Gewalt an Schulen. Ursachen, Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen


Examensarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 1,9

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gewaltbegriff

3. Entwicklungen und Ursachen
3.2 Psychologische Erklärungsmodelle
3.2.1 Triebtheorie
3.2.2 Frustrationstheorie>
3.2.3 Lerntheorien
3.2.4 Lernen am Modell
3.2.5 Lernen durch Erfolg bzw. Misserfolg
3.3 Soziologische Erklärungsmodelle
3.3.1 Anomietheorie
3.3.2 Subkulturtheorie
3.3.3 Etikettierungstheorie
3.4 Weitere Risikofaktoren
3.4.1 Gewalt in der Familie
3.4.2 Medien
3.4.3 Gewalt im Umfeld, in Peer Groups

4. Intervention und Prävention
4.1 Prävention
4.1.1 Individuelle Schülerebene
4.1.2 Klassenebene
4.1.3 Schulebene
4.1.4 Gewaltprävention in Hessen
4.1.5 PIT
4.2 Intervention
4.2.1 Schulebene
4.2.2 Klassenebene
4.2.3 Persönliche Ebene
4.2.4 Der Trainingsraum

5. Mobbing als besondere Ausprägungsform von Gewalt

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

8.Internetverzeichnis

1. Einleitung

„Tatort Schule“1. So lautet der Titel eines Artikels der Tagesschau, welcher vor nicht allzu langer Zeit veröffentlicht wurde. Es war eine von mehreren Schlagzeilen zum Thema „Gewalt an Schulen“, die sich durch Nachrichten verbreiteten und eine hohe Anzahl an Haushalten erreichten. Durch diesen Aufruhr der Schlagzeilen wurden nicht nur viele Eltern, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen und höhere schulische Instanzen verunsichert. Denn sie sind die Akteure, die an dem sogenannten „Tatort“ die Hauptakteure sind. Doch warum gibt es überhaupt Gewalt an Schulen? Ist das nicht die primäre Frage, die man sich stellen sollte?

„Als Lehrer/in und Erzieher/in verpflichte ich mich,

- die Eigenheiten eines jeden Kindes zu achten und es gegen jedermann zu verteidigen;
- für seine körperliche und seelische Unversehrtheit einzustehen;
- auf seine Regung zu achten, ihm zuzuhören, es ernst zu nehmen;
- zu allem, was ich seiner Person antue, seine Zustimmung zu suchen, wie ich es bei einem Erwachsenen täte;
- das Gesetz seiner Entwicklung, soweit es erkennbar ist, zum Guten auszulegen und dem Kind zu ermöglichen, dieses Gesetz anzunehmen;
- seine Anlagen herauszufordern und zu fördern;
- seine Schwächen zu schützen, ihm bei der Überwindung von Angst und Schuld, Bosheit und Lüge, Zweifel und Misstrauen, Wehleidigkeit und Selbstsucht beizustehen, wo es das braucht{…}“2

In dem sokratischen Eid, welchen Lehrerinnen und Lehrer vor der Einstellung als verbeamtete Lehrkraft ablegen,3 wird von der Lehrkraft erwartet, dass man für die „seelische Unversehrtheit“4 jedes Kindes zu sorgen hat. Doch es ist offensichtlich, dass Schülerinnen und Schüler bei Gewalttaten, die sich in der Schule ereignen, selten unverletzt aus handgreiflichen Auseinandersetzungen herauskommen. Selbstverständlich gab und gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Kindern und Jugendlichen. Gerade bei inhomogenen Gruppen sind Konfrontationen und Streitigkeiten unvermeidbar. Sind Schulen unsicher geworden? Soll ich mein Kind überhaupt noch in die Schule schicken? Werden die Kinder immer gewalttätiger? Woher kommt das gewaltvolle Verhalten der Kinder? Gehen die Lehrkräfte richtig mit gewaltvollen Kindern und Jugendlichem um? Kann ich etwas dagegen tun? Dies sind Fragen, die sich derzeit jeder stellt. Viele wollen Antworten, nur ist man sich nicht sicher, wer in der Lage ist, diese Fragen zu beantworten. Gewalt an Schulen ist derzeit ein sehr aktuelles Thema. „In einer Grundschule im baden-württembergischen Nimburg bei Freiburg hat ein Grundschüler Anfang März mit einem Messer auf seine Lehrerin eingestochen.“5 Hieran wird deutlich, dass aus dem einst gewaltvollen Verhalten seinen Mitschülern gegenüber auch ein gewaltvolles Verhalten den Lehrerinnen und Lehrern gegenüber entstanden ist. Kann man in Anbetracht dessen eine höhere Affinität zur Gewalt schließen?

Gewalt an Schulen – dies ist ein sehr komplexes und undefinierbares Thema. Komplex ist es, weil man bei der Erklärung dieses Phänomens viele, teilweise auch bisher weitgehend unentdeckte Seiten beleuchten muss. Undefinierbar ist es, weil sich viele Akteure nicht einig sind, wie sich die Gewalt an Schulen entwickelt hat und welche Gründe ein gewaltvolles Vorgehen hervorbringen. Zugrunde gelegt wird der Gewaltbegriff und die Entwicklung der Gewalt an Schulen, speziell auf der Grundlage von Statistiken, die diese Entwicklung belegen können. Es werden viele verschiedene Formen von Gewalt näher beleuchtet. Wichtig sind hierbei die Formen von Gewalt. Die folgende Arbeit beschäftigt sich nicht nur mit den Ursachen von Gewalt an Schulen, die sowohl psychologisch, soziologisch und theoretisch verankert sind, sondern auch mit weiteren Risikofaktoren, die Gewalt an Schulen begünstigen können. Anschließend werden einige Präventionsmaßnahmen und Interventionsmaßnahmen vorgestellt und bewertet. Zum Schluss fasse ich alle Erkenntnisse im Fazit zusammen und werte diese aus.

Basis dieser Hausarbeit sind wichtige Theorien und Ansätze, die sich mit dem Thema befassen. Wichtig sind hierbei die Erkenntnisse und Wirkungen, die deren Anwendung in der Praxis hat.

2. Gewaltbegriff

Alle sprechen von Gewalt, doch wie definiert man diese? Eine gute Definition ist folgende: Gewalt wird demnach „als eine zielgerichtete direkte Schädigung begriffen […], die unter körperlichem Einsatz und/ oder mit psychischen und verbalen Mitteln erfolgt und sich gegen Personen und Sachen richten kann“6.

Gewalt bedeutet demzufolge, jemandem zu schaden. Wenn man das Wort hört, fallen einem die verschiedensten Szenarien und persönlichen Erfahrun­gen ein, die Rauferei zwischen zwei Freunden auf dem Spielplatz, die Auseinandersetzung zwischen den Sitznachbarn in der Schule oder auch die Streitigkeit zwischen Geschwistern. Jeder hat Gewalt erlebt. Dies geschieht jedoch immer auf eine andere Art und Weise. Gewalt ist kein typisches Phänomen, welches zunächst einer eindeutigen theoretischen Erklärung bedarf.

Willems orientiert sich bei der Definition des komplexen Begriffs an einer engen und einer erweiterten Definition von Gewalt.7

2.1 Enge Definition

„Der enge oder restriktive Gewaltbegriff lässt wissenschaftliche und objektive Messungen zu, da man sich hier nur auf beobachtbare Elemente bezieht; also auf direkte, zielgerichtete physische Schädigungen von Menschen oder Sachen.“8

Bei der engen Definition von Gewalt sind Gewalterscheinungen gemeint, die messbar, beobachtbar und sichtbar sind.9 So existieren Erscheinungs­formen der Gewalt, die mit dem bloßen Auge zu sehen sind. In solchen Fällen ist es offensichtlich, dass es sich um Gewalt handelt.10

Ein Kriterium des eng definierten Gewaltbegriffs ist, dass ein Konflikt zwischen mindestens zwei Menschen bestehen muss.11 „In diesem Konflikt wendet mindestens eine Seite physische Mittel (Körperkraft, Waffen) an, um die andere Seite zu schädigen bzw. mit einer solchen Schädigung zu drohen.“12

Wichtig ist, dass bei der Eingliederung nonverbaler Gewalt der Kontext beachtet und miteinbezogen wird.13 Gewalt wird immer anders interpretiert und die Absichten der Menschen, die diese Gewalt ausüben, unterscheiden sich voneinander. Essentiell sind die „normativen Momente {…}; denn von Gewalt kann erst gesprochen werden, wenn der physische Zwang als moralisch unangemessen gilt.14 Auch ein historischer Wandel ist ausschlaggebend für den Unterschied der Gewaltauffassung. Während die körperliche Gewalt in Schulen früher ein wichtiger Bestandteil des schulischen Erziehungsauftrages war15, wäre diese heute ein schweres Vergehen. Neben dem historischen und situativen Kontext, in dem Gewalt zu unterscheiden ist, kann man Gewalt auch sozial bedingt differierend betrachten.16

Unterschieden wird zudem einerseits die Androhung von Gewalt und andererseits die tatsächliche Ausübung.17 Denn wenn man jemandem damit droht, ihm körperliche Gewalt zuzufügen, heißt dies noch nicht, dass dies tatsächlich getan wird. Ungeachtet dessen erreicht man oft auch durch bloße Androhungen sein Ziel.18 Von Gewalt kann auch gesprochen werden, wenn man mit bestimmten Dingen und Objekten gewaltvoll umgeht. Diese vandalistische Form von Gewalt19 bezeichnet man als „mittelbare Gewalt“20.

So ergibt sich folgende Definition des engen Gewaltbegriffs:

„Gewalt ist dann zu verstehen als die intentionale Ausübung physischer Stärke durch Menschen, die sich unmittelbar oder mittelbar gegen andere Mitglieder der Gesellschaft richtet, sowie die ernsthafte Androhung eines solchen physischen Krafteinsatzes, die sich auf den Rahmen einer sozialen Interaktion beschränkt.“21

2.2 Erweiterte Definition

Die erweiterte Definition von dem Begriff Gewalt umfasst einerseits die psychische Gewalt, die jemand seinem Interaktionspartner zufügen kann22, in der die verbale Gewalt mit inbegriffen ist. Somit geht es hierbei nicht um die nonverbale Gewalt, bei der man von jemandem geschlagen oder körperlich verletzt wird, sondern das Innere eines Menschen wird angegriffen.23

Was trifft einen meist noch härter als ein Faustschlag? Es sind tatsächlich Worte. Mit Worten kann man einen Menschen verletzen, obwohl man diesen nicht einmal annähernd angerührt hat. Man greift auf gewisse Weise die Psyche und die innere seelische Balance des Menschen an und bringt diese ins Ungleichgewicht. Bei dieser Art von Gewalt sieht man gewisse Gewaltanwendungen nicht mit dem bloßen Auge, „sondern muss jeweils interpretiert werden“24.

Kennzeichnend für verbale Äußerungen ist die unterschiedliche Aufnahme und Bewertung bestimmter Aussagen.25 Das heißt, dass verschiedene Per­sönlichkeiten und Charaktere verbale Attacken unterschiedlich aufnehmen.

Ziel der psychischen Gewalt und des Vorgehens des Täters ist die „Nötigung oder Erpressung ihres Opfers“.26 Bei der verbalen Gewalt kommt es zusätzlich zu einer Herabwürdigung des Opfers durch erniedrigende, verächtliche Beleidigungen.27

Ein weiterer Punkt, der auch unter die erweiterte Definition von Gewalt fällt, ist die sexuelle Gewalt. Mit der sexuellen Gewalt ist der intime Kontakt zwischen zwei oder mehr Menschen gemeint, der erzwungen oder gegen den Willen der anderen Person geschieht.28 Speziell bei Kindern wird das Machtgefälle zwischen dem, der die sexuelle Gewalt ausübt, also dem potentiellen Täter, und dem Opfer deutlich, welches sich durch das Alter und die Körperstatur dem Täter nicht widersetzen kann oder das gar weiß, was der Täter mit ihm macht.29

„Sexueller Missbrauch an Kindern ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind entweder gegen den Willen des Kindes vorgenommen wird oder der das Kind aufgrund körperlicher, psychischer, kognitiver oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen kann. Der Täter nutzt seine Macht- und Autoritätsposition aus, um seine eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen.“30

Auch Mobbing und Bullying ist eine spezifische Art und Ausprägungsform von Gewalt. „Vom Mobben spricht man, wenn eine oder mehrere Schüler(innen) von anderen, meist körperlich Überlegenen, regelmäßig und über längere Zeit angegriffen werden.“31

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, einen Menschen zu mobben. In erster Linie sind damit verbale und nonverbale Verhaltensweisen gemeint, mit denen potentielle Täter ihre Opfer angreifen, sei es mit Beleidigungen oder auch mit Raufereien und Schlägereien. Indirekt kann man das Opfer auch mobben, in dem man es ausschließt und es nicht in das gemeinschaftliche Miteinander miteinbezieht.32

Fremdenfeindliche, frauenfeindliche und rassistische Gewalt fällt ebenfalls unter die erweiterte Definition von Gewalt.33 Damit ist nicht nur die herablassende Art gegenüber Menschen mit sich unterscheidenden Vorstellungen, Ethnien oder Religionen gemeint, sondern auch die innerliche Abneigung gegen Frauen.34 Kommt es dazu, dass Frauen oder Menschen aufgrund ihrer persönlichen Überzeugung, einer anderen Ethnie, Religion oder anderen Werten angegriffen werden, spricht man von einer fremdenfeindlichen, frauenfeindlichen oder rassistischen Art von Gewalt.35

2.3 Institutionelle Gewalt

Bei der institutionellen Gewalt handelt es sich um eine Art von Gewalt, die weder psychisch noch physisch jemandem schadet. Institutionelle Gewalt geschieht im Rahmen einer Institution – in diesem Falle in der Schule.36 Anders als bei den anderen Formen von Gewalt, bei denen es hauptsächlich um die Interaktion zwischen zwei oder mehreren Personen geht, geht es hierbei um die Schule als machtvolle Instanz, die durch ihre Gewalt und ihre hohe Position gegenüber den Schülern handelt.37 Institutionelle Gewalt im schulischen Sinne drückt ihre Macht nicht nur in der Auslese und der Selektion aus, sondern auch in einer gewissen Zuteilung von Chancen, die nur einem Teil der Schülerschaft zur Verfügung gestellt werden.38 Nicht nur der Notendruck, sondern auch die Durchsetzung des Lehrplans kann als institutionelle Gewalt angesehen werden, da die Schulen keineswegs bedürfnisorientiert erziehen und Schülerinnen und Schüler durch bestimmte Maßnahmen zur Leistung und zur Anpassung zwingen.39

Die institutionelle Gewalt zielt nicht auf die Schädigung der Menschen – vielmehr geht es um Unterwerfung und die Ausübung der „Befehle“ und Vorgaben der Akteure der Institution.40

2.4 Strukturelle Gewalt

Die strukturelle Gewalt zeichnet sich durch die Einschränkung der Entfal­tung der Menschen und ihrer Persönlichkeiten aus.41 Auch im Rahmen der strukturellen Gewalt kommt es weder zu einer verbalen noch einer körperlichen Gewalt, die sichtbar ist.42 Der Ausübende der strukturellen Gewalt ist das System und die Gesellschaft, die diese gutheißen.43

Es geht dabei hauptsächlich um die Verhinderung der Verwirklichung und Entfaltung persönlicher Vorstellungen.44

„Strukturelle Gewalt umfasst gesellschaftliche, wirtschaftliche oder kulturelle Strukturen und Bedingungen, die Individuen oder Personengruppen benachteiligen.“45

Die Benachteiligung umfasst nicht nur Armut und gleichzeitig die unterschiedlichen Lebensverhältnisse, die von einer ungleichen Verteilung von Kapital und Besitz geprägt sind, sondern vollzieht sich auch im politischen Sinne, indem Menschen manipuliert werden oder ihnen gar durch diverse Lebensumstände die Entscheidungsfähigkeit entzogen wird.46 Strukturelle Gewalt existiert zwar, sie ist jedoch für die Beteiligten nicht sichtbar.47 Sie wird auch nicht als „Gewalt“ bezeichnet, da es, wie bei der institutionellen Gewalt auch, keine Akteure gibt, die jemanden gezielt schädigen.48

2.5 Geschlechtsspezifische Perspektive von Gewalt

Das Geschlecht ist das wesentliche Merkmal von jeglichen unterschied­lichen Gewaltausübungen. Diese werden eher dem männlichen Geschlecht zugeschrieben und als ein männliches Phänomen dargestellt.49 „Jungen sind für Gewalt anfälliger als Mädchen. Sie billigen Gewalt eher, sind gewaltbereiter und üben auch eher Gewalthandlungen aus.“50 Der Grund dafür ist, dass bereits in den frühen Jahren einer Erziehung im Rahmen der Vermittlung von bestimmten Werten und Normen dem männlichen Geschlecht gewisse Vorteile zugesprochen werden, die in eine Art von Macht umgewandelt werden.51

„Die ökonomischen, rechtlichen, moralischen, politischen, sozialen und ästhetischen Strukturen unserer Gesellschaft mit ihren handlungsleitenden Werten und Normen sind in geschlechtsspezifischer Hinsicht nicht neutral, sondern bieten dem männlichen Geschlecht in der Regel eine ausgesprägtere Definitionsmacht, mehr ökonomische Ressourcen und umfangreichere Freiheits- und Entscheidungsspielräume.“52

Es sind bestimmte Geschlechterrollen gegeben, an der sich die pubertierenden Jugendlichen orientieren und die sie im Laufe ihrer Entwicklung annehmen.53

Kindern und Jugendlichen wird die mächtige Position eines Mannes vermittelt und eine Überlegenheit präsentiert, mit der sie sich vom weiblichen Geschlecht unterscheiden wollen und sich gewisse Verhaltensweisen wie solche der Dominanz und der Ausübung von Gewalt aneignen wollen.54 Kinder und Jugendliche nehmen Verhaltensmuster an, die bereits in der Gesellschaft vorzufinden sind, obwohl in der modernen Zeit eigentlich keine geschlechtsunterschiedlichen Muster mehr vorhanden sein sollten, sie sind es aber doch und können trotz größter Bemühungen nicht so einfach abgeschafft werden.55

Der Unterschied liegt nicht nur in der Zahl und Häufigkeit bestimmter angewandter Gewaltanwendungen, sondern auch in der Art und Weise, wie Gewalt ausgeübt wird.56

„Während für Jungen spielerisches Kräftemessen, körperliches Ausagieren und Behaupten zur männlichen Geschlechtsrolle dazugehört, um damit Konkurrenzverhältnisse einzuüben und Rangpositionen herzustellen, ist für Mädchen ein derartiges Verhalten nicht erwünscht, da sie dem weiblichen Stereotyp zufolge eher sanft, zurückhaltend, sozial vermittelnd und passiv sein sollten.“57

Ein sehr großer Unterschied ist bei der Ausübung von physischer Gewalt durch Jungen und Mädchen bemerkbar.58 Jungen wenden weitaus häufiger physische Gewalt an und sind demzufolge öfters in Prügeleien oder handgreifliche Auseinandersetzungen verwickelt.59 Im Gegensatz dazu vermeiden die Mädchen weitestgehend physische Gewalt und wenden des Öfteren verbale Gewal t an.60 „Bei den indirekten und verbalen Viktimisierungen – Ausgrenzungen, Schlechtmachen, üble Nachreden – weisen die Mädchen die stärkere Belastung auf.“61 Dass Mädchen und Frauen keine bzw. selten Gewalt anwenden, soll jedoch keineswegs bedeuten, dass sie keinerlei Aggressionen empfinden können, sondern anders damit umgehen.62 Verbale Gewalt ist ebenfalls ein komplexes und heikles Anliegen, welches keineswegs als ungefährlich eingestuft werden sollte. Mädchen sind trotz des geringen Anteils an physischer Gewalt auch nicht unbedingt friedlicher als Jungen.63

„Interviews mit Lehrerinnen und Lehrern und wissenschaftliche Befunde über Unterschiede im Ausdruck der Aggressionen zwischen Schülerinnen und Schülern deuten darauf hin, daß Mädchen im Schulalltag keineswegs so friedlich sind, wie es empirischen Untersuchungen zufolge den Anschein hat.“64

Doch die Arten von Gewalt, die Mädchen an Schulen ausüben, sind meistens schwer zu entdecken und oft nicht beobachtbar, sodass die Mädchen eher weniger in Verbindung mit Gewalt gebracht werden und diese demnach als Jungenphänomen stigmatisiert wird.65 Die Arten von Gewalt, die Mädchen ausüben, entsprechen eher der weiblichen Rolle und werden auch von der Gesellschaft eher toleriert als die physischen Gewaltanwendungen von Jungen.66

3. Entwicklungen und Ursachen

In diesem Kapitel wird einerseits die Entwicklung der Gewalt beleuchtet, andererseits werden aber auch die möglichen Ursachen für gewaltsames Vorgehen von Kindern und Jugendlichen betrachtet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Entwicklung der Jugendkriminalität bei Gewaltdelikten67

Der genauen Betrachtung der Entwicklung dient das Säulendiagramm, welches die Entwicklung der Jugendkriminalität verdeutlicht. Erkennbar ist, dass die Zahl an registrierten Jugendlichen und Heranwachsenden in den letzten Jahren deutlich gesunken ist. Dessen ungeachtet ist der Aufruhr in den Medien groß. Ein weiterer Grund für das erhöhte Maß des Empfindens, dass die Jugend immer gewalttätiger wird, ist der, dass Eltern sensibler für dieses Thema geworden sind und dadurch auch die kleinsten Fälle melden.68

Obwohl ein deutlicher Rückgang der Rate zu sehen ist, kann man beobachten, dass es trotzdem etliche Vorfälle und Delikte gab, an denen Kinder und Jugendliche beteiligt waren. „Laut einer Umfrage gab es an fast der Hälfte aller Schulen in den vergangenen fünf Jahren Drohungen und Gewalt gegen Lehrer. Mit dem »Märchen vom Einzelfall« müsse Schluss sein.“69

Aus diesem Grund müssen mögliche Ursachen von Gewalt an Schulen beleuchtet werden, um dementsprechend in der Zukunft geeignet dagegen vorgehen zu können.

3.1 Motive für Gewalt

Das Bestehen von Gewalt an Schulen kann unterschiedliche Gründe haben. Ein Schüler, welcher Gewalt an anderen Schülerinnen und Schülern ausübt, kann unterschiedliche Motive für sein Vorgehen haben:70

1. Gewalt als Mittel oder Instrument: In diesem Rahmen dient die Gewalt der Zweckerfüllung. Es wird Gewalt angewandt, um ein Ziel zu erreichen. Die Gewalt spiegelt hierbei ein Instrument wider, welches gebraucht wird, um einen bestimmten persönlichen Nutzeffekt zu erreichen. Beispiele hierfür wären Raubüberfall und somit die Übernahme fremder Gegenstände in die eigene Obhut ohne jegliches Einverständnis des Eigentümers oder das Boykottieren von politischer Macht in Form eines Putschversuches.
2. Gewalt als Gegengewalt: Meistens wird jedoch Gewalt lediglich dann angewendet, wenn man sich selbst schützen möchte oder wehren muss. Wird man beispielsweise als Schüler von einigen Jugendlichen attackiert, kommt es in der Regel zu einer Verteidigung, um dieser Situation zu entkommen.
3. Gewalt als Erfahrung von Macht, Handlungsf ä higkeit und Selbstwert: Tatsächlich wird auch Gewalt angewendet, um sich dadurch als überlegen darzustellen. Mit Hilfe dieser Überlegenheit möchte man die Anerkennung der umgebenden Menschen in einer Lebenssituation erhalten, der sie weder entkommen noch die sie ändern können. Derartige Gewalterfahrungen helfen dabei, diese zu überwinden. In einer Studie fand Schweikert im Jahre 1999 heraus, dass Jugendliche mit geringem Selbstvertrauen in 30% der Fälle gewaltbereit handelten. Sie möchten ihr Selbstwertgefühl stärken, indem sie durch ihre Gewaltdelikte Macht repräsentieren.71
4. Gewalt als Organisationsprinzip und Kommunikationsmedium: In den meisten Cliquen oder Gruppierungen Jugendlicher wird körperliche sowie auch verbale Gewalt routinemäßig angewendet. Denn für sie ist dieser Umgang selbstverständlich und im Laufe verankert sich die Art und Weise der gewaltvollen Kommunikation.

3.2 Psychologische Erklärungsmodelle

3.2.1 Triebtheorie

Die Triebtheorie bezeichnet ein Aggressionsmodell, bei dem man davon ausgeht, dass man angeborene Triebe und ein angeborenes Potential besitzt, welche aggressives Verhalten entstehen lässt und begünstigt.72

Diese Art von Theorie wurde ursprünglich am Verhalten von Tieren festgehalten.73 Bei den Tieren verschiedener Arten geht es um deren Arterhaltung. Sie nutzen aggressives Verhalten, um ihre Reviere abzugrenzen und sich und ihre Artgenossen zu verteidigen. Auch die Herstellung einer Hierarchie wird durch Aggressionen hergestellt und begünstigt.74 Es bedarf eines regelmäßigen Auslebens der Aggressionen., da das Unterdrücken dieser Triebe, schädlich sein kann und zu seelischen Störungen führen könnte.75 Mithilfe diverser sportlicher Aktivitäten, die unter die sogenannten „Hemmungsmechanismen“76 fallen, sollen diese Aggressionen gebändigt und gehemmt werden.77 Es gibt viele Situationen, in denen Schülerinnen und Schüler dieses sogenannte Aggressionspotential in der Schule herauslassen. Raufereien, Kräftemessen oder Kampfspiele müssen nicht unbedingt mit einer Auseinandersetzung verbunden sein.78

Problematisch sind hierbei die Bedingungen und Einschätzungen der außenstehenden Personen. Während eine harmlose Rauferei zwischen Schülerinnen und Schülern dazu dienen soll, dieses Aggressionspotential zu bändigen, gehen oftmals Lehrkräfte dazwischen und verhindern dieses Ausleben von Aggressionen. Obwohl hier die „Aggression Ausdruck eines im Kern spontanen und spielerisch gemeinten Verhaltens, das dem Ziel dient, die eigene Körperschaft auszutesten“79 ist. Heute wird den Kindern das Ausleben dieser Aggressionen verwehrt, da die Angst besteht, dass aus meist harmlosen Raufereien ernste Auseinandersetzungen werden könnten.80 Oft kommt es auch dazu, dass man solche Situationen vollkommen falsch versteht und meist harmlose, gespielte Raufereien als verheerend versteht.81

„Nicht zu Unrecht, weil jede Form der spielerischen Aggression nun einmal feste Regeln verlangt, die heute nicht mehr gesichert sind.“82 Nichtsdesto­trotz bedarf es einer genauen Beobachtung und Einschätzung solcher Situationen und der Akzeptanz eines solchen Auslebens der Aggressionen.83

3.2.2 Frustrationstheorie

„Aggressives Verhalten beruht auf aggressiven Impulsen, die durch Frustrationen entstehen.“84 Man geht hierbei von der Annahme aus, dass man, wenn man frustriert ist, aggressiv handelt.85 Während nach der Triebtheorie die Aggressionen angeboren sind und sie somit automatisch entstehen, sind Aggressionen im Rahmen der Frustrationstheorie reaktiv86 und sie sind somit Ergebnisse von bestimmten Handlungskomplexen und Situationen.

Selbstverständlich ist dies nicht der Regelfall, da nicht alle frustrierten Menschen gleich aggressiv werden oder gewalttätig handeln.87 In der Frustrationstheorie spielt die seelische Befindlichkeit eine große Rolle.88

„Frustrationen treten auf, wenn die Ausführung einer Zielreaktion unterbrochen oder blockiert wird. Je größer die gegenwärtige und angesammelte Enttäuschung ist, umso stärker ist die daraus resultierende aggressive Reaktion.“89

Erreicht ein Individuum ein Ziel nicht, ist es enttäuscht und frustriert. Der Grad der Frustration ist dabei von der persönlichen Bedeutung des Ziels abhängig.

„Je größer die subjektive Motivation, das Ziel zu erreichen, desto größer ist nach dieser Theorie die Enttäuschung, wenn durch irgendeine Form der Blockade das Ziel nicht eingelöst werden kann. Je größer und unüberwindlicher die Blockade oder das Hemmnis, desto höher die erwartete Aggression.“90

Das Zitat besagt, dass die Motivation eine große Rolle spielt. Je größer die Motivation ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, desto frustrierter wäre man, wenn man dieses Ziel nicht erreichen würde. Je unwahrscheinlicher es ist, das bestimmte Ziel zu erreichen, und je höher die Blockade ist, die es verhindert, dass man dieses Ziel erreicht, desto aggressiver verhält man sich, wenn man es nicht erreicht hat. Frustrationen im schulischen Sinne können durch schlechte Noten, Leistungen oder eine geringe Aufmerksamkeit bzw. Anerkennung des Lehrers bzw. der Lehrerin hervorgerufen werden.91

Oftmals erhalten aggressive Schülerinnen und Schüler die meiste Aufmerksamkeit, da sie durch ihr Verhalten das Unterrichtsgeschehen stören und viele Mitschüler dadurch abgelenkt werden. Sie erhalten durch ihr Verhalten die Aufmerksamkeit der Lehrkräfte, jedoch nicht die Art von Aufmerksamkeit, die sie sich erhoffen.92

Aggressionen, die im Rahmen der Frustration entstehen, müssen nicht immer an dem „Verursacher“ ausgelassen werden. Man spricht dann von „verschobenen Aggressionen“93, da Aggressionen oft an schwächeren Menschen, seien es Frauen, Minderheiten oder jüngere Mitmenschen, ausgelassen werden.94 Der Grund dafür ist teilweise die Unerreichbarkeit der Quelle der Frustrationen.95 Demzufolge dient diese schwächere Gruppierung von Menschen als Sündenbock, während die eigentliche Quelle der Frustrationen unbewusst bleibt.

Eine entsprechende Situation aus dem Schulalltag haben Horstmann und Müller dargestellt:

„Klaus fühlt sich durch den starken, dominanten Mathelehrer lächerlich gemacht und herabgesetzt. In der soeben einsetzenden Pause wird er aber nicht gegenüber dem Lehrer aggressiv, sondern schubst seinen schwächeren Klassenkameraden Peter und nennt ihn »Blödmann«. Wütend verlässt Peter den Klassenraum und begegnet dem viel kleineren Heinz auf dem Weg zur Toilette. Er rammt Heinz die Faust in den Magen. Heinz weint und tritt nach der Katze des Hausmeisters, die ihm zufällig über den Weg läuft […]“96

Somit ist eine gleichmäßige Anerkennung, Beachtung und eine gewisse Wertschätzung der Schülerinnen und Schüler grundlegend. Es sollte vermieden werden, dass Schülerinnen und Schüler gedemütigt oder aufgrund ihrer mangelnden schulischen Leistungen herabgesetzt werden.97

[...]


1 Tagesschau.de: Tatort Schule. 21.04.2018. Abgerufen von https://www.tagesschau.de/inland/gewalt-schulen-101.html am 28.05.2018

2 Hentig, H. v.: Die Schule neu denken. 5. Auflage. München 2003, S. 258f. zitiert nach: Melzer, W./ Schubarth, W./ Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 39

3 Vgl. Melzer, W./ Schubarth, W./ Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 38

4 Hentig, H. v.: Die Schule neu denken. 5. Auflage. München 2003, S. 258f. zitiert nach: Melzer, W./ Schubarth, W./ Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 39

5 Online Focus: Zweitklässler sticht Lehrerin in den Bauch. 17.03.2018. Abgerufen von https://www.focus.de/familie/schule/nimburg-zweitklaessler-sticht-lehrerin-in-den-bauch-junge-galt-als-gefaehrlich_id_8628399.html am 27.06.2018

6 Market, Thomas: Zur Praxis verbaler Gewalt unter Schülerinnen und Schülern. In: Herrmann, S. K./ Krämer, S./ Kuch, H. (Hrsg.): Verletzende Worte. Die Grammatik sprachlicher Missachtung. Bielefeld 2007, S.296

7 vgl. Willems, H.: Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. Anmerkungen zum gegenwärtigen Gewaltdiskurs. In: Otto, H./Merten, R. (Hrsg.): Rechtsradikale Gewalt im vereinigten Deutschland. Jugend im gesellschaftlichen Umbruch. Opladen 1993. , S. 92f

8 Hochmuth, A./ Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 9

9 vgl. ebd.

10 vgl. Tillmann, K.-J. / Holler-Nowitzki, B. / Holtappels, H. G. / Meier, U. / Popp, U.: Schülergewalt als Schulproblem. Verursachende Bedingungen, Erscheinungsformen und pädagogische Handlungsperspektiven. 3. Aufl. Weinheim/München 2007, S. 19

11 vgl. ebd.

12 ebd.

13 vgl. ebd.

14 vgl. ebd.

15 vgl. ebd.

16 vgl. ebd., S.20

17 vgl. ebd.

18 vgl. ebd.

19 vgl. ebd.

20 Böttger, A./ Liang, J.: Was ist Gewalt? Vorschläge zur Begriffsdefinition und Unterscheidung verschiedener Formen. In: Pfeiffer, C. / Grewe, W. (Hrsg.): Forschungsthema „Kriminalität“. Baden-Baden 1996, S. 5 zitiert nach: Tillmann, K.-J. / Holler-Nowitzki, B. / Holtappels, H. G. / Meier, U. / Popp, U.: Schülergewalt als Schulproblem. Verursachende Bedingungen, Erscheinungsformen und pädagogische Handlungsperspektiven. 3. Aufl. Weinheim/München 2007, S. 20

21 ebd., S. 6

22 vgl. Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 9

23 vgl. Tillmann, K.-J. / Holler-Nowitzki, B. / Holtappels, H. G. / Meier, U. / Popp, U.: Schülergewalt als Schulproblem. Verursachende Bedingungen, Erscheinungsformen und pädagogische Handlungsperspektiven. 3. Aufl. Weinheim/München 2007, S. 20

24 ebd.

25 vgl. ebd., S. 21

26 Hochmuth, A./ Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S.16

27 vgl. Weißmann, I.: Formen und Ausmaß von Gewalt in den Schulen. Modelle der Gewaltprävention. 2. Aufl. Marburg 2007, S. 8

28 vgl. ebd.

29 vgl. Heiliger, A./ Engelfried, C.: Sexuelle Gewalt. Männliche Sozialisation und potentielle Täterschaft. Frankfurt am Main/ New York 1995, S.22

30 Bange, D./ Deegener, G.: Sexueller Missbrauch an Kindern. Ausmaß, Hintergründe und Folgen. Weinheim 1996. S. 105

31 Weißmann, I.: Formen und Ausmaß von Gewalt in den Schulen. Modelle der Gewaltprävention. 2. Aufl. Marburg 2007, S. 9

32 vgl. ebd.

33 vgl. ebd., S. 8

34 vgl. ebd.

35 vgl. ebd.

36 vgl. Weißmann, I.: Formen und Ausmaß von Gewalt in den Schulen. Modelle der Gewaltprävention. 2. Aufl. Marburg 2007, S. 11

37 vgl. Tillmann, K.-J. / Holler-Nowitzki, B. / Holtappels, H. G. / Meier, U. / Popp, U.: Schülergewalt als Schulproblem. Verursachende Bedingungen, Erscheinungsformen und pädagogische Handlungsperspektiven. 3. Aufl. Weinheim/München 2007, S. 22

38 vgl. ebd.

39 vgl. ebd.

40 vgl. ebd.

41 vgl. vgl. Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 17

42 vgl. ebd.

43 vgl. ebd.

44 vgl. Tillmann, K.-J. / Holler-Nowitzki, B. / Holtappels, H. G. / Meier, U. / Popp, U.: Schülergewalt als Schulproblem. Verursachende Bedingungen, Erscheinungsformen und pädagogische Handlungsperspektiven. 3. Aufl. Weinheim/München 2007, S. 23

45 Melzer, W. / Schubarth, W. / Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 53

46 vgl. Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 18

47 vgl. ebd., S.19

48 vgl. Clages, H. / Zimmermann, E.: Kriminologie. Hilden/Rhld. 2006, S. 298 zitiert nach: Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 19

49 vgl. Weißmann, I.: Jugendgewalt – Konsequenzen für die Prävention an Schulen, unv. Diss., Justus-Liebig-Universität Gießen 2017, S. 50

50 ebd.

51 vgl. Popp, U: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Studien. In: Holtappels, H. G. / Heitmeyer, W. / Tillmann, K.-J.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. Weinheim/München 2006, S. 208

52 ebd.

53 vgl. ebd.

54 vgl. ebd., S. 208f.

55 vgl. ebd.

56 vgl. Weißmann, I.: Jugendgewalt – Konsequenzen für die Prävention an Schulen, unv. Diss., Justus-Liebig-Universität Gießen 2017, S. 50

57 Popp, U: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Studien. In: Holtappels, H. G. / Heitmeyer, W. / Tillmann, K.-J.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. Weinheim/München 2006, S. 209

58 vgl. Meier, Ulrich: Aggressionen und Gewalt in der Schule. Zur Dialektik von Schülerpersönlichkeiten, Lernumwelten und schulischem Sozialklima. Münster 2004, S. 164

59 vgl. ebd.

60 vgl. ebd.

61 Weißmann, I.: Jugendgewalt – Konsequenzen für die Prävention an Schulen, unv. Diss., Justus-Liebig-Universität Gießen 2017, S. 50

62 vgl. Glücks, E./ Ottemeier-Glücks, F. G.: Geschlechtsbezogene Pädagogik - Ein Weiterbildungskonzept für soziale Fachkräfte. In: Glücks, E./ Ottemeier-Glücks, F. G: Geschlechtsbezogene Pädagogik. Ein Bildungskonzept zur Qualifizierung koedukativer Praxis durch parteiliche Mädchenarbeit und antisexistische Jugenarbeit. Münster 1994, S.181

63 vgl. Popp, U.: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Studien. In: Holtappels, H. G./Heitmeyer, W./ Tillmann, K.-J.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. Weinheim/München 2006, S.218

64 ebd.

65 vgl. Olweus, D.: Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten - und tun können. 3. korrigierte Auflage. Bern 2002, S.65

66 vgl. Popp, U: Geschlechtersozialisation und Gewalt an Studien. In: Holtappels, H. G. / Heitmeyer, W. / Tillmann, K.-J.: Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. Weinheim/München 2006, S. 209

67 Heinz, W.: Jugendkriminalität – Zahlen und Fakten. 18.10.2016. Abgerufen von http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gangsterlaeufer/203562/zahlen-und-fakten?p=all am 25.06.2018

68 vgl. hessenschau.de: Statistik weist mehr Straftaten an hessischen Schulen aus. 23.04.2018. Abgerufen von https://www.hessenschau.de/gesellschaft/statistik-weist-mehr-straftaten-an-hessischen-schulen-aus,schulen-straftaten-100.html am 24.06-2018

69 Himmelrath, A.: Gewalt und Mobbing an jeder zweiten Schule. 02.05.2018. Abgerufen von http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/gewalt-gegen-lehrer-angriffe-und-mobbing-an-jeder-zweiten-schule-a-1205751.html am 27.06.2018

70 vgl. Melzer, W. / Schubarth, W. / Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 50

71 vgl. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) gesetzliche Unfallversicherung: Motive für Gewalt. Abgerufen von 20.05.2018 https://www.vbg.de/wbt/gewaltpraevention/daten/html/411.htm#ende1am

72 vgl. Melzer, W. / Schubarth, W. / Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 56

73 vgl. ebd.

74 vgl. ebd.

75 vgl. ebd.

76 ebd.

77 vgl. ebd.

78 vgl. Hurrelmann, K. / Bründel, H.: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. Weinheim und Basel 2007, S. 35

79 ebd.

80 vgl. ebd.

81 vgl. ebd., S. 36

82 ebd.

83 vgl. ebd., S. 37

84 Melzer, W. / Schubarth, W. / Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 57

85 vgl. Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 58

86 vgl. Melzer, W. / Schubarth, W. / Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 57

87 vgl. Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 59

88 vgl. Hurrelmann, K. / Bründel, H.: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. Weinheim und Basel 2007, S. 37

89 Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 58

90 Hurrelmann, K. / Bründel, H.: Gewalt an Schulen. Pädagogische Antworten auf eine soziale Krise. Weinheim und Basel 2007, S. 38

91 vgl. ebd., S. 38f.

92 vgl. ebd. S. 39

93 Melzer, W. / Schubarth, W. / Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 58

94 vgl. Hochmuth, A. / Pickel, M.: Gewalt an Grundschulen. Theoretische Betrachtung und Einblicke in die Praxis des Schulalltags. Hamburg 2009, S. 59

95 vgl. ebd.

96 Melzer, W. / Schubarth, W. / Ehinger, F.: Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2. Auflage. Bad Heilbrunn 2011, S. 58

97 vgl. ebd., S. 59

Ende der Leseprobe aus 72 Seiten

Details

Titel
Gewalt an Schulen. Ursachen, Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,9
Autor
Jahr
2018
Seiten
72
Katalognummer
V457392
ISBN (eBook)
9783668893566
ISBN (Buch)
9783668893573
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gewalt, schulen, ursachen, risikofaktoren, präventionsmaßnahmen
Arbeit zitieren
Omaira Sarwary (Autor), 2018, Gewalt an Schulen. Ursachen, Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457392

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