Betriebliches Gesundheitsmanagement. Chancen und Risiken der Digitalisierung für Mitarbeitende


Hausarbeit, 2018
21 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung
1.3 Ziel

2 Methoden

3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.1 Definition des betrieblichen Gesundheitsmanagements
3.2 Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements
3.3 Gründe für das betriebliche Gesundheitsmanagement

4 Folgen der Digitalisierung - Chancen und Risiken

5 Diskussion

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ablauf des BGM-Prozesses

Abbildung 2: Altersstruktur in Deutschland in den Jahren 2013 und 2060

Abbildung 3: Bedeutungszuwachs von BGM-Themen in den nächsten 5 Jahren

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Digitalisierung der Gesellschaft ist die Folge der sog. digitalen Revolution, die Ende des 20. Jahrhunderts begann und auf den technischen Wandel von Computer und Internet zurückzuführen ist. Gesellschaftlich relevant ist die digitale Revolution deshalb, weil sie einen radikalen Umbruch in der Art der Kommunikation zwischen Menschen und deren Art zu arbeiten mit sich brachte.

Obwohl sich durch das Internet auch ständig neue Perspektiven und Chancen für Unternehmer ergeben, bringt diese Entwicklung auf wirtschaftlicher Ebene nicht nur positive Folgen mit sich. In vielen beruflichen Sektoren bringt die Digitalisierung der Gesellschaft für Arbeitnehmende ein Klima, in dem Berufsleben und Freizeitgestal­tung immer mehr miteinander verschwimmen. Durch mobile Endgeräte, wie das Smartphone, sind Menschen rund um die Uhr mit dem Internet verbunden. Dadurch leiden Berufstätige heutzutage unter chronischem Stress, der sich aus der Erwar­tungshaltung der Vorgesetzten ergibt, jederzeit auf Anfragen prompt zu reagieren. In einer Zeit, in der nur Leistung, Performance und schnelle Resultate das Wirtschaft!¡- che Überleben eines Unternehmens sichern, ist zu erwarten, dass das Privatleben von Arbeitnehmenden zunehmend schwindet und der Anteil an berufstätigen Men­sehen, die unter Burn-Out, Erschöpfungssyndromen und stressbedingten Erkran­kungen leidet, auch in Zukunft kontinuierlich zunehmen wird.

1.2 Fragestellung

In den letzten Jahren lässt sich ein unternehmenskultureller Wandel beobachten. Unternehmen lernen immer mehr den Wert ihrer Mitarbeitenden und den Wirtschaft­liehen Vorteil einer gesunden Belegschaft zu schätzen. Viele deutsche Unternehmen erweitern deshalb ihren traditionellen Arbeitsschutz, hin zu einem systematisch be­trieblichen Gesundheitsmanagement. Aufgrund der Digitalisierung verändert sich das Arbeitsklima immer weiter. Neuartige Arbeitsgeräte kommen hinzu, die Kommu­nikation miteinander wird schneller und die Erwartungen der Vorgesetzten werden schneller und größer. Immer komplexere Aufgaben sollen in kürzerer Zeit erfolgreich gemeistert werden. Diese durch die Digitalisierung bedingten Veränderungen bieten nicht nur neue Gefahren für Mitarbeitende, sondern auch neue Möglichkeiten zur Gesundheitsprävention und -förderung. Welche diese sind und wie das betriebliche Gesundheitsmanagement diese nutzen kann, soll in dieser Arbeit beantwortet wer­den.

1.3 Ziel

Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, wie das betriebliche Gesundheitsmanagement die aufgrund der Digitalisierung entstandenen Möglichkeiten zur Gesundheitsförde­rung und -prävention für Mitarbeitende nutzen kann und auf welche Risiken das be­triebliche Gesundheitsmanagement achten muss, damit die Mitarbeitenden keinen neuen Gefahren ausgesetzt sind.

2 Methoden

Diese Arbeit beruht auf einer Literaturrecherche, welche vorwiegend in der Daten­bank ״WiSO“ und ״EBSCO“ stattgefunden hat. Auch wurde die Studie ״#whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitsweif. Die Literaturrecherche fand über einen Zeitraum von ca. 2 Monate statt. Die letzte Auswertung der Literatur und konkrete Anwendung im Januar. Einschluss- und Ausschlusskriterien waren zunächst die Ak­tualität der Quellen. Weitere Kriterien waren die Inhaltsverzeichnisse, die als erstes überflogen wurden. Waren die Inhalte der Quelle hilfreich, wurde der Text grob über­flogen und entschieden, ob die Quelleninhalte weiterverwendet wurden. Für diese Arbeit wurden keine englischsprachigen Quellen verwendet.

3 Betriebliches Gesundheitsmanagement

3.1 Definition des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Eine explizite Definition des betrieblichen Gesundheitsmanagements existiert nicht. In der Literatur wird das betriebliche Gesundheitsmanagement verschieden definiert. Beispielsweise wird das betriebliche Gesundheitsmanagement als ein strukturierter und systematischer Prozess beschrieben, welcher sich an einer strategischen Ziel­Setzung orientiert. Auf die Zielsetzung folgt beispielsweise mit Hilfe eines Mitarbei­terfragebogens eine Bestandsaufnahme. Von diesem werden anschließend zielge­richtete Maßnahmen abgeleitet, geplant und umgesetzt. Abschließend steht die Eva­luation der Maßnahmen an (vgl. Stefan Buchner, betriebliches Gesundheitsmanage­ment - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement). Auch heißt es, dass es die Aufgabe des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist ver­schiedene gesundheitsbezogene Maßnahmen in einem Unternehmen zu planen, zu adressieren, zu organisieren und mit den verschiedenen Akteuren abzustimmen. Es sollen Strategien entwickelt werden, die sich an den Unternehmenszielen orientieren und diese in spezifische Zielwerte und Kennzahlen Umsetzen (vgl. Bamberg et. AI. 2011, S128, zitiert in: Struhs-Wehr, 2015, s. 6).

Abbildung 1: Ablauf des betrieblichen Gesundheitsmanagement-Prozes­ses

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an UBGM - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement)

״Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die Gestaltung, Lenkung und Entwick­lung betrieblicher Strukturen und Prozesse, um Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Sie sollen den Beschäftigten und dem Unternehmen gleichermaßen zugutekommen. Betriebliches Gesundheitsma­nagement betrachtet die Gesundheit der Beschäftigten als strategischen Faktor, der Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, die Kultur und das Image der Organisation hat. Betriebliches Gesundheitsmanagement bezieht Gesundheit in das Leitbild, in die (Führungs-) Kultur, in die Strukturen und in die Prozesse der Organisation ein (Badura et al. 1999; zitiert nach: Häfner 0. J.).“ ( Ternès et al. 2017, S.5). Betriebli­ches Gesundheitsmanagement hat die Aufgabe den Beeinträchtigungen am Arbeits­platz vorzubeugen, das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden während der Arbeit zu verbessern sowie Gesundheitspotenziale zu fördern, zu stärken und zu erhalten. Es ist die Integration und Steuerung betrieblicher Prozesse, mit dem Ziel die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern. Dies bedeutet auch die Gesundheit der Mitarbeitenden in die Entwicklung des Unternehmens mit einzu­beziehen.

3.2 Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es, gesundheitsförderliche Ein­zelmaßnahmen in einer sinnvollen und effektiven Struktur miteinander zu vernetzen und deren Auswirkungen auf die Mitarbeitergesundheit messbar zu machen (vgl. Stefan Buchner, Betriebliches Gesundheitsmanagement - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement). Das betriebliche Gesundheitsmanage­ment hat zum Ziel die Mitarbeitenden im Unternehmen zu motivieren, deren Leistung zu fördern und den Krankenstand zu senken. Als Instrument dient es dazu Personal­engpässen, bedingt durch Fachkräftemangel, vorzubeugen (vgl. GENIOS Wirt­schaftswissen: Mirjam Raymond 2012).

3.3 Gründe für das betriebliche Gesundheitsmanagement

Stellt sich nun die Frage, warum brauchen Unternehmen ein betriebliches Gesund­heitsmanagement. Im Folgenden werden fünf Gründe erläutert, warum es für Unter­nehmen sinnvoll sein kann, ein derartiges System aufzubauen und stetig weiterzu­entwickeln.

Fachkräftewettbewerb

Im ständig größer werdenden Kampf um Fachkräfte und die sog. High Potentials[1] gewinnen Faktoren wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Work-Life-Ba­lance immer mehr an Bedeutung. Gesundheitsmaßnahmen werden zunehmend zum Attraktorfürdie Mitarbeiterbindung und -gewinnung (vgl. Perwiss - Personalmanage­ment-Wissen online, 2017).

Demographischer Wandel

Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zu folge, wird sich das Verhältnis der jungen und älteren Menschen erheblich und nachhaltig zugunsten Älterer verschie­ben. Die Zahl der unter 20-Jährigen wird bis zum Jahr 2060 um rund 2% sinken. Hingegen wird die Zahl der über 80-Jährigen von 5% auf 13% ansteigen. Das be­deutet, dass im Jahr 2060 rund jeder Achte 80 Jahre und älter sein wird. Das Durch­schnittsalter wird von ca. 45 Jahren im Jahr 2013 auf ca. 50 Jahren im Jahr 2060 ansteigen. Insgesamt ist mit einem Bevölkerungsrückgang auf ca. 70 Millionen Ein­wohner im Jahr 2060 zu rechnen. Grund dafür ist der stetige Geburtenrückgang. Damit wird es im Jahr 2060 nur halb so viele junge Einwohner unter 20 Jahren geben wie Menschen im Alter von 65 Jahren und älter. Der absolute Bevölkerungsrückgang wird allerdings durch den höheren Wanderungssaldo geringer ausfallen (vgl. Bevöl­kerung Deutschlands bis 2060, 2015, s. 17 ff.).

Abbildung 2: Altersstruktur in Deutschland in den Jahren 2013 und 2060

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an: Pötzsch und Rößger, 2015, s. 17 ff.)

Gesundheitsreformen

Gesundheitsreformen und sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen ״zwingen“ Unternehmen zur Umsetzung von Vorgaben. Beispielsweise schreibt seit Mai 2004 das Sozialgesetzbuch IX im § 84 Abs. 2 das Eingliederungsmanagement vor. Darin heißt es, dass sich Unternehmen für die Gesunderhaltung aller Mitarbei­tenden engagieren müssen, die länger und häufiger erkrankt sind (vgl. Perwiss - Personalmanagement-Wissen online, 2017).

Wertewandel in der Gesellschaft

Vor allem die nachfolgenden Generationen Y und z Stehen für neue Werte. Das be­triebliche Gesundheitsmanagement muss die neuen Werte zur Erreichung der Ziel­gruppen und bei der Gestaltung von betrieblichen Gesundheitsmanagement-Maß­nahmen berücksichtigen (vgl. Perwiss - Personalmanagement-Wissen online, 2017).

Digitalisierung und Arbeit 4.0

Die Arbeitswelt verändert sich radikal. Zunehmende Komplexität, steigende Vernet­zung, erhöhte Innovationsrate sowie stets wachsender Wettbewerbsdruck führen zu

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Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Betriebliches Gesundheitsmanagement. Chancen und Risiken der Digitalisierung für Mitarbeitende
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V429144
ISBN (eBook)
9783668728646
ISBN (Buch)
9783668728653
Dateigröße
1189 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
betriebliches, gesundheitsmanagement, chancen, risiken, digitalisierung, mitarbeitende
Arbeit zitieren
Miriam Niethen (Autor), 2018, Betriebliches Gesundheitsmanagement. Chancen und Risiken der Digitalisierung für Mitarbeitende, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429144

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