Identitäts- und Feindbildkonstruktion im Salafismus. Analyse des Entstehungsprozesses


Bachelorarbeit, 2020

44 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Inhaltsangabe oder Einleitung

Das Ziel der Arbeit ist somit die Analyse von Feindbildkonstruktionen und die damit zugleich einhergehende Identitätskonstitution. Die Frage nach der Entstehung von Feindbildern ist von besonderem Interesse, weil diese eine wesentliche Konfliktursache darstellen. Eine Auseinandersetzung mit ihrem Entstehungsprozess kann somit ein Mittel zur Konfliktlösung darstellen.

Einleitend wird sich der erste Teil der Arbeit mit der salafistischen Islamauslegung befassen. Hierfür werden die zentralen Arbeitsbegriffe definiert, um auf diese Weise die wesentlichen Glaubensinhalte des Salafismus verständlich darzulegen. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Glaubensmerkmale, die in der Feindbildkonstruktion vielfach Anwendung finden, wie etwa das al-walāʾ wa-l-barāʾ-Prinzip. Im Hauptteil findet schließlich das Modell Anwendung, das multiple Faktoren für die Entstehung von Feindbildern beschreibt. Verfasst wurde es von den Historikern Frank Oliver Sobich und Sebastian Bischoff im Rahmen einer Forschungsarbeit über die Feinbildproduktion während des deutschen Kaiserreichs. Es umfasst die sieben Schritte: Zuordnung, Essenzialisierung, Homogenisierung, Dichotomisierung, Doppelstandards, Dämonisierung und Dehumanisierung. Die Arbeit wendet das Modell auf die Feindbilder Juden, liberale Muslime, Schiiten sowie die westliche Gesellschaft an. Dieses mehrdimensionale Instrumentarium bietet sich insofern an, als in dem zu untersuchenden Feindbilddiskurs nicht nur Fragen der Religion, wie etwa konfessionelle Differenzen, bei der Konfliktrechtfertigung eine Rolle spielen, sondern politische ebenso wie gesellschaftliche Faktoren.

In der Schlussfolgerung und dem Resümee der Arbeit werden sodann die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst und diskutiert. Die Arbeit wird sich mit den unterschiedlichsten Medienerzeugnissen salafistischer wie dschihadistischer Gruppierungen auseinandersetzen, hierzu zählen neben Propagandaschriften auch Videobeiträge in den sozialen Medien. Dies bietet sich insofern an, als aufgrund der zunehmenden Nutzungshäufigkeit sozialer Medien durch Heranwachsende davon auszugehen ist, dass die religiöse Sozialisation in Zukunft noch stärker durch diese Medien erfolgt und damit die Familie bzw. die Moschee als Lernort des Glaubens ablösen wird

Details

Titel
Identitäts- und Feindbildkonstruktion im Salafismus. Analyse des Entstehungsprozesses
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Jahr
2020
Seiten
44
Katalognummer
V921314
ISBN (eBook)
9783346274977
ISBN (Buch)
9783346274984
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Salafismus, Identität, Neue Medien, Antisemitismus, Feindbilder, Islamismus, Feindbildkonstruktion, Extremismus
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Identitäts- und Feindbildkonstruktion im Salafismus. Analyse des Entstehungsprozesses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/921314

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