Die Rolle des Geständnisses im Sexualitätsdiskurs


Hausarbeit, 2007

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1 Foucaults Analyseraster
1.1.1. Der Diskurs-Begriff
1.1.2. Der Macht-Begriff
1.1.3. Der Dispositiv-Begriff
1.1.4. Diskursanalyse / Methode

2. Das Geständnis im Sexualitätsdiskurs
2.1. Einrichtung von Sprechanreizen
2.1.1. Einwände gegen die These von der Repression des Sexes
2.1.2 Anreiz und Verwaltung des Sexualitätsdiskurses
2.2 Produktion der Wahrheit über den Sex
2.2.1 Konstitution einer Sexualitätswissenschaft
2.2.2 Das Sexualitätsdispositiv
2.3 Das Geständnis als Technik der Wahrheitsproduktion
2.3.1 Entwicklung des Geständnisses aus der Beichte
2.3.2 Geständnis-Wissenschaft
2.3.3 Geständnis und Macht
2.3.4 Geständnis und zweifelhafte Wahrheit am Beispiel der Hysterie

3. Zusammenfassung

4. Ausblick

Literaturverzeichnis

Letzte Skepsis. – Was sind denn zuletzt die Wahrheiten des Menschen? –

Es sind die unwiderlegbaren Irrthümer des Menschen.

Friedrich Nietzsche

1. Einleitung

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Prozedur des Geständnisses im Sexualitätsdiskurs des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. Seine Herkunft aus der religiösen Beichte soll beleuchtet und seine Transformationen in einem wissenschaftlichen Diskurs sollen nachgezeichnet werden. Michel Foucault, auf dessen Werk Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1 ich mich im Kern beziehen werde, hat eine Reihe an Begriffen, die als Hilfsutensilien gelten können, eingeführt, die unter der Fokussierung auf das Geständnis im Sexualitätsdiskurs dekonstruiert, analysiert und miteinander in Beziehung gesetzt werden sollen. Um die Rolle des Geständ-nisses verstehen zu können, muss zuerst untersucht werden, wie sich der Sexualitätsdiskurs etablieren konnte und unter welchen Umständen das Geständnis als wissenschaftliche anerkannte Praxis Einzug in die Institutionen und ihre Wissenschaften halten konnte. Die Funktion des Sexualitätsdispositivs und nichtzuletzt das dahinterstehende Machtkonzept sind ebenfalls zu beleuchten. Zu Beginn sollen zum besseren Verständnis von Foucaults Denk-ansatz einige seiner zentralen Begrifflichkeiten vorgestellt werden.

1.1 Foucaults Analyseraster

Die Lektüre Foucaultscher Schriften hat schon bei vielen Lesern die Frage aufgeworfen, was Foucault bezweckt und zum Teil steigerte sich dies zu Forderungen an seine Person, endlich Stellung zu beziehen und auf die Fragen seiner Zeit zu antworten.[1] Tatsächlich ergreift Foucault keine Partei, er spricht nicht für jemanden oder im Namen einer Gruppe, vielmehr weicht er Konfrontationen aus und kommentiert sie lieber aus einer gewissen Distanz. Dieses schwer greifbare und flüchtige in Foucaults Vorgehensweise beschreibt François Ewald in der Einleitung zu Dispositive der Macht als „vagabundierendes Denken“.[2] Für Ewald äußert sich in der Forderung an Foucault, klare Thesen zu liefern, ein- und derselbe Mechanismus, den Foucault in seinen Schriften analysiert und dem er sich stets zu entziehen versucht. „Ist es nicht vielmehr so, dass wir Foucault von Imperativen aus lesen, die nicht die seinen sind, sehr alten Imperativen, die zu bekämpfen er niemals aufgehört hat […]; lesen wir ihn nicht ausgehend von einem Geständnis-Imperativ?“[3] Ewald erkennt dagegen in Foucaults Art und Weise, Probleme und Fragen zu stellen, einen Ausweg aus den politischen und theoretischen Sackgassen seiner Zeit: „So demontiert Foucault mit jedem Arbeitsschritt die Unter-werfungen, die uns produzieren und konstituieren; jedes Mal befreit er neue Denkräume, neue Möglichkeiten, und zeichnet als Hohlform die Perspektive einer neuen Zukunft.“[4] Wie sich die Demontage und Befreiung genau gestaltet und welcher „Werkzeuge“ sich Foucault bedient, soll zunächst erläutert werden.

1.1.1. Der Diskurs-Begriff

Im Zentrum von Foucaults Untersuchungen steht zunächst der Begriff des Diskurses, den er in der „Archäologie des Wissens“ einführt. Der foucaultsche Diskursbegriff ist stark an die Sprache geknüpft, jedoch erschöpft sich seine Definition nicht in der Beschreibung als Bezeichnung von etwas über das gesprochen oder geschrieben wird. „Zwar bestehen Diskurse aus Zeichen, aber sie benutzen diese Zeichen für mehr als nur zur Bezeichnung der Sachen. Dieses mehr macht sie irreduzibel auf das Sprechen und die Sprache.“[5] Anders als in der Sprachanalytik beschreibt der Diskurs hier „eine Menge von Aussagen, die einem gleichen Formationssystem zugehören“.[6] Der Diskurs definiert sich als Regelmäßigkeit der Aussagen in einem gegebenen (Wissens)feld: die Aussagen gruppieren sich zu diskursiven Formationen und bilden schließlich den Diskurs. „Das Gesetz einer Serie von Aussagen bezeichnet Foucault als diskursive Formation, die er als das „Verbreitungs- und Verteilungsprinzip“ der Aussagen, die sich zu einem Diskurs zusammenfügen und ein (Wissens)gebiet bevölkern, beschreibt.“[7] Diskurse schweben dabei nicht im freien Raum, sondern sind in der Gesellschaft verankert. Von hier aus wirken sie als Praktiken, die Wahrheiten produzieren und so soziale Wirklichkeit konstituieren. Diskurse sind aber auch unberechenbar und, „dass die Leute sprechen und dass ihre Diskurse endlos weiterwuchern“, ist wiederum Grund für die Reglementierung der Diskurse zur Herstellung einer diskursiven Ordnung. „Es hat den Anschein, dass die Verbote, Schranken, Schwellen und Grenzen die Aufgabe haben, das große Wuchern des Diskurses zumindest teilweise zu bändigen, seinen Reichtum seiner größten Gefahren zu entkleiden und seine Unordnung so zu organisieren, dass das Unkontrollierbarste vermieden wird; […]“.[8] Diskurse unterliegen also Ein- und Ausschließungsmechanismen zur Erzeugung einer Ordnung, unter der dem angehäuften Material – historischen Kenntnissen, Annahmen, Vermutungen und Paradigmen – als Wissen Bedeutung zugewiesen wird. Die Normierung der Aussagen wirkt sich direkt darauf aus, was in einer Gesellschaft als wahr empfunden wird. Wissen ist somit auch an Machtwirkungen gebunden. Foucault geht es um diese Schnittstelle von Wissen und Macht und um die Frage, was sich in bestimmten historischen Situationen als Wahrheit durchsetzt.

1.1.2. Der Macht-Begriff

Foucault denkt Diskurse nur zusammen mit Macht. Sie stehen in einer unauflöslichen und wechselseitigen Beziehung zueinander. Der foucaultsche Macht-Begriff definiert sich weniger im Sinne einer Regierungs- oder Unterwerfungsmacht, etwas, das jemand hat oder nicht hat, sondern mehr als Kräfteverhältnis und strategisch koordiniertes Bündel von Beziehungen, das sich in einem Feld der Umkehrbarkeit, der möglichen Umkehrung befindet. Anders ausgedrückt umfasst Macht „die Vielfältigkeit von Kraftverhältnissen, die ein Gebiet bevölkern und organisieren; das Spiel, das in unaufhörlichen Kämpfen und Auseinander-setzungen diese Kräfteverhältnisse verwandelt, verstärkt, verkehrt; die Stützen, die diese Kräfteverhältnisse aneinander finden, indem sie sich zu Systemen verketten – oder die Verschiebungen und Widersprüche, die sie gegeneinander isolieren; und schließlich die Strategien, in denen sie zur Wirkung gelangen und deren große Linien und institutionelle Kristallisierungen sich in den Staatsapparaten, in der Gesetzgebung und in den gesellschaft-lichen Hegemonien verkörpern.“[9] Macht ist beteiligt an der Produktion von Wissen und Wahrheit, denn Wissen und Macht bedingen einander „nicht nur insofern […] [das Wissen] gesellschaftlich machtvolle Wirkungen hat, sondern auch insofern die diskursive Produktion des Wissens bereits auf machtvollen Prozessen der Ein- und Ausschließung beruht.“[10] Dieses Verständnis von einer produktiven Macht entwickelt Foucault erst in „Der Wille zum Wissen“. In der Archäologie des Wissens ist die Macht-Problematik noch nicht explizit ausgearbeitet, vielmehr entsteht hier die Illusion eines autonomen, durch sich selbst entstehenden Diskurses, was Foucault gewissermaßen in eine Sackgasse manövriert.[11] Foucault greift das Macht-Thema in Die Ordnung des Diskurses wieder auf und produziert die Vorstellung, Macht wirke von außen ordnend auf die unberechenbaren und ordnungslosen Diskurse. Eine solche Macht wäre allerdings „eine Macht, deren Mächtigkeit sich darin erschöpfte, nein zu sagen, außerstande etwas zu produzieren, nur fähig Grenzen zu ziehen“.[12]

In Der Wille zum Wissen erscheinen Machtbeziehungen nicht mehr als etwas von außen auf andere Typen von Verhältnissen einwirkendes, sondern als etwas ihnen immanentes. Gleichwohl schließt das wechselseitige Verhältnis der Kräfte dabei auch Widerstände gegen Machtwirkungen ein. Die Widerstände sind aber nie außerhalb der Macht zu verorten, vielmehr sind sie in ihrer Vielfalt überall im Machtnetz präsent. Es gibt „im Verhältnis zur Macht nicht den einen Ort der großen Weigerung – die Seele der Revolte, den Brennpunkt aller Rebellionen, das reine Gesetz des Revolutionärs. Sondern es gibt einzelne Widerstände: mögliche, notwendige, unwahrscheinliche, spontane, wilde, einsame, abgestimmte, kriecherische, gewalttätige, unversöhnliche, kompromissbereite, interessierte und opferbereite Widerstände, die nur im strategischen Feld der Machtbeziehungen existieren können.“[13] Widerstände sind also nicht als Negativform der Macht, als passive oder unterlegen Seite zu verstehen, sondern als Streuung beweglicher Punkte quer durch die gesellschaftlichen Schichten, von wo aus sie, strategisch verknüpft, wirksam werden können. Macht manifestiert sich aber nicht allein in Diskursen (Sprache). Ausgehend von der Heterogenität der Kräfteverhältnisse, wird es schwierig, sowohl diskursive als auch nicht-diskursive Praktiken zu fassen. Aus diesem Grund entwickelt Foucault zur Ergänzung seiner Machtanalyse in Der Wille zum Wissen das Konzept des Dispositivs.

1.1.3. Der Dispositiv-Begriff

Die Einführung des Dispositiv-Begriffs markiert einen Perspektivwechsel: wo vorher Macht aus Sicht des einzelnen Diskurses beleuchtet wurde, richtet sich jetzt der Blick ausgehend von der Macht auf den Diskurs. Während in der Archäologie des Wissens sowohl diskursive als auch nicht-diskursive Praktiken unter die Ordnung des Diskurses fallen, werden mit dem Perspektivwechsel Diskurse, Praktiken, Institutionen usw. als Bestandteile von Machtstrategien betrachtet, das heißt, sie werden nun unter der Kategorie der Macht-strategien zusammengefasst. Foucault beschreibt das Dispositiv als ein „entschieden heterogenes Ensemble, das Diskurse, Institutionen, architekturale Einrichtungen, reglemen-tierende Entscheidungen, Gesetze, administrative Maßnahmen, wissenschaftliche Aussagen, philosophische, moralische oder philantropische Lehrsätze, kurz: Gesagtes ebenso wohl wie Ungesagtes umfasst.“[14] Es fungiert sozusagen als strategisches Netz zwischen den verschiedenen diskursiven und nicht-diskursiven Elementen, als Verknüpfung von Diskursen, Praktiken und Macht. In diesem Zusammenhang erscheint das Dispositiv als ein komplexes Geflecht von Macht- und Herrschaftsbeziehungen, als Machtbeziehungsbündel, die nach einer Strategie zusammengefasst sind. Seine „wesentlich strategische Natur“ setzt voraus, „dass es sich dabei um eine bestimmte Manipulation von Kräfteverhältnissen handelt, um ein rationelles und abgestimmtes Eingreifen in diese Kräfteverhältnisse, sei es, sie in diese oder jene Richtung auszubauen, sei es, um sie zu blockieren oder auch nutzbar zu machen usw.“.[15]

Diskurs, Macht und Dispositiv sind wesentliche Begriffsutensilien aus Foucaults „Werkzeugkiste“. Sie beschreiben keine Wirklichkeitsprinzipien sondern haben eine methodologische Funktion: sie dienen der Entzifferung historischer oder aktueller Prozesse. „Gefragt ist nicht (mehr) der Wahrheitsgehalt der Kategorien, etwa die Frage, ob der foucaultsche Machtbegriff Machtbeziehungen ‚adäquat’ beschreibt, sondern ihre – kontextabhängige – Produktivität und ihr Effekt. Ihre Relevanz ergibt sich allein daraus, was sie ermöglichen, ob sie neue und produktive Perspektiven eröffnen, kurz: daraus, was durch sie in den Blick gerät.“[16]

1.1.4. Diskursanalyse / Methode

Foucault will keine Theorien liefern und so scheint sich auch die Diskursanalyse gegen eine methodologisch-methodische Festlegung zu sperren. „Was ich geschrieben habe, sind keine Rezepte, weder für mich noch für sonst jemand. Es sind bestenfalls Werkzeuge – und Träume.“[17] Nichtsdestotrotz entwickelt Foucault eine Analyse mit vielfältigen Unter-suchungsgegenständen, homogenen Fragestellungen und methodischen Grundsätzen. Die Diskursanalyse ist eine historische Analyse von Diskursen als konstitutive Elemente der Wissensproduktion. Sie dekonstruiert die Universalität von Wissen und Erkenntnis, indem sie sie als historisch machtvolle Ordnungsstrukturen von Gesellschaften begreift. Jede Gesell-schaft „akzeptiert bestimmte Diskurse, die sie als wahre Diskurse funktionieren lässt; es gibt Mechanismen und Instanzen, die eine Unterscheidung von wahren und falschen Aussagen ermöglichen[…]; es gibt bevorzugte Techniken und Verfahren der Wahrheitsfindung.“[18] Die in diesem Prozess etablierten disziplinären Wahrheiten gilt es als Wahrheitseffekte und darin implizierte Zwangseffekte zu analysieren. Damit besteht die Aufgabe der Diskursanalyse darin – „an der historischen Analyse des Materials orientiert – sichtbar zu machen, wie Wahrheiten jeweils historisch ‚erfunden’ und wie sie innerhalb gesellschaftlicher, ökonomischer und kultureller Hegemonie wirksam werden.“[19] Zentrale Instrumente in der Diskursanalyse sind das archäologische und das genealogische Verfahren. Mithilfe des archäologischen Blicks werden Diskurse zunächst als historische Praktiken eines Archivs einer Kultur rekonstruiert und ihre wissens- bzw. wahrheits-konstituierenden Regeln aufgedeckt. Die Archäologie beschränkt sich dabei auf ihre deskriptive Fähigkeit, sie ist keine interpretative Disziplin. „Ihr Problem ist […], die Diskurse in ihrer Spezifität zu definieren; zu zeigen, worin das Spiel der Regeln, die sie in Bewegung setzen, irreduzibel auf jedes andere ist.“[20] Es geht also nicht um das Auffinden eines geheimen Ursprungs eines Diskurses oder eines allegorischen Zeichens als Verweis auf einen Ursprung, sondern um die Erfassung der Dinge in ihrer Akzeptabilität. Das Auffinden der Akzeptabilität eines Systems impliziert auch die Auffindung der Akzeptanzschwierigkeiten. Nun ist die „Welt des Diskurses […] nicht zweigeteilt zwischen dem zugelassenen und dem ausgeschlossenen, zwischen dem herrschenden und dem beherrschten Diskurs. Sie ist (vielmehr) als eine Vielfältigkeit von diskursivern Elementen, die in verschiedenartigen Strategien ihre Rolle spielen können, zu rekonstruieren.“[21] Der Diskurs stellt keine festgelegte Form dar: die Machtverteilungen und Wissensaneignungen bilden immer nur einen momentanen Querschnitt, durchkreuzt von unaufhörlichen Modifikationen, Verschiebungen und Umkehrungen. Diskurse sind deshalb in ihrer Positivität und Singularität auf ihre Akzeptabilitätsbedingungen hin zu untersuchen. Ein Phänomen, wie zum Beispiel die Singularität der Sexualität, ist also gerade in seinem vereinzelten Auftreten diskret zu beleuchten. Der Fokus richtet sich in dieser Unter-suchung besonders auf Diskontinuitäten, denn „das Netz der Beziehungen, die eine Singularität als Effekt einsichtig machen sollen, (bilden) nicht eine einzige Ebene […]“[22], die Beziehungen haken sich immer wieder voneinander los. Es geht darum, entgegen der kontinuierlichen Geschichtsschreibung, mit Blick auf die Brüche und Diskontinuitäten, bisher unerwähnte Zusammenhänge sprechen zu lassen. „Wenn es weder in Geschichts-philosophie noch in eine historische Analyse umkippen will, muss es sich im Immanenz-feld der reinen Singularitäten halten. Also Bruch, Diskontinuität, Singularität, reine Beschreibung, unbewegliches Tableau, keine Erklärung, kein Übergang […].“[23] Hier setzt die genealogische Analyse an. Die Genealogie untersucht die Diskurse auf ihre Machtwirkung sowie das Verhältnis von Wissen und Macht hin. „Dabei entwickelt die Genealogie die Vorstellung, dass die Durchsetzung oder Verhinderung ebenso wie die Ausschließung und Selektion, aber auch die Variabilität und Stabilität von Wahrheitsdiskursen sich Machtverhältnissen verdankt, innerhalb derer Diskurse und ihre Gegenstände entstehen.“[24] Genealogie fungiert als kritische Methode und gar als „Anti-Wissenschaft“, denn sie gibt mit ihrer Strategie unterworfenen und vom universalen „wahren“ Diskurs ausgeschlossenen Wissensarten ein Instrument an die Hand, Machtmechanismen zu entlarven. Die archäologische und die genealogische Strategie ergänzen sich zu einer historisch verfahrenden Analyse, in der die Archäologie „die spezifische Methode der Analyse der lokalen Diskursivitäten (wäre) und die Genealogie die Taktik, die ausgehend von den derart beschriebenen Diskursivitäten die daraus auftauchenden und aus der Unterwerfung befreiten Wissensarten spielen lässt.“[25]

[...]


[1] Vgl.: Foucault, Michel: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin 1978. S. 9

[2] Ebd.: S. 9

[3] Ebd.: S. 9

[4] Ebd.: S. 7

[5] Foucault, Michel: Archäologie des Wissens, Frankfurt/Main 1981. S. 74

[6] Ebd.: S. 156

[7] Bublitz, Hannelore: Archäologie und Genealogie. In: Kleiner, Marcus S. (Hrsg.): Michel Foucault. Eine Einführung in sein Denken, Frankfurt/Main 2001. S. 31

[8] Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses. Frankfurt/Main 1993. S. 33

[9] Foucault, Michel: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1, Frankfurt/Main 1983. S. 93

[10] Seier, Andrea: Macht. In: Kleiner, Marcus S. (Hrsg.): Michel Foucault. Eine Einführung in sein Denken, Frankfurt/Main 2001. S. 92

[11] Vgl. Lorey, Isabell: Macht und Diskurs bei Foucault. In: Ders.: Das Wuchern der Diskurse. Perspektiven der Diskursanalyse Foucaults. Frankfurt/Main 1999. S. 89

[12] Foucault, Michel: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1, Frankfurt/Main 1983. S. 87

[13] Ebd.: S. 96

[14] Foucault, Michel: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin 1978. S. 119f.

[15] Ebd.: S. 122f.

[16] Seier, Andrea: Kategorien der Entzifferung: Macht und Diskurs als Analyseraster. In: Bublitz, Hannelore; Bührmann, Andrea D.; Hanke, Christine; Seier, Andrea (Hg.): Das Wuchern der Diskurse. Perspektiven der Diskursanalyse Foucaults. Frankfurt/Main 1999. S. 85

[17] Foucault, Michel: Gespräch mit Ducio Trombadori. In: Ders.: Der Mensch ist ein Erfahrungstier. Frankfurt/Main 1996. S. 25

[18] Foucault, Michel: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin 1978. S. 51

[19] Bublitz, Hannelore; Bührmann, Andrea D.; Hanke, Christine; Seier, Andrea: Diskursanalyse – (k)eine Methode? Eine Einleitung. In: Ders.: Das Wuchern der Diskurse. Perspektiven der Diskursanalyse Foucaults. Frankfurt/Main 1999. S. 14

[20] Foucault, Michel: Archäologie des Wissens, Frankfurt/Main 1981. S. 198

[21] Foucault, Michel: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin 1978. S. 100

[22] Foucault, Michel: Was ist Kritik? Berlin 1992. S. 38

[23] Foucault, Michel: Was ist Kritik? Berlin 1992. S. 36

[24] Bublitz, Hannelore: Archäologie und Genealogie. In: Kleiner, Marcus S. (Hrsg.): Michel Foucault. Eine Einführung in sein Denken, Frankfurt/Main 2001. S. 31

[25] Foucault, Michel: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin 1978. S. 65

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die Rolle des Geständnisses im Sexualitätsdiskurs
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Kulturwissenschaftliches Seminar)
Veranstaltung
Michel Foucault: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit I - Eine Einführung
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V92487
ISBN (eBook)
9783638058339
ISBN (Buch)
9783638949255
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rolle, Geständnisses, Sexualitätsdiskurs, Michel, Foucault, Wille, Wissen, Sexualität, Wahrheit, Eine, Einführung, macht, diskurs, dispositiv, hysterie
Arbeit zitieren
Franziska Roeder (Autor), 2007, Die Rolle des Geständnisses im Sexualitätsdiskurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92487

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