Prüfung einer Auftragsbestätigung beim Wareneinkauf. Unterweisung Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2019

9 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Adressatenanalyse
1.1. Beschreibung des Betriebes
1.2. Beschreibung des Auszubildenden
1.3. Stärken- und Schwächenprofil des Auszubildenden
1.4. Schwächenanalyse
1.5. Bisherige Entwicklung

2. Fachliche Analyse des Themas (Sachanalyse)
2.1. Vorangehende Ausbildungsinhalte
2.2. Nachfolgende Themen

3. Strukturierung der Kompetenzen/ Lernziele
3.1. Richtlernziel
3.2. Groblernziel
3.3. Feinlernziel
3.3.1. Kognitives Feinlernziel
3.3.2. Psychomotorisches Feinlernziel
3.3.3. Affektives Feinlernziel

4. Didaktische Begründung der Methode
4.1. Methodenauswahl
4.2. Zeitpunkt der Unterweisung
4.3. Ort der Unterweisung

5. Anwendung der Methode
5.1. Schlussphase

6. Planung und Sicherung des Lernerfolges

1. Adressatenanalyse

1.1. Beschreibung des Betriebes

Die XXX GmbH wurde tt.mm.jjjj gegründet. Der Produktionsschwerpunkt liegt in dem Einkauf sowie Verkauf von Stahl, wobei zusätzlich Veredelungen in den betriebseigenen Lagerhallen durchgeführt werden. Der Mitarbeiterstamm beläuft sich aktuell auf 60 Personen.

1.2. Beschreibung des Auszubildenden

Kevin ist 19 Jahre alt und befindet sich im 1. Ausbildungsjahr zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Vor dem Beginn seiner Ausbildung hat er die Fachhochschulreife abgeschlossen. Kevin wohnt zurzeit noch bei seinen Eltern. Die Mutter ist Hausfrau und der Vater arbeitet in einer angestellten Position bei der Sparkasse. In seiner Freizeit spielt er gerne Fußball. In seiner Mannschaft spielt Kevin im Sturm und ist Spielführer der Mannschaft. Er wird von seinen Teamkollegen für sein Engagement sehr geschätzt. Auch in seiner Freizeit ist er für den Verein tätig und trainiert die Minikicker Mannschaft.

1.3. Stärken- und Schwächenprofil des Auszubildenden

Kevin ist ein sehr geduldiger Mensch und sehr ausgeglichen, sodass stressige Situationen innerhalb des Tagesgeschäftes ihn nicht aus der Ruhe bringen. Auch ist Kevin sehr hilfsbereit und bietet seine Hilfe gerne den Kollegen an. Dies ist jedoch zum Teil problematisch, da Kevin oft seine Aufgaben aus den Augen verliert und er hin und wieder an seine eigentlichen Tätigkeiten erinnert werden muss. Die KollegInnen schätzen sein Engagement sehr, da sie seine schnelle Auffassungsgabe loben. Kevin ist zudem immer sehr höflich zu den Kunden und versucht stets lösungsorientiert zu arbeiten. Kevin ist ein kommunikativer Lerntyp und versteht Zusammenhänge sehr gut im Gespräch.

1.4. Schwächenanalyse

Wie bereits beschrieben verliert Kevin vor lauter Hilfsbereitschaft hin und wieder seine eigentlichen Aufgaben aus den Augen. Auch nimmt ihn sein Lieblingsthema, der Sport, oft so ein, dass er sich des Öfteren mit Kollegen „verquatscht“. Aufgrund seiner hohen Auffassungsgabe neigt Kevin zur Selbstüberschätzung und versucht Probleme alleine zu lösen, obwohl die Hilfe der erfahrenen Mitarbeiter nötig ist.

1.5. Bisherige Entwicklung

Kevin hat sich gut ins Team eingegliedert und den Tagesablauf kennengelernt. Er weiß, welche Mitarbeiter für welche Bereiche zuständig sind. Dem jetzigen Ausbildungsstand ist seine theoretische sowie praktische Entwicklung entsprechend. Kevin stellt sich neuen Herausforderungen. Dennoch muss er akzeptieren, dass die Ausbildung ein Lernprozess ist, wodurch Wissen im Laufe der Lehrjahre angeeignet wird und sich hierbei auch die Komplexität steigert.

2. Fachliche Analyse des Themas (Sachanalyse)

2.1. Vorangehende Ausbildungsinhalte

Kevin hat im Vorfeld den Prozess der Materialanfrage bei den Lieferanten kennengelernt und unter Aufsicht ausgeübt. Kevin weiß, dass auf die Anfragen diverse Angebote folgen. Unter Anleitung durch den Mitarbeiter im Einkauf wurde Kevin Faktoren zur Prüfung der Angebote vermittelt. Diese Punkte sind: das angebotene Material, die Materialpreise, die Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie der Liefertermin. Nach der Auswertung des zuvor beschriebenen Prozesses hat Kevin mithilfe des Ausbilders den Bestellvorgang unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kunden ausgeführt.

2.2. Nachfolgende Themen

Nach Eingang der Auftragsbestätigung des Lieferanten wird diese auf Richtigkeit geprüft. Dazu wird die Bestellung des Kunden, das Angebot des Lieferanten und die firmeninterne Bestellung herangezogen. Folglich werden diese auf vollständige und korrekte Firmenanschrift, Belegnummer, Lieferdatum, Lieferanschrift, Lieferbedingung, Kontakt Polier vor Ort, Menge + Ware, vereinbarte Preise sowie Zahlungsbedingung geprüft.

3. Strukturierung der Kompetenzen/ Lernziele

3.1. Richtlernziel

Das Richtlernziel ist Lfd. Nr. 2.3 Wareneinkauf (§ 4 Abs. 1 Nr. 2.3). Der Wareneinkauf ist ein Teil des Ausbildungsberufsbildes und gehört zu den täglich auftretenden Prozessen, diese gehören zur betrieblichen Funktion der Beschaffung und dienen damit der Erfüllung des Betriebszwecks.

3.2. Groblernziel

Die zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse sind folgende:

a) Bezugsquellen ermitteln und Angebote einholen
b) Angebote insbesondere hinsichtlich Art, Beschaffenheit, Qualität, Menge, Preis, Verpackungskosten, Lieferzeit, Liefer- und Zahlungsbedingungen vergleichen
c) Waren bestellen, Auftragsbestätigungen prüfen.

Das Groblernziel beinhaltet noch weitere zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse, diese werden jedoch in einer weiteren Unterweisung an den Auszubildenden herangetragen. Der Vollständigkeit werden diese nun benannt:

d) Vertragserfüllung prüfen, insbesondere Liefertermine überwachen und bei Verzug mahnen
e) Eingangsrechnungen und Lieferpapiere sachlich und rechnerisch prüfen
f) Reklamationen unter Berücksichtigung der vertraglichen Verpflichtungen bearbeiten.

Dieses Groblernziel lässt sich in zwei Unterweisungen aufteilen, da dieses Ziel Prozesse und Vorgänge beinhaltet, die nicht unmittelbar im Anschluss fertiggestellt werden können.

3.3. Feinlernziel

Mit einem Feinlernziel wird ein erwünschtes Endverhalten konkret beschrieben. Ein Groblernziel besteht auf vielen Feinlernzielen. Im Feinlernziel werden die betriebsspezifischen Inhalte beschrieben

Die SMART Methode ist eine strategische Vorgehensweise, um Ziele zu definieren und einzuhalten. Erfolge durch das Erreichen von Zielen motivieren dazu, neue Herausforderungen für größere Ziele anzunehmen.

Jeder Buchstabe steht für ein Kriterium, diese sind für die Zielformulierung notwendig.

Erst wenn alle Kriterien umgesetzt sind, wird die SMART Methode erfolgreich genutzt.

S pezifisch: Spezifisch sind Ziele, wenn sie eindeutig definiert werden.

Prüfung der Auftragsbestätigung auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

M essbar: Das Ziel muss quantitativ und qualitativ messbar sein.

Der Bestellvorgang wird im Beisein des Ausbilders selbstständig durchgeführt. Der Auszubildende kann dabei die notwendigen Schritte nennen und begründen.

A ttraktiv: Das Ziel muss für alle attraktiv und akzeptabel sein. Es wird immer positiv und mit aktiven Verben formuliert. Das Ziel soll eine positive Erfahrung sein.

Die Auftragsabwicklung ist ein täglicher Vorgang, der den Auszubildenden dazu befähigt selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Außerdem hat der Auszubildende die Möglichkeit mit Kunden und Lieferanten in Kontakt zu treten.

R ealistisch: Das Ziel muss sich realistisch erreichen lassen, damit jeder motiviert ist, das Ziel zu erreichen. Um ein größeres Ziel zu erreichen, lassen sich vorab realistische kleinere Ziele formulieren. Ziele sollen aber auch eine Herausforderung sein. Kompetenzen und Ressourcen müssen hier beachtet werden!

Der Auszubildende hat bereits im Vorfeld die Angebotsauswertung erlernt, sodass sich die Auftragsbestätigung/ Auftragsabwicklung nun als nächstes realistisches Ziel anbietet. Dieses Ziel baut außerdem auf die Erreichung des nächsten Ziels auf, welches die Überwachung der Liefertermine und letztlich die Kontrolle der Eingangsrechnung darstellt.

T erminiert: Ziele lassen sich kontrollieren, wenn ein Zeitpunkt für ihre Erreichung vereinbart wird. Es wird ein konkreter Zeitpunkt bestimmt, an dem es erreicht sein soll.

Wenn ein Bestellvorgang komplett abgeschlossen wurde.

3.3.1. Kognitives Feinlernziel

Der Auszubildende kann etwas formulieren, beschreiben und beurteilen. Ein kognitives Feinlernziel bedeutet, dass die Vermittlung von Kenntnissen und Wissen verfolgt wird, insofern spielen sich die Vorgänge im Kopf ab. In diesem Fall kann der Auszubildende die Wichtigkeit der Auftragsbestätigung einordnen und ihm ist die sorgfältige Prüfung bewusst. Zudem kann der Auszubildende sein Handeln begründen.

3.3.2. Psychomotorisches Feinlernziel

Der Auszubildende kann etwas anwenden, erproben und üben. Psychomotorik ist der vom Willen des Menschen bewusst gesteuerte Bewegungsablauf.

Hierbei wendet der Auszubildende das Wissen aus dem kognitiven Feinlernziel an, indem ihn dieses handlungsfähig macht. Dementsprechend wird hier die Kognition mit der Psychomotorik verknüpft.

3.3.3. Affektives Feinlernziel

Hier wird dem Auszubildenden die Handlung bewusst. Er erkennt die Wichtigkeit. Dieses Feinlernziel betrifft die Verhaltensweisen, Einstellungen, Interessen, Gewohnheiten und Emotionen.

Durch die fachgerechte Ausführung des Vorganges wird dem Auszubilden bewusst, dass der Prozess zu einem positiven Ergebnis führt, welches für den Auszubildenden als gelungen eingeschätzt werden kann sowie auch für das Unternehmen als erfolgreich bewertet wird. Dies weckt dementsprechend auch das Interesse des Auszubildenden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Prüfung einer Auftragsbestätigung beim Wareneinkauf. Unterweisung Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau
Hochschule
IHK Münster
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
9
Katalognummer
V509695
ISBN (eBook)
9783346075116
ISBN (Buch)
9783346075123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prüfung, auftragsbestätigung, wareneinkauf, unterweisung, groß-, außenhandelskaufmann/-frau
Arbeit zitieren
Sven Arnusch (Autor), 2019, Prüfung einer Auftragsbestätigung beim Wareneinkauf. Unterweisung Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509695

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