Migration und Gesundheit unter besonderer Betrachtung der Altenpflege


Hausarbeit, 2005
15 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung des Themas

2. Definitionen: Migranten und Ausländer

3. Demographische Entwicklung in Deutschland

4. Soziale und ökonomische Situation in Deutschland lebender Migranten
4.1 Soziale Integration

5. Neue Anforderungen an das deutsche Altenhilfesystem
5.1 Zugangsbarrieren
5.2 Notwendige Kompetenzen für ein gelungenes Miteinander
5.3 Pflegende mit Migrationshintergrund

6. Vorstellung eines Modellprojekts
6.1 Ideen und Ziele
6.2 Theorie und Praxis
6.3 Nachfrage
6.4 Fazit des Modellversuchs

7. Resümee

Literaturverzeichnis

1. Vorstellung des Themas

In der Theorie ist die Altenpflege für alle Menschen, die im Alter Hilfe benötigen, zuständig. In der Praxis aber findet man bis heute entgegen der faktisch recht schnell steigenden Zahl älterer Migranten in Deutschland kaum ausländische Pflegebedürftige in deutschen Einrichtungen.

Mit diesem „Phänomen“ möchte ich mich in dieser Arbeit beschäftigen. Wo liegen die Zugangsbarrieren für Migranten zu unserem Altenhilfesystem? Wo sind Veränderungen in den pflegerischen Konzepten notwendig? Wie kann man eine sensible Internationalisierung erreichen oder wo kann sie verbessert werden?

Außerdem werde ich ein Modellprojekt aus dem rheinland-pfälzischen Landkreis Alzey-Worms vorstellen, in dem die Vielschichtigkeit der älteren Migranten in den Blick genommen wurde.

Des Weiteren soll auch die Internationalisierung des in Deutschland arbeitenden Pflegepersonals thematisiert werden, einerseits unter dem Blickwinkel der damit einhergehenden Problematik, andererseits aber auch mit den damit verbundenen, häufig ungenutzten Ressourcen.

2. Definitionen: Migranten und Ausländer

In der Migrationsforschung „versteht man unter einem Migranten einen aus dem Ausland stammenden Zuwanderer, der in ein Zielland einreist, um dort für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft zu bleiben“ (Bremer Gesundheitsamt, 2004, S.9).

Ausländer dagegen werden definiert als „Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die dauerhaft, nämlich länger als drei Monate, in Deutschland leben“ (ebd. S.10).

Da diese Unterscheidung für die zu erwartenden Konsequenzen in der Altenpflege unerheblich sind (die Frage nach der Staatsbürgerschaft ist bei trotzdem bestehenden kulturellen Unterschieden zu vernachlässigen), werde ich in dieser Arbeit außer bei statistischen Angaben die Migranten und die Ausländer als eine Bevölkerungsgruppe behandeln.

3. Demographische Entwicklung in Deutschland

Seit Jahrzehnten ist eine Internationalisierung im Altenpflegebereich in Deutschland zu beobachten. Steigen die Zahlen der Nicht-Deutschen Pflegebedürftigen recht langsam aber kontinuierlich an, so verhält es sich auf der Seite der Pflegenden ganz anders: kaum eine Berufsgruppe kann als so migrationsfreudig angesehen werden wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Alten- und Krankenpflege (Habermann, 2002). Auch diese so entstehende Internationalisierung soll nicht außer Acht gelassen werden und bedarf dringend einer konzeptionellen Würdigung. Pflegende mit Migrationshintergrund dürfen nicht länger als Problem sondern vielmehr als Ressource betrachtet werden.

Zuerst aber möchte ich auf die demographische Entwicklung der ausländischen Senioren in Deutschland eingehen, die genannten Zahlen beziehe ich aus dem Bericht des Bremer Gesundheitsamts zur Situation der älteren Migranten in Bremen:

Ende 2001 gab es in Deutschland 665.000 gemeldete ausländische Senioren, Prognosen zufolge könnte diese Zahl innerhalb der nächsten 10 Jahre auf 1,31 Millionen und innerhalb der nächsten 30 Jahre auf 2,86 Millionen ansteigen.

Auch innerhalb der ausländischen Bevölkerung in Deutschland ist ein deutlicher demographischer Wandel zu beobachten: liegt der Anteil der Senioren derzeit bei „nur“ 5,8% (1995), wird er voraussichtlich bis 2030 auf 24,1% anwachsen.

Diese Zahlen zeigen eine dringende Notwendigkeit, sich mit diesem Thema konkret in der Altenpflege auseinanderzusetzen, um das Rüstzeug für einen absehbaren Wandel der neuen Generation Pflegebedürftiger zu erarbeiten. Dabei geht es nicht allein um die „Versorgungsplanung“, sondern vielmehr um das Entwerfen neuer Konzepte, um der Heterogenität und der verschiedenen Kulturen ausländischer Senioren gerecht zu werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Migration und Gesundheit unter besonderer Betrachtung der Altenpflege
Hochschule
Universität Bremen
Veranstaltung
Gesundheitsrisiken und –potentiale der Bevölkerung
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
15
Katalognummer
V69398
ISBN (eBook)
9783638613439
Dateigröße
375 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration, Gesundheit, Betrachtung, Altenpflege, Gesundheitsrisiken, Bevölkerung
Arbeit zitieren
Nadine Musch (Autor), 2005, Migration und Gesundheit unter besonderer Betrachtung der Altenpflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69398

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