Kurseinheit im Fitnessstudio. Kursplananalyse und Planung einer Wirbelsäulengymnastik


Einsendeaufgabe, 2016
19 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 BESUCH EINER KURSEINHEIT
1.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses
1.2 Motorische Fähigkeiten im besuchten Kurs
1.2.1 Die motorische Fähigkeit Kraft
1.2.2 Die motorische Fähigkeit Koordination
1.3 Betrachtung des Kursleiterverhaltens

2 EXTERNE BEDINGUNGEN EINER KURSEINHEIT
2.1 Die Rahmenbedingungen
2.2 Die Zielgruppe
2.3 Die Zielsetzung

3 KURSPLANANALYSE

4 PLANUNG EINER WIRBELSÄULENGYMNASTIK
4.1 Zielgruppe
4.2 Material
4.3 Stundenplanung

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Besuch einer Kurseinheit

1.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses

Allgemein lässt sich der Aufbau einer Trainingseinheit in 3 Phasen unterteilen. Begin- nend mit der Einleitung. Diese ist nochmals untergliedert in Begrüßung, allgemeines Aufwärmen und spezielles Aufwärmen. Folgend dann der Hauptteil, der die Schwer- punkte ausdauerorientiert, kraftorientiert oder gesundheitsorientiert beinhaltet. Die letz- te Phase bildet der Schlussteil. Hier differenziert man zwischen Cool Down I, Cool Down II, und der Verabschiedung (Reiß & Eifler, 2015, S.62-65).

Für die folgende Auswertung anhand des genannten Phasenmodells, wurde der Kurs „Rücken Fit“ besucht. Jedes Mitglied im Studio, kann diesen ohne Zusatzkosten nutzen. Eine Voranmeldung ist ebenfalls nicht nötig. Zu Beginn nehmen alle Teilnehmer ihren Platz inklusive Gymnastikmatte ein. Die Trainerin stellt sich und das heutige Programm kurz vor und frägt in die Runde ob sich alle fit und gesund fühlen. Die Phase der Begrü- ßung wurde somit erfüllt.

Die Phase des Allgemeinen Aufwärmens beginnt mit einer Gelenkmobilisation aller Gelenke. Hierzu wird entspannte Musik eingespielt und unter anderem die Übung „Ein und aufrollen des Oberkörpers“ durchgeführt. Hier sind die Übungen nicht für jeden Teilnehmer so fordern, dass auch eine komplette Erwärmung des gesamten Bewegungs- apparates gewährleistet ist. Dies könnte damit zusammenhängen, dass speziell Anfänger nicht überfordert werden sollen oder gar schon vorermüden. Außerdem wird durch An- sagen der Trainerin der Fokus auf das bewusste Ein- und ausatmen gelegt. So wird das Herzkreislaufsystem angeregt, die Blutzirkulation verbessert, die Körpertemperatur leicht erhöht und die Produktion von Gelenksflüssigkeit angeregt. All dies minde rt die Verletzungsgefahr während des Trainings. Durch die bewusste Atmung und der ent- spannenden Musik, wird der Teilnehmer von seinem Alltag abgeholt und psychisch auf das bevorstehende Training eingestimmt (Reiß & Eifler, 2015, S.62). Die Phase der Allgemeinen Erwärmung und deren zu beachtenden Punkte, wurde somit ebenfalls er- füllt.

Nach dem allgemeinen Aufwärmen folgt nun das spezielle Aufwärmen. Dies soll die geforderten Muskelgruppen verstärkt vorbereiten, Bewegungsabläufe den Teilnehmer näherbringen und für eine Gewöhnung an verwendete Trainingsgeräte schaffen (Reiß & Eifler, 2015, S.63). Im Kurs ist der Übergang zwischen allgemeinen und speziellen Aufwärmen fließend. Durch die sich steigernde Geschwindigkeit in der Bewegungsaus- führung und deutlicheren Trainingsansagen, kann der Übergang erahnt werden. In die- ser Phase wird die Übung „Katzenbuckel, zum Aufwärmen und mobilisieren der Wir- belsäulenmuskulatur“ durchgeführt. Eine deutliche Differenzierung zwischen allgemei- nen und speziellen Aufwärmen war nicht möglich. Diese genau Unterscheidung in Pha- sen, wie es Trainer machen, ist auch letztendlich für den Teilnehmer nicht relevant. Dennoch könnte hier eine deutlichere Abgrenzung stattfinden, um auch wirklich fortge- schrittener Teilnehmer ein richtiges Aufwärmen zu ermöglichen. Zum Beispiel durch das Angebot eines Kurses für Anfänger und separat für Fortgeschritten. Zum Thema Gewöhnung an das Trainingsgerät gibt es nichts zu sagen, da lediglich eine Gymnas- tikmatte verwendet wird.

Nachdem der gesamte Bewegungsapparat im besten Fall optimal aufgewärmt ist, folgt der Hauptteil mit dem jeweiligen Schwerpunkt. In diesem Fall die Kräftigung des ge- samten Rückens. Hier wird im Kurs unter anderem die Übung „Diagonales Arm und Beinheben im Vierfüßlerstand (dynamisch)“ durchgeführt.

Mit dem Schwerpunkt Kräftigung soll vor allem die Kraftausdauer, die Haltung und die Figur verbessert werden. Bei Fortgeschrittenen könnte hierfür auch zusätzlich ein Kleingerät, wie z.B. ein Band oder eine Kurzhantel für eine Intensitätssteigerung ge- nutzt werden (Reiß & Eifler, 2015, S.64). Der Hauptteil ist geprägt durch eine deutlich schnellere und beatbetontere Musik im Hintergrund. Auch die Stimmlage und Art der Anweisungen der Trainerin, sind der Musik und dem Anspruch der Übungen angepasst. Haltungsanweisungen und Variationsmöglichkeiten für eine optimale Bewegungsaus- führung werden stetig gegeben. Haltungsfehler wie ein Rundrücken oder ein zu starkes Hohlkreuz werden ebenfalls sofort korregiert, um einen maximalen Nutzen für jeden Teilnehmer zu erzielen.

Statische und Dynamische Übungen wurden abwechselnd kombiniert. Zusammenge- fasst wurden die Zielsetzungen eines kraftorientierten Kurses somit ebenfalls erfüllt.

Der Schlussteil wird beginnend mit der Cool-down I Phase und der Übung „Seitneigen im Seitgrätschstand“ eingeleitet. Durch ruhigere Musik und der erneuten bewussten Wahrnehmung der Atmung, wird das Bewegungstempo langsamer und die allgemeine Atmosphäre ruhiger. In dieser Phase soll der Puls und die Körpertemperatur gesenkt und die Herz-Kreislauf-Tätigkeit wieder normalisieren werden. Bei Pulsfrequenzen hö- her als 120 S/min kann es sonst, beim Übergang zum Boden, zu Herz-Kreislauf- Problemen kommen (Reiß & Eifler, 2015, S.64-65).

In der Cool-down II Phase werden anschließend Übungen zum lockern und dehnen durchgeführt. Unter anderem die Übung „Hüftkreisen im Schneidersitz mit anschlie- ßendem ablegen des Oberkörpers mit gestreckten Armen“. Anschließend findet eine Körperreise durch sanfte Anleitung der Kursleiterin statt. Die Wahrnehmung wird ge- zielt auf die einzelnen Gliedmaßen gerichtet und führt zu einem entspannenden und beruhigenden Effekt bei den Teilnehmern. Die Kriterien: mentale Beruhigung, Musku- latur lockern und dehnen sind somit auch erfüllt (Reiß & Eifler, 2015, S.65). Einzige Anmerkung hier ist, dass nicht alle Teilnehmer stehen als die Trainerin den Kursraum verlässt. Dies sollte jedoch der Fall sein, da eventuell ein paar Teilnehmer mit dem Kreislauf Probleme haben könnten. Vermutlich gab sie noch einen anderen Kurs im Anschluss und war somit unter Zeitdruck. Dies sollte aber nie eine Rechtfertigung sein. In der Verabschiedung ist der Zeitdruck ebenfalls zu bemerken. Die Trainerin bedankt sich kurz bei allen Teilnehmern und weist auf ihre nächste Trainingseinheit in der fol- genden Woche hin und verlässt den Raum. Die Möglichkeit zum persönlichen Feedback oder ein Ansprechpartner für offene Fragen ist so leider nicht gegeben. Dieser Teil soll- te nochmal überdacht und besser strukturiert werden, um den Teilnehmern am Ende ein positives Gefühl mit auf den Weg zu geben.

1.2 Motorische Fähigkeiten im besuchten Kurs

1.2.1 Die motorische Fähigkeit Kraft

Im unter Punkt 1.1 eingegangen Kurs, wurde unter anderem die motorische Fähigkeit Kraft angesprochen. Speziell die Subkategorie Kraftausdauer. Diese definiert sich wie folgt. „Kraftausdauer charakterisiert die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei sta- tischer oder dynamischer Arbeitsweise der Muskulatur gegen höhere Lasten (mehr als 30 Prozent der Maximalkraft). Die Kraftausdauer kennzeichnet damit die Fähigkeit, den Kraftverlust bei einer Bestimmten Wiederholungszahl von Kraftstößen innerhalb eines bestimmten Zeitraum möglichst gering zu halten“ (Martin et al.,1993, S. 107 f.).

Eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung und somit die Kraftausdauer, wurde unter anderem durch die Übungen „Oberkörperanheben in Bauchlage (statisch)“ und der Übung „Rückenstrecker im Stand (dynamisch)“ trainiert. Durch beide Übungen wird eine Kraft größer als 30 Prozent der Maximalkraft erreicht, denn der gesamte Oberkör- per wird speziell durch die autochthone Rückenmuskulatur angehoben bzw. gehalten. Durch regelmäßiges trainieren dieser Muskelgruppen, kommt es dann langfristig zu einer höheren Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung, da der Kraftverlust bei der Übungsausführung bzw. im Alltag durch eine verbesserte Arbeitsweise und biologischer Struktur der Muskulatur geringer ausfällt.

1.2.2 Die motorische Fähigkeit Koordination

Auch die motorische Fähigkeit Koordination und speziell deren Subkategorie, die i n- tramuskuläre Koordination, wurde im Kurs angesprochen. Unter intermuskulärer Koor- dination versteht man das Zusammenspiel verschiedener Muskeln, die an einer Bewe- gung beteiligt sind. Allgemein lässt sich dies wie folgt definieren. Aus neuromuskulärer Sicht bezeichnet Koordination das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Ske- lettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes“ (Hollmann & Hettinger, 1990, S. 143). Beispielhafte Übungen zur Verbesserung dieser Fähigkeit sind „diagona- les Arm und Bein anziehen im Vierfüßlerstand (dynamisch)“ und „Armkreisen im vor- gebeugten Stand“. Bei beiden Übungen werden gleichzeitig mehrere Muskelgruppen angesprochen, die zur Bewegungsausführung nötig sind. Der Fokus bzw. die Wahrneh- mung, ist so nicht auf einem bestimmten Muskel, sondern auf vielen gleichzeitig. Dies sorgt dafür, dass durch regelmäßiges Training, das durch das Nervensystem gesteuerte Zusammenspiel optimiert wird. Somit werden die Bewegungen flüssiger und es kann mehr Kraft entwickelt werden.

1.3 Betrachtung des Kursleiterverhaltens

Das Kursleiterverhalten spielt eine elementare Rolle im Gruppentraining. Es entscheidet mit über Erfolg oder Misserfolg eines Kurses. Die Rolle des Kursleiters sollte nicht un- terschätz werden. Seine Funktionen lassen sich unter anderem in die Kategorien, Lehrer, Dienstleister, Vorbild und Animateur unterteilen (Reiß & Eifler, 2015, S.86).

Zunächst die Funktion des Lehrers. Im besuchten Kurs zeigte die Kursleiterin ihr Fach- wissen durch konkrete Übungsanweisungen und individuellen korrekturansprachen. Auch Ihre Empathie, gegenüber den Teilnehmern, war stets freundlich aber auch for- dernd. Durch ihr Aufmerksamkeit für die Details wirkte Sie sehr professionell und konnte die Gruppe so gut mit einer gewissen Autorität führen.

In der Funktion des Dienstleisters zeigte Sie jedoch schwächen. Wie unter 1.1 bereits erwähnt, verlies die Kursleiterin nach einer kurzen Verabschiedung schnell den Raum. Sie wirkte etwas unter Zeitdruck. Als Ansprechpartner für die Kursteilnehmer konnte sie so nicht fungieren. Auch die Integration neuer Kursteilnehmer litt unter dem vermut- lichen Zeitdruck. Positiv können jedoch die Raumbedingungen und der Ablauf des Kur- ses hervorgehoben werden. Jeder hatte relativ viel Platz und fühlte sich nicht eingeengt . Und die Struktur des Kurses wirkte sicher und gut vorbereitet.

Zur Funktion des Vorbilds können keine negativen Punkte genannt werden. Die Traine- rin erschien in einem farblich zusammenpassenden Trainingsoutfit, sah gut trainiert aus und motivierte allein durch Ihre Erscheinung. Sie verkörperte perfekt den Lifestyle Ge- sundheit und Sport. Auch die eigene Ausführung der einzelnen Übungen, verdeutlichten noch einmal die Professionalität und Erfahrung der Kursleiterin.

In der letzten Funktion, die des Animateurs, konnte Sie ebenfalls bei den Mitgliedern punkten. Sie Motivierte wie bereits genannt freundlich aber auch fordernd. Sie strahlte Freude und Spaß am Training aus, was sich sofort auf die Gruppe auswirkte. Nur die Integration neuer Teilnehmer kam zu kurz und sorgte so für eine nicht ganz perfekte Gruppendynamik. Einzelne Teilnehmer wirkten zwischendrin etwas Ratlos wie sie die Übungen richtig ausführen sollten und versuchten ihre Nachbarn zu kopieren. Durch die schnellen und konkreten Korrekturanweisungen konnte die Trainerin, diesen negativen Aspekt in der Gruppendynamik, jedoch gut ausgleichen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Kurseinheit im Fitnessstudio. Kursplananalyse und Planung einer Wirbelsäulengymnastik
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,2
Autor
Jahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V491894
ISBN (eBook)
9783668964303
ISBN (Buch)
9783668964310
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kurseinheit, fitnessstudio, kursplananalyse, planung, wirbelsäulengymnastik
Arbeit zitieren
Tim Waltritsch (Autor), 2016, Kurseinheit im Fitnessstudio. Kursplananalyse und Planung einer Wirbelsäulengymnastik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/491894

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