Befindet sich die Männlichkeit in einer Krise? Jungen als Bildungsverlierer

Leistungsunterschiede in der Schule


Hausarbeit, 2018

23 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Männlichkeit in der Krise

3. Befunde und Zahlen

4. Ursachen für Unterschiede in schulischen Leistungen
4.1 Feminisierung
4.2 Sozialisation
4.3 Sozioökonomischer Hintergrund

5. Lösungsansätze

6. Berufserfolg der Männer nach der Schule

7. Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Jungen werden heutzutage häufiger denn je als ÄBildungsverlierer“, vor allem in den Medien (vgl. Spiegel, Welt), bezeichnet. Dies ist bemerkenswert, da es Jahrzehnte lang politisch gesehen nicht korrekt war, auf Nachteile von Jungen gegenüber Mädchen, beziehungsweise Männern gegenüber Frauen in Deutschland Aufmerksam zu machen. Dies beruht auf dem Allgemeinprinzip, dass lediglich Frauen gegenüber Männern benachteiligt sind (Diefenbach/Klein 2002).

Vor allem in Zeiten, in denen um eine Frauenquote in Führungspositionen und Lohngleichheit bei den Geschlechtern gekämpft wird, es vermehrt sexuelle Übergriffe von Männern auf Frauen gibt und viele Frauen immer noch diejenigen sind, die Zuhause bei den Kindern bleiben, während der Mann arbeiten geht, ist es oftmals schwierig zu erkennen, dass auch Jungen und Männer im Schatten der Frau stehen können. Vor allem im Sektor Bildung ist dies der Fall. Lange Zeit war es so, dass Jungen verglichen mit Mädchen die besseren Schulabschlüsse erzielten. Mit der Frauenbewegung in den 70/80er Jahren begannen die Mädchen, sodass sie mittlerweile, aufgrund von besser gezeigten Leistungen und Noten, bessere Abschlüsse als der Gegenpart vorweisen können. Allerdings stellt man sich die Fragen, wodurch solche Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern überhaupt zustande kommen. Und wie kann es sein, dass Jungen trotz des ÄBildungsverlierens“ im späteren Berufsleben die ÄGewinner“ sind?

Um diese Fragen zu beantworten wird zunächst geklärt, was unter dem Männlichkeitsbegriff und dessen Krise zu verstehen ist. Anschließend folgen einige Zahlen zu dem Thema, die darlegen, wo diese massiven Unterschiede vorzufinden sind. Darauf aufbauend werden drei Ursachen untersucht, die erklären, warum Jungen schlechter abschneiden. Gibt es mittlerweile eine Lösung für das Problem? Auch das wird im Laufe dieser Arbeit herausgearbeitet. Zum Schluss wird erläutert, weshalb Jungen nach dem Schulabgang meistens mehr verdienen, da sie höhere Positionen besetzten, aber auch wieso eine niedrige Bildung für Jungen eine fatalere Auswirkung hat, als für Mädchen.

2. Männlichkeit in der Krise

Der Wandel in der Bildung, bezogen auf die Unterschiede der beiden gesellschaftlich anerkannten Geschlechter - männlich und weiblich - ist auf eine neuartige Krise der Männlichkeit zurückzuführen. Um zu verdeutlichen, was damit gemeint ist, muss zunächst der Männlichkeitsbegriff definiert werden. Es ist ein komplexes Vorhaben, Geschlechtlichkeit explizit zu erklären. Jedoch hat der australische Soziologe Raewyn Connell einen weitverbreiteten und akzeptierten Erklärungsansatz herausgestellt:

„Männlichkeit ist - soweit man diesen Begriff in Kürze überhaupt definieren kann - eine Position im Geschlechterverhältnis; Praktiken, durch die Männer und Frauen diese Position einnehmen, und die Auswirkungen dieser Praktiken auf die körperliche Erfahrung, auf Persönlichkeit und Kultur“ (Connell 1999:91)

Demnach handelt es sich bei der Männlichkeit folglich um eine Konstruktion durch die soziale Umgebung und kann sich je nach historischen Umbrüchen oder Gegebenheiten verändern. Des Weiteren kann eine Definition der Männlichkeit nur im Geschlechterverhältnis stattfinden, da Männer oder Frauen ihr Geschlecht in der Kultur durch Handlungen annehmen. Als Norm der Männlichkeit beschreibt Connell die sogenannte hegemoniale Männlichkeit, also die Überordnung der Männer und die Unterordnung der Frauen. Konkurrenz spielt dabei ebenfalls eine Rolle, da sich Männlichkeit vor allem in Unterschieden zu anderen Männern herausstellt (Connell 1999). Dieses Phänomen betrachtet man bei der Monoedukation von Jungen, auf welches im vierten Kapitel genauer eingegangen wird. Etwas differenzierter betrachtet teilt er Männlichkeit in drei Kategorien ein: Unterdrückte, komplizenhafte und marginalisierte Männlichkeit. Ersteres meint homosexuelle Männlichkeiten, die aufgrund ihrer Unterordnung gegenüber heterosexuellen Männlichkeiten den extremsten Gegenpool zur hegemonialen Männlichkeit bilden. Komplizenhaft meint die weitverbreitetste Form der Männlichkeit, welche durch die Unterdrückung der Frau erreicht wird und somit die hegemoniale Männlichkeitsform am besten stützt. Zuletzt spricht er von der marginalisierten Männlichkeit. Diese meint unterdrückte Ethnien und andere Minderheiten (Connell 1999).

Daraus lässt sich deuten, dass man nicht direkt von einer Krise der Männlichkeit sprechen kann, da es in diesem Falle einen sich niemals, weder historisch noch kulturell, verändernden Typus von Männlichkeit gebe. Es handelt sich vielmehr um eine Bewegung innerhalb von Normen und Geschlechtskonfigurationen. Ein Wandel der Geschlechterverhältnisse ist also nicht zwingend eine Krise der Männlichkeit. (Fegter 2012). In diesem Zuge untersuchte Budde Jungen an verschiedenen Gymnasien und stellte heraus, dass durch Ämännersolidarische Strukturen, Konkurrenz, Naturalisierung, Abwehr und Frauenabwertung […] und der Versuch, die männliche Suprematie zu verteidigen“ (Budde 2005:39) eine Rekonstruktion auf die Delegitimierung davon stattfindet, was als männliche Normen angesehen wird. Allerdings ist es in der heutigen Zeit gar nicht mehr allzu simpel normgerechte Verhaltensmuster, die Männlichkeit ausmachen sollen, festzuhalten. Die Krise, die relevant für diese Arbeit ist, beschäftigt sich damit, dass Jungen scheinbar in der Bildung von den Mädchen überholt werden. Aus diesem Grunde wird von ihnen immer häufiger als Bildungsverlierer gesprochen. Dies bezieht sich unter anderem auf Schulerfolge und -abschlüsse, aber auch ihr oftmals aggressiveres Verhalten oder der Konsum von Medien, beispielsweise Computerspiele. Der Anteil der männlichen Schülerschaft an gesellschaftlich nicht hoch angesehenen Schulformen - Haupt- und Sonderschulen - ist ebenfalls deutlich höher geworden als der der Mädchen (Fegter 2012). Die gegenwärtige Situation der Jungen und deren Männlichkeit wird im Bildungssektor also so definiert, dass sie eine geringere Lesekompetenz aufweisen, sich häufiger prügeln und allgemein schlechtere oder seltener Bildungsabschlüsse als Mädchen erzielen. Folglich gilt als Maßstab des Bildungserfolges der Jungen stets die Ergebnisse der Mädchen. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass nicht nur geschlechtliche Faktoren Grund für (Miss-)Erfolg sind, sondern auch sozioökonomische oder sonstige umweltbedingte Faktoren als Ursachen betrachtet werden müssen (genauere Bezugnahme folgt in Kapitel 4). Ebenfalls wird durch diesen Vergleich das weibliche Geschlecht als durchweg privilegiert und gut situiert dargestellt, wodurch ebenfalls missliche Auswertungen auf den Stand der Jungen folgen können. Diese dichotome Ansicht führt dazu, dass geschlechtsinterne Differenzen, die gewissermaßen durchaus größer sein können, nicht berücksichtigt werden. Es sollte also bei einer ausgeglichenen Analyse darauf geachtet werden, dass keine Generalisierung vorherrscht und nicht stets von allen Jungen oder allen Mädchen die Rede ist (ebd.). Allemal ist es unumstritten, dass manche Jungen eine größere Problemgruppe darstellen als alle Mädchen, jedoch ist es verkehrt, dies auf die gesamte jugendliche Bevölkerung zu beziehen. Vor allem die Medien, die unser Denken und unsere Informationen beeinflussen können, sollten einen differenzierten Blickwinkel ausarbeiten, sodass nicht nur allgemein von Jungen als eine homogene Einheit gesprochen wird (Fegter 2012). Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit aktuellen Debatten, unterstützt durch Befunde und Zahlen, die den vergangenen und aktuellen Unterschied in Bildungserfolgen zwischen Jungen und Mädchen darstellen.

3. Befunde und Zahlen

Woran lässt sich festhalten, ob Jungen im Allgemeinen gegenüber Mädchen als Bildungsverlierer gelten? Hierzu werden vor allem die leistungsbezogenen Noten, Schulabschlüsse, Sozialverhalten und verschiedene Kompetenzbereiche in Betracht gezogen. Der wichtigste Bezugspunkt hierbei ist PISA, eine dreijährige internationale vergleichende Studie, die versucht Kompetenzunterschiede bei 15-Jährigen festzustellen. Die wichtigsten sind die Unterschiede in Lese- und Mathematikkompetenzen, da sie hierbei die Geschlechter am auffälligsten auseinandergehen. Alle teilnehmenden PISA-Teilnehmerstaaten zeigten auf, dass Mädchen in der Kategorie Lesen deutlich bessere Werte erzielen als Jungen. Auf Deutschland bezogen liegt der Vorsprung bei etwa einem Schuljahr. In der Mathematik hingegen weisen Jungen Vorteile auf, jedoch geringer als beim Lesen. Naturwissenschaften zeigen keine signifikanten Geschlechterunterschiede auf (PISA 2000).

Den Kompetenzunterschieden gegenüber stehen die unterschiedlichen Abschlüsse, die die Geschlechter erwerben. Ein starker Wandel fand in der Abiturientenquote statt, in der Mädchen aufgeholt haben. Das statistische Bundesamt für Bildung hat für die Jahre 2014/15 die Bildungsabschlüsse nach Geschlechtern geordnet und ermittelt (siehe Abbildungsverzeichnis Abb. 1). Daraus wird eine klare Tendenz dahin deutlich, dass Jungen vorwiegend in den Schulformen Hauptschule, Schulen mit mehreren Bildungsgängen, Gesamtschulen, Schulartunabhängigen Orientierungsstufen und Realschulen vertreten sind. Mädchen hingegen liegen über den Jungen, wenn es um den Abschluss an Gymnasien geht. Diese Veränderung hat Marcel Helbig (siehe Abbildungsverzeichnis Abb. 2) illustriert. Bis zu den 70er Jahren waren Jungen die Vorreiter, wenn es um die Hochschulreife ging. Dann holten die Mädchen auf und befinden sich nun an der Spitze mit dem höchsten Reifeabschluss. Allerdings ist zu bemerken, dass die allgemeine Zahl der Jungen an Gymnasien nicht gesunken ist, sondern lediglich mehr Mädchen diese Schulform besuchen.

4. Ursachen für Unterschiede in schulischen Leistungen

Es gibt verschiedene Debatten und Erklärungen, die versuchen die Ursachen für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und dem resultierenden Nachteil für die Jungen zu begründen. Sicher ist zu sagen, dass es nicht den einen Faktor gibt, der das Phänomen der Benachteiligung der männlichen Schülerschaft hundertprozentig beschreibt. Allerdings gibt es drei wichtige Aspekte, die dabei berücksichtigt werden sollten und durchaus einen plausiblen Versuch darbieten, eine Antwort auf den Wandel in der Bildung zuungunsten der Jungen herauszuarbeiten. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit den Erklärungsansätzen der Feminisierung, und ihrer Definition, die gesellschaftliche Sozialisation der Geschlechter und die Rolle des sozioökonomischen Status.

4.1 Feminisierung

Vor allem in den Medien wird die sogenannte ÄFeminisierung“ der Schulen als Hauptursache für das Verlieren der Jungen dargestellt (Kessels 2012). Was genau versteht man jedoch unter diesem Begriff? Meistens wird er im Zusammenhang mit dem höheren Anteil an weiblichen Lehrkräften, vor allem an Grundschulen, gebraucht. An weiterführenden Schulen ist dieser zwar balancierter, jedoch kristallisieren sich gerade dort, in Form von Schulabschlüssen, die Geschlechterunterschiede heraus. Martin Nagebauer und Ursula Kessels sind sich einig, dass dies nicht der Grund dafür ist, dass Jungen Nachteile erfahren, wohingegen Heike Diefenbach und Martin Klein in ihrem Artikel ÄBringing Boys Back in“ (2002) die klare Gegenseite vertreten. Ferner wird auf die Korrelation von Geschlechtsunterschieden der Lehrkräfte angesichts der Bildungsunterschiede von Jungen und Mädchen eingegangen.

Männliche Schüler, die von dem gleichen Geschlecht unterrichtet werden, können in der Regel nicht mehr oder weniger, als Jungen, die von Frauen unterrichtet werden. Ebenfalls ist kein Unterschied bei der Motivation in die Schule zu gehen beobachtbar (Kessels 2012). Dennoch hat sich in der Studie Carrington et al. von 2008 herausgestellt, dass Schülerinnen und Schüler unter weiblichem Einfluss deutlich mehr Schulfreunde haben, wodurch Motivation, in die Schule zu gehen, gefördert werden könnte. Ein weiteres Verständnis, welches Kessels skizziert, ist, dass Mädchen aufgrund biologischer und/oder gesellschaftlich auferlegten Verhaltensweisen beispielsweise Selbstdisziplin, bessere Leistungen erzielen. Dieses Problem wird im folgenden Kapitel ÄSozialisation“ genauer untersucht. Ebenfalls ist klarzustellen, dass Jungen in der Tat eine männliche Bezugsperson für ihre Entwicklung, Fragen bezüglich der eigenen Geschlechteridentität und als Vorbild benötigen, dies jedoch nicht zwangsläufig im Rahmen der Schule erfolgen muss. Es ist jedoch unumstritten, dass sich Jungen in ihrer Pubertät eher einem männlichen Lehrer mit seinen Problemen zuwenden und es daher wichtig ist, Männer darin zu ermutigen den Lehrerberuf zu wählen (Kessels 2012). Martin Nagebauer stellt heraus, dass das weibliche Geschlecht in Form von Lehrkräften keinen negativen Einfluss auf die Jungen haben, eher im Gegenteil. In Nagebauers et al. Studie (siehe Abbildungsverzeichnis Abb. 3) wurden 6000 Schülerinnen und Schüler einer vierten Klasse hinsichtlich des Einflusses des Geschlechts der Lehrkraft untersucht. Es ist hinzuzufügen, dass Äin der Grundschule weit über 80% der Lehrkräfte weiblich sind“ (Neugebauer 2012:44) und demnach eine große Fallzahl an Untersuchungen nötig war, um einen repräsentativen Vergleich zu den männlichen Lehrkräften herstellen zu können. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass nicht belegt werden kann, dass Jungen unter weiblicher Lehrkraft benachteiligt sind, oder dass Mädchen unterrichtet durch Männlichkeiten Nachteile haben. Signifikant ist jedoch, dass Kinder beiden Geschlechter nach vierjährigem Unterricht im Fach Deutsch unter männlicher Lehrkraft im Durchschnitt schlechter lesen können. Außerdem meint Nagebauer, dass man nicht prinzipiell von einer Krise oder einem Verlieren der Jungen sprechen, da im Kontrast zu vor etwa 20-30 Jahren absolut deutlich weniger Jungen das Abitur erreicht haben als heute.

Die beiden Wissenschaftler Diefenbach und Klein haben nach Merkmalen gesucht, die einen Konsens bei der Betrachtung verschiedener Bundesländer in Deutschland aufzeigen, warum Jungen Bildungsverlierer sein sollen. Geht man von der Annahme aus, dass explizit an Grundschulen mehr weibliche Lehrkräfte unterrichten, dann kann sich insofern ein Nachteil widerspiegeln, dass sie für die Weiterempfehlung auf die Sekundarschule vor allem eher weiblich positiv konnotierte Anhaltspunkte wie Motivation und Leistungsfähigkeit anrechnen. Somit ergibt sich, dass Jungen häufiger Haupt- oder Realschulempfehlungen bekommen und mehr Mädchen eine Gymnasialempfehlung (Diefenbach/Klein 2002). Dies beschreibt ebenfalls Kessels mithilfe der IGLU-Studie von 2006, welche besagt, dass Mädchen eine Ä1,25-fach höhere Chance auf eine Gymnasialempfehlung“ (Kessels 2012:6) aufgrund ihrer Noten haben. Allerdings ist die Benachteiligung durch Lehrerinnen laut Diefenbach und Klein kein bewusster Prozess, sondern vielmehr beruhend auf unterschiedlichen Interpretationen von Jungen und Mädchen in ihrem Verhalten (Diefenbach/Klein 2002). Beispielsweise ist es möglich, dass Lehrerinnen Mädchen, die im Unterricht störend oder anmaßend auffallen, gegenüber den Jungen bevorzugen, indem sie ihnen größeres Entgegenkommen zeigen. Außerdem rufen Lehrerinnen häufiger als Lehrer Jungen auf, und wenn mutmaßt, dass einer vieler Gründe sich nicht zu melden, fehlendes Wissen ist, dann fällt es eher auf, dass Jungen ein bestimmtes Wissen fehlt. Im Gegensatz dazu bleiben Mädchen also häufiger unentdeckt und tendieren somit zu besseren Noten (Diefenbach/Klein 2002).

Zusammenfassend lässt sich für die Feminisierung als Ursache des Bildungsversagens der Jungen festhalten, dass es zwei Ansichten gibt. Einerseits hat die Form des Geschlechts der Lehrkraft keinerlei Einfluss darauf, ob sich Kinder, unabhängig von ihrem Geschlecht, schulisch unterscheiden. Eher ist es sogar so, dass sich bezüglich der Lesekompetenz die Ergebnisse spalten, da dort ein Nachteil herrscht, sobald jahrelang durch eine männliche Lehrkraft unterrichtet wurde. Andererseits gehen Meinungen dahin, dass Jungen in der Tat unter weiblicher Betreuung gegenüber Mädchen benachteiligt sind, dies jedoch auf misslichen Interpretation seitens der Lehrperson beruht.

4.2 Sozialisation

Ein weiterer Aspekt ist der Einfluss durch die Sozialisation im Hinblick auf Geschlechterunterschiede in der Bildung. Die Personalentwicklung hängt stark mit der Geschlechteridentität und ihrer gesellschaftlichen Einordnung zusammen. Welche Ägetrimmten“ Verhaltensmuster führen dazu, dass Jungen anders, beziehungsweise benachteiligt, behandelt werden sollen?

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Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Befindet sich die Männlichkeit in einer Krise? Jungen als Bildungsverlierer
Untertitel
Leistungsunterschiede in der Schule
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V446368
ISBN (eBook)
9783668836549
ISBN (Buch)
9783668836556
Sprache
Deutsch
Schlagworte
befindet, männlichkeit, krise, jungen, bildungsverlierer, leistungsunterschiede, schule
Arbeit zitieren
Linda Hoberg (Autor), 2018, Befindet sich die Männlichkeit in einer Krise? Jungen als Bildungsverlierer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446368

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