
3.1. Vor 1932
3.2. 1932 bis 1933, Unterricht bei Richard Buhlig
3.3. 1933 bis 1934, Unterricht bei Henry Cowell und Adolph Weiss
3.4. 1934 bis 1936, Unterricht bei Arnold Schönberg

4. Schönbergs Einfluss auf die Musik von Cage von 1935 bis 1939

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Arnold Schönberg präsentierte in Amerika nicht die europäische Moderne, sondern die euro- päische Avantgarde.[1] Während John Cage in den USA lange unbeachtet blieb, hat er in Europa Geschichte gemacht — er wurde bedeutend im Verhältnis zur europäischen Tradition. Das wurde auf seinen Unterricht bei Schönberg von 1934 bis 1936 zurückgeführt[2]. Aber hatte der Unter- richt große Auswirkungen und Einfluss auf John Cage? Die Art und Weise wie Cage seine musikalische Ausbildung in den 1930ern wählte, erweckt den Eindruck, dass er sich planvoll auf Schönberg als Lehrer zubewegte. In der vorliegenden Arbeit werde ich die musikalische Ausbildung Cages von 1932 bis 1936 und einige Rezeptionen zu seinen Stücken daraufhin untersuchen. DasWerk von Cage ist umfassend, so dass ich die Betrachtung seiner Musikstücke auf die Zeit von 1932 bis 1939 eingrenze. Für Imaginary Landscape No. 1[3] benutzte Cage 1939 erste elektronische Klänge, so dass ich dieses Werk als Grenzpunkt für meine Unter- suchung nutze. Eine Erweiterung der Untersuchung bis zu dem 1951 komponierten Stück Music of Changes[4] wäre meiner Ansicht nach sinnvoll[5], aber das ist mit dem vorgegebenen Umfang dieser Arbeit nicht möglich.

Auch wäre eine genauere Betrachtung der philosophischen Denkweise von Cage und Schön- berg ein Thema für eine weitere Arbeit, denn John Cage und Arnold Schönberg gehören zu den einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sie sind beide umfassende Persönlichkeiten, die sich nicht nur auf einen Schwerpunkt einschränken lassen. John Cage ist Musiker, Komponist, seine Äußerungen als Lebenskünstler und Kulturkritiker sind ebenso relevant wie seine bildnerischen und schriftstellerischen Qualitäten. Hinzu kommt seine lebenslange Leidenschaft für Pilzkunde.[6] Schönberg ist Komponist, Lehrer, Schriftsteller, leidenschaftlicher Tennisspieler, Maler, Bastler und Erfinder.[7]

2. Biographisches zu Arnold Schönberg

Arnold Schönberg wurde am 13. September 1874 inWien geboren und starb am 13. Juli 1951 in Los Angeles. Schönberg war als Musiker weitestgehend Autodidakt — Oskar Adler war sein musikalischer Mentor und Alexander Zemlinsky sein Kompositionslehrer. Schönberg gehörte der Wiener Schule der Moderne an.[8] Alban Berg[9] und Anton Webern[10] gehörten zu seinen Meisterschülern. Schönberg unterrichtete Komposition, Harmonielehre und Kontrapunkt. Bekannt ist er für sein 1911 erschienes Werk Harmonielehre. 1918 gründete er den Verein für musikalische Privataufführungen, der von 1919 bis 1921 bestand. Schönberg erkannte, dass die Grenzen der tonalen musikalischen Sprache erreicht waren und begann Anfang der zwanziger Jahre die Praxis der seriellen oder Zwölftonmusik zu systematisieren. [11] 1923 weihte Schönberg seine Schüler in die Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezoge- nen Tönen ein.[12]

Am 18. März 1933 wurde er von der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, als Jude war er dort unerwünscht. Die Neue Musik wurde von den nationalsozialistischen Machtha- bern als »entartet« deklariert. Schönberg war 59 Jahre alt, als er mit seiner Familie im Oktober 1933[13] nach Amerika emigrierte, um dort Komposition in Boston und New York zu lehren.[14]

Im Herbst 1934 zog Schönberg nach Los Angeles, wo er privaten Kompositionsunterricht er- teilte. Später unterrichtete er an der University of Southern California (USC) . 1936 wurde Schönberg an der University of California at Los Angeles (UCLA) zum Professor ernannt.[15]

3. Die musikalische Ausbildung von John Cage

3.1. Vor 1932

1920, Cage war acht Jahre alt als er seine musikalische Ausbildung mit Klavierunterricht bei seiner Tante Phoebe begann. Sie brachte ihm das Blattlesen und Kenntnisse der Musik des 19. Jahrhunderts bei — wobei sie die Meister ausließ. Später wurde Fannie Charles Dillon[16] seine Lehrerin. 1930 erhielt er Klavierstunden bei Lazare-Lévy[17] in Paris.

3.2. 1932 bis 1933, Unterricht bei Richard Buhlig

1932 lebte Cage im kalifornischen Santa Monica. Angesichts finanzieller Schwierigkeiten gab er Hausfrauen bezahlte, wöchentlich einstündige Vorträge über zeitgenössische Musik und Malerei. Ihm war bewusst, dass er über viele Themen nicht viel wusste, versprach aber soviel wie möglich darüber hinausfinden zu wollen. »I will learn each week something about the subject that I will then lecture on.«[18] Seine Vortragsthemen waren ein großer Lernanreiz für ihn — er brachte sich selbst alles bei, was auf diesen beiden Gebieten vor sich ging und begriff, dass »Musik nicht eine Sache des Gefühls ist, sondern dass man sie konstruiert«. Eines der

Ergebnisse dieser Vorträge war eine ausgeprägte Liebe für Schönbergs Musik[19]: Ein wöchent- liches Vortragsthema hatte Schönbergs Musik zum Inhalt. Das war eine Herausforderung für Cage, da er von Schönbergs Werken nur das Menuett aus der Suite für Klavier Op. 25 spielen konnte. Es war keine Schallplattenaufnahme erhältlich und um sich gewissenhaft auf seinen Vortrag vorzubereiten, wandte er sich an den amerikanischen Pianisten Richard Buhlig [20], auf den er schon früher aufmerksam wurde[21]. Buhlig übernahm in den Vereinigten Staaten die Erstaufführung Schönbergs ersten atonalenWerkes Drei Klavierstücke op. 11[22] . Buhlig haftete der Ruf an, dass er Schönbergs Musik verstand .[23]

Buhlig wies Cage zunächst ab, nahm ihn später aber als Schüler auf.[24] Buhlig unterrichtete Klavier und nicht Komposition, wollte aber sein Bestes tun, Cage zu helfen.[25] Er riet ihm zu- nächst musikalische Formen zu lernen, da seine Stücke nicht wirklich komponiert seien.

Die Arbeiten Cages zu diesem Zeitpunkt waren kurze, von komplexen mathematischen Syste- men abgeleite Stücke, »which he would improvise at the piano and then try to write down quickly before they got away«.[26] Diese Improvisationen entwickelte Cage weiter: Sie enthielten keine Mathematik mehr, sondern Texte — er setzte sie in Beziehung zu griechischen Texten aus dem »transition«-Magazin, zu Gertrude Stein und Aschylos. Mit den Büchern von Ebenezer Proust über Harmonik, Kontrapunkt und musikalische Form versuchte Cage sein Defizit auszugleichen. Da er ein moderner Komponist sein möchte, fing er an, seine Stücke so zu »entstel- len«, dass sie zeitgenössische Züge annahmen.[27]

Neben der grundlegenden Bedeutung für Zeit und die Wichtigkeit der Pünktlichkeit und Dis- ziplin lehrte Buhlig Cage ein genaues, methodisches und strukturiertes Arbeiten. Hier erhielt Cage seine erste Einführung in Serielle Kompositionstechniken[28] und entwickelte eine neue

Kompositionsmethode unter Anwendung von zwei 25-Ton-Reihen.[29] Daraus entstanden 1933 Stücke wie Sonata for Clarinet[30], das Buhlig gewidmete Stück Sonata for Two Voices[31] und 1934 Six Short Inventions[32] . Six Short Inventions regte Henry Cowell später dazu an, Cage ein Studium bei Adolph Weiss und Arnold Schönberg nahezulegen. D. Revill vergleicht Cages Stücke mit der Kompositionsart Schönbergs: Sonata for Clarinet steht dem Verfahren Schön- bergs näher, während Sonata for Two Voices nur einige Ähnlichkeit mit Schönbergs Reihenschema aufweist und eher seinen früheren Versuchen einer mathematischen Komposition

ähnelt.[33] Bereits an diesen Stücken zeigt sich das frühe Lösen aus den traditionellen Besetzungsvorgaben - die Wahl der Instrumente ist nicht vorgegeben.

3.3. 1933 bis 1934, Unterricht bei Henry Cowell und Adolph Weiss

Mit Buhligs Unterstützung sendete Cage einige seiner neuen 25-Ton-Reihen an Henry Cowell[34] nach San Francisco. Cowell war Komponist und Herausgeber der Zeitschrift New Music Quartely. [35] Cowell bot nicht an, etwas zu veröffentlichen, verschuf ihm aber eine Aufführung mit Sonata for Clarinet bei einem seiner Konzerte in San Francisco.[36] Die Partitur überzeugte Cowell, Cage bei sich Rhythmik[37] studieren zu lassen. Die »merkwürdigen, kleinen Klavier- stücke mit einem ungewöhnlichen Gespür für das Klangbild, das von seltsamen tonalen Kom- binationen erzeugt wurde«, hatten Cowell beeindruckt. Für ihn kam nur Schönberg als »leben- der Meister« für Cage in Frage[38] folglich riet Cowell zu einem Studium bei Schönberg. Cage äußerte sich dazu: »Als ich jung war, musste man entweder Schüler von Strawinsky oder Schönberg sein. Eine Alternative gab es nicht.«[39] Cage wusste, dass Schönberg lieber unterrich- tete und zog seine Musik der von Strawinsky und anderen modernen Komponisten vor — eine Entscheidung gegen den Neoklassizismus von Strawinsky und für die Serielle Musik von Schönberg. [40]

1933 veröffentlichte Henry Cowell den Artikel »Henry Cowell: Who is the greatest living

Composer?« im Northwest Musical Herald.[41] In diesem Artikel erklärte Cowell Schönberg für den weltweit bedeutendsten Komponisten. Cage suchte sich mit Cowell einen Lehrer aus, der Schönberg bewunderte.

Bei Cowell, dem »all-sound universe«[42] befasste sich Cage auch mit moderner und orientali- scher Musik.[43] »Ich war nicht nur aus den schon erwähnten Gründen gern mit ihm zusammen, sondern auch, weil er sich für andere Musik interessierte, sogenannte Volksmusik oder Unterhal- tungsmusik, populäre Musik aus der ganzen Welt. [...] Ich möchte beinahe sagen, dass er das Inte- resse an anderen Kulturen geweckt hat.«[44] Cowell gilt als »Vater der experimentellen US-Avant- garde«, als Pionier sämtlicher, revolutionärer Entdeckungen, die Amerika in die neue Musik einbrachte. Dazu gehört neben der Clustertechnik, dem Saitenspiel, seine Verfremdungen im Klavier ebenfalls seine Zufalls- und Unbestimmtheitskonzepte. Als einer der ersten begeisterte er sich für außereuropäische Musikkulturen und integrierte diese in seine Kompositionen.[45]

Cages musikalische Ausbildung war nicht fundiert genug, um ein Studium bei Schönberg zu beginnen, da Schönberg verlangte, »sämtliche technischen Erfordernisse der musikalischen Kunst gründlich studiert haben, bevor man sich modernen Formen zuwendet«.[46] Cowell schlug vor, dass Cage vorab bei Adolph Weiss in New York studieren sollte.[47]

[...]


[1] Horst Weber, Hat die euorpäische Avantgarde in den USAüberlebt? in: Die neue Musik in Amerika: über Traditionslosigkeit und Traditionslastigkeit, hrsg. von Otto Kolleritsch, Graz 1994, S. 24.

[2] Reinhard Kapp, Performance bei Arnold Schönberg und John Cage, in: Markus Grassl,

Aufführungslehre der Wiener Schule, hrsg. von Reinhard Kapp, Wien, Köln, Weimar 2002, S. 455.

[3] Composed in 1939. Premiered in Seattle, spring, 1939. Small Ensemble. 6 minutes. For two variable-speed phono turntables, frequency recordings, muted piano and cymbal; to be performed as a recording or broadcast. Along with Respighi‘s Pini di Roma (1924), which uses pre-recorded bird sounds, this is one of the earliest electro-acoustic works ever composed. Cage calls for a muted piano, large Chinese cymbal, and 2 variable- speed turntables. On the first of the turntables, a Victor frequency record (84522B) and a constant note record (nr.24) are played; on the second, another Victor frequency record (84522A). http://www.johncage.org/pp/John-Cage-Work-Detail.cfm?work_ID=100

[4] Composed in 1951. Premiered in New York, January 1, 1952. Solo. 43 minutes. Complete in 4 volumes. The title Music of Changes is variously meaningful, the first, of course, being reference to the Chinese oracle book the I Ching, or Book of Changes, of which Cage made extensive use in composing the piece. Another, more personal, reference is perhaps seen in the changes taking place in Cage‘s overall compositional language at the time. For this work, Cage employed I Ching-derived chance operations to create charts for the various parameters, i.e. tempi, dynamics, sounds and silences, durations, and superimpositions. With these charts, he was able to create a composition with a very conventional manner of notation, with staves and bars, where everything is notated in full detail. http://www.johncage.org/pp/John-Cage-Work-Detail.cfm?work_ID=134

[5] Cage arbeitete mit Zufallskompositionen. Deshalb schließe ich den musikalischen Einfluss von Schönberg ab hier aus. Dafür wären aber genauere Untersuchungen notwendig.

[6] Vgl. Richard Kostelanetz, John Cage im Gespräch. Zu Musik, Kunst und geistigen Fragen unserer Zeit, Köln 1989. Vgl. ebenfalls Richard Kostelanetz, John Cage, Köln 1970.

[7] Vgl. Manuel Gervink, Arnold Schönberg und seine Zeit, Laaber 2000.

[8] Die Wiener Schule war ein rein kompositorisches Unternehmen, zu dessen Protagonisten Schönberg,

Alban Berg und Anton Webern angehörten. Der Sache nach handelte es sich um ein Denken in und über Musik, welches weit über die kompositorischen Fragen hinausgriff.

Vgl. Markus Grassl, Aufführungslehre der Wiener Schule, S. XXIV.

[9] Alban Berg (1885—1935), österreichischer Komponist, einer der ersten Schüler Schönbergs.

[10] Anton Webern (1883—1945), österreichischer Komponist und Dirigent, einer der ersten Schüler Schönbergs.

[11] Der Zweck des Vereins war, »Künstlern und Kunstfreunden eine wirkliche und genaue Kenntnis moderner Musik zu verschaffen.« Damit schloss Schönberg Publikum und Kritik seiner Musik komplett aus. Vgl. Matthias Henke, Arnold Schönberg, München Juni 2001, S. 234—236.

[12] Ebd., S. 156.

[13] Anmerkung: Die Datumsangaben variieren und wurden von Matthias Henke übernommen.

[14] Manuel Gervink, Arnold Schönberg und seine Zeit, S. 291—292.

[15] Ebd., S. 291—292.

[16] Fannie Charles Dillon (1881—1947), amerikanische Pianistin und Komponistin.

[17] Lazare-Lévy (1882-1947), französischer Pianist und Komponist.

[18] John Cage, Silence. Lectures and Writings, London, New York 2009, S. 273.

[19] David Revill , Tosende Stille, München, Leipzig 1995, S. 55—56.

[20] Richard Buhlig (1880 —1952), amerikanischer Pianist und Klavierlehrer deutscher Abstammung. Zu seinen StudentInnen gehörten Greta Sultan, Henry Cowell, Wesley Kuhnle, Leonard Stein und Peter Hewitt; »Buhlig hatte schon früh Kompositionen von Schönberg im Repertoire und spielte beispielsweise 1912 Drei Klavierstücke op. 11 (1909) in Berlin.« Zitiert aus: Peter Andraschke, The Wonderful Widow of Eighteen Springs.Über frühe Lieder und Instrumentalmusik von John Cage, in: Multikulturelle und internationale Konzepte in der neuen Musik, hrsg. von Hartmut Krones, Wien, Köln, Weimar 2008, S. 137.

[21] John Cage, Silence, S. 273.

[22] »Schönberg’s Opus 11, a crucial work in the history of modern music and a landmark on the road to atonal, twelve-tone composition.«

Zitiert aus: Calvin Tomkins, The Bride and the Bachelors, Middlesex 1980, S. 81.

[23] D. M. Greene, Greene’s Biographical Encyclopedia of Composers, S. 1407.

[24] John Cage, Silence, S. 273.

[25] David Revill , Tosende Stille, S. 54—57.

[26] Calvin Tomkins, The Bride and the Bachelors, S. 81.

[27] John Cage, A Composer’s Confessions, Address given before the National Inter-Collegiate Arts Conference, Vassar College, February 28, 1948 in: MusikTexte, Zeitschrift für neue Musik, Heft 40/41, Köln August 1991, S. 57.

[28] Anmerkung: »Mit starkem Bezug auf die dodekaphonische Musik der Wiener Schule, besonders auf die Weberns, entwickelt sich um 1950 die Serielle Musik. Komponisten Serieller Musik übertragen das Reihenprinzip auf alle möglichen musikalischen Parameter wie Tondauer bis hin zur räumlichen Dispostion der Klangerzeuger. Als Hauptvertreter sind Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen zu nennen. Obgleich sich Komponisten Serieller Musik in wesentlichen Punkten von der Zweiten Wiener Schule absetzen, ist der Bezug zur Dodekaphonie eindeutig zu erkennen.« Zitiert aus: Christian Hering, Neue Musik als Thema in der Schule, Hamburg, 2015, S. 16.

[29] »As a result of his work with Buhlig, Cage developed a method of composition that employed two twenty- five-tone (two octave) ranges, one low and one high, with a middle octave shared by both; no single tone in the shared range was to be repeated until at least eleven others had intervened, and no tone in the non-shared range could be repeated until all twenty-five had been used. The method was rigid, complex, and it was not unlike the method used by Schönberg himself. (in Schönberg’s method of ›Serial‹ composition the twelve tones within each octave are re-arranged by the composer to form a theme, or ›tone-row‹; the composition is then built by using the tones horizontally, as melody, or vertically, in chords, but only in the order established by the original tone-row, and all twelve-tones must be used before any one can be repeated.).« Zitiert aus: Calvin Tomkins, The Bride and the Bachelors, S. 82.

[30] Composed in 1933. 6 minutes. For solo clarinet. http://johncage.org/pp/John-Cage-Work-Detail.cfm?work_ID=186

[31] Composed in 1933. 6 minutes. Sonata for Two Voices is in 3 movements: I. Sonata, II. Fugato, and III. Rondo. It is a chromatic composition dealing with the same problems at work in Cage’s Composition for 3 Voices. In this piece, each voice is heard within a specific two-octave range. All twenty-five notes should be played without repetitions. Once all have been played, another presentation begins, and so on, throughout the piece. http://johncage.org/pp/John-Cage-Work-Detail.cfm?work_ID=318

[32] Begun in 1934, returned to and completed in 1958. Premiered in New York, May 15, 1958. 7 minutes. http://johncage.org/pp/John-Cage-Work-Detail.cfm?work_ID=178

[33] David Revill, Tosende Stille, S. 59.

[34] Henry Cowell (1897—1965), amerikanischer Komponist und Pianist.

[35] »Throughout his life, Cowell worked tirelessly on behalf of the music of other composers. In 1925, he founded the New Music Society of California, which presented premieres of many American and European modernist works. It also published New Music, a quarterly edition of scores with a broad range of contemporary styles. In 1934, Cowell established New Music Quarterly Recordings, which issued some of the first recordings of major American experimentalists, including Ives, Varese, Ruth Crawford Seeger, Johanna Beyer, and others.« http://www.henrycowell.org/hc/hcbiographypg2.cfm

[36] Calvin Tomkins, The Bride and the Bachelors, S. 83.

[37] John Cage, A Composer’s Confessions, S. 58. Anmerkung: Henry Cowell schreibt, dass Cage bei ihm dissonanten Kontrapunkt und Komposition studiert hat.Vgl. Richard Kostelanetz, John Cage, S. 125.

[38] David Revill, Tosende Stille, S. 62.

[39] Richard Kostelanetz, John Cage im Gespräch, Interview mit David Cope 1980, S. 147. Anmerkung: »Arnold Schönberg und Igor Strawinsky gehören neben Anton Webern und Alban Berg zu den Hauptvertretern der Neuen Musik. Der artifizielle Folklorismus und die Musik der freien Atonalität [...] waren die beiden wichtigen Strömungen, die sich von einer funktionsharmonisch fassbaren Musik gelöst und zur Bildung des Begriffs ›Neue Musik‹ geführt haben. Deswegen sind sie auch heute noch als Neue Musik aufzufassen.« Zitiert aus: Christian Hering, Neue Musik als Thema in der Schule, S. 15.

[40] Richard Kostelanetz, John Cage im Gespräch, Interview mit Jeff Goldberg 1974, S. 15.

[41] »What Arnold Schoenberg says in his music I believe to be as important as his developments in musical resources. The pedant is one who sticks to the letter of the rule, never questioning its source. It takes a real composer to take the known rules of procedure and carry them a step further, and to apply them to newly found materials. Schoenberg has Bone this. Few others have. Therefore I nominate him as a most likely candidate for the post of the world’s most significant composer.«

Der Artikel erschien am 7. Januar 1933 im Northwest Muical Herald. Zitiert von www.schoenberg.at

[42] David Nicholls, The Future of Music: Credo’. The developement of a philosophy of experimentation in the early work of John Cage (born 1912) in: American experimental music, 1890—1940, Cambridge 1990, S. 217.

[43] Dieter Schnebel, John Cage—auf der Suche nach Tradition, in: Die neue Musik in Amerika, hrsg. von Otto Kolleritsch, Graz 1994, S. 36.

[44] Richard Kostelanetz, John Cage in Gespräch, Interview Cole Gagne und Tracy Caras 1975, S. 16.

[45] Monika Lichtenfeld, Multikulturelle Aspekte in der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts, in: Multikulturelle und internationale Konzepte in der neuen Musik, S. 128.

[46] Arnold Schönberg, Stil und Gedanke. Aufsätze zur Musik (=Gesammelte Schriften, Band 1). Hrsg. von Ivan Vojtech. Frankfurt am Main 1976, S. 246.

[47] Calvin Tomkins, The Bride and the Bachelors, S. 84.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
John Cages Studium bei Arnold Schönberg und sein Einfluss auf Cages Musik bis 1939
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Veranstaltung
Wissenschaft lehrt Verstehen. Reflexion, Kritik und Medialität. Seminar: John Cage und die Kunst der Verweigerung
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V415750
ISBN (eBook)
9783668655119
ISBN (Buch)
9783668655126
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John Cage, Arnold Schönberg
Arbeit zitieren
Sabine Grosser (Autor), 2016, John Cages Studium bei Arnold Schönberg und sein Einfluss auf Cages Musik bis 1939, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415750

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