Theoretische Grundlagen und praktische Anwendung der Projektorganisation


Hausarbeit, 2002

18 Seiten, Note: 1,0

Peer Radlow (Autor)


Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

I. Einleitung

II. Grundformen der Projektorganisation
A. Reine Projektorganisation
B. Stabs-Projektorganisation
C. Matrix-Projektorganisation
D. Multiprojektorganisation

III. Projektorganisation in der Praxis
A. Bewertung der Projektorganisationsformen
1. reine Projektorganisation
2. Stabs-Projektorganisation
3. Matrix-Projektorganisation
B. Wahl einer adäquaten Projektorganisation

IV. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Reine Projektorganisation

Abb. 2: Stabs-Projektorganisation

Abb. 3: Matrix-Projektorganisation

I. Einleitung

Der Erfolg bei der Durchführung von Projekten hängt stark von der Pro­jektorganisation ab. Häufig scheitern Projekte aufgrund von organisatori­schen Problemen und nicht etwa aufgrund von fehlenden Fachkenntnissen der Projektmitarbeiter.1

Projektorganisation lässt sich über die Wortbestandteile Projekt und Organisation definieren. Ein Projekt ist ein Vorhaben, das sich durch folgende Merkmale charakterisieren lässt: Das Ziel wird vorher festge­legt. Es gibt einen Termin für die Erreichung des Ziels und es stehen nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Außerdem handelt es sich um ein einmaliges Vorhaben, an dem verschiedenartige Stellen beteiligt sind.2

Der Begriff Organisation lässt sich je nach Betrachtungsweise institutio­nal als soziales System, funktional als Organisationsgestaltung oder instrumental als Organisationsstruktur verwenden.3 Als Projektorganisa­tion kann man analog ein soziales System ansehen, das als Ziel hat, ein Projekt durchzuführen (institutional). Man kann es aber auch als die Gestaltung einer Projektorganisationsstruktur, die in der Lage ist, Pro­jekte durchzuführen, und ihre Eingliederung in die bestehende Organisation verstehen (funktional). Aus instrumenteller Betrachtungs­weise wird Projektorganisation mit Projektorganisationsstruktur gleich­gesetzt.4

In dem folgenden Kapitel werden zunächst die Formen der Projektorga­nisation vorgestellt. In Kapitel III werden sie dann bewertet und es wird näher auf die Wahl der geeigneten Projektorganisation eingegangen.

II. Grundformen der Projektorganisation

Projekte ohne hohen Komplexitätsgrad können in einer gewöhnlichen Linienorganisation ohne spezielle Projektorganisation durchgeführt wer­den.5 Für größere Projekte sollte aber eine Umstellung der Organisation in Erwägung gezogen werden. In der Theorie unterscheidet man zwischen reiner Projektorganisation, Stabs-Projektorganisation und Matrix-Projektorganisation. Des Weiteren wird auf die Projektgesell­schaft und die Multiprojektorganisation eingegangen.

A. Reine Projektorganisation

Bei der reinen Projektorganisation, auch Task Force6 genannt, wird tempo­rär eine neue Organisationseinheit gebildet. In dieser werden die für das Projekt nötigen Mitarbeiter bis zur Ebene der Ausführenden zusammengefasst. (vgl. Abb. 1) Die Mitarbeiter können aus der Primär­organisation oder auch von externen Firmen kommen. Der Projektleiter ist für die Dauer des Projekts der einzige direkte Vorgesetzte der Pro­jektmitarbeiter. Sie erhalten nur Anweisungen von ihm.7 Wegen der zeit­lichen Begrenzung eines Projektes unterscheidet sich die Stelle des Projektleiters aber von einer Linienstelle. Er ist normalerweise nur solange Vorgesetzter, wie das Projekt dauert.

In dieser Projektorganisationsstruktur hat der Projektleiter die volle Ver­antwortung für die Erreichung der Projektziele. Dazu gehören sowohl

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Reine Projektorganisation

In Anlehnung an Schulte-Zurhausen, Organisation, 2002, S. 308

die sachlichen Anforderungen als auch das Kostenbudget und der End­termin.8

Eine extreme Form der reinen Projektorganisation ist die Projektgesell­schaft. Hier handelt es sich um die vollständige organisatorische und rechtliche Verselbständigung gegenüber der Primärorganisation. Die Projektziele entsprechen den Unternehmenszielen der Projektgesell­schaft. Sie wird oft bei projektspezifischen Kooperationen der Auftrag­nehmer nur für die Abwicklung eines Projekts gegründet. Wie auch bei der reinen Projektorganisation ist die Projektgesellschaft nach der Been­digung des Projekts nicht mehr nötig und wird aufgelöst.9

[...]


1 Vgl. Madauss, Projektmanagement, 2000, S. 86.

2 Vgl. Hegi, Projekt-Management, 1971, S. 381.

3 Vgl. Schulte-Zurhausen, Organisation, 2002, S. 1.

4 Vgl. Kummer/Spühler/Wyssen, Projekt-Management, 1993, S. 4.1 und Grün, Projektorganisation, 1992, Sp. 2106.

5 Vgl. Frese, Organisation, 2000, S. 506.

6 Vgl. Haberfellner/Nagel/Becker/Büchel/Massov, Systems Engineering, 1997, S. 256

7 Vgl. Kummer/Spühler/Wyssen, Projekt-Management, 1993, S. 4.2

8 Vgl. Schulte-Zurhausen, Organisation, 2002, S.307

9 Vgl. Grün, Projektorganisation, 1992, 2109 f.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Theoretische Grundlagen und praktische Anwendung der Projektorganisation
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Lehrstuhl für Theoretische Betriebswirtschaftslehre IV (Planung und Organisation))
Veranstaltung
Übung für Fortgeschrittene der speziellen BWL Planung und Organisation
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
18
Katalognummer
V9031
ISBN (eBook)
9783638158442
ISBN (Buch)
9783640857296
Dateigröße
612 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Projektorganisation, Projektmanagement, Projektplanung, Projekte, Organisation, Matrixprojektorganisation, Stabs-Projektorganisation
Arbeit zitieren
Peer Radlow (Autor), 2002, Theoretische Grundlagen und praktische Anwendung der Projektorganisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9031

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