Die Medienrevolution im 16. Jahrhundert. Der Buchdruck und die Folgen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2001
24 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1 Die Zeit vor dem Buchdruck
1.1 Mündlichkeit und Schriftlichkeit in althochdeutscher Zeit
1.2 Mündlichkeit und Schriftlichkeit in mittelhochdeutscher Zeit
1.3 Expansion der Schriftlichkeit

2 Die Einführung des Buchdrucks
2.1 Gutenberg und der Buchdruck
2.2 Die Rolle der Reformation

3 Die Folgen des Buchdrucks
3.1 Neue Öffentlichkeit
3.2 Die Rolle der Visualisierungen
3.3 Erweiterung des Erfahrungsbereichs

Literaturverzeichnis

Einleitung

Betrachtet man sich, insbesondere im Hinblick auf die heutige „Computerkultur“ (Giesecke 1991: 59) mit einer regelrecht bahnbrechenden Erfindung wie dem Internet, die Entwicklung, welche die Medienlandschaft weltweit innerhalb der letzten etwa hundert Jahre durchgemacht hat, wird man wohl zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass sich hier geradezu revolutionäre Veränderungen vollzogen haben. Veränderungen, die, abgesehen von der Entdeckung der Schrift im allgemeinen, in der Geschichte der Menschheit ihresgleichen suchen. Denn wer hätte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Telekommunikation noch in den Kinderschuhen steckte und an eine Errungenschaft wie das Fernsehen lange nicht zu denken war, damit gerechnet, dass es einmal möglich sein könnte, Botschaften in Sekundenschnelle um die halbe Welt zu verbreiten und sich ebenso schnell nahezu jede erdenkliche Information zu verschaffen, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen ?

Im Bewusstsein dieser ohne Zweifel grundlegenden Neuerungen ist es in der Tat nicht verwunderlich, wenn ein anderes Ereignis in diesem Zusammenhang eher vernachlässigt wird. Es handelt sich dabei um ein zweifellos ebenso revolutionäres Novum, ohne das eine derartige Entwicklung, wie sie das 20. Jahrhundert aufweist, gar nicht erst möglich gewesen wäre und das deshalb, im Vergleich zu allem, was dieses Jahrhundert hervorgebracht hat, als ein kulturell wesentlich einschneidenderes und folgenschwereres Moment anzusehen ist. Gemeint ist hier die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg im ausgehenden 15. Jahrhundert.

So sehen zwar viele, wie Giesecke kritisch bemerkt, in der Erfindung des Buchdrucks alles andere als eine bahnbrechende Neuerung, da im Alltagsbewusstsein allgemein die Vorstellung regiert,

die Einführung der phonetischen Schrift habe die Informationsverarbeitungsprozesse in oralen

Gesellschaften bereits so grundlegend verändert, dass die Durchsetzung des Buchdrucks

bestenfalls als eine quantitative Verstärkung schon längst vorhandener Strukturen gedeutet

werden könne. (1991: 30).

Dennoch steht es wohl außer Frage, dass ohne den Übergang von der skriptographischen zur typographischen Kultur sowie die daraus entstandenen Veränderungen ein Medium wie beispielsweise das Internet undenkbar wäre. Stellt das gedruckte Wort doch nicht nur in diesem Fall die notwendige Basis für das Funktionieren jeglicher zwischenmenschlicher Konversation dar.

Im Hinblick auf diese grundlegende und dennoch oft verkannte Bedeutung, die der Erfindung des Buchdrucks innerhalb der Menschheitsgeschichte zukommt, hat es sich die folgende Untersuchung zum Ziel gesetzt, die Medienrevolution, die durch den Buchdruck gleichsam eingeleitet wurde, detailliert zu skizzieren und somit auch ganz allgemein auf die tragende Rolle der Buchdruckkultur innerhalb des Herausbildungsprozesses unserer heutigen Gesellschaft hinzuweisen. Hierbei sollen zunächst mithilfe eines Rückblicks auf die Verhältnisse in alt- und mittelhochdeutscher Zeit die kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse aufgezeigt werden, die der Erfindung des Buchdrucks vorausgingen und die ihn so gleichsam vorbereitet bzw. nötig gemacht haben. Dabei wird auch insbesondere die Existenz bzw. der Umfang einer bereits vor Gutenberg einsetzenden Expansion von Schriftlichkeit ins Blickfeld genommen. Im Anschluss daran rückt der Buchdruck selbst in den Mittelpunkt der Betrachtung, wobei zunächst die Erfindung als solche betrachtet wird. Gegenstand des sich anschließenden Unterkapitels wird dann die besondere Rolle sein, die der Lutherischen Kirchenreformation im Zusammenhang mit Gutenbergs Erfindung zukommt. Unmittelbar darauf folgt abschließend eine gründliche Darstellung der mannigfachen Folgen, welche die Einführung des Buchdrucks mit sich brachte, woraus automatisch seine große Bedeutung für die weitere Entwicklung der Medienlandschaft deutlich werden soll.

1 Die Zeit vor dem Buchdruck

1.1 Mündlichkeit und Schriftlichkeit in althochdeutscher Zeit

Betrachtet man sich die Geschichte der deutschen Volkssprache von ihren Anfängen bis hin zur Gegenwart, muss man erkennen, dass noch in althochdeutscher Zeit, die hier etwa von 750 bis 1050 datiert werden soll, von einer einheitlichen deutschen Hochsprache, geschweige denn Schriftsprache, lange nicht die Rede sein konnte. Vielmehr setzte sich in dieser Zeit die gesprochene Volkssprache im deutschen Sprachraum lediglich aus zahlreichen Dialekten zusammen, wie etwa dem Mittel-, Rhein-, Ost- und Südrheinfränkischen sowie dem Alemannischen und Bairischen (vgl. Wells 1990: 48). Das bedeutet also, dass die Sprache innerhalb Deutschlands von Ort zu Ort stark variierte, weshalb das Althochdeutsche auch nicht als Sprache im eigentlichen Sinne angesehen werden kann, da für diese frühste deutsche Sprachform weder allgemeingültige grammatikalischen Regeln noch ein einheitlicher Wortschatz nachgewiesen werden kann.

In Anbetracht dessen verwundert es auch nicht, dass das einzige Kommunikationsmittel des einfachen Volkes in der mündlichen Sprache bestand, während die Kirche alleinige Trägerin der Schriftkultur war. Wobei auch hier das Lateinische bis ins 8. Jahrhundert hinein die einzige geschriebene Sprache darstellte (vgl. König 1998: 61). Dennoch sind bereits in dieser Zeit Anfänge eines allmählich aufkommenden Bewusstseins für die deutsche Sprache zu erkennen, was sich etwa an den Bildungsreformen des Frankenherrschers Karl des Großen zeigt. So benötigte man beispielsweise nach der von den Merowingern begonnenen und von den Karolingern später vollendeten Ausdehnung des Frankenreiches zahlreiche Verwaltungsbeamte, was zur Ausbildung von bisher in Lesen und Schreiben ungeübten Bürgern führte. Außerdem verfolgte Karl den Plan, ein imperium christianum, also ein einheitliches christliches Reich zu schaffen. Um diese Idee umsetzen zu können, war es allerdings nötig, auch dem einfachen Volk die christlichen Schriften, die bisher nur in lateinischer Sprache abgefasst waren, zugänglich zu machen. Anders ausgedrückt, musste die „große Kluft zwischen Latein und Volkssprache und damit zwischen Geistlichen und Laien“ (Polenz 1978: 37) überbrückt werden. So kam es im Zuge der sogenannten karolingischen Renaissance, die darin bestand, dass man versuchte, die geschriebene lateinische Sprache durch Einführung der karolingischen Minuskel so weit wie möglich zu vereinheitlichen, sowie durch deutsche Übersetzungen sowohl kirchlicher Texte, wie zum Beispiel dem Vaterunser, als auch einiger weltlicher Schriften bereits unter Karl dem Großen zu einer gewissen Aufwertung der deutschen Volkssprache, da er den Versuch unternahm, durch Reformen des Kirchen- und Schulwesens geschriebene Sprache erstmals auch außerhalb der Klöster und Kirchen populär zu machen. Vgl. Polenz 1978: 37ff.

Dennoch ist aber zu betonen, dass man trotz der Bemühungen Karls des Großen in dieser Zeit noch weit von der Entwicklung einer deutschen Standardsprache entfernt war. So sollte nach Zusammenbruch des Frankenreiches und vielleicht gerade deshalb das Latein noch lange seine Funktion als nahezu konkurrenzlose Schriftsprache innehaben (vgl. Wells 1990: 52), auch wenn sich bereits hier schwache Anfänge einer neuen sprachgeschichtlichen Epoche, wie sie später der Buchdruck bewirkte, zeigen.

1.2 Mündlichkeit und Schriftlichkeit in mittelhochdeutscher Zeit

Während sich also die Schriftkultur in althochdeutscher Zeit im wesentlichen noch auf die klösterlichen Schreibstuben beschränkte, die sich zudem fast ausschließlich des Lateinischen als schriftlichem Medium bedienten, sind auf diesem Gebiet in der mittelhochdeutschen Epoche, die in etwa den Zeitraum von 1050 bis 1350 umfasst, bereits beträchtliche Veränderungen zu beobachten. So kommt es nämlich hier, unter anderem aufgrund der Beibehaltung des Wahlkönigtums sowie Auseinandersetzungen zwischen Papsttum und Kaisertum zu einer Stärkung des Adels gegenüber der Königsmacht (vgl. Rautenberg: 1296), was letztlich erneut zu einer Aufwertung des Deutschen als Schriftsprache führte.

Zwar kann man auch in mittelhochdeutscher Zeit keineswegs von einer einheitlichen Volkssprache reden, da es auch hier nur zahlreiche variierende Regionaldialekte oder auch „lantsprachen“ (König 1998: 73) gab, und auch in den Schreibstuben der Klöster wurde seit der Karolingerzeit kaum noch in Deutsch geschrieben, da die im 10. und 11. Jahrhundert dominierenden Salier und Ottonen aufgrund universalistischer Ansprüche nicht vom Lateinischen abgehen wollten (vgl. König 1998: 75). Darüber hinaus war auch die Erziehung des Adels bisher noch weitgehend schriftlos gewesen, da man sich hier eher auf die Aneignung von Fähigkeiten beschränkte, die für die Ausübung der Herrschaft von Bedeutung waren, wie zum Beispiel das Kriegshandwerk. Außerdem besaß das Auswendiglernen zu dieser Zeit einen weitaus höheren Stellenwert als die schriftliche Fixierung des Wissens, und Schreiben wurde noch immer als eher niedere Tätigkeit angesehen, die schon seit jeher nur von Sklaven erledigt wurde.

So war also auch zu Beginn der mittelhochdeutschen Periode die Kluft zwischen den im Lesen und Schreiben gebildeten Geistlichen, den clerici litterati, und den illiterati oder auch laici noch relativ groß (vgl. Rautenberg: 1298ff.). Dennoch ist seit dem 12. Jahrhundert erneut ein erhöhtes Auftreten deutschsprachiger Texte zu beobachten, was neben einer gemeineuropäisch aufkommenden Aufwertung der jeweiligen Volkssprache, in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass die mangelnde Lateinbildung der nun stärker gewordenen Adelsschicht durch Pflege der Volkssprache ausgeglichen wurde.

Eine Ursache für die Besinnung mittelhochdeutscher Adliger auf die deutsche Sprache ist wohl in der scharfen Kritik der Scholastiker an der weitgehenden Illiteralität der Herrscher „rex illiteratus est quasi asinus coronatus“ (Rautenberg: 1298) zu sehen. Auch wenn das Ideal eines wissenschaftlich gebildeten Regenten bis ins 14. Jahrhundert hinein selten ist (vgl. Rautenberg: 1298). Darüber hinaus kam es an den Fürstenhöfen, die nun den Kaiserhof als wichtigste literarische Zentren außerhalb der Klöster ablösten und somit zu den eigentlichen Trägern der Sprachkultur wurden, zu einer regelrechten Blüte höfischer Ritterliteratur. So orientierte man sich nämlich stark an den Sitten und Gebräuchen der französischen Höfe, die denen der deutschen als überlegen angesehen wurden (vgl. Polenz 1978: 53), wodurch es zu deutschen Übersetzungen französischer Texte, wie beispielsweise denen von Chrétien de Troyes, kam.

Insgesamt muss man jedoch festhalten, dass diese in mittelhochdeutscher Zeit entstandene höfische Dichtersprache die deutsche Volkssprache zwar durchaus nachhaltig geprägt hat, da sie im ganzen beweglicher und vielseitiger zu handhaben wurde (vgl. König 1998: 79) und darüber hinaus eine Vielzahl französischer Lehnwörter über die höfische Standessprache ins Deutsche gelangte (vgl. Polenz 1978: 53). Trotzdem kann aufgrund dieses im Grunde künstlich erzeugten Mediums keinesfalls auf die in dieser Zeit tatsächlich gebrauchte Sprache geschlossen werden. Stellt sie doch lediglich einen „Funktiolekt“ dar, der von einer begrenzten gesellschaftlichen Gruppierung gebraucht wurde, und nicht eine allgemein repräsentante Widerspiegelung der deutschen Volkssprache des hohen Mittelalters (vgl. König 1998: 79). Diese existierte nämlich, ähnlich wie zur Zeit des Althochdeutschen, noch immer in erster Linie in Form eines rein oralen Kommunikationsmittels, bei dem darüber hinaus von einer standardsprachlichen Einheitlichkeit auch jetzt noch nicht die Rede sein konnte.

1.3 Expansion der Schriftlichkeit

Während also deutlich wurde, dass die geschriebene deutsche Sprache sowohl in alt- als auch in mittelhochdeutscher Zeit, sofern sie überhaupt zur Verwendung kam, eng an bestimmte soziale Gruppen, nämlich den Klerus einerseits und den Adel andererseits, gebunden war, ist eine wirklich erwähnenswerte Expansion deutscher Schriftlichkeit erst ab etwa der Mitte des 14. Jahrhunderts zu verzeichnen. Da nämlich nun durch den Zerfall des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation in Territorialfürstentümer (vgl. Polenz 2000: 104) die Städte als Verwaltungsmittelpunkte des Reichs in Macht und Bedeutung stark anwuchsen, vermehrte sich auch der Schriftverkehr in nicht unbeachtlichem Maße.

Beispielsweise gewann der Fernhandel an Prestige, da die Händler in den Städten sesshaft wurden und fortan ihre Geschäfte von dort aus betrieben. Auch allein schon die Verwaltung der Städte erforderte ausgedehnten Schriftverkehr, so dass vorher nur mündlich durchgeführte Arten der Korrespondenz nun verschriftlicht werden mussten. Weil aber die bisher dominierende lateinische Schriftsprache den neuen Anforderungen in den Städten schon allein von der Seite des Vokabulars her nicht mehr gerecht werden konnte, erfuhr der Gebrauch der Volkssprache nun einen immensen Aufschwung (vgl. Polenz 1978: 65). So ist aus dieser Zeit eine beträchtliche Anzahl von in deutscher Sprache geschriebenen Urkunden, Rechtstexten, Polizeiverordnungen, Erlassen und Protokollen überliefert (vgl. König 1998: 85).

Die neuen Verwaltungstätigkeiten in den aufblühenden Städten erforderte zwangsläufig auch eine umfassendere Laienbildung, da literale Bildung nun nahezu unentbehrlich war, um sich im städtischen mit den zahlreichen neuen Anforderungen zurechtfinden zu können. Daher wurde das Schulwesen insgesamt fortan vom Bürgertum getragen. Seit dem 14. Jahrhundert kam es darüber hinaus in den Städten, ergänzend zu den rein klerikalen Klosterschulen, zu einem regelrechten „Universitätsgründungsboom“ (König 1998: 85). Hier wurden fortan auch Nicht-Geistliche in den septem artes liberales ausgebildet, so dass das Schreiben nun insgesamt nicht mehr das Monopol der professionellen Klerikerschicht war, sondern sich in den Städten eine kaufmännische Oberschicht bildete, die sich die verschriftlichte Volkssprache immer mehr zunutze machte (vgl. Maas 1985: 62).

Neben der Abkehr von der lateinischen Sprache in Gebrauchstexten der städtischen Verwaltung sowie weltlicher Bildung in städtischen Schulen und Universitäten ist in dieser Zeit aber auch ganz allgemein eine starke Expansion der Literatur zu beobachten (vgl. Polenz 2000: 114ff.). So forderten nämlich nicht nur neue Lebenssituationen auch neue Textsorten, wie es etwa das starke Auftauchen von Urkunden seit dem 13. Jahrhundert zeigt (vgl. König 1998: 85), sondern die städtische Sozialisierung hatte auch einen literarischen Geschmackswandel zur Folge (vgl. Polenz 1978: 66), da sich nicht nur der Kreis der Leser vergrößerte, sondern sich dadurch auch neue Interessengebiete dieser Rezipienten ergaben. Dies brachte mit sich, dass es fortan nicht mehr nur religiöse Schriften gab, auch wenn der größte Teil des aus dem 15. und 16 Jahrhundert überlieferten Schriftguts mit Predigten, Bibelübersetzungen, Legendensammlungen sowie Gebets- und Gesangbüchern noch religiös motiviert ist (vgl. König 1998:85). Daneben tauchte jetzt auch viel weltliche Literatur in Form alltäglicher, fachlicher und unterhaltender Schriften auf, die zudem nicht mehr nur durch lautes Vorlesen rezipiert, sondern auch in stiller Selbstlektüre konsumiert wurden, was etwa durch die große Zahl von Prosaauflösungen mittelhochdeutscher Reimpaarepen belegt ist (vgl. Polenz 2000: 124).

Ebenfalls zu erwähnen sind hier im Hinblick auf die gesteigerte sowohl geschäftliche wie auch private Schriftlichkeit einige technisch-ökonomische Neuerungen, die in frühneuhochdeutscher Zeit aufkamen und die Lese- und Schreibexpansion zusätzlich steigerten. Hierzu zählt zunächst die Einführung des Papiers, das wesentlich billiger war als das bisher verwendete Pergament und dadurch im Unterschied zu jenem auch in großen Mengen und auf Vorrat produziert werden konnte. Außerdem sorgte die Vervollkommnung der Lesebrille für eine Ausweitung des Kreises der Buchkäufer und –leser. Während man sich nämlich noch im 13. Jahrhundert mit Lesestein und Lupe hatte helfen müssen, wurde im 14. Jahrhundert auch in Deutschland die ursprünglich aus Italien kommende Lesebrille preislich erschwinglich, wodurch auch ältere Bevölkerungsgruppen bzw. Alterssichtige, die sich keinen Vorleser oder Handschriften mit speziellen Großbuchstaben leisten konnten, in den Kreis der Lesenden eintraten und diesen so ausweiteten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Medienrevolution im 16. Jahrhundert. Der Buchdruck und die Folgen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Deutsche Sprache in der frühen Neuzeit (16./17. Jh.)
Note
1,5
Autor
Jahr
2001
Seiten
24
Katalognummer
V42042
ISBN (eBook)
9783638401708
ISBN (Buch)
9783638656405
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienrevolution, Jahrhundert, Buchdruck, Folgen, Deutsche, Sprache, Neuzeit
Arbeit zitieren
Eva-Christina Glaser (Autor), 2001, Die Medienrevolution im 16. Jahrhundert. Der Buchdruck und die Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42042

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