Christliches Profil als Chance für konfessionelle Krankenhäuser (Kurzbericht)

Die Perzeption christlicher Werte im Johanniter Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH und deren Implementierung in eine Corporate Identity Strategie


Projektarbeit, 2005
44 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Ein Beispiel der Umsetzung: Das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH
1.1 Der Johanniter-Orden
1.2 Das Leitbild der Krankenhäuser des Johanniterordens
1.3 Das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH
1.4 Das Qualitätsmanagementsystem im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH
1.5 Die Corporate Identity Strategie im Johanniter-Krankenhaus
1.6 Aktuelles Leitbild im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH
1.7 Die Perzeption christlicher Werte im Johanniter-Krankenhaus in Stendal
1.8 Entwicklung eines Fragebogens zur Datenerhebung
1.8.1 Anforderungen an den Fragebogen
1.8.2 Konstruktion des Fragebogens
1.8.3 Durchführung der Fragebogenaktion im Krankenhaus in Stendal
1.8.4 Auswertung des Fragebogens
1.9 Beschreibung der Ergebnisse aus der Befragung im Johanniter-Krankenhaus in Stendal
1.9.1 Präferenzen der Patienten zu allgemeinen Klinikmerkmalen (Eigenschaften und Werte) christlicher Krankenhäuser und deren Perzeption im Johanniter-Krankenhaus in Stendal
1.9.2 Präferenzen der Patienten zu strukturellen Klinikmerkmalen und religiösen Werten christlicher Krankenhäuser und deren Perzeption im Johanniter-Krankenhaus in Stendal

2 Christliches Profil als Markenprodukt – Die Implementierung in eine Corporate Identity Strategie
2.1 Die Bedeutung christlicher Werte im Qualitätsmanagementkonzept eines christlichen Krankenhauses
2.2 Zusammenführung von christlichen Werten im Leitbild, im Qualitätsmanagement und die Einbindung in eine Corporate Identity Strategie
2.3 Möglichkeiten zur kurzfristigen Umsetzung im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH
2.3.1 Publikation am Schwarzen Brett
2.3.2 Publikation in der Mitarbeiterzeitung
2.3.3 Publikation in der Patientenzeitung
2.4 Die langfristige Einbindung der Erkenntnisse in die Corporate Identity Strategie des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal gGmbH
2.4.1 Einbindung in das aktuelle Leitbild
2.4.2 Einführung des neuen Krankenhausleitbildes
2.4.3 Interne Kommunikation des neuen Leitbildes
2.4.4 Externe Kommunikation - Erstellung einer Imagebroschüre

3 Zusammenfassung – Christliche Werte: Das „Kapital“ konfessioneller Krankenhäuser
3.1 Christliche Werte in der praktischen Umsetzung im Krankenhaus
3.2 Zusammenführung von christlichen Werten, Qualitätsmanagement und Corporate Identity Strategie in einem konfessionellen Krankenhaus

4 Anhang

5 Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb.1 Patientenprofil der befragten Patienten nach Geschlecht, Alter und Religionszugehörigkeit

Abb.2 Grund für die Krankenhauswahl

Abb.3 Bedeutung – Johanniter-Krankenhaus in Stendal als Christliches Krankenhaus

Abb.4 Präferenzen der Patienten zu allgemeinen Klinikmerkmalen christlicher Krankenhäuser

Abb.5 Die Perzeption der genannten Klinikmerkmale im Johanniter-Krankenhaus in Stendal aus Sicht der Patienten

Abb.6 Patientenpräferenzen zu strukturellen Klinikmerkmalen und Religiösen Werten christlicher Krankenhäuser

Abb.7 Die Perzeption der genannten strukturellen Klinikmerkmale und der religiösen Werte im Johanniter-Krankenhaus in Stendal aus Patientensicht

Abb.8 Image/Corporate Design

Einleitung

Die Krankenhäuser in Deutschland sind auf dem Weg zu patienten-, qualitäts- und mitarbeiterorientierten Dienstleistungsunternehmen. Die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität, speziell in konfessionellen Krankenhäusern, ist im Zeitalter des Wettbewerbs sozialer Dienstleistungen ein unverzichtbares Ziel geworden. Diese Einrichtungen sind Ausdruck des christlichen Glaubens, und es entspricht ihrem Auftrag, für ihre Qualität Sorge zu tragen. Qualitätssicherung und Zertifizierung sind Ausdruck der Identität und des eigenständigen Profils. Inzwischen haben sie auch die Notwendigkeit einer professionellen Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit erkannt. Eine Corporate Identity – auch Leitbild genannt – wird für Krankenhäuser immer wichtiger, da die Patienten und andere Kunden wissen wollen, was das Krankenhaus leistet und wie es arbeitet. Patienten und andere Zielgruppen haben den Wunsch, über die Qualität des Angebots hinaus mehr über das anbietende Krankenhaus und dessen Aktivitäten und Leistungen zu erfahren. Durch professionelle CI-Arbeit wird der langfristige Unternehmenserfolg unterstützt. Nach außen bedeutet es eine klare Abgrenzung zum Mitbewerber und die Entwicklung eines eigenen Profils. Intern erreicht ein Krankenhaus die Akzeptanz der eigenen Philosophie bei den Mitarbeitern und die Verstärkung des Wir-Gefühls. Eine erfolgreiche umgesetzte Corporate Identity dient auch der Profilierung und Positionierung am Markt, denn auch in Krankenhäusern werden Dienstleistungen immer ähnlicher. Abgrenzungen zum Mitbewerber verlagern sich zukünftig von der Dienstleistung auf das Image des Hauses. Vor diesem Hintergrund ist es für konfessionelle Krankenhäuser ein wichtiger Ansatz, ihr christliches Profil im Marketing einzusetzen. (Sisignano 2001)

In Hinsicht auf die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems im Krankenhaus, ergibt sich aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht die Fragestellung: Wie kann ein konfessionelles Krankenhaus seine christliche Werte im Leitbild und im Qualitätsmanagement zusammenführen? Kann mit einem christlichem Profil und mit perzipierten christlichen Werten in nicht unwesentlichem Umfange die Struktur und damit auch die Ergebnisse der Arbeit im Krankenhaus, und die Qualität im Krankenhaus, bestimmen? Drückt sich der Auftrag konfessioneller Krankenhäuser, ihr Selbstverständnis und ihre Identität auch in ganz eigenen, spezifischen Qualitätsmerkmalen aus? Aus reinpraktischer Sicht stellt sich zudem die Frage, was in einem konfessionellen Krankenhaus in der Anwendung überhaupt kirchlich, im Sinne von „christlich“, ist und welche Werte im Alltag perzipiert werden. Dazu sollte mit Hilfe einer Patientenbefragung im Johanniter-Krankenhaus in Stendal untersucht werden, warum gerade dieses Krankenhaus von den Patienten für ihre Behandlung gewählt wurde, welche Erwartungen Patienten grundsätzlich an ein christliches Krankenhaus stellen und wie sie ihre Erwartungen im Johanniter-Krankenhaus in Stendal umgesetzt und erfüllt sehen. Für die bevorstehende Befragung musste als Befragungsinstrument ein Fragebogen entwickelt werden der den psychometrischen Gütekriterien entsprach. Ziel der Befragung sollte weiterhin sein, aus Sicht der Patienten exemplarisch Stärken und eventuelle Schwächen des Unternehmens aufzuzeigen und Ansatzpunkte für notwendige Veränderungen zu erkennen.

1 Ein Beispiel der Umsetzung: Das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH

1.1 Der Johanniter-Orden

Die Geschichte des Johanniter-Ordens begann zur Zeit der Kreuzzüge, zu denen Papst Urban II. im Jahr 1095 Adel und Ritterschaft der christlichen westeuropäischen Länder aufrief. Der Weg führte sie nach Palästina zum Schutz der heiligen Stätten. Vor Jerusalem bestand ca. seit 1050 eine Pilgerherberge für geschwächte und kranke Kreuzritter und auch für Fremde und Reisende. Sie war Johannes dem Täufer gewidmet. Diese Pilgerherberge wurde zur Keimzelle des Johanniterordens, denn hier schlossen sich waffentragende Ritter und dienende Männer zu einer Bruderschaft zusammen, um den christlichen Glauben zu verbreiten, Kranke zu pflegen und zu heilen. Aus dieser Bruderschaft erwuchs der Johanniter-Orden unter dem achtspitzigen Kreuz, das die acht Seligpreisungen der Bergpredigt (Matth.5, Vers 3-10) symbolisiert. Der Dienst am Kranken stand unter Christi Wort „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir angetan.“ (Matth.25, Vers 40) Seither gehört die Pflege von Kranken, ohne Ansehen ihrer Person, zum Grundanliegen des Ordens. 1113 erlangte der Orden päpstliche Anerkennung und Eigenständigkeit. Die ersten Spuren des Ordens im deutschsprachigen Raum finden sich in der Altmark. Die Balley Brandenburg wurde zum Zentrum des Ordens. Während der Reformation trennten sich die katholischen (Malteser-Orden) und die evangelischen (Johanniter-Orden) Christen, die doch einen gemeinsamen Ursprung haben. Im Verlauf des 19.Jahrhunderts wurden zahlreiche Krankenhäuser und Krankenheime mit Spenden der Johanniter-Ritte errichtet. Mitglieder des Ordens sind derzeit 3300 Ordensritter. Ihnen steht seit 1999 der Herrenmeister, seine königliche Hoheit Prinz Oskar von Preußen, vor. Der Ordenssitz wurde im Jahr 2000 nach Berlin verlegt. Derzeit werden 14 Krankenhäuser, 43 Altenheime, 6 Tageskliniken und 8 Wohnheime vom Johanniter-Orden geführt. (Die Johanniter 2004)

1.2 Das Leitbild der Krankenhäuser des Johanniterordens

Der Johanniterorden sieht seit 900 Jahren die Pflege und die Heilung der Kranken als seine besondere Aufgabe an. Grundlage ist das biblische Zeugnis von der lebensschaffenden und sich der Menschen erbarmenden Liebe Gottes, die in Jesus

Christus Gestalt angenommen hat. Daran orientiert sich alle Arbeit in den Häusern des Ordens, der eine Gemeinschaft evangelischer Christen ist. Die Arbeit wird von Angehörigen des Johanniterordens und der ihm verbundenen Werke durch Hilfe im Pflegebereich und Mitarbeit in den Leitungs-/Verwaltungsgremien unterstützt.

- Mittelpunkt aller Bemühungen in den Krankenhäusern des Johanniterordens ist die ganzheitliche Betreuung des kranken und pflegebedürftigen Menschen auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.
- Die Verkündigung des Evangeliums durch Tat und Wort gehört zum Krankenpflegeauftrag des Johanniterordens. Die Seelsorge ist daher ein wichtiger Auftrag des Krankenhauses.
- Der Pflegedienst betreut und begleitet die Patienten fachkundig, hilfreich und zugewandt. Die Johanniter-Schwesternschaft hat hier ihre besondere Aufgabe.
- Aufgabe der Ärzte ist es, Kranke unter Achtung ihrer Würde zu heilen. Die Ärzte helfen auch da, wo es nur um Linderung und nicht mehr um Heilung geht.
- Die Verwaltung schafft im Zusammenwirken mit der Pflege und der Medizin die betrieblichen Voraussetzungen für die Erfüllung der Zielsetzung des Krankenhauses durch solide Wirtschaftsführung.
- Die Gemeinschaft aller Mitarbeiter sichert durch vertrauensvolle Zusammenarbeit eine vom Geist der Nächstenliebe getragene Behandlung und Pflege im Dienste der Patienten.
- Die Ausbildung in der Krankenpflege, die Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeiter gehört ebenso zum Ordensauftrag wie das Bemühen um Glaubensfragen.
- Die Häuser des Johanniterordens sind in ihr regionales Umfeld eingebunden und unterhalten Kontakte insbesondere zur Kirchen- und Ortsgemeinde sowie zu den niedergelassenen Ärzten. (www.johanniter.de)

Das Leitbild will verpflichtender Rahmen für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter sein. Es soll allen ausgehändigt werden und von den Verantwortlichen immer wieder hervorgehoben und erläutert werden. In einem so komplexen Unternehmen wie dem Krankenhaus kommt es entscheidend auf die Einteilung und Motivation der Mitarbeiter, besonders aber die der leitenden Mitarbeiter an. Ihr Zusammenhalt und Zusammenwirken bestimmen die Qualität der erbrachten Leistung. Sie entscheidet maßgeblich über die Zufriedenheit der Patienten sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter und sichert so den langfristigen Erfolg des Krankenhauses. (medicus 2005)

1.3 Das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH

Am 1.Januar 2002 wurden die Johanniter-Krankenhäuser der Provinzialsächsischen Genossenschaft des Johanniter-Ordens in Genthin und Stendal, aus zwei zuvor rechtlich selbstständigen Häusern, zu einem gemeinsamen Krankenhaus mit 558 Betten und über 900 Mitarbeitern zusammengeführt. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg ist das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH das größte Krankenhaus des Ordens.

Das Krankenhaus verfügt als Schwerpunktkrankenhaus über eine hochmoderne medizinische Ausstattung in den Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Anästhesie- und Intensivmedizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gefäßchirurgie,

Hals-Nase-Ohren-Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Innere Medizin, Orthopädie, Radiologie, Radioonkologie, Unfallchirurgie sowie Urologie. Ein ambulantes Operationszentrum ist neben den Diagnostiklaboren und der Physiotherapie Bestandteil des Krankenhauses. Zum Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gehört ebenfalls eine Krankenpflegeschule mit Sitz in Genthin. (www.johanniter.de) Intensive Begleitung in der letzten Lebensphase verbunden mit schmerztherapeutischer Versorgung und einer ständigen pflegerischen Präsenz bietet darüber hinaus das Evangelische Hospiz gegenüber dem Krankenhaus in Stendal.

1.4 Das Qualitätsmanagementsystem im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH

Die Sicherung und die Weiterentwicklung der Qualität im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal ist im Zeitalter des Wettbewerbs sozialer Dienstleistungen ein unverzichtbares Ziel. Die Einrichtung ist Ausdruck des christlichen Glaubens, und es entspricht ihrem Auftrag, für Ihre Qualität Sorge zu tragen. Im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal wurde bereits Anfang 2001 erkannt, dass Qualitätssicherung und Zertifizierung Ausdruck der Identität und des eigenständigen Profils sind. Im Jahr 2001 wurde deshalb auch mit der Projektplanung zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems begonnen. Die Auftraggeber waren zu dieser Zeit die Klinikleitungen der Johanniter-Krankenhäuser Genthin und Stendal. Die Projektleitung wurde vom Qualitätsmanager übernommen und das Qualitätsmanagementsystem sollte auf der Basis von proCum Cert entwicklelt werden. Grundlage der Zertifizierung nach proCum Cert ist das Verfahren nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität). Das Projektziel war die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in den Johanniter-Krankenhäusern Genthin und Stendal mit dem Ziel einer Zertifizierung nach proCum Cert. (Projektplanung QM JKH GNT-SDL 2005)

Ablauf und Zeitplan der Zertifizierung:

Phase I: Einführung Anfang 2001 bis 10/2001

Phase II: Umsetzung Ende 2001 bis 2003 und fortlaufend

Phase III: Zertifizierung Ende 2004 bis Ende 2005

Die abschließende Zertifizierung nach proCum Cert und die damit verbundene Fremdbewertung durch die Visitoren soll laut gültiger Projektplanung (Stand 01.02.05) Ende Oktober 2005 erfolgen. Mit der Zertifizierung nach proCum Cert verdeutlicht das Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal seinen Anspruch als christliches Krankenhaus, Qualität auf Basis christlicher Werte alltäglich zu leben und sich den wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen zu stellen.

1.5 Die Corporate Identity Strategie im Johanniter-Krankenhaus

Genthin-Stendal gGmbH

„Corporate Identity ist die strategisch geplante und operativ eingesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen auf Basis einer festgelegten Unternehmensphilosophie, einer langfristigen Unternehmenszielsetzung und eines definierten Soll-Images – mit dem Willen, alle Handlungsinstrumente des Unternehmens in einheitlichem Rahmen nach innen und außen zur Darstellung zu bringen.“ (Birkigt/Stadler 1988)

Die Corporate Identity Strategie oder auch die Leitlinien des Johanniter-Krankenhauses sind im Regelwerk der vom Kapitel, vom Krankenhausausschuss, vom Heimausschuss und der Ordensregierung gefassten Beschlüsse und getroffenen Regelungen (Regelwerk) unter Punkt 2.2 verankert. Mit ihnen ist eine dreifache Zielsetzung verbunden.

1. Durch die Leitlinien soll eine verbindliche Grundlage für die Zusammenarbeit aller Mitarbeiter des Krankenhauses geschaffen werden.
2. Durch die Leitlinien soll der Anspruch deutlich werden, wie wir als Johanniter-Krankenhaus den Wünschen, Bedürfnissen, und Anforderungen des Patienten gerecht werden. In unserer Corporate Identity werden auch die Grundwerte unserer Arbeit sichtbar, ohne dass sie ausdrücklich als solche formuliert werden.
3. Durch die Leitlinien soll ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung dse Krankenhauses geleistet werden. Die Mitarbeiter sind das entscheidende Kapital eines Krankenhauses. Deshalb liegt der Schlüssel zur Stärkung von Engagement, Kreativität und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter in

- kooperativer Führungsstil
- Beteiligung der Betroffenen
- guter Information und Kommunikation und
- professionellen Abläufen

Sieben Themen gelten als entscheidend für die tägliche Praxis und für die Gestaltung der Zukunft:

- der Umgang miteinander,
- die Kooperation und die Koordination der Arbeitsabläufe,
- die Eigeninitiative und das Führungsverhalten,
- die Information und die Kommunikation (nach innen sowie nach außen),
- das patientenorientierte Verhalten,
- die Darstellung nach außen,
- die Zukunftssicherung.

Zu den einzelnen Themen ist im Regelwerk der vom Kapitel, vom Krankenhausausschuss, vom Heimausschuss und der Ordensregierung gefassten Beschlüsse und getroffenen Regelungen unter Punkt 2.2 jeweils ein knapper Grundsatz formuliert. Hier sind dazu ebenfalls konkrete Beispiele für die Umsetzung in die alltägliche Arbeit aufgeführt. An diesen wird der Grundsatz praktisch sichtbar, erfahrbar und messbar. (Regelwerk 1998)

1.6 Aktuelles Leitbild im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH

Dem Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal liegt das Leitbild für Johanniter-Krankenhäuser des übergeordneten Johanniterordens zu Grunde. Dieses Leitbild wurde in seiner Gesamtheit auf das Krankenhaus Genthin-Stendal übertragen und es will verpflichtender Rahmen für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter sein. Wie bereits unter 5.2. beschrieben, liegen dem Leitbild zeitlose Werte zugrunde, die das Wesen des Johanniterordens als einen christlichen Orden prägen. Die Wege zur Umsetzung dieser Werte im Alltag der Häuser sind immer zugleich von den Grundsätzen zeitgemäßer Führung von Krankenhäusern bestimmt. Diese Grundsätze unterliegen auch in Genthin und Stendal stetem Wandel. Von daher bedarf das „Leitbild“ immer wieder der kontinuierlichen Fortschreibung. (Regelwerk 1998)

1.7 Die Perzeption christlicher Werte im Johanniter-Krankenhaus in Stendal

Zur Erhebung von Daten, zu der Umsetzung von christlichen Werten und Eigenschaften im Johanniter-Krankenhaus in Stendal aus Sicht der Patienten, sollte mit einem zu entwickelnden Fragebogen eine Fragebogenaktion im Krankenhaus durchgeführt werden. Es besteht die Möglichkeit, dass mit einer umsichtig angelegten und methodisch soliden Patientenbefragung die Versorgungseinrichtung (Krankenhaus) den Grad der in ihnen realisierten Patientenorientierung ermitteln und mit Hilfe gezielter Defizitanalysen deren Optimierung vorbereiten können. (Sachverständigenrat für die Konzentrierte Aktion im Gesundheitswesen 2001)

1.8 Entwicklung eines Fragebogens zur Datenerhebung

Im Rahmen der beabsichtigten Fragebogenaktion sollte untersucht werden, welche Erwartungen Patienten grundsätzlich an ein christliches Krankenhaus stellen. In diesem Fall interessierte konkret die Meinung der Patienten des Johanniter-Krankenhauses in Stendal. Darüber hinaus sollte ermittelt werden, in welchem Maße das Johanniter-Krankenhaus in Stendal diesen Anforderungen aus Patientensicht entspricht. Ziel war es, exemplarisch Stärken und Schwächen des Unternehmens zu analysieren und Ansatzpunkte für notwendige Veränderungen zu erkennen. Ferner sollte die Präferenz der Patienten bei ihrer Klinikwahl ermittelt werden.

Die Notwendigkeit zur Durchführung von Patientenbefragungen ist nicht zuletzt mit der Umsetzung des Total Quality Management-Konzeptes verbunden, wodurch alle Prozesse am Kunden, also am Patienten, orientiert sein sollen. Damit diese Patientenorientierung umgesetzt werden kann, müssen die Krankenhäuser die Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen ihrer Patienten kennen. (Lecher 2002)

In Hinsicht auf die Einführung des Qualitätsmanagementsystems nach proCum Cert und nach Absprache mit der Klinikleitung, dem Ärztlichen Direktor und der Geschäftsführung ergab sich im Johanniter-Krankenhaus in Stendal folgende Fragestellung die der Entwicklung des Fragebogens zugrunde gelegt wurde:

[...]

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten

Details

Titel
Christliches Profil als Chance für konfessionelle Krankenhäuser (Kurzbericht)
Untertitel
Die Perzeption christlicher Werte im Johanniter Krankenhaus Genthin-Stendal gGmbH und deren Implementierung in eine Corporate Identity Strategie
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg  (Institut für akademische Weiterbildung)
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
44
Katalognummer
V86802
ISBN (eBook)
9783638027304
ISBN (Buch)
9783638927109
Dateigröße
1055 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Christliches, Profil, Chance, Krankenhäuser
Arbeit zitieren
M.A. Gordon Heringshausen (Autor), 2005, Christliches Profil als Chance für konfessionelle Krankenhäuser (Kurzbericht), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86802

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Christliches Profil als Chance für konfessionelle Krankenhäuser (Kurzbericht)


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden