Erstellung eines ganzheitlichen crossmedialen Marketingkonzeptes


Studienarbeit, 2018

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auftraggebendes Unternehmen

3. Untemehmensanalyse
3.1. Makroumwelt
3.1.1. Gesellschaft und Kultur
3.1.2. Wirtschaft und Technologie
3.1.3. Staat, Recht und Politik
3.2. Mikroumwelt
3.2.1. Relevanter Markt, dessen Potenzial und die dementsprechende Segmentierung .
3.2.2. Wettbewerber
3.2.3. SWOT Analyse
3.2.4. Zielgruppe der unzufriedenen Kunden und deren Verhalten

4. Auswahl der passenden Strategie
4.1. Involvement
4.2. High-Involvement
4.3. Low-Involvement
4.4. Positioning Statement

5. Zielgruppengerechte Marketingstrategie
5.1. Kanalisierung
5.2. Selektion
5.3. Aktivierung
5.4. Branding

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Abbildungs Verzeichnis ะ

Abbildung 1 ะ Ausstattungsbestand privater Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütem 4 https ะ//www.umweltbundesamt. de/sites/default/files/medien/3 84/bilder/dateien/7_abb_aus stattungsbestand_2018-07-18.pdf

Abbildung 2: Anzahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland vom 7 1. Quartal 2015 bis zum 2. Quartal 2018 (in 1.000) (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77943/umfrage/anzahl-der-erwerbstaeti gen-mit-arbeitsort-in-deutschland/)

Abbildung 3: SWOT-Analyse (eigene Darstellung) 9

Abbildung 4: ELM nach Petty und Cacioppo 13 (vgl. https://www.dietrichid.com/communication/elaboration-likelihood-model/)

Abbildung 5: Vier grundlegende Marketingstrategien (vgl. Lachmann (2004. Marketing 2005.ZAP Verlag)

1. Einleitung:

„Wir stehen vor einer Zeitenwende. Die digitale Revolution wird unser gesamtes Kommunikations- verhalten verändern, nicht nur das Medium Fernsehen. Die einzigen offenen Fragen sind, in wel­chem Zeitraum das passiert.“

Gerhard Zeiler, ein österreichischer Medien Manager der damals als Generalintendant für das ORF arbeitete sah bereits 1994 die digitale Revolution voraus. Der Großteil der deutschen Industrie und Unternehmen brauchte jedoch für diese Erkenntnis deutlich länger. Mittlerweile wurde erkannt, dass die digitale Revolution fast alle gesellschaftlichen Bereiche deutlich verändert hat und in ra­santem Tempo noch weiter verändern wird. Wer sich also der sogenannten „vierten Industriellen Revolution“ nicht schnellstmöglich anpasst, der wird sich nicht mehr lange auf dem Markt be­haupten können. Heutzutage wird alles digitalisiert was digitalisiert werden kann. Die Konsumenten werden durchgehend mit neuen Informationen gefüttert, so dass sich bei dem ein oder anderen durch den Überfluss in einigen Situationen eine gewisse Skepsis entwickelt, wenn Angebote zu gut scheinen um Wahr zu sein. Doch auch ein rund um gutes Produkt oder eine Dienstleistung reichen heutzutage ebenfalls oft nicht mehr aus, um potentielle Kunden zum tatsächlichen Kauf zu überzeu­gen. Die Standards der Firmen passen sich ständig den neuen Gegebenheiten an, wodurch es für Kunden schwer ist überhaupt noch einen Unterschied zu erkennen. Denn das breite Angebot an Kommunikationskanälen egal ob Offline über klassische Werbetafeln oder Online über Pop-Ups, überreizt die Kunden ständig mit einer riesigen Menge an Informationen. Hier spricht man auch vom sogenannten „Informations-Overkill“. Dabei ist die Distanz welche die Informationen zurück­legen müssen nebensächlich geworden. Im Gegensatz zu 1994 ist die Welt mittlerweile so stark in­ternational vernetzt, dass es zumindest in dieser Hinsicht kaum Grenzen gibt, man denke an Strea­mingdienste wie Netflix oder Amazon Prime Video. Diese und viele weitere onlinebasierte Kommunikationskanäle lösen die klassischen Medien wie Radio, Print und eben TV immer mehr ab. Die Nachfrage nach Onlinekommunikation dagegen wächst stetig an.

Die Fimia Dedičom deutsche Direktcomputer GmbH bietet ein Mitarbeiter PC Programm an wel­ches als steuerliches Anreizsystem der Bundesregierung für Arbeitnehmer eines Unternehmens zu sehen ist. Dadurch können Mitarbeiter elektronische Geräte über den Arbeitgeber zu guten Kondi­tionen leasen (vgl. https://www.dedicom.de/mitarbeiter-pc-programm.html). Da bei dem Thema Leasing bei vielen Menschen immer eine gewisse natürliche Skepsis vorhanden ist und viele Mitar­beiter das Programm und den daraus resultierenden steuerlichen Vorteil nicht richtig nachvollziehen können gilt es ein passendes Konzept zu entwicklen, durch welches die Kunden den Vorteil besser wahmehmen und ihn so bewusst nutzen können. Außerdem soll die gesamte Attraktivität und Reichweite von Mitarbeiter PC Programmen verbessert werden.

บn! dies erfolgreich umzusetzen muss ein ganzheitliches crossmediales Kommunikationskon - zept entwickelt werden, welches als Basis für alle Marketingaktivitäten dient. Dadurch soll die Reaktanz der skeptischen Kunden in Akzeptanz umgewandelt werden.

บn! den roten Faden nicht zu verlieren, beschränkt sich die Arbeit lediglich auf die eben ge­nannte Verbesserung der Glaubwürdigkeit und des Images für potentiell skeptische und wenig interesierte Kunden. Dafür wird im ersten Schritt das auftraggebende Unternehmen genau analysiert um daraufhin die Makro- und Mikroumwelt festzulegen, wodurch ein erfolgsver­sprechendes Marketingkonzept entwickelt und umgesetzt werden kann.

2. Auftraggebendes Unternehmen

Das Unternehmen Dedičom (Deutsche Direktcomputer GmbH) wurde 2009 von Gerhard Riedle gegründet und ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in München. Vor der Gründung war Gerhard Riedle als Business Development Manager 16 Jahre bei Intel GmbH tätig. Dort erlebte Herr Riedle die erfolgreiche Einführung des Mitarbeiter-PC-Programms und verwirklichte sich schließlich als Dienstleister für die Durchführung von MPP.

Mit Gründung der Palmato GmbH in 2016 als Schwesteruntemehmen wird die e-Commerce Plattform, die Warenwirtschaft als auch das Asset-Management der dedičom ständig weiter­entwickelt. Mittlerweile hat dedičom knapp 40 Mitarbeiter sowie einen jährlichen Umsatz von mehr als 30 Mio. Euro und ist Marktführer für Mitarbeiter-PC-Programme in Deutschland.

Das Mitarbeiter-PC-Programm (MPP) ist ein steuerliches Anreizprogramm der Bundesregie­rung für Arbeitnehmer. Das MPP wird seit 2006 im Rahmen der Initiative D-21 (https://initia- tived21.de/mpp/) gefördert. Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern das Leasing von diversen elektronischen Geräten zum privaten Gebrauch zu günstigen Konditionen an. Der Arbeitgeber sorgt für Lieferung und Support als Bestandteil der Förderung, idealerweise durch einen Dienstleister, in diesen! Fall die Firma Dedičom. Mitarbeiter-PC-Programme können von al­len deutschen Unternehmen und Niederlassungen ausländischer Unternehmen, deren Mitar­beiter einen deutschen Arbeitsvertrag haben, umgesetzt werden.

Der Arbeitgeber schließt einen Leasingvertrag über einen Direktcomputer für seine Mitarbei­ter ab. Der Direktcomputer ist somit zu 100% ein betrieblicher PC. Der Mitarbeiter kann die- sen Computer, welcher zu seinen Gunsten und nach seiner Auswahl erworben wurde, zu 100% privat nutzen. Für diese überlassene Nutzung tritt der Mitarbeiter dem Arbeitgeber einen Teil seines Gehaltes ab. Dieser Gehaltsverzicht wirkt sich mittels Entgeltumwandlung steuerlich positiv für den Mitarbeiter aus. Am Ende hat jeder Arbeitnehmer die Chance das Gerät für den Restwert aus dem Vertrag raus zukaufen, oder es in einem angemessenen Zu­stand zurückzugeben.

Für jedes Unternehmen wird eine eigene Plattfomi zur Verfügung gestellt. Diese Plattformen oder auch Bestellportale sind zweimal pro Jahr für eine gewisse Zeit geöffnet. In dieser Zeit können die Mitarbeiter der Unternehmen ihre Bestellungen tätigen. Dies ist so festgelegt, da der logistische Aufwand sonst zu groß wäre wenn alle Portale das ganze Jahr geöffnet wären. Im Portal gibt es einen Vorteilsrechner, welcher jedoch nur als erster Anhaltspunkt zu sehen ist und nicht die tatsächliche Steuererspamis darstellt. Denn diese hängt immer von dem zu versteuernden Bruttogehalt, sowie der Steuerklasse ab. Wer also weniger Steuern zahlt, für den lohnt sich dementsprechend das Programm eher nicht, was dazu führen kann, dass das Gerät auf die 24 Monate Vertragslaufzeit teurer ist als der aktuelle Marktpreis. Außerdem handelt es sich hier in keinster Weise um eine 0% Finanzierung. Denn die Dedičom GmbH ist ein normales Unternehmen, welches immer eine Gewinnabsicht hat. Dennoch kann das Pro­gramm für potentielle Kunden attraktiv sein, da man durch die monatlichen Raten das Produkt abbezahlen kann und so den vollen Betrag nicht auf einmal aufbringen muss und es außerdem keine Schufa Prüfung gibt. Man kann also sagen, dass dieses Programm alles in allem sowohl für den Arbeitgeber von Vorteil ist, da für ihn keine Kosten für Firmenhandys anfallen, als auch für die Arbeitnehmer welche Steuern sparen und gleichzeitig günstig ein elektronisches Gerät besitzen können.

Da der steuerliche Vorteil nur für Arbeitnehmer mit deutschem Arbeitsvertrag gilt wird aus inhaltlichen Gründen auch nur dieser Markt betrachtet.

3. Unternehmensanalyse

Nun startet der Marketing Management Prozess. Doch vor der Erstellung eines Marketing­konzeptes muss eine Analyse der relevanten Einflussfaktoren, sprich Faktoren die uns direkt beeinflussen, erfolgen. Um eine Prognose der Ist-Situation des Unternehmens zu erhalten, so­wie eine Bestätigung das die Strategie richtig gewählt wurde und auch in Zukunft erfolgsver­sprechende ist, werden die Makro-Umwelt und Mikro-Umwelt analysiert.

3.1. Makro-Umwelt

Die Analyse wird mit der Makro-Umwelt begonnen. Hiermit sollen Trends die den Mark be­herrschen entdeckt werden welche die Rahmenbedingungen für zukünftige Handlungen sein sollen. Um die Trends zu erkennen müssen die Chancen und Risiken für das Unternehmen er­kannt werden. Dies kann beispielsweise mit einer PEST-Analyse gemacht werden. So kann das Umfeld der Dedičom GmbH ausführlich betrachtet werden. Dabei steht PEST far „politi­cal“, „economical“, „social“ und „technological“, also auf deutsch für politisch, wirtschaft­lich, gesellschaftlich und technologisch. Dieses Modell kann zu PESTLE durch das hinzufü­gen von „legislative“ und „ecological“, also rechtlich und ökologisch erweitert werden. Nach­folgend wird auf die einzelnen Punkte im Bezug zur Fimia Dedičom näher eingegangen.

3.1.1.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt

Abbildung 1 ะ Ausstattungsbestand privater Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütem Eine Studie des Bundesamtes für Umwelt hat gezeigt, dass es im Jahr 2017 pro Haushalt in Deutschland etwa 1,8 mobile Telefone und 2,2 Computer gab. Die durchschnittliche Haus­haltsgröße betrug 2017 allerdings nur zwei Personen. Man kann also sehen, dass elektronische Geräte in Deutschland sehr behebt sind und sich der Trend im Vergleich zu 2007 in den letz­ten zehn Jahren positiv entwickelt hat. Da elektronische Geräte jedoch aufgrund der rasanten Technikentwicklung sehr schnell veralten und die Hersteller spätestens alle zwei Jahre ein neues Modell auf den Markt bringen ist die Nachfrage natürlich sehr hoch und somit auch Umsatz- beziehungsweise gewinnbringend für Firmen wie die Dedičom. Des Weiteren sind elektronische Geräte bestimmter Marken, auch wenn sie mittlerweile schon fast jeder besitzt, immer noch eine Art Prestige und geben dem Kunden ein gutes Gefühl, wofür er gerne mehr bezahlt.

3.1.2. Wirtschaft und Technologie

Die Preise elektronischer Markengeräte sind in den letzten Jahren je nach Marke und Modell (vgl. zum Beispiel iPhone X, Samsung Galaxy S9 Plus) deutlich angestiegen, während die Lohnentwicklung in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben ist (vgl. https://de.statis­ta. com/statistik/daten/ studie/75731 /umfrage/entwicklung-der-bruttoloehne-in-deutschland/). Natürlich hängt die Preisentwicklung mit immer neuen technologischen Neuerungen zu­sammen. Jedoch gibt es zu den klassischen Marken immer mehr asiatische Alternativen die eine nahezu gleiche Qualität zu deutlich geringeren Preisen anbieten können. Ein gutes Bei­spiel hierfür ist Huawei die mittlerweile für Apple und Samsung ein großer Konkurrent sind. Dedičom bittet jedoch nicht nur Smartphones an, sondern auch Laptops, Tablets und Compu­ter, sowie deren Zubehör. Der angebotene Warenkorb wird dabei stets aktualisiert um mit der rasanten technischen Entwicklung mitzuhalten.

3.1.3. Staat, Recht und Politik

Mit der Gründung der InitiativeD21 im Jahr 2006 wurde von der Bundesregierung der Grund­stein für die Mitarbeiter PC Programme gelegt. Die Ziele dieser Initiative waren eine höhere Verbreitung des Internets, eine Qualifizierung der Arbeitnehmer für technische Geräte, sowie eine Sicherung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen (vgl. https://in- itiatived21 .de/mpp/).

Die Möglichkeiten für Arbeitgeber, Mitarbeitern steuerfrei geldwerte Vorteile anzubieten, sind normalerweise sehr begrenzt. Ein Beispiel für einen steuerfreien geldwerten Vorteil ist die Vorschrift des § 3 Nr. 45 EStG (Einkommenssteuergesetz), die regelt, dass die private Nutzung von betrieblichen Personalcomputern und Telekommunikationsgeräten steuerfrei ist. Diese Steuerbefreiung gilt nicht nur für die private Nutzung der Geräte im Unternehmen, son­dern auch bei ausschließlich häuslicher Privatnutzung durch den Arbeitnehmer. Sie umfasst auch die Nutzung von Zubehör und Software und betrifft die Nutzungsüberlassung durch den Arbeitgeber selbst oder durch einen Dritten aufgrund des Dienstverhältnisses.

Auf den Punkt Ökologie wird nicht näher eingegangen. Das Umweltmanagement im Unternehmen spielt für die vorliegende Arbeit keine nennenswerte Rolle.

3.2. Mikro-Umwelt

Die Mikro-Umwelt umfasst die unimittelbare Umwelt des Unternehmens. Hier muss der relevante Markt, sowie die Bedürfnisse der aktuellen und potentiellen Kunden, das eigene Unternehmen und die Wettbewerber untersucht werden. Dies wird auch als strategisches Dreieck nach Porter bezeichnet (vgl. Porter, 1980). Durch die Untersuchung können die Stärken und Schwächen von Dedičom herausgefunden werden und ob die Positionierung auf dem Markt für die Zukunft stabil ist. Falls dies nicht der Fall ist kann im Gegensatz zur Makro-Umwelt durch das Unternehmen gegengesteuert werden, was auch als strategische Handlungsoption bekannt ist.

Daher soll nun die Mikro-Umwelt der Dedičom genauer betrachtet werden um die eben angesprochenen Punkte zu überprüfen.

3.2.1. Relevanter Markt, dessen Potenzial und die dementsprechende Segmentierung

Der relevante Markt ist der Markt, in dem das Unternehmen unmittelbar tätig ist. Für die Fimia Dedičom ist das der Markt der Mitarbeiter PC Programme in Deutschland. Da die Geräte ausschließlich online über das jeweilige Bestellportal des Unternehmens zu bestellen sind muss hier nicht weiter abgegrenzt werden. Denn Dedičom ist nur für die Bereitstellung der Hardware und zur Unterstürzung bei Garantie- und Schadensfällen zuständig. Das Mitarbeiter PC Programm aufgrund der steuerrechtlichen Vorlagen theoretisch für alle Unternehmen zur Verfügung deren Mitarbeiter einen deutschen Arbeitsvertrag haben. Feste Preise gibt es bei Dedičom als auch bei der Konkurrenz nicht, da die monatliche Leasingrate immer vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abhängt. Eine preisliche Unterbietung ist also nicht möglich. Allerdings lässt sich allgemein sagen, dass das Progranmi innerhalb der 24 Monate Vertragslaufzeit in den allermeisten Fällen unter dem Marktpreis liegt. Aufgrund der gesetzlichen Vorlagen gibt es auch keine Expansion in neue Geschäfts felder. Es können lediglich die gesetzlichen Lücken etwas ausgeschöpft werden, so dass zum Beispiel bei einigen Unternehmen wenn sie sich ihren Warenkorb dementsprechend gestalten, eine Apple Watch, Beats Kopfhörer oder eine zusätzliche Docking Ladestation in Kombination mit

einem Hauptgerät als Zubebörgeräte geleast werden können, als alleiniges Gerät jedoch nicht, da sie keine eigenen Kommunikationsgeräte im steuerrechtlichen Sinn darstellen.

Das Marktpotenzial gibt die Aufnahmefähigkeit eines Marktes an. Es ist somit die Anzahl der verkauften Produkte oder Dienstleistungen die theoretisch möglich wären. In vorliegender Ar­beit also elektronische Geräte zur Nutzung des Mitarbeiter PC Programms. Sobald das Poten­zial bestimmt ist, kann eine passende Marketingstrategie gewählt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Anzahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland vom 1. Quartal 2015 bis zum 2. Quartal 2018 (in 1.000)

Wie die Grafik zeigt, gab es im zweiten Quartal 2018 etwa 40,5 Millionen Arbeitnehmer mit Arbeitsort in Deutschland. Wie viele davon genau einen deutschen Arbeitsvertrag haben, konnte leider nich rausgefunden werden, da hierzu keine Quelle zu finden war. Außerdem müssten so prinzipiell Statistiken aus allen Ländern herangezogen werden in denen Deutsche Staatsbürger mit einem deutschen Arbeitsvertrag arbeiten. Dennoch lässt sich mit Sicherheit sagen, dass das Potenzial des Marktes für die ein Mitarbeiter PC Programm in Frage kommt enorm ist. Denn wie schon in der Analyse der Makro-Umwelt beschrieben, gibt es eine stän- dig steigende Nachfrage nach elektronischen Geräten, da diese für den Alltag sowohl in priva­ter als auch beruflicher Sicht flir viele Menschen unerlässlich sind.

Eine Marktsegmentierung muss vorgenommen werden, um den Gesamtmarkt in verschiedene Teilmärkte aufzuteilen. Somit kann für die einzelnen Teilmärkte eine geeignete Marketingstrategie entwickelt werden. Da für das Mitarbeiter PC Programm die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden müssen, fallt eine Segmentierung deutlich schwer. Zudem wird der angebotene Warenkorb immer mit dem jeweiligen Unternehmen abgesprochen, wodurch hier im Prinzip auch keine Segmentierung möglich ist.

Da das Programm bereits eine Nische bedient bleibt hier wie folgt kaum Spielraum. Man könnte lediglich größeren Kunden einen qualitativ höheren Warenkorb und mehr Serviceleistungen anbieten. Am Ende entscheidet jedoch das Unternehmen selbst welche Geräte und Zusatzleistangen angeboten werden.

Deswegen muss das Unternehmen in den Punkten Kundenservice und Glaubwürdigkeit höchste Professionalität an den Tag legen um die Kunden zufrieden zu stellen und auch nach Vertragsende zu einem neuen Vertragsabschluss im jeweiligen Bestellportal überzeugen kann.

3.2.2 Wettbewerber

Eine Wettbewerbsanalyse muss gemacht werden, um die Konkurrenten der eigenen Branche zu erkennen. Jedoch richten sich die Wettbewerber immer nach den Kundenwünschen. Den die Konsumenten wählen am Ende immer das Produkt, dessen Eigenschaften sich am besten an die Nutzungserwartungen anpassen. Daher muss sich ein Unternehmen sowohl an den Konsumentenwünschen, als auch an den indirekten und direkten Wettbewerbern orientieren. Direkte Wettbewerber führen äußerst ähnliche Produkte oder bieten äußerst ähnliche Dienst­leistungen an, hier sind also Fimien gemeint, die ebenfalls Mitarbeiter PC Programme anbie­ten gemeint. Indirekte Wettbewerber bieten dagegen andere Produkte oder Dienstleistungen an, stillen aber dennoch das gleiche Bedürfnis bei den Konsumenten. Ein Beispiel für einen indirekten Wettbewerber wäre etwa Media Markt deren Geräte ebenfalls geleast werden kön­nen, und das oft zu einer 0% Finanzierung. Vor allem die indirekten Wettbewerber sind eine große Konkurrenz, da viele Kunden der Dedičom das Mitarbeiter PC Programm mit solchen 0% Finanzierungen vergleichen und den steuerlichen Vorteil völlig außer Acht lassen. Da De­dičom jedoch auf dem relevanten Markt der Marktführer ist, dient das Unternehmen den an­deren Wettbewerbern als Maßstab. Dennoch müssen die alle Wettbewerber stets als Konkur­renz angesehen werden um die Postion der Marktfìihrerschaft im Bereich MPP nicht zu ver­lieren.

3.2.3. SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse, auch Stärken-Schwächen-Analyse, ist ein Akronym aus den jeweiligen Anfangsbuchstaben. Sie bedeuten Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportuni­ties (Chancen) und Threats (Risiken). Aus der Kombination der vier Komponenten lassen sich kreative Strategien und Maßnahmen entwicklen, welche den Erfolg einer Organisation sichern können. Der wichtigste Punkt dabei ist eine realistische Einschätzung der Ausgangs- lage um den Erfolg zu garantieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: SWOT-Analyse (eigene Darstellung)

Wie die SWOT-Analyse zeigt, ist durch die strenge steuerrechtliche Gesetzesvorgabe inmier mit einem Risiko verbunden. Auch die Abhängigkeit von den Lieferanten welche die Ware an die Kunden verschickt ist immer etwas risikoreich. Obwohl die Auslieferung der Ware bis spätestens zum Vertragsstart erfolgen muss und bei Bestellung darauf hingewiesen wird, gehen die meisten Kunden davon aus, dass sie ihre Ware sofort innerhalb weniger Tage be­kommen. Dies mag wohl mit der Verwöhnung durch normale E-Commerce Shops Zu­sammenhängen. Zumeist wird die Ware auch zügig verschickt, es kann jedoch beispielsweise aufgrund sehr hoher Bestellzahlen zu einigen Verzögerungen kommen. Was sowohl für das Unternehmen aber noch deutlich mehr für die Kundenzufriedenheit negativ sein kann.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Erstellung eines ganzheitlichen crossmedialen Marketingkonzeptes
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Veranstaltung
Besonderheiten der Branche und ihre wirtschaftspsychologischen Auswirkungen auf das Management
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V448629
ISBN (eBook)
9783668835474
ISBN (Buch)
9783668835481
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marketing, Marketingkonzept, Konzept, crossmedial, Entwicklung, rossmediales Marketingkonzept, Vermarktung, Werbung, GoogleAds
Arbeit zitieren
Matthias Meyer (Autor), 2018, Erstellung eines ganzheitlichen crossmedialen Marketingkonzeptes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448629

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