Fallbeispiel Borussia Dortmund. Erfolgreicher Turnaround des BVB

Krisenursachen und Maßnahmen


Hausarbeit, 2016

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Titelblatt

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung Borussia Dortmund

3. Geschäftsfelder BVB Konzern
3.1 Finanzielle Entwicklung 2000 – 2015

4. Krisenphasenmodell Nach R. Müller

5. Erfolgreicher Turnaround des BVB
5.1 Krisenursachen
5.2 Maßnahmen

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Geschäftsfelder BVB

Abbildung 2: EBIT Entwicklung 2000 – 2015

Abbildung 3: Krisenphasenmodell nach R. Müller

Abbildung 4: Personalkosten Entwicklung Borussia Dortmund 2000 – 2015

1. Einführung

Die heutigen Bundesligaclubs sind keine reinen Fußballvereine mehr, sie können vielmehr mit erfolgreichen Wirtschaftskonzernen verglichen werden. Ein Umsatzerlös der bis in den dreistelligen Millionenbereich reicht ist keine Seltenheit. Im Gegenteil ist in dieser Branche das erzielen solcher Beträge sogar allgegenwertig.

Hans Joachim Watzke, CEO von Borussia Dortmund sagt: „ Im übertragenen Sinne sind die Spieler das, was für einen produzierenden Betrieb die Maschinen sind“.1 Diese Aussage verdeutlicht, wie wichtig die Fußballspieler sind, um den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg zu gewährleisten und damit die Existenz des Clubs zu sichern.

Durch den stetig wachsenden Druck sind sie gezwungen in neue Geschäftsfelder zu investieren. Allein Borussia Dortmund ist mittlerweile in sechs Bereichen tätig und generierte in 2014/15 einen Umsatz von 276 Millionen Euro. Der Fortbestand des BVB im Jahr 2004/05 wurde durch eine drohende Insolvenz gefährdet. Dies resultierte aus sportlichen Misserfolgen, zu hohen Mietkosten für das Stadion und falsche Transferpolitik.

In den darauffolgenden Jahren wurde die Unternehmensstrategie radikal verändert. Es wurde mehr in den Nachwuchs investiert, ferner fand eine stärkere Einbindung der Fans statt und die Pflege der Marke „Borussia Dortmund“ wurde ausgebaut.

Die Geschäftsfelder sowie Kennzahlen des BVB werden anhand des Krisenphasen Modells nach R. Müller analysiert. Was die Ursachen für die finanzielle Bedrohung waren und welche Maßnahmen getroffen wurden, um die drohende Insolvenz abzuwenden wird in Folge erläutert. Wie sie den Turnaround erfolgreich meisterten und weiterhin nachhaltig wirtschaften, wird in dieser Hausarbeit erläutert und mit einem Fazit abgeschlossen.

2. Vorstellung des Borussia Dortmund GmbH Co. KGaA

Der BVB ist in Deutschland die Nummer zwei nach dem FC Bayern und in Europa gehören Sie zu den zehn besten Vereinen nach der UEFA-Rangliste für Klubwettbewerbe.2 Finanziell müssen sie sich auch nicht verstecken, ihren Konzernumsatz von 276,0 Millionen Euro konnten sie um 5,9 % zum Vorjahr und der operative Konzerngewinn EBITDA von 55,6 Millionen Euro um 13,2% steigern. 3

Gegründet wurde der Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund im Jahre 1909 und läuft mit den Vereinsfarben Schwarz-Gelb auf. Das Kerngeschäft des Vereins liegt im wesentlich im Fußball. Allerdings besitzen sie eine Handball- und Tischtennisabteilung deren Mannschaften ebenfalls höherklassig spielen. Der BVB besitzt über 130.000 Mitglieder und ist somit der fünft größte Sportverein der Welt. National konnten sie die deutsche Meisterschaft insgesamt achtmal gewinnen und den DFB Pokal drei Mal. Den größten internationalen Erfolg erzielten sie 1965/66 mit dem Europokal der Pokalsieger, die Champions-League 1997 und den Weltpokal im selben Jahr.

Der Signal Iduna Park, das ehemalige Westfalenstadion ist mit 81.359 Plätzen vor dem FC Barcelona 77.632 und FC Bayern 72.882 das größte und meist besuchte Fußball Stadion in Deutschland und Europa. Die durchschnittliche Auslastung in den letzten vier Geschäftsjahren betrug 99 %.

3. Geschäftsfelder BVB Konzern

Der BVB generierte in der Saison 2014/2015 Umsatzerlöse in Höhe von 276,00 Millionen Euro. Dieses Resultat erreichten sie durch TV-Vermarktung, Werbung, Spielbetrieb, Transfergeschäfte, Merchandising und Conference und Catering. Mit ca. 82,10 Millionen Euro ist die TV-Vermarktung das stärkste Geschäftsfeld und ist zum Vorjahr um 81,40 Millionen Euro gestiegen.

Die Umsatzerlöse für Werbung lagen in den letzten zehn Jahren bei 75,70 Millionen Euro. Anhand einer durchschnittlichen Stadionauslastung von 90% konnten 39,90 Millionen Euro für den Spielbetrieb erzielt werden. Das Transfergeschäft spülte insgesamt 12,40 Millionen Euro in die Kasse. Zudem wurden durch Conference, Catering und Sonstiges 22,75 Millionen Euro erwirtschaftet.

Abbildung 1: Geschäftsfelder BVB

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Geschäftsbericht BVB 2014/15

3.1 Finanzielle Entwicklung 2000 – 2015

Borussia Dortmund zieht verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren zu Rate gezogen um den Verein zu steuern und zu überwachen. Das EBIT oder auch operatives Ergebnis genannt, ist ein Merkmal, der dem Unternehmen ermöglicht sich mit anderen internationalen Vereine innerhalb der Ertragskraft zu vergleichen. Die unterschiedlichen Finanzierungs- und Steuersätze werden nicht berücksichtig und Aufwandsposten wie Zinsen und Ertragssteuern bleiben ebenfalls außen vor bzw. werden dem Gewinn wieder zugrechnet. In der Abbildung zwei kann man die Entwicklung des EBIT`s sehr gut betrachten. Von 2000 bis 2003 war die Entwicklung unspektakulär und bewegte sich mit durchschnittlich 5,9 Millionen Euro leicht im positiven Bereich. Die Krisenjahre 2004 und 2005 waren durch starke Verluste geprägt.

Abbildung 2: EBIT Entwicklung Borussia Dortmund 2000 – 2015

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Geschäftsberichte BVB 2000-2015

Die Ursachen für die starken Verluste waren: das Nichterreichen der Champions-League, zu hohe Personalaufwendungen sowie zu hohe Mietbelastungen des Stadions, die das operative Ergebnis stark gemindert haben. Allein in den Jahren 2003/2004 lag der Konzernverlust bei 118,8 Millionen Euro.

Im November 2004 trat Reinhard Rauball sein neues Amt als Präsident an und löst den damaligen Clubchef Gerd Niebaum ab. Mit Reinhard Rauball, der im Februar 2005 Joachim Watzke als neuen Geschäftsführer ernannte, wurde der erfolgreiche Turnaround gestartet. Ab 2006 bis 2011 konnte die finanzielle Situation beruhigt und somit stabile Ergebnisse erzielt werden.

Die erfolgreichsten Perioden in der Abbildung zwei liegen ganz klar im Jahre 2012 und 2013 durch den Gewinn der deutschen Meisterschaft.

Ferner erzielten sie im Jahre 2011 das sogenannte Double (Deutsche Meisterschaft u. DFB Pokal). Auch konnten sie 2013 das Finale des größten Europäischen Wettbewerbs die UEFA Champions-League erreichen. Durch den Einzug in das Endspiel nahmen sie insgesamt 64,00 Millionen Euro ein. Im selben Jahr erzielten sie Verkaufserlöse durch den Spielertransfer von Mario Götze in höhe von 37,00 Millionen Euro.4

[...]


1 Joachim Watzke, (2007), http://www.welt.de/wirtschaft/article118797242/So-funktioniert-das-Milliardengeschaeft-Bundesliga.html.

2 Vgl. http://de.uefa.com/memberassociations/uefarankings/club/.

3 Vgl. Geschäftsbericht BVB 2014/15 S. 63 Lagebericht.

4 Vgl. http://www.spiegel.de/sport/fussball/borussia-dortmund-feiert-rekord-umsatz-a-918008.html.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Fallbeispiel Borussia Dortmund. Erfolgreicher Turnaround des BVB
Untertitel
Krisenursachen und Maßnahmen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V433532
ISBN (eBook)
9783668755765
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Borussia Dortmund, Turnaround, Fallbeispiel, Krisenursachen und Maßnahmen
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Asat Ramadani (Autor), 2016, Fallbeispiel Borussia Dortmund. Erfolgreicher Turnaround des BVB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433532

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