Handelsfunktionen im Distributionskanal - Ein kurzer Überblick


Studienarbeit, 2007
13 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitende Betrachtung

2 Distributionskanal
2.1 Definition Distributionskanal
2.2 Vor- und Nachteile der Absatzwege

3 Handelsfunktionen
3.1 Definition Handelsfunktionen
3.2 Die Überbrückungsfunktion
3.3 Die Warenfunktion
3.4 Die Maklerfunktion

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Direkter und Indirekter Absatz

Tabelle 2: Vor- und Nachteile Direkter und Indirekter Absatz

1 Einleitende Betrachtung

Distributionspolitik als eine der vier Elemente des Marketing-Mix beschäftigt sich mit allen Aufgaben und Entscheidungen, die im Zusammenhang mit dem Weg eines Produktes zum Endverbraucher oder -käufer stehen.

Die Hauptaufgabe besteht in der Festlegung der Absatzkanäle (Akquisitorische Distribution) sowie in der Festlegung des logistischen Systems (Physische Distribution).[1]

Im gesamtwirtschaftlichen Sinne stellt die Distribution (=Verteilung) also ein Bindeglied zwischen Produktion und Konsumtion dar.

So entscheidet man bei der Akquisitorischen Distribution unter anderem auf welchem Weg ein Produkt vertrieben werden soll (indirekter oder direkter Absatz) und ob ein Absatzmittler, das heißt Zwischenhändler, eingeschaltet werden soll (siehe 2.1).

In der Physischen Distribution wird über die Art des physischen Transports entschieden (Transportmittel) sowie über die Lagerhaltung und den Standort.[2]

In der Akquisitorischen Distribution spielt der Handel als Absatzmittler eine große Rolle. Entscheidet der Hersteller sich für den Vertrieb über den Handel, so kann der Handel bestimmte Funktionen für den Hersteller übernehmen.

Im Folgenden wird auf eben diese Funktionen des Handels eingegangen, indem zunächst der Begriff des Distributionskanals näher erläutert und die Vor- und Nachteile für die verschiedenen Absatzwege genannt werden. Anschließend wird der Begriff der Handelsfunktionen definiert und auf die verschiedenen möglichen Funktionen des Handels einzeln eingegangen.

2 Distributionskanal

2.1 Definition Distributionskanal

Unter dem Distributionskanal versteht man den Absatzweg auf dem die Ware vom Hersteller zum Kunden gelangt. Dabei unterscheidet man zwischen dem direkten und dem indirekten Absatzweg. Beim direkten Absatzweg erhält der Kunde seine Ware auf direktem Weg, das heißt ohne Einschalten eines Zwischenhändlers, vom Hersteller. Beim indirekten Absatzweg hingegen wird die Ware zunächst vom Hersteller an ein anderes Unternehmen verkauft, welches die Ware dann wiederum weiterverkauft bis sie letztendlich an den Endverbraucher gelangt.[3]

Beispiele für direkten bzw. indirekten Absatz sind:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Direkter und Indirekter Absatz[4]

2.2 Vor- und Nachteile der Absatzwege

Für welche Absatzstrategie sich das Unternehmen entscheidet, hängt maßgeblich davon ab, um was für ein Produkt es sich handelt und welcher Kundenkreis erreicht werden soll. Auch die Vertriebskosten sowie das Image, das durch den gewählten Absatzweg entsteht, beeinflussen die Entscheidung.

Im Investitionsgüterbereich (Anlagen, Maschinen, etc.) liegt es Nahe den direkten Absatz zu wählen, da die Kundenanzahl ohnehin beschränkt ist und der Kundenkontakt hier eine entscheidende Rolle spielt.

Im Konsumgüterbereich wird hingegen der indirekte Absatzweg präferiert. Dies liegt nicht zuletzt an der großen Absatzmenge und der großen Anzahl von Endkunden. Hier spielt der Handel eine wichtige Rolle, da es dem Handel möglich ist „durch relativ wenige Kontakte zu Absatzmittlern eine hohe Zahl von potentiellen Nachfragern zu erreichen“.[5] Eine wesentliche Zielgröße zur Beurteilung der Absatzmittler bildet hierbei der Distributionsgrad. Er gibt den Grad der Verbreitung eines Produktes im Absatzkanal an.[6] Hierbei unterscheidet man noch zwischen dem numerischen und dem gewichteten Distributionsgrad.

Der numerische Distributionsgrad gibt an, wie viel Prozent der potentiellen Verkaufsstellen ein betreffendes Produkt anbieten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ergibt sich zum Beispiel ein numerischer Distributionsgrad von 70%, so bedeutet dies, dass in 70% aller potentiellen Verkaufstellen das Produkt angeboten wird.[8]

Das Problem dieser Formel besteht darin, dass nur die Anzahl der Verkaufsstellen berücksichtigt wird und deren Umsatzbeteilung vernachlässigt wird.[9]

Beim gewichteten Distributionsgrad wird die Umsatzbeteiligung der einzelnen Verkaufsstellen dann berücksichtigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Ein gewichteter Distributionsgrad von 70% gibt an, dass die Verkaufstellen, die ein Produkt führen 70% des Umsatzes der gleichen Warengruppe aller Verkaufstellen erzielen.“[11]

Der Distributionsgrad, insbesondere der gewichtete, machen eine recht einfache Beurteilung der Absatzmittler möglich und geben letztendlich auch Auskunft über den Erfolg des gewählten Absatzkanals im Allgemeinen.

[...]


[1] vgl. Bernecker, Michael (1999), S.163

[2] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S. 142

[3] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S.141f.

[4] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S.143

[5] vgl. Schneider, Willy (2004), S.296

[6] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S.151

[7] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S.151

[8] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S.151

[9] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S.151

[10] vgl. Weis, Hans Christian (2005), S.151

[11] Weis, Hans Christian (2005), S.151

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Handelsfunktionen im Distributionskanal - Ein kurzer Überblick
Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V92348
ISBN (eBook)
9783638057417
ISBN (Buch)
9783638948401
Dateigröße
380 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handelsfunktionen, Distributionskanal
Arbeit zitieren
Annette Widera (Autor), 2007, Handelsfunktionen im Distributionskanal - Ein kurzer Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92348

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