Der Stand des Wissensmanagements


Hausarbeit, 2005

18 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung und Hinführung zum Thema

2. Wissensmanagement (WM)
2.1 Technologieorientiertes Wissensmanagement
2.2 Humanorientiertes Wissensmanagement
2.3 Ganzheitliches Wissensmanagement

3. Auswertung von Studien über „Wissensmanagement“
3.1 Ist WM ein Thema in Organisationen?
3.2 Wissensmanagement-Treiber in Unternehmen
3.3 Derzeitige WM Probleme/Hindernisse
3.4 Angestrebter und erwarteter Nutzen durch WM

4. Instrumente von WM in der Praxis der Unternehmen
4.1 Einsatz der SAP Learning Solution bei der Deutschen Telekom
4.2 Implementierung eines integrierten Wissensmanagements bei Hewlett Packard

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Beschäftigung mit dem Thema Wissensmanagement

Abbildung 2: Wissensmanagement-Treiber in Unternehmungen

Abbildung 3: Wissensmanagement Probleme/Hindernisse

Abbildung 4: Erwartungen an Wissensmanagement

1. Einleitung und Hinführung zum Thema

„Der wesentliche Produktionsfaktor der Zukunft ist klein, grau und wiegt etwa 1,3 Kilo, wird ständig herumgetragen und ist kein Computer, sondern das menschliche Gehirn.“

(Schröder 2002, S. 6)

Unternehmen sehen sich mit Informationsflut und Globalisierung in der Wirtschaftswelt konfrontiert. Die Entscheider haben erkannt, dass die Leistungsfähigkeit der Organisation zunehmend von ihrer Lernfähigkeit und Lernbereitschaft abhängt. Anhand von Studien soll die vorliegende Ausführung den aktuellen Stand und die Perspektiven von Wissensmanagement in Unternehmen in Deutschland aufzeigen. Abschließend geben zwei Beispiele aus der Unternehmenswelt einen praktischen Bezug zur vorangegangenen Zusammenführung der Studien, die zwischen den Jahren 2000 bis 2004 erschienen sind. Die Begriffe Wissensmanagement und die englische Übersetzung „Knowledgemanagement“ sind im Kontext gleich zu setzen.

2. Wissensmanagement (WM)

Die gängige Literatur sowie diverse Studien zum Thema Wissensmanagement befassen sich sehr ausführlich mit dem Begriff Wissen und brechen ihn in die Bestandteile Zeichen – Daten – Information – Wissen herunter. Um schneller einen Bezug auf Wissensmanagement in Unternehmen herstellen zu können, nähert man sich dem Begriffsinhalt durch die Komponenten Wissen und Management. Da solche Ausführungen das Volumen dieser Arbeit übersteigen würden, sei an dieser Stelle auf die Grundlagenliteratur verwiesen (Probst/Raub/Romhardt 1998, Davenport/Pursak 1998).

Um den Stand des Wissensmanagements in Organisationen und Unternehmen aufzuzeigen, ist eine Erläuterung von Wissensmanagement sinnvoll, da verschiedene Grundrichtungen in Bezug auf diesen Begriffsinhalt vorherrschen. Wissensmanagement ist ein „integriertes Interventionskonzept, das sich mit den Möglichkeiten zur Gestaltung der organisationalen Wissensbasis befaßt (sic)“ (Probst et all. 1998, S. 45). Eine alternative Definition umschreibt den Begriff Wissensmanagement als „[…] alle Aufgaben und Tätigkeiten, die dazu dienen, Wissen zur Erreichung der Unternehmensziele einzusetzen. Dabei kann man Wissen als zweckgerichtete Information verstehen“ (Bommer/Möller 2005, Sp). Abschließend gelangt ein Forschungsbericht der Ludwig-Maximilian Universität in München zu der Erkenntnis, dass alle Tätigkeiten, die zur Schaffung eines intelligenten und lernenden Unternehmens beitragen, einem Wissensmanagement zuzuschreiben sind. Dabei bilden Mensch, Organisation und Technik die zentralen Standbeine des Wissensmanagements (Reinmann-Rothmeier 2000, S. 9).

2.1 Technologieorientiertes Wissensmanagement

Der technische Ansatz von Wissensmanagement sorgt sich um die Fragestellung, wie Wissen in der Unternehmung genutzt, erweitert, gespeichert und verteilt werden kann. Die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik steht im Vordergrund. Die Mitglieder der Unternehmung werden darin unterstützt, Wissen aus ihrem Fachgebiet zu sammeln, inhaltlich aufzubereiten, zu klassifizieren und zu selektieren. Dieser Ansatz zielt darauf ab, ein geeignetes IT-System zu entwerfen (Gehle/Mülder 2001, S. 24). Laut einer Studie von KPMG wird neben der Geschäftsführung und dem Management vor allem die IT-Abteilung der befragten Unternehmen als treibende Kraft für Wissensmanagement in der Organisation angesehen (KPMG Consulting 2001a, S. 9). Dieses Ergebnis kann ein Indikator dafür sein, weshalb ca. 40-60% aller Wissensmanagement-Projekte scheitern. Die Fokussierung auf die Implementierung der IT-Werkzeuge in die betriebswirtschaftlichen Abläufe der Unternehmung hat oft die Vernachlässigung der eigentlichen Wissensträger zur Folge (Schröder 2003, S. 8).

2.2 Humanorientiertes Wissensmanagement

Hierbei steht der Mitarbeiter einer Unternehmung als Wissensträger im Vordergrund. Mit Hilfe von Wissensmanagement sollen die kognitiven Potenziale der einzelnen Individuen stärker ausgebaut werden. Dieser Aspekt ist nah an Methoden des Personalmanagements angesiedelt und beschäftigt sich damit, wie ein kultureller, organisatorischer und verhaltens-orientierter Wandel des Unternehmens eine Wissensmanagementkultur festigt (Gehle/Mülder 2001, S. 23). „Creating a knowledge culture“ führt idealerweise zu „creating a knowledge desire […] – a grassroots desire among employees to tap into their company’s intellectual resources“ (Hauschild/Licht/Stein 2001, S. 76). Wenn unter anderem diese Bedingung erfüllt wird, kann jedes Mitglied der Unternehmung dazu bewegt werden, seinen Lernprozess zu erweitern und sein Wissen mit Anderen zu teilen (Gehle/Mülder 2001, S. 23).

2.3 Ganzheitliches Wissensmanagement

Da in der Praxis die oben genannten Grundrichtungen nicht einzeln auftreten, vereint das ganzheitliche Wissensmanagement die beiden Ansätze und wird durch die Komponente der Organisation erweitert. In der Summe ergeben sich damit die Gestaltungsfelder der Organisation mit ihren internen Strukturen und Prozessen, der Personalwirtschaft sowie der Informations- und Kommunikationstechnologien, welche folgende Aufgaben übernehmen (Weber 2004, S. 19, Götz/Schmid 2003, S. 213):

Organisation

Die Integration von Wissensmanagement in die Unternehmensorganisation schafft idealerweise Bedingungen für eine flexible Struktur und begünstigt somit die Entwicklung von Methoden zum Managen eines wissensorientierten Unternehmens.

Personalwirtschaft

Die Verantwortlichkeit der Personalwirtschaft liegt in der Gestaltung einer adäquaten Unternehmenskultur, die einen dauerhaften Wissenstransfer unterstützt.

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Die IKT dienen als Bausteine zur Unterstützung eines flexiblen Wissensmanagements.

Da die IKT lediglich „Bausteine zur Unterstützung eines flexiblen Wissensmanagements“ darstellen, wird der Aspekt des ganzheitlichen Wissensmanagements durch die These von Ken Derr von Chevron unterstützt, der in diesem Zusammenhang eine Gewichtung der Gestaltungsfelder vornimmt und eine so genannte „80/20-Regel“ ableitet, „[…] wonach 80 Prozent des Erfolges organisatorischen und kulturellen Ursprungs sind und 20 Prozent auf das Konto Technologie gehen“ (Götz/Schmid 2003, S. 215).

3. Auswertung von Studien über „Wissensmanagement“

3.1 Ist WM ein Thema in Organisationen?

Zahlreiche Studien belegen, dass das Thema Wissensmanagement einen hohen Stellenwert in den Unternehmen eingenommen hat. Eine Studie der META Group kommt nach einer repräsentativen Marktanalyse für Deutschland aus dem Jahr 2001 zu dem Ergebnis, dass sich „[…] die Nachfrage nach professionellen Dienstleistungen und Produktlösungen bezüglich des Knowledge Managements [Wissensmanagement] drastisch erhöhen wird“ (META Group 2001, S. 4). Über 45 Prozent der befragten Unternehmen hatten zu diesem Zeitpunkt der Erhebung Wissensmanagement bereits als Projekt aufgesetzt bzw. dieses als Projekt geplant (META Group 2001, S. 4). Eine alternative Studie der KPMG Consulting zeigt, dass für 80 Prozent der befragten Unternehmen Wissensmanagement ein hervorzuhebendes Thema ist. Zusätzlich können 21 Prozent bestätigen, dass sie WM bereits eingeführt haben (KPMG Consulting 2001a, S. 8). Die stärkere Durchdringung von WM in dieser Studie ist auf den Rahmen der Erhebung im Kontext von eBusiness zurückzuführen. Die befragten Unternehmen besitzen ausgeprägte IT-Abteilungen, welche die Ausführungen von Wissensmanagement-Tools begünstigen.

Knapp 3 Jahre später setzt sich der Aufwärtstrend von Wissensmanagement in Unternehmen fort, wie eine branchenübergreifende Studie der PA Consulting Group beweist. Bei 40 befragten Unternehmen sagen mehr als 90 Prozent aus, dass sie Projekte oder Teilprojekte in Bezug auf WM angesetzt haben. Auch die Implementierung von WM in Organisationen hat weiter zugenommen. Im Jahr 2004 haben bereits zwei Drittel der Unternehmungen WM als festen Bestandteil integriert (PA Consulting Group 2004, S. 4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Beschäftigung mit dem Thema Wissensmanagement

Aus Abbildung 1 geht hervor, dass WM keine Modeerscheinung mehr ist. Es hat sich im Laufe der Jahre branchenübergreifend in den Unternehmungen etabliert.

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Der Stand des Wissensmanagements
Hochschule
Business and Information Technology School - Die Unternehmer Hochschule Iserlohn
Veranstaltung
Kommunikations- und Wissensmanagement
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V42750
ISBN (eBook)
9783638407106
ISBN (Buch)
9783638750134
Dateigröße
589 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stand, Wissensmanagements, Kommunikations-, Wissensmanagement
Arbeit zitieren
Philipp Mühlenkord (Autor), 2005, Der Stand des Wissensmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42750

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