"Hegemoniale Männlichkeit". Kann Raewyn Connells Konzept der hegemonialen-heterosexuellen Männlichkeit auch auf homosexuelle Freier angewandt werden?


Hausarbeit, 2019
15 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Hegemoniale Männlichkeit“ nach Raewyn Connell - ein einflussreiches Konzept in der Geschlechtergeschichte

3. Homosexualität und mann-männliche Prostitution zur Zeit des deutschen Kaiserreiches
3.1 Rechtlicher Hintergrund
3.2 Politische Situation

4. Die Figuren des Freiers und des männlichen Prostituierten aus sozioökonomischer Perspektive
4.1 Profil des männlichen Prostituierten
4.2 Profil des Freiers

5. Das hegemoniale Machtverhältnis zwischen Freier und männlichem Prostituierten als Falsifikation zu Connells These

6. Fazit

7. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

„Der größte Schandfleck in der Geschichte der Menschheit.“1 So beschrieb der Psychatrieprofessor Richard von Krafft-Ebing, einer der bedeutendsten Sexualwissenschaftler des deutschen Kaiserreichs, die mann-männliche Prostitution. Mit dieser Meinung stand Krafft-Ebing bei weitem nicht alleine da. Denn die gesellschaftliche Verachtung homosexueller Männer hatte auch in Deutschland eine lange Historie. Dabei wurden Homosexuelle als Gegner der „echten“ Männlichkeit angesehen. Doch inwiefern kann man behaupten, dass Homosexuelle pauschal keine „echte" Männlichkeit besaßen?

Die Hausarbeit soll die homosexuelle Männlichkeit mit dem viel diskutierten Thema der hegemonialen-heterosexuellen Männlichkeit nach Raewyn Connell verbinden und kritisch reflektieren. Mit Fokus auf das deutsche Kaiserreich soll unter anderem geschaut werden, ob und inwiefern das Konzept angewendet werden kann und ob das von Connell charakterisierte hegemonial-männliche Verhalten nicht auch bei den Freiern, welche als Homosexuelle eine marginalisierte Männlichkeit besäßen, erkennbar war. In diesem Zusammenhang soll auch bewiesen werden, dass das Konzept von Connell nicht scharf genug definiert ist und teilweise widerlegt werden kann. Das Thema wird auf die Zeit des deutschen Kaiserreiches eingegrenzt, da ab dann eine neue Fachdisziplin der Sexualwissenschaft entstanden ist und es einige rechtliche und politische Ereignisse zu Ungunsten der homosexuellen Männer gegeben hatte.2

Das Thema der Hausarbeit gehört zu dem Gebiet der Männlichkeitsforschung, welches besonders aus der Frauen- und Geschlechtergeschichte der späten 1960er Jahren entstanden ist. Die „Men’s studies“ begannen gegen Ende der 1970er und blühten seit Mitte der 1990er besonders in Deutschland, USA und Großbritannien auf.3 Der aktuelle Forschungsstand speziell zur mann-männlichen Prostitution innerhalb des Kaiserreiches ist noch nicht sehr umfangreich. Jedoch kann hier auf den Historiker Martin Lücke hingewiesen werden, der sich intensiv mit der mann-männlichen Prostitution in Deutschland beschäftigt hat und auf dessen Werk „Männlichkeit in Unordnung“ sich diese Hausarbeit später auch beziehen wird. Das erste Kapitel befasst sich mit dem Konzept von Connell, wobei besonders auf die Werke von Connell, Dinges und grundlegender Überblicksliteratur zum Thema „Männlichkeit“ von Martschukat und Stieglitz Bezug genommen wird. Daraufhin wird der historische Kontext genauer dargestellt. Als Grundlage dafür wird hier auf Kai Sommer verwiesen. Ferner werden die Werke einiger Zeitzeugen zur genaueren Beschreibung der Figuren und des Verhaltens der Freier, männlichen Prostituierten und generell Homosexuellen herangezogen. Abschließend werden dann die Erkenntnisse der Hausarbeit im Zusammenhang mit dem Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ reflektiert.

2. „Hegemoniale Männlichkeit“ nach Raewyn Connell - ein einflussreiches Konzept in der Geschlechtergeschichte

Die australische Soziologin Raewyn Connell ist eine der führenden Spezialisten auf dem Gebiet der Geschlechterforschung und hat wichtige Ideen zur Männlichkeitsgeschichte beigetragen. Ihr Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ wurde 1987 mit ihrem Werk „Gender and Power“ veröffentlicht und erlangte in Deutschland 1999 durch eine Übersetzung ihres Werkes „Masculinities“, durch Ursula Müller in „Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten“, große Bekanntheit. Seitdem wurde ihr Konzept viel rezipiert und auch kritisiert.4 Das Konzept lässt sich in viele verschiedene Aspekte aufteilen. Zuerst beschreibt Connell Männlichkeit generell als eine soziale Konstruktion, welche wandelbar sei und sich mit der Zeit verändert habe.5 Der Begriff der „hegemonialen Männlichkeit“ ist dabei an die Begriffsdefinition der „Hegemonie“ von Antonio Gramsci angelehnt und beschreibt in diesem Zusammenhang eine grundsätzliche Abgrenzung zur Weiblichkeit, Mechanismen der Hierarchie und Komplizenschaft als Teil dieser Männlichkeit.6 Connell bezieht sich dabei nicht nur auf das Verhältnis zwischen der „Frau" und dem „Mann“, sondern auch auf die Hierarchie der Männlichkeiten untereinander. Die genaue Definition von Connell lautet: „Hegemonic Masculinity can be defined as the configuration of gender practice, which embodies the currently accepted answer to the problem of the legitimacy of patriarchy, which guarantees (or is taken to guarantee) the dominant position of men and the subordination of women.“7 Zusammengefasst sagt Connell damit aus, dass die „hegemoniale Männlichkeit“ die Dominanz der (hegemonialen) Männer bzw. die Pluralität von Männlichkeit und gleichzeitig die Unterdrückung der Frauen gewährleisten solle. Des Weiteren werde dadurch das Bestehen eines Patriarchats legitimiert.

Dabei gäbe es unterschiedliche Verhaltensmuster, die neben der „Hegemonie“ bestehen. Sie können in drei Kategorien aufgeteilt werden. Die erste Kategorie bezieht sich auf eine „Komplizenschaft“, bei der Männer selbst keine „hegemoniale Männlichkeit“ besäßen, aber durch die Unterstützung dieser eigene Vorteile daraus ziehen können bzw. eine „patriachale Dividende“8 bekommen. Als Beispiel der heutigen Zeit benennt Connell die Footballzuschauer, welche sich im Fernsehen die Spiele der Footballspieler anschauen und somit indirekt deren Männlichkeit zelebrieren und unterstützen.9

Als weitere Kategorie wird die „Unterordnung“ genannt, bei der die Dominanz des hegemonialen Hierarchiegerüstes durch das Unterordnen von Minderheiten abgesichert werden solle. Als hervorstechendes Beispiel wird hier die homosexuelle Männlichkeit genannt. Die heterosexuellen Männer unterdrücken dabei aktiv die homosexuellen Männer und verweiblichen diese u.a. durch Schimpfwörter mit Bezug auf weibliche Eigenschaften. Dabei würden die homosexuellen Männlichkeiten „an das unterste Ende der männlichen Geschlechterhierarchie“10 geraten.

Die dritte Kategorie beschreibt die generelle „Marginalisierung“, welche sich sowohl auf die untergeordneten Männlichkeiten als auch besonders auf diskriminierte Männlichkeiten beziehe. Mit diskriminierten Männlichkeiten sind benachteiligte Ethnien und untergeordnete soziale Klassen gemeint. Als Beispiel erwähnt Connell die rassistische Diskrimierung von schwarzen Männern, durch beispielsweise weiße rassistische Politiker in den USA. Gleichzeitig werden jedoch schwarze Spitzensportler heroisiert und gelten als „richtige" Männer.

Laut Connell sei die Entstehung der „hegemonialen Männlichkeit“ historisch in zwei Phasen unterteilbar. Die erste Phase hätte ab 1450 begonnen und wäre durch verschiedene Ereignisse eingeleitet worden. Als erster Auslöser benennt Connell die Einführung der lutherischen Ehelehre und der damit einhergehenden „Zwangsheterosexualität“.11 Des Weiteren soll die Entstehung neuer geschlechterexklusiver Berufe, wie beispielsweise die der Konquistadoren, einen großen Einfluss auf die „hegemoniale Männlichkeit" gehabt haben. Darüber hinaus habe eine starke Stilisierung des männlichen Heldentums bzw. des Militärs grundlegend dazu beigetragen. Die zweite Phase könne ab dem 18. Jahrhundert in Nordwest Europa (Niederlande und England) datiert werden. Diese ließe sich durch zwei Merkmale beschreiben. Erstens habe sich eine homosexuelle Kultur von Männern zu dieser Zeit entwickelt. Bei dieser habe sich durch eine starke Inszenierung der Homosexualität eine Art Abwehrhaltung bei den Heterosexuellen entwickelt, welche zu einer starken Homophobie und Distanzierung geführt habe. Zweitens sei nicht nur eine Abgrenzung zur Homosexualität entstanden, sondern auch eine Abgrenzung zur Weiblichkeit bis hin zur Misogynie.12

Wie schon erwähnt, traf das Konzept auf vielerlei Kritik. Als einer der signifikantesten Kritiker der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft kann auf Martin Dinges hingewiesen werden. Dinges erwähnte unter anderem, dass die historische Einordnung der Phasen um 1450 und 1700 nicht plausibel sei. Denn einerseits würden bei Connell keine genauen Eigenschaften des „hegemonialen Mustermannes“ genannt werden und andererseits hätten schon zu früheren Zeiten beispielsweise bei Rittern ähnliche Charakteristika der „hegemonialen Männlichkeit“ festgestellt werden können.13 Auch der Aspekt der Misogynie sei nicht erst seit der frühen Neuzeit vorhanden.14 Daher stellt Dinges eine Modifikation von Connells Aussagen vor und bezieht sich dabei besonders auf die Einteilung der Phasen im historischen Kontext. Die erste Phase könne besser durch den Titel „frühmoderne hegemoniale Männlichkeiten“ beschrieben werden. Diese könne grob vom Spätmittelalter bis zur frühen Neuzeit datiert werden. Die zweite Phase wird von Dinges als „moderne hegemoniale Männlichkeit“ beschrieben, da sie durch wissenschaftliche Belege und einer massiven Verbreitung des Modells gekennzeichnet worden wäre. Nur durch eine „funktionierende moderne Gesellschaft“15 hätte das Modell besonders innerhalb der Schule und des Militärs verbreitet werden können. Auch das Vorhandensein von Massenmedien habe zur Popularität des Modells innerhalb der westlichen Gesellschaft beigetragen.16

3. Homosexualität und mann-männliche Prostitution zur Zeit des deutschen Kaiserreiches

Der Begriff „Homosexualität“ bezeichnet ein gleichgeschlechtliches sexuelles Empfinden zwischen Männer oder Frauen und kam erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf. Für homosexuelle Männer gab es jedoch sowohl vor dem Kaiserreich als auch währenddessen viele weitere Begriffe, um diese zu beschreiben. Einer der bekanntesten war der Begriff der „Sodomie“. Ein „Sodomit, Lat. Sodomita, heist [sic!] derjenige, welcher das Laster der Sodomitery verübet, oder unmenschliche Unzucht begeht.“17 Der Begriff hat einen christlichen Hintergrund und beschreibt das sündige Sexualverhalten eines Menschen, der entweder mit einem Tier oder mit einem gleichgeschlechtlichen Partner verkehrt.18 Außerdem gab es als Teil der Sodomie die Bezeichnung des Päderasten, welcher einen älteren und sozial übergeordneten Verführer darstellte, der beim mann-männlichen Geschlechtsverkehr die aktive Rolle des Penetrierenden übernommen hatte.19

3.1 Rechtlicher Hintergrund

Nach der Kriegserklärung Frankreichs gegenüber Deutschland wurde der Deutsch-Französische Krieg 1870 ausgelöst und endete 1871 mit dem Sieg Deutschlands. Daraufhin wurde der preußische König Wilhelm I. in Versailles zum deutschen Kaiser proklamiert. Damit wurde das deutsche Kaiserreich gegründet und konnte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 bestehen bleiben.20 Mit der Gründung trat unter anderem Paragraph 175 als fester Bestandteil des „Strafgesetzbuches für das Deutsche Reich“ (RStGB) in Kraft. Hierbei handelte es sich jedoch nur um eine umgewandelte Version aus dem Preußischen Strafgesetzbuch von 1851 und blieb bis zur vollständigen Streichung 1994 in Deutschland rechtskräftig.21 Der Paragraph 175 beschreibt die Strafbarkeit von homosexuellen beischlafähnlichen Sexualpraktiken wie z.B. die anale Penetration, gegenseitige Masturbation, Oralverkehr, Oberschenkelverkehr oder „Stoßbewegungen am Unterleib“.22

Zu den wichtigsten Akteuren dieser Zeit gehörte Karl-Heinrich Ulrichs. Ulrichs bekannte sich als erste Jurist öffentlich zu seiner Homosexualität und setzte sich für die Rechte der Homosexuellen ein. Darunter war auch der Einsatz für die Straffreiheit der gleichgeschlechtlichen Liebe, da jedwede Sexualneigung angeboren sei.23 Dabei forderte er jedoch die strikte Trennung der „einfachen" Homosexuellen und der männlichen Prostitutierten, da nur letztere bestraft werden könnten und auch sollten.24 Er wurde aufgrund seiner Homosexualität 1859 aus dem juristischen Staatsdienst entlassen und führte den oft rezipierten Begriff der „Urninge“ für homosexuelle Männer ein.25

Ein weiterer sehr wichtiger Akteur der Zeit war Richard von Krafft-Ebing. Er war ein angesehener Psychatrieprofessor und veröffentliche 1886 sein Werk „Psychopathia Sexualis“. Dabei prägte er die Sexualwissenschaft im großen Maße, da er der erste war, der sich auf einer psychiatrischen Ebene mit der menschlichen Sexualität beschäftigte.26 Er bezeichnete die Homosexualität als „conträre [sic!] Sexualempfindung“, ausgelöst durch eine Anomalie bzw. eine Störung des Nervensystems.27

Darüber hinaus ist der homosexuelle Nervenarzt Dr. Magnus Hirschfeld zu erwähnen, welcher so wie Ulrichs den Standpunkt vertrat, dass Homosexualität angeboren sei und als Teil der menschlichen Natur nicht bestraft werden dürfe.28 Auch Hirschfeld setzte sich politisch für die Straffreiheit der „einfachen“ Homosexuellen, jedoch nicht für die der männlichen Prostituierten ein und startete eine Homosexuellen-Bewegung.

3.2 Politische Situation

Hirschfeld gründete 1897 zusammen mit dem Verleger Max Spohr, dem Juristen Eduard Oberg und dem Schriftsteller Franz Joseph von Bülow das „Wissenschaftlich-humanitäre Komitee“ (WhK), die erste Homosexuellen-Organisation Deutschlands. Das Ziel der Organisation war, durch wissenschaftlich fundierte Aufklärungsarbeit die Diskriminierung gegenüber den „einfachen“ Homosexuellen und die Strafbarkeit des Paragraphen 175 abzuschaffen. Denn die Strafbarkeit des, schon beschriebenen, mann-männlichen Sexualaktes könne als Quelle der Erpressung angesehen werden und berge stetig die Gefahr des Selbstmordes mit sich.29 Der Freier wurde dabei als „Opfer“ dargestellt und der Prostituierte als „Täter“, wie man auch aus dem folgenden Zitat des WhK’s schließen kann: „Sie [die mann-männliche Prostitution] ist selbstverständlich weitaus widerlicher und gefährlicher als die weibliche, und es sind fast ausschließlich Verbrechernaturen, die zu der Sorte der geschminkten und gelockten Lustknaben gehören. Der unselige Paragraph 175 hat diese Spezies gezüchtet, deren Haupteinnahmequelle nicht etwa die homosexuelle Betätigung ist, sondern jener skrupelloser und gemeine Erpresserfeldzug, der sofort nach dem sträflichen Umgang mit dem Opfer einsetzt und leider nicht sehr selten Verzweiflung und Tod zur Folge hat. [. . .] Seine Abschaffung entzieht den männlichen Prostituierten den Nährboden, er räumt mit einem Schlage alle Hindernisse zur Beseitigung dieser modernen Sumpfpflanze hinweg.“30 Dabei versuchte sich das WhK vehement von den Prostituierten abzugrenzen, um ihre eigene Marginalisierung innerhalb der Gesellschaft auf die Prostituierten zu projizieren und zu zeigen, dass die „einfachen“ Homosexuellen ebenso ein wichtiger Teil der Gesellschaft seien.31

[...]


1 Von Krafft-Ebing, Richard: Psychopathia sexualis, 2. Auflage, Stuttgart 1877, S. 443.

2 Vgl. Lücke, Martin: Männlichkeit in Unordnung. Homosexualität und männliche Prostitution in Kaiserreich und Weimarer Republik, Frankfurt a. M. 2008, S. 17 f.

3 Vgl. Martschukat, Jürgen, Stieglitz, Olaf: Geschichte der Männlichkeit, Frankfurt a. M. 2018, S. 16, 36 - 48, 78 - 84.

4 Vgl. Dinges, Martin: „Hegemoniale Männlichkeit“ – ein Konzept auf dem Prüfstand, in: Ders. (Hg.), Männer – Macht – Körper. Hegemoniale Männlichkeiten vom Mittelalter bis heute, Frankfurt am Main 2005, S. 7 f.

5 Vgl. Connell, Raewyn: Der gemachte Mann: Konstruktion und Krise von Männlichkeiten, 1. Auflage, Opladen 1999, S. 205 - 211.

6 Vgl. ebd., S. 102.

7 Connell, Raewyn: Masculinities, Cambridge 1995, S. 77.

8 Connell: Gemachte Mann, S. 133.

9 Vgl. ebd.

10 Ebd., S. 131 f.

11 Vgl. ebd., S. 248.

12 Vgl. ebd., S. 248 - 251.

13 Vgl. Dinges: Hegemoniale Männlichkeit, S. 23.

14 Vgl. ebd., 16 f.

15 Ebd., S. 19.

16 Vgl. ebd., S. 19.

17 Zeller, Johann Heinrich: Grosses vollständiges Universal-lexicon aller Wissenschaften und Künste, Bd. 38, Halle u. Leipzig 1743, S. 335.

18 Vgl. Eder, Frank X.: Kultur der Begierde, München 2002, S. 151 - 170.

19 Vgl. ebd., S. 156.

20 Vgl. Kocka, Jürgen: Das lange 19. Jahrhundert: Arbeit, Nation und bürgerliche Gesellschaft, Stuttgart 2001, S. 164 f.

21 Vgl. Sommer, Kai: Die Strafbarkeit der Homosexualität von der Kaiserzeit bis zum Nationalsozialismus: eine Analyse der Straftatbestände im Strafgesetzbuch und in den Reformentwürfen (1871 - 1945), Frankfurt a. M. 1998, S. 25.

22 Vgl. ebd., S. 50 f.

23 Vgl. ebd., S. 26, 66.

24 Vgl. Ulrichs, Karl Heinrich: Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe, Critische Pfeile, Leipzig 1879, S. 1 - 12.

25 Vgl. Kennedy, Hubert: Karl Heinrich Ulrichs, in: Lautmann, Rüdiger (Hg.): Homosexualität: Handbuch der Theorie- und Forschungsgeschichte, Frankfurt 1993, S. 32 - 38.

26 Vgl. Hutter, Jörg: Richard von Krafft-Ebing, in: Lautmann, Rüdiger (Hg.): Homosexualität: Handbuch der Theorie- und Forschungsgeschichte, Frankfurt 1993, S. 48 - 54.

27 Vgl. Krafft-Ebing: Psychopathia, S. 64.

28 Vgl. Hirschfeld, Magnus: Die Homosexualität des Mannes und des Weibes, Berlin 1914, S. 279.

29 Vgl. Hirschfeld, Magnus: §175 des Reichsstrafgesetzbuches: die homosexuelle Frage im Urteile der Zeitgenossen, Leipzig 1898, S. 66 - 71.

30 Wissenschaftlich-humanitären Komitee: Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen unter besonderer Berücksichtigung der Homosexualität (JfsZ), Ausgabe 13, Leipzig 1913, S. 48-49.

31 Vgl. Wissenschaftlich-humanitären Komitee: Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen unter besonderer Berücksichtigung der Homosexualität (JfsZ), Ausgabe 13, Leipzig 1913, S. 40-49.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
"Hegemoniale Männlichkeit". Kann Raewyn Connells Konzept der hegemonialen-heterosexuellen Männlichkeit auch auf homosexuelle Freier angewandt werden?
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut, Abteilung Neuere und Neueste Geschichte)
Veranstaltung
Geschichte der Männlichkeiten im 19. und 20. Jahrhundert
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V501514
ISBN (eBook)
9783346042477
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es gab Lob von der Dozentin bezüglich der sehr sauberen und differenzierten Argumentation, des kritischen Reflektierens der Literatur und insofern, dass die Arbeit sprachlich und formal korrekt sei. Darüber hinaus sei das Argument sehr eigenständig. An einer Stelle soll es jedoch inhaltlich haken, denn Connell soll das Spiel mit einzelnen Elementen hegemonialer Männlichkeit und die sich daraus ergebenden Hierarchien zwischen Männern durchaus kurz behandelt haben.
Schlagworte
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Arbeit zitieren
Marina Lenz (Autor), 2019, "Hegemoniale Männlichkeit". Kann Raewyn Connells Konzept der hegemonialen-heterosexuellen Männlichkeit auch auf homosexuelle Freier angewandt werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501514

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