Entwicklung eines Proteinmüslis für Kraftsportler gemäß Health-Claim-Verordnung


Einsendeaufgabe, 2017

9 Seiten, Note: 2,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ANALYSE UND VERGLEICH DES VITAMIN-MINERALSTOFF-PRÄ- PARATS MIT DEN D-A-CH-REFERENZWERTEN

2 ENTWICKLUNG EINES LEBENSMITTELS GEMÄSS HEALTH-CLAIM- VERORDNUNG

3 LITERATURVERZEICHNIS

4 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
4.1 Tabellenverzeichnis

1 Analyse und Vergleich des Vitamin-Mineralstoff­Präparats mit den D-A-CH-Referenzwerten

In der folgenden Tabelle wird die Zufuhrempfehlung des Vitamin-Mineralstoff-Präpa- rats ״Vital“ mit der allgemeinen Zufuhrempfehlung (D-A-CH-Referenzwerte) für Stil­lende verglichen.

Tab. 1: Soll-Ist-Vergleich Vitamin-Mineralstoff-Präparat "Vital" (D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2015)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Zufuhr in % stellt die Zufuhr der 4 Kapseln (Tagesdosis) im Vergleich der Empfoh­lenen Zufuhr/Tag (D-A-CH; Stillende) dar.

Am Beispiel des Beta-Carotin sieht die Rechnung wie folgt aus:

Gegeben: X = 9,0 mg

y = 5,712 mg (Umrechnung von pg auf mg) Gesucht: n in %

100 / x * y = n

100 / 9,0 mg * 5,712 mg = 63,47 %

Die Ergebnisse wurden in der Tabelle ohne Kommastellen dargestellt und wie am Bei­spiel des Beta-Carotin von 63,47 % auf 64 % aufgerundet.

Gefahren/Risiken einer vorliegenden Unterversorgung für folgende Inhaltsstoffe:

- Beta-Carotin: Herzinfarkt, Magenkrebs, Abfall der Erythemschwelle, Infektan­fälligkeit, Abnahme der zellvermittelten Immunität, Abfall der Makulapigment­dichte, Lipidperoxidation (verminderte Oxidationsresistenz von LDL-Choleste- rin) (Uwe Gröber, 2011, s. 130).
- Vitamin D: Erhöhte Infektanfälligkeit (z. B. obere Atemwege), depressive Ver­Stimmungen, erhöhte allgemeine und kardiovaskuläre Mortalität, Fertilitätsstö­rungen, Müdigkeit, Schwäche, Schlafstörungen (Uwe Gröber, s. 138).
- Vitamin K: Appetitverlust, Durchfall, Nasenbluten, Blutungen in Organen und Geweben (z. B. GIT, Muskulatur), verstärkte Blutungen nach OP (Uwe Gröber, s 158).
- Folsäure: Anorexie, Blässe, Depression, schnelle Ermüdbarkeit, Gewichtsver­lust, Kurzatmigkeit, Schwäche, Vergesslichkeit (Uwe Gröber, s. 93).
- Magnesium: Nervosität, innere Unruhe, Angst, Depressionen, Dysmenorrhö, Hyperaktivität, Kopfschmerzen, Lärmempfindlichkeit, geringere Stresstoleranz, Schlafstörungen (Uwe Gröber, s. 218).
- Kalzium: Muskelkrämpfe (Mittelfuß, -hand), Schwäche (Uwe Gröber, s. 211).
- Kalium: Apathie, allgemeine Erschöpfungszustände, Muskel schwäche, Muskel­krämpfe, Müdigkeit, Parästhesien, Reizbarkeit (Uwe Gröber, s. 227).
- Eisen: Müdigkeit, Abnahme der Leistungsfähigkeit (ATP-Produktion), Konzen­trations-, Lernschwäche, Kälteempfindlichkeit (Uwe Gröber, s. 245)
- Selen: Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Depressionen (Uwe Gröber, s. 268)
Gefahren/Risiken einer vorliegenden Überversorgung für folgende Inhaltsstoffe:
- Vitamin Bl: Die Toxizität von oral zugeführtem Vitamin Bl ist selbst in höhe­ren Dosierungen sehr gering. Erst nach längerer Supplementierung von 50 mg/kg/KG oder mehr als 3000 mg/Tag gibt es in Einzelfällen Nebenwirkungen, wie Benommenheit, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Tachykardie und Hau­treaktionen (z. B. Juckreiz, Urtikaria) (Uwe Gröber, s. 70).
- Vitamin B2: Geringe Toxizität, bei einer Überversorgung verfärbt sich der Urin stark gelb, diese Verfärbung ist jedoch harmlos (Uwe Gröber, s. 73).
- Vitamin B6: Toxisch bei einer langfristigen Einnahme von >50 - 500 mg/Tag. Toxische Wirkungen an sensiblen und motorischen Neuronen sind nach Abset­zen reversibel. In Einzelfällen treten Photosensibilität und gastrointestinale Stö­rungen auf (Uwe Gröber, s. 87-89).
- Vitamin B12: Bei oraler Einnahme von hohen Dosierungen (5 mg/Tag) ist die Toxizität gering (Uwe Gröber, s. 105).
- Vitamin c: Bei hohen Dosierungen (5 g/Tag) können Blähungen und osmoti- sehe Diarrhöen auftreten. Personen mit hereditärer Hämochromatose haben, bei der Supplementierung von Vitamin c, ein erhöhtes Risiko für eine Eisenüberla­dung, da Vitamin c die Eisenaufnahme im Darm begünstigt (Uwe Gröber, s. 119).
- Vitamin E: Bei höheren Dosierungen von >= 800 mg/Tag können in Einzelfäl­len Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Blähungen, Durchfall, Übelkeit) auftreten. Längere Einnahmen von 400 mg/Tag kann zu einem Absinken des Schilddrü­senhormonspiegels im Serum führen (Uwe Gröber, s. 154).
- Biotin: Geringe Toxizität, selbst bei Dosierungen von bis zu 200 mg/Tag. In sehr seltenen Fällen können allergische Hautreaktionen (Urtikaria) auftreten (Uwe Gröber, s. 109).
- Niacin: Bei Dosierungen von 50 - 100 mg kann innerhalb von 10-45 Minuten ein Flush mit Hautrötungen, (v.a. im Gesicht und an den Armen), Hitzegefühl, Juckreiz und Kribbeln auftreten (Uwe Gröber, s. 77).
- Pantothensäure: Geringe Toxizität, selbst bei langfristiger hoher Dosierung (2000 mg/Tag) sind keine Nebenwirkungen beschrieben. Dosierungen von 10 - 20 g/Tag verursachen Durchfall und Wasserretention (Uwe Gröber, s. 83).
- Zink: Mögliche Symptome sind Metallgeschmack, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Immunsuppression. Eine Hochdosierung von > 50 mg/Tag kann über Wochen durch Verringerung der Kupferresorption zu Störungen des Kupfer- Ei­senhaushaltes führen. Dosierungen ab 100 mg/Tag können langfristig hämatolo- gische Nebenwirkungen (z. B. sideroblastische Anämie), Immunsuppression (z. B. Neutropenie) und Lipidstoffwechselstörungen (z. B. LDL-Anstieg, HDL-Ab- fall) verursachen. Der obere Wert einer langfristig sicheren Zufuhr liegt bei 25 mg/Tag (Uwe Gröber, s. 279).
- Kupfer: Dosen bis zu 5 mg/Tag sind unbedenklich. Langfristige hohe Dosie­rung kann Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Krämpfe und Leberschäden verursa­chen (Uwe Gröber, s. 259).
- Mangan: Selten Nebenwirkungen und im Dosierungsbereich von 2-50 mg si­cher. Personen mit Lebererkrankungen sind möglicherweise anfällig für Neben­Wirkungen (Uwe Gröber, s. 261).
- Chrom: Keine Nebenwirkungen bei Dosierungen von 200 - 1000 pg bekannt (Uwe Gröber, s. 240).
- Molybdän: Bei extrem hoher Zufuhr von 10-15 mg/Tag sind gichtähnliche Symptome zu beobachten (Uwe Gröber, s. 263).

Bei einer ausgewogenen Ernährung sind die Gefahren/Risiken einer Unter- bzw. über­Versorgung der Inhaltsstoffe bedenkenlos. Einzig das Niacin kann mit einer Dosierung von 50 mg einen sogenannten Flush verursachen, der gewöhnungsbedürftig ist, jedoch keine ernstzunehmenden Schäden anrichtet. Bei Neurodermitis sollte dieser Flush ernstgenommen werden und auf die Einnahme des Vitamin-Mineralstoff-Präparats ver­zichtet werden. Sicherheitshalber sollte das Präparat nicht vor dem Stillen eingenom­men werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Entwicklung eines Proteinmüslis für Kraftsportler gemäß Health-Claim-Verordnung
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,1
Autor
Jahr
2017
Seiten
9
Katalognummer
V423597
ISBN (eBook)
9783668696440
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, proteinmüslis, kraftsportler, health-claim-verordnung
Arbeit zitieren
Jakob Glaas (Autor:in), 2017, Entwicklung eines Proteinmüslis für Kraftsportler gemäß Health-Claim-Verordnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423597

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