Zu Bedeutung und Sinn der Strafverfolgung Drogen konsumierender Menschen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Lebenslage


Hausarbeit, 2005
34 Seiten, Note: gut

Leseprobe

Inhalt

0 Einleitung

1 Drogen
1.1 Definition: Droge
1.2 Drogengebrauch
1.3 Drogenabhängigkeit

2 Lebenslagen Drogen gebrauchender Menschen
2.1 Beschaffungskriminalität und Beschaffungsprostitution
2.2 Isolation
2.3 Gesundheitliche Risiken

3 Gesetzliche Grundlagen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG)
3.1 Straftaten nach § 29 BtMG
3.2 Zurückstellung der Strafvollstreckung nach § 35 BtMG
3.3 Erlaubnis für den Betrieb von Drogenkonsumräumen nach § 10 a BtMG

4 Möglichkeiten für DrogengebraucherInnen
4.1 Therapie statt Strafe.
4.2 Heroingestützte Behandlung Opiatabhängiger

5 Fazit.

6 Literaturverzeichnis

7 Versicherung selbstständiger Arbeit

0 Einleitung

Menschen, die illegale Drogen konsumieren, geraten sehr häufig mit dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Konflikt. Ihre strafrechtliche Verfolgung durch dieses Gesetz hat massive Auswirkungen auf ihre jeweilige Lebenssituation.

Diese Arbeit fragt sich nach dem Sinn und der Bedeutung der Strafverfolgung Drogen gebrauchender Menschen durch das Betäubungsmittelgesetz unter besonderer Berücksichtigung ihrer Lebenslage. Sie untersucht, inwieweit es Einfluss auf ihre Lebenslagen hat. Hauptaugenmerk wird dabei auf die Menschen gelegt, die Heroin intravenös konsumieren, und durch den Besitz und der Beschaffung von Heroin zum Eigenbedarf straffällig werden. Der Fokus ist dabei auf die Problemlagen und Spannungsfelder dieser Menschen mit dem Betäubungsmittelgesetz gerichtet, das ihre Lebenslage ganz konkret beeinflusst. Es wird im Rahmen dieser Arbeit nicht auf die professionell organisierten Rauschgifthändler eingegangen, die ausschließlich aus Profitgründen einen umfangreicheren Handel mit illegalen Drogen betreiben.

Von Interesse ist, welchen gesellschaftlichen Stellenwert das Gesetz den Menschen einräumt, die illegale Drogen in geringen Mengen zur Deckung des Eigenbedarfs konsumieren, inwieweit es ihre sozialen Bedingungen und medizinischen Bedürfnisse in der Strafverfolgung und in den Angeboten der Rehabilitation berücksichtigt.

Einleitend werden - für ein besseres Verständnis der Inhalte des Betäubungsmittelgesetzes und der Lebenslagen Drogen gebrauchender Menschen - die Begriffe Drogen, Drogengebrauch und Drogenabhängigkeit definiert. Dabei wird zwischen legalen und illegalen Drogen unterschieden. Die diversen Formen des Drogengebrauchs und der Abhängigkeit werden sichtbar gemacht. (vgl. Kap. 1).

Inwieweit der Gebrauch illegaler Drogen die Lebenslagen der Menschen beeinflusst, wird im darauffolgenden Kapitel abgehandelt. Dabei wird insbesondere auf die Isolation, die Beschaffungskriminalität und die gesundheitlichen Risiken der Drogen gebrauchenden Menschen eingegangen.

Daraufhin werden die wichtigsten Grundlagen des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt und erläutert. Dies betrifft den zweiten, sechsten und siebenten Abschnitt des BtMG. Insbesondere wird auf die Straftaten nach § 29 BtMG, der Zurückstellung der Strafvollstreckung nach § 35 BtMG und der Erlaubnis für den Betrieb von Drogenkonsumräumen nach § 10 BtMG eingegangen. Im darauffolgenden Kapitel steht die integrative Rehabilitation im Vordergrund und es wird auf Veränderungsmöglichkeiten und adäquate Hilfsangebote Drogen gebrauchender Menschen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Lebenslage eingegangen, wobei die Konzepte Therapie statt Strafe und das Heroin - Projekt, eine heroingestützte Behandlung Opiatabhängiger, vorgestellt und miteinander verglichen werden.

Im Fazit werden die Ansätze zur Strafverfolgung und der Rehabilitation durch das Betäubungsmittelgesetz gegeneinander abgewogen, der Rahmen von Legalität und Illegalität, Ausgrenzung und Integration ausgelotet und nach Sinn und Zweck der Strafverfolgung durch das Betäubungsmittelgesetz gefragt. Darauf aufbauend werden Anforderungen an die Soziale Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen Drogen gebrauchender Menschen im Bereich der Drogenhilfe formuliert und die gegebenen Möglichkeiten durch das Betäubungsmittelgesetz kritisch hinterfragt.

1 Drogen

Es existieren unterschiedliche Definitionen des Begriffs Droge, auf die in den folgenden Ausführungen eingegangen wird, nicht nur auf ihre medizinische Definition und Wirkungsweise, sondern auch auf ihre gesellschaftliche Bewertung. Nicht jeder Drogengebrauch muss zur Drogenabhängigkeit führen, und beide nicht zu Konflikten mit dem Gesetz. Es sind ausschließlich die illegalen Drogen, deren Besitz, Erwerb, Handel und Weitergabe zu Konflikten mit dem Betäubungsmittelgesetz und zur Strafverfolgung führen können.

1.1 Definition: Droge

Zunächst ist Droge die ursprüngliche Bezeichnung für getrocknete pflanzliche und tierische, aber auch synthetischer Stoffe, die unter anderem als Arzneimittel verwendet werden. Die folgende Definition verdeutlicht die Wirkungsweise von Drogen:

”Drogen nennen wir alle psychoaktiven (auch: psychotropen) Substanzen pflanzlicher oder synthetischer Herkunft, die durch ihre Wirkung auf das Zentralnervensystem das Befinden und die Erlebnisweisen der Benutzer, ihre Sinnesempfindungen, ihre Stimmungen, ihr Bewußtsein beeinflussen. Das heißt: sie können die Benutzer z.B. anregen, beruhigen, dämpfen, berauschen, ihre Stimmung beheben (euphorisierende Wirkung) oder senken (deprimierende Wirkung). Das weltweit am häufigsten benutzte Mittel zur Stimmungsveränderung ist vermutlich der Kaffee. Alle Drogen können Anlass einer Sucht sein, d.h. sie haben ein mehr oder weniger hohes Suchtpotenzial” (Loviscach 1996, S.17 f.).

Drogen müssen nicht unbedingt einen Rausch erzeugen oder zur Abhängigkeit führen. Auch ärztlich verordnete Medikamente mit Abhängigkeitspotenzial (z.B. Beruhigungs- und Schlafmittel) können Drogen sein. In der allgemeinen öffentlichen Diskussion werden jedoch mit Drogen vor allem die Rausch erzeugenden oder zur Abhängigkeit führenden Mittel bezeichnet und ihre negativen medizinischen und sozialen Auswirkungen erörtert (vgl. Drosdowski/Scholze-Stubenrecht/ Wermke 1997, S. 206).

Durch die Wirkung der psychoaktiven Substanzen werden die Drogen in legale und illegale Drogen unterteilt. Im deutschen Kulturkreis gehören vor allem Alkohol, Nikotin, Kaffee und Tee zu den legalen Drogen. Ein geläufiger Begriff hierfür ist Genussmittel. Bei den illegalen Drogen wird unterschieden zwischen sogenannten weichen Drogen (z.B. Cannabis) und harten Drogen (wie z.B. Opiate, Amphetamine und synthetisch hergestellte Stoffe, sog. Designer-Drogen etc.). Damit sollen das Abhängigkeitspotenzial, die Gefährlichkeit und die Konsumformen der jeweiligen Drogen unterschieden werden (vgl. Loviscach 1996, S. 18 f.)[1].

Mit Drogen werden Suchtmittelabhängigkeit, Kriminalität und soziale Verelendung verbunden. Weit verbreitet ist der Gedanke, dass ein einmaliges Ausprobieren bereits süchtig und abhängig macht. Selten wird zwischen den einzelnen Drogenarten unterschieden und soziale Faktoren berücksichtigt, die suchtunterstützend bzw. abhängigkeitsfördernd sein können.

1.2 Drogengebrauch

Unter Drogengebrauch ist jeglicher Konsum von Rauschmitteln zu verstehen, egal in welcher Applikationsform. Der Gebrauch von Drogen ist keinesfalls mit einer Abhängigkeit gleichzusetzen, es geht hierbei um die Handlung an sich, den einfachen Umgang mit oder den Konsum von Substanzen. Dieser kann einmalig oder gelegentlich stattfinden (vgl. Loviscach 1996, S. 19 f.).

Der Drogengebrauch gehört seit jeher zur gesellschaftlichen Realität. Er lässt sich bis zu den Anfängen der Antike zurückverfolgen. In der europäischen Kultur spielte der Konsum von Alkohol, neben Cannabis und Opium, stets eine große Rolle. Je nach Kultur hatten die Drogen unterschiedliche Funktionen, sie waren zum Teil Nahrungsmittel und wurden täglich konsumiert. Durch den berauschenden Effekt wurden sie für Rituale, Feste und religiöse Handlungen eingesetzt. Vor allem Opium hatte den Status eines Heilmittels (vgl. Schmidt-Semisch/Nolte 2000, S. 20 ff.). Im 19. Jahrhundert konnten durch die Entwicklung neuer technischer und chemischer Verfahren neue Drogen entdeckt und hergestellt werden. So gewann 1874 der Engländer C.R.A. Wright die neue Droge Heroin aus dem Opium Morphin, welches die Firma Bayer 1898 als Medikament u.a. für Atemwegserkrankungen, Magenkrebs und Depressionen vermarktete. Kokain wurde 1860 von Albert Niemann entdeckt und seitdem vielfach als Heil- und Genussmittel eingesetzt (vgl. Schmidt-Semisch/Nolte 2000, S. 30 f.).

Auch heute werden Rauschmittel aus unterschiedlichen Gründen genutzt. Durch die bewusstseinsverändernde Wirkung können sie unterstützend sein

”...um Verhältnisse in ihrer Frustration und Irritation auszuhalten, um sich im gegebenen Elend zu betäuben (...), um Anforderungen und Überforderungen gerecht werden zu können (...), um die eigenen Kompetenzen zu steigern, um stark, wach und sensibel zu sein (...), Barrieren und Ängste zu überwinden (...), um sich zu unterscheiden, sich abzusetzen (...), um etwas Besonderes zu erfahren und zu sein (...), um aus dem Alltag auszubrechen, um Abenteuerliches, Verbotenes zu erfahren (...), um einen Rausch, um Ekstasen zu erleben (...), um zu kompensieren, um zu unterstützen, um glücklich zu sein, um zu fliehen. Drogen sind Mittel, um unterschiedliche Muster der Lebensbewältigung zu ermöglichen“ (Thiersch 1996, S. 55).

Je nachdem wie Drogen benutzt werden, können sie das Leben bereichern, oder zerstören. In gezieltem, maßvollen Gebrauch dienen sie dem Vergnügen oder der Entspannung. Der Gebrauch von Drogen kann auch Ausdruck eines Lebensstils sein, um sich bewusst von gesellschaftlichen Normen abzugrenzen, der aber auch zur Ausgrenzung durch die Mitmenschen führen kann. Nicht jeder Drogengebrauch führt zur gesellschaftlichen Isolation, Kriminalität und zu Konflikten mit dem Betäubungsmittelgesetz.

1.3 Drogenabhängigkeit

Aus dem einfachen Genuss von Drogen kann bei gesteigertem Konsum ein Missbrauch entstehen, daraus wiederum eine Abhängigkeit, die sowohl psychisch als auch physisch sein kann.[2] Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Drogenabhängigkeit als durch psychotrope (bewusstseinsverändernde) Substanzen herbeigeführte psychische Störungen und Verhaltensstörungen auf der Grundlage der International Classification of Deseases (ICD 10) nach folgenden Kernkriterien diagnostiziert:

- Es besteht ein starker Wunsch oder Zwang, Drogen/Medikamente zu konsumieren
- Die Fähigkeit der Kontrolle des Konsums scheint vermindert
- Bei Beendigung des Konsums oder Reduktion der Substanzmenge entstehen Entzugssyndrome
- Um Entzugssyndrome zu mildern oder zu vermeiden, werden erneut psychotrope Substanzen eingenommen
- Der Körper entwickelt eine Toleranz gegenüber der Substanzwirkung, d.h., es gibt eine Gewöhnung an eine bestimmte Dosismenge und die erwünschte Wirkung bleibt aus. Das führt zu einer Dosissteigerung, die bei KonsumentInnen ohne Toleranzentwicklung

u.U. tödlich sein kann.

- Es kommt zu einer zunehmenden Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen

zugunsten des Substanzkonsums

- Der Konsum hält an, trotz nachweislich eindeutiger Schäden im physischen und psychischen Bereich

(vgl. Dilling/Mombour/Schmidt 2005, S. 93 f.).

Wenn mindestens drei dieser Merkmale zutreffen, kann von einer Abhängigkeit gesprochen werden.

Es existieren zahlreiche Erklärungsmodelle zu den Entstehungsursachen von Drogenabhängigkeit. Die naturwissenschaftliche Theorie bezieht sich darauf, dass im Belohnungssystem des zentralen Nervensystems Rezeptoren vorhanden sind, die normalerweise durch Endorphine (körpereigene, morphinähnliche Stoffe) besetzt werden. Wird dem Körper stattdessen das genau auf diese Rezeptoren passende Opiat Heroin periodisch zugeführt, wird der Körper die eigene Produktion dieser Stoffe reduzieren. Fehlt dem Körper genügend Heroin, stellen sich Entzugssymptome ein. Um diese zu vermeiden, ist die KonsumentIn auf einen ständigen Heroingebrauch angewiesen, und somit von der Droge abhängig. (vgl. Schmidt-Semisch 1997, S. 42 ff.). Psychologische Erklärungsversuche gehen davon aus, dass es eine feststehende Suchtpersönlichkeit gibt. Das bedeutet, dass bestimmte Charakteristika einer Person suchtbegünstigend sein können. Psychoanalytische Ansätze unterstreichen frühkindliche Störungen der Persönlichkeit. Nach soziologischen Erklärungen kann das positive Erleben von Drogen innerhalb einer Gruppe die Abhängigkeit fördern.

Als Risikofaktoren für die Entstehung von Abhängigkeit können u.a. fehlende Bindungs- und Beziehungsstrukturen innerhalb der Familie, psychosoziale Belastungen durch negative Lebensereignisse und Schwierigkeiten der Identitätsentwicklung genannt werden. Stehen keine Kompetenzen zur Bewältigung belastender, frustrierender, negativer Erlebnisse oder Situationen zur Verfügung, kann die Droge als vermeintliche Alternative zur Problemlösung genutzt werden, wenn diesbezüglich positive Erfahrungen gemacht wurden (vgl. Loviscach 1996, S. 47 f.).

Bei langjährig abhängigen KonsumentInnen sind biographische Parallelen zu beobachten. Ihre Lebenssituationen waren schon vor Konsumbeginn durch schwierige Familienverhältnisse gekennzeichnet. Viele Drogengebrauchende wuchsen in Heimen auf, lebten mit nur einem Elternteil oder in Familien mit gravierenden sozialen Konflikten. Ebenso häufig sind massive physische, psychische oder sexuelle Gewalt anzutreffen, aber auch Vernachlässigung, Gleichgültigkeit, emotionale Ablehnung, Überbehütung oder zu starke symbiotische Beziehungen. Als weiterer suchtbegünstigender Faktor ist der legale oder illegale Drogenkonsum von Eltern zu nennen. Wenn sie zur Konfliktbewältigung Zigaretten, Alkohol, Medikamente oder Heroin benutzen, hat dies auch Auswirkungen auf ihre Kinder (vgl. Loviscach 1996, S. 62).

Bei der Entwicklung eines abhängigen Konsums spielt es eine entscheidende Rolle, auf welche sozialen Ressourcen (wie z.B. familiärer Rückhalt, stabile Partnerschaft, Arbeit usw.) und andere Alternativen bei einer Konfliktlösung zur Verfügung stehen. Werden positive Erfahrungen nur mit der Droge gemacht (euphorisierende, beruhigende, dämpfende Wirkung), fördert dies den Dauerkonsum der Droge, besonders von Heroin. Denn Heroin kann nicht nur physischen, sondern auch psychischen Schmerz betäuben. Deutlich wird dies noch einmal in einer Studie vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) über Drogenkonsumentinnen. Die befragten Patientinnen einer Suchtfachklinik nannten als Konsummotiv "das Vergessen negativer Erfahrungen oder der als belastend erlebten Wirklichkeit" (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung 2003, S. 33).[3] Aus dieser Sicht kann der Gebrauch von Drogen auch als Selbstmedikation verstanden werden, sozusagen als Möglichkeit, schwierige Situationen und psychische Symptome auszuhalten oder vorübergehend zu beseitigen.

Es ist nicht sinnvoll, sich auf ein einzelnes Erklärungsmodell zu stützen, denn bei jeder Form des Substanzgebrauchs und bei einer Abhängigkeit spielen unterschiedliche individuelle, soziale, medizinische und gesellschaftliche Faktoren eine Rolle. Die Entstehungsformen sind vielschichtig und im Einzelfall sehr unterschiedlich. So kann z.B. Heroin trotz seines hohen Abhängigkeitspotenzials sporadisch konsumiert werden, ohne dass eine Abhängigkeit entsteht (vgl. Loviscach 1996, S. 47 f.). Folglich führt also wiederholter Substanzkonsum nicht zwingend zu einer Abhängigkeit. Es muss zunächst eine Bereitschaft zum Fortsetzen des Konsums bestehen. Diese Bereitschaft kann durch ein ein- oder mehrmaliges Ausprobieren eines Rauschmittels entstehen, z.B. durch die Verdrängung bestimmter Probleme durch die Droge (Brömer/Becker 2002, S. 226).

[...]


[1] Da Alkohol und Tabak ebenfalls ein großes Abhängigkeitspotenzial, sowie gesundheitliche Schädigungen zur Folge haben können, sei darauf aufmerksam gemacht, dass die Bewertung der Gefährlichkeit und des Suchtpotenzials von Drogen und somit ihre strafrechtliche Verfolgung eine willkürliche Entscheidung seitens des Gesetzgebers ist.

[2] Der Begriff Drogenabhängigkeit ist sehr oft mit negativen Bedeutungen verhaftet. Daher wird in den weiteren Ausführungen der Arbeit, die nicht die Drogenabhängigkeit an sich behandeln, der ‚neutralere‘ Begriff des Drogengebrauchs oder des Drogenkonsums benutzt.

[3] Untersucht wurde der Zusammenhang von Drogengebrauch und erlebten Gewalterfahrungen in der Kindheit und Suizidversuchen. Fast zwei Drittel der Frauen, die an dieser Studie teilnahmen, stammten aus einer Herkunftsfamilie mit Suchtproblemen.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Zu Bedeutung und Sinn der Strafverfolgung Drogen konsumierender Menschen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Lebenslage
Hochschule
Hochschule Hannover
Veranstaltung
Akzeptanzorientierte Drogenarbeit
Note
gut
Autor
Jahr
2005
Seiten
34
Katalognummer
V50582
ISBN (eBook)
9783638467773
ISBN (Buch)
9783638661102
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung, Sinn, Strafverfolgung, Drogen, Menschen, Berücksichtigung, Lebenslage, Akzeptanzorientierte, Drogenarbeit
Arbeit zitieren
Jasmin Rauland (Autor), 2005, Zu Bedeutung und Sinn der Strafverfolgung Drogen konsumierender Menschen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Lebenslage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50582

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