Die Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Wirtschaft, Kultur und Immigration sowie die Frage des "Turismo residencial"


Diplomarbeit, 2007
107 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Bibliographische Beschreibung und Referat

Vorwort

Ziel- und Aufgabenstellung der Arbeit, theoretische Ausgangsposition

Materialgrundlage und methodologisches Vorgehen

Einleitung

1 Tourismus – ein Weltphänomen
1.1 Überblick
1.2 Tourismusnachfrage
1.3 Der Faktor Umwelt

2 Andalusien und Malaga
2.1 Tourismus in Andalusien und Malaga: Zahlen und Fakten
2.2 Tourismusarten in Andalusien
2.3 Haupt-„Sendeländer“ und ihre Charakteristiken
2.4 Nachhaltigkeit und Wettbewerb in Malaga

3 Tourismus und Wirtschaft in Andalusien/Malaga
3.1 Andalusiens Tourismuswirtschaft
3.2 Die Wirtschaft in Malaga und Umgebung
3.3 Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Wirtschaft

4 Die andalusische Kultur 56
4.1 Kultur und „andalusische Kultur“
4.2 Andalusische „Mentalität“
4.3 Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Kultur

5 Die Immigration nach Andalusien
5.1 Die Immigration in Spanien – ein Wandel

6 Das Phänomen „Turismo residencial“ – „Turismo de segunda residencia“
6.1 „Turismo residencial“ – ein positiver Faktor?
6.2 „Turismo residencial“ – Tourismus oder Immigration?

7 Zusammenfassung

8 Schlussfolgerungen und offene Fragen

Abbildungs- und Grafikverzeichnis

Bibliographische Beschreibung und Referat

Tourismus in Andalusien – Schwerpunkt Malaga – Auswirkungen auf die Wirtschaft, Kultur und Immigration, sowie die Frage des „Turismo residencial“.

Böhm, Jennifer. – 2007. – 107 S.

Magdeburg, Fachhochschule, Fachbereich Fachkommunikation.

Mit der vorliegenden Arbeit werden anhand von Recherchen und eigenen Umfragen die Auswirkungen des Tourismus in Andalusien auf dessen Wirtschaft, Kultur und dessen Einfluss auf die Immigration nach Andalusien untersucht, und es wird versucht, die Frage zu klären, ob der „Turismo residencial“, der Residentialtourismus, eher eine Tourismus- oder Immigrationsform ist.

Aus den Ergebnissen der Untersuchungen wurden Schlussfolgerungen über die positiven und negativen Einflüsse des Tourismus auf die Region Andalusiens und die Umgebung Malagas gezogen. Die Gesamtbetrachtung überrascht.

Vorwort

Das Motiv für die Diplomarbeit das Thema „Tourismus in Andalusien - seine Effekte auf Wirtschaft, Kultur und Immigration, sowie das Phänomen „Turismo residencial”” auszuwählen, resultiert aus dem Wunsch, nach abgeschlossenem Studium - eventuell mit einem weiterführenden Masterstudiengang in Tourismusmanagement - im Bereich Tourismus, Dolmetschen oder Übersetzen tätig zu werden. Daher wurde ein tourismusbezogenes Thema gewählt. Die Wahl fiel auf Andalusien mit dem Schwerpunkt Region Malaga, Costa del Sol, da diese Region durch den Zweitwohnsitzes eines Familienmitgliedes in Torrox-Costa, Malaga, so etwas wie eine zweite Heimat geworden ist, mit persönlichen Kontakten und einer engen Beziehung zu Land und Leuten seit mehreren Jahren.

Mein besonderer Dank gilt meinen Betreuern, Herrn Prof. Carlos Melches und Frau Prof. Pilar Martino, die mich mit guten Ideen und Informationsquellen unterstützten. Durch sie kontaktierte ich die Consejería de Turísmo in Malaga, der ich ebenfalls für die Bereitstellung einer meiner Kernquellen der Arbeit danken möchte. Weiterhin ist das Statistik-Institut in Malaga zu nennen, dessen Mitarbeiter sich die Zeit nahmen, mir Statistiken und Informationen zur Verfügung zu stellen und mir damit weitere Anregungen verschafften.

Danken, möchte ich auch der Firma Cofinanz, die mir ermöglichte, bei ihren Kunden meine Umfragen durchzuführen.

Als letztes danke ich Herrn Luis Pérez-Rivas und Frau Erika Warnke für ihre Anregungen und Hilfe bei der Informationsbeschaffung und bei technischen Fragen und meinen Eltern für ihre Geduld.

El Morche, 27.10.2007

Jennifer Böhm

Ziel- und Aufgabenstellung der Arbeit, theoretische Ausgangsposition

Durch diese Diplomarbeit soll der Tourismus in Andalusien näher untersucht werden. Das Ziel ist es jedoch nicht, den Tourismus Andalusiens/Malagas allein zu untersuchen, sondern ihn im Zusammenhang mit seiner Wirkung auf Land und Leute zu betrachten und hierzu insbesondere die unterschiedlichen Auswirkungen zu analysieren, die der Tourismus auf Andalusien bzw. die Stadt Malaga und Umgebung hat. Die Arbeit soll schwerpunktmäßig auf die Auswirkungen auf Andalusiens/Malagas Wirtschaft, Kultur und Immigration eingehen und so neue Einsichten ermöglichen.

Es soll herausgearbeitet werden, ob der Tourismus auch negative Effekte auf die Wirtschaft Andalusiens hat und genauso, ob das Zusammentreffen der Touristen aus verschiedensten Ländern mit den Einwohnern Malagas bzw. Andalusiens, durch evtl. Veränderungen des Umfeldes (Bebauung, Verkehr, Infrastruktur, Handel), einen entscheidenden Einfluss auf die Kultur und das alltägliche Leben der Einwohner haben kann oder nicht.

Ebenfalls wird versucht zu klären, ob die Immigration nach Andalusien bzw. die Stadt Malaga maßgeblich durch den Tourismus beeinflusst wird.

Die „Modeerscheinung“ des Tourismus, der „Turismo residencial“ (ein in Spanien weit verbreitetes Phänomen von ausländischen Touristen, die sich „am Ferienort“ niederlassen und dort bleiben), soll vorgestellt und als Tourismus-, bzw. aufgrund des permanenten Verweilens im Zielland, eventuell sogar als Immigrationsform eingeordnet werden.

Materialgrundlage und methodologisches Vorgehen

Diese Diplomarbeit wurde in Malaga geschrieben, um vor Ort die notwendige Recherche durchführen zu können. Zuvor wurde in Deutschland, in Magdeburg, Braunschweig und Umgebung recherchiert, in Bibliotheken und Universitäten nach Büchern, zuerst zum Thema Tourismus allgemein, zu Andalusien, dessen Wirtschaft, Kultur und Immigration gesucht, um einen Gesamtüberblick zu erhalten.

Vor Ort in Malaga wurden die Institutionen mit Tourismusbezug konsultiert, die Junta de Andalucía - Consejería de Turismo, Comercio y Deporte, die Consejería de Cultura, das Statistikzentrum in Malaga IET (Instituto de estadísticas turísticas) sowie einige weitere Einrichtungen, um an geeignete Statistiken und Informationen zu kommen. Die Consejería de Turismo stellte die „Balance del Año Turístico de Andalucía 2005“ zur Verfügung. Statistische Informationen der INE und CEM (Cultura, Economía, Medio Ambiente) etc. waren im Onlinekatalog am besten zu finden, auf direkte Nachfrage in deren Informationsbüros und Bibliotheken wurde darauf hingewiesen, dass Bücher und Publikationen leider nicht ausgeliehen werden können.

Die Recherche in Bezug auf die Effekte des Tourismus auf die Kultur Andalusiens stellte sich als besonders schwierig heraus, da niemand über Informationen verfügte, da dazu noch keine Publikationen vorlagen. Hier waren die Seiten im Internet über Malagas Tourismus (webmalaga.com, IET, SAETA -Sistema de Análisis y Estadística del Turismo de Andalucía-, costadelsol.net, info-spanienbotschaft.de, cem-malaga.es etc.) eine große Hilfe.

Aus Mangel an geeigneten Informationen zu einigen Kernpunkten der Arbeit und zur Bestätigung der Recherchen, wurden Umfragen zu den behandelten Themen mit Fragen zum „Zeitwohnsitz in der Region Malaga“ und „Meinungen über den Tourismus in Malaga“ erstellt. Diese sollten Aufschluss über kulturelle Auswirkungen geben sowie allgemeine Bevölkerungsmeinungen zum Tourismus und Anpassungsweisen der Zweitresidenz-Bewohner reflektieren.

Einleitung

Spanien ist ein beliebtes, europäisches Tourismusland, das Millionen von Touristen mit seiner herrlichen Landschaft, den Bergen und den zahlreichen Stränden anzieht. Der WTO (World Tourism Organization) nach, ist es das von Touristen zweit meist bereiste Land der Welt, gleich nach Frankreich. Mit 7% des Welttourismus setzt sich Spanien sogar vor die USA und Italien.

Viele Touristen kommen nach Andalusien, um Sonne, Strand und Meer zu genießen, doch auch das reiche gastronomische Angebot, die Tapas, Paella, der frische Fisch und der vor Ort angebaute Wein, ziehen Touristen an. Der Süden Spaniens, mit seinem maurisch-kulturellen Erbe verfügt zudem über einige brillante, kulturhistorisch wichtige Sehenswürdigkeiten, wie die „Alhambra de Granada“, die bei der Wahl der neuen Weltwunder in diesem Jahr leider ausschied. Spaniens Süden ist mit fast 300 Sonnentagen im Jahr und einer Temperatur zwischen 20 und 40 Grad in der Hochsaison für viele Europäer durch die geographische Nähe und dem daraus resultierenden ökonomischen Faktor das ideale Urlaubsziel.

Laut Vorhersagen der WTO wird sich der Tourismus in Spanien in den nächsten 20 Jahren noch einmal um 5% steigern, was auf 75 Mio. ausländische Touristen in Spanien im Jahr 2020 schätzen lässt, fast 20 Mio. mehr als noch 2005. Der Tourismus und die Agrikultur sind Spaniens Haupteinnahmequellen.[1] In Andalusien gilt der Tourismus, obwohl gerade in Andalusiens Wirtschaft die Landwirtschaft eine tragende Rolle spielt, sogar als die Haupteinnahmequelle.

1 Tourismus – ein Weltphänomen

1.1 Überblick

Die „Encuesta de Coyuntura Turística de Andalucía (ECTA)“ beschreibt Touristen als jene Personen, die nicht aus Andalusien kommen, aber die Comunidad Autónoma für die Ferien besuchen, sich dort aufhalten und übernachten.[2]

Touristen sind vor allem Konsumenten von Gütern und Dienstleistungen, welche der bestehenden Nachfrage angepasst sind. Tourismus ist ein komplexes Geschäft, eine Art Industrie, die Arbeit und Handel für die Bevölkerung schafft, es ihr aber gleichzeitig schwer macht, durch den Kontakt mit anderen Kulturen und Lebensweisen, ihr gewohntes Leben und ihre Traditionen aufrecht zu erhalten.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 1, Globaliserung

Der Tourismus bricht mit dem normalen, alltäglichen Leben und schafft andere Räume und Zeiten. Er ist ein wichtiger Faktor der Veränderung, der Modernisierung und Globalisierung.[4]

Tourismus kann auf viele verschiedene Arten unterschieden werden: nach Entfernung und Reiseziel, in Nah- oder Fern- bzw. Inlands- und Auslandstourismus oder auch nach nationalem (aus dem eigenen Land in andere Länder), internationalem (aus anderen Ländern ins eigene Land) und „internem Tourismus“ (aus dem eigenen Land ins eigene Land).[5],[6]

Weiterhin kann nach Dauer (Kurzurlaub (2-4 Tage), Wochenendtourismus (1-2 Übernachtungen), Urlaubs- und Langzeittourismus) oder nach Teilnehmerzahl (Gruppen- und Individualtourismus), nach Organisationsform sowie Leistungsangebot (Pauschal- und Individualtourismus) unterschieden werden.[7]

Ein sehr bekanntes und nicht sehr beliebtes Tourismusphänomen vereint alle diese Kategorien: der Massentourismus. Dieser „bezeichnet die durch wachsenden Wohlstand hervorgerufene Reiseintensität breiter Bevölkerungsschichten; wird in kulturkritischer, z.T. polemischer Absicht aber meist negativ verwendet aufgrund des „massierten“ Auftretens von Touristen.“[8] Durch den Massentourismus haben sich die vielen verschiedenen Tourismusformen erst herausgebildet, durch ihn wurde ein weit gefächertes Spektrum von Urlaubsangeboten geschaffen und finanzierbar gemacht.[9]

1.2 Tourismusnachfrage

Im heutigen Dienstleistungsbereich des Tourismus existieren eine sehr große Konkurrenz und ein starker Verdrängungswettbewerb. Der heutige Markt ist bestimmt von Konkursanmeldungen, Betriebs- und Marktanalysen und dem Einsatz modernster Kommunikationsmittel. Die touristischen Betriebe versuchen mit den neusten Marketingmethoden ihren Marktanteil zu halten und auszuweiten.[10]

Die Tourismusnachfrage (Nachfrage nach Beherbergung, Verpflegung, Beförderung, Reiseleitung und noch vieles mehr) hängt hauptsächlich von dem Individuum selbst, der Gesellschaft, dem Staat, der Umwelt, der Wirtschaft sowie dem Anbieter, ab.[11] Die Reiseanbieter richten sich nach der Nachfrage. Sie berücksichtigen 4 Faktoren: die Produktpolitik gestaltet möglichst attraktive Reiseformen, die Preispolitik versucht etwas für jeden Geldbeutel anzubieten und die Vertriebspolitik versucht, die Leute zum Buchen zu animieren. Die Kommunikationspolitik informiert die Nachfrager über Reisemöglichkeiten und -ziele.

Insbesondere neue Reiseziele- und -formen sind gefragt, da die reiseerfahrenen und kritischen Kunden Neues erleben wollen. Aktivurlaub, sanfter Tourismus, Städtereisen, Freizeitparks sind nur einige der neuen Reisetrends.[12]

Verschiedene Reisemotive sind unter anderem geschäftlich-wirtschaftliche, kommunikative, sportliche, Erholung, bzw. gesundheitliche sowie religiöse Motive.

Touristische Nachfrage wird als Teil privaten Konsums gesehen, sie ist abhängig von der individuellen und gesamtwirtschaftlichen Situation.

Mit einer Reise werden oft neben den Dienstleistungen auch Erwartungen gekauft. Je größer der Anteil von Dienstleistungen bei einer Reise (Planungen, Verpflegung etc.), desto höher ist das Risiko der Nichterfüllung der Erwartungen durch Vermassung, Anonymität, Sterilität und Massentransportmittel.[13]

Viele Touristen sind auf der Suche nach dem Einzigartigen, Authentischen, Original-typischen eines Ortes, wollen das Reiseland mit seiner Kultur und seinen Menschen erforschen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 2, Werbung für Andalusien

„Der touristische Blick ist nicht nur passiv, indem er das aufnimmt, was er vorfindet und Teile davon im Gedächtnis abspeichert, sondern er verändert auch die Wahrnehmung der Orte durch ihre Einwohner. In der Folge werden Orte den Erwartungen des touristischen Blicks angepasst und damit verändert – in der Regel aus ökonomischen Gründen.“[14]

1.3 Der Faktor Umwelt

So einträglich der Tourismus auch sein mag, er hat jedoch auch Schattenseiten. Beträchtlich sind zum Beispiel die Schäden an Umwelt und Natur. Schwefeldioxid- und Kohlenmonoxid von Flugzeugen und Autos verschmutzen die Luft. Selbst kleinere Fremdenverkehrsorte erreichen oft das in Großstädten übliche Niveau und überschreiten bisweilen zulässige Grenzwerte. Aber auch Wasser und Boden sind vielfachen Belastungen etwa durch das Öl von Kraftfahrzeugen und Sportbooten, aber auch die Sonnenschutzmittel der in großer Zahl die Mittelmeerküste belagernden Badereisenden ausgesetzt.

Ein großes Problem stellt auch der von Touristen zurückgelassene Müll dar (Grafik 3, Müll). Dieser fällt im Urlaub meist in größeren Pro-Kopf-Mengen an als zu Hause. Vor allem aber kann er an Stränden häufig nur mit ungleich größeren Schwierigkeiten entsorgt werden als in den ausgebauten Infrastrukturen der Städte.

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Grafik 3, Müll

Weiterhin verbraucht Tourismus verstärkt natürliche Ressourcen: So bringt z.B. gerade in Ländern die unter Trockenheit leiden, die Lebensweise westlicher Touristen mit ihren Klimaanlagen und Swimmingpools einen problematischen Anstieg des Energie- und Wasserverbrauchs mit sich. Letzterer verursacht häufig ein Absinken des Grundwasserspiegels mit all seinen Konsequenzen für die örtliche Trinkwasserversorgung und die Bewässerung in der Landwirtschaft.

Schließlich beeinträchtigt der Tourismus vielfach auch bestehende Naturräume, Biotope und Ökosysteme und damit die Lebensgrundlage für Tiere und Pflanzen. Teilweise ist dies auf die mit der Errichtung von Unterkünften und Ferienanlagen typischerweise verbundene Bodenversiegelung zurückzuführen. Zu nennen ist beispielsweise die u. a. durch Rodungen für Wanderwege bedingte Erosion oder die Schädigung von Wasserbiotopen durch Segler, Surfer und Taucher.

Genannt sei in diesem Zusammenhang schließlich auch die ästhetische Verunstaltung gewachsener Natur- und Kulturlandschaften durch touristische Infrastrukturen.

Anderseits darf nicht vergessen werden, dass die ökonomischen Interessen der mächtigen und finanzstarken Tourismuswirtschaft vielfach aber gerade auch zum Schutz und Erhalt gefährdeter Naturräume beigetragen haben. Eine intakte und ästhetisch reizvolle Umwelt ist ein viel umworbenes Angebot der Tourismus-Branche. So werden z. B. Naturschutzparks heute wieder besonders erhalten.[15]

Die meisten Menschen nehmen den Tourismus kaum als Problem für die Umwelt wahr.

Laut einer Umfrage vom Oktober 2007 sind sich die 31-40jährigen Touristen und Einwohner Malagas und Umgebung kaum bewusst, dass sie vielleicht selber zu einem Umweltproblem beitragen. Die jüngere Generation hingegen findet schon, dass der Tourismus die Folgen für die Umwelt verstärkt (mehr Wasserverbrauch, mehr Müll etc.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 4

Zusammenfassend kann man sagen, dass Tourismus ein Umweltproblem ist. Umweltzerstörung muss mit privaten und öffentlichen Investitionen zunehmend bekämpft werden, um die Grundlage des Fremdenverkehrs aufrecht zu halten.[16]

2 Andalusien und Malaga

Im Jahr 2007 sind von ca. 40 Mio. Einwohnern Spaniens ungefähr 21% Andalusier. Von diesen rund 8.039.399 Andalusiern lebt ein Drittel in großen Städten, die gleichzeitig touristische Ballungsräume sind.[17] Andalusien macht mit 87.268 km² 17,3% des spanischen Festlandes aus und ist mit 8 Provinzen (Almería, Cádiz, Córdoba, Granada, Huelva, Jaén, Málaga, Sevilla) und nahezu 800 Gemeinden die größte autonome Region (seit 11. Januar 1982[18]), allein größer als Belgien, Holland, Dänemark, Österreich oder die Schweiz.[19]

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Grafik 5, Spanien und Andalusien

Andalusiens Ruf war es, „das Land der Großgrundbesitzer und Stierzüchter, der Sherrybarone, Flamencotänzerinnen und Gitanos, der Bigotten und Frommen“[20] zu sein. Heute ist es eher als „Andalusien? - Sonne und Meer“ bekannt.[21]

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Grafik 6, Wappen

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Grafik 7, Flagge

Es ist ein „Land“ der Kontraste: „Orient und Okzident, Tradition und Moderne, Kosmopolitanität und Rückständigkeit, Reichtum und Armut.“[22]

Mit einer Fläche von 7.308 km² ist Malaga (Spanisch: Província de Málaga) die kleinste der 8 Provinzen Andalusiens. Im Jahr 2006 lebten 1.491.287 Menschen in der Provinz Malaga, davon knapp 560.000 in der gleichnamigen Hauptstadt, die zugleich Hauptknoten für Industrie und Handel in der Region ist.

Grafik 8,

Provinz Malaga

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Der bedeutendste Wirtschaftszweig der Provinz Malaga ist der Tourismus. Einige der meist bereisten Ferienziele Spaniens befinden sich entlang dieses Teils der „Costa del Sol“ (zu dt. „Sonnenküste“; Name von Malagas Küstenregion im Rahmen der Namensgebung aller spanischen Küsten in den 60er Jahren). Der Hafen und der Flughafen Malagas sind die wichtigsten Verkehrszentren der Region. Der Flughafen liegt, was das Passagieraufkommen betrifft, an vierter Stelle der spanischen Flughäfen. Zu den bekannten Urlaubsorten der Region

Malagas zählen das -noch immer exklusive- Marbella und Torremolinos (im Westen Malagas). Die Betonbauten in diesen Orten sind zum Symbol für die Exzesse des Massentourismus geworden, dort wohnen fast mehr Ausländer als Einheimische. Im Osten Malagas gibt es noch keine größeren Tourismusballungszentren, hier zählen kleine Küstenstädte oder Dörfer wie Torrox, Nerja und Torre del Mar zu beliebten Urlaubszielen. Auch schon diese vergleichsweise kleinen Gemeinden haben einen enorm hohen Ausländeranteil.[23]

Grafik 9,

Malaga Stadt

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2.1 Tourismus in Andalusien und Malaga: Zahlen und Fakten

Spanien ist als Urlaubsland zwar „alt bekannt“, jedoch immer noch sehr attraktiv für Touristen. Von Spaniens Festland ist Andalusien die Hauptreiseregion, gefolgt von Madrid. Im Juni 2007 registrierte Andalusien eine Gesamtzahl von 786.000 Touristen, 13,5% des spanischen Gesamttourismus und 4,4% mehr als im Jahr 2006.[24] Die meisten Touristen zieht es an die Küstenregionen Andalusiens (71%), wobei Strandurlaub mit Vergnügen gleichgesetzt wird.[25]

90% der Andalusien-Touristen sind Europäer.[26] Die Nationen, die hauptsächlich nach Andalusien reisen sind Großbritannien (25,2%iger Anteil der Touristen) und Deutschland (16,6%). Frankreich ist der drittgrößte Sendemarkt, mit 349.000 und damit 12,3% der Gesamttouristenanzahl im Januar 2007.[27]

Die anderen Sendemärkte erreichen gerade mal die 6% Grenze: 6% der nach Andalusien Reisenden sind Italiener, 5,6% Portugiesen und 3,7% Holländer. 8,9% der touristischen Ankünfte gehen von den nordischen Ländern Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen aus. Aus Amerika kommen ca. 7,8%, 60% davon aus dem Norden (Kanada, USA und Mexiko).

Damit reisen die Touristen der meisten Länder öfter nach Andalusien bzw. Spanien als früher.[28]

Im Hauptreisemonat August kamen allein 5 Mio. Touristen (2005).[29]

In der touristische Nachfrage, Unterkünfte betreffend, sind Wohnungen von Familienmitgliedern oder Freunden am beliebtesten (34,7%), erst danach kommen Hotels und ähnliche Unterkünfte (27,2%). Eine eigene Wohnung am Urlaubsort ist mit 16,4% ebenfalls sehr beliebt. Mietwohnungen werden von 12,6% aller Spanien-Touristen genutzt, 9,1% wohnen in anderen Unterkünften.[30] Die meisten Touristen buchen Transport, Unterkunft und Verpflegung getrennt und individuell und verzichten somit auf das touristische Gesamtpaket.[31] Das Auto ist noch immer das beliebteste Transportmittel, vor allem bei Touristen aus den angrenzenden Ländern. Andere reisen -offenbar aufgrund der Entfernung- per Flugzeug an (z.B. 91% der Briten und 56% der Deutschen).

Die „Junta de Andalucía“ versucht, Andalusien den Gegebenheiten dieser „Hauptsendemärkte“ (insbesondere Großbritannien und Deutschland) anzupassen um für sie attraktiv zu bleiben (näher erläutert in Punkt 4, Die andalusische Kultur), denn „zu Hause“ fühlt man sich am wohlsten.[32]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 11, Hauptreisemotive

Rund 77,1% der Touristen geben als Hauptgrund für ihre Reise Urlaub und Freizeit an. Es sind nur 45,6%, die persönliche Gründe (Besuche von Verwandten, Familie) nennen, 9% reisen aufgrund von Arbeit (z.B. Seminare etc.) oder Handel.[33] 10,5% der Briten, 11,6% der Franzosen, 8,5% der Deutschen und jeder 5. Portugiese ist schon einmal in Andalusien gewesen. Hauptgründe dafür sind das Klima (27,9%) und das Meer (58,2%) bzw. Sonne und Strand. Darauf folgen der Kontakt mit der Natur (33,6%) und die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten und Museen (37,1%). Sportangebote (meist Golf, Wassersport etc.) haben in Andalusien einen höheren Stellenwert als beispielsweise auf den Kanaren.[34] Die Hauptaktivitäten der Touristen in Andalusien sind Ausflüge (37,5%), Einkäufe (30%), Spaziergänge (auch am Strand) (29,8%), Besuche von Freizeitparks (28,1%), Essen in Restaurants (27,5%) und Besuche kultureller Veranstaltungen (17,6%).[35]

Konkurrenten für Andalusien als Reiseziel sind vor allem die Balearen und Kanarischen Inseln. Internationale Konkurrenten sind beispielsweise Griechenland oder Portugal.[36]

Befragung von Einwohnern und Touristen in der Region Malaga

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Grafik 12

Das touristische Produkt Andalusien wird aufgrund des Klimas, des Preis-Leistungsverhält-nisses, der Qualität der angebotenen Leistungen und der angemessenen Be-handlung durch die Dienstleistungsanbieter von den meisten Touristen als Urlaubsziel geschätzt.[37]

Der örtlichen Verteilung nach ist Malaga in Andalusien mit 37,7% (2001) aller nach Andalusien reisender Touristen die größte Tourismusregion, mit einem Angebot von 34,4% an Unterkünften (unterteilt in Mietwohnungen-61,56%, Hotels-37,59%, Landhäuser-18,85%, Campingplätzen-18,84% und Pensionen-19,23%).[38],[39]

Malaga folgen Cadiz, Almeria und Granada.

Im Jahr 2004 reisten 63,58% der ausländischen Touristen Spaniens nach Malaga. Deutsche und Briten sind, wie in Andalusien, auch Malagas

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 13, Herkunft der spanischen Touristen

Haupttouristen.[40]

Allerdings wurde bei der Ankunft am Flughafen Malaga im Jahr 2006 bei den deutschen Touristen ein Rückgang von 14,92% registriert (32.505 Passagiere weniger). Die Anzahl der anreisenden Briten sank „nur“ um 1,37% (11.473 weniger als im letzten Jahr). Die Passagierzahlen der Schweizer, Österreicher, Italiener, Russen und Iren dagegen steigen. Die Angebote der Billig-Airlines Ryanair, Easyjet etc. machen das Fliegen attraktiver als Auto- oder Bahn fahren. Im Jahr 2004 verbuchte die Fluglinie Easyjet auf ihren Malaga-Flügen einen 27%igen Anstieg der Nachfrage.[41]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Grafik 14, Easyjetflugzeug

Obwohl die Ausländer mit guten Angeboten ins Land gelockt werden, sind neben den Touristen aus dem Ausland ganze 28,2% der Touristen an der Costa del Sol Spanier.[42] 29,5% der Reisenden, die nach Malaga bzw. an die Costa del Sol kommen, sind zwischen 40 und 49, 25,7% zwischen 30 und 39 und 26,6% zwischen 50 und 59 Jahre alt.

Der Durchschnittsaufenthalt von Malagas Touristen liegt bei 8 Tagen (47%), jeder Dritte (besonders Nicht-Spanier) bleibt jedoch zwischen 9 und 15 Tage.[43]

2.2 Tourismusarten in Andalusien

2.2.1 Turismo de sol y playa

Im Jahr 2004 sind rund 12,15 Millionen sol y playa (zu dt. „Sonne-und-Strand“) Touristen nach Andalusien gereist (~57% von Andalusiens ausländischen Gesamttouristenzahl). Die Nachfrage bzw. Realisierung dieser Tourismusart ist im Jahr 2003 von 40,4% (2002) auf 59,6% bei den ausländischen Touristen gestiegen.[44]

Grafik 15, Verteilung der Touristen pro Quartal, Spanier und Ausländer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sonne-und-Strand Touristen bleiben durchschnittlich 18 Tage in der Region, ca. 4 Tage mehr als der Durchschnittswert Andalusiens. 60% der Touristen in der Region Malaga sind Briten.[45]

2004 sind gut die Hälfte aller Sonne-und-Strand Touristen in Andalusien zwischen 30 und 65 Jahre alt, die Mehrheit (64%) steht mitten im Berufsleben, ist fest angestellt oder selbstständig, 19,9% sind Pensionäre und 12,8% Studenten.[46] Die Stadt Malaga hat, zusammen mit Granada, die größte Anzahl der Touristen über 65 Jahren.[47]

Grafik 16,Herkunft und Alter der Touristen, Spanier und Ausländer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[48]

Die Hauptreisezeit ist im Hochsommer.[49]

64,4% der ausländischen Touristen kommen mit dem Flugzeug nach Andalusien, die spanischen Touristen reisen mit dem Auto (85,2%) an.

Grafik 17, „Strandidylle“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ein Andalusien-Urlaub wird generell in weniger als 20% aller Fälle über ein Reisebüro o.ä. gebucht. Malaga hat jedoch von ganz Andalusien die größte Prozentzahl der Touristen, die auf ein Pauschalangebot vom Reiseveranstalter zurückgreifen (21,28%).[50]

Mehr noch als Hotelübernachtungen werden Mietwohnungen genutzt (46,8%), die meist privat und nicht über Immobilienfirmen gebucht werden.[51] Viele Touristen besitzen einen Zweitwohnsitz in Andalusien oder kennen jemanden, der ihnen seine Wohnung überlässt.[52]

Malaga registrierte über 51,9% der Gesamtzahl der Gesamtübernachtungszahl Andalusiens. Im Jahr 2004 waren es 3,2 Millionen Reisende, die insgesamt 14,3 Millionen Mal übernachtet haben.[53]

Grafik 18, Sonne-und-Strand Touristen in Malaga nach Herkunft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehr als die Hälfte aller Ausgaben der Sonne-und-Strand Touristen, wurden für Gastronomie (52,1%) getätigt, 18,5% wurden bei Einkäufen ausgegeben und 16,7% in die Unterkunft investiert.[54]

2.2.2 Turismo cultural

Kulturtourismus ist „in“. Deutschland hat mit Großbritannien, Frankreich und den Nordischen Ländern den höchsten Anteil an Touristen, die ins Ausland reisen um Kulturtourismus zu genießen. Nach Spanien kommen aus diesem Grunde bis jetzt vergleichbar wenig Touristen.[55]

Kulturtourismus ist eine Tourismusform, die sich für die historisch-kulturellen Aspekte des Landes und seine Entwicklung interessiert, nicht saisonabhängig ist und immer beliebter wird.[56]

Die verschiedenen Formen sind:

- Städtetourismus, vor allem Weltkulturerbe.
- Tourismus der Sehenswürdigkeiten, vor allem historisch-künstlerische Objekte.
- Shoppingtourismus, einschließlich Künstlerartikel und Handwerk.
- Ethnografischer Tourismus, die Geschichte und Bräuche der kleinen Dörfer.
- Literarischer Tourismus, auf den Spuren von Autoren.
- Bildungstourismus, Sprache oder Kultur.
- Wissenschaftlicher Tourismus für biologische oder auch archäologische Versuche.
- Gastronomischer Tourismus, die typische Küche eines jeden Landes.
- Tourismus der Weinkultur.
- Industrietourismus, zum Besuch in Fabriken oder Neubauten, bzw. geplanten Objekten.[57]

Der Kulturtourismus hat sich vom „normalen“ Sonne-und-Strand Tourismus abgesetzt und bildet eine eigene Kategorie. Kulturtourismus besteht aus kulturellen, historischen Aktivitäten. Die gefragtesten Ziele in Andalusien sind Sevilla, Granada und Cordoba, da sie über ein reiches kulturelles Angebot und viel Maurisches Erbe verfügen. Diese 3 Städte werden auch das „Kulturdreieck“ genannt.[58] Malaga hat als kulturtouristische Stadt nur einen Platz hinter dem „Kulturdreieck“.[59],[60]

Grafik 19: Entstehung Andalusiens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es gibt in Andalusien viele spezielle „Routen“, die zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führen. Die wohl interessantesten sind die „Rutas de El legado andalusí“, quer durch Andalusien. Sie führen die Geschichte der Entstehung Andalusiens vor Auge. Zu diesen Routen zählen auch die drei nachfolgend genannten:

- Die „Ruta de Washington Irving“, die von Sevilla nach Granada führt, nach dem nordamerikanischen Diplomaten benannt ist, der sie, wie ihm nachfolgend später viele andere Künstler der Romantik auch, 1829 antrat und sie in seinem Werk „Geschichten der Alhambra“ weltweit bekannt machte,
- die „Ruta de al-Idrisi“, von Malaga nach Granada, die von dem Geographen al-Idrisi beschrieben wurde,
- die „Ruta del Califato“ von Cordoba nach Granada, die diese Städte im 12.Jh.

vereinte und die die Hauptstädte des „al-Andalus“califal und nazarí beschreibt

(califal steht für die Zeit der Kalifen in Cordoba im 10. Jh. und nazarí für die

Grafik 20: Ruta Bética

Romana

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

maurische Dynastie der Nasriden in Granada von 1237-1492)[61].

Eine Route auf den Spuren der Römer ist die „Ruta Bética Romana“, die durch die Städte Sevilla, Cordoba und Cadiz, durch die hispanisch-romanischen Regionen geleitet.[62] (Alle beschriebenen Routen befinden sich im Anhang der Arbeit, ab S. 108)

Kulturtouristen sind meist Individualreisende, oft Paare ohne Kinder oder Gruppen von Freunden.[63] Im Jahr 2003 kamen 4,7 Mio. Kulturtouristen nach Andalusien (21,7% der Gesamttouristenzahl). 70% dieser waren Spanier, 40% von ihnen kamen aus Madrid. Von den Ausländern, die an dieser Touristenart besonderen Gefallen finden, kommen die meisten, wie beim Sonne-und-Strand Tourismus, aus Großbritannien. Aber auch Deutsche, Franzosen und Italiener sind stark vertreten (siehe nachfolgende Grafik).

Grafik 21, Kulturtouristen nach Herkunft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[64]

Kulturreisen sind in Andalusien meist Kurzreisen mit einem Durchschnittsaufenthalt von 4 Tagen. Die Mehrheit der Kulturtouristen sind reifere Urlauber zwischen 30 und 44 Jahren. Allerdings geht der Trend mittlerweile auch in Richtung junges Publikum.

56,7% der Kulturtouristen buchen Hotelübernachtungen, nur 3,8% wohnen in Wohnungen von Freunden oder der Familie.

82% der spanischen Kulturtouristen buchen individuell, bei den ausländischen Touristen sind es „nur“ 60,2%, sie buchen meist bei Verbänden, Reiseorganisationen oder Clubs.[65] 40% aller Kulturtouristen buchen direkt am Urlaubsort ein kulturtouristisches Paket (geleitete Ausflüge etc.).[66] Die Hauptaktivität von Kulturtouristen, nach dem Besuchen von Sehenswürdigkeiten oder Museen (47,4%), ist das Einkaufen (20%).[67]

55% aller Kulturtouristen geben an nach Andalusien gekommen zu sein, um das Land und seine Kulturschätze kennen zu lernen. 11,7% reisen auch aufgrund des Klimas an die Küste, während der Rest die Gastronomie, die Lebensfreude und Gastfreundschaft nennt.[68]

43% der ausländischen Touristen in Malaga haben schon zuvor Kulturtourismus erlebt, meist in Frankreich und Großbritannien. Im Kulturtourismus wird jedes Urlaubsziel normalerweise nur einmal besucht. In Spanien folgt Andalusien als kulturtouristisches Reiseziel Galizien und Katalonien.[69]

Grafik 22, Kulturtouristen in Malaga nach Herkunft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[70]

[...]


[1] Vgl. Ministerio de industria, turismo y comercio, Balance del turismo en España, 2006, S. 1

[2] Vgl. Nogués, Cultura y turismo, S. 33

[3] Vgl. Nogués, ebd., S. 57

[4] Vgl. Nogués, ebd., S. 29 Grafik 1: www.psp-tao.de, 7/10/2007

[5] Vgl. www.lexikon.meyers.de, vom 02/07/2007

[6] Vgl. Ministerio de industria, turismo y comercio, a.a.O. (vgl. Nr. 1), S. 7

[7] Vgl. www.lexikon.meyers.de vom 02/07/2007

[8] Opaschowski, Tourismusforschung, S. 25, Z.29-32

[9] Vgl. Opaschowski, ebd., S. 115

[10] Vgl. Mundt, Einführung in den Tourismus, S. 39

[11] Vgl. Mundt, ebd., S. 60

[12] Vgl. Mundt, ebd., S. 29

[13] Vgl. Mundt, a.a.O. (vgl. Nr. 10), S. 151

[14] Mundt, ebd., S. 185, Z. 30-35 Grafik 2: www.kataloge.web.de, vom 07/10/2007

[15] Vgl. Wikipedia.de - die freie Enzyklopädie, vom 29/09/2007 Grafik 3: www.clip2go.de, vom 07/10/2007

[16] Vgl. Freyer, Tourismus. Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie, S. 16 Grafik 4, Böhm, Jennifer ; Oktober 2007

[17] Vgl. Brinke/Kränzle, Andalusien-Reisehandbuch, S. 74

[18] Vgl. Wikipedia.de - die freie Enzyklopädie, vom 04/06/2007

[19] Vgl. SAETA 2002, Territorial Information System in Andalusia, S. 1

[20] Vgl. Brinke/Kränzle, a.a.O. (vgl. Nr. 17), S. 74, Z. 16-18

[21] Vgl. Wikipedia.de - die freie Enzyklopädie, Stichwort „Andalusien“, vom 04/06/2007

[22] Brinke ; Kränzle, a.a.O. (vgl. Nr. 17), S. 74, Z. 30-31 Grafik 5-7, Wikipedia.de - die freie Enzyklopädie, vom 22/08/2007 Grafik 8, Wikipedia.de - die freie Enzyklopädie, vom 23/08/2007

[23] Vgl. Wikipedia.de - die freie Enzyklopädie, vom 05/06/2007 Grafik 9, www.visitingspain.es, vom 25/09/2007

[24] Vgl. Ministerio de industria, turismo y comercio, IET, Moviemientos turísticos en fronteras, junio 2007, S. 3

[25] Grafik 10: Tourism Satellite Account in Andalusia, 2005

[26] Vgl. SAETA, Territorial Information System in Andalusia, 2002, S. 2

[27] Vgl. Ministerio de industria, turismo y comercio, a.a.O. (vgl. Nr. 24), S. 3

[28] Vgl. Ministerio de industria, turismo y comercio, a.a.O. (vgl. Nr. 24), S. 2

[29] Vgl. Ministerio de industria, ebd., S. 14

[30] Vgl. Ministerio de industria, ebd., S. 19

[31] Vgl. Ministerio de industría, ebd., S. 3

[32] Vgl. Ministerio de industria, ebd., S. 25

[33] Vgl. Ministerio de industria, ebd., S. 17

[34] Vgl. Junta de Andalucía: Balance del año turístico en Andalucía 2005, S. 37

[35] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 34), S. 9 Grafik 11: Tourism Satellite Account in Andalusia, 2005

[36] Vgl. Junta de Andalucía: Observatorio turístico 2006 tercer trimestre, S. 14

[37] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 34), S. 40 Grafik 12: Böhm, Jennifer ; Oktober 2007

[38] Vgl. SAETA 2002, Territorial Information System in Andalusia S. 3

[39] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 36), S. 15 Grafik 13: Instituto de Estadística de Andalucía. 2004

[40] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 34), S. 04

[41] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 36), S. 12 Grafik 14, www.viaggiogratis.it, vom 27/09/2007

[42] Vgl. Junta de Andalucía: ebd., S. 7

[43] Vgl. Junta de Andalucía: ebd., S. 9

[44] Junta de Andalucía, La demanda de turismo de sol y playa en Andalucía año 2004, S. 12

[45] Grafik 15: Junta de Andalucía, ebd., S. 14

[46] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 13

[47] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 72

[48] Grafik 16: Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 44), S. 15

[49] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 11 Grafik 17: www.turismoenparana.com, vom 28/09/2007

[50] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 68-69

[51] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 69

[52] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 44), S. 15

[53] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 70 Grafik 18: Junta de Andalucía, ebd., S. 70

[54] Vgl. Consejería de Turismo, Comercio y Deporte (SAETA), S. 71

[55] Vgl. Aguiló/Alba/de la Ballina/Cals/Díaz/Tablaya/Flores/Fuentes/González/Marchena/Montford/Rivas/Robles/Rodriguez-del Bosque/Ruiz/Torres/Valdés/Vázquez/Vero, Turismo y promoción de destinos turísticos: Implicaciones empresariales, S. 75

[56] Vgl. Wikipedia.de – die freie Enzyklopädie, vom 22/09/2007

[57] Vgl. Wikipedia.de - die freie Enzyklopädie, Stichwort „Kulturtourismus“, vom 23/09/2007

[58] Vgl. Junta de Andalucía: La demanda del turismo cultural en Andalucía, 2003, S. 1

[59] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 13

[60] Grafik 19: Ayuntamiento de Málaga, Feria internacional de turismo cultural 2007

[61] Vgl. Wikipedia.de – die freie Enzyklopädie, vom 27/10/2007

[62] Vgl. Junta de Andalucía, Consejería de Turismo, Comercio y Deporte, Folletos - Septiembre 2007

[63] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 58), S. 1 Grafik 20: Ayuntamiento de Málaga, a.a.O. (vgl. Nr. 60)

[64] Grafik 21: Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 54), S. 14

[65] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 54), S. 14-17

[66] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 19

[67] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 22

[68] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 25

[69] Vgl. Junta de Andalucía, ebd., S. 92

[70] Vgl. Junta de Andalucía, a.a.O. (vgl. Nr. 58), S. 89 Grafik 22: Junta de Andalucía, ebd., S. 89

Ende der Leseprobe aus 107 Seiten

Details

Titel
Die Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Wirtschaft, Kultur und Immigration sowie die Frage des "Turismo residencial"
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
107
Katalognummer
V92192
ISBN (eBook)
9783638060479
ISBN (Buch)
9783656878155
Dateigröße
8285 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tourismus, Andalusien, Schwerpunkt, Malaga
Arbeit zitieren
Jennifer Böhm (Autor), 2007, Die Auswirkungen des Tourismus auf die andalusische Wirtschaft, Kultur und Immigration sowie die Frage des "Turismo residencial", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92192

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