Gewaltfreiheit als Option für die Erziehung zur Freiheit. Eine friedenspädagogische Betrachtung Mahatma Gandhis


Vordiplomarbeit, 2003

35 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben des Mohandas Karamchand Gandhi
2.1 Kindheit und Jugend
2.2 Leben und Wirken in Südafrika
2.3 Leben und Wirken in Indien

3. Grundbegriffe in Gandhis Denken
3.1 Freiheit und Swaraj
3.2 Gewaltfreiheit – Ahimsa
3.3 Wahrheit

4. Gandhis Religiosität
4.1 Gottesvorstellung
4.2 Religion

5. Das Satyagraha-Prinzip

6. Die pädagogische Konzeption Mahatma Gandhis
6.1 Gandhis Pädagogik für ein Freies Indien
6.2 Basic Education
6.3 Gandhis Konzeption im heutigen Indien

7. Gandhi und die Atombombe

8. Schlussbetrachtungen

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mahatma Gandhi zählt zweifellos zu den bemerkenswertesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Bis heute gilt er als Vater der indischen Nation. Sein Name ist untrennbar mit der Unabhängigkeit Indiens verbunden. Er führte seinen gewaltfreien Kampf um die Freiheit Indiens zu einer Zeit, in der das Bild in Europa von Diktatoren geprägt war und die ersten Atombomben entwickelt und eingesetzt wurden. Doch wer war dieser Gandhi? Wodurch wurde sein Denken und Handeln bestimmt? Was war seine Vorstellung von Gewaltfreiheit, Freiheit und der Erziehung dazu?

In meiner Vordiplomarbeit möchte ich eine friedenspädagogische Betrachtung von dieser faszinierenden Persönlichkeit geben, und versuchen diese Fragen zu beantworten. An dieser Stelle ist zu betonen, dass es sich bei den meisten Themen in dieser Arbeit nur um Einblicke handeln kann, da bei weiterer Ausführung der Rahmen dieser Arbeit gesprengt werden würde. Als Ausgangspunkt der Betrachtung wird zunächst die Biographie Gandhis dargestellt, um einen Überblick seines politischen Wirkens und der auf ihn wirkenden sozialen Einflüsse zu geben. Anschließend werde ich für Gandhis Ethik wichtige Grundbegriffe verdeutlichen. Maßgeblich sind an dieser Stelle Freiheit, Gewaltfreiheit und Wahrheit, da sein gesamtes Denken diese Begriffe als Basis innehatte. Danach versuche ich Gandhis Religiosität und deren Bedeutung in seinem Leben hervorzuheben. Für eine friedenspädagogische Betrachtung von besonderer Bedeutung ist die darauf folgende Darstellung des Satyagraha-Prinzips, welches Gandhi für den gewaltfreien Kampf um die Freiheit einsetzte. Anschließend gebe ich eine Darstellung der pädagogischen Vorstellungen des Mahatmas, die eng mit seinem Freiheitsverständnis verbunden sind. Anliegend erfolgt ein kurzer Einblick in die Bildungsentwicklung Indiens seit der Unabhängigkeit des Landes.

Das Ausmaß der Vorstellungen Gandhis von Gewaltfreiheit stelle ich abschließend anhand der Atombombe, als Symbol für das Höchstmaß von Gewalt, dar. Die Vordiplomarbeit endet schließlich mit meinen Schlussbetrachtungen, in denen ich neben einer kurzen Zusammenfassung eine mögliche Bedeutung Gandhis für das 21. Jahrhundert darstelle.

In meinen Ausführungen beziehe ich mich zumeist auf Aussagen und Literatur von Gandhi selbst, um ein besseres Verständnis seiner Gedankengänge zu ermöglichen. Die weiteren Literaturangaben befinden sich am Ende der Arbeit.

2. Das Leben des Mohandas Karamchand Gandhi

2.1 Kindheit und Jugend

Mohandas Karamchand Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 in Probandar im Nordwesten Indiens geboren. Er war der jüngste Sohn seiner Eltern Karamchand und Putlibai, die den Knaben im streng hinduistischen Glauben aufzogen. Seine Eltern und die Erfahrungen seiner Kindheit übten großen Einfluss auf die Persönlichkeit des späteren Mahatmas aus. Von seinem Vater erlernte er die Verbindung von Politik und Religion sowie den Respekt vor anderen Religionen. Den nachdrücklichsten Einfluss auf den Jungen hatte seine Mutter Putlibai. Sie war von tiefer Religiosität. Zahlreiche tägliche Gebete und regelmäßiges Fasten kennzeichneten ihr Leben. Von ihr übernahm Gandhi nicht nur die tiefe Religiosität und das strenge Einhalten selbstauferlegter Fasten, sondern lernte auch das Prinzip der Gewaltfreiheit.

Im Alter von 13 Jahren wurde Mohandas mit der gleichaltrigen Kasturbai verheiratet, die er zum ersten Mal bei der Hochzeit zu Gesicht bekam. Die ersten Ehejahre verliefen disharmonisch und problembehaftet. Noch im reifen Alter kritisierte Gandhi die Verheiratung solch junger Menschen. „Ich vermag kein sittliches Argument zu sehen, mit dem sich eine so absurd frühe Ehe rechtfertigen ließe“.[1] Drei Jahre nach der Eheschließung starb Karamchand Gandhi. Der Tod des Vaters nahm den Jungen sehr mit.

1888 verließ Gandhi Indien, um in England Jura zu studieren. In dieser Zeit wurde er nicht nur zum überzeugten Vegetarier, sondern las auch zahlreiche Werke der Weltreligionen. Neben der Bibel kam er auch mit der Bahagavad Gita[2] in Berührung, welche Gandhis Leitfaden zum ethischen Handeln wurde.

Nach erfolgreichem Studium kehrte er 1891 nach Indien zurück und erfuhr dort vom Tod seiner Mutter. Dieser Schicksalsschlag war für ihn noch schmerzlicher als der Tod seines Vaters.

In der folgenden Zeit gelang es ihm nicht als Anwalt Fuß zu fassen. Schließlich ging er einem Angebot der Firma Dada Abdulla nach, die Gandhi als Vermittler in einem Rechtsstreit nach Südafrika entsandte.

2.2 Leben und Wirken in Südafrika

1893 traf er in Durban ein. Die ersten Erfahrungen waren jedoch niederschmetternd. Sämtliche ursprünglich als Kontraktarbeiter eingereisten Inder wurden von den Briten diskriminierend behandelt und als „Kulis“[3] beschimpft. Diesen offenen Rassismus erfuhr Gandhi alsbald am eigenen Leib. Ein Hotel weigerte sich ihn aufzunehmen und er wurde aus dem Zug geworfen, weil er als „Kuli“ galt. „Es wäre Feigheit gewesen, unverrichteter Sache nach Indien zurückzufahren“.[4] Mit dem Beschluss den Kampf gegen die bestehenden Ungerechtigkeiten aufzunehmen, begann Gandhis Eintritt in das öffentliche und politische Bewusstsein. In den folgenden Jahren häuften sich die Diskriminierungen durch die Regierung. 1894 verabschiedete die Gesetzgebende Versammlung ein Gesetz, welches die Inder vom Wahlrecht ausschloss. Nachdem Gandhi und seine Anhänger eine Petition mit mehr als 2000 Unterschriften gegen dieses Gesetz einreichten, wurde es zurückgezogen. Noch im gleichen Jahr gründete Gandhi den „National Indian Congress“, als Interessenvertretung der in Südafrika lebenden Inder. 1896 folgte eine Reise nach Indien um auf die Situation in Südafrika aufmerksam zu machen. Erfolglos kehrte er nach wenigen Monaten mit seiner Frau und seinen 2 Söhnen nach Südafrika zurück. Von 1899 bis 1902 beim Burenkrieg und 1906 beim so genannten „Zuluaufstand“ nahm Gandhi an beiden Kriegen auf Seiten der Briten als Sanitäter teil. Von beiden Teilnahmen versprach er sich den Briten beweisen zu können, dass Inder loyale, britische Staatsbürger sind. Doch entgegen aller Hoffnungen nahmen die Demütigungen nach der Unterstützung nicht ab. „Nachdem die britische Macht aufgerichtet war, wurden alle die Inder nachteilig berührenden Gesetze von Tag zu Tag strenger und strenger in Anwendung gebracht. Schlupflöcher, wo sie bestanden, wurden sorgsam verschlossen“.[5]

Das „Schwarze Gesetz“ verlangte die politische Registrierung jedes Inders, mittels Abgabe der Fingerabdrücke. Weitere Gesetze verboten den Indern ins benachbarte Transvaal zu reisen und erhoben nahezu unbezahlbare Steuern. Immer wieder rief Gandhi zu friedlichen Boykotts sowie zum passiven Widerstand auf, und wurde stets für mehrere Monate inhaftiert. „In ihm wuchs die Überzeugung von der Sachdienlichkeit der Gewaltlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen“.[6] Seine Form des gewaltfreien Widerstands und das Kernstück seines politischen Wirkens taufte er „Satyagraha“[7]. Zu dieser Zeit wurde er schriftstellerisch tätig und verfasste wöchentlich den Leitartikel der „Indian Opinion“. 1909 schrieb er „Hind Swaraj[8].

1913 wurde mit dem „Ehegesetz“ der negative Höhepunkt dieser Gesetzgebung erreicht, wonach nur christlich geschlossene Ehen anerkannt wurden. Somit wären sämtliche Ehen der Hindus und Moslems annulliert. Hierauf mobilisierte Gandhi die Massen und bezog diesmal auch die indischen Frauen mit ein. Die Märsche des Protests zogen nach Transvaal, was den Indern verboten war. Es kam zu Massenverhaftungen. Obwohl auch Gandhi inhaftiert wurde, ließen die Protestmärsche nicht nach. Aufgrund der überfüllten Gefängnisse und den nicht enden wollenden Verhaftungen verbreitete sich Ratlosigkeit in der Regierung. Auch der Vizekönig ergriff Partei für die Inder. Notgedrungen zog die Regierung die diskriminierenden Gesetze zurück und ließ die verhafteten Inder frei. Im Juni 1914 wurde schließlich die „Indian Relief Bill“ verabschiedet, welche die Rechte der Inder in Südafrika festhielt. Damit sah Gandhi seine Aufgabe in Südafrika erfüllt und kehrte nach Indien zurück.

Während der zwei Jahrzehnte in Südafrika entwickelte er sich nicht nur zum politischen Führer, sondern vollzog auch eine entscheidende persönliche und geistige Reife. 1906 legte er das Keuschheitsgelübde ab, weil für ihn ohne „Brahmacharya[9] der Dienst an der Familie mit dem Dienst an der Gesellschaft nicht vereinbar war. Die Ideen von Thoreau, Tolstoi und Ruskin beeindruckten ihn sehr. Besonders Ruskins „Unto this Last“[10] wurde zu einem Wendepunkt in Gandhis Leben und bewog ihn dazu seinen Lebenswandel umzustellen. Er entsagte jeglichem Besitz und legte das Armutsgelübde ab. In Phoenix gründete er alsbald eine Farm nach Ruskins Ideen, „auf der jeder Feldarbeit verrichten, den gleichen auskömmlichen Lohn bekommen und in seinen Mußestunden bei der Druckarbeit helfen sollte“.[11] 1910 folgte die Gründung der Tolstoi-Farm, benannt nach Gandhis Vorbild und Briefpartner. Sie war Zuflucht für verfolgte Satyagrahis aller Religionen, die dort unter asketischen Lebensbedingungen zusammenlebten. Sowohl Phoenix- als auch Tolstoi-Farm waren auf Gleichheit und Einfachheit basierende Experimente des Gemeinschaftslebens. Dieser Idee ging Gandhi nunmehr sein ganzes Leben lang nach, was sich später auch in seiner pädagogischen Konzeption äußerte.

Während seiner 21 Jahre in Südafrika entwickelte Gandhi die Ideen und die Fähigkeiten, die den späteren Mahatma auszeichneten. In Südafrika entwickelte er Satyagraha und wurde zum politischen Führer, der es verstand die Massen zu mobilisieren und zu leiten. Durch das Ertragen zahlreicher Gefängnisstrafen bewies er außerdem, dass er seine Ideale auch unter Vollbringen persönlicher Opfer bis zum Letzten verfolgte.

Nachdem er zu Beginn des 1. Weltkrieges ein Sanitätskorps für die Briten organisierte, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht persönlich teilnehmen konnte, kehrte er 1914 nach Indien zurück, um sich in den Dienst seines Heimatlandes zu stellen.

2.3 Leben und Wirken in Indien

Bei seiner Rückkehr nach Indien, im Januar 1915, wurde Gandhi begeistert von den Massen empfangen. Der Literatur-Nobelpreisträger Rabindranath Tagore verlieh ihm den Ehrentitel „Mahatma“[12]. Zunächst unternahm Gandhi verschiedene Reisen durch Indien, um sich ein Bild der sozialen wirtschaftlichen und politischen Lage des Landes zu verschaffen. Danach gründete er einen „Ashram[13] und führte somit seine Experimente mit dem auf Einfachheit basierenden Gemeinschaftsleben fort. Am 18. März 1919 verabschiedete die britische Regierung die so genannten „Rowlatt Gesetze“, nach denen jeder indische Bürger ohne Gerichtsverfahren in Haft genommen werden konnte. Hierauf rief Gandhi zu einem Tag des Fastens und Betens in ganz Indien auf. Doch den friedlichen Demonstrationen folgten Unruhen in verschiedenen Städten, die ihren negativen Höhepunkt im Blutbad von Amritsar fanden. Schließlich musste sich Gandhi eingestehen, dass das indische Volk noch nicht bereit für die Gewaltfreiheit war, und verkündete die Einstellung der Aktion. Um der Bevölkerung die Satyagraha-Methode klarzumachen, veröffentlichte er die Zeitschriften „Young India“ und „Navajivan“, in denen er seine Grundgedanken publizierte.

1920 begann Gandhi sein Programm der „Non-Cooperation“[14] und rief zum Boykott englischer Waren und Behörden auf. Wiederum brach er sein Programm ab, als Unruhen in der indischen Bevölkerung auftraten. Die Zeit von 1922 bis 1924 verbrachte der Mahatma in Haft. Danach reiste er erneut durch Indien um dem Volk seine Ideen nahe zu bringen. Dazu gehörten neben der inneren Einheit zwischen Hindus und Moslems die Abschaffung der Unberührbarkeit sowie die Wiedereinführung des Spinnrads in das Leben eines jeden Inders. In den Jahren 1927 und 1928 nahmen die Unruhen im Land erheblich zu. Als England sich weiterhin strikt weigerte Indien den Status der Selbstregierung zuzugestehen forderte, der Kongress die Unabhängigkeit des Landes. Hierauf trat Gandhi wieder ins politische Leben und wandte sich symbolisch gegen die Salzsteuer, welche den Indern die Salzgewinnung im eigenen Land untersagte. Zusammen mit 78 Anhängern brach er am 12. März 1930 zum Salzmarsch auf, um am Meer eigenhändig Salz zu gewinnen. Nach 24 Tagen erreichte er mit nunmehr 6.000 Anhängern bei Dandi das Meer und brach damit das Salzgesetz.[15] Trotz erneuter Verhaftung Gandhis breitete sich in den folgenden Monaten in ganz Indien eine gewaltlose Bewegung aus. Mehr als 60.000 Menschen wurden verhaftet. Das Land erwies sich für Großbritannien als schier unregierbar. Im so genannten „Gandhi-Irwin-Agreement“ wurde 1931 die Salzsteuer aufgehoben und die Haft der mehr als 60.000 Inder erlassen. Ende des gleichen Jahres reiste Gandhi nach London um bei der „Round-Table-Konferenz“ über Indiens Unabhängigkeit zu verhandeln. Ohne Erfolge erzielen zu können, kehrte er im Januar 1932 zurück nach Indien und wurde nur 1 Woche später verhaftet. Ende 1933 folgte seine Freilassung. Gandhi trat darauf aus dem Kongress aus und widmete sich seinem volkspädagogischen Programm. Dabei war sein vorrangiges gesellschaftspolitisches Ziel seine Landsleute politisch, moralisch, geistig und wirtschaftlich in die Lage zu versetzen, die Verantwortung für ein autarkes Indien übernehmen zu können.[16] Weiterhin lenkte er die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Problematik der Unberührbarkeit, und bezeichnete diese als „größten Schandfleck des Hinduismus“.[17] Solidarisch erklärte er sich selbst als Unberührbaren und fastete 21 Tage für sie.

Zu Beginn des 2. Weltkrieges rief Gandhi eine Protestbewegung gegen die Teilnahme am Krieg ins Leben, was wiederum zu Massenverhaftungen führte. Am 8. August 1942 verabschiedete der Kongress die „Quit-India-Resolution“, welche die Unabhängigkeit Indiens verlangte und die Engländer aufforderte Indien unverzüglich zu verlassen. Darauf wurden Gandhi, seine Frau sowie führende Mitstreiter verhaftet. Während des Gefängnisaufenthaltes verstarb Kasturbai Gandhi am 22.02.1944, nach 66 Jahren gemeinsamer Ehe. Gandhi war tief erschüttert und wurde 2 Monate später aus der Haft entlassen.

In den folgenden Jahren verschärften sich die innerpolitischen religiösen Konflikte in Indien. Gandhis Verhandlungen mit dem Führer der Moslemliga, Mohammed Ali Jinnah, über ein einheitliches unabhängiges Indien scheiterten. Jinnah und die Moslemliga erstrebten einen unabhängigen Moslem-Staat-Pakistan. Gandhi hingegen verfolgte seinen Traum eines unabhängigen, ungeteilten Indiens, in dem Vertreter aller Religionen friedlich miteinander leben. Ab 1946 nahmen die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems zu. Gandhi gelang es mehrere Male durch sein Fasten die Konfliktparteien zu befrieden. Alsbald musste Großbritannien erkennen, dass Indien nicht mehr regierbar war, bestand aber auf eine Teilung des Landes. Am 15. August 1947 erhielten Indien und Pakistan offiziell ihre Autonomie. Damit erfüllte sich zwar Gandhis Traum der Unabhängigkeit, jedoch nicht der eines einheitlichen Freien Indiens. Kurz darauf kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan um die Kaschmir-Region, was zu blutigen Kämpfen zwischen Hindus und Moslems in weiten Teilen beider Länder führte. Der letzte Dienst des Mahatmas war daraufhin ein angekündigtes „Fasten bis zum Tode“, mit dem er am 18. Januar 1948 Delhi befriedete. Nur 2 Wochen später erlag Mohandas Karamchand Gandhi den Schüssen eines fanatischen Hindu und verstarb am 30. Januar 1948.[18]

[...]


[1] Gandhi, Gladenbach 2001, S. 19.

[2] >Gesang von den Erhabenen< indischer Heldenepos der zwischen dem fünften und zweiten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung entstand. Vgl.: Grabner 2002, S. 40.

[3] Allgemeine abwertende Bezeichnung für Inder in Südafrika.

[4] Gandhi 1983, S. 70.

[5] Wolff 1963, S. 29.

[6] Höpken 2001, S. 72.

[7] „Streben nach der Wahrheit.“ Gandhi, Gladenbach 2001, S. 452.

[8] „Indische Selbstregierung“.

[9] „Ausübung von Keuschheit.“ Gandhi 1983, S. 298.

[10] Gandhi übersetzte es später ins Gujarati: „Sarvodaya-Wohlfahrt für alle“.

[11] Gandhi 1983, S. 124.

[12] „Große Seele“. Gandhi 1983, S. 298.

[13] Einsiedelei, deren Mitglieder einen bewusst indischen Lebensstil pflegen und ihren Unterhalt durch Selbstversorgung erzielen. Vgl. : Münster 1995, S. 132.

[14] Verweigerung der Mitarbeit. Weigerung mit der englisch-indischen Regierung zu gehen. Vgl. : Gandhi 1924, S. 503.

[15] Vgl. : Münster 1995, S. 135.

[16] Vgl. : Münster 1995, S. 137.

[17] Gandhi 1924, S. 269.

[18] Vgl. : Wolff 1963, S. 96-97.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Gewaltfreiheit als Option für die Erziehung zur Freiheit. Eine friedenspädagogische Betrachtung Mahatma Gandhis
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
35
Katalognummer
V67348
ISBN (eBook)
9783638603355
ISBN (Buch)
9783668342828
Dateigröße
565 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewaltfreiheit, Option, Erziehung, Freiheit, Eine, Betrachtung, Mahatma, Gandhis
Arbeit zitieren
Christian Pauick (Autor), 2003, Gewaltfreiheit als Option für die Erziehung zur Freiheit. Eine friedenspädagogische Betrachtung Mahatma Gandhis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67348

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