Magersucht aus systemischer Perspektive


Hausarbeit, 2020

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil
2.1 Definition der Anorexia nervosa nach ICD-10 und Symptome
2.1.1 Folgeerkrankungender Anorexia nervosa
2.1.2 Verlauf und Prognose der Anorexia nervosa
2.2 Ätiologie der Anorexia nervosa
2.3 Begünstigende Beziehungsmuster der Anorexia nervosa aus systemische
2.4 Epidemiologie der Anorexia nervosa in Deutschland
2.5 Zusammenfassung

3 Methodischer Teil
3.1 Strukturbaum: Risikofaktoren zur Ätiologie der Anorexia nervosa
3.2 Halbstrukturierter Interviewleitfaden zur Ätiologie der Anorexia nervosa

4 Diskussion
4.1 Kritische Reflexion der Methodik
4.2 Lebensproblem oder Problemsystem

5 Fazit und Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

AN: Anorexia nervosa

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Tabelle 1: Risikofaktoren zur Entstehung der Anorexia nervosa

1 Einleitung

Bei der Essstörung Anorexia nervosa (AN) kommt es durch eine stark reduzierte Kalorienaufnahme zu einem gravierenden Gewichtsverlust mit einer Vielzahl somatischer Symptome und Komplikationen. Mindestens jedes 200. Mädchen in der Adoleszenz leidet an der Erkrankung (Herpertz-Dahlmann & Schwarte, 2009, S. 720).

Neben gesellschaftlich suggerierten Schlankheitsidealen gibt es eine Vielzahl weiterer Risikofaktoren, wie biologische, individuelle oder familiäre Faktoren, welche das Entstehen einer AN begünstigen können. Die Bedeutung familiärer Faktoren wird durch folgende Worte Bruch's (1989) deutlich: “Magersüchtige Mädchen können sich nicht als einheitliche oder selbstbestimmte Individuen erfahren, als Menschen, die das Recht haben, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben“ (S. 75). Typische dysfunktionale Beziehungsmuster innerhalb von Familiensystemen, welche dazu beitragen können, dass eine AN entwickelt wird, werden von Schweitzer und von Schlippe (2015) beschrieben.

Um diese Beziehungsmuster und die soziokulturellen, biologischen und individuellen Risikofaktoren aufzudecken, wurde in Rahmen dieser Arbeit ein Interviewleitfaden entwickelt. Mit Hilfe dieses Interviewleitfadens soll im Rahmen einer Befragung von Mädchen im Alter von 12-19 Jahren herausgestellt werden, inwiefern die beschriebenen Risikofaktoren zur Entstehung einer AN beigetragen haben.

In dieser Arbeit wird für alle Personenbezeichnungen zur besseren Lesbarkeit die männliche Sprachform gewählt. Diese Sprachform impliziert sowohl das männliche als auch das weibliche Geschlecht und dient keinesfalls der Geschlechterdiskriminierung.

Im Anschluss an diese Einführung ins Thema AN erfolgt im zweiten Kapitel dieser Arbeit, dem Theorieteil, zunächst eine Einordnung der Erkrankung AN anhand des ICD-10 Kataloges und es werden Symptome und Folgeerkrankungen der AN dargestellt. Außerdem werden der Verlauf und die Prognose der AN erläutert. Anschließend wird auf die Ätiologie der Erkrankung eingegangen. Es folgt eine Erläuterung der Entstehungsursachen aus systemischer Perspektive, wobei dysfunktionale, familiäre Beziehungsmuster beschrieben werden, welche das Entstehen einer AN begünstigen können. Anschließend wird die Epidemiologie der AN in Deutschland dargestellt. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung des Theorieteils.

Danach wird im dritten Kapitel, dem methodischen Teil, zunächst ein Strukturbaum erstellt, welcher die Ätiologie der AN darstellt. Darauf aufbauend wird ein halbstrukturierter Interviewleitfaden zur Patientenbefragung entwickelt, um die Risikofaktoren zur Entstehung der AN abzufragen. Außerdem wird die Vorgehensweise der Durchführung des Interviews und der Datenauswertung beschrieben.

Im vierten Kapitel erfolgt eine kritische Diskussion der methodischen Vorgehensweise anhand wissenschaftlicher Gütekriterien. Außerdem wird die AN im Sinne der von Ludewig (2018) benannten Begriffe “Lebensproblem” und “Problemsystem” (S.92) reflektiert.

Im letzten Kapitel erfolgen ein Fazit und ein Ausblick auf Präventionsansätze, die dabei helfen können, das Entstehen einer AN zu vermeiden.

2 Theoretischer Teil

Bei der Erkrankung AN, auch als Anorexie oder Magersucht bezeichnet, handelt es sich um ein komplexes Störungsbild mit zahlreichen physischen und psychischen Symptomen und Auffälligkeiten. Im Folgenden wird eine Definition der AN nach ICD-10 gegeben und es werden Symptome und Folgeerkrankungen dargestellt. Anschließend werden der Verlauf und die Prognose der AN erläutert. Danach erfolgt eine Beschreibung der Ätiologie der AN und eine Darstellung der Beziehungsmuster aus systemischer Perspektive, welche zur Entstehung einer AN beitragen können. Im Anschluss daran erfolgt ein kurzer Einblick in die Epidemiologie der AN.

2.1 Definition der Anorexia nervosa nach ICD-10 und Symptome

Aktuell wird international noch die 10. Version des ICD für die Diagnose von Krankheiten genutzt. Ab dem Jahr 2022 soll der ICD-11 als überarbeitete Version in Kraft treten (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, 2019). In der vorliegenden Hausarbeit wird auf die Diagnosekriterien des ICD-10 eingegangen.

Die Diagnosen des ICD-10 sind nach Buchstaben und Ziffern gegliedert. Im 5. Kapitel finden sich Diagnosen mit dem Buchstaben F (F00-F99). Diese inkludieren “Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen oder Faktoren”. Essstörungen sind unter F.50 aufgeführt. Das Krankheitsbild der AN fällt unter F50.0 und F50.1 (Dilling, Mombour & Schmidt, 2008, S. 214-216).

Folgende Diagnosekriterien müssen nach ICD-10 erfüllt sein, damit eine AN diagnostiziert werden kann:

Das Haupterkennungsmerkmal der AN ist ein aktuelles Körpergewicht der betroffenen Person, welches mindestens 15% unter dem erwarteten Körperwicht liegt, beziehungsweise liegt der BMI unter 17,5. Außerdem muss der Gewichtsverlust durch das Vermeiden hochkalorischer Speisen, übertriebe hohe körperliche Aktivität, Erbrechen oder den Gebrauch von Abführmitteln oder Appetitzüglern selbstständig herbeigeführt werden.

Ein weiteres Diagnosemerkmal ist das Vorliegen einer Körperschemastörung. Die Patienten sind trotz vorliegendem Untergewicht der Überzeugung, dick zu sein und haben eine übertriebene Angst vor einem dicken oder schlaffen Körper. Die Patienten legen für sich selbst ein sehr niedriges Körpergewicht als Maximum fest. Dieses Ideal hat einen großen Stellenwert für die Patienten.

Außerdem muss gemäß ICD-10 eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen- Gonaden-Achse vorliegen. Diese manifestiert sich bei Frauen als Amenorrhö und bei Männern in einem Libido- und Potenzverlust. Wenn die Erkrankung vor Beginn der Pubertät auftritt, kann sich die normale Entwicklung verzögern, bei Mädchen stagniert das Brustwachstum, bei Jungen das Wachstum der Genitalien.

Sind ein oder mehrere Kriterien nicht erfüllt, so kann die Diagnose der atypischen AN nach F50.1 gestellt werden. Trotz Fehlen eines Schlüsselsymptoms sollten jedoch die übrigen Kriterien zutreffen und dem allgemeintypischen klinischen Bild entsprechen (Dilling et al., 2008, S. 214-216).

2.1.1 Folgeerkrankungen der Anorexia nervosa

Die Diagnosekriterien nach ICD-10 zeigen, dass das Krankheitsbild der AN mit einer Vielzahl an Symptomen und körperlichen Einschränkungen einhergehen kann. Im Folgenden werden potentielle Folgeerkrankungen der AN erläutert, welche aufgrund des niedrigen Körpergewichts und der restriktiven Ernährung entstehen können.

Bedingt durch die Mangelernährung kann es zu kardiovaskulären Problemen mit EKG- Veränderungen in Form von niedrigem Blutdruck und Herzschlag kommen (Legenbauer & Vocks, 2014, S. 9). Weitere mögliche Folgen der AN liegen in einer gestörten Funktion der Nebennierenrinde , der Keimdrüsen und der Schilddrüse. Dadurch kann es zu einer Störung der Funktion der Hypophyse und des Hypothalamus kommen. Außerdem zeigen sich V eränderungen im sympathischen Nervensystem und in der Körperzusammensetzung, in der Temperaturregulation, im Stoffwechsel und im Wasser- und Mineralstoffhaushalt (Laesle, 2018, S. 280). Im Blutbild zeigt sich häufig ein erniedrigter Blutzuckerspiegel , erhöhte Leberwerte, verminderte Eisenwerte und eine verminderte Anzahl an Leukozyten (Legenbauer & Vocks, 2014, S. 9). Nielsen, Emborg und M0lbak (2002) stellten heraus, dass Diabetes mellitus als Begleiterkrankung der AN zu einer erhöhten Mortalität führt. Dabei geht der Diabetes mellitus der AN jedoch meist voraus. Im Skelettsystem zeigen sich Veränderungen in Form von Osteoporose bei längerer Krankheitsdauer. Außerdem kann ein früher Krankheitsbeginn zu Kleinwuchs führen (Legenbauer & Vocks, 2014, S. 16).

2.1.2 Verlauf und Prognose der Anorexia nervosa

Bedingt durch das niedrige Körpergewicht und die eingeschränkte Nahrungsaufnahme kommt es im Verlauf der AN neben den bereits beschriebenen diagnostischen Parametern und den Folgeerkrankungen zu weiteren Veränderungen und Symptomen. Ausgelöst durch den niedrigen Insulinspiegel aufgrund des restriktiven Essverhaltens, kommt es häufig zu Essanfällen mit Erbrechen und bei ca. 20% der Patienten geht die Anorexie in eine Bulimie über (Herpertz-Dahlmann, Hagenah, Vloet & Holtkamp, 2005, S. 252). Auf der physiologischen Ebene kommt es zu Veränderungen der Interozeptionsfähigkeit. Dadurch werden Reize wie Hunger nicht oder verändert wahrgenommen oder verleugnet. Außerdem entwickeln die Betroffenen häufig ungewöhnliche Verhaltensweisen im Umgang mit Nahrung, wie zum Beispiel extrem langsames Essen, Zerschneiden der Nahrung in kleine Stücke oder Ausspucken der Nahrung nach Verzehr (Legenbauer & Vocks, 2014, S.8). Auch im Sozialverhalten zeigen sich im Laufe der Erkrankung Veränderungen. Viele Patienten ziehen sich von ihren Freunden zurück und vernachlässigen ihre bisher gern praktizierten Hobbys. Außerdem nehmen Ehrgeiz und Fleiß häufig zu und die betroffenen Personen stürzen sich regelrecht in Arbeit (Herpertz-Dahlmann & Schwarte, 2009, S. 721).

Unter den Essstörungen ist die AN die Störung mit der höchsten Mortalität, bedingt durch medizinische Komplikationen oder Suizid (Legenbauer & Vocks, 2014, S. 5). Studien konnten belegen, dass die AN, nach der Bulimie, die höchste Suizidrate infolge einer Essstörung aufweist. Bei der AN konnte die größte Anzahl vollendeter Suizide nachgewiesen werden. Gründe für den Suizid liegen vor allem in einer Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, Depressionen und Perfektionismus (Fedorowicz et al., 2007; Kaplan, McFarland & Huguet, 2007). Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im Verlauf leicht rückläufig. 2015 gab es 49 Todesfälle aufgrund von AN, im Jahr 2016 gab es 34 Fälle und im Jahr 2017 starben in Deutschland 46 Menschen an den Folgen der AN (Statistisches Bundesamt, 2019b).

Von den verbleibenden, behandelten Patienten können ca. 47% langfristig geheilt werden, 33% als gebessert angesehen werden und bei 20 % nimmt die AN einen chronischen Verlauf an (Franko et al., 2013). Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch Rigaud, Pennacchio, Bizeul, Reveillard und Vergès (2011) in einer Langzeitstudie. Die Autoren konnten belegen, dass 60% der untersuchten, behandelten Patienten nach 13 Jahren genesen waren, 25,8 % zeigten eine Besserung und 13% berichteten über andauernde Krankheitssymptome. Jedoch darf nicht außeracht gelassen werden, dass sich, auch nach einer Gewichtsnormalisierung, bei ca. 50 % der Patienten ein Essverhalten zeigt, welches sich deutlich von dem, klinisch unauffälliger Personen unterscheidet. Auch wenn dieses Essverhalten nicht zu einem kritischen Gewichtsverlust führt, begünstigt es die Aufrechterhaltung der körperlichen Funktionsstörungen (Laesle, 2018, S. 280).

2.2 Ätiologie der Anorexia nervosa

Bei der AN handelt es sich um ein komplexes Störungsbild mit multifaktoriellen Ursachen. In der Literatur werden soziokulturelle, biologische, individuelle und familiäre Faktoren beschrieben, die in ihrem Zusammenwirken die Entstehung einer AN begünstigen können. Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer AN wird erhöht, umso mehr Risikofaktoren zusammenkommen (Schweitzer & von Schlippe, 2015, S. 169). Der Forschungsstand zu Ätiologie und Verlauf von AN beschreibt prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Risikofaktoren (Laesle, 2018, S. 280).

Als prädestinierende Risikofaktoren gelten das weibliche Geschlecht, Adoleszenz und die westliche Kultur (Herpertz-Dahlmann et al., 2005, S. 255-256).

Zu den soziokulturellen Risikofaktoren zählen gesellschaftliche Schlankheitsideale und Ideale im sozialen Umfeld. Die westliche Kultur ist geprägt von Schlankheitsidealen, was auf Frauen und Mädchen großen Druck ausüben kann. Gerade in der Zeit der Adoleszenz, wo die Entwicklung der Identität im Vordergrund steht, können sich diese Schlankheitsideale negativ auswirken, vor allem bei Mädchen mit niedrigem Selbstwertgefühl (Laesle, 2018, S. 281).

Biologischen Risikofaktoren beinhalten genetische Faktoren. So erkranken weibliche Angehörige von anorektischen Patienten überdurchschnittlich häufig an einer Essstörung (Herpertz-Dahlmann & Schwarte, 2009, S. 723). Neurologische Untersuchungen zeigen Defizite in der weißen Substanz des Gehirns und eine herabgesetzte Funktionalität der Substantia Nigra bei Patienten mit AN im Vergleich zu gesunden Probanden (Phillipou, Castle, Abel, Gurvich & Rossell, 2018). Unklar bleibt jedoch, ob die beschriebenen Veränderungen bereits vor Beginn der AN vorhanden waren oder ob diese Folge der Erkrankung sind. Ein weiterer Risikofaktor liegt in einer vorangegangenen Adipositas (Herpertz-Dahlmann et al., 2005, S. 256).

Zu den individuellen Risikofaktore n zählen neben einem niedrigen Selbstwertgefühl, Perfektionismus und soziale Ängstlichkeit (Herpertz-Dahlmann et al., 2005, S. 256). Herpertz-Dahlmann & Schwarte (2009) beschreiben den typischen anorektischen Patienten als eine introvertiert, rigide, gut durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligente Person mit zwanghaften Zügen (S. 723-724). Hier bleibt unklar, ob die aufgeführten Persönlichkeitsmerkmale ursächlich für eine AN sind oder eine Folge der Erkrankung darstellen. Außerdem zählt ein freizeitbedingter Schlankheitsdruck, wie zum Beispiel bei Leistungssportler oder Tänzer zu den Risikofaktoren (Herpertz-Dahlmann et al. 2005, S. 255-256). Zudem scheint eine extreme körperliche Betätigung vor Ausbruch der Anorexie das Entstehen der Erkrankung zu begünstigen (Laer, 2018, S. 282). In einer Studie von Machado, Gongalves, Martins, Hoek & Machado (2014) nachgewiesen werden, dass kritische Lebensereignisse, wie körperliche Erkrankungen, Trennungen oder Verluste oder Angst vor Leistungsversagen Auslöser einer AN sein können.

Zu den familiären Risikofaktoren zählen ein überbehütendes und ängstlich­fürsorgliches Verhalten der Eltern, häufiges Diäthalten in der Familie, ein hoher Stellenwert von Figur und Gewicht in der Familie und hohe Leistungserwartungen und Ansprüche (Herpertz-Dahlmann & Schwarte, 2009, S. 723). Aus systemischer Perspektive werden begünstigende familiäre Beziehungsmuster beschrieben, auf die in Kapitel 2.3 näher eingegangen wird. Charakteristisch ist, dass anorektische Patienten in einem Umfeld aufwachsen, in dem die Entwicklung einer stabilen Identität und einer Autonomie sowie die Ausbildung eines positiven Selbstwerts erschwert sind (Legenbauer & Vocks, 2014, S. 27).

Es zeigt sich, dass das Störungsbild der AN verschiedene Ursachen haben kann, von denen selten eine alleine die Symptomatik auslöst, verstärkt oder aufrechterhält. Es gibt aktuell keine gesicherte Ätiologie-Forschung zu kausalen Ursachen der AN und es bleibt unklar, welche der Risiko- und Ätiologiefaktoren ursächlich für die Entstehung einer AN und welche Folge der Erkrankung sind (Jacobi & de Zwaan, 2011, S. 1062). Es besteht weiterer Forschungsbedarf zur Klärung der Kausalität und Korrelation der Faktoren.

2.3 Begünstigende Beziehungsmuster der Anorexia nervosa aus systemischer Sicht

Schweitzer und von Schlippe (2015) beschrieben fünf typische familiäre Beziehungsmuster, welche bei einzelnen Familienmitgliedern, insbesondere jugendlichen Mädchen, die Entstehung einer AN begünstigen können (S. 170-172). Die Muster sind nicht voneinander unabhängig, sondern sie überschneiden sich. Im Folgenden werden diese fünf Beziehungsmuster erläutert.

1. Verstrickung: Charakteristisch für dieses Beziehungsmuster ist ein extrem hohes Maß an Nähe und Intensität der Interaktionen. Dadurch wirken sich Veränderungen des Einzelnen oder zwischen zwei Familienmitgliedern sofort auf das gesamte System aus.

Interpersonale Grenzen sind beim Muster der Verstrickung unklar und werden leicht überschritten, was dazu führt, dass Teilsysteme, wie die Eltern oder die Geschwister untereinander, und auch das Individuum verloren gehen. Somit ist die Entfaltungsfreiheit des Individuums eingeschränkt. Eine AN kann ein Versuch der Befreiung von dem freiheitseinschränkenden Familiensystem darstellen mit dem Ziel, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit zu erlangen.

2. Überfürsorglichkeit: Bei dem Muster der Überfürsorglichkeit zeigen die einzelnen Familienmitglieder ein überdurchschnittliches Interesse aneinander und es kommt zu einer Einmischung in die Angelegenheiten der anderen Familienmitglieder. Fürsorge und Schutz sind zentrale Aspekte des Musters. Dadurch werden Autonomie und Kompetenzentfaltung der Kinder eingeschränkt. Außerdem bietet dieses Muster wenig Raum für Aktivitäten außerhalb der Familie. Auch hier kann eine AN, wie beim Muster der Verstrickung, als Möglichkeit der Loslösung von der Familie entwickelt werden.

3. Starrheit: Bei diesem Beziehungsmuster ist das Familiensystem starr und außerstande, die bisherigen Regeln situationsangepasst abzuändern. Dadurch kommt bei den Familienmitgliedern das Gefühl auf, entwicklungsbedingten oder von außen herangetragenen Veränderungen ausgeliefert zu sein. Die Familienmitglieder versuchen, meist erfolglos, der Situation mit Lösungsversuchen erster Ordnung entgegenzutreten, also mit bekannten Lösungsmustern innerhalb des Systems. Jedoch wäre eine Änderung der starren Regeln angebracht, um Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die AN gibt dem Betroffenen das Gefühl der Selbstkontrolle und Autonomie, welches das starre Familiensystem nicht zulässt und wirkt somit ebenfalls befreiend.

4. Konfliktvermeidung: Die Konfliktvermeidung beschreibt ein Muster, bei dem eine niedrige Konfliktschwelle vorliegt, die aufkommenden Konflikte jedoch nicht ausgetragen werden. Durch harte Realitätskonstruktionen, wie zum Beispiel strenge religiöse oder moralische Ansichten, werden Konflikte, zumindest vorübergehend vermieden. Die Konflikte bleiben ungelöst und die Familienmitglieder müssen zur Konfliktvermeidung viel Energie aufbringen. Es ist auch möglich, dass im Rahmen der Konfliktvermeidung Meinungsverschiedenheiten zwar geäußert, aber nicht gelöst werden. Um den Konflikt zu umgehen, werden Sachverhalte zerredet, Mitglieder werden während des Redens unterbrochen, wechseln ihre Position oder lenken vom Thema ab. Die ungelösten Konflikte können bei der betroffenen Person ein Gefühl der Unkontrollierbarkeit auslösen, welches auf das Essverhalten übertragen wird. Bei der AN wird durch restriktives Essen Kontrolle ausgeübt.

5. Umleitung des Konflikts: Bei der Umleitung des Konflikts kommt es zusätzlich dazu, dass das Hungern des Kindes als Beziehungsregulator einbezogen wird, meistens in einem elterlichen Konflikt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

- Triangulation: Das hungernde Kind kann sich nicht äußern, ohne dabei für einen Elternteil und damit gegen den anderen Elternteil Stellung zu beziehen. Das Kind befindet sich in einer Dreiecksbeziehung.
- Koalition: Das hungernde Kind geht eine Koalition mit einem Elternteil gegen den anderen Elternteil ein.
- Konfliktumleitung: In der Sorge um das hungernde Kind oder in der Kritik an ihm sind beide Elternteile geeint.

Zu betonen ist, dass diese Beziehungsmuster in allen Familien vorkommen. Im Unterschied zu “normalen Familien” inszenieren Familien mit psychosomatisch kranken Kindern die kritischen Sequenzen immer wieder, anstatt auf andere Formen der Auseinandersetzung und Konfliktlösung zurückzugreifen (Schweitzer & von Schlippe, 2015, S. 172-173).

Wie bereits in Kapitel 2.2 erläutert, gibt es keine einheitliche, empirisch gesicherte Ursache für das Entstehen der AN. Je mehr Einflüsse zusammenkommen, umso wahrscheinlicher ist die Entwicklung einer Essstörung. So ist auch keines der beschriebenen Beziehungsmuster einzeln für die Entwicklung einer AN oder eine Verstärkung der Symptome ausschlaggebend, sondern die Gesamtheit der Muster wirkt hierbei begünstigend. Wird ein Kind anorektisch, so setzt die Erkrankung setzt alle Familienmitglieder unter eine hohe emotionale Anspannung, vor allem die Eltern. Durch diese Anspannung können sich die kritischen Beziehungsmuster überdeutlich und damit auch symptomverstärkend zeigen (Schweitzer & von Schlippe, 2015, S. 169).

2.4 Epidemiologie der Anorexia nervosa in Deutschland

Im Jahr 2000 gab es 5.363 diagnostizierte Fälle von Magersucht in den deutschen Krankenhäusern, im Jahr 2014 wurden mit 8.419 Fällen die meisten Fälle diagnostiziert und im Jahr 2017 7.821 Fälle (Statistisches Bundesamt, 2019a). Es lässt sich demnach in dem Zeitraum von 2000 bis 2017 ein Anstieg der stationär behandelten Fälle von 30% ausmachen. Jacobi et al. (2004) geben eine Lebenszeitprävalenz von 1,3 % und eine Inzidenz von 8 Fällen pro 100.00 Einwohner in Deutschland an. Frauen im Alter von 15­19 Jahren haben die höchste Inzidenzrate (Hoeck & van Hoecken, 2003). Der Erkrankungsgipfel der AN liegt bei 15 Jahren und das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Betroffenen liegt bei 10:1 (Herpertz-Dahlmann & Schwarte, 2009, S. 722).

2.5 Zusammenfassung

Die AN ist eine psychische Essstörung mit einer zunehmenden Prävalenz und einer hohen Mortalität. In den Zeitraum von 2000 bis 2017 lässt sich ein Anstieg der stationär behandelten Fälle der AN von 30 % ausmachen. Frauen im Alter von 15-19 Jahren erkranken besonders häufig an AN.

Zu den Diagnosekriterien nach ICD-10 zählen ein stark vermindertes Körpergewicht, ein schwerwiegender, selbst herbeigeführter Gewichtsverlust, eine Körperschemastörung und eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse vorliegen. Zur Diagnosestellung der AN müssen alle genannten Kriterien vorliegen. Liegt ein Kriterium oder mehrere Kriterien nicht vor, entspricht das klinische Bild aber dem einer AN, so kann die Diagnose einer atypischen AN gestellt werden.

Durch das niedrige Körpergewicht und das restriktive Essverhalten kommt es zu weiteren typischen Symptomen und Folgeerkrankungen. Es zeigen sich kardio­vaskuläre Veränderungen, Veränderungen des Blutbilds, eine Abnahme der Knochendichte, sozialer Rückzug und abnorme Verhaltensweisen im Umgang mit Nahrung. Von den behandelten Patienten können ca. die Hälfte im Rahmen einer Therapie geheilt werden, bei 1/5 der Patienten nimmt die Erkrankung einen chronischen Verlauf.

Die Ätiologie ist multifaktoriell, wobei soziokulturelle, biologische, individuelle und familiäre Risikofaktoren eine wesentliche Rolle spielen. Schweitzer und von Schlippe (2015) beschreiben fünf dysfunktionale familiäre Beziehungsmuster, welche die Entstehung einer AN begünstigen können. Hierzu zählt die Verstrickung, bei der interpersonale Grenzen der Familienmitglieder unklar sind und oftmals überschritten werden. Bei der Überfürsorgllichkeit mischen sich die Familienmitglieder, oft ungefragt, in die Belange der anderen Familienmitglieder ein. Die Starrheit beschreibt unflexible familiäre Regeln. Bei der Konfliktvermeidung werden Konflikte nicht ausgetragen, sondern beispielsweise durch harte moralische oder religiöse Regeln vermieden. Bei der Umleitung des Konflikts wird die AN als Beziehungsregulator für die konfliktbeladene Elternbeziehung eingesetzt, indem die Eltern durch die Sorge um das Kind wiedervereint werden oder das Kind eine Koalition mit einem Elternteil gegenüber dem anderen Elternteil eingeht. Charakteristisch ist, dass diese Beziehungsmuster die Entwicklung einer stabilen Identität und einer Autonomie und die Ausbildung eines positiven Selbstwerts erschweren. Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer AN wird erhöht, umso mehr Risikofaktoren zusammenkommen.

3 Methodischer Teil

Um die Theorien der systemischen Perspektive in der Forschung zu überprüfen, müssen Studien durchgeführt werden. Die Informationsgewinnung kann zum Beispiel durch Fragebögen erfolgen, was zu den quantitativen Forschungsmethoden gehört. Außerdem können Informationen durch Interviews generiert werden, dies zählt zu den qualitativen Forschungsmethoden. In der vorliegenden Arbeit soll die letztere Methode zum Einsatz kommen, um in Patientenbefragungen Risikofaktoren zur Entstehung einer AN abzufragen.

In diesem Kapitel wird zunächst ein Strukturbaum vorgestellt, welcher Risikofaktoren zur Entstehung der AN verdeutlicht. Aufbauend auf diesen Strukturbaum wird ein halbstrukturierter Interviewleitfaden entwickelt, welcher im Rahmen einer Patientenbefragung diese Risikofaktoren abfragen soll. Die Durchführung und Auswertung dieses Interviewleitfadens werden im Anschluss daran erläutert.

3.1 Strukturbaum: Risikofaktoren zur Ätiologie der Anorexia nervosa

Der folgende Strukturbaum stützt sich auf die in Kapitel 2.2 und 2.3 herausgestellten Risikofaktoren. Das Hauptaugenmerk des Strukturbaums soll auf den Risikofaktoren aus systemischer Sicht, den von Schweitzer und von Schlippe (2015) beschriebenen Beziehungsmustern, liegen. Jedoch wird auch auf soziokulturelle, biologische und individuelle Risikofaktoren eingegangen, da die Entstehung einer AN in der Regel multifaktorielle Ursachen hat, welche sich gegenseitig begünstigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Risikofaktoren zur Entstehung einer Anorexia nervosa

Quelle: eigene Darstellung

Die soziokulturellen Faktoren beinhalten zum einen gesellschaftliche Ideale, die beispielsweise durch die Medien, besonders die sozialen Medien vermittelt oder durch Prominente verkörpert werden. Es scheint wahrscheinlich, dass gerade junge Mädchen auf der Suche nach der eigenen Identität sich Vorbilder suchen und empfänglich für gesellschaftlich vermittelte Schlankheitsideale sind und diesen nacheifern. Dazu kommen Ideale aus dem sozialen Umfeld, wie dem Freundeskreis, den Klassenkameraden und den Familienmitgliedern. Ist das Thema Schlankheit im sozialen Umfeld ein wichtiges Thema, so ist davon auszugehen, dass sich dieser hohe Stellenwert auch auf die betroffene Person überträgt, was die Entstehung einer AN begünstigen kann.

Zu den biologischen Faktoren gehört als genetischer Faktor eine AN im familiären Umfeld und als biologischer Faktor eine vorausgegangene Adipositas. Mädchen, die bereits häufiger Diäten gehalten haben, haben ein erhöhtes Risiko, an AN zu erkranken.

Zu den individuellen Faktoren zählen die biografischen Faktoren, wie kritische Lebensereignisse, frühere Erkrankungen, Trennungen oder Verluste. Des Weiteren können extreme sportliche Betätigung oder Hobbies, die im Leistungssport verankert sind und ein niedriges Körpergewicht voraussetzen, wie beispielsweise das Tanzen, das Entstehen einer AN begünstigen. Zu den Faktoren der Persönlichkeit zählen Perfektionismus, ein niedriges Selbstwertgefühl und soziale Ängstlichkeit. Bestätigung wird von dem Betroffenen im Außen gesucht, in Form sozialer Anerkennung durch Familie und Freunde. Eine verminderte Konfliktfähigkeit und Fehlerfreundlichkeit stehen damit eng im Zusammenhang. Ablehnung von außen oder Kritik können das Selbstwertgefühl immens beeinträchtigen. Werden Fehler gemacht oder etwas nicht so perfekt wie erwartet ausgeführt, so kann dies dazu führen, dass die betroffene Person eine AN entwickelt, wenn diese nicht über ausreichende Bewältigungskompetenzen im Umgang mit diesen Situationen verfügt. Das Essverhalten kann perfektioniert und kontrolliert werden und ein niedriges Gewicht wird als Erfolg der disziplinierten, restriktiven Nahrungsaufnahme gewertet. Außerdem können gerade anfängliche Komplimente von Außenstehenden über die schlankere Figur das Verhalten verstärken. Die betroffene Person bekommt Anerkennung für seine Leistung und seine Figur und damit eine Aufwertung des niedrigen Selbstwertgefühls.

Familiäre Faktoren liegen zum einen in dem Stellenwert von Schlankheit innerhalb der Familie (s. soziokulturelle Faktoren) zum anderen in den Erwartungshaltungen, die die Eltern an ihr Kind stellen. Legen die Familienmitglieder hohen Wert auf eine schlanke Figur, kritisieren sie andere Familienmitglieder aufgrund des Essverhaltens oder der Figur, so kann dies die Entstehung einer AN begünstigen. Das Kind möchte den Erwartungen der anderen Familienmitglieder gerecht werden, dazu gehören und nicht durch eine unerwünschte Figur auffallen. Auch hohe Erwartungen in anderen Bereichen, wie zum Beispiel schulische Leistungen können das Kind unter Druck setzen und einen vorhandenen Perfektionismus verstärken.

Aus systemischer Sicht sind die fünf in Kapitel 2.3 beschriebenen Beziehungsmuster relevant. Die im Folgenden erläuterten Aspekte finden sich in unterschiedlich starker Ausprägung in jedem der Muster wieder.

Grenzen innerhalb der Familie definieren die Privatsphäre der einzelnen Mitglieder. Hierzu gehören Geheimnisse voreinander, Aufenthaltskontrolle der Kinder durch die Eltern oder die Möglichkeit, Zimmertüren zu verschließen.

Der Grad der Fürsorglichkeit beschreibt, in welchem Maß sich die Familienmitglieder gegenseitig unterstützen. Das Maß kann sich von auf Nachfrage und angemessen bis hin zu übergrifflich und überfürsorglich erstrecken. Kinder und Jugendliche sollten den Freiraum haben, Fehler zu begehen und Risiken einzugehen, um daraus zu lernen und Autonomie und Vertrauen in die eigenen Lösungskompetenzen zu entwickeln.

Starre Regeln innerhalb der Familie können dazu führen, dass Konflikte stets auf die bekannte Art zu lösen versucht werden, was oftmals wenig erfolgreich ist. Neue Lösungswege werden strikt vermieden. Von Bedeutung ist hierbei auch, wer diese Regeln aufstellt und ob für alle Familienmitglieder klar erkennbar ist, welche Regeln es gibt, warum diese gelten und welche Konsequenzen Regelverstöße haben. Außerdem können familiäre Regeln die Entwicklung des Kindes behindern, wenn keine altersgerechte Anpassung erfolgt. Die Kontrolle, welche durch strenge Regeln gegeben ist, sollte im Rahmen des Älterwerdens des Kindes vermindert werden. Geschieht dies nicht, so kein eine AN als Versuch des Ausbruchs aus dieser starren Kontrolle entwickelt werden.

Konflikte innerhalb der Familie und der Umgang mit diesen Konflikten ist ein weiterer wichtiger Faktor im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Essstörung. Werden Konflikte nicht offen ausgetragen, tabuisiert oder verdrängt, so können dies Konflikte nicht konstruktiv gelöst werden. Eine Folge daraus kann darin liegen, dass die unbewältigten Konflikte auf das Essverhalten projiziert werden.

Die Eltern-Kind-Beziehung beschreibt, wie die Grenzen zwischen den einzelnen Rollen der Familienmitglieder eingehalten werden. Hier spielt die Rolle der Eltern als Paar, als Eltern und als Individuum eine Rolle, sowie die Rolle der Kinder als Kind, als Geschwisterteil und als Individuum. Aus elterlichen Konflikten können Loyalitätskonflikte für die Kinder resultieren, wenn diese das Gefühl haben, sich für eine Partei entscheiden zu müssen. Beispielsweise kann dieser Konflikt im Falle einer T rennung oder Scheidung der Eltern entstehen, wenn das Kind sich entscheiden soll, bei welchem Elternteil es leben möchte. Dieser innere Konflikt kann sich auf das Essverhalten des Kindes auswirken. Die Essstörung bringt die Eltern durch die geteilte Sorge um das Kind wieder näher zusammen, was die Essstörung wiederum aufrechterhalten und verstärken kann.

3.2 Halbstrukturierter Interviewleitfaden zur Erfassung der Risikofaktoren der Anorexia nervosa

Durchführung des Interviews

Der im Anhang zu findende halbstrukturierte Interviewleitfaden dient der Erfassung von Risikofaktoren für die Entstehung einer AN. Der Leitfaden ist konzipiert für Mädchen im Alter von 12-19 Jahren, die noch bei ihren Familien leben. Dadurch sollen Mädchen vor Ausbruch der Erkrankung und Mädchen, bei denen eine AN bereits ausgebrochen ist, befragt werden können (vgl. Kap. 2.4). Das Interview stellt eine relativ aufwendige Forschungsmethode hinsichtlich Durchführung und Auswertung dar. Da Mädchen häufiger als Jungen an AN erkranken, werden männliche Teilnehmer als Probanden ausgeschlossen, um mit dem betriebenen Aufwand möglichst viele aufschlussreiche Informationen zu gewinnen. Bei minderjährigen Probanden ist eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten einzuholen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Magersucht aus systemischer Perspektive
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
31
Katalognummer
V917794
ISBN (eBook)
9783346238726
ISBN (Buch)
9783346238733
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Magersucht, Anorexie, systemische Therapie, empirische Forschung, systemische Beratung, Essstörung
Arbeit zitieren
B.Sc. Sandra Ner (Autor), 2020, Magersucht aus systemischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/917794

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Magersucht aus systemischer Perspektive



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden