Amazon Web Services als Business Enabler im Outsourcing


Referat (Ausarbeitung), 2016

24 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Definition des IT-Oursourcings

2 Typen des IT-Outsourcings

3 Voraussetzungen und Methoden für erfolgreiches IT-Outsourcing

4 Vorteile und Nachteile des IT-Outsourcings

5 Die Cloud als Business Enabler

6 Chancen und Risiken der digitalen Transformation im Hinblick auf die Cloud

7 Praktisches Beispiel mit Amazon Web Services

8 Schlussbetrachtung
8.1 Zusammenfassung
8.2 Ergebnis
8.3 Ausblick

Quellenverzeichnis

Anhang

Anhangsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aufbau der Infrastruktur

Abbildung 2: Cloud Formation-Template

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Chancen und Risiken der Cloud

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Viele Unternehmen nutzen heute die Möglichkeit des Informationstechnologie (IT)-Out- sourcings. In der vorliegenden Arbeit wird behandelt, welche IT-Outsourcingarten es gibt, welche Vor- und Nachteile IT-Outsourcing mit sich bringt und wie die Cloud als Business Enabler[1] in diesem Feld fungieren kann. Außerdem wird darauf eingegangen, wie dies in der Praxis anhand von Amazon Web Services[2] [3] aussehen kann.

1.1 Definition des IT-Oursourcings

״Unter IT-Outsourcing versteht man die mittel- und langfristige Auslagerung bisher innerbetrieblich erfüllter IT-Aufgaben an ein oder mehrere rechtlich unabhängige Dienstleistungsunternehmen. ‘6 IT-Outsourcing bedeutet vereinfacht, dass die vorhandene (oder auch neue) Unterneh- mens-IT (Infrastruktur, Applikationen) an einen externen Dienstleister ausgelagert wird.

2 Typen des IT־Outsourcings

IT-Outsourcing tritt in verschiedenen Ausprägungen auf. Dabei ist pro Anwendungsfall im Unternehmen jeweils eine andere IT-Outsourcingstrategie sinnvoll. Im Folgenden werden sechs IT-Outsourcingstrategien vorgestellt:

Offshore Outsourcing

Offshore Outsourcing beschreibt das Outsourcing in ein Land, das kein Nachbarland des Unternehmens darstellt. Ein Beispiel für ein Land aus der Perspektive von Deutschland ist Indien. Bei dieser Outsourcingart ist darauf zu achten, dass das Land politisch stabil ist und niedrige Löhne und Steuern aufweist (um Kosten gegenüber dem Heimatland zu reduzieren).

Nearshore Outsourcing

Nearshore Outsourcing beschreibt das Outsourcing in ein Nachbarland. Der Vorteil bei dieser Outsourcingart ist die kürzere Distanz zwischen Outsourcingpartner und dem Un­ternehmen, das outsourct. Dadurch ergibt sich eine vereinfachte Kommunikations- und Reisemöglichkeit.

Onshore oder Domestic Outsourcing

Onshore oder Domestic Outsourcing ist die Variante, die räumlich am naheliegendsten zum Unternehmen ist, das outsourct. Dies bedeutet, dass die IT entweder zu einem Dienstleister ausgelagert wird, der sich in direkter räumlicher Nähe befindet (gleiches Land) oder sogar inhouse angesiedelt ist (zum Beispiel bei einem Konzern mit einer eigenen IT-Dienstleistungsgesellschaft).

Cloud Computing / Next Generation Outsourcing

Cloud Computing oder Next Generation Outsourcing beschreibt das Outsourcing in die Cloud. Um diese Outsourcingart beschreiben zu können, muss zunächst der Begriff ״Cloud“definiert werden:

"Cloud Computing ist ein Modell, das es erlaubt bei Bedarf, jederzeit und überall bequem über ein Netz auf einen geteilten Pool von konfigurierbaren Rechnerres- Sourcen (z. В. Netze, Server, Speichersysteme, Anwendungen und Dienste) zuzu­greifen, die schnell und mit minimalem Managementaufwand oder geringer Ser- viceprovider-lnteraktion zur Verfügung gestellt werden können. "[4]

Dies bedeutet, dass die Cloud als entfernte Rechnerressource genutzt werden kann. Somit können Applikationen und Infrastruktur On-Demand ausgelagert werden. Next Generation Outsourcing geht noch einen Schritt weiter, indem es bewusst Geschäfts­Prozesse und IT-Produkte / IT-Services separiert. Dies führt zu einer erhöhten Flexibilität und einer Modularisierung der IT. Next Generation Outsourcing kann auch das Outsour­cing von Geschäftsprozessen beinhalten.

Managed Services

Managed Services ist eine Outsourcingart, die vollständig verwaltete (gemanagte) Ser­vices und Funktionalitäten beschreibt. Typische Beispiele für diese Art, sind das Out­sourcing von Virtual Private Networks (VPNs)[5], Firewalls, storage Area Networks (SANs)[6] oder auch Call Centern. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Cybersicherheit und das exakte Monitoring der Services gelegt.

Outtasking

Outtasking beschreibt das Auslagern von einzelnen Aufgaben anstatt einer gesamten IT-Domäne oder großen Teilen der IT. Typische Beispiele sind Beratungstätigkeiten oder einzelne Softwareentwicklungen.[7]

Die vorgestellten Outsourcingstrategien haben ihre Vor- und Nachteile. Somit muss pro Unternehmen entschieden werden, welche Strategie sinnvoll ist und am besten zu den Anforderungen des Business passt.

3 Voraussetzungen und Methoden für erfolgreiches IT-Outsourcing

Bevor IT-Strukturen oder die gesamte IT ausgelagert werden kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit das Outsourcing erfolgreich verlaufen kann. Diese betreffen die Zeit vor dem Outsourcingprozess, aber auch die Zeit während des Prozes­ses.

Die erste Voraussetzung ist, dass das Outsourcing methodisch begleitet wird und von Anfang an der Projektplan stringent aufgesetzt wird. Ein Projektleiter überwacht den Ver­lauf und greift ein, wo es notwendig ist. Im besten Fall verläuft das Projekt in vier Phasen: Analyse, Ausschreibung an die Outsourcingpartner, Übergangsphase und Betrieb.

Bei der generellen Zusammensetzung des Projektes ist darauf zu achten, dass das Team richtig zusammengestellt ist, genug Zeit eingeplant ist, der Projektleiter kritisch reagiert und das Projekt aktiv managt und die Anforderungen an das Projekt klar be­schrieben und dokumentiert sind. Das Requirements Engineering ist eines der wichtigs­ten Instrumente, da unklar beschriebene Anforderungen im späteren Projektverlauf zu Problemen und Unklarheiten führen können.[8] Zudem sollte die Anforderungsbeschrei­bung Bestandteil des Outsourcingvertrages sein, der zwischen beiden Parteien ge­schlossen wird. Dieser beinhaltet auch die definierten Services, die outgesourct werden inklusive Service-Level-Agreements (SLA)[9], die im Betrieb durch den Outsourcing- partner eingehalten werden müssen.

Außerdem sollte auch festgestellt und festgehalten werden, welche Ziele im Hinblick auf Preis, Qualität und Risiken mit dem Projekt verfolgt werden. Zudem ist es wichtig eine Transparenz zwischen Outsourcingpartner und dem Auftraggeber aufrechtzuerhalten, sodass keine Informationsasymmetrien entstehen. Diese können sonst das Projekt im Ganzen gefährden. Das geht auch damit einher, dass die Providersteuerung[10] gut funk­tionieren muss, damit das Outsourcingprojekt erfolgreich abläuft.[11]

4 Vorteile und Nachteile des !־־!־Outsourcings

IT-Outsourcing kann zu großen Vorteilen, aber auch Nachteilen für Unternehmen führen. Welche Vor- und Nachteile dies sind, wird im folgenden Kapitel erläutert.

Vorteile des IT-Outsourcings:

- Zugang zu externen Experten und Fähigkeiten / Know-how
๐ Durch die Kooperation beziehungsweise das Auftraggeber-Auftragneh- mer-Verhältnis, entsteht für den Auftraggeber ein Zugang zu externen Ex­perten und Know-how (beim Outsourcingpartner).
- Reduzierte Kosten durch das Outsourcing
๐ Zu den reduzierten Kosten durch das Outsourcing zählen geringere In­vestitionen, zum Beispiel, in Plattformen, geringere Mitarbeitervollkosten (es müssen keine Rückstellungen für Pensionen geleistet werden), weni­ger Verwaltungsoverhead et cetera.
- Im Regelfall besserer Service, als im Vertrag vereinbart
๐ Durch die Servicebeziehung ist der Auftragnehmer stärker in der Pflicht, auch Service über die vertraglich festgehaltenen Leistungen hinaus zu liefern, da dies die Kundenbeziehung stark bestimmt.
- Zugang zu neuester Technologie (On-Demand)
๐ Der Auftraggeber erwartet vom Outsourcingpartner, dass dieser die neu­esten Technologien einsetzt, die der Auftraggeber normalerweise nicht im Unternehmen zur Verfügung hat. Er bekommt durch den Outsourcing- partner somit Zugang zu neuen Technologien und Methoden.
- Berechenbare Ausgaben (Service-based Fees)
๐ Durch den Skalierungseffekt (dies ist sehr gut bei der Cloud zu beobach­ten), sind die Ausgaben kalkulierbar und nahezu vollständig steuerbar. Der Auftragnehmer zahlt im besten Fall nur genau für das, was er ver­braucht.

[...]


[1] Business Enabler sind Treiber, die neue Geschäftspotenziale abdecken können und / oder auf schnell ändernde Anforderungen des Unternehmens reagieren können.

[2] Amazon Web Services Ist eine Sammlung verschiedener Onllne-Dienste (Cloud) des Unterneh­mens Amazon.

[3] Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik (2016), Online Im Internet

[4] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (2016), Online im Internet

[5] Verbindung von zwei oder mehreren Local Area Networks über ein anderes Netzwerk / Proto­koll.

[6] Ein Storage Area Network ist ein Highspeed-Netzwerk (oder Subnetz) für spezielle Zwecke. Es verbindet verschiedene Arten von Speicher-Geräten mit den zugehörigen Daten-Servern für ein größeres Netzwerk an Benutzern.

[7] vgl. IT Manager Daily (2016), Online Im Internet

[8] Studien belegen, dass etwa 60% der Fehler in Systementwicklungsprojekten bereits im Requi­rements Engineering entstehen (vgl. Pohl, Klaus u.a. (2011), s. 9).

[9] Vereinbarung zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber, In welcher Qualität eine bestellte Dienstleistung erbracht werden muss.

[10] Aktive Steuerung der Beziehung / Zusammenarbeit zwischen Outsourcingpartner und Auftrag­geber.

[11] vgl. eGovernment Computing (2016), Online im Internet

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Amazon Web Services als Business Enabler im Outsourcing
Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Autor
Jahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V425363
ISBN (eBook)
9783668720718
ISBN (Buch)
9783668720725
Dateigröße
1044 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
amazon, services, business, enabler, outsourcing
Arbeit zitieren
Fabian Broszat (Autor:in), 2016, Amazon Web Services als Business Enabler im Outsourcing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425363

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