Der Unterschied zwischen Theorien des Führens und des Geführtwerdens


Hausarbeit, 2005

10 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Persönliche Führungserfahrung

3. Theorien des Führens
3.1 Führungsstil- Ansatz
3.1.1 Eindimensionale Führungsstilkonzepte
3.1.1.1 Autoritärer Führungsstil
3.1.1.2 Demokratischer Führungsstil
3.1.1.3 Laissez- Faire- Führungsstil
3.1.2 Mehrdimensionale Führungsstilkonzepte
3.2 Diskurs: Führungsstilansatz anhand meiner Führungserfahrung

4. Theorien des Geführt Werdens
4.1 Systemische Führung
4.2 Diskurs: Systemische Führung anhand meiner Führungserfahrung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Aufgabe dieser Seminararbeit ist es, den Unterschied zwischen Theorien des Führens und Geführt Werdens anhand einer persönlichen Führungserfahrung und in Bezug eines Führungsansatzes zu erklären. Um dies zu verstehen, werde ich anfangs eine persönliche Führungserfahrung beschreiben und anschließend versuchen, diese mit dem Führungsstilansatz als Theorie des Führens und der systemischen Führung als Theorie des Geführt Werdens in Zusammenhang zu bringen.

2. Persönliche Führungserfahrung

In den letzten 4 Jahren arbeitete ich im Sommer als Ferialkraft in der öffentlichen Bücherei Telfs. Alles begann mit einer Bewerbung bei der Gemeinde, wenige Wochen später bekam ich eine Zusage. Am ersten Arbeitstag lernte ich meine Chefin, die Büchereileiterin, kennen. Sie begrüßte mich sehr freundlich und war sofort sehr interessiert an meiner Person. Danach führte sie mich in mein Arbeitsgebiet ein. Sie erklärte mir das Computerprogramm, die Ordnung der Bücher und gab mir Anweisungen, welche Arbeiten in den kommenden Wochen in der Bücherei zu erledigen waren. Die Liste mit den Anweisungen musste ich erledigen, dennoch war es mir freigestellt, wann ich welche Arbeit durchführte. Sie ließ mir sehr viel kreative Freiheit. Ich durfte die Bücherei nach meinen Vorstellungen dekorieren und neue Bücher einkaufen. Trotz dieser Freiheiten schaute meine Chefin immer wieder in der Bücherei vorbei, um sich über meine Arbeit und meinen Einsatz zu informieren. Da die Bücherei an die 14.000 Medien hat, war und ist die Nachfrage der Kunden sehr groß. Deshalb half mir meine Chefin während der Öffnungszeiten, um Ausleihe und Rückgabe ohne Warteschlangen zu meistern. So war sie immer hilfsbereit, ließ mich auch wichtige Aufgaben ausführen, und sie spielte sich nie als Chefin und Leiterin auf. Im Gegenteil. Sie betonte vor den Kunden, mit wie viel Fleiß und Engagement ich bei der Arbeit zeigen würde. In der Bücherei herrschte immer ein sehr freundliches und angenehmes Klima. Obwohl meine Chefin und ich viele Gespräche miteinander führten, blieb sie immer sachlich und wir sind bis heute per Sie.

In den folgenden Jahren kannte mich die Büchereileiterin schon recht gut. Sie wusste, welche Fähigkeiten ich mitbrachte und vor allem, dass sie sich auf mich verlassen konnte. Dies war eine große Erleichterung für sie, da sie aufgrund ihrer Erfahrungen mit mir nun nicht mehr jeden Tag die Bücherei besuchen und meine Arbeit kontrollieren musste.

3. Theorien des Führens

Führung ist eine hierarchisch strukturierte soziale Beziehung, bei der typischerweise der Vorgesetzte den Geführten gegenübergestellt wird. Der Führer besitzt gegenüber den Geführten Macht-, Informations-, Status- und Fähigkeitsvorsprünge, die das Handeln der Geführten entscheidend bestimmen. Theorien des Führens geben dem Führenden Anweisungen bzw. Empfehlungen, was diese tun sollen, um erfolgreich führen zu können.[1]

3.1 Führungsstil- Ansatz

Unter dem Führungsstil- Ansatz versteht man beständige Verhaltenstendenzen, die ein Vorgesetzter unabhängig von der Situation zeigt. Die Frage ist nicht mehr welche Eigenschaften eine Führungskraft auszeichnen, sondern wie erfolgreich sie sich im Umgang mit Geführten verhalten.[2] Bei den Führungsstilansätzen können laut Neuberger zwei Richtungen unterschieden werden: Die eindimensionalen- und die mehrdimensionalen Führungsstilkonzepte.[3]

3.1.1 Eindimensionale Führungsstilkonzepte

Eindimensionale oder auch lineare Führungsstilkonzepte lassen sich auf Lewin zurückführen. Er versuchte in einem Experiment zu beantworten, wie sich unterschiedliche Formen der Erziehung und Führung durch Erwachsene auf das Denken, die Gefühle und das Verhalten von Kindern auswirken. Dabei wurden die drei „klassischen Führungsstile“ untersucht.[4]

[...]


[1] vgl. Neuberger, 2002, S. 491

[2] vgl. Gabele/Liebel/Oechsler, 1992, S. 113

[3] vgl. Neuberger, 2002, S. 493

[4] vgl. Gabele/Liebel/ Oechsler, 1992, S. 113

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Der Unterschied zwischen Theorien des Führens und des Geführtwerdens
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für Organisation und Lernen)
Veranstaltung
Grundkurs Personal und Arbeit
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
10
Katalognummer
V65858
ISBN (eBook)
9783638587754
ISBN (Buch)
9783656789390
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterschied, Theorien, Führens, Geführtwerdens, Grundkurs, Personal, Arbeit
Arbeit zitieren
Verena Huter (Autor:in), 2005, Der Unterschied zwischen Theorien des Führens und des Geführtwerdens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65858

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