Migration in Schweden. Zwischen Umsetzung der Multikulturalismus-Politik und Absonderung in den Großstädten


Diplomarbeit, 2006
116 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schweden – ein Überblick

3. Die Entwicklung der Migration in Schweden: vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland
3.1 Emigration
3.2 Die Einwanderung vor dem 2. Weltkrieg
3.3 Die Einwanderung während des 2. Weltkrieges
3.4 Die Einwanderung nach 1945

4. Migrationspolitik – von der Assimilation zum Multikulturalismus

5. Die Einwanderer und der Arbeitsmarkt
5.1 Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
5.2 Beschäftigungsintegration
5.3 Branchensegregation

6. Ethnische Segregation auf dem Wohnungsmarkt
6.1 Der Segregationsbegriff
6.2 Das „Millionenprogramm“
6.3 Ethnische und soziale Siedlungsmuster
6.4 Ethnische Hierarchien auf dem Wohnungsmarkt
6.5 Die Macht der Vermieter
6.6 Die Stigmatisierung bestimmter Wohngegenden durch die Medien
6.7 Maßnahmen

7. Schlussbetrachtung

8. Anhang
8.1 Schwedens Einwanderungs- und Integrationspolitik
8.2 Im Ausland Geborene 1985 sowie die Zunahme/Abnahme von 1986-2003 nach Herkunftsländern (in tausend)
8.3 Die Gemeinden mit dem höchsten Anteil an im Ausland Geborenen 1970
8.4 Relative Repräsentation von im Ausland Geborenen in
schwedischen Gemeinden 1980-1995
8.5 Abkürzungsverzeichnis
8.6 Glossar
8.7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Schweden in Europa

Abbildung 2: Einwanderung nach Schweden

1875-2003 und Auswanderung aus

Schweden 1851-2003

Abbildung3: Einwanderung nach Schweden aus

dem Baltikum, den nordischen Ländern,

Deutschland und Polen 1940-1950

Abbildung 4: Herkunft im Ausland Geborener

1950 und

nach Ländern

Abbildung 5: Herkunft im Ausland Geborener

1950 und

nach Ländergruppen

Abbildung 6: Herkunft im Ausland Geborener

1985 und

nach Ländergruppen

Abbildung 7: Schwedens Bevölkerung am 31.12

aufgeteilt nach Geburtsland

und Geschlecht (in tausend)

Abbildung 8: Schwedens Bevölkerung am 31.12

nach eigenem und nach Herkunftsland

der Eltern (in Prozent)

Abbildung 9: Alterstandardisierte Beschäftigungsraten

für im Aus- und Inland geborene Frauen (a) und

Männer (b) im Alter von 16-64, 1960-

(in Prozent)

Abbildung 10: Skärholmen 1968

Abbildung 11: bekannte Viertel des „Millionenprogrammes“:

11a: Rinkeby

11b: Rosengård

11c:Biskopsgården

Abbildung 12: Relative Repräsentation von im Ausland Geborenen

in schwedischen Gemeinden 1980-1995

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Bevölkerung Schwedens 1960-2000,

aufgeteilt nach dem

Geburtsland ausgewählter Gruppen

Tabelle 2: altersnormierte Beschäftigungsrate

für ausgewählte Gruppen im Ausland

Geborener 1970, 1990 und 2001 (Prozent)

Tabelle 3: Branchen, in denen im Ausland Geborene

einen größeren Anteil ausmachen, als

ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung

(in Prozent der Erwerbstätigen in der

Jeweiligen Branche (1999))

Tabelle 4: mittleres Einkommen, Beschäftigungsgrad

und Wohnsegregation für ausgewählte

Nationalitäten im Verwaltungsbezirk Stockholm

1995 und 1999 (2000)

Tabelle 5: Schwedens Einwanderungs- und Integrationspolitik

in chronologischer Reihenfolge

Tabelle 6: Im Ausland Geborene 1985 sowie die

Zunahme/Abnahme von 1986-2003 nach Herkunftsländern (in tausend)

Tabelle 7: Die Gemeinden mit dem höchsten Anteil an

im Ausland Geborenen 1970

1. Einleitung

Der Prozess kultureller Begegnung zwischen der Bevölkerung eines Landes und den EinwanderInnen passiert nicht von Heute auf Morgen, sondern erstreckt sich meist über Generationen.

In Schweden erfolgte die Masseneinwanderung und damit der Schritt in eine multiethnische und multikulturelle Gesellschaft erst in der Nachkriegszeit.

Schweden ist ein alter Nationalstaat mit einer langen Tradition kultureller und religiöser Homogenität.

Etwas, das mit der amerikanischen Sklavengeschichte oder den Bindungen an ehemalige Kolonien, wie beispielsweise in Frankreich, Großbritannien oder den Niederlanden, vergleichbar wäre, gab es in Schweden nicht.

Wie in vielen anderen Ländern Europas hat sich die Einwanderung in den 1990ern noch einmal verstärkt. Zur gleichen Zeit wurde die schwedische Wirtschaft von einer ungewöhnlich harten Rezession getroffen.

Von den 4,4 Millionen Arbeitsplätzen gingen allein zwischen 1991 und 1993 rund 550.000 verloren.

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre besserte sich die Lage zwar, doch die Situation für Immigranten auf dem Arbeitsmarkt blieb schwierig.

Dank der umfangreichen staatlichen Unterstützung für Arme konnte es bis heute weitgehend vermieden werden, dass sich eine echte Unterschicht in Schweden bilden konnte.

Dennoch hat die wirtschaftliche Entwicklung in Verbindung mit einer ausgeprägten ethnischen Segregation zu wachsenden Problemen vieler Immigranten, vor allem in den Vororten der großen Städte, geführt.

Heute sind von den 9 Millionen schwedischen Einwohnern circa 1,5 Millionen entweder selbst in einem anderen Land geboren worden oder Kinder von EinwanderInnen[1].

Der erhöhte Zustrom von Ausländern erfolgte in den letzten Jahrzehnten insbesondere aus Ländern, die große kulturelle Unterschiede zu Schweden aufweisen. Diese Entwicklung hin zu einer bedeutenden Veränderung der Zusammensetzung der schwedischen Bevölkerung[2] führte zu vielen neuen Anforderungen sowohl an Organisationen, Behörden, politische Parteien und verantwortliche Politiker als auch an den einzelnen Bürger.

Nach der erfolgten Zuwanderung geht es jetzt um die Integration der so genannten »nysvenskar«, der neuen Schweden.
M å ngfald, die Vielfalt der Völker, die Gott der jüdischen Kultur und Tradition zufolge wünschte und daher in der mythischen Erzählung vom „Turmbau zu Babel“ gezielt hervorrief, ist heute ein Grundpfeiler der offiziellen schwedischen Integrationspolitik geworden.

Und obwohl das Erlernen der schwedischen Sprache stets als Voraussetzung für eine Integration in die schwedische Gesellschaft betrachtet wurde wird heute versucht, den Einwanderern die Möglichkeit zu geben, ihre Kultur und Sprache zu erhalten.

Bereits Ende der 1970er Jahre wurden in Schweden ungefähr 130 fremde Sprachen gesprochen[3].

Auf der anderen Seite war es stets eines der Hauptanliegen der schwedischen Wirtschafts- und Sozialpolitik, räumlicher Konzentration von Immigranten entgegenzuwirken.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Einwanderung nach Schweden zu geben und zu beleuchten, wie der schwedische Wohlfahrtsstaat auf die Anwesenheit von Einwanderern reagierte.

Hierbei ist es besonders interessant, sich ausgehend von den integrationspolitischen Zielen der Regierungen seit Mitte der 1970er, einmal die Ergebnisse vor allem in Bezug auf den Arbeits- und Wohnungsmarkt anzusehen.

Es soll außerdem die Frage geklärt werden, inwieweit das Herkunftsland bei den Chancen des Aufbaus einer erfolgreichen Existenz in Schweden eine Rolle spielt und ein näherer Blick auf die Ursachen der immer augenscheinlicheren ethnischen Segregation geworfen werden[4].

2 . Schweden – ein Überblick

Wer an Schweden denkt, der verbindet es meist mit Wohlstand, Urlaub im rot gestrichenen Holzhaus und einer Idylle im Geiste Astrid Lindgrens. Das einstmals weite Teile Nordeuropas beherrschende Königreich ist sich, wenngleich inzwischen Mitglied der EU, auch heute noch seiner Rolle als neutraler Staat bewusst. Und so blieb das Land bis heute zumindest der NATO fern. Am 14. September 2003 stimmte Schweden gegen den Euro[5] ab[6].

Wirtschaftlich ist Schweden geprägt von Großindustrie und Export[7].

Es gibt in kaum einem anderen Land, gemessen an der Bevölkerungszahl, mehr internationale Konzerne.

Man verbindet Schweden, dass als „amerikanischer“ als die meisten anderen europäischen Länder gilt, mit Namen wie Electrolux, Ericsson, Volvo, Saab, Ikea, H&M und Tetra Pak.

Der UNCTAD zufolge besitzt Schweden unter allen Ländern die höchste Innovationsfähigkeit[8].

Außerdem belegt das Land einen der vordersten Plätze in punkto Wettbewerbsfähigkeit, im Aufwand für Forschung und Entwicklung, in der Arbeitsproduktivität und in der Fähigkeit, neue Technologien rasch in die Produktion umzusetzen.

Doch wie Urban Backström, der Geschäftsführer des Unternehmerdachverbandes, klagen immer mehr auch in Schweden über den Export von Arbeitsplätzen.

Der internationale Preisdruck treibt Firmen trotz Rekordgewinnen dazu, in Osteuropa und China produzieren zu lassen.

Viele schwedische Konzerne werden von ausländischen Firmen aufgekauft. 10.000 Auslandsunternehmen beschäftigen heute gut eine halbe Million Schweden[9].

Schweden und Norwegen lagen 1994 mit Ausgaben für Flüchtlinge von $9 - $10 pro Kopf der Bevölkerung pro Jahr weltweit an der Spitze.

In absoluten Zahlen belegte Schweden 1995 nach den USA, der Europäischen Kommission und Japan den Vierten Platz der größten Spenderländer an UNHCR[10] - Fonds[11].

Internationales Aufsehen erregte das Land zuletzt durch den Mord an der Politikerin Anna Lindh und die hohe Anzahl schwedischer

Tsunami- Opfer in Thailand.

Im folgenden wird als Themenhintergrund ein kurzer Einblick in Schwedens Geographie, Demographie und politische Struktur gegeben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Geographie

Das Königreich Schweden [Konungariket Sverige] hat eine Gesamtfläche von 449.964 km2 , von der 15% nördlich des Polarkreises liegen[12]. Schweden ist damit

das viertgrößte Land Europas[13] und ungefähr doppelt

so groß wie die alte Bundesrepublik[14]. Hierin enthalten sind 38.459 km2 Wasserfläche.

Schweden, das den östlichen Teil der Skandinavischen Abbildung 1: Schweden

Halbinsel einnimmt, erstreckt sich von Süden nach Norden in Europa[15]

über 1.577 km und ist 400 km breit. Durch die große Nord-Süd-Erstreckung, die von der mitteleuropäischen Westwindzone bis in die polare Klimaregion reicht, kommen starke klimatische Unterschiede innerhalb des Landes zustande.

Es ist in Schweden insgesamt deutlich wärmer, als es die Breitenlage vermuten lässt[16]. Durch dieses relativ milde Klima, hervorgerufen durch das Zusammenwirken warmer Winde mit atlantischen Luftströmen, ist der Anbau von Getreide und Kartoffeln selbst in den nördlichen Regionen möglich[17]. Trotzdem werden heute nur ungefähr 10% des Landes landwirtschaftlich genutzt[18].

Die Gebirgskette der Skanden fällt mehrere hundert Meter steil, dann jedoch in kleineren Stufen erst nach Osten und dann nach Südosten zur Ostsee hin ab. Dieser Abdachung nach Südosten folgen die meisten Flüsse des Landes.

In Südschweden, vor allem in Skåne, herrscht Hügelland vor.

Im Pleistozän entstanden die großen Grundmoränenflächen, die langen Endmoränenzüge, die Oser, die buchtenreichen Küsten, Schärenlandschaften und zahlreichen Seen, die 8,5% der Landesfläche ausmachen.

Bis heute ist die historische Dreiteilung in Götaland im Süden, Svealand in der Mitte und Norrland im Norden üblich[19].

Demographie

Schweden hat 9.042.663 Einwohner[20] (Stand: 1.1.2005) von denen allein 1.880.296 in der Hauptstadt Stockholm und Umgebung lebten.

Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem im südlichen Drittel des Landes[21].

Es gibt mit 4.558.878 Frauen zu 4.483.785 Männern einen leichten Frauenüberschuss[22].

Im Jahr 2004 betrug die Geburtenrate in Schweden 1,8 Kinder[23].

Die Bevölkerungsdichte beträgt mit 22 Einwohnern pro km2 nicht einmal ein Zehntel der Bevölkerungsdichte der Bundesrepublik Deutschland. 2002 lebten ungefähr 90,8% schwedische Staatsbürger, 2,5% Finnen und 1,7% Samen im Land[24].

Die Erwerbstätigenquote lag im März 2005[25] in der Altersgruppe zwischen 15 und 64 Jahren bei 72,0%, die Arbeitslosigkeit bei 5,5%[26]. Letztere schwankt seit 1999 ungefähr zwischen 6% und 3,8%[27].

Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen hat sich innerhalb eines Jahres um 25.000 verringert und lag im September 2005 bei 68.000 (±10.000). Die Anzahl der nicht berufstätigen Frauen[28] hat sich 2005 im Vergleich zum Vorjahr auffallend erhöht. Das Ziel der Regierung ist eine Beschäftigung von 80% der Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 64 Jahren auf dem regulären Arbeitsmarkt[29]. Auch Schweden leidet unter den Problemen einer alternden Bevölkerungsstruktur.

Prognosen besagen, dass die Zahl der RentnerInnen noch weiter anwachsen wird.

2004 gab es in Schweden bereits 1,55 Millionen RentnerInnen.

In den nächsten zehn Jahren wird die Anzahl voraussichtlich um 327.000 beziehungsweise 21% steigen und sich bis zum Jahr 2050 auf 2,44 Millionen erhöhen.

Die Einwohnerzahl wird in den nächsten zehn Jahren aller Voraussicht nach im Durchschnitt um 0,42 Prozent pro Jahr anwachsen und im Jahr 2015 9,44 Millionen betragen.
Schwedens Einwohnerzahl überschritt im Jahr 2004 die neun Millionen- Grenze, bis zum Jahr 2050 werden es wahrscheinlich 10,5 Millionen sein[30].

Nachdem sie, wenn auch die weitaus größte, eine neben vielen anderen religiösen Gemeinschaften geworden war, gab die evangelisch-lutherische Kirche am 1. Januar 2000 endgültig ihre Stellung als schwedische Staatskirche auf. Sie definiert sich seitdem als offene nationale Kirche.

Die Immigration der letzten fünf Jahrzehnte hatte auch einen Einfluss auf den religiösen Charakter des Landes.

Innerhalb christlicher Glaubensgemeinschaften waren es vor allem die orthodoxen und orientalischen Kirchen, die die Zahl ihrer Mitglieder vergrößern konnten.

Die römisch- katholische Kirche hat in Schweden ungefähr 150.000 Mitglieder, unter ihnen viele spanische und polnische Immigranten.

Die am längsten in Schweden existente nicht- christliche Glaubensgemeinschaft ist das Judentum. Die erste Gemeinde entstand bereits 1776.

Seit dem Jahr 2000 hat Stockholm auch eine große Zentralmoschee.

Die Zahl der Menschen mit muslimischem Hintergrund dürfte insgesamt bei 250.000 – 300.000 oder sogar mehr liegen.

Heute ist religiöser Pluralismus ein Faktum und Schweden zählt zu den am meisten säkularisierten Ländern der Welt[31].

Politische Struktur

Schweden ist eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Staatsoberhaupt ist seit 1973 König Karl XVI. Gustav.

Regierungschef ist seit März 1996 Ministerpräsident Göran Persson. Das Einkammer-Parlament, der Reichstag, hat 349 Abgeordnete[32] und wird alle vier Jahre neu gewählt. Im Reichstag sind sieben Parteien vertreten[33]. Zur Zeit wird Schweden von einer sozialdemokratischen Minderheitenregierung mit Unterstützung der Grünen und der Linkspartei regiert. Das Königreich ist in 21 Provinzen [ län ] gegliedert. Die kommunale Selbstverwaltung geschieht durch die 289 Gemeinden [ kommun ] und die Provinziallandtage [ landsting ]. In Schweden gilt das Öffentlichkeitsprinzip. Behördliche Schriftstücke sind mit geringen Ausnahmen der Presse und allen Privatpersonen zugänglich.

Die Ombudsmänner[34] [ ombudsmän ] sollen die Rechte des Einzelnen beim Kontakt mit den Behörden schützen und die Befolgung wichtiger Gesetze sicherstellen[35].

Die schwedische Wohlfahrtsgesellschaft

Schweden baute im 20. Jahrhundert mit Hilfe des weltweit höchsten individuellen Steuerdrucks das Volksheim Schweden [36] auf, einen oft als großzügigstes allgemeines Wohlfahrtssystem der Welt bezeichneten Staat.

Wenn auch nie ernsthaft an der in Schweden herrschenden und fest verwurzelten Marktwirtschaft gerüttelt wurde, so bedienten sich die sozialdemokratischen Regierungen[37] in ihrer fast das gesamte 20. Jahrhundert hindurch währenden Regierungszeit doch zahlreicher Ideen des Sozialismus[38]. Schweden galt lange Zeit als sozialdemokratisches Musterland, dass von vielen europäischen Linken als gelungenes Beispiel für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft gesehen wurde.

Fast nirgendwo sonst kam der Wohlstand der Bevölkerung ausgewogener und in höherem Maße zugute als in Schweden.

„Av var och en efter förmåga, åt var och en efter behov[39] wurde zum radikalen Motto.

Man wollte einen Wohlfahrtsstaat aufbauen, in dem jedem „jederzeit eine grundlegende soziale Sicherheit in allen Phasen des Lebens“ garantiert werden sollte[40].

Bereits 1938 kam es im Saltsjöbaden- Akommen zu einer Verpflichtung zur Zusammenarbeit zwischen dem gewerkschaftlichen Dachverband und dem Schwedischen Arbeitgeberverband[41].

Das Volk verpflichtete sich darin, nicht mehr in die Handlungsfreiheit der Unternehmer einzugreifen, während diese wiederum eine weitgehende politische Regulierung der Verteilung der Ergebnisse akzeptierten.

Die Produktion blieb also privat, während der Konsum und die Reproduktion vergesellschaftet wurden[42].

1944 erarbeitete der Reformsozialist Ernst Wigforss die Richtlinien einer „industriellen Demokratie“. Er legte damit den Grundstein für eine aktive Beschäftigungspolitik und einen erhöhten Einfluss des Staates auf das Wirtschaftsleben[43].

Da das im Zweiten Weltkrieg neutral gebliebene Schweden mit seiner intakten Industriestruktur den europäischen Wiederaufbau bedienen konnte, kam es zu einem rasanten industriellen Wachstum[44].

Hierdurch wurde die Einwanderung nach dem Zweiten Weltkrieg angeregt.

In der politischen Kultur Schwedens gibt es ein großes Bedürfnis nach Einigkeit und Kontinuität, weshalb die Suche nach Kompromissen stets eine wichtige Rolle spielte. Es herrscht in der schwedischen Gesellschaft ein starkes Einvernehmen über die Verantwortung für die Wohlfahrt jedes Einzelnen[45].

Für diese kollektivistische Solidarität wurde zum Teil eine hohe kulturelle Homogenität und eine beträchtliche historische Kontinuität dessen, was als Volk und Nation gilt, als ursächlich erklärt[46].

Der Begriff „Volksheim“ wurde von den Regierungen auch ganz wörtlich genommen. Das schwedische Volk erlebte nach dem Krieg eine großzügige sozialdemokratische Wohnungspolitik[47], jeder sollte sein eigenes Heim erhalten.

In den 1960er Jahren wurde eine Offensive zur Umgestaltung der schwedischen Gesellschaft in Angriff genommen.

Ziele waren mehr Gleichheit und bessere Lebensbedingungen für alle. Dank der Steuereinnahmen konnte ein Teil des Wohlstandsgewinns in sozialisierter Form an die gesamte Gesellschaft zurückgegeben werden[48]. Die Erhöhung der Altersrenten, kostenlose Schulspeisung, Erhöhungen des Urlaubsanspruches, eine Steuergesetzgebung zum Nachteil von Vermögenden, Erhöhungen des Kindergelds, Schulgeld, Verkürzungen der Arbeitszeit, eine obligatorische Krankenversicherung sowie im Rahmen einer solidarischen Lohnpolitik eine Annäherung der Löhne und Gehälter von Niedrig- und Spitzenverdienern waren die eine Seite dieser Politik[49].

Auf der anderen Seite verminderten sich aufgrund der hohen Besteuerung die Nettoeinkünfte[50].

Bezüglich der sozialen Sicherung, der Gesundheitsversorgung und der Altersvorsorge gab es in diesem System nie eine freie Entscheidungsmöglichkeit[51].

Damit zeigte sich die breite Öffentlichkeit jedoch fortdauernd einverstanden, da sich ihr Augenmerk stets vor allem auf den Ausbau der sozialen Infrastruktur richtete.

Die Blütezeit der schwedischen Wohlfahrt war von einer hohen Zentralisierung der Entscheidungsstrukturen gekennzeichnet. So gut wie jeder lohnabhängig Beschäftigte gehörte einer Gewerkschaft an, die Arbeiter zudem meist noch der sozialdemokratischen Arbeiterpartei[52]. Auch der Alltag wurde durch die Mitgliedschaft in zahlreichen Verbänden und Vereinen stark durchorganisiert[53].

Der Ausbau des Bildungssystems in den 1970er Jahren sollte zum Abbau von ökonomischen und sozialen Barrieren führen[54].

Durch den Ausbau staatlicher sozialer Dienste wurde auch die Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt gefördert[55].

Anders als in der Bundesrepublik Deutschland, wo die Familien unterstützende Sozialeinrichtungen weit weniger ausgebaut sind, ist die Frauenerwerbstätigkeit daher vergleichsweise hoch[56].

1990 wurden bereits 51% aller Kinder im Vorschulalter in öffentlichen Kindergärten untergebracht oder von öffentlich bezahlten Tagesmüttern betreut, 24% wurden von einem Elternteil während des so genannten Elternurlaubs beaufsichtigt. Nur 6% der Mütter waren Hausfrauen[57].

Das schwedische System war und ist ein einmaliges Gesellschaftsexperiment, dass bei Gesellschaftswissenschaftlern und Politikern in der ganzen Welt stets großes Interesse weckte.

Es wurde sowohl als "Weg der Mitte" als auch als "Land, das seine Einwohner von der Wiege bis ins Grab schützt" bezeichnet[58].

Die „Verengung individueller Differenzierungsmöglichkeiten“[59] und die „Durchstaatlichung des Alltagslebens“[60] haben jedoch oft auch für Kritik an diesem System gesorgt, nicht zuletzt auch da die staatlichen Maßnahmen einen aufwendigen öffentlichen Sektor bedeuten[61].

In den letzten Jahrzehnten kam es zu einer Unterbrechung des ehemals hohen Wirtschaftswachstums[62].

Neue Arbeitsplätze wurden in der privat geführten Industrie nicht in ausreichendem Maße geschaffen[63] und die großen Konzerne haben damit begonnen, sich wie überall in Europa gesund zu schrumpfen[64].

Aufgrund der starken Belastung vor allem der Kleinunternehmer hat Schweden heute die niedrigste Investitionsquote der gesamten EU[65].

Heute haben die sozialen Sicherungssysteme mit schwerwiegenden finanziellen Schwierigkeiten und heftigen Strukturproblemen zu kämpfen.

Bereits Mitte der 1970er Jahre begann sich der gesellschaftliche Konsens langsam aufzulösen[66].

Die Steuerlast treibt seitdem immer mehr Wohlhabende zur Auswanderung und zur Kapitalflucht[67].

Die ethnische Homogenität des schwedischen Volkes, dessen fast alles Individualistische ablehnende Mentalität oft als mitursächlich für das Funktionieren des Volksheimes angesehen wurde, beginnt sich nicht zuletzt auch durch den Einfluss der immer größer werdenden Anzahl von Immigranten zu verändern[68].

Aber trotz alledem ist das schwedische Modell einer staatlich garantierten und finanzierten Grundsicherheit für die ganze Bevölkerung noch immer weitgehend funktionstüchtig[69].

Und so blieb ein Großteil der Schweden bis heute davon überzeugt, dass ihr „Volksheim“ nur durch den Staat, die Einheit von Gewerkschaften und Regierung und eine gerechte Besteuerung finanzierbar ist[70].

Daher ist Schweden auch heute noch das einzige Mitgliedsland der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), das eine Steuerlast von über 50% besitzt.

Das Land liegt damit seit einem Vierteljahrhundert in Europa unangefochten an der Spitze.

Und auch wenn sie etwas zu bröckeln beginnt, noch scheint sie zu halten, die „Clubmentalität“ zwischen den Sozialdemokraten und der für die exportabhängige schwedische Wirtschaft so zentralen Großindustrie[71].

Und ganz langsam scheint sich wieder ein Aufschwung der schwedischen Wirtschaft abzuzeichnen.

Die Kaufkraft ist 2005 um 4% gestiegen, das Wirtschaftswachstum betrug im dritten Quartal aufgrund des Anstiegs der Staatsausgaben durch die unerwartet hohen Steuereinnahmen 3,4%.

Die OECD glaubt, dass Schweden die anderen EU-Länder in den nächsten zwei bis drei Jahren übertrumpfen wird[72].

Ministerpräsident Persson sieht im Zusammenwachsen Europas auch in Zukunft Erfolg versprechende Bedingungen für ein konzentriertes Eingreifen des Staates in das Wirtschaftsleben[73]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Die Entwicklung der Migration in Schweden – vom Auswanderungs- zum Einwanderungsland

Abbildung 2: Einwanderung nach Schweden 1875-2003 und

Auswanderung aus Schweden 1851-2003[74]

Unter Migration versteht man die Wanderung von Individuen oder Gruppen im geographischen oder sozialen Raum[75] innerhalb oder zwischen Ländern.

Der Begriff beinhaltet folglich sowohl die Wanderung von (Emigration) als auch die Wanderung in (Immigration) ein Land.

Jeder Einwanderer ist also immer auch ein Auswanderer.

Die schwedische Migrationsbehörde[76] verwendet den Begriff für alle Arten von Umzügen, Wanderungen und Übersiedlungen, also für die erzwungene Wanderung - Flucht oder Vertreibung – und für die freiwillige Wanderung aus Studien-, Arbeits- oder familiären Gründen[77].

3.1 Emigration

Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Schweden neben Süd-, Ost- und Südosteuropa zu einem der Hauptausgangspunkte für transnationale Migrationen[78].

Über ein halbes Jahrhundert, von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1930, war Schweden vor allem ein Auswanderungsland[79].

Was viele Schweden dazu trieb, ihr Glück in der Ferne zu suchen, waren Armut, religiöse Verfolgung, ein fehlender Glaube an die Zukunft, politische Unfreiheit aber auch Abenteuerlust und Goldfieber[80].

Anders als in Deutschland setzte die Industrialisierung in Schweden erst relativ spät ein[81].

Die Zahl der Landbevölkerung nahm von ca. 2,2 Millionen im Jahr 1805 auf ca. 3,9 Millionen im Jahr 1890 zu[82].

Die starke Bevölkerungszunahme führte zu einer Erhöhung der Zahl der Landlosen. Die Nachfrage nach Arbeit und Wohnraum wurde größer als das Angebot, während die nordatlantischen Transportgesellschaften eine verlockende Alternative boten.

Die Nachfrage nach Boden konnte in den USA befriedigt werden, wo der Homestead Act[83] von 1862 die Möglichkeit bot, Land für wenig Geld zu erwerben.

Es kann mit Recht behauptet werden, das am Ende der 1880er Jahre eine große Aufbruchsstimmung unter den Jugendlichen in Schweden herrschte.

Von 1850 bis 1930 wanderten ungefähr 1,51 Millionen Menschen aus Schweden aus, allein 1,2 Millionen davon gingen nach Nordamerika.

Vor allem die Auswanderungen ab 1880 bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges waren sehr zahlreich und erreichten ihre Höhepunkte von 1881-1882 und 1887-1888.

Auslöser waren die Krise in der schwedischen Landwirtschaft und die damit umso verlockendere Hochkonjunktur in den USA.

Von den Schweden, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geboren wurden, wanderten ungefähr 20% der Männer und 1% der Frauen nach Amerika aus.

Die Einwanderungen nach Schweden machten in dieser Zeit vor allem heimkehrende Schweden aus.

Nach dem ersten Weltkrieg setzte sich die transatlantische Emigration, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, fort.

Sobald sich jedoch die Lebensumstände in Schweden, vor allem durch Ausweitung der industriellen Fertigung und der Tätigkeit im Baugewerbe verbesserten, schwand die Anziehungskraft Nordamerikas deutlich.

Ab Mitte der 1920er Jahre war die Einwanderung in die USA unregelmäßig, um nach dem Börsencrash von 1929 und der darauf folgenden Depression fast völlig zu verebben.

Für die im Land verbliebenen Menschen bedeutete die Auswanderung ihrer Mitbürger jedoch erst einmal eine Verbesserung der Lebensumstände, die vermutlich auch den schnellen Rückgang der Sterblichkeit positiv beeinflusste[84].

Mit dem zweiten Weltkrieg wandelte sich Schweden vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland.

Seit 1930 hatte Schweden dann endgültig eine größere Ein- als Auswanderung[85].

Trotz der Entwicklung hin zu einem Einwanderungsland stehen den 2,4 Millionen Zuwanderern nach dem zweiten Weltkrieg insgesamt 1,4 Millionen Auswanderer gegenüber. Die Länder, in die heutzutage die meisten Schweden ziehen, sind die USA, Norwegen und Großbritannien.

Da genaue Statistiken aus vielen Ländern fehlen schätzt man, dass heute insgesamt 300.000 Schweden im Ausland leben[86].

3.2 Die Einwanderung vor dem 2. Weltkrieg

Im Mittelalter herrschte in Schweden ein ständiger Streit um die Macht. Als im 12. und 13. Jahrhundert die norddeutsche Gegend zur dynamischsten Region Europas wurde, wurden die einstmals so wichtigen Kontakte Schwedens zu slawischen Königshäusern ersetzt.

Die starke Expansion der deutschen Wirtschaft zeigte sich bald im eisernen Griff der Hansa, einer deutschdominierten Vereinigung von Handelsstädten, um den Ostseehandel[87].

Was folgte war eine verstärkte Einwanderung der so genannten Hansadeutschen. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erreichte der politische Einfluss der Deutschen vor allem in Stockholm seinen Höhepunkt[88].

Diese erste deutsche Einwanderungswelle war der erste systematische Zuzug von Ausländern, den es in Schweden zu verzeichnen gab und führte zu einer Vermischung der beiden Sprachen[89].

Mit Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die deutsche Einwanderung von einer mehr gemischten abgelöst.

Es kam zu diesem Zeitpunkt außerdem zu kleineren Ansammlungen von Niederländern, Schotten, Russen, vor allem Kriegsgefangene, und Polen[90]. Die zu dieser Zeit zahlreich in Schweden ankommenden sowohl finnisch als auch schwedisch sprechenden Finnen wurden nicht als Ausländer gesehen.

Sie arbeiteten vor allem als Mägde und Knechte und machten den Großteil der Hafenarbeiter aus[91].

Gustav Vasas Konflikte mit Lübeck hätten 1535 fast zur Ausweisung der deutschen Einwanderer geführt, doch später rekrutierte eben dieser König zum Ausbau seiner Nation viele deutsche Söldner, die im 16. und 17. Jahrhundert starke Spuren in der schwedischen Armee hinterließen.

Im 16. Jahrhundert wurden die so genannten Savolax- Finnen aus Ostfinnland zur Bebauung des mittelschwedischen Inlands herangezogen[92], die sich vor allem im Mälartal niederließen[93].

Die Einstellung zu Zigeunern und anderen Reisenden war schon zu diesem Zeitpunkt von der feindlichen Haltung geprägt, die diesen Gruppen bis ins 20. Jahrhundert entgegen gebracht wurde[94].

Die schwedische Großmachtszeit zu Beginn des 17. Jahrhunderts wird oft als eine kosmopolitische Epoche bezeichnet. Betrachtet man die reine Anzahl an Einwanderern ist dies wohl übertrieben. Was stimmt ist, dass die sozialen, kulturellen und ökonomischen Eliten sehr internationale Züge aufwiesen[95].

Heute gibt es in Schweden ungefähr 30.000 Nachkommen der ca. 4.000 Wallonen, die im 17. Jahrhundert aus den Niederlanden zu den schwedischen Eisenwerken einwanderten und sich lange als ethnische Gruppe betrachteten.

Derzeit gibt es außer bestimmten Namen wie de Geer, Dubois oder Allard jedoch keine ethnischen Merkmale mehr und die Nachfahren der Wallonen sind vollständig in der Mehrheitsbevölkerung aufgegangen[96].

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden zahlreiche ausländische Wissenschaftler und Studenten ins Land geholt[97].

So kamen beispielsweise französische Künstler, Philosophen und Intellektuelle ins Land[98].

Das Gros der Bevölkerung war jedoch zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich homogen, was sich im 18. Jahrhundert nach der schwedischen Großmachtzeit noch verstärkte[99].

Als sich im 19. Jahrhundert allmählich die Idee des schwedischen Nationalstaats durchzusetzen begann, führte dies zu einer verstärkten Integration, einer Art Verankerung des Schwedischen.

Nachdem Schweden Finnland 1809 an Russland verlor, kam es zu einem Strom von finnischen Flüchtlingen[100].

Nach dem polnischen Aufstand 1863 gegen Russland wurden die Grenzen für Polen geöffnet, die als Flüchtlinge über die Ostsee nach Schweden kamen[101].

Einiges sollte sich mit der Industrialisierung des Landes ändern. Ab 1860 konnte man ungehindert ins Land reisen. Der wirtschaftliche Liberalismus führte zusammen mit einer verbesserten Kommunikation zur Aufhebung vieler Restriktionen in ganz Europa[102].

Viel des Wissens, das zum Aufbau der schwedischen Industrie nötig war, kam mit britischen Einwanderern ins Land[103].

So kam es, dass zwar ein großer Anteil unter den Firmenleitungen sowie unter den Ingenieuren ausländischer Herkunft war, die Arbeiterschaft jedoch zum Großteil aus Schweden bestand[104].

Als sich im 19. Jahrhundert die Steinbauweise der Häuser durchsetzte wurden Italiener ins Land geholt, die die Kunst des Handwerks, unter anderem der Stuckatur beherrschten, sowie italienische Musiker[105].

Besonders nach 1906 stieg die Zahl der Russen und Schweden wurde ein wichtiges Exil für Revolutionäre und Oppositionelle[106].

Doch bei der Einwanderung handelte es in absoluten Zahlen noch immer um eine zu vernachlässigende Randerscheinung.

In der Volkszählung des Statistischen Zentralbüros vom 31. Dezember 1910 hieß es noch, dass Schweden eines der Länder Europas sei, in denen die Anzahl Fremder am niedrigsten ist und das dies wohl teilweise der abgelegenen Lage des Landes zuzuschreiben sei.

Aus der damaligen Statistik geht hervor, dass die größten Einwanderergruppen in fallender Reihenfolge Norweger, Finnen, Dänen, Amerikaner, Deutsche und Engländer waren, unter ihnen ein großer Anteil an Kindern von ausgewanderten Schweden[107].

Die meisten Ausländer, die während des ersten Weltkrieges nach Schweden kamen emigrierten nach Kriegsschluss wieder[108].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.3 Die Einwanderung während des 2. Weltkrieges

Abbildung 3: Einwanderung nach Schweden aus dem Baltikum,

den nordischen Ländern, Deutschland und Polen

1940-1950[109]

Schweden begann während des Zweiten Weltkrieges damit, allmählich von seiner restriktiven Haltung zu Beginn des Krieges abzurücken und sich zu öffnen.

Obwohl in den Nachbarländern Krieg herrschte, wurde Schweden von 1939-1945 nicht in das Kriegsgeschehen mit hineingezogen.

Die norwegische Flüchtlingsgemeinde wuchs bis Kriegsende auf 40.000 Menschen an, was in den letzten Kriegsjahren eine moralische Aufrüstung für Schweden bedeutete.

Der Wunsch, bei den Westmächten mit Wohltaten Eindruck zu schinden, um die prodeutsche Neutralität zu Beginn des Krieges wieder gutzumachen, steigerte sich mit der Dauer des Krieges.

Und so nahm Schweden im Jahre 1943 rund 600 dänische Juden auf, die bei Nacht und Nebel über den Öresund fliehen konnten.

Das dann 1944 25.000 Esten aufgenommen wurden, kann man wahrscheinlich dem gleichen psychologischen Hintergrund zuschreiben[110].

Die Rettungsmaßnahmen waren ein Schritt hin zu einer offeneren Einstellung gegenüber denen, die unter dem Krieg zu leiden hatten.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges flüchteten insgesamt ungefähr 35.000 Personen aus den baltischen Ländern nach Schweden.

Die meisten von ihnen ließen sich in Schweden nieder, während andere weiter zogen. Allein 1949 setzten 2.591 von ihnen ihre Reise in andere Länder fort[111].

Des Weiteren wurde das positive Bild Schwedens, das sich gegen Ende des Krieges abzuzeichnen begann, von den im letzten Jahr des Krieges durchgeführten Rettungsaktionen Raoul Wallenbergs in Ungarn und Graf Folke Bernadottes im Auftrag des Roten Kreuzes geprägt.

Der Historiker Harald Runberg, außer-ordentlicher Professor an der Universität Uppsala und Direktor des Zentrums für multiethnische Forschung an der dortigen humanistischen Fakultät, sieht die Sympathieaktionen für Estland und Dänemark zudem in Verbindung mit dem sich während des Krieges abzeichnenden „Nordismus“[112].

Eine große Anzahl von Flüchtlingen, die während der Kriegsjahre 1940- 45 aus den nordischen Nachbarländern gekommen waren, kehrten bereits kurz nach dem Krieg wieder in ihre Heimatländer zurück. Sie waren nie in Schweden gemeldet und tauchen daher auch nicht in den offiziellen Statistiken auf.

Dokumentiert ist dagegen die traditionelle Migration aufgrund von Familienbildung und Arbeitsuche zwischen den nordischen Ländern, die bereits wenige Jahre nach dem Krieg verstärkt einsetzte.

Viele der Flüchtlinge aus den baltischen Ländern blieben vorerst in Schweden und wurden zwischen 1944 und 1947 als Immigranten registriert.

Die Einwanderungen aus Deutschland und Polen verstärkten sich auch die Jahre nach Kriegsende, was auf der Tatsache beruhte, dass viele von ihnen aufgrund der Nachfrage nach ausgebildeten Arbeitskräften die Möglichkeit erhielten, sich in Schweden niederzulassen.

Schweden hatte zu diesem Zeitpunkt eine lange Tradition als Auswanderungsland, die Situation als Einwanderungsland zu fungieren war neu[113].

[...]


[1] Vgl. Arbetsförmedlingen [Schwedisches Zentralamt für Arbeit], Online im Internet:

URL: http://www.amv.se/arbeitsu.asp [24.10.2005].

[2] Vgl. Ring, H., Einwanderungspolitik im schwedischen Wohlfahrtsstaat,

in: Bommes, M., Halfmann, J., Migration in nationalen Wohlfahrtsstaaten, 1. Auflage,

Osnabrück 1998, S. 244.

[3] Vgl. Runcis, M., Sverige är inte hela världen. Folkbildning för och om invandrare i

utbildningsprogrammen, 1. Aufl., Värnamo 2001, S. 46.

[4] Vgl. Bevelander, P., Current Themes in Imer Research Number 2.

Immigration patterns, economic integration and residential segregation.

Sweden in the late 20th century, Malmö 2004, S. 6.

[5] Wahlbeteiligung: 81,2 %, Wahlausgang: 56,1 % dagegen, 41,8 % dafür,

2,1 % Enthaltungen, 0,1 % ungültig

[6] Jahn, D., Das politische System Schwedens, in: Ismayr, W., Politische Systeme in

Westeuropa, 3. Auflage, Stuttgart 2003, S. 93ff.

[7] Hauptausfuhr: Holzerzeugnisse, Pappe, Papier, Karton, Pkw, Lkw, Maschinen, Elektro- und Telekommunikationsausrüstungen, chemische Erzeugnisse, Eisen und Stahl, Informationstechnologie, Design und Musik.

Vgl. Schwedische Botschaft Berlin, Online im Internet: URL:

http://www.swedenabroad.com/pages/general____15517.asp [10.01.2006]

[8] Deutschland liegt auf Rang dreizehn.

[9] Vgl. Lucius, R.v., Luxus. Ein verändertes Lebensgefühl für Schweden,

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Montag, 2. Januar 2006, Nr. 291, S. 12.

[10] [ United Nations High Commissioner for Refugees ]

[11] Boyle, P. et al., Exploring Contemporary Migration, New York 1998, S. 187/188.

[12] Vgl. dtv Lexikon, Band 16, 4. Auflage, München 1995, S. 230/231.

[13] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 14.

[14] Vgl. Harzig, C., Einwanderung und Politik. Historische Erinnerung und Politische Kultur als Gestaltungsressourcen in den Niederlanden, Schweden und Kanada, 1. Auflage, Göttingen 2004, S. 164.

[15] Online im Internet: URL:

http://www.mygeo.info/landkarten/schweden/Schweden_in_Europa.png

[16] Vgl. dtv Lexikon, Band 16, 4. Auflage, München 1995, S. 230/231.

[17] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 11ff.

[18] Vgl. Harzig, C., Einwanderung und Politik. Historische Erinnerung und Politische Kultur als Gestaltungsressourcen in den Niederlanden, Schweden und Kanada, 1. Auflage, Göttingen 2004, S. 164.

[19] Vgl. dtv Lexikon, Band 16, 4. Auflage, München 1995, S. 230/231.

[20] Vgl. Statistiska Centralbyrån, Online im Internet: URL: http://www.scb.se/templates/tableOrChart____153584.asp [13.12.2005]

[21] Vgl. Harzig, C., Einwanderung und Politik. Historische Erinnerung und Politische Kultur als Gestaltungsressourcen in den Niederlanden, Schweden und Kanada, 1. Auflage, Göttingen 2004, S. 164.

[22] Vgl. Statistiska Centralbyrån, Online im Internet: URL: http://www.scb.se/templates/tableOrChart____153584.asp [13.12.2005]

[23] Vgl. ebd., Online im Internet: URL: http://www.scb.se/templates/tableOrChart____25896.asp [13.12.2005]

[24] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 11ff.

[25] Vergleich Deutschland im März 2005: Erwerbstätigenquote: 67,3%, Arbeitslosigkeit: 10,1%

Vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland, Online im Internet: URL: http://www.destatis.de/indicators/d/arb410ad.htm [29.12.2005]

[26] Vgl. Statistiska Centralbyrån, Online im Internet: URL: http://www.scb.se/statistik/AM/AM0401/2005M03/Data!A1[15.12.2005]

[27] Vgl. ebd.]

[28] StudentInnen, Teilnehmer an bestimmten arbeitsmarktpolitischen Programmen, Kranke, HeimarbeiterInnen, Pensionäre

[29] Vgl. Statistiska Centralbyrån, Sveriges Framtida befolkning 2005-2050,Tabelle2, Seite 18, Online im Internet: URL: http://www.scb.se/templates/publdb/publikation____2725.asp&plopnr=2487[Stand: 18.05.2005, Zugriff: 21.12.2005]

[30] Vgl. Statistiska centralbyrån, Online im Internet: URL: http://www.scb.se/templates/tableOrChart____132260.asp [Stand: 30.06.2005, Zugriff: 21.10.2005]

[31] Vgl. Schwedisches Institut, Online im Internet: URL : http://www.sweden.se/templates/cs/BasicFactsheet____5723.aspx [Stand: 03.04.2003,Zugriff : 27.10.2005]

[32] Vgl. Schwedische Botschaft Berlin, Online im Internet: URL:

http://www.swedenabroad.com/pages/general____15517.asp [10.01.2006]

[33] die Moderate Sammlungspartei (Moderata samlingspartiet, m), die Liberale Partei (Folkpartiet liberalerna, fp), die Zentrumspartei (Centerpartiet, c), die Christdemokraten (Kristdemokraterna, kd), die Grünen (Miljöpartiet de gröna, mp), die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Schwedens (Sveriges socialdemokratiska arbetareparti, s) und die Linkspartei (Vänsterpartiet, v).

[34] Es gibt neben den Justizombudsmännern einen Verbraucherombudsmann, einen Kinderombudsmann, einen Gleichberechtigungsombudsmann sowie Ombudsmänner gegen ethnische Diskriminierung und gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Veranlagung.

[35] Jahn, D., Das politische System Schwedens, in: Ismayr, W., Politische Systeme in Westeuropa, 3. Auflage, Stuttgart 2003, S. 93ff.

[36] [„Folkhemmet Sverige“]

[37] Die sozialdemokratische Partei regierte in Schweden von 1932-1976, von 1982-1991 und seit 1994. Quelle: Vgl. Harzig, Christiane Harzig, Einwanderung und Politik. Historische Erinnerung und Politische Kultur als Gestaltungsressourcen in den Niederlanden, Schweden und Kanada, 1. Auflage, Göttingen 2004, S. 165

[38] Online im Internet: URL: http://www.sweden.se/templates/cs/CommonPage____3828.aspx [04.112002]

[39] [„Von jedem nach seinen Fähigkeiten, zu jedem nach seinen Bedürfnissen"], ursprünglich aus dem frz. von Louis Blanc, dem Begründer der Sozialdemokratie

[40] Online im Internet: URL: http://www.sweden.se/templates/cs/CommonPage____3828.aspx [Stand: 04.11.2002, Zugriff: 23.10.2005]

[41] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 234

[42] Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 69.

[43] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 241

[44] Vgl. Harzig, Christiane Harzig, Einwanderung und Politik. Historische Erinnerung und Politische Kultur als Gestaltungsressourcen in den Niederlanden, Schweden und Kanada, 1. Auflage, Göttingen 2004, S. 168

[45] Vgl. ebd., S. 165

[46] Vgl. Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 124.

[47] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 245ff

[48] Vgl. Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 72.

[49] Vgl. ebd., S. 245ff

[50] Vgl. ebd., S. 72.

[51] Vgl. ebd., S. 72.

[52] Vgl. ebd., S. 127.

[53] Vgl. ebd., S. 128.

[54] Vgl. Harzig, Christiane Harzig, Einwanderung und Politik. Historische Erinnerung und Politische Kultur als Gestaltungsressourcen in den Niederlanden, Schweden und Kanada, 1. Auflage, Göttingen 2004, S. 165

[55] Vgl. Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 67.

[56] Vgl. ebenda, S. 68.

[57] restliche 19%: studierende und arbeitslose Eltern oder privat organisierte Unterstützung. Vgl. Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 80.

[58] Online im Internet: URL: http://www.sweden.se/templates/cs/CommonPage____3828.aspx[Stand04.11.2002, Zugriff: 14.11.2005]

[59] Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 80.

[60] Vgl. ebenda, S. 80.

[61] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 261/262

[62] Online im Internet: URL: http://www.sweden.se/templates/cs/CommonPage____3828.aspx[Stand04.11.2002, Zugriff: 14.11.2005]

[63] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 261/262

[64] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 261/262

[65] Vgl. Lucius, R.v., In Schweden wächst die Kritik an „bizarren“ Unternehmenssteuern, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mittwoch, 14. Dezember 2005, Nr. 291, S. 12.

[66] Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 121.

[67] Vgl. Lucius, R.v., In Schweden wächst die Kritik an „bizarren“ Unternehmenssteuern, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mittwoch, 14. Dezember 2005, Nr. 291, S. 12.

[68] Häußermann, H./Siebel, W., Dienstleistungsgesellschaften, 1. Auflage, Frankfurt/Main 1995, S. 125.

[69] Online im Internet: URL: http://www.sweden.se/templates/cs/CommonPage____3828.aspx[Stand04.11.2002, Zugriff: 14.11.2005]

[70] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 262

[71] Vgl. Lucius, R.v., In Schweden wächst die Kritik an „bizarren“ Unternehmenssteuern, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mittwoch, 14. Dezember 2005, Nr. 1, S. 12.

[72] Vgl. Lucius, R.v., Luxus. Ein verändertes Lebensgefühl für Schweden, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Montag, 2. Januar 2006, Nr. 291, S. 12.

[73] Vgl. Findeisen. J.-P., Schweden, 2. Auflage, Regensburg 2003, S. 262

[74] eigene Darstellung nach Nilsson, Å., Efterkrigstidens invandring och utvandring, 1. Auflage, Örebro 2004, S. 6

[75] Vgl. Scholze-Stubenrecht, W. et al., Duden Fremdwörterbuch, 8. Auflage, Mannheim 1982, S. 491

[76] [ Migrationsverket ]

[77] Vgl. Migrationsverket, Online im Internet : URL: http://www.migrationsverket.se/index.jsp?swedish/asyl/vemfar.html [19.10.2005]

[78] Vgl. Bade, K., Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 2. Auflage, München 2002, S. 69.

[79] Vgl. Statistiska centralbyrån, Online im Internet: URL: http://www.scb.se/templates/pressinfo____117039.asp [Stand: 03.02.2005, Zugriff: 21.10.2005]

[80] Vgl. Migrationsverket, Online im Internet : URL: http://www.migrationsverket.se/index.jsp?swedish/asyl/vemfar.html [21.10.2005]

[81] Vgl. Bade, K., Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur

Gegenwart, 2. Auflage, München 2002, S. 61.

[82] Vgl. Bade, K., Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 2. Auflage, München 2002, S. 72.

[83] [„Heimstättengesetz“]

[84] Vgl. Nilsson, Å., Efterkrigstidens invandring och utvandring, 1. Auflage, Örebro 2004, S. 14f.

[85] Vgl. ebd., S. 49.

[86] Statistiska centralbyrån, Online im Internet: URL: http://www.scb.se/templates/pressinfo____117039.asp [03.02.2005]

[87] Vgl. Svanberg, I./ Tydén, M., Tusen år a invandring. En svensk kulturhistoria,

2. Auflage, Stockholm 1992, S. 28.

[88] Vgl. ebd., S. 43.

[89] Vgl. ebd., S. 52.

[90] Vgl. ebd, S. 54.

[91] Vgl. ebd, S. 55f

[92] Vgl. ebd, S. 60.

[93] Migrationsverket. Online im Internet: URL: http://www.migrationsverket.se/index.jsp?swedish/migration/historik.html[01.11.2005].

[94] Vgl. Svanberg, I./ Tydén, M., Tusen år a invandring. En svensk kulturhistoria, 2. Auflage, Stockholm 1992, S. 67.

[95] Vgl. ebd., S. 71.

[96] Vgl. Popoola, M., Integration, en samtidsspegling, 1. Auflage, Stockholm 2002, S. 17ff

[97] Vgl. Svanberg, I./ Tydén, M., Tusen år a invandring. En svensk kulturhistoria, 2. Auflage, Stockholm 1992, S. 118ff.

[98] Migrationsverket, Online im Internet: URL: http://www.migrationsverket.se/index.jsp?swedish/migration/historik.html,[01.11.2005].

[99] Vgl. Svanberg, I./ Tydén, M., Tusen år a invandring. En svensk kulturhistoria, 2. Auflage, Stockholm 1992, S. 71.

[100] Vgl. ebd., S. 194ff.

[101] Vgl. ebd., S. 197.

[102] Vgl. ebd., S. 216.

[103] Vgl. ebd., S. 219.

[104] Vgl. ebd., S. 222.

[105] Vgl. ebd., S. 246.

[106] Vgl. ebd., S. 252.

[107] Vgl. ebd., S. 245.

[108] Vgl. ebd., S. 254.

[109] eigene Darstellung nach Nilsson, Å., Efterkrigstidens invandring och utvandring, 1. Auflage, Örebro 2004, S. 16

[110] Vgl. Runblom, H., Schweden als multikulturelle Gesellschaft, Online im Internet: URL: www.sweden.se/templates/Print_CommonPageX____4752.asp - 29k [Stand: 01. 04.1998, Zugriff: 12.10.2005].

[111] Vgl. Nilsson, Å., Efterkrigstidens invandring och utvandring, 1. Auflage, Örebro 2004, S. 34ff.

[112] Vgl. Runblom, H., Schweden als multikulturelle Gesellschaft, Online im Internet: URL: www.sweden.se/templates/Print_CommonPageX____4752.asp - 29k [Stand: 01. 04.1998, Zugriff: 12.10.2005].

[113] Vgl. Nilsson, Å., Efterkrigstidens invandring och utvandring, 1. Auflage, Örebro 2004, S. 16ff

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten

Details

Titel
Migration in Schweden. Zwischen Umsetzung der Multikulturalismus-Politik und Absonderung in den Großstädten
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
116
Katalognummer
V57308
ISBN (eBook)
9783638518079
ISBN (Buch)
9783638727020
Dateigröße
1895 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schweden, Einwanderungsland, Gestaltungsprozesse, Umsetzung, Multikulturalismus-Politik, Hintergrund, Segregation, Großstädten
Arbeit zitieren
Diplom-Kaufmann Lennart Ehrl (Autor), 2006, Migration in Schweden. Zwischen Umsetzung der Multikulturalismus-Politik und Absonderung in den Großstädten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57308

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