Kommunikation & Führung. Neurolinguistisches Programmieren, Gruppenkonflikte & Workshops


Einsendeaufgabe, 2019
23 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Das Modell des Neurolinguistischen Programmierens

2. Gruppenkonflikt

3. Workshop

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Keine Abbildungen vorhanden

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Arten zwischenmenschnlicher Spannungen

Tabelle 2: Aufgabenarten

Tabelle 3: Übersichtliche Planung einer Workshop-Moderation

Tabelle 4: Eigene Darstellung des Moderationskonzepts

Tabelle 5: Arbeitstechnik des Moderationskonzepts

Tabelle 6: Moderatorenrolle des Moderationskonzepts

Tabelle 7: Eigene Darstellung der Gesprächsthemen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Das Modell des Neurolinguistischen Programmierens

Überall und jederzeit finden kommunikative Prozesse statt, sowohl auf der verbalen Ebene mittels Worten, als auch auf der nonverbalen Ebene über Gesten und Bewegungen. „Man kann nicht nicht kommunizieren“1, besagt eines der Axiome von Paul Watzlawick. Wichtig ist nicht zwangsläufig, was eine Person kommuniziert, sondern was der Empfänger versteht, verstehen kann oder verstehen will. Vor diesem Hintergrund zielt NLP darauf ab, Kommunikation und Verständnis mit sich selbst und anderen Menschen zu verbessern und die mentalen Ressourcen, die jeder Mensch zur Verfügung hat, optimal nutzen zu können. Ganz nach dem Motto „Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken“2, besagt die Theorie des NLP, dass ein Mensch für seine Emotionen, Gefühle und Taten Verantwortung trägt, da all diese Eigenschaften Produkte der Gedanken sind, welche wir beeinflussen und steuern können. NLP beschäftigt sich damit, wie das menschliche Gehirn – die Quelle der Gedanken – externe Impulse erfährt und Sinnesreize aufnimmt, bewertet und zuordnet, vor dem Hintergrund, dass jeder Mensch eine individuelle, subjektive Wahrheit besitzt.3

Die Begründer der Technik des NLP, dem sogenannten Neurolinguistischen Programmieren, sind Richard Bandler und John Grinder. In den 1970er Jahren, unter dem Begriff des Neurolinguistischen Programmierens, haben Richard Bandler und John Grinder einige bekannte therapeutische Methoden übernommen und diese später ergänzt durch Methoden und Techniken zur Beeinflussung von Personen oder des Selbstmanagements. Zu diesen zählen bspw. modellierte Formen von Rhetorik, Verkaufstraining und Management. Seither stellt das sog. „Modelling“ erfolgreicher Strategien für sämtliche Lebensbereiche die Basis des Neuro-Linguistischen Programmierens dar.4

Im NLP werden Techniken oder modellierte Formen anderer Techniken als sog. NLP- Formate bezeichnet. Neben dem NLP-Format des Modelling sowie weiteren Kommunikationsmodellen, sind viele weitere NLP-Formate entstanden, welche sich mit der Wahrnehmung von erlebten Situationen sämtlicher Repräsentationskanäle (oder auch Sinnesmodalitäten) und der via Kommunikation kontrollierten Veränderung von Submodalitäten (bspw. Lautstärke oder Intensität) befassen.

NLP liefert also Erklärungsmodelle und Strategien in vielen Bereichen und einige von diesen sind:

- Erfolgreiche Kommunikation mit sich selbst und anderen
- Richtiger Umgang mit Sprache
- Korrektes Training und Optimierung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten
- Ausformulierung von Zielen sowie Verwirklichung dieser durch effizientes Denken und Handeln
- Verfügbarkeit auf alle persönlichen Fähigkeiten zurückgreifen zu können
- Die Fähigkeit zu entwickeln, auf Veränderungen flexibel reagieren zu können
- Effizientere Handlungs- und Beurteilungsmodelle durch veränderte Sicht- und Denkweisen zu erhalten5

Zusammenarbeit im Beruf positiv mit NLP beeinflussen

Im folgenden Verlauf soll erläutert werden, warum mit Hilfe von NLP die Zusammenarbeit zwischen Personen positiv beeinflusst werden kann.

Kommunikation ist in vielen Bereichen absolut essentiell. Eine emotional positiv gestaltete Kommunikation ist zu 80% für eine gute Beziehung verantwortlich.6 Einen Bereich, in dem Kommunikation maßgeblich für einen positiven und auch negativen Beziehungsaufbau ist, stellt die Berufswelt dar. Wenn die Kommunikation hier nicht stimmt, kann das Unternehmen keinen langfristigen Erfolg haben. Dies gilt sowohl für die interne Kommunikation zwischen Mitarbeitern als auch für externe Kommunikation bspw. mit dem Kunden. Eine direkte und unkomplizierte Gesprächskultur innerhalb des Unternehmens ist daher unverzichtbar. Es ist hierbei nicht nur wichtig, dass Kommunikation stattfindet, sondern auch das „Wie“ der Kommunikation ist von entscheidender Bedeutung.7 Hier kann NLP einen positiven Effekt erzielen.

Wie bereits erwähnt, ist jeder Mensch ein Individuum, welches je nach Erfahrungen und subjektiver Wahrnehmung eigenständig lebt, denkt und handelt. Zudem verwendet jeder Mensch Sprache auf seine ganz eigene Weise als ein wichtiges Mittel der Kommunikation, welche auch eine häufige (unbeabsichtigte) Quelle für Missverständnisse ist. Sprache soll im weiteren Verlauf als das Mittel der Kommunikation – welches mit der Hilfe von NLP positiv beeinflusst werden kann – untersucht werden. Sprache hat unterschiedliche Funktionen. Mittels Sprache bauen Menschen Kontakt auf, drücken emotionale Reaktionen aus und erzeugen bestimmte Handlungen. Extrinsische Erfahrungen, welche durch die Sinnesorgane verarbeitet werden, können mit Hilfe von Sprache in die interne neurologische Verarbeitung übertragen werden respektive besteht die Möglichkeit des umgekehrten Weges, in dem intrinsische Gedanken nach dem NLP- Format über Sprache für das kommunikative Gegenüber verständlich gemacht werden.8

Durch die Anwendung von NLP wird es möglich, erfolgreiche Strategien für Mitarbeiter zu erkennen, entwickeln und zu trainieren. Durch die - auf Grund des NLP vorhandenen Kenntnisse - optimierte Wahrnehmung einer Führungskraft oder auch des Mitarbeiters selbst, besteht die Möglichkeit, nonverbale Signale zu erkennen und korrekt zu interpretieren. Dadurch kann z. B. ein feedbackorientierter Managementstil entwickelt werden. Verschiedene Techniken zur Zielformulierung sowie dem Modelling dienen zudem dazu, Probleme frühzeitig zu erkennen und Mitarbeiter bei Konfliktsituationen sowohl mit einer Aufgabe, als auch mit anderen Mitarbeitern selbst, zu unterstützen. Die wohl häufigste Problemstellung im Bereich der Kommunikation ist mangelnde Absprache. Oftmals denken die Beteiligten, sie wissen was zu tun ist und wie die Rollenverteilung bei bestimmten Aufgaben aussieht, obwohl dies nicht der Fall ist. Es werden sogenannte stillschweigende Übereinkünfte getroffen und es kommt dazu, dass scheinbar eine Übereinkunft herrscht, sich im Nachhinein jedoch die Meinungen bzgl. der Aufgabenverteilung oder ähnlichem auseinandertun. Hierbei kann Sprache Missverständnisse hervorrufen, die Kommunikation erschweren und im schlimmsten Fall sogar als metaphorische Waffe verwendet werden. Erfolgreiche und professionelle Kommunikatoren, wie Personen mit NLP-Erfahrung, sind sich dieser Umstände bewusst und erkennen die Zusammenhänge frühzeitig. Um also bei einem klassischen Problem wie der Misskommunikation zwischen Mitarbeitern Abhilfe schaffen zu können, wird oftmals ein NLP-Format wie das Meta-Modell herangezogen. Mithilfe des Meta-Modells kann der erfahrene Kommunikator die jeweilige Bedeutung der Sprache seines Gegenübers erkennen und ist sich stets der Tatsache bewusst, dass jeder Mensch eine individuelle „Landkarte der Welt“ besitzt und diese maßgeblich für seine verwendete Sprache ist.9 Das Meta-Modell bezeichnet eine übergeordnete, zweite Ebene der Sprache. Mit Hilfe der Sprache setzen sich die Gesprächspartner über Sprache selbst, Strukturen der Sprache sowie die Art und Weise des gesprochenen Wortes auseinander. Diese Gespräche über die Sprache selbst finden im Berufsalltag häufig statt und zwar immer dann, wenn sich bspw. zwei Personen darüber unterhalten, worüber sie gesprochen haben, als – z. B. die Misskommunikation aus dem genannten Beispiel - zum ersten Mal aufgetreten ist. Das Meta-Modell bringt dem, der Gebrauch davon machen kann, einige Vorteile:

- Es liefert präzise Informationen über den eigentlichen Hintergrund einer Aussage und bei Bedarf können weitere Informationen erfragt und unklare Aussagen verdeutlicht werden
- Gesprächspartner reflektieren, ob eigene Interpretationen von Aussagen des Gegenübers zutreffend sind
- Bedeutungen können verstanden und Meinungen anderer herausgefunden werden. Mit Hilfe von gezielten Fragen können Assoziationen des Gegenübers nachvollzogen werden und in die eigene Landkarte übertragen werden, was zu einem verbesserten gegenseitigen Verständnis führt
- Vorurteile sowie Voreingenommenheit, welche als Einschränkungen anzusehen sind, können gelöst werden
- Durch das Wissen, welche Informationen durch Sprache weggelassen, verändert oder pauschalisiert worden sind, kann eine klarere Struktur in Berufsgesprächen eingebracht werden
- Durch erweiterte Bedeutung der Sprache, entstehen im Gespräch neue Ressourcen für die Mitarbeiter und deren Gesprächsausgang10

Durch NLP und die dazugehörigen NLP-Formate und Techniken können viele weitere Bereiche, neben der Kommunikation und Sprache, positiv beeinflusst werden. Eine Übersicht über einige beeinflussbare Aspekte ist mit der oben genannten Auflistung gegeben worden, beschreibt aber dennoch lediglich einen marginalen Teil des Potentials von NLP. Zudem ist das Ausmaß sowie der Erfolg des Einsatzes von NLP vom Anwender und dessen Fähigkeiten im besagten Bereich abhängig.

2. Gruppenkonflikt

Ein Konflikt ist „ein Prozess der Auseinandersetzung, der auf unterschiedlichen Interessen von Individuen und sozialen Gruppierungen beruht und in unterschiedlicher Weise institutionalisiert ist und ausgetragen wird.“11 Es gibt unterschiedliche Arten von Konflikten, die sich dahingehend unterscheiden, was das Produkt/die Situation/die Position darstellt, um welches sich die Konfliktpartner streiten. In der folgenden Tabelle soll eine Übersicht über unterschiedliche Arten von Auseinandersetzungen gegeben werden, um ein besseres Verständnis für einen Konflikt geben zu können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Arten zwischenmenschlicher Spannungen12

Anhand dieser Übersicht lässt sich erkennen, dass es viele unterschiedliche Arten zwischenmenschlicher Spannungen geben kann, die sich alle in wesentlichen Punkten unterscheiden. Dies ist beim Konfliktmanagement zu berücksichtigen, demzufolge wäre es ein Fehler der Führungsposition, bspw. eine Meinungsverschiedenheit mit dem Verfahren einer Konfliktbewältigung anzugehen.13

Beispiel eines Gruppenkonfliktes im beruflichen Kontext zwischen 2 Personen

Situation: Herr Test und Herr Mustermann sind beide seit drei Jahren Leiter einer Gruppe derselben Abteilung innerhalb des Unternehmens. Letztlich ist es immer häufiger zu Missverständnissen gekommen. Herr Test kritisiert zunehmend den unordentlichen Arbeitsstil von Herrn Mustermann und dieser wiederum ist der Ansicht, dass Herr Test zu unflexibel und pedantisch ist. Beide fangen nun an, auf die „Fehler“ des anderen aufmerksam zu werden und darauf zu achten. Abseits vom Arbeitsplatz beschweren sich beide nur noch über den anderen und so kommt es zu Aussagen wie: „Entweder geht er, oder aber ich gehe“. Auf Ratschläge wie das Suchen eines klärenden Gesprächs reagieren beide abweisend. „Es hat keinen Sinn, mit Ihm zu reden“. Bei einer Konferenz mit anderen Beteiligten kommt es letztlich zum Konflikt. Herr Test schreit Herr Mustermann an und verlässt extrem gereizt und wütend den Konferenzraum.14

Dieses Beispiel zeigt die klassische Entwicklung eines Konfliktes. Die emotionale Belastung nimmt enorm zu und der Konflikt beansprucht immer mehr Kraftressourcen im Denk-, Fühl- und auch Verhaltensprozess. Diese Situation ist so intensiv, dass auch außenstehende mit einbezogen werden und die Beteiligten verlieren vermehrt den Glauben an eine Einigung.

Um einen Konflikt zu beheben oder in Zukunft vermeiden zu können, ist es wichtig, die Art der zwischenmenschlichen Spannung (siehe Tabelle 1) sowie die möglichen Ursachen des Konfliktes zu kennen. Oftmals hängt ein entstandener Konflikt mit einem verletzten Bedürfnis der jeweiligen Konfliktteilnehmer zusammen. Diese individuellen Bedürfnisse zu vereinen und zu kompensieren, ist Grundbestandteil des Konfliktmanagements und somit Aufgabe der Führungskraft, um z. B. einem potentiellen Leistungsabfall entgegenzuwirken. Der Einstieg in einen Konflikt und das Konfliktmanagement selbst ist häufig eine völlig absurde Situation oder Forderung, vor dem Hintergrund, dass eine minimale Reduktion der Bedürfniserfüllung zum Überschreiten der Grenze zwischen ausreichender Bedürfniserfüllung und defizitärer Bedürfniserfüllung führt, was einen Konflikt zur direkten Folge hat. Ein Konflikt wird zudem eher erkennbar, bei einem Bedürfnis, welches das große Defizit vorher kompensiert hat und nicht beim fokussierten defizitären Bedürfnis. Im Beispiel mit Herr Mustermann liegt das Defizit also vermutlich nicht in der Pedanterie von Herrn Test, sondern in der Einschränkung der eigenen Arbeitsweise. Das Kompensationsbedürfnis von Herr Mustermann dürfte in diesem Falle also Selbstbestimmung sein. Umgekehrt ist bei Herr Test das fokussierte Defizit die unsaubere Arbeitsweise von Herr Mustermann und das kompensierende Defizit an sauberer und strukturierter Arbeit. Das Kompensationsbedürfnis von Herr Test wäre in diesem Falle eine Form der Wertschätzung, sodass dieser erkennt, dass seine eigene strukturierte Arbeitsweise anerkannt wird.15

[...]


1 Watzlawick, P. (n. d.)

2 Aurelius, M. (n. d.)

3 Vgl. Seidl, B. (2015), S. 8

4 Vgl. Szczyrba, B. et al. (2017), S. 236

5 Vgl. Seidl, B. (2015), S. 8-9

6 Vgl. Häseli, S. (2015), S. 68

7 Vgl. Perwiss.de (n. d.)

8 Vgl. Seidl, B. (2015), S. 84

9 Vgl. Seidl, B. (2015), S. 86-87

10 Vgl. Seidl, B. (2015), S. 88-87

11 Nissen, R. (n. d.)

12 Eigene Darstellung, in Anlehnung an Edmüller, A., Jiranek, H. (2017), S. 23

13 Vgl. Edmüller, A., Jiranek, H. (2017), S. 23

14 Vgl. Edmüller, A., Jiranek, H. (2017), S. 21

15 Straube, R. et al. (2008), S. 91

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Kommunikation & Führung. Neurolinguistisches Programmieren, Gruppenkonflikte & Workshops
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
2,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V476793
ISBN (eBook)
9783668961241
ISBN (Buch)
9783668961258
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NLP, Neurolinguistisches Programmieren, Kommunikation, Führung, Unternehmensführung, Workshop, Gruppenkonflikt
Arbeit zitieren
Oliver Koch (Autor), 2019, Kommunikation & Führung. Neurolinguistisches Programmieren, Gruppenkonflikte & Workshops, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/476793

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Kommunikation & Führung. Neurolinguistisches Programmieren, Gruppenkonflikte & Workshops


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden