Novalis' Klingsohr-Märchen als Beitrag zur "Neuen Mythologie"


Hausarbeit, 2016
21 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist die Neue Mythologie?
2.1 Der Ursprung der Neuen Mythologie
2.1.1 Wiederherstellung des Goldenen Zeitalters

3. Das deutsche Kunstmärchen
3.1. Was ist das deutsche Kunstmärchen?
3.2 Formen des Wunderbaren
3.3 Das Klingsohr-Märchen als Kunstmärchen
3.3.1 Das allegorische Märchen als Mischform des Kunstmärchens

4. Die Poetisierung der Naturwissenschaft im Klingsohr-Märchen 13
4.1 Die Figur des Schreibers
4.2 Die Besonderheiten der Fabel
4.3 Die Erweckungsszenen und der Galvanismus

5. Schlussfolgerung

Literaturverzeichnis

Primärliteratur

Sekundärliteratur

1. Einleitung

„Das Ganze soll eine Apotheose der Poësie seyn“.1 Diese Worte schrieb Novalis, Friedrich von Hardenberg, am 23. Februar 1800 bezüglich seines Romans Heinrich von Ofterdingen an seinen Freund Ludwig Tieck. Es ist der Anspruch, den Novalis an seinen Roman erhob. Ein Roman, der letzten Endes ein Fragment geblieben ist und dessen Veröffentlichung Novalis nicht mehr erlebte. Er verstarb 1801 im Alter von nur neunundzwanzig Jahren. Das Romanfragment wurde ein Jahr später von seinen Freunden Ludwig Tieck und Friedrich Schlegel veröffentlicht.

Obwohl Heinrich von Ofterdingen als Gesamtwerk ein Fragment geblieben ist, findet sich darin ein eigenständiger und in sich geschlossener Text. Es ist das sogenannte Klingsohr-Märchen. Herbert Uerlings schreibt, dass kein zweiter Text von Novalis die Menge an Deutungen erfahren und Reaktionen ausgelöst habe, wie eben jenes Märchen. Er erwähnt auch dessen kontroverse Rezeption. Auf der einen Seite habe man es als den „Inbegriff des romantischen Kunstmärchens“ bewundert, auf der anderen Seite aber wegen dessen Unverständlichkeit aus der ersten Auflage der Erzählung gestrichen.2 In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen inwieweit Novalis’ Märchen einen Beitrag zur Neuen Mythologie leistet.

Novalis gehörte zu dem Kreis der Jenaer Romantiker. Die Begriffe Jenaer Romantik und Frühromantik wurden rückblickend gebildet, um „das Denken und Schreiben einer Gruppe junger Intellektueller zwischen 1795 und 1801 […]“ zu bezeichnen.3 Friedrich Schlegel und Novalis gelten als führende Köpfe dieser Gruppierung, die eine „[…] transzendental- und geschichtsphilosophische Fortführung der Aufklärung unter dem Primat der Kunst und der Einbildungskraft […]“ ist.4

Die Neue Mythologie ist ein Konzept dieser frühromantischen Bewegung. Das oberste Ziel war, die Welt zu poetisieren und zu romantisieren. Die Neue Mythologie sollte das fehlende Bindeglied zwischen den Wissenschaften sein, sie vereinen und für Ordnung in dem intellektuellen, sozialen und politischen Chaos des ausgehenden 18. Jahrhunderts sorgen. In diesem Durcheinander sollte der Dichter einen Zusammenhang zwischen Philosophie, Religion und Wissenschaft herstellen. In der Frühromantik spielte die intensive Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften eine wichtige Rolle. Wetzels schreibt, Novalis habe Schlegels „verkündete Fusion von Naturwissenschaft und Literatur zu einer neuen Mythologie“ realisiert, indem er „die Poesie mit physikalischen Elementen anreicherte.“5 Diese Aussage bildet einen wichtigen Anknüpfungspunkt für die hier vorliegende Arbeit. Eine Untersuchung der Verknüpfung von Naturwissenschaft und Poesie oder vielmehr der Poetisierung der Naturwissenschaft ist hilfreich, um Novalis’ Beitrag zur Neuen Mythologie aufzuzeigen.

Zunächst wird sich aber mit dem Begriff der Neuen Mythologie beschäftigt. Dafür wird das Konzept vor einem historisch-politischen Hintergrund skizziert und die Forderungen und Erwartungen, des Konzepts, werden herausgestellt. Dabei wird sich auch kurz mit dessen Ursprung beschäftigt.

Anschließend wird sich dem Gattungsbegriff des Kunstmärchens gewidmet. Dabei stellt Das deutsche Kunstm ä rchen von Paul Wolfgang Wührl ein wichtiges Fundament in der Argumentationsstruktur dar. Novalis’ Märchen soll als Kunstmärchen eingeordnet werden. Dafür werden die wichtigsten Merkmale und Kennzeichen aufgeführt und anschließend im Klingsohr-Märchen identifiziert. Dessen Einordnung als Kunstmärchen dient dazu, zu beweisen, dass Novalis mit seinem Märchen einen Beitrag zur Neuen Mythologie leistet.

In einem dritten Schritt werden dann die zuvor erlangten Erkenntnisse am Untersuchungsgegenstand belegt und überprüft. Dabei wird auch der Versuch unternommen die komplexe und vielschichtige Handlung im Märchen dazulegen. Dies geschieht lediglich an den Stellen, wo es für die Analyse hilfreich ist. Dieser dritte Schritt soll belegen und veranschaulichen, wie Novalis die Umsetzung der Neuen Mythologie gelingt. Dabei wird sich vor allem auf die „Poetisierung der Physik“6 konzentriert.

In einem letzten Schritt werden dann alle bisherigen Ergebnisse zusammengefasst.

2. Was ist die Neue Mythologie?

Die Neue Mythologie ist ein Konzept, das der Frühromantik entstammt. Laut Lohse ging der philosophisch-ästhetische Diskurs der Moderne mit der Wiederentdeckung des Mythos einher und zog sich wie eine „unterirdische Strömung“ durch das Jahrhundert der Aufklärung, bevor er letztlich in der frühromantischen Forderung nach einer Neuen Mythologie gipfelte.7 Die Frühromantiker, darunter vor allem Friedrich Schlegel und Wilhelm Hegel, postulierten diese Mythologie. Ihr wurde die Aufgabe zugeschrieben den Folgen der Französischen Revolution, dem Großereignis der Aufklärung, entgegenzuwirken. Die Aufklärung hatte sich mit der wissenschaftlichen und analytischen Sicht auf die Welt gegen Denkweisen gewandt, die „jahrhundertelang als unerschütterlich gegolten hatten“ und dadurch einen „Zustand der emotionalen Verunsicherung“8 hervorgerufen. Ein kausales und analytisches Denken drang in die Sphären der Wissenschaft, Religion und Kunst ein und verändert den Blick auf die Welt. Lohse schreibt, dass die Rückbesinnung der Romantik auf den Mythos sich aber keinesfalls gegen die wissenschaftlich- analytische Sicht auf die Welt wandte, sondern die Defizite der Aufklärung offenlegte und dem „einseitigen Rationalismus“ eine Alternative bot.9

Diese Alternative ist die Neue Mythologie. Sie soll die Welt poetisieren und als Bindeglied zwischen den Teilen der Gesellschaft fungieren, die erschüttert und auseinander gerissen wurden. Intellektuell und politisch war die Lage im ausgehenden 18. Jahrhundert besonders chaotisch. Das Zeitalter der Aufklärung kennzeichnet sich durch Rationalismus, den Glauben an geistige Freiheit und die Betonung der menschlichen Autonomie. Es entwickelte sich ein Fortschrittsdenken, das in das Bewusstsein der Menschen drang und die Gesellschaft veränderte. Das aufklärerische Denken spaltete Kirche und Philosophie, die Lehre der Bibel wurde in Frage gestellt und die Naturwissenschaften erfuhren ein besonders großes Interesse. Hingen Philosophie, Religion und Wissenschaft vor der Aufklärung noch in einem großen Kontinuum zusammen, so wurden sie durch die Epoche der Aufklärung auseinandergerissen. Dinge die zuvor als bekannt und sicher galten wurden in Frage gestellt. Auch das politische Großereignis, die Französische Revolution samt ihrer Folgen übte einen großen Einfluss auf die soziale, intellektuelle und politische Lage des 18. Jahrhunderts aus und das nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa. Endres spricht von einer „Zersplitterung“ und „Entfremdung“ der Gesellschaft, die mit Hilfe einer „frühromantischen ,Kulturrevolution’“ (Neue Mythologie) überwunden werden soll. Wichtig ist dabei, dass es bei der Neuen Mythologie nicht um eine Aufhebung der Zersplitterung geht, sondern um die Schöpfung eines neunen Ganzen, einem neuen Einheitsgefühl und zwar „unter Wahrung der Freiheit des Subjekts“.10

Auf die (früh-)romantische Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften baut Walter D. Wetzels auf. In seinem Aufsatz beschäftigt er sich intensiv mit Novalis’ Poetisierung der Physik und liefert damit einen wichtigen Denkanstoß für die vorliegende Arbeit. Hinsichtlich der angestrebten Synthese von Natur und Geist in der Neuen Mythologie spielt die Naturwissenschaft eine besonders wichtige Rolle. Die moderne Naturwissenschaft liefert ein „kulturell verbindliches und integratives Symbolsystem“, denn mit Hilfe ihrer wissenschaftlichen Verfahren werden „Einzelnes und Idee des Ganzen, Besonderes und Allgemeines miteinander vermittelt “.11 Somit stellt die Naturwissenschaft einen wichtigen Beitrag zur Neuen Mythologie dar. Das Einzelne wird zwar gesondert betrachtet und behandelt, aber so, dass es anschließend sinnvoll in ein großes Ganzes eingefügt und erklärbar gemacht werden kann. Die Orientierung an wissenschaftlichen Verfahren soll dabei helfen Zusammenhänge herzustellen. Manfred Engel schreibt diesbezüglich, dass das Ziel die Stiftung eines neuen Weltbildes gewesen sei. In der Neuen Mythologie soll Ausdifferenziertes durch die Mythopoesie wieder miteinander verknüpft werden. 12

2.1 Der Ursprung der Neuen Mythologie

Die Neue Mythologie findet ihren Ursprung im deutschen Idealismus. Er ist eine auf Ideale gerichtete Weltanschauung und philosophische Strömung und geht von einer Ideenwelt aus. Die Erscheinungswelt wird als Produkt des menschlichen Geists empfunden. Für die Frühromantiker war der Idealismus das passende philosophische Modell, da er „[…]über die engen, auf Vernunftregeln beruhenden Grenzen des aufklärerischen Denkens hinausführt und der Einbildungskraft Raum gibt“.13

Zwar entspringt die Neue Mythologie diesem Modell aber sie übernimmt es nicht gänzlich. Der Idealismus wird abgewandelt. Aus ihm soll ein Realismus hervorgehen. In seiner „Rede über die Mythologie“ fordert Schlegel die Synthese von Idealismus und Realismus, die dann eine Neue Mythologie hervorbringen soll. Der Realismus soll dabei aus dem „Schoß“ des Idealismus entstehen. Letzteren betrachtet Schlegel als Quelle einer Neuen Mythologie.14 Diese Stelle verdeutlicht besonders gut, wie Schlegel und andere Frühromantiker, darunter Novalis, mit der idealistischen Überzeugung brachen, dass das Bewusstsein die „Voraussetzungen seines Bestandes“ aus eigenen Mitteln schöpfen kann.15 Die Synthese mit dem Realismus stellt somit eine Notwendigkeit dar, um mit der Neuen Mythologie eine Neuschöpfung zu erschaffen, die der Vereinigung verschiedener Kräfte entspringt und gleichzeitig als deren Bindeglied fungiert.

In das Älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus schreibt Hegel über die Neue Mythologie, dass sie im „Dienste der Ideen“ stehen und eine „Mythologie der Vernunft“ bilden solle. Dafür müsse die Mythologie philosophisch werden und Philosophie mythologisch. Nur so sei es möglich, dass ihre Kräfte sich vereinen und eine „ewige Einheit“ bilden. Der Dichter ist derjenige, der eine solche Einheit stiften könne.16 Hegel betrachtet die Neue Mythologie als ein einheitsstiftendes Konzept, das alle Kräfte miteinander vereint. Dafür muss sie vernünftig sein und die Kluft zwischen „Aufgeklärten“ und „Unaufgeklärten“ überwinden. Bei der Vereinigung der Kräfte geht es darum, „Freiheit und Gleichheit“ zu schaffen.17 Hegels Systemprogramm des deutschen Idealismus nennt Lohse das „Gründungsmanifest der frühromantische Bewegung“.18 Schlegels „Rede über die Mythologie“ folgte drei Jahre später.

2.1.1 Wiederherstellung des Goldenen Zeitalters

Mit der erfolgreichen Synthese von Natur und Geist sollte die Auferstehung des mythischen Goldenen Zeitalters einhergehen. Dabei handelt es sich um ein Zeitalter, beziehungsweise einen Zustand, der aus der antiken Mythologie stammt und von der Romantik zum neuen Leben erweckt wurde. Man glaubte, dass die Menschheit sich am Anfang der Geschichte in einem Paradieszustand befand. Dieser Zustand wurde durch eine „Zwischenperiode des Verfalls“ unterbrochen und sollte wiederhergestellt werden.19 Dieser „[…]romantische Glaube an eine Erfüllung der Geschichte durch die Widergeburt ihres Anfangs […] wird […]von Novalis in der literarischen Fiktion verwirklicht.“20

Die Frühromantiker sahen in dem Goldenen Zeitalter das Erreichen und die Erfüllung ihrer Forderungen. Es tritt dann in Kraft, wenn der Dichter durch die Poesie ein einheitliches Weltbild gestiftet hat. In diesem Weltbild werden Naturwissenschaft und Poesie miteinander vereinigt und die, durch analytische und kausale Denkmuster zersplitterte Gesellschaft, ist wieder vereint. Das Goldene Zeitalter ist somit eine Auferstehung, auf die auch im Klingsohr-Märchen durch drei Erweckungsszenen angespielt wird. Auch der Einbruch des Goldenen Zeitalters wird mehrfach angedeutet. Dies geschieht durch die Figur der Fabel, der Poesie. In einem ihrer Gedichte heißt es, die „Kinder alter Zeit“ seien bald vereint. Diese Vereinigung vollzieht sich indem sie, die Poesie, verschiedene Fäden zusammenspinne, um einen einzigen Faden zu erschaffen, der alles zusammen hält.21 Auch die drei Erweckungsszenen sollen kurz skizziert werden.

In der ersten wird Atlas, der alte Riese, erweckt. In der zweiten ist es der Vater und in der dritten Erweckungsszene wird Freya, die Prinzessin, durch einen „gewaltigen Schlag“, der „helle Funken“ erzeugt, auferweckt.22

[...]


1 Wolfgang Frühwald, „Paralipomena zu Heinrich von Ofterdingen“, in: Novalis Heinrich von Ofterdingen. Ein Roman, Stuttgart, 2013, S.191-218, hier: S.215.

2 Herbert Uerlings, „Klingsohrs Märchen“, in: Friedrich von Hardenberg genannt Novalis. Werk und Forschung, Stuttgart 1991, S. 495-519, hier: S.495

3 Johannes Endres, „Jenaer Romantik/Frühromantik: Novalis, Schelling, Schleiermacher, Tieck“, in: Friedrich Schlegel Handbuch Leben-Werk-Wirkung, Stuttgart, 2017. S.51-55, hier: S.51.

4 Ebd.,S. 51.

5 Walter D. Wetzels: Klingsohrs Märchen als Science Fiction, in: Monatshefte 65/2 (1973), S. 167- 175, hier: S.168.

6 Ebd.

7 Vgl. Niklas Lohse: „Mythologie der Moderne. Ein romantisches Denkmodell“, in: Gegenworte 12 (2003), S. 66-71. hier S. 66.

8 Ebd.

9 Vgl. Ebd.

10 Endres, „Jenaer Romantik/Frühromantik: Novalis, Schelling, Schleiermacher, Tieck“, S.51.

11 Ebd., S.54.

12 Vgl. Manfred Engel, „,Neue Mythologie’ in der deutschen und englischen Frühromantik. William Blakes The Marriage of Heaven and Hell und Novalis’ Klingsohr-Märchen“, arcadia 26, 1991, S.225- 245, hier: S.234.

13 Endres, „Mythologie“, in: Friedrich Schlegel Handbuch Leben-Werk-Wirkung, Stuttgart, 2017, S.319-321, hier: S.320.

14 Friedrich Schlegel, „Rede über die Mythologie“, in: Friedrich Schlegel Kritische Schriften, München, 1971, S. 496-503, hier: S. 499.

15 Endres, „Jenaer Romantik/Frühromantik “, S.499.

16 Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Das älteste Systemprogramm des deutsche Idealismus, Werke Bd.1, Frankfurt a. M. 1979, S. 234-237, hier: S. 235.

17 Vgl.,Ebd., S.235.

18 Lohse, S.67.

19 Vgl. Wetzels, S.168f.

20 Ebd., S.169.

21 Ebd., S.135.

22 Novalis, Heinrich von Ofterdingen, Stuttgart, 2004, S.148.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Novalis' Klingsohr-Märchen als Beitrag zur "Neuen Mythologie"
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Autor
Jahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V452197
ISBN (eBook)
9783668863293
ISBN (Buch)
9783668863309
Sprache
Deutsch
Schlagworte
novalis, klingsohr-märchen, beitrag, neuen, mythologie
Arbeit zitieren
Ciria Dominik (Autor), 2016, Novalis' Klingsohr-Märchen als Beitrag zur "Neuen Mythologie", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452197

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