Doping und Perfektionismus

Eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem Konsum verbotener leistungssteigernder Medikamente und Perfektionismus bei Bodybuildern anhand der FMPS-D


Bachelorarbeit, 2017

79 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Doping
2.1 Begriffsdefinition Doping
2.2 Die Geschichte des Dopings
2.2.1 Doping in der Antike
2.2.2 Doping der Neuzeit
2.3 Doping im Leistungssport des Bodybuildings
2.4 Doping im Freizeit- und Breitensport

3 Anabole Steroide
3.1 Pharmakologische Aspekte
3.2 Klassifizierung anaboler Steroide
3.3 Wirkung des Testosterons
3.3.1 Anabole Wirkung
3.3.2 Androgene Wirkung
3.4 Häufig verwendete Steroide

4 Das Bodybuilding
4.1 Die Geschichte des Bodybuildings
4.1.1 Im Allgemeinen
4.1.2 In Deutschland
4.2 Das Training eines Bodybuilders
4.3 Die Ernährung eines Bodybuilders

5 Perfektionismus
5.1 Auffassungen des Perfektionismus
5.2 Der Perfektionismus in der allg. Psychologie
5.3 Der Perfektionismus in der Sportpsychologie
5.4 Der Perfektionismus bei anderen Profis
5.5 Wie äußert sich der Perfektionismus

6 Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeitspsychologie

7 Vorbetrachtungen zur MPS nach Frost et al.

8 Fragestellung und Hypothese
8.1 Hypothese 1: FMPS-D funktionale Facetten
8.2 Hypothese 2: FMPS-D dysfunktionale Facetten

9 Methoden und Stichprobe
9.1 Material
9.2 Instruktion und Informationen zur Studie
9.3 Angaben zu Training und Ernährung
9.4 Stichprobe und Vergleichsgruppe
9.4.1 Bereinigung der Stichprobe
9.4.2 Beschreibung der Stichprobe
9.4.3 Vergleichsgruppe

10 Ergebnisse
10.1 Vorgehen und Verfahren
10.2 Ergebnis funktionale Facette
10.3 Ergebnis dysfunktionale Facette
10.4 Zusätzliche Analysen zum Trainings – und Ernährungsverhalten

11 Diskussion
11.1 Ergebniszusammenfassung und Interpretation
11.2 Repräsentativität der Stichprobe

12 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

6.1Die Faktoren des FFM und die zugeordneten Facetten

7.1Zuordnung der einzelnen Facetten zu den entsprechenden Fragen des FMPS

9.1Gruppenvergleich zwischen Non-User und User

10.1Mittelwerte und Median der funktionalen Facetten im Gruppenvergleich

10.2Mittelwerte und Median der dysfunktionalen Facetten im Gruppenvergleich

11.1 Zusammenfassung der einzelnen Hypothesen

1 Einleitung

„Betrug fängt für mich dann an, wenn ich mir einen Vorteil verschaffe. Dem war nicht so. Ich wollte für Chancengleichheit sorgen.“

(Jan Ullrich – Interview FOCUS Online, 2013)

Mit dieser Äußerung hat der wohl bekannteste deutsche Rennradprofi, Jan Ulrich, versucht sein Eigenblutdoping zu erklären und bezichtigte somit indirekt seine Kollegen ebenfalls gedopt zu haben. Doch nicht nur im professionellen Rennradsport bedienen sich die Athleten der modernen Medizin um ihre eigene Leistung zu steigern. Erinnern wir uns an die Olympischen Winterspiele des Jahres 2014. In diesem Jahr kam der wohl größte Dopingskandal aller Zeiten ans Licht und überschattete somit das gesamte sportliche Großereignis. Dutzende russische Sportler waren des Dopings überführt. Weiterhin kam es zur Aufdeckung eines staatlich gelenkten und vom russischen Geheimdienst unterstützten Dopingsystems (vgl. McLaren, 2016, S. 12 f.). Aber auch bei den Olympischen Sommerspielen 2016 kam es zu einigen positiven Dopingtests, zum Großteil osteuropäischer Athleten. So standen im Sommer 2016 mehrfach Gewichtheber mit Dopingvergangenheit auf dem Siegerpodest, vorwiegend aus osteuropäischen Ländern. Diese Tatsachen rückte das Gewichtheben erneut in den Fokus der Öffentlichkeit und bestätigte Kritiker in ihrer Meinung, dass gerade dieser Sport stark dopingbelastet ist. So fielen über 30 Nachtests der Spiele in Peking und London positiv aus, was zu einer nachträglichen Disqualifikation der Athleten und Aberkennung der Medaillen führte (vgl. Spiegel Online, 2016).

Doch nicht nur im Profisport greifen Athleten zu leistungssteigernden Medikamenten. Auch im Breiten– und Freizeitsport nimmt die Zahl derer, die ihren Körper mit Medikamenten auf Spitzenleistung trimmen immer stärker zu (vgl. Müller-Platz et al., 2006, S. 7).

Diese Dopingproblematik zieht sich durch fast alle Sportarten. So führten Steuer et. al eine standardisierte Befragung von Athleten bei einem renommierten Marathonlauf durch. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass von 669 Befragten Freizeitläufern 41% der männlichen und 53% der weiblichen Starter prophylaktisch Schmerzmittel konsumierten. Diese waren zudem teilweise verschreibungspflichtig (vgl. Steuer et al., 2009, S. 222 f.).

Jedoch wird auch in anderen Sportarten und hier gerade im Bodybuildingsport der Missbrauch von Anabolika und der zusätzliche Konsum weiterer leistungssteigernder Medikamente in enger Korrelation gesehen (vgl. Müller-Platz et al., 2006, S. 7). Doch was treibt Athleten dazu ihre Gesundheit und Reputation zu riskieren und zu verbotenen Medikamenten zu greifen. Für den Bereich des Profisports ist die Antwort recht einfach. Die Athleten wollen siegen und den daraus folgenden Ruhm genießen. Aber auch der immer größer werdende Druck in unserer heutigen Leistungsgesellschaft übt einen starken Einfluss auf die Sportler aus, denn dem Gewinner winkt Alles, dem Verlierer bleibt Nichts. Dieser Druck entsteht meist von außen und wird von Trainern, Sponsoren und den Eltern erzeugt. Zusätzlich spielt auch das Thema Geld eine entscheidende Rolle. So stellen Siegprämien, Prämien für die Aufstellung neuer Rekorde oder auch die Verlängerung von Sponsorenverträgen und die damit verbundene Zahlung von Sponsorengeldern einen großen Anreiz dar, den Sport nicht so sauber zu betreiben, wie es sich die Verbände vorstellen. Doch nicht nur der finanzielle Anreiz treibt Leistungssportler zu dem Entschluss mit illegalen Methoden ihre Leistungen voranzutreiben.

Ein Phänomen, welches viele Leistungssportler betrifft, ist das Streben nach Perfektion und der eigene Perfektionismus. So sehen verschiedene Forscher, wie zum Beispiel Gould, Dieffenbach und Moffett, Perfektionismus als Schlüsseleigenschaft für den Leistungssport an. So müsse ein Sportler bzw. eine Sportlerin über diese Eigenschaft verfügen, um sportliche Höchstleistungen zu erreichen. Aber nicht nur im Sport sondern auch in vielen anderen Bereichen der Gegenwart und auch Vergangenheit vollbringen Perfektionisten ihr Meisterwerk. Unsere Welt wäre nicht die Gleiche ohne die Werke von Mozart, Beethoven oder Michelangelo. Es stellt sich nun die Frage, ob die Sucht nach absoluter Fehlerlosigkeit krankhaft ist oder sie den Betreffenden krank macht (vgl. Bonelli, 2014, S. 53). Diese Frage wird im Verlauf der vorliegenden Arbeit beantwortet.

Im Bezug auf den Freizeitsport und hierbei gerade auf das Bodybuilding ist zu überlegen was die Athleten dazu treibt ihre eigene Leistung mit Medikamenten nach vorne zu treiben. Sicherlich genießen die Wettkampfathleten ebenfalls das Gefühl des Sieges und des tosenden Applauses, während sie ihre überdurchschnittliche Muskelmasse und Definition1 auf der Bühne diverser Meisterschaften präsentieren. Der Faktor Geld dürfte in diesem Fall indessen eine eher untergeordnete bis gar keine Rolle spielen. Die Kosten für eine Wettkampfvorbereitung, für z.B. Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Anabolika und Reisekosten, steigen leicht auf einen vierstelligen Betrag. Im Gegensatz dazu betragen die Preisgelder für den Sieger oft nur ein paar hundert Euro, falls es überhaupt Preisgelder gibt. Häufig erhält der Sieger seiner Klasse lediglich einen Pokal und einen großen Beutel Eiweißpulver (Fleischer, D. (2017): Amateur-Bodybuilder im Verband NAC, Magdeburg, geführt von 17:30 – 18:37 am 13.05.2017).

Betrachtet man diese Fakten, dann drängt sich der Eindruck auf, dass auch Bodybuilder an übertriebenem Perfektionismus leiden und deswegen die ganzen Strapazen auf sich nehmen. In der vorliegenden Arbeit wird zuerst eine theoretische Betrachtung des Sports und des Perfektionismus vorgenommen. Im weiteren Verlauf erfolgt eine empirische Untersuchung um herauszufinden ob Bodybuilder welche Anabolika und ähnliches konsumieren eine stärkere Perfektionismusausprägung besitzen als Bodybuilder ohne Medikamentenmissbrauch. Im Rahmen der Empirie erfolgt die Auswertung eines Fragebogens. Dieser dient der Erfassung der Trainings- und Ernährungsgewohnheiten und der Persönlichkeit der Teilnehmer.

Zu diesem Thema existieren allerdings nur wenige empirische Studien. So haben sich im deutschsprachigen Raum nur wenige Autoren z.B. im Rahmen einer Dissertation mit diesem Thema beschäftigt. Hierbei wird häufig die Vermutung aufgestellt, dass speziell Bodybuilder unter einer Persönlichkeits- und Körperbildstörung (Dysmorphophobie) leiden. Ferner wurden die bisherigen Studien häufig in Fitnessstudios durchgeführt.

2 Doping

Die nachfolgenden Kapitel befassen sich mit dem Phänomen des Dopings. Es erfolgt zuerst eine Betrachtung des Begriffs und der Geschichte des Dopings. Im Anschluss wird ein kleiner Überblick über die diskutierten Wirkungsmechanismen und die für gewöhnlich verwendeten Substanzen gegeben.

2.1 Begriffsdefinition Doping

Beim Begriff des Dopings handelt es sich um einen Anglizismus. Dies bedeutet soviel wie „hinters Licht führen“. Allerdings verwendeten schon Eingeborene im südöstlichen Afrika den Begriff „Dop für eine Art Schnaps. In der heutigen Form geht das Wort Doping jedoch auf das im niederländischen Sprachgebrauch vorhandene Wort „Dip“ zurück. Dieser bezeichnet ein stimulierendes Getränk, in welches Nahrungsmittel vor dem Verzehr getaucht wurden. Später entwickelte sich daraus der bereits erwähnte Anglizismus Doping, welcher in unserer heutigen Lexik verankert ist (vgl. Sörös & Vogl, 2008, S. 27).

Nach Entstehung des Begriffs wurden viele verschiedene offizielle Definitionen entwickelt und verabschiedet, unter anderem vom Deutschen Sportbund im Jahr 1952:

„Die Einnahme eines jeden Medikamentes- ob es wirksam ist

oder nicht- mit der Absicht der Leistungssteigerung

während des Wettkampfes, ist als Doping zu bezeichnen“

(Donike, 1976, S. 324).

Allerdings bezog man sich hierbei nur auf die Einnahme von Medikamenten. Im Jahr 1963 hat der Europarat eine präzisere Bestimmung des Begriffs veröffentlicht:

„Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch

körperfremder Substanzen in abnormaler Form

oder auf abnormalem Weg an gesunde Personen mit dem

einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der

Leistung für den Wettkampf.

Außerdem müssen verschiedene psychologische Maßnahmen

zur Steigerung des Leistungssportlers als Doping angesehen werden“

(Bette, 1994, S. 195).

Eine Liste verbotener Substanzen wurde 1968 anlässlich der Olympischen Spiele in Grenoble vom Internationalen Olympischen Committee (IOC) erstellt. Diese umfasste sympathomimetische Amine, zentralstimulierende Substanzen, Narkotika, Antidepressiva und Tranquilizer. Eine Dopingdefinition wurde jedoch nicht formuliert (vgl. Clasnig, 1992, S. 12).

Im Laufe der Jahre wurde die Liste, mit auftauchen neuer Dopingsubstanzen, mehrfach erweitert und ergänzt, bis von der medizinischen Kommission des IOC, für die Spiele 1972 in München, eine erste Begriffsdefinition veröffentlicht wurde:

„Den Gebrauch pharmakologischer Substanzen,

die zu den verbotenen Wirkungsstoffen gehören“

(Clasnig, 1992, S. 13).

Erst im Jahr 2000 kam es zu einer von fast allen Nationen und Verbänden übernommenen Festlegung. Veröffentlicht wurde diese, mit folgendem Wortlaut, von der neu gegründeten World-Anti-Doping-Agentur (WADA):

„Doping ist die Verabreichung von Substanzen der

verbotenen Wirkstoffgruppen oder die Anwendung

verbotener Methoden im Sport“

(Müller, 2004, S. 10).

Mit Bekanntmachung dieser Definition wird klar Stellung zum Thema Doping genommen. Von nun an wird Doping im Sport als unethisch betrachtet. Gründe hierfür sind sowohl die Aufhebung der Chancengleichheit, als auch die gesundheitlichen Risiken für die Athleten, die mit dem Doping einhergehen (vgl. Müller, 2004, S. 10 f.).

2.2 Die Geschichte des Dopings

Da das Thema Doping sehr umfassend ist, ist es wichtig einen Einblick in die Geschichte des Dopings zu gewinnen. Im Zeitverlauf des Sports gab es immer wieder Dopingfälle und Skandale. Diese haben den Sport so nachhaltig verändert, dass er nicht mehr das ist was er einmal war.

2.2.1 Doping in der Antike

Die Historie des Dopings ist schon fast so alt wie die Menschheit selbst, allerdings mindestens so alt wie der Wettkampf zwischen den Menschen. Erste Spuren des Dopings lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Zu Beginn der antiken Olympischen Spiele gab es schon Athleten, die sich leistungsfördernder Mittel bedienten. Bereits damals ging es nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um Reichtümer und Güter, welche dem Sieger dieser Wettkämpfe winkten. Die Mehrfachsieger solcher Wettkämpfe wurden als Helden gefeiert. Umso größer war der Drang sich unerlaubter Hilfsmittel zu bedienen um sich selbst mit Heldentaten unsterblich zu machen (vgl. Sörös & Vogl, 2008, S. 25 f.).

Bei den verwendeten Hilfsmitteln handelte es sich zum Beispiel um Mittel zur besseren Muskeldurchblutung oder diverse Stimulanzen. Derlei Substanzen würden der heutigen Dopingdefinition entsprechen und wären auf den Verbotslisten der Verbände zu finden (vgl. Donike, 1990, S. 185).

So erhofften sich die Athleten durch den Verzehr von Pilzen mit stimulierender Wirkung, vor allem in Laufwettkämpfen, einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten. Auch der Verzehr diverser Organe von Tieren diente der Hoffnung die eigene Leistung im Wettkampf zu steigern. So wurden Berichten zufolge Stierhoden verzehrt, da diese angeblich einen hohen Gehalt anaboler Wirkstoffe aufweisen. Ebenso herrschte die Meinung, dass der Mut eines Löwen in dessen Herzen lokalisiert sei. So kam es dazu, dass diverse Athleten vor ihren Wettkämpfen Löwenherzen verzehrten um deren Mut auf sich zu übertragen. Über den Sinn dieser Maßnahmen und deren Wirkung lässt sich natürlich vortrefflich diskutieren. Wahrscheinlich war gerade beim Verzehr von Tierorganen der Placeboeffekt größer als die reale physiologische Wirkung auf den Athleten (vgl. Prokop, 1972, S. 22).

Im Laufe der Geschichte kam es zu einer Krise des Sports. Vor allem im Mittelalter wurden sportliche Wettkämpfe verboten. Grund hierfür war, dass alle heidnischen Kulte verbannt werden sollten. Dessen ungeachtet gab es weiterhin sportliche Wettkämpfe bei Turnieren und Volksfesten, z.B. in Form spielerischer Übungen. Allerdings gibt es über das Doping bei diesen Wettkämpfen keine Überlieferungen (vgl. Sörös & Vogl, 2008, S. 31 f.).

Erst mit dem Machtverlust der Kirche und dem Einzug der Renaissance wurde den Herrschern die Bedeutung des Sports wieder wichtiger, sodass Dopingfälle der Neuzeit ihre Erwähnung in der Geschichte finden (vgl. Krauß, 2000, S. 12).

2.2.2 Doping der Neuzeit

Im Europa der Neuzeit kam es erst im 18. Jahrhundert erneut zu einigen Dopingvergehen. Hier finden vor allem Ereignisse im Radsport Erwähnung. Dieser zählt auch in der heutigen Zeit zu den Sorgenkindern des Sports. So waren Alkohol, Koffein und auch Kokain die bevorzugten Mittel zur Leistungssteigerung. Der erste dokumentierte Dopingtote war der britische Radrennfahrer Tom Linton. Dieser sank 1886 nach einer Überdosis Koffein tot zu Boden, nach dem er das 600 Kilometer lange Rennen von Bordeaux nach Paris gewann (vgl. Krauß, 2000, S. 12).

Allerdings wird erst seit dem 20. Jahrhundert Doping im großen Stil betrieben. So kam es im Zuge dessen zu einer Reihe von Dopingvergehen und auch Todesfällen. Anfang 1900 traten nun auch die ersten Dopingfälle im Boxsport auf. Dort war es unter anderem üblich seinem Gegner heimlich leistungshemmende Medikamente zu verabreichen. Diese Form des Dopings wird auch als negatives Doping bezeichnet (vgl. Lünsch, 1991, S. 10).

Im Jahr 1904 gewann der Amerikaner Tom Hicks den Marathon bei den Olympischen Spielen in St. Louis. Angeblich soll er während des Rennens von seinem Trainer, aus dem Auto heraus, ein tausendstel Gramm Strychnin, zwei Eier und einen kräftigen Schluck Schnaps erhalten haben. Dennoch wurde erst in den 1920er Jahren ein Verbot solcher Mittel und Praktiken gefordert (vgl. Krauß, 2000, S. 13).

In den Dreißigerjahren wurde weiterhin über die Einnahme von beispielsweise Coramin (Stimulanz) und Digifolin (Herzmedikament) bei Skifahrern und dem Einsatz von Hormonen zum Verzögern der Menstruation bei Skifahrerinnen berichtet (vgl. Sörös & Vogl, 2008, S. 37 f.).

Trotz dem Publik werden diverser Dopingvergehen kam es erst im Jahr 1955 zur Durchführung erster Dopingkontrollen. Leider mussten Menschen ihr Leben lassen, bis es zu einem Umdenken und nachhaltigen Veränderungen im Umgang mit Doping gab. Gleichwohl starben 1959 mehrere Radsportler in Italien, nach der Einnahme von Amphetaminen. Weitere Todesfälle im Radsport waren der Däne Knud Jensen (1960) und der Engländer Tom Simpson (1967), welcher bei der Tour de France tot von seinem Rad fiel. Bei beiden Sportlern war der Konsum von Amphetaminen die Todesursache (vgl. Bette, 1994, S. 8).

Als Reaktion auf diese Dopingfälle wurde, für die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko, vom IOC das erste Anti-Doping Regelwerk in der Geschichte des Sports erlassen (vgl. Sörös & Vogl, 2008, S. 39). Mit diesem Schritt war der Anfang gemacht und die Jagd auf Dopingsünder hatte begonnen.

Allerdings waren die Testverfahren zu dieser Zeit noch nicht ausgereift. So kamen erst im Rahmen der Olympischen Spiele 1972 Gaschromatografen und Massenspektrometer zum Einsatz. Ein Schritt der maßgeblich zur Verbesserung der Analysemethoden beitrug. Im Ergebnis waren von 2.000 getesteten Athleten sieben positiv und das noch bevor auf anabole Steroide getestet wurde. Diese kamen immerhin bereits seit den Sechzigerjahren zum Einsatz waren dennoch nicht auf den Verbotslisten der Verbände zu finden (vgl. Sörös & Vogl, 2008, S. 39 f.).

Da der Anabolikakonsum jedoch weiterhin zunahm kam es in den weiteren Jahren auch zu Tests auf diese Substanzen. Allerdings waren die Trainer und Athleten so schlau und verwendeten diese Mittel nur in den Trainingsphasen und setzten sie rechtzeitig vor den Wettkämpfen ab, um die Dopingtests zu bestehen. Erst im Jahr 1983 wurden in Deutschland zusätzliche Trainingskontrollen etabliert.

Obwohl Anabolika mittlerweile verboten waren und Tests auf diese Substanzen bei Wettkämpfen durchgeführt wurden, kam es am 27. September 1988 zum wohl spektakulärsten Dopingfall in der Geschichte der Leichathletik. Der Sprinter Ben Johnson lief bei den Olympischen Spielen in Seoul mit 9.79 Sekunden einen neuen Weltrekord. Zu seinem Unglück wurde Johnson im Nachhinein disqualifiziert. Grund war ein positiver Dopingtest auf das Anabolikum Stanozolol (vgl. Krauß, 2000, S. 15).

Und auch bis heute sind diverse Sportler aus allen möglichen Sportarten des Dopings überführt.

Dieses Kapitel zeigt auf, dass das Doping schon immer mit dem Sport und den sportlichen Wettkämpfen verbunden war. Und auch in Zukunft werden sich Sportler, angesichts des immer größer werdenden Drucks und der Jagd nach Rekorden, unerlaubten Mitteln bedienen. Alles nur um sich einen Vorteil gegenüber ihren Mitstreitern zu verschaffen. Getreu dem Motto „Höher, schneller, weiter“.

2.3 Doping im Leistungssport des Bodybuildings

Denkt man an Doping im Leistungssport wird wohl kaum eine Sportart so sehr mit illegalen Dopingpraktiken assoziiert wie das Bodybuilding, obwohl sich viele Bodybuildingverbände bemühen dies als unbegründetes Vorurteil darzustellen. Einige Verbände haben sich das naturale Bodybuilding auf die Fahne geschrieben (z.B. GNBF). Dessen ungeachtet drängen sich bei näherer Betrachtung viele Gründe für das miserable Image des Bodybuildings auf. Aber auch in anderen Leistungssportarten wird mit diversen Medikamenten der Natur „unter die Arme gegriffen“, wir erinnern uns an die Dopingskandale um Dieter Baumann oder Jan Ullrich (vgl. Gießing, 2006, S. 60).

Dennoch muss folgendes angemerkt werden: Im Profi-Bodybuilding wird umfassend und flächendeckend gedopt. Offiziell wird natürlich immer das Saubermannimage gepflegt und Doping strikt abgelehnt. Dem ungeachtet ist unter Insidern längst bekannt, was sowieso jedermann weiß. Es ist nicht unüblich, dass unter Insidern die Verwendung leistungssteigernder Substanzen nicht nur zugegeben wird (vgl. Gaines/Butler, 1984, S. 84-86), sondern darüber hinaus ein reger Austausch über die verschiedensten Dopingpraktiken hinsichtlich ihrer Effizienz erfolgt (vgl. Gießing, 2002b, S. 31).

Einige wenige Profi-Bodybuilder, die von sich behaupten nicht zu dopen und sich auch jederzeit für eine entsprechende Kontrolle zur Verfügung stellen gelten unter ihren Kollegen als Sonderlinge und Heuchler. Genau wie naturale Profi-Bodybuilder haben es auch Naturalverbände schwer sich gegen den derzeit dominierenden Verband, die International Federation of Bodybuilding and Fitness (IFBB), zu behaupten (ebd.). Zwar gibt es offiziell, sowohl bei den Naturalverbänden, als auch bei der IFBB Dopingtests, dessen ungeachtet werden Stimmen diverser Kritiker laut das dem nicht so ist (vgl. Gießing, 2002b, S. 23).

Interessanterweise ist bis zum Jahr 1990 nichts über offizielle Dopingtests bei der IFBB bekannt. Erst als der Druck der Öffentlichkeit zunahm wurden bei zwei Profi-Wettkämpfen Dopingtests durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Tests waren mehr als erschreckend. Es gab unzählige Disqualifikationen aufgrund positiver Ergebnisse und eine Vielzahl bekannter Bodybuilder blieben den Wettkämpfen fern, obwohl diese im Vorfeld ihre Teilnahme ankündigten (vgl. Gießing, 2002a, S. 32). Die Folge daraus waren unzählige negative Reaktionen, unter anderem auch von wichtigen Sponsoren. Diese drohten ihre Unterstützung zu kündigen (vgl. Gießing, 2002b, S. 23). Ab dem folgenden Jahr gab es offiziell zwar wieder Tests auf Wettkämpfen, es kam jedoch zu keiner Veröffentlichung der Ergebnisse (vgl. Gießing, 2002a, S. 32).

Nach Angaben diverser Kritiker ist der Grund dafür, dass die Tests wieder abgeschafft wurden (vgl. Gießing, 2002b, S. 23). An dieser These lassen sich allerdings begründete Zweifel hegen, da auf der aktuellen Internetseite der IFBB eine Liste derzeit, wegen Dopingvergehens, gesperrter Athleten zu finden ist.

2.4 Doping im Freizeit- und Breitensport

Das Doping nicht nur ein Phänomen des Leistungssports, sondern auch des Breitensports ist, wissen wir spätestens seit zu dieser Thematik mehrere Studien veröffentlicht wurden. So schätzen Elliot & Goldberg et al. oder Burkett & Falduto die Zahl der Anabolikakonsumenten allein in den USA auf über eine Million (vgl. Gießing, 2002b, S. 24).

Aber nicht nur in den USA ist das Doping im Breitensport ein weit verbreitetes Phänomen. Seit rund 20 Jahren wird auch in Europa und Deutschland über Doping im Breitensport berichtet. Auslöser waren diverse Studien über US-amerikanische High-School Schüler, welche einen Anabolikamissbrauch bereits bei Jugendlichen belegten (ebd.). In Deutschland befassen sich aktuell die Gesundheitsberichterstattung des Bundes und das Robert-Koch-Institut mit diesem Thema. Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte 2011 eine Studie zum Konsum leistungsbeeinflussender Mittel in Alltag und Freizeit, kurz KOLIBRI.

Bevor jedoch eine Aussage über die Ergebnisse getroffen werden kann wird zunächst der Begriff des Breitensports genauer definiert. Unter dem Begriff Breitensport versteht man von der Bevölkerung, auf breiter Ebene, betriebenen Sport (vgl. Duden-Online, http://www.duden.de/node/692488/revisions/1173307/view, 25.05.2017).

In der Regel sind die Sporttreibenden in Vereinen organisiert. Der Wettkampfgedanke wird zumeist auf regionaler oder lokaler Ebene ausgelebt. Dies hatte bis circa Mitte der 1970er-Jahre bestand. Ab diesem Zeitpunkt erfuhr der Breitensport eine immer stärker werdende Kommerzialisierung in Form von z.B. Fitnessstudios , von denen es in Deutschland derzeit über 6.500 mit mehr als 4.6 Millionen Mitgliedern gibt (vgl. Müller-Platz et al., 2006, S. 8).

Fitnessstudios bieten, gegenüber anderen Sportstätten, den Vorteil, dass sie wetterunabhängig und auch größtenteils zeitunabhängig im Rahmen der Öffnungszeiten aufgesucht werden können. Aufgrund ihrer Ausstattung bieten Fitnessstudios ferner die Möglichkeit einzelne Muskelgruppen selektiv zu trainieren. Zusätzlich erlauben sie eine gewisse Durchlässigkeit für den Wettkampfsport, sollte sich ein Trainierender doch dafür entscheiden an Wettkämpfen teilzunehmen. Somit besteht eine feste Verbindung zwischen dem Fitnessstudio mit seinen Trainingsmöglichkeiten und dem Bodybuilding (ebd.).

In den durchgeführten Studien zum Konsum leistungssteigernder Medikamente wurde nicht speziell das Bodybuilding sondern der gesamte Breitensport betrachtet. Bisher wurden in Deutschland insgesamt vier Studien zu diesem Thema durchgeführt, zwei vom Sportreferat des Niedersächsischen Innenministeriums, eine weitere von der Universitätsklinik Lübeck und die vierte Studie erstreckt sich über den süddeutschen Raum. Diese ist der Studie aus Lübeck nachempfunden. Leider besitzen alle Studien, trotz ihrem sehr guten Design, nur eine geringe Aussagekraft, da sie durch die geringe Teilnahmebereitschaft nicht repräsentativ sind (vgl. Müller-Platz et al., 2006, S. 11 f.). Bei ihnen handelt es sich um Erhebungen in deutschen Fitnessstudios. Im Ergebnis gaben 13.5% der Teilnehmer (N = 621) der Studie für den süddeutschen Raum einen Missbrauch von Dopingsubstanzen zu. In einer weiteren von der EU zur Dopingbekämpfung beauftragten Studie wurde unter 101 Teilnehmern eine Missbrauchsrate von lediglich 6% ermittelt. Diese beiden Studien lassen sich allerdings, aufgrund ihrer unterschiedlichen Designs, nur schwer miteinander vergleichen (vgl. Müller-Platz et al., 2006, S. 14).

Die 1997 durchgeführte Lübecker Studie wurde im Jahr 1999 zu einer sogenannten Multicenter-Studie erweitert. Durch die Verwendung des gleichen Fragebogens schien es den Auftraggebern der Studie methodisch vertretbar beide Studien zusammenzufassen. Insgesamt wurden 454 Fragebögen ausgewertet. Im Ergebnis konnte bei Männern eine Missbrauchsrate von 22% und bei Frauen von 8% ermittelt werden (vgl. Müller-Platz et al., 2006, S. 16).

Im Rahmen der 2011 vom Robert-Koch-Institut durchgeführten KOLIBRI-Studie kam es durch 6.142 ausgewertete Fragebögen zu ähnlichen Ergebnissen. So gaben 6.4% der Befragten (7% Frauen, 5.9% Männer) an regelmäßig Medikamente, welche auf der WADA Verbotsliste stehen, zu konsumieren (vgl. KOLIBRI, 2011, S. 23 & 34). Auch in dieser Studie waren die Anwender verschreibungspflichtiger Medikamente vornehmlich in Fitnessstudios zu finden. Weiterhin konnte ermittelt werden, dass 20.9% der Männer, welche bis zu drei mal pro Woche, und sogar 27.3% derer, die vier mal und häufiger pro Woche im Fitnessstudio trainieren leistungsbeeinflussende Mittel einsetzen. Für Frauen zeigen sich äquivalente Missbrauchsraten von 14.9% und 13.2% (vgl. KOLIBRI, 2011, S. 37).

Zwar können aus den vorliegenden Studien keine verallgemeinernden Aussagen über den Missbrauch leistungssteigernder Medikamente getroffen werden, dessen ungeachtet zeigen sie, dass das Doping im deutschen Breiten- und Freizeitsport ein nicht zu unterschätzendes Phänomen darstellt (vgl. Müller-Platz et al., 2006, S. 17).

Weiterhin lässt sich aus den oben beschriebenen Settings ermitteln, dass Verwender von verschreibungspflichtigen Medikamenten zur Leistungssteigerung häufig in Fitnessstudios und somit in der Fitnessszene zu finden sind. Dies lässt Rückschlüsse auf die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Untersuchungen zu.

3 Anabole Steroide

Das Thema A nabole Steroide ist, wie bereits erwähnt, sehr weit verbreitet. Sowohl im Amateurbodybuilding, als auch im Profibodybuilding kommt es regelmäßig zur Anwendung diverser Medikamente. Im nachfolgenden Kapitel werden die für gewöhnlich verwendeten Steroide und die allgemeine Wirkungsweise der Substanzen im menschlichen Körper vorgestellt. Angaben zu Dosierungen und Einnahmeschemata werden nicht ausgeführt, da keine Anleitung zum Gebrauch anaboler Steroide gegeben werden soll. Die Informationen zu den verwendeten Wirkstoffen stammen aus der Befragung von aktuellen und ehemaligen Konsumenten.

3.1 Pharmakologische Aspekte

Grundlage eines fast jeden anabolen, androgenen Steroids (AAS) ist das Hormon Testosteron. Der Begriff AAS umfasst sowohl endogenes, also körpereigenes, als auch synthetisch hergestelltes Testosteron, sowie deren Derivate. Das Wort anabol bezieht sich in diesem Zusammenhang auf den muskelaufbauenden Effekt eines Präparats. In der Wissenschaft werden verschiedene Wirkmechanismen diskutiert. Eine These besagt, dass die Proteinbiosynthese durch die Einnahme verschiedener Substanzen im Rahmen eines direkten Effekts erhöht wird. So greifen synthetische Steroide, ebenso wie biogene Androgene, in die zelluläre Proteinbiosynthese ein. Dies geschieht mit Hilfe sogenannter Androgen-Rezeptoren über eine Genaktivierung im Zellkern (vgl. Karlson, 1961, S. 668 f.). Eine weitere Vermutung war, dass durch die Gabe anaboler Steroide die katabole Wirkung kortikoider Hormone, welche vor allem nach sportlicher Leistung in erhöhter Konzentration vorliegen, blockiert wird. Diese Annahme konnte im Laufe weiterer Untersuchungen jedoch nicht bestätigt werden.

Obwohl diverse Studien über anabole Steroide vorliegen wird deren Wirkung auf die Leistungszunahme immer noch diskutiert. Einerseits wird der Kraftgewinn im Training auf die reine Eiweißanlagerung zurückgeführt, andererseits wird der Leistungszuwachs aufgrund des reinen Gewebsaufbaus als alleinige Ursache angezweifelt (vgl. Lünsch, 1991, S. 17). Dessen ungeachtet greifen viele Sportler, gerade Bodybuilder, auf Steroide zurück, da diese offensichtlich zum Teil enorme Muskelzuwächse liefern. Hierbei kommen verschiedenste synthetisch hergestellte Substanzen zur Anwendung.

3.2 Klassifizierung anaboler Steroide

Wie bereits erwähnt gibt es eine Vielzahl an synthetisch hergestellten Hormonpräparaten. Grundsätzlich lassen sich diese im Rahmen ihrer Wirkung in zwei Klassen unterteilen:

1. Anabole Steroide, deren androgene, also vermännlichende, Wirkung geringer ist als die des Testosterons und
2. Androgene Steroide, deren androgene Wirkung gleich oder größer der des Testosterons ist.

Im Sprachgebrauch wird dieser Unterschied in der Regel ignoriert und alles unter dem Begriff Anabolika zusammengefasst (vgl. Steinmeier, 2003, S. 11).

In der weiteren Spezifikation unterscheidet man nun vier verschiedene Gruppen von AAS. Hierzu gehören das Testosteron an sich, 17-a-alkylierte Testosteronderivate, 17-b-veresterte Testosteronderivate und Derivate mit modifizierten Ringstrukturen (vgl. Shahidi, 2001, S. 1358).

Eine 17-a-Alkylierung wird bei oral verfügbaren Präparaten vorgenommen. Grund hierfür ist, dass der Wirkstoff ohne eine Alkylierung, also ein Anfügen einer Methylgruppe an der C17-a-Position, durch einen erhöhten First-Pass über die Leber weitgehend abgebaut wird. Durch die Alkylierung kann das Derivat leichter im Körper akkumulieren und behält somit länger eine pharmazeutische Wirkung. Zudem werden geringere Dosierungen benötigt (vgl. Wilson, 1987, S. 5).

Im Vergleich dazu stehen die 17-b-veresterten Testosteronderivate. Hierbei handelt es sich um injizierbare Substanzen, welche an der C17-b-Position mit unterschiedlichsten Säuren verestert wurden (vgl. Bartsch, 1993, S. 363 f.).

Die Folge der Veresterung ist eine erhöhte Fettlöslichkeit der Substanzen und somit eine verlängerte Verweildauer im Körper (vgl. Carrasco et al.,1985, S. 573 f.). Daher spricht man in Fachkreisen, bei z.B. Testosteron Enantat, von sogenannten Depot-Steroiden. Bei injizierbarem Testosteron entstehen durch Reduktion zwei Isomere. Zum einen 5-á-Dihydrotestosteron (DHT) und zum anderen 5-b-Dihydrotestosteron, welches jedoch keine besondere Rolle spielt (vgl. Shahidi, 2001, S. 1357).

3.3 Wirkung des Testosterons

Wie oben bereits erwähnt lassen sich Testosteron und DHT nach ihren Wirkungen unterscheiden – die anabole und die androgene Wirkung.

3.3.1 Anabole Wirkung

Um in die Zielzelle zu gelangen lagert sich das Testosteron im Blut an Proteine an. Nachdem es in der Zielzelle angekommen ist kann es dort entweder direkt an den Androgenrezeptor binden oder über das Enzym 5-a-Reduktase zu DHT abgebaut werden. Das DHT bindet anschließend ebenfalls an den Androgenrezeptor-Komplex. Nachfolgend gelangt dieser in den Zellkern und bindet an den entsprechenden Antwortkomplex (vgl. Hiort et al., 1999, S. A-686). Anschließend kommt es im weiteren Verlauf sowohl zu einer Zunahme von Desoxyribonukleinsäure und Ribonukleinsäure als auch zur Zunahme energiereicher Phosphate und Glykogen in der Zelle (vgl. Lünsch, 2001, S. 20).

Zusätzlich sorgt das Testosteron für eine vermehrte Ausschüttung des IGF-1 Faktors (Insuline Like Growth Factor), also einem insulinähnlichen Wachstumsfaktor innerhalb der Muskelzelle. Testosteron wirkt jedoch nicht nur auf die Muskelzellen, sondern auch auf die Knochen und Knochenzellen und ist somit die Ursache für den Epiphysenschluss in der Pubertät. Ferner führt Testosteron zu einem Absinken des Leptinspiegels und somit zu einer verminderten Anlagerung von Nahrungsenergie in Fettreserven (vgl. Porst, 2000, S. 160 f.).

3.3.2 Androgene Wirkung

Zu den androgenen Wirkungen des Testosteron, genauer des DHT, zählt unter anderem der Einfluss auf die Prostata und die Samenblase und deren Wachstum und Sekretionseigenschaften. Außerdem wirkt das DHT auf die Spermatogenese und das Wachstum des Penis als primäres Geschlechtsmerkmal (vgl. Porst, 2001, S. 159 f.). Aber auch auf die sekundären Geschlechtsmerkmale, wie Körperbehaarung und Stimmlage nimmt das DHT Einfluss (vgl. Tutsch et al., 1995, S. 659).

3.4 Häufig verwendete Steroide

Welche sind denn nun die Steroide, die gern von diversen Sportlern verwendet werden? Für die USA hat das National Institute for Drug Abuse (NIDA) eine Studie zu den am häufigsten verwendeten Substanzen veröffentlicht. Bei den oral verfügbaren Medikamenten wurden Anadrol, Oxandrin, Dianabol und Winstrol genannt. Bei den zu injizierenden Steroiden fanden Deca-Durabolin, Depot-Testosterone und Equipoise Erwähnung (vgl. NIDA, 2006, S. 2). In einem persönlichen Gespräch mit einem aktiven NAC-Bodybuilder wurden ebenfalls die oben genannten Substanzen aufgeführt und um das Medikament Trenbolon ergänzt (Fleischer, D. (2017): Amateur-Bodybuilder im Verband NAC, Magdeburg, geführt von 17:30 – 18:37 am 13.05.2017). Es scheint als würden die Ergebnisse der NIDA zum Großteil auch für Deutschland gelten.

4 Das Bodybuilding

Der Bodybuildingsport dient in erster Linie der Formung des eigenen Körpers, also rein ästhetischen Zwecken. Im Gegensatz zum reinen Kraftsport ist die Entwicklung der Muskelkraft im Bodybuilding zweitrangig. Kern der Sportart ist die Präsentation des Körpers gegenüber einer Jury. Hierzu werden spezielle Wettkämpfe organisiert, die von entsprechenden Bodybuildingverbänden ausgerichtet werden.

4.1 Die Geschichte des Bodybuildings

Der Ursprung des Bodybuildingsports liegt nicht, wie allgemein angenommen, in den 1940er-Jahren am Muscle Beach in Kalifornien. Hinter der Entwicklung des Körperkults steht in Wahrheit eine deutlich längere Entwicklungsgeschichte. Diese wird im weiteren Verlauf genauer beschrieben.

4.1.1 Im Allgemeinen

Die Wurzeln des Bodybuildings reichen bis ins Deutschland des 18. Jahrhunderts zurück. Zwar gab es auch schon bei den Olympischen Spielen der Antike Wettkämpfe im Gewichtheben allerdings ging man zu dieser Zeit noch davon aus, dass Kraft und Muskelmasse keine trainierbaren Eigenschaften sind, sondern von der Natur gegebene Attribute darstellen. Dies ist wohl der Grund für die sehr lange andauernde Entwicklung des Bodybuildings. Auch der Begriff des Bodybuildings entstand erst später, genau wie der Begriff Sport. Zuvor bezeichnete man diesen als Leibesübung. Die Athleten bemerkten zwar, dass sie besser wurden wenn sie übten, jedoch wussten sie noch nichts von den Adaptionsprozessen im Körper (vgl. Gießing, 2009, S. 1).

Grundsätzlich galt das Training mit Gewichten zur reinen Körperformung als eitel und nutzlos. Nichts desto trotz gab es bereits in den 1930er-Jahren Trainingsanleitungen zum gezielten Muskelaufbau und auch der Begriff des Bodybuildings war bereits entstanden. Das vorgenannte Wissen beschränkte sich dabei auf einen kleinen Personenkreis. Im Grunde hat das Bodybuilding seine Entwicklung der Turnbewegung um den als Turnvater Jahn bekannten Ludwig Jahn zu verdanken. Dieser setzte körperliche Ertüchtigung in Vorbereitung auf den Kampf gegen Napoleon ein (vgl. Gießing, 2009, S. 2). Und auch Johann Christoph Friedrich GuthsMuths, der als Mitbegründer der Turnbewegung gilt, veröffentlichte mit seinem 1793 erschienen Buch „Gymnastik für die Jugend“ bereits gezielte Übungen zur Verbesserung der Muskelkraft (vgl. Gießing, 2009, S. 3).

Dennoch zerschlug sich die Turnbewegung Anfang des 19. Jahrhunderts vorerst, nach dem bekannt wurde, dass ein Turner aus den Reihen der Turnbewegung um Jahn das Attentat auf den Theaterdichter August v. Kotzebue verübte (edb.).

Erst im Jahr 1901 eröffnete der in Weißenfels a.d. Saale geborene Theodor Siebert seine Trainierschule für Körperkultur (vgl. Wedemeyer, 1996, S.83 & 86). Siebert, welcher später als Athletenvater bekannt wurde (vgl. Gießing, 2009, S. 3) veröffentlichte im Laufe seines Lebens mehrere Werke. Das wohl wichtigste Buch erschien 1907 unter dem Titel „Der Kraftsport“ (vgl. Wedemeyer, 1996, S. 86). In seinen Büchern deutete sich bereits die Betonung des Muskelaufbaus beim Krafttraining an (vgl. Gießing, 2009, S. 4).

Eine weitere wichtige Figur für die Entwicklung des Bodybuildings war Eugen Sandow (vgl. Wedemeyer, 1996, S. 96), welcher 1867 als Karl-Friedrich Müller in Königsberg zur Welt kam (vgl. Gießing, 2002b, S. 11). Müller hatte sich bereits im Alter von 15 Jahren als sogenannter Kraftmensch einem Wanderzirkus angeschlossen (vgl. Wedemeyer, 1996, S. 97). Er bemerkte schnell, dass die Zuschauer nicht nur von seinen Kraftakten, sondern auch von seiner Muskelentwicklung beeindruckt waren. Von dort an ließ er diese nun ganz weg (vgl. Gießing, 2009, S. 4). Im Laufe der Jahre, vermutlich auf Anraten seines Mentors Luis Durlacher, gab sich Müller selbst den Künstlernamen Eugen Sandow (vgl. Gießing, 2002b, S. 11). Schließlich legte Müller den Grundstein für das heutige Bodybuilding und veranstaltete am 14. September 1901 in der Royal Albert Hall in London den ersten offiziellen Bodybuilding-Wettkampf der Geschichte (vgl. Gießing, 2009, S. 4). Der Sieger dieses Wettkampfes erhielt als Trophäe eine vergoldete Statue (vgl. Wedemeyer, 1996, S. 106). Dargestellt war kein geringerer als Eugen Sandow selbst, welcher eine Hantel hielt (vgl. Gießing, 2009, S. 5).

Und auch heute noch erhält der Sieger der Mr. Olympia Wahl der IFBB, die als Sandow Statue bekannte Siegertrophäe (vgl. Wedemeyer, 1996, S. 106).

Einer der wohl wichtigsten Beiträge Müllers ist hingegen fast unbekannt. Der mittlerweile in London lebende Sandow wollte sein aktuelles Buch ebenfalls auf Englisch veröffentlichen. Auf der Suche nach einem passenden Titel verwendete er schließlich den Begriff der Körperbildung, welchen auch Turner für den Aufbau von Muskulatur verwendeten. Diesen übersetzte er einfach ins Englische und so war der Titel seines Buches „Bodybuilding – or Man in the Making“ geboren (vgl. Gießing, 2009, S. 5), welches schlussendlich 1905 erschien (vgl. Wedemeyer, 1996, S. 104).

Ungeachtet dieser Entwicklung führte das Bodybuilding jahrzehntelang ein Schattendasein und galt in der Bevölkerung als Subkultur. Erst als in den 1920er-Jahren, in die USA ausgewanderte, deutsche Bodybuilder die US-amerikanischen Gewichthebermeisterschaften dominierten erlangte der Sport wieder Berühmtheit (vgl. Gießing, 2009, S. 5).

Weitere wichtige Namen der Geschichte sind z.B. Louis Durlacher, Georg Hackenschmidt, welcher Namensgeber für die Hackenschmidt-Kniebeuge ist und auch der deutsche Siegmund Klein. Dieser betrieb in New York ein eigenes Fitnessstudio, mit welchem er über Umwege maßgeblich an der Verbreitung des Bodybuildingsports in Deutschland beteiligt war (vgl. Gießing, 2009, S. 6).

4.1.2 In Deutschland

Obwohl sich das Bodybuilding in Deutschland zu einer eigenständigen Sportart entwickelte konnte es sich leider nicht etablieren. Grund hierfür war hauptsächlich die ablehnende Haltung der deutschen Bevölkerung, welches Bodybuilding immer noch als nutzlos und eitel ansahen. Das Gewichtheben hingegen war gesellschaftlich akzeptiert. In Folge dessen schlossen sich sehr viele Bodybuilder den örtlichen Gewichthebervereinen an, um ihr Training weiter fortzuführen. Demnach gab es bis in die Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts so gut wie keine öffentliche Wahrnehmung des Bodybuildings. Aus diesem Grund und auch durch die fehlende Organisation des Sports in Verbänden verschwand das Bodybuilding Mitte des 20. Jahrhunderts fast vollständig aus Deutschland. Im Gegensatz dazu trat der „kleine Bruder“ in den USA seinen Siegeszug an. Erst als ein gewisser Harry Gelbfarb 1947 in die USA auswanderte und dort zufällig auf den deutschen Siegmund Klein traf, nahm die Entwicklung des Bodybuildings in Deutschland wieder fahrt auf (vgl. Gießing, 2009, S. 9).

Klein betrieb in New York ein Fitnessstudio. Gelbfarb konnte sich eine Mitgliedschaft in seinem Studio allerdings nicht leisten und stieß irgendwann auf den Eastside Barbell Club. Dort trainierten so herausragende Bodybuilder wie Artie Zeller, Leroy Colbert und Marvin Eder. Gelbfarb entschied sich sofort für eine Mitgliedschaft und trainierte von nun an Seite an Seite mit Zeller & Co, bis die US-Army ihn zurück nach Schweinfurt versetzte. In Schweinfurt angekommen fiel Gelbfarb auf, dass es weder in noch um Schweinfurt ein Fitnessstudio gab, in welchem er sein Training fortführen konnte. Nach Beendigung seines Militärdienstes zog es Gelbfarb wieder in die USA. Dort reifte in ihm der Gedanke in Deutschland ein eigenes Fitnessstudio zu eröffnen (vgl. Gießing, 2009, S. 10). Nach seinem Aufenthalt in den USA und seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1955 entschloss sich Gelbfarb in Schweinfurt das erste Fitnessstudio Deutschlands zu eröffnen. Weiterhin gründete er 1959 den „Deutschen Körperbildungsbund“ und organisierte im Jahr darauf die erste deutsche Meisterschaft im Bodybuilding. Diese wird welche seither jährlich ausgetragen (vgl. Gießing, 2002b, S. 16).

Gelbfarb hat es geschafft, mit einem kleinen Umweg über die USA, den Bodybuildingsport in Deutschland zu etablieren und ihm eine zweite Chance zu geben. Auch heute noch wird Gelbfarb von vielen „altgedienten“ Bodybuildern als Vater des Bodybuildings in Deutschland verehrt.

4.2 Das Training eines Bodybuilders

Wie bereits aus der Geschichte des Bodybuildings hervorgegangen ist, ist der Kern des Sports das Training mit Gewichten. Denkt man an das Training eines Bodybuilders kommen einem wahrscheinlich Bilder von muskelbepackten Männern ins Gedächtnis die möglichst viel Gewicht beim Training bewegen. Doch so individuell wie jeder Einzelne ist, so ist auch das Training spezifisch auf den einzelnen Athleten abzustimmen, denn nicht jedes System funktioniert bei jedem Trainierenden gleich gut.

Neben der genetischen Disposition einer Person, z.B. der Anteil der ST– und FT-Fasern, kommt dem richtigen Training eine tragende Rolle auf dem Weg zum Erfolg zu (vgl. Breitenstein, 2006, S. 12). Daher existieren verschiedene Trainingsansätze, vom klassischen Hypertrophietraining über High Intensity Training bis hin zum PITT-Force das nur einen maximal erschöpfenden Satz pro Muskelgruppe vorsieht. Alle diese Systeme verfolgen dennoch ein gemeinsames Ziel, den maximalen Muskelaufbau. Dies geschieht, egal welches Trainingssystem betrachtet wird, über die Setzung eines überschwelligen Reizes und einer über die Zeit verlaufenden Progression der Trainingsgewichte. Aufgrund der Reizsetzung im Training und der anschließenden Regenerationsphase finden im Körper auf verschiedenen Ebenen Adaptionsprozesse statt. Diese führen unter anderem zu einer Verdickung der Muskelfasern, also zu einer Hypertrophie (vgl. Markworth, 1995, S. 64).

Um dem Organismus die erforderlichen Anpassungen zu ermöglichen ist eine dem Training folgende Regernationsphase mit ausreichend Schlaf und Nährstoffen von Nöten. Während dieser Phase der Erholung passt sich der Körper den vorangegangen Belastungen an und „wächst“ ein wenig. Wichtig ist allerdings, dass die Regenerationsphase nicht von einer erneuten Belastung unterbrochen wird (vgl. Breitenstein, 2006, S. 23).

Um trotzdem eine möglichst hohe Trainingsfrequenz zu realisieren hat sich im Bodybuilding bereits früh das sogenannte Split-Training entwickelt. Hierbei wird, anders als zu Beginn des Bodybuildings, nicht in jeder Trainingseinheit der gesamte Körper trainiert, sondern die einzelnen Muskelgruppen auf verschiedene Tage aufgeteilt. Bei diesem System werden nur ein bis zwei Muskelgruppen pro Trainingseinheit belastet. Der fortschreitenden Ermüdung im Laufe der Trainingswoche wird somit maximal entgegengewirkt (vgl. Gießing, 2002b, S. 65). Mit Hilfe des Split-Trainings war es den Athleten möglich die Anzahl der Trainingseinheiten von drei auf bis zu sieben pro Woche zu erhöhen, ohne dem trainierten Muskel die benötigte Ruhephase zu nehmen.

Egal nach welchem System ein Bodybuilder trainiert haben eines alle Athleten gemein. Das Training ist genauestens auf die individuellen Bedürfnisse, genetischen Voraussetzungen und den Wochenablauf abgestimmt. Ein verschieben der Trainingseinheit oder sogar ein Ausfall wird von fast jedem Trainierenden möglichst vermieden, da sich dies negativ auf den Sport und den Muskelaufbau auswirken könnte.

4.3 Die Ernährung eines Bodybuilders

Im folgenden Kapitel soll ein kleiner Einblick in die Ernährung eines Bodybuilders gegeben werden. Hierbei wird sowohl aktuelle Literatur herangezogen, als auch Informationen aus dem persönlichen Austausch mit einem aktiven NAC-Amateurbodybuilder.

Für den menschlichen Körper stehen vier verschiedene Energiequellen zur Verfügung: Protein, Fett, Kohlenhydrate und Alkohol (vgl. Acker, 2016, S. 22). Da Bodybuilder Alkohol in der Regel meiden beschränken sich folgende Ausführungen auf die anderen drei genannten Energiequellen.

Im Gegensatz zu den Fetten und Kohlenhydraten zählt Eiweiß nicht zu den bedeutenden Energieträgern im menschlichen Körper (vgl. Acker, 2016, S. 29). Zwar kann es über die Gluconeogenese als Energieträger dienen, dies aber nur falls weder Fette noch Kohlenhydrate zur Verfügung stehen. Die hauptsächliche Funktion der Proteine besteht im Aufbau und in der Reparatur von Zellen, z.B. Muskelzellen. Somit dient Eiweiß dem Ziel eines jeden Bodybuilders, der Aufbau maximaler Muskelmasse (vgl. Gießing, 2002b, S. 167 f.).

[...]


1 „Definiton“ im Sinne eines extrem niedrigen Anteils an Körperfett und subkutanem Wasser.

Ende der Leseprobe aus 79 Seiten

Details

Titel
Doping und Perfektionismus
Untertitel
Eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem Konsum verbotener leistungssteigernder Medikamente und Perfektionismus bei Bodybuildern anhand der FMPS-D
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
79
Katalognummer
V435202
ISBN (eBook)
9783668766204
ISBN (Buch)
9783668766211
Dateigröße
1180 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Doping, Bodybuilding, Perfektionismus, Frost, FMPS-D, Steroide
Arbeit zitieren
Felix Kreutzmann (Autor), 2017, Doping und Perfektionismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/435202

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