Die Sucht nach Sex. Das Krankheitsbild Hypersexualität und seine gesellschaftlichen Aspekte, Ursachen und Therapie


Hausarbeit, 2018

18 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Was steckt hinter der Hypersexualität
2.1 Ursachen der Hypersexualität
2.2 Kontext aus der Kindheit und dem Erwachsenenalter - Merkmale & Auslöser der Hypersexualität
2.3 Wer ist davon betroffen?

3. Gesellschaftliche Aspekte sexuellen Verhaltens
3.1 Medieneinfluss auf die Sexualität
3.2 Veränderungen der Gefühlslage

4. Das Krankheitsbild Hypersexualität
4.1 Wenn Sex zur Krankheit wird
4.2 Der Leidensweg der Sexsüchtigen
4.2.1 Wie erkenne ich die Anzeichen?
4.3 Behandlungsmöglichkeiten bei einer Hypersexualität
4.3.1 Die Therapie bei einer Hypersexualität
4.3.2 Entzugserscheinungen bei Abstinenz

5. Schlusswort

1. Einleitung

Sexsucht - ein Wort, welches einige Fragen aufwirft und von manchen Menschen abschreckend aufgefasst wird. เท der Gesellschaft ist Suchtverhalten allerdings schon längst nichts Neues. Oftmals liegt das Augenmerk auf den Drogen-, Al­kohol- oder Nikotinkonsum. Gestützt wird diese These durch das Deutsche In­stitut für medizinische Dokumentation und Information (Hrsg., 2017): „Dennoch werden die meisten Menschen mindestens einmal im Leben mit beispielsweise Alkoholsucht oder Drogenmissbrauch konfrontiert. Eine substanzbedingte, also stoffgebundene, Suchterkrankung prägt aus diesem Grund das allgemeine Ver­ständnis von Süchten. Sicherlich stellt die Sexualität eines Menschen ein eher delikates Thema dar, dass oftmals nicht nach außen hin kommuniziert wird.“

Auch die Sucht nach Sex ist, so wie andere Süchte, eine Krankheit, die viele Faktoren aufweist und von Betroffenen eine Ausdrucksform der Bewältigung seelischen und emotionalen Zustandes darstellt. Roth (2004, S. 10) erläutert, dass süchtiges Verhalten den Betroffenen für einen Moment damit bedienen kann, das Gefühl zu erleben „angekommen und daheim zu sein“. Ob dies nun mit substanzgebundenen oder substanzungebundenen Süchten erreicht wird, spielt ¡ท diesem Zusammenhang keine wesentliche Rolle, da hierbei der psy­chologische Umstand des Betroffenen Hingabe beansprucht. Die Subjektivität der Sinne und des Genusses wird von jedem Menschen individuell umgesetzt und kann demnach auch süchtig machen. Menschen mit süchtigem Verhalten können Gefühle entwickeln, die sie nur noch im Rausch erleben können (ebd., 2004, S. 15).

Durch wissenschaftliche Belege und Literatur wird die Sexsucht ¡ท dieser Hausar­beit analysiert und sich mit dessen Ursachen, Merkmalen und dem Krankheits­bild der Betroffenen auseinandergesetzt. Mit dem Interesse die Auslöser einer Sexsucht aufzuklären wird ebenfalls dargelegt, wie sich Sex zu einer Sucht en­twickeln kann und welche frühen Kindheitserfahrungen prägend für sexsüchtiges Verhalten sein können. Beleuchtet werden ebenfalls die Einflüsse der Gesells­chaft und dessen Auswirkungen für betroffene Personen. Dabei spielt der me­diale Einfluss ebenfalls eine Rolle und wie sich Menschen ¡ท solch besonderen Lebensumständen und seelischer Betroffenheit gegenseitig unterstützen kön­nen. Erläutert wird, wie sexsüchtige Menschen mit ihrer Krankheit umgehen und wie ihre Sucht sie immer tiefer ¡ท das Loch ziehen kann um dahingehend bereits erste Anzeichen zu erkennen, dass es sich um eine Sexsucht handeln könnte. Wegbegleitende Fragstellung dieser Hausarbeit ist, ob sich die Sexsucht iden­tisch wie stoffgebundene Süchte behandeln lässt und welche Unterschiede hi­erbei existieren. Das Interesse liegt darauf, die expliziten Unterstützungsmögli­chkeiten ¡ท der Therapie herauszufinden.

2. Was steckt hinter der Hypersexualität

Richard von Krafft-Ebing und Albert Moll beschreiben im Jahre 1924 erstmal die sexuelle Störung ¡ท einem wissenschaftlichen Lehrbuch als „sexuelle Hyperäs­thesie“. Der deutsche Psychiater Paul Matussek beschreibt die Sexsucht aus tiefenpsychologischer Perspektive und spricht von „süchtiger Sexualität“ und „sexueller Haltlosigkeit“ (Roth, 2004, S. 15). Hier unterscheidet er die Begriffli- chkeiten „Onaniesucht und Nymphomanie“ bei Frauen und „Don-Juanismus und Satyriasis“ bei Männern (ebd., 2004, S. 15-16).

Vetter (2008) beschreibt, den Begriff „Don-Juanismus“ als „Wünsche nach Selb­stbestätigung“, die durch die eigene reizvolle Anziehungskraft erfahren werden kann. Es kann sich auch als eine Hilflosigkeit der „Nähe und Intensität“ des sex­uellen Verlangens beschreiben lassen, die durch „nicht erotische“ Möglichkeiten erreicht werden sollen (ebd., 2004, S. 145). Im „weißen Buch“ benannten im Jahre 1983 die „Selbsthilfegruppen der Anonymen Sexaholiker ihre Problematik als Sexsucht, wobei dieser Begriff seitdem geläufig geblieben ist (Roth., 2004, S. 16). Roth (2004) beschreibt, dass „Sexsucht bzw. sexuelle Süchtigkeit, zwang­haftes Sexualverhalten und sexuelle Perversion“ oft ähnliche Verhaltensweisen besitzen. Diese Begrifflichkeiten werden jedoch negativ beurteilt. Unter einer Perversion versteht man allgemeinhin absonderliche Sexpraktiken. Hierbei sind Sadomasochismus oder Exhibitionismus als sexuelle Befriedigung zu deuten. Die Sexsucht bzw. Hypersexualität lässt sich dagegen als süchtiges Erleben erk­lären, die unabhängig von „normalen“ oder „auffälligen“ Sexualverhalten prak­tiziert wird. Roth (2004) deutet nochmals darauf hin, dass Hypersexualität bei einer „bestimmten Verlaufsform einer Perversion, bei häufigem Partnerwechsel, Onaniesucht, zwanghaften Prostituiertenkontakte“ und weiteren Formen sex­ueller Praktiken vorliegen kann und daher als Grundmerkmal einzuschätzen ist (ebd., 2004, S. 24).

Roth (2004, S.26) erläutert: „Wahrscheinlich gibt es keine Sucht, die sich so stark in den Gedanken manifestiert und festsetzt wie die Sexsucht. “

Die Hypersexualität kann mit einigen anderen Süchten verglichen werden, so wie mit der Nikotin- oder Glückspielsucht. Die Hypersexualität steigert sich jedoch nicht unbedingt, sondern kann temporär immer wieder beginnen Es gibt auch Phasen, die einem normalen sexuellen Verhalten zugeschrieben werden können (Maxeiner; Rühle, 2014, S. 2). Das Deutsche Institut für medizinische Dokumen­tation und Information (2017) beschreibt eine anfängliche Zunahme der sexuel­len Handlungen, die jedoch mit der Zeit nicht mehr ausreicht und durch weitere Möglichkeiten bzw. Maßnahmen zur Suchtbefriedigung gestillt werden. Maxein­er; Rühle (2014) bestätigen diese Aussage und berichten, dass das sexsüchtige Verhalten nach Befriedigung so groß entwickelt werden kann und Möglichkeiten überhand nehmen, um die Befriedigung zu stillen. Demnach hat der Betroffene keine Kontrolle mehr darüber wie, wo und wann er sein sexsüchtiges Verhalten auslebt (ebd., 2014, S. 2).

2.1 Ursachen der Hypersexualität

Bei jeder Art und Entwicklung einer Sucht spielen psychische, soziale und biolo­gische Faktoren eine Rolle. Bei der Hypersexualität sind die verschiedenen Ein­flussfaktoren und Verbindungen durch gegliederte Modelle gekennzeichnet. Die Entwicklung einer Sexsucht lässt sich folglich durch die mangelhafte Entwicklung und Sozialisation, sowie der Bereitschaft zur Verarbeitung des Menschen erklären und trägt dazu bei ¡ท welchem Ausmaß sich eine Sexsucht entfalten kann (Roth, 2004, S. 46). Psychisch kranke Personen mit einer manischen oder depressiven Störung können ebenfalls stark auf sexuelle Reize reagieren und haben ein mar­kantes „Belohnungssystem“ entwickelt, welches durch ihr sexuelles Suchtver­halten begünstigt wird. Häufig kommen Personen mit sexsüchtigem Verhalten aus Familien ¡ท denen das Thema Sexualität stark verheimlicht und totgeschwie­gen wird. Jedoch kann auch das Gegenteil eintreffen und im Familienhaus das Thema Sexualität stark ausgelebt werden. Betroffene berichten ebenfalls über traumatische Erlebnisse aus ihrer Kindheit (Maxeiner; Rühle, 2014, S. 2).

2.2 Kontext aus der Kindheit und dem Erwachsenenalter - Merkmale & Auslöser der Hypersexualität

Aigner (2013) erläutert, dass Freud ¡ท seinen Arbeiten zum Thema Sexualität „Der Abhandlungen zur Sexualtheorie“ davon ausgeht, dass bereits ¡ท der Kind­heit sexuelle Bedürfnisse im Sinne der Triebbefriedigung vorhanden sind und als „integraler Bestandteil seiner Entwicklung“ erklärt wird (ebd., 2013, S. 33).

Sexsucht ist eine vielfältige Erscheinung, die oft für den Betroffenen selbst, deren Angehörige, sowie Ärzten und Psychotherapeuten nicht immer wahrnehmbar ist (Roth, 2004, S. 23). Im Wesentlichen lassen sich keine signifikanten Merkmale herausfiltern, doch fällt ¡ท den einzelnen Lebensgeschichten von Betroffenen im­mer wieder die Lebenssituation ihrer Kindheit, die Beziehung ihrer gegenwärti­gen Bezugspersonen und die Bedeutung der Sexualität aus den Herkunftsfamil­ien betreffend auf und spielen bei der Entwicklung von einer Hypersexualität eine Rolle (ebd., 2004, S. 46).

Nach psychoanalytischer Auffassung sind die Phasen der kindlichen psychosex­uellen Entwicklung durch „drei systematische Erklärungen benannt:

„A. Sexualität entwickelt sich aus einer polymorph-perversen Anlage heraus, B. die Sexualentwicklung lehnt sich an lebenswichtige Funktionen an und ist c. auch mitverantwortlich für die Grundlegung wichtiger Persönlichkeitszüge“ (Aigner, 2013, S. 34).

Oft sind die Familienverhältnisse mit Gefühlen wie „Kälte, Ablehnung, Über­forderung, Verwöhnung, Leere, Sucht“ oder Unberechenbarkeit gekennzeichnet (ebd., 2004, S. 47). Dies sind signifikante Eigenschaften die eine dysfunktion­ale Familie charakterisieren. Kinder werden durch offensichtlich fehlende Freude und Fürsorge, sowie angemessene Förderung durch ihrer Eltern schon viel zu früh ihrer Kindheit geraubt (ebd., 2004, S. 48). Extreme Durchsetzungen von Grenzen oder das Fehlen von Grenzsetzungen sind ebenso an die Sexualent­wicklung des Kindes geprägt. Die Kindheit wurde durch Bestrafungen und emo­tionalen Ausbrüchen geformt, wobei das Kind dahingehend kaum körperliche Zuneigung erfahren kann und das Thema Sexualität verschwiegen wird (ebd., 2004, S. 51-52). Eine andere Seite, die Personen mit sexsüchtigem Verhalten ¡ท ihrer Kindheit erfahren haben, sind Einschränkungen der Grenzsetzungen und die Vereinnahmung des Kindes für körperliche Nähe. Das Sexualleben ¡ท sol­chen Familien ist auffällig offen und wird vor dem Kind frei ausgelebt. Weiteres familienbezogenes Merkmal sexsüchtigen Verhaltens, sind hohe Ansprüche an das Kind. Hierbei sind deutlich erkennbar, dass elterliche Ziele und Ideale an das Kind vermittelt werden und eine altersgerechte und entsprechende Förderung fehlt. Oftmals sind es Ziele der Eltern, die sie selbst nie erreicht haben und oft an das Kind gestellt haben, ohne das genügende Mittel vorhanden sind und somit eine Überforderung vorprogrammiert ist. Daraus entstehen leidliches „Selbstver­trauen und Minderwertigkeitsgefühle“ für das Kind (ebd., 2004, S. 52). Als der häufigste Auslöser gelten Stress und Überbelastung. Sexsüchtige gleichen diese negativen Faktoren durch ihr sexuelles Verlangen aus. Es wird als Belohnung an­gesehen, sodass der Betroffene „abschalten“ kann. Ebenfalls gelten als Auslöser für sexsüchtiges Verhalten bereits gute sexuelle Erfahrungen die die betroffene Person erlebt hat. Für ein auffällig ausgeprägtes Sexualverhalten sind Gefühle wie Wut, Ärger und Kränkungsgefühle ebenfalls prägnant zu erkennen. Hierbei wird jedoch mit der Zeit das bestehende Gefühl ¡ท Abneigung verwandelt und nach innen verschoben. Der Betroffene geht dann eher nüchtern betrachtet an einer Lösungsstrategie heran und gleicht seine Gefühle ¡ท süchtiges Sexualverh­alten aus, um die Niederlage zu bewältigen (Roth, 2004, S. 86).

2.3 Wer ist davon betroffen?

Unter einer Sexsucht leiden etwas 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung ¡ท Deutschland. Die Statistik erfasst allerdings nur die Personen, deren sexuelles Problem so er­heblich ist, dass sie sich professionelle Unterstützung suchen. Viele Personen die an einer Flypersexualität leiden halten ihr Problem geheim, da ihr Schamgefühl zu groß ist und ihre Familie, sowie ihr soziales Umfeld davon fernhalten wollen (Maxeiner; Rühle, 2014, S. 2). Personen, die ¡ท ihrem Leben sexsüchtig werden, haben eine ausgeprägte phantasievolle Gestaltung ihrer Sexualität (Roth, 2004, S. 25). เท Anbetracht den Schmerz zu lindern und sich Wünsche zu erfüllen, die offenbar nicht realisiert werden können gibt die Phantasie den Betroffenen aber die Möglichkeit diese frei zu gestalten (ebd., 2004, S. 26). Personen die unter einer Sexsucht leiden, gehen unterschiedlich mit ihrer Problematik um. Die Umsetzung eine Liebesbeziehung einzugehen oder überhaupt keinen persönli­chen Kontakt zu haben und die „sexuelle Erregung“ mit anderen Hilfsmitteln (z.B. Telefon, Computer) zu befriedigen ist unterschiedlich vom Betroffenen anwend­bar (ebd., 2004, S. 23-24). Die Möglichkeit sich bezahlbare, sexuelle Kontakte zu suchen und dabei anonym zu bleiben ist ebenfalls eine umsetzbare Aussi­cht das sexuelle Verlangen zu befriedigen (ebd., 2004, S. 24). Dieses Argument wird ebenfalls durch Maxeiner und Rühle (2014, S. 2) gestützt und erwähnen hierbei die Leichtigkeit, die das Internet preisgibt, die Sucht der Betroffenen zu befriedigen. Schätzungen zufolge sind etwa 200.000 bis 500.000 Personen ¡ท Deutschland internetsexsüchtig und Männer davon am häufigsten betroffen (Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft, Hrsg., 2018).

3. Gesellschaftliche Aspekte sexuellen Verhaltens

Die Bedeutung von Liebe besitzt ทนท mehr denn je vielfältige Möglichkeiten, denn durch neue Kontaktaufnahmen ¡ท der digitalen und realen Welt stellen sich Partnerbörsen, Sexsucht und Pornografie als neue Befriedigungsformen zusam­men (Bierhoff, 2017, S. 2). Liebe hat sich seit dem Zugang über das Internet nun auch ¡ท eine digitale Form entwickelt und besitzt hierbei deutliche Angebote von realem und virtuellem Sex. Eine klare Differenzierung ist allerdings, dass das Bedürfnis nach Befriedigung nicht als materielles (geldliches) Tauschmittel angesehen wird, sondern substanzlos ist und hierbei Wünsche wie Erregung, Lust, Anerkennung oder das Erleben gegenseitig übertragen wird (ebd., 2017, S. 22). Die Konsumfreiheit rückt näher an das sexuelle Verhalten der Menschen, da es als erlösende Vergnügung dienen soll. Hierfür sind „Telefonsex, Speed Dates und Parkplatzsex“ nur einige genannte Praktiken, die ¡ท das Konsumgut einbezogen sind (ebd., 2017, S. 3). เท vielen geschlechtlichen Verbindungen, so wie auch zwischen Mann und Frau sind Liebe und Sexualität mehr oder weniger miteinander verknüpft. Sex und Liebe ohne eine leidenschaftliche Wertschätzung sind bei den jeweiligen Partnerinnen unterschiedlich ausgeprägt (ebd., 2017, S. 14). Das Angebot von kurzzeitig sexuellen Beziehungen oder einer relativ dau­erhaften Liebesbeziehung werden mit Kompositionen wie Zärtlichkeit, Körperli­chkeit, Sexualität und Liebe verbunden (ebd., 2017, S. 13). Das Bedürfnis nach Verbrauch wird durch das tolerante Sexualverhalten direkt und indirekt angeregt (ebd., 2017, S. 5). Bierhoff (2017, S. 6) beschreibt weiter, dass damit das freie sexuelle Verhalten der Menschen auf alle Lebensbereiche an den Konsum an­gepasst wurde und damit ebenfalls die Konsumgesellschaft steigert. Beziehun­gsformen wie „Sexbeziehungen, One-Night-Stands, feste Zweierbeziehung, offene Beziehung, Polyamorie - also die solide Beziehung zu mehr als einer Person (ebd. 2017, S 27), Swinging oder freie Liebe“ werden heutzutage differ­enziert, besitzen abweichende Motive (ebd., 2017, S. 13) und lassen sich eher als genusssüchtige Handlungen erklären, wobei sich die Personen etwas gön­nen (ebd., 2017, S. 22). Das Praktizieren von Swinging ist nach Bierhoffs (2017) Beschreibung eine „selbst ausgewählte Pannenhilfe ¡ท der Lebensgestaltung“. Bei diesem sexuellen Verhalten sollen quälende Langeweile, chronische Depres­sivität und/oder getarnte Verzweiflung bekämpft werden. Bierhoff beschreibt ¡ท den Gedanken von Linda Grant (1994), dass beim Swinging kein Anspruch auf ein neu aufzubauendes Leben zu verbinden ist und daher eher als banale Um­setzung interpretiert werden kann (ebd., 2017, S. 28-29).

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Details

Titel
Die Sucht nach Sex. Das Krankheitsbild Hypersexualität und seine gesellschaftlichen Aspekte, Ursachen und Therapie
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V450084
ISBN (eBook)
9783668839779
ISBN (Buch)
9783668839786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender, Queer, Sex, Sucht, Soziale Arbeit
Arbeit zitieren
Anika Irmscher (Autor), 2018, Die Sucht nach Sex. Das Krankheitsbild Hypersexualität und seine gesellschaftlichen Aspekte, Ursachen und Therapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450084

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