Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften


Essay, 2018
9 Pages, Grade: 2,0

Excerpt

Es stellte sich die Frage, ob die kindliche Entwicklung in sogenannten Regenbogenfamilien anders verläuft als bei heterosexuellen Paaren. Es ist bis heute grundsätzlich ein Diskussion Tema, ob es das Heranwachsen der Kinder negativ beeinflusst, in Regenbogenfamilien zu leben. Regenbogenfamilien sind, Familien in denen es kein typisches Vater und Mutter System gibt sondern gleichgeschlechtliche Partner, die Eltern der Kinder darstellen.

Da nicht auszuschließen ist, dass mit dieser spezielleren Familienstruktur auch Risiken verbunden sind, die in klassischen Familienstrukturen nicht auftreten. Da diese Fragestellung in Zeiten der homosexuellen Revolution, im Sinne von Zulassung von gleichgeschlechtlichen Ehen, die auf den rechtlichen Stand der „normalen“ Ehe gehoben werden soll, sehr aktuell ist, ist es nur Ratsam sich dieser Frage noch einmal zu widmen und die Erkenntnisse darüber zusammenzufassen.

Dieser Fragestellung widmet sich der vorgestellte Studienteil. Im Rahmen diese wurde das kindliche Verhalten aus der Perspektive der Eltern, d.h. auf der Basis ihrer Beobachtungen und Einschätzungen beleuchtet. (Zitiert nach Dr. Rupp/Marina „Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“ S.110)

Es stellte sich schon bei der Befragung heraus, dass die Familien in Lebenspartnergemeinschaften oft einen sehr komplexen Lebensweg hinter sich haben, in der Trennung oder Scheidung von Kindesvater/Mutter und später die Eintragung einer Lebenspartnerschaft eine große Rolle spielen (vgl. Rupp/Marina S.110)

Da das Verhalten der Kinder durch die Eltern beobachtet und beschrieben werden sollte, war es von Wichtigkeit, dass die Kinder, nach Meinung ihrer Eltern in der Lage waren, die Ereignisse bewusst mitzuerleben und wahrzunehmen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme handelt es sich um sehr subjektive Beobachtungen von Eltern, die ebenfalls subjektiv interpretiert wurden. (vgl. Rupp/Marina S.110)

Zum Thema Trennung und Scheidung ergab sich, das von 189 Elternteilen, 114 Kinder also 60% die Trennung ihrer Eltern bewusst miterleben konnten. Bei den meisten Trennungen/ Scheidungen waren die Kinder noch nicht im Grundschulalter, den niedrigsten Anteil bildeten Kinder die ein Alter von 13 Jahren überschritten hatten, mit 4%.

Die Trennung der Eltern brachte nach Angaben der Befragten für die Mehrheit der Kinder eine starke psychische Beeinträchtigung mit sich, fast ebenso viele Kinder hatten den Wunsch, dass ihre Eltern zusammenbleiben sollten. 15% der Kinder gaben dem Elternteil, das sich in einer neuen Lebenspartnergemeinschaft befand die Schuld an dem Bruch der einstigen Familie. (Vgl. Rupp/Marina S. 111)

Es gab jedoch auch Kinder, ca. 21%, die nach Meinung ihrer Eltern erleichtert auf die Trennung reagiert haben, dies rührt aber wahrscheinlich daher, dass die Kinder mit der Familie häufig in Konfliktsituationen konfrontiert waren und die Trennung ihrer Eltern, deshalb positiv bewerten, da durch sie die als belastende Situation aufgehoben wurde. (Vgl. Rupp/Marina S.111)

Nach mehreren Jahren haben sich laut Angaben der Eltern aber so gut wie alle Kinder mit der Trennung ihrer Eltern arrangiert und kommen mit ihren neuen Familienverhältnissen zurecht. Nur etwa 2,6% der Kinder wurden von ihren Eltern anders beurteilt.

Das Comming out der Eltern ist nur insoweit zu betrachten, in dem die Kinder dieses bewusst miterleben konnten und nicht in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung hineingeboren wurden.

Es zeigte sich, dass die meisten Kinder im Schulalter das Comming out ihrer Eltern bewusst erlebten, nur etwa 2,5% der Kinder waren beim Comming out ihrer Eltern bis zu zwei Jahre alt, 39% waren drei bis sechs Jahre alt und 15% waren zwischen 11 und 13 Jahren, nur ein geringer Teil der Kinder war älter ca. 2,5%. (Vgl. Rupp/Mariana S.112)

Es dominiert mit 56% die Meinung der Eltern das ihre Kinder sehr gut mit ihrem Comming out zurecht gekommen sind. (Vgl. Rupp/Mariana S.112)

Allerdings gab es auch kritische Reaktionen der Kinder wie: Angst was andere von ihnen denken könnten (ca.18%); andere habenkeine Freunde mehr mit nach Hause gebracht (ca.9%); einige wollten sich nicht mit dem Elternteil und seinem neuen Partner in der Öffentlichkeit zeigen (ca. 8%) und ca.5 % der Kinder wollten die sexuelle Identität ihres homosexuellen Elternteiles verheimlichen. (Vgl. Rupp/Marina S.113)

[...]

Excerpt out of 9 pages

Details

Title
Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften
College
University of Cologne
Grade
2,0
Author
Year
2018
Pages
9
Catalog Number
V441531
ISBN (eBook)
9783668830264
Language
German
Notes
Ein Essay über die kindliche Entwicklung in sogenannten Regenbogenfamilien und wie die Auswirkungen dieser auf die Kinder sind.
Tags
Lebenspartnerschaften, Kinder
Quote paper
Lara Hoffmeister (Author), 2018, Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441531

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