Entwicklung von Unterrichtskonzepten zur Umsetzung des Altenpflegegesetzes (AltPflG) 01.08.2003

Lernfeld 1.1: Theoretische Grundlagen in das altenpflegerische Handeln einbeziehen am Beispiel „Gesundheitsförderung und Prävention“


Projektarbeit, 2004
43 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abbildungsverzeichnis

1. Problembetrachtung
1.1 Altenpflegegesetz
1.1.1 Einführung in den theoretischen und praktischen Unterricht der Altenpflegeausbildung
1.1.2 Erläuterungen zu den Lernbereichen
1.2 Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege

2. Entwicklung der Fragestellung
2.1 Gesundheitsförderung und Prävention – ein neuer Bestandteil der Ausbildung
2.2 Gesundheitsförderung und Prävention – ein neues Arbeitsfeld

3. Thema und Zielsetzung des Projektes

4. Gesundheitspolitische Relevanz des Projektes
4.1 Altenpflege im 21. Jahrhundert
4.2 Die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention in Bezug auf den demographischen Wandel

5. Stand der Forschung und Entwicklung in der Praxis

6. Einschätzung der Realisierbarkeit und Strategien zur Akzeptanzsicherung

7. Durchführung
7.1 Phase 1: Vorbereitung
7.2 Phase 2: Erstellen der Unterrichtskonzepte
7.3 Phase 3: Vorstellen der Unterrichtskonzepte
7.4 Phase 4: Evaluation

8. Finanz- und Zeitplanung
8.1 Zeitplanung
8.2 Finanzplanung

9. Erwartbare Ergebnisse

10.

Übertragbarkeit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Unterrichts- und Anleitungsplanung

Abb. 2 Entwicklung der Anzahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2040

Abb. 3 Pflegefallwahrscheinlichkeit nach Alter und Geschlecht 2002

Abb. 4 Zeitplanung

Abb. 5 Finanzplanung

Entwicklung von Unterrichtskonzepten zur Umsetzung des

Altenpflegegesetzes (AltPflG)“ 01.08.2003

Lernfeld 1.1: Theoretische Grundlagen in das altenpflegerische Handeln einbeziehen

am Beispiel „Gesundheitsförderung und Prävention“

1. Problembetrachtung

1. 1 Altenpflegegesetz

Die demografische Entwicklung der Bevölkerung sowie die Veränderung der Familienstrukturen waren ausschlaggebend für die ursprünglich ganz überwiegend sozialpflegerisch ausgerichtete Entstehung des Berufs der Altenpflege. Die Ausbildung wurde über die einzelnen Bundesländer geregelt. Das neue Altenpflegegesetz (AltPflG), welches am 01.08.2003 in Kraft getreten ist, beinhaltet bundeseinheitliche Vorschriften zur Ausbildung in der Altenpflege und löst 16 unterschiedliche Länderregelungen ab. Mit diesem Gesetz wird der sozialpflegerische Beruf der Altenpflege zum Heilberuf. In Abschnitt 2 Ausbildung in der Altenpflege §3 sind die Ausbildungsziele beschrieben, die im theoretischen und praktischem Unterricht vermittelt werden.

1.1.1 Einführung in den theoretischen und praktischen Unterricht der Altenpflegeausbildung

Die Pflege alter Menschen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Immer mehr alte Menschen können länger in ihrer eigenen Häuslichkeit bleiben. Die Bedeutung einer familienorientierten Altenpflege wächst (Friedemann 1996). Die Unterstützung und die Beratung der Betagten sowie pflegender Angehörigen in der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege sind wichtige Aufgaben in der Altenpflege geworden. Fragen der Wohnungsanpassung, aber auch die Veränderung der Umgebung in teilstationären und stationären Einrichtungen in Hinblick auf die Erhaltung der Gesundheit der dort lebenden Menschen, werden die zukünftigen Altenpflegerinnen und Altenpfleger immer mehr beschäftigen. Die Verantwortung für Gesundheit und Pflege der Altenpflegerinnen und Altenpfleger in der ambulanten, teilstationären und stationären Pflege vollzieht sich in der Regel unter großem Handlungs- und Zeitdruck. Die Altenpflegerinnen und Altenpfleger treffen auf so genannte hochkomplexe und diffuse Situationen, in denen sie in Sekundenschnelle fachlich richtige Endscheidungen treffen müssen. Die Pflegeinterventionen machen nur Sinn, wenn sie mit den älteren Menschen und ihren Angehörigen ausgehandelt werden. Durch eine qualifizierte Ausbildung müssen die Pflegenden sorgfältig darauf vorbereitet werden, handlungsautonom tätig zu sein, d.h. auch die situativen Erfordernisse zu erkennen und Prioritäten zu setzen (Robert Bosch Stiftung 2000). Die Verantwortung liegt in dem Ermitteln der individuellen Gesundheitsbedürfnissen und dem Pflegebedarf, beide Komponenten müssen in die pflegerische Planung mitaufgenommen werden. Hier muss ein neues Bewusstsein der beruflich Pflegenden entstehen, die sich in Zukunft um die Erhaltung der Gesundheit sowie um Pflegedefizite kümmern müssen.

1.1.2 Erläuterungen zu den Lernbereichen

Hildegard Entzian (1999) beschreibt die Fähigkeit des Sinnverstehens und Deutens des Einzelfalls als hermeneutische Kompetenz in der Altenpflege. Auch die Denkschrift der Robert Bosch Stiftung betont die hermeneutische Kompetenz, die man für die professionelle Ausübung der Pflege braucht (Robert Bosch Stiftung 2000 und Weidner 1999).

Hermeneutik kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Auslegekunst, Deutung“. Bei einem hermeneutischen Lernansatz geht es darum, dass die Altenpflegeschülerinnen und Altenpflegeschüler (APS) in ihrer Ausbildung ein möglichst umfassendes Verständnis für die Situation eines älteren Menschen erhalten. Das hermeneutische Fallverstehen ist gekennzeichnet durch die Fähigkeit, wissenschaftlich-abstrakten Kenntnisse aus dem Lehrbuch in konkreten Situationen anzuwenden.

Die Grundlage jeden menschlichen Lernens bzw. Informationsverarbeitungs-prozesses ist die tägliche Auseinandersetzung mit der Umwelt in äußeren und inneren Handlungen (Gürtler 1994). Pflegende verbinden im Handlungs-orientierten Altenpflegeunterricht Lernen unmittelbar mit Handlungen. Sie benötigen daher für das Lernen sowohl von den Voraussetzungen wie von den Konsequenzen her einen durchgehenden Handlungsbezug. Diese Handlungsorientierung bezieht sich zum einen auf den Berufsalltag, zum anderen auf das Lernfeld, in dem konkrete Handlungen zu Lernzwecken ausgeführt werden. Die Handlungsorientierung soll selbständiges Lernen und Arbeiten in Lernfeldern fördern.

Nach Aussagen der Kultusministerkonferenz sind Lernfelder „durch Zielformulierung, Inhalte und zeitrichtwerte beschriebene thematische Einheiten, die an beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientiert sind“ (KMK 2000). Dementsprechend ist das schulische Lernen grundsätzlich auf konkretes berufliches Handeln sowie auf das gedankliche Nachvollziehen von Handlungen anderer ausgerichtet.

Die Lernfelder der Rahmenlehrpläne sind nach beruflichen Handlungen strukturiert, die wegen ihrer besonderen Lernhaltigkeit als geeignet für das Lernen in der Schule angesehen werden. Die traditionellen Fächerbezeichnungen und der klassische Fächerkanon entfallen. Die Lerninhalte ordnen sich dem Ziel des jeweiligen Lernfeldes unter und werden so auch wesentlich verständlicher, als wenn sie in unterschiedlichen Fächern gelehrt werden.

Der fächerintegrative Unterricht erfordert ein hohes Engagement und Qualifikation, von den oft fachsystematisch ausgebildeten Lehrenden, die es bisher nicht gewohnt waren, die didaktische Gestaltung des von ihnen vertreten Fachs alleine zu treffen, umzusetzen und zu verantworten (Hermann 2001).

Sie sind nun gefordert, über ihre eigene Fachsystematik hinaus zu schauen und alternative Verknüpfungsmöglichkeiten zu entwickeln und anzubieten. Das bedeutet am Beispiel der Krankheitslehre, dass die Gesundheitsförderung, die Prävention usw., im gleichen Lernfeld mit der gleichen Wichtigkeit unterrichtet wird. Diese Umstellung wird für viele Lehrer eine große Herausforderung sein und verlangt Kommunikation, Kooperation und Teamarbeit sowie die Erweiterung des Fachwissens im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention.

In der Ausbildungs- und praktischen Prüfungsordnung sind für den theoretischen und praktischen Unterricht in der Altenpflege vier Lernbereiche formuliert.

1. Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege (1200 Stunden)
2. Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung (300 Stunden)
3. Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen altenpflegerischer Arbeit (160 Stunden)
4. Altenpflege als Beruf (240 Stunden)

In diesen Bereichen sind 14 Lernfelder formuliert, die sich aus den komplexen Aufgaben und Problemstellungen der Altenpflege ergeben. Die Lernfelder sind auf die Entwicklung von Kompetenzen ausgerichtet, die zu einer verantwortlichen Berufsausübung notwendig sind.

1.2 Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege

Im Lernbereich 1. Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege befinden sich fünf Lernfelder.

1. Theoretische Grundlagen in das altenpflegerische Handeln einbeziehen (80Stunden)
2. Pflege alter Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren (120Stunden)
3. Alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen (720 Stunden)
4. Anleiten, beraten und Gespräche führen (80 Stunden)
5. Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken (200 Stunden)

Das 1. Lernfeld, theoretische Grundlagen in das altenpflegerische Handeln ein-beziehen, bildet die theoretische Grundlage für den Pflegeprozess und die Verknüpfung zwischen Alter, Gesundheit, Krankheit, Behinderung und Pflegebedürftigkeit herstellen.

Folgende Lernziele werden in Bezug zu Gesundheitsförderung und Prävention formuliert:

Die APS erkennen die Bedeutung der Gesundheitsförderung und Prävention und richten ihr pflegerisches Handeln danach aus. Sie sind in der Lage, den Pflegeprozess rehabilitativ auszurichten. Sie können ebenso die Gesundheitsförderung und Prävention auf ihre eigene Lebenssituation beziehen.

Folgende Lerninhalte werden als theoretische Grundlagen für das Verständnis für Gesundheitsförderung und Prävention vermittelt.

- Gesundheitsfördernde Pflege
- Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
- Präventionsstufen

Für die hier aufgeführten Lerninhalte gibt es noch keine einheitliche didaktische Struktur der Vermittlung. Das erreichen der Lernziele ist deshalb abhängig von der Vorbereitung des Unterrichtes durch den Lehrer, welchem wenig geeignete Unterrichtskonzepte zur Verfügung stehen.

2. Entwicklung der Fragestellung

2.1. Gesundheitsförderung und Prävention - ein neuer Bestandteil der Ausbildung

Die gravierenden Veränderungen auf der gesellschaftlichen Bedarfsseite wie Hochaltrigkeit, Veränderungen des Krankheitspanoramas und Chronifizierung der Krankheiten verlangten in notwendiger Folge systemische, strukturelle und curricular-inhaltliche Veränderungen der Altenpflegeausbildung. Im neuen AltPflG sind erstmalig Gesundheitsförderung und Prävention Bestandteil der Ausbildung.

Die Berücksichtigung sozialpflegerischer Kompetenzen zum Erhalt und Förderung der Lebensqualität und der gesellschaftlichen Teilhabe auch im Alter ist nur ein Argument für die arbeitsfeldspezifische eigenständige Altenpflegeausbildung. Die Ausbildung in der Altenpflege war primär auf die Anforderungen der stationären Einrichtungen ausgerichtet. Die bisherigen Ausbildungskonzeptionen berücksichtigten nicht in ausreichendem Maße die Befähigungen für den ambulanten und teilstationären Bereich sowie die Bereiche Gesundheitsförderung und Präventionen.

Durch das neue AltPflG sollen die Altenpflegerinnen und Altenpfleger befähigt werden, durch eine bessere Aufklärung, den alten Menschen zu einer gesünderen Lebensweise und zu vorbeugendem Verhalten zu veranlassen, wodurch sich die Inanspruchnahme von intensiven und kostspieligen Behandlungen langfristig vermeiden lässt. Daher setzt das neue AltPflG verstärkt auf Aufklärung und Vorsorgemaßnahmen.

Auszug aus der 1986 veröffentlichen „Ottwa-Charta“ der WHO zum Thema Gesundheitsförderung:

„Gesundheit zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“ (WHO 1986)

Hier muss Gesundheitsförderung anknüpfen, denn gerade im Alter sind bestimmte menschliche Grundfunktionen nicht mehr so sicher und selbstverständlich verfügbar wie in früheren Lebenslagen. Das gilt sowohl für geistige als auch für körperliche Fähigkeiten. Mit Ausblick auf die demographischen Veränderungen sollte das oberste Ziel der Gesundheitsförderung das psychophysische und psychosoziale Wohlbefinden des Menschen sein.

Die Hilfe bei der Entwicklung persönlicher Kompetenzen unterstützt die sozialen Fähigkeiten, gesundheitsbezogene Bildung sowie die Verbesserung lebenspraktischer Fertigkeiten.

Es gilt hierbei, Menschen zu lebenslangem Lernen zu befähigen und ihnen zu helfen, mit den verschiedenen Phasen ihres Lebens sowie eventuellen chronischen Erkrankungen und Behinderungen umgehen zu können. Dieser Lernprozess muss sowohl in der gewohnten häuslichen Umgebung wie auch in Altenpflegeeinrichtungen erleichtert werden.

Die zentralen Fragen sind:

- Kann dadurch einem rascheren Abbau der persönlichen Fähigkeiten und einem Abbau der eigenen Selbstständigkeit wirksam vorgebeugt werden?
- Wie kann, im Sinne einer vermehrten Selbstbestimmung, die Autonomie und Kontrolle über die eigenen Gesundheitsbelange gestärkt werden?

Realisiert wird die Gesundheitsförderung im Rahmen konkreter und wirksamer Aktivitäten von Menschen in ihrem Lebensumfeld. Selbsthilfe und soziale Unterstützung sowie flexible Möglichkeiten der größeren öffentlichen Teilnahme und Mitbestimmung für Gesundheitsbelange sind dabei zu unterstützen bzw. neu zu entwickeln. Ein ständiger Zugang zu allen Informationen, die Schaffung von gesundheitsorientierten Lernmöglichkeiten sowie eine angemessenen finanzielle Unterstützung sind hierbei die notwendigen Vorraussetzungen.

Die Schaffung von gesundheitsförderlichen Lebenswelten könnte einen positiven Einfluss auf die Gestaltung der Lebens-, Arbeits- und Freizeitbedingungen älterer Menschen haben.

Die enge Bindung zwischen Mensch und Umwelt bildet die Grundlage für einen sozial-ökologischen Weg zur Gesundheit. Gesundheitsförderung schafft sichere, anregende, befriedigende und angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen. Hierbei muss jede Strategie zur Gesundheitsförderung den Schutz der natürlichen und der sozialen Umwelt sowie die Erhaltung der vorhanden natürlichen Ressourcen mit zu ihrem Thema machen.

Die Prävention hat die Aufgabe, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen und entstehende Krankheiten so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Prävention ist aber mehr, und gerade hier sollte in Zukunft, mit Blickrichtung auf unsere immer älter werdende Gesellschaft, ein Schwerpunkt liegen.

Die Präventivmedizin steht auf der personalen Ebene im Mittelpunkt der Prävention. Präventivmedizinische Maßnahmen umfassen Maßnahmen der primären, sekundären und tertiären Prävention.

Zu den primärpräventiven Maßnahmen der Präventivmedizin werden im Wesentlichen die Schutzimpfungen sowie die Maßnahmen der Vitamin-D-Prophylaxe und Jodprophylaxe gerechnet (Allhoff 1997).

Die Maßnahmen der Sekundärprävention stellen den Hauptteil der Präventivmedizin dar. Sekundärpräventive medizinische Maßnahmen bezeichnet man als Früherkennungsmaßnahmen oder auch Vorsorgemaßnahmen. Ziel der Sekundärprävention durch medizinische Maßnahmen ist die frühzeitige Erfassung von Krankheitsveränderungen, um so rechtzeitig vor Krankheitsausbruch medizinisch intervenieren zu können.

Maßnahmen der tertiären Prävention sind weitgehend mit denen der Rehabilitationsmedizin identisch und stehen in einem gesundheitswissenschaftlichen Kontext nicht zwingend im Vordergrund.

Die Verhaltensprävention mit ihren Maßnahmen zielt auf die Veränderung gesundheitsriskanten Verhaltens. Bei der Verhaltensprävention soll durch Maßnahmen der Gesundheitsaufklärung und Gesundheitsberatung das Wissen über die Gesundheitsrisiken hergestellt bzw. verstärkt werden. Dies soll dazu führen, dass sich die Einstellung der Menschen zu ihren Gesundheits-problemen und ihrem aktuellen Verhalten ändert.

Die Maßnahmen der Verhältnisprävention zielen auf die Kontrolle, Reduzierung oder Beseitigung von Gesundheitsrisiken in den Umwelt- und Lebensbedingungen und sie werden in der Regel durch staatliche Maßnahmen auf der Basis von Gesetzen und Verordnungen durchgeführt. Die Gesetzgebung im Bereich des Gesundheitswesens ist weitgehend Sache des Bundes, die Länder werden nur nach dem Grundsatz der konkurrierenden Gesetzgebung (Art. 72 Grundgesetz) nur dann tätig, wenn der Bund von seiner Gesetzgebungskompetenz keinen Gebrauch macht.

2.2 Gesundheitsförderung und Prävention – ein neues Arbeitsfeld

Gesundheitsförderung und Prävention sind in der Altenpflegeausbildung heute wichtiger denn je, denn es lässt sich nur schwer voraussagen, wie es in einigen Jahrzehnten um den Gesundheitszustand alter Menschen bestellt sein wird und wie lange die Generation, die im Jahr 2030 sechzig Jahre alt wird, sich guter Gesundheit erfreuen wird.

Für ganz Europa wird ein Ansteigen des Anteils der über 60jährigen um 10% Punkte von 18,1% auf 28,1% vorhergesagt. (Sommer 1994)

Zudem werden ein höherer Lebensstandard, ein höheres Bildungsniveau und eine aktive Gesundheitsförderung und Prävention – die für den Gesundheits-zustand ebenso wichtig sind wie das Gesundheitswesen selbst, da sie eine gesündere Lebensweise und ein vorbeugendes Verhalten nach sich ziehen – dazu beitragen, den Gesundheitszustand der Bevölkerung insgesamt zu verbessern.

[...]

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Details

Titel
Entwicklung von Unterrichtskonzepten zur Umsetzung des Altenpflegegesetzes (AltPflG) 01.08.2003
Untertitel
Lernfeld 1.1: Theoretische Grundlagen in das altenpflegerische Handeln einbeziehen am Beispiel „Gesundheitsförderung und Prävention“
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg
Note
1,5
Autoren
Jahr
2004
Seiten
43
Katalognummer
V86798
ISBN (eBook)
9783638059138
Dateigröße
735 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Unterrichtskonzepten, Umsetzung, Altenpflegegesetzes
Arbeit zitieren
M.A. Gordon Heringshausen (Autor)N. Matscheko (Autor), 2004, Entwicklung von Unterrichtskonzepten zur Umsetzung des Altenpflegegesetzes (AltPflG) 01.08.2003 , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86798

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