Wirtschaftswunder im 21. Jahrhundert?

Ein historischer Vergleich zu den ökonomischen Determinanten und wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen unter Ludwig Erhard sowie der seit November 2005 regierenden Großen Koalition


Seminararbeit, 2006
56 Seiten, Note: 2.0

Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung
1.1 Problemdefinition, Fragestellung, Relevanz
1.2 Methode, Aufbau und Ziel der Arbeit

2 Hauptteil
2.1 Grundlagen und Vorbemerkungen
2.1.1 „Wirtschaftswunder“ und „Soziale Marktwirtschaft“
2.1.2 Gibt es einen „politischen Konjunkturzyklus“ in Deutschland?
2.2 Wirtschaftspolitik unter Ludwig Erhard
2.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen der „Gründerjahre“
2.2.2 Wirtschafts- und Konjunkturpolitik unter Erhard
2.2.3 Auswirkungen, Bewertung der Wirtschaftspolitik
2.3 Wirtschaftspolitik 2005/06
2.3.1 Gefühltes Wachstum – zur aktuellen Stimmungslage
2.3.2 Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Indikatoren
2.3.3 Wirtschaftspolitische Prämissen der Großen Koalition
2.3.4 Prognosen, Ausblick in die Zukunft

3 Schlussbetrachtung
3.1 Résumé
3.2 Konklusion, Fazit

4. Abkürzungsverzeichnis

5 Literaturliste
5.1 Literatur
5.2 Periodika
5.3 Internetquellen

6 Anhang

1 Einleitung

1.1 Problemdefinition, Fragestellung, Relevanz

Es ist Frühling in Deutschland im Jahre 2006; im Land der Ideen kurz vor der euphorisch erwarteten Fußball-WM. Doch was noch weitaus erstaunlicher erscheinen mag: Es liegt ein latentes Gefühl von Wachstum, Wohlstand, Wirtschaftswunder in der Luft.

Verbesserung der konjunkturellen Lage, eine leichte, aber anhaltende Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, Lob an der Reform- und Wirtschaftspolitik der Großen Koalition unisono von Medienvertretern, Politikern und Wirtschaftsexperten, die Wirtschaftsforschungsinstitute korrigieren ihre Wirtschaftsprognosen nach oben, die Stimmung im Land hat sich in den letzten Monaten offenbar deutlich gebessert. Kurzum: Viele hoffen, dass jetzt endlich der große wirtschaftliche Aufschwung, die heiß ersehnte Belebung der deutschen Konjunktur kommen mag.

Doch sind derartige Hoffnungen angesichts des ökonomischen Niveaus eines hoch entwickelten Industrielandes wie es Deutschland ist, der globalen Markt- und Wettbewerbsbedingungen sowie den minimierten Lenkungsmöglichkeiten politischer Akteure eigentlich noch realistisch? Welche wirtschaftsspezifischen Spielräume verbleiben der Politik überhaupt? Welche Prognosen lassen sich treffen? „Waiting for a Wunder“[1], so titelte hierzu erst kürzlich der britische Economist, als er in seinem S urvey zu Deutschland eine ganz offensichtliche Diskrepanz zwischen dem Glauben an ein erneutes Wirtschaftswunder einerseits und der tatsächlichen Realität im einstigen Wirtschaftswunderland andererseits aufzudecken versuchte.

Mit Hilfe des historischen Vergleichs der derzeitigen ökonomischen Lage mit der Wirtschaftspolitik unter Ludwig Erhard soll in der folgenden Arbeit nun exemplarisch dargelegt werden, wie wahrscheinlich ein an die Zeit des Wirtschaftswunders erinnernder ökonomischer Aufschwung unter der seit November 2005 regierenden Großen Koalition tatsächlich sein kann. In corpore handelt es sich hierbei demnach um eine einführende und mit Sicherheit unvollständige Analyse der Chancen wirtschaftlicher Prosperität und ökonomischen Aufschwungs auf Grundlage einer komparatistischen Gegenüberstellung der Wirtschaftspolitik zu Zeiten des Wirtschaftswunders in den 50er/60er Jahren mit der geplanten Reform- und Wirtschaftspolitik der derzeitigen Großen Koalition unter Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Es sei in diesem Zusammenhang jedoch auch auf das begrenzte Aussage- und Generalisierungspotential einer solchen Arbeit hingewiesen, da sie sicherlich nur Teilaspekte wird berücksichtigen und kaum alle relevanten Faktoren wird nennen können. Schließlich repräsentiert sie keinerlei länderübergreifenden und auch historisch nur einen äußerst begrenzten Vergleich des zu bearbeitenden Sachverhaltes. Hieraus ergibt und formuliert sich nichtsdestotrotz und explizit die zentrale, für diese Hausarbeit entscheidende Fragestellung:

Warum ist es unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen schlichtweg unrealistisch, die ökonomische Prosperität, ergo das konjunkturelle Wachstum der „Wirtschaftswunderzeit“ auf wirtschaftspolitischem Wege zu wiederholen?

Es stellt sich demnach also die durchaus pointierte, etwas überspitzt formulierte Frage, ob das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit wiederholbar und in wie weit die gesamtwirtschaftliche Entwicklung überhaupt noch von der Politik zu beeinflussen ist. Es soll darum gehen, den Handlungsradius der politischen Akteure bezüglich wirtschaftlicher Prozesse in einer Sozialen Marktwirtschaft wie der unserigen genauer abzustecken und zu klären, welche möglichen Handlungsoptionen sich daraus für die jetzige Bundesregierung ergeben.

Die sich aus der Fragestellung ableitende, zu erörternde These könnte nun etwa wie folgt lauten: Keinesfalls lässt sich unter den gegebenen gegenwärtigen Umständen ein dem Wirtschaftswunder der 50er Jahre vergleichbares Phänomen wiederholen, da sich die grundlegenden Rahmenbedingungen (Globalisierung, internationaler Wettbewerb, enge Handlungsspielräume der politischen Akteure etc.) massiv zu Ungunsten eines erneuten explosionsartigen wirtschaftlichen Aufschwungs verändert haben. Dies gilt es nun zu überprüfen, auszudifferenzieren und gegebenenfalls zu verifizieren, bzw. der Falsifikation zu erschließen.

Den Ausschlag für diese Arbeit gab neben den euphorisch-optimistischen Verlautbarungen der neuen Bundesregierung und der seit 2006 geradezu fundamental gewandelten Stimmung in diesem Lande auch ein Ende 2004 erschienenes Buch von Michael Rugowski, in dem der BDI-Präsident 20 Thesen „für ein neues Wirtschaftswunder“ zu begründen versucht. Offenbar herrscht damit auch in unternehmerischen Kreisen allen ökonomischen Basisdaten zum Trotz die Annahme vor, man könne mit Hilfe einer gezielten Wirtschaftspolitik in der Tat eben jenes Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit wiederholen. Die Relevanz dieser Thematik ergibt sich also auch aus der aktuellen Debatte um die geradezu utopisch erscheinenden Forderungen an die Politik und den kaum auf Tatsachen beruhenden überhöht optimistischen Aussichten in die Zukunft. Es ist das primäre Interesse des Autors, diese komplexen Sachlagen zu entwirren, ihnen auf den Grund zu gehen und sie ein Stück weit nachvollziehbar werden zu lassen.

1.2 Methode, Aufbau und Ziel der Arbeit

Operationalisiert man nun die oben aufgeworfene Fragestellung, so lassen sich Methode und Aufbau des folgenden Vergleichs schnell entschlüsseln. Grob ist der Hauptteil in drei wesentliche Gliederungspunkte unterteilt: Zunächst sollen einige grundlegende Vorbemerkungen zu den Begriffen des Wirtschaftswunders und der Sozialen Marktwirtschaft gemacht werden (2.1), um im Anschluss daran die Wirtschafts- und Konjunkturpolitik sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen unter Ludwig Erhardt (2.2), sowie die entsprechenden Indikatoren der seit Herbst 2005 im Amt befindlichen Großen CDU/CSU/SPD-Koalition zu untersuchen (2.3).

Zunächst wird es dementsprechend darum gehen, die Zeit des Wirtschaftswunders der 50er/60er Jahre in Deutschland Revue passieren zu lassen, aufzuschlüsseln und schwerpunktmäßig unter den folgenden Fragen zu rekapitulieren: Welche primär wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herrschten zu dieser Zeit vor? Wie reagierten die erste bundesdeutsche Regierung und deren Wirtschaftsminister darauf? Und was waren die Auswirkungen dieser Politik, bzw. wie stark war der kausale Zusammenhang zwischen der spezifisch betriebenen Wirtschaftspolitik und dem einsetzenden Wirtschaftswunder tatsächlich?

Parallel dazu soll ein äquivalentes Vorgehen auch mit Bezug auf die Analyse der aktuellen Wirtschaftspolitik eingehalten werden. Es wird danach zu fragen sein, wie sich die derzeitigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen darstellen und welche Handlungsoptionen sich der Politik überhaupt bieten, mit welchen Mitteln die Große Koalition den konjunkturellen Aufschwung herbeizuführen erhofft und letztlich auch danach, welche Prognosen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes getroffen werden können. Schließlich werden die gefundenen Ergebnisse zusammengefasst und in einer abschließenden Konklusion unter der Berücksichtigung der zentralen Fragestellung möglichst ergiebig bewertet und kontrovers diskutiert.

Untersuchungsgegenstand wird vorderrangig die wirtschaftspolitische Ausrichtung der Wirtschaftswunderzeit im Vergleich zu der seit November 2005 betriebenen Wirtschaftspolitik sein, wobei unter dem Begriff der Wirtschaftspolitik allgemein „die Gesamtheit der politischen Maßnahmen“ zu verstehen ist, „die auf das bei knappen Mitteln erfolgende Erzeugen und Verteilen von Gütern und Dienstleistungen“[2] basiert. Wirtschaftswachstum ist in dieser Arbeit zudem als die u.a. durch Kuznets geprägte, anhaltende Steigerung der Arbeitsproduktivität (gemessen am BIP) definiert, weshalb als Erklärungsansatz denn auch das BIP als wesentlicher Indikator des wirtschaftlichen Entwicklungsniveaus verwendet werden soll.

Der Untersuchungszeitraum wiederum bezieht sich einerseits auf die langen 50er Jahre zwischen der Währungsreform in Deutschland 1948 und dem Ende der Amtszeit Ludwig Erhards als Wirtschaftsminister 1963, während auf der anderen Seite die wirtschaftspolitischen Ambitionen und Rahmenbedingungen der Großen Koalition seit November 2005 im Vordergrund stehen sollen.

Zentrale Literatur an dieser Stelle zu benennen, fällt insofern schwierig, als dass auf die zur Diskussion gestellte Fragestellung eingehende für den anvisierten Zeitraum relevante einschlägige Fachliteratur aufgrund der Aktualität der Thematik kaum vorhanden ist[3], während sich das herangezogenen Basismaterial (etwa zu den elementar basalen Grundlagen zu Wirtschaftspolitik, dem Wirtschaftswunder unter Ludwig Erhard oder der derzeitigen wirtschaftlichen Lage) aus sehr vielen wissenschaftlich-analytischen, bewertenden und statistischen Quellen zu rekrutieren vermochte.

Zugegebenermaßen ist die gewählte Thematik unter Verwendung der ausführlich dargelegten Methode keinesfalls neu oder einmalig; doch erhält sie in der aktuellen Debatte um den wirtschaftspolitischen Kurs der Großen Koalition insofern Relevanz und Legitimation, als dass sie versucht, eine wissenschaftliche Perspektive aufzudecken, die es bei weitem lohnt, untersucht zu werden. Das größte Problem bei dem Einsatz der vergleichenden Methode zur Erklärung derart komplexer gesellschaftlicher Verhältnisse wird mit Sicherheit die schiere Masse relevanter Begleitumstände sein, „die theoretisch von Bedeutung und empirisch auch variabel sind.“ Demnach könne der Vergleich als solcher auch nicht immer zu „zweifelsfreien empirischen Aussagen“ führen[4]. Dies gilt es bei der folgenden Erörterung auch stets zu bedenken.

Wohl gibt es mindestens ebenso viele Ansätze zur Beantwortung der Frage nach der Wiederholbarkeit des glorreichen Wirtschaftswunders, wie es Brücken in Venedig gibt; und doch erscheint der direkte Vergleich, die konkrete Gegenüberstellung der damaligen Verhältnisse und Möglichkeiten mit den heutigen, als besonders in der Lage und durchaus geeignet dazu zu sein, die „Gondel“ der Wissenschaft durch die engen Kanäle politischer Ökonomie zu manövrieren, um zumindest in Ansätzen zu aussagekräftigen empirischen Befunden zu gelangen.

2 Hauptteil

2.1 Grundlagen und Vorbemerkungen

» Der deutsche Wiederaufbau ist eine der erstaunlichsten

wirtschaftlichen Leistungen der Nachkriegszeit. «[5]

Einleitend sollen nun a priori einige Vorbemerkungen zu den für diese Hausarbeit genuin zentralen, oft facettenreich schillernden Begriffen des Wirtschaftswunders und der Sozialen Marktwirtschaft gemacht werden. Doch wird es lediglich darum gehen, einige Schwerpunkte zu setzen, zumal ausführliche Literatur zu diesen beiden Themenkomplexen vorliegt.[6] Darüber hinaus soll im Anschluss eine kurze Einführung in die Problematik des politischen Konjunkturzyklus gegeben werden.

2.1.1 „Wirtschaftswunder“ und „Soziale Marktwirtschaft“

Der Begriff des Wirtschaftswunders ist nicht neu. Bereits Jahrzehnte vor Ludwig Erhard wurde dieser nach dem Ende der großen Weltwirtschaftskrise mit dem angeblich durch die nationalsozialistische staatlich gelenkte Wirtschaftspolitik hervorgebrachten wirtschaftlichen Aufschwung in Verbindung gebracht und damit durchaus auch ideologisch instrumentalisiert.[7] Das „eigentliche“, für diese Hausarbeit relevante Wirtschaftswunder[8] jedoch unter dem zwischen 1949 und 1963 amtierenden Wirtschaftsminister der BRD Ludwig Erhard[9], bezeichnet allgemein den rasanten wirtschaftlichen Wiederaufstieg des vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Deutschlands und dessen rasche Wiedererlangung ökonomischer Macht[10] nach Ende des Zweiten Weltkrieges, die offensichtlich auf ein ganzes Sammelsurium von Ursachen zurückzuführen ist.

Grob sind dabei vor allem vier maßgebliche Erklärungsansätze und Ursachenschwerpunkte zu unterscheiden[11]: Die Anwendung einer marktwirtschaftlich besonders freundlich eingestellten Wirtschaftspolitik, die relativ günstigen Angebotsbedingungen der Gründerjahre, massive Nachholeffekte (Rekonstruktionseffekte[12]) nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sowie die Spezifizierung als Epochencharakteristikum einer allgemein vorherrschenden Nachkriegsprosperität fast aller westeuropäischen und westlichen Länder[13]. Darüber hinaus gelten auch „eine außergewöhnliche Aufbruchstimmung“[14], ein dem PKE des Einzelnen zu Gute kommendes, gebremstes Bevölkerungswachstum sowie der Übergang von der Schatten- in die Marktwirtschaft als weitere wesentliche Faktoren im Ursachen-Mosaik des Wirtschaftswunders.

Die in der Freiburger Schule unter Walther Eucken[15] u.a. entwickelte Soziale Marktwirtschaft[16] , deren praktisch-politische Umsetzung vor allem auf Alfred Müller-Armack sowie Ludwig Erhard beruht, ist eng mit der Zeit des Wirtschaftswunders verbunden. Das Konzept versucht, die offensichtlichen Vorteile einer freien Marktwirtschaft (Privatautonomie, gesicherte Rechtsnormen, Vertragsfreiheit) mit einer Art marktkonformen Interventionismus der Staatsgewalt (Sozialpolitik, Kartellbeschränkungen[17] etc.) zu verbinden und möglichst konfliktarm miteinander in Einklang zu bringen. Der Kern der SMW liegt insbesondere in der „Herstellung einer staatlich garantierten Wettbewerbsordnung mit funktionsfähigem Preissystem bei vollständiger Konkurrenz [...] und offenen Märkten“[18], basierend auf dem Prinzip des dynamischen Marktes und einem starken demokratischen, die Wettbewerbsordnung sichernden Staat. „Deren konstitutive Elemente waren eine liberale, wettbewerblich ausgerichtete Ordnung, soziale Sicherheit und wirtschaftspolitische Gewaltenteilung.“[19] Nach Alfred Müller-Armack verstünde es das Modell der SMW schlicht, „das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden“[20]. Angemerkt sei noch, dass dieses Konzept der SMW keinesfalls in allen idealtypischen Punkten in die Wirklichkeit transferiert werden konnte und hier in der Tat eine offenbar deutliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit der SMW zu klaffen scheint.[21]

Letztlich kann man die SMW jedoch auch bloß als ein relativ unkonkretes, ökonomisch, wie politisch höchst multivalent zu deutendes Schlagwort verstehen, da es im Grunde lediglich „die funktionsgerechte Verbindung von freiem Wettbewerb auf offenen Märkten mit zweckvoller staatlicher Intervention in den Wirtschaftsprozeß“[22] repräsentiert, bzw. ein ordoliberales Grundkonzept mit vorwiegend sozialpolitischen Aufgaben des Staates beschreibt.[23] Eine weitere Spezifizierung des Konzeptes würde jedoch den Rahmen dieser Arbeit sprengen.[24]

2.1.2 Gibt es einen „politischen Konjunkturzyklus“ in Deutschland?

Die Theorie des politischen Konjunkturzyklus wurde erstmals 1943 von Michael Kalecki entwickelt, beruhte jedoch im Wesentlichen noch auf einem relativ einfachen Konzept des Klassenkonfliktes. Nichtsdestotrotz erscheint eine eingehendere Untersuchung der These eines politischen Konjunkturzyklus sinnvoll, da Wahlentscheidungen nicht selten von wirtschaftlichen Faktoren abhängig gemacht werden und insofern eine Beeinflussung des Wirtschaftszyklus durch die Regierung daher durchaus logisch und nachvollziehbar erscheint.[25] Schließlich geschieht dies auch in der Praxis, etwa durch Wahlgeschenke in Form konjunkturfördernder Entscheidungen oder aber die Verschiebung eigentlich notwendiger Sparmaßnahmen auf die Zeit nach einer Wahl.

Dennoch greifen diese geradezu monokausal wirkenden Betrachtungsweisen deutlich zu kurz, will man den Konjunkturzyklus erklären. Denn die Wirtschaftspolitik der Regierung ist nicht der einzige und höchstwahrscheinlich auch nicht der wichtigste bestimmende Faktor dessen. Vielmehr wird die wirtschaftliche Lage eines Landes von externen (z.B. die aktuelle Situation der Weltwirtschaft oder bestimmte Weltmarktpreise betreffenden) sowie internen (etwa die Verteilung von Kapital und Arbeit regelnden) Faktoren bestimmt, die alle ihren spezifischen Teil zu den Schwankungen des nationalen Wirtschaftszyklus beitragen.

Auf der anderen Seite wird darüber hinaus auch die konkrete Wahlentscheidung des Einzelnen selbst von diversen anderen Faktoren, als der bloßen wirtschaftlichen Lage bestimmt. (Man denke hier etwa nur an den polarisierten, im zentralen Zeichen einer versöhnlichen Ostpolitik geführten Wahlkampf Willy Brandts.)

Im historischen Trend der SMW in Deutschland[26], so scheint es, verlief die Konjunkturentwicklung der letzten 55 Jahre denn auch weitestgehend independent von den verschiedenen ordnungspolitischen Konzepten, parteipolitischen Richtungswechseln und Präferenzen. Denn aus einer rein objektiven Betrachtungsweise der statistischen Daten heraus spricht die allgemein empirische Feststellung eines von den politischen Rahmenbedingungen in Deutschland offenbar unabhängig verlaufenden Konjunkturzyklus gegen eine zumindest bedeutende oder gar ausschlaggebende Lenkungskraft wirtschaftspolitischer Maßnahmen seitens der parteiprogrammatisch vorgehenden politischen Akteure (vgl. hierzu Abb.1).[27]

Abb.1 – Wachstumszyklus der BRD

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung; Konjunkturzyklus nach: Adam, Hermann.

Auch die immer wieder aufgeworfene These des Wirtschaftsmotors Öffentlicher Haushalt muss angesichts seiner geringen finanziellen Reichweite stark relativiert werden. Denn welche langfristigen Effekte können die derzeit gerade einmal einen Prozentpunkt der volkswirtschaftlichen Gesamtnachfrage ausmachenden öffentlichen Investitionen (in Bildung, Infrastruktur usw.) letztendlich haben?

Es wäre jedoch – und das in ganz besonderem Maße für den angehenden Politikwissenschaftler – geradezu fatal, den nationalen Konjunkturzyklus auf seine rein ökonomischen und Determinanten reduzieren zu wollen und die politischen Motive völlig außer Acht zu lassen. Als Beispiel sei etwa die durchaus wahltaktisch beeinflusste Fiskalpolitik der Ära Adenauer angeführt, deren konjunkturelle Impulse in Wahljahren regelmäßig und deutlich „expansiver“ gewesen seien.[28]

In einem sehr weiten Sinne muss zudem die evidente Interdependenz der politischen mit der ökonomischen Sphäre in Betracht gezogen werden, da sie auch und gerade der Realität der SMW inhärent erscheint. Die Versorgung der Individuen mit öffentlichen Gütern etwa kann kaum als ein bloßes ökonomisches Problem betrachtet werden. Darüber hinaus setzt die (soziale) Marktwirtschaft die Existenz liberaler Grundrechte (wie Eigentumsrecht, Gewerbefreiheit etc.) sowie durch eine Rechtsordnung geschützte Normen und Vorschriften voraus, ohne die ein funktionsfähiges Wirtschaftssystem undenkbar wäre.[29] Daraus ergibt sich, dass „zwar die Marktentscheidungen selbst keinen politischen Akt darstellen, daß jedoch politische Entscheidungen zur Errichtung und Bewahrung eines Marktsystems erforderlich sind.“[30]

Für die These des politischen Konjunkturzyklus bedeutet dies, dass gezielte politische Entscheidungen natürlich die konjunkturelle Lage einer Nation beeinflussen, Richtungsentscheidungen sie gar maßgeblich bestimmen können, die gewünschten Effekte in einem konsolidierten System, wie dem der SMW nach 1949, jedoch weitaus geringer ausfallen werden, weshalb denn auch die oben genannte These des politischen Konjunkturzyklus in dem für die Hausarbeit relevanten Rahmen eher zurückgewiesen werden muss.

2.2 Wirtschaftspolitik unter Ludwig Erhard

» Der[31] Boom war das Ergebnis gemeinsamer, zielstrebiger Aufbauarbeit,

aber vor allem auch ausländischer Hilfe - und ‚glücklicher’ Umstände. «[32]

2.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen der „Gründerjahre“

Die für das Wirtschaftswunder maßgeblichen Rahmenbedingungen waren zunächst alles andere als gut, ja geradezu katastrophal: Deutschland war aus dem II. Weltkrieg als ein weitestgehend zerstörtes Land hervorgegangen, „hatte durch den Krieg etwa 50 Prozent [an volkswirtschaftlicher] Kapazität eingebüßt“[33] und wurde seit 1945 unter die insbesondere auf strenge Okkupation ausgerichtete Kontrolle der Siegermächte gestellt, die anfangs keineswegs den raschen wirtschaftlichen Wiederaufbau des ehemaligen Kriegsgegners im Sinn hatten. Statistisch erreichte die gesamte Industrieproduktion im Vereinigten Wirtschaftsgebiet 1946 nur noch 33 Prozent im Vergleich zu 1936.[34] Doch nicht nur aus einer rein wirtschaftlichen Perspektive bedeutete 1945 für die Deutschen ein „Zurückgeworfenwerden bis fast auf den Nullpunkt“[35]. Deutschland sah sich nicht nur mit Reparationsforderungen und Entindustrialisierungsmaßnahmen konfrontiert, sondern auch weitergehenden Ideen und Überlegungen, wie etwa dem Morgenthau-Plan, hilflos ausgeliefert.

Und doch kam alles anders. Von dem mit US-amerikanischen Mitteln finanzierten Wiederaufbauplan Westeuropas (Marshallplan), dem so genannten European Recovery Program (ERP) zwischen 1947 und 1951[36] profitierte Westdeutschland mit damaligen Leistungszuwendungen von etwa 1,4Mrd. US-Dollar, wobei vor allem auch der psychologische Effekt (dessen exakte Quantifizierung jedoch kaum möglich ist) sicherlich mit berücksichtigt werden muss: „Der Marshall-Plan hat sicher zum nötigen psychologischen Aufwind beigetragen, auf Grund dessen Investitionen für die Zukunft gemacht wurden.“[37] Zudem habe die deutsche Industrie zu Kriegsende noch immer über einen durchaus beachtlichen Kapitalstock verfügt; und auch der Zustrom an Flüchtlingen, respektive Arbeitskräften[38], habe seinen Teil zur wirtschaftlichen Erholung des Landes beitragen können.

Einen regelrechten Impulsgeber für das Wirtschaftswunder repräsentierte mit Sicherheit die Implementierung der so genannten Währungsreform zum 20. Juni 1948[39]. Sprichwörtlich über Nacht hätten sich die leeren Schaufenster mit offensichtlich gehorteten Waren gefüllt und eine Entladung der „seit Jahren angestaute[n] Konsumnachfrage“[40] ereignet. Reinhard Blum spricht daher auch nicht zu Unrecht von einem „ordnungspolitische[n] Wendepunkt“ in Westdeutschland.[41]

All jene zu konstatierenden Rahmenbedingungen müssen darüber hinaus vor dem Hintergrund des sich entwickelnden Ost-West-Konfliktes betrachtet werden, in dem USA und SU die Überlegenheit ihres jeweiligen politischen Systems insbesondere durch die Leistungsfähigkeit der spezifischen Wirtschaftsordnung zu verifizieren versuchten.[42] Und so bestimmte in erster Linie die amerikanische Besatzungspolitik denn auch „die Durchsetzung der deutschen Ordnungsvorstellungen in den westlichen Besatzungszonen“[43], ergo die Implementierung der SMW in der BRD.

Viele Autoren sehen des weiteren im Koreakrieg[44] zwischen 1950 und 1953 einen wichtigen Faktor für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg der Bundesrepublik. Der durch diesen Konflikt ausgelöste Nachfrageboom kam insbesondere den bis dato weitestgehend ungenutzt gebliebenen deutschen Kapazitäten zu Gute.[45] Auch der beginnende Prozess der europäischen Integration mit der Schuman-Erklärung vom 9.Mai 1950 und den darauf folgenden konkreten Taten in Form der Gründung der EGKS 1952 sowie der weiteren Entwicklung von EWG und EURATOM mit Unterzeichnung der Römischen Verträge 1957 dürften bezüglich des Wirtschaftswunders nicht unterschätzt werden. Darüber hinaus müsse man die günstige weltwirtschaftliche Lage sowie die relative Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer in Deutschland ebenso in die Erklärungsstruktur des Wirtschaftswunders mit einfließen lassen, wie die „außergewöhnlich großen Wachstumspotentiale[...], günstigen institutionelle[n] Rahmenbedingungen und [...] engen wirtschaftlichen Verflechtung[en] der kontinentaleuropäischen Länder“[46], will man die Hintergründe der ökonomischen Entwicklung der 50er Jahre (vgl. hierzu Abb.2 a-c) ergründen.

[...]


[1] Siegele, L. 2006. Hinweis zu den Fußnoten: Die im Folgenden in den Fußnoten stets verkürzt wiedergegebenen Literaturangaben finden sich anbei in vollständiger Form in der Literaturliste wieder.

[2] Adam, H. 1995, S.20.

[3] Grundlage für die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage stellt jedoch der am 30.5.06 offiziell publizierte Länderbericht der OECD dar.

[4] Lindlar, L. 1997, S.14.

[5] Wallich, H.C. 1955, S.VII.

[6] Einführend zur deutschen Wirtschafts- und Sozialordnung (obschon bereits älter als 20 Jahre) sei empfohlen: Gutmann, G. u.a. 1979. Eine Skizzierung deutscher Wirtschaftsgeschichte des 19./20. Jahrhunderts nimmt auch vor: Borchardt, K. 1982. Darüber hinaus sei an dieser Stelle auf die Literaturliste im Anschluss der Arbeit verwiesen.

[7] Vgl. hierzu z.B. Priester, H. 1936. Zur positiven Bewertung der staatsinterventionistischen Maßnahmen vgl. seine Schlussbetrachtung ebd. S.318ff.

[8] Als einführende Definition sei gegeben: „Als Wirtschaftswunder wird in erster Linie der rasche Wiederaufbau und der andauernde ökonomische Aufschwung der Bundesrepublik Deutschland nach der Währungsreform vom Juni 1948 bezeichnet.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswunder). Der Begriff Wunder impliziert einen „dramatischen wirtschaftlichen Wiederaufstieg einer Volkswirtschaft, [obwohl] selbst Fachleute eine rasche wirtschaftliche Erholung für unmöglich hielten.“ Lindlar 1997, S.1.

[9] Teilweise kam es zu geradezu euphorischen Heroisierungen der Person auch seitens der ausländischen Presse, z.B. im TIME-Magazin vom 28.10.1957: „[T]he philosopher and enginieer of the miracle is a pink-jowled, roly-poly professor, Economics Minister Ludwig Erhard.“ (Quelle: http://www.time.com/time/archive/printout/0,23657,810036,00.html)

[10] Etwa gelang es der BRD bis 1958 zur zweitmächtigsten Industrienation hinter den USA aufzusteigen.

[11] Lindlar nennt sieben zentrale, das Phänomen zu erklären versuchende Thesen. (Lindlar 1997, S.6ff.)

[12] Jánossy 1966 diskutiert in seinem Werk die These, wonach alle Wirtschaftswunder auf Rekonstruktionsphasen zurückzuführen sind (vgl. ebd. S.16) und versucht dies empirisch zu belegen.

[13] Hierzu Lindlar, L. 1997, S.V: „Das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ war keine Einzelerscheinung, es war Teil einer allgemeinen Nachkriegsprosperität Westeuropas.“ Siehe auch Miegel, M. 2002, S.91:„[Die Wirtschaftsexplosion] fand in allen frühindustrialisierten Ländern statt.“

[14] Miegel, M. 2002, S.92, Vgl. des weiteren ebd. S.91-94.

[15] Zu dessen Grundprämissen vgl. u.a. Eucken, 1975 (im Original 1952).

[16] Auch hier eine kurze Definition vorweg: „Die soziale Marktwirtschaft sieht bei grundsätzlicher Befürwortung und Absicherung der wirtschaftlichen Freiheit eine Regulierungs- und Kontrollfunktion des Staates vor, um ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit zu gewährleisten. Der Staat hat die Aufgabe, sozial unerwünschte Entwicklungen der Marktwirtschaft rechtzeitig zu korrigieren [und] den freien Wettbewerb unter anderem vor der Beeinträchtigung durch Kartelle und Monopole zu schützen […].“ http://www.deutschegeschichten.de/zeitraum/themaindex.asp?KategorieID=1007&InhaltID=1634, 28.5.06.

[17] Das „Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen“ wurde erst 1957 im Bundestag verabschiedet.

[18] Jaeger, H. 1988, S.223.

[19] http://www.deutschegeschichten.de/zeitraum/themaplus.asp?KategorieID=1007&InhaltID=1634, 28.5.06, S.3.

[20] Müller.Armack, A. 1976, S.243; zitiert nach: Harbrecht, W. / Reichel, R. 1998, S.75.

[21] Vgl. hierzu etwa Adam, H. 1995, S.45ff.

[22] Hentschel, V. 1998, S.27.

[23] So führen Schönwitz/Wünsche (1989, S.186) etwa folgende Charakteristika an: Primat der Geldwertstabilität und restriktive Fiskalpolitik, eine armutsorientierte soziale Sicherung, restriktive Subventionsvergabe, Wettbewerbspolitik im binnenwirtschaftlichen Bereich, Minimierung marktinkonformer Preisangriffe. Nach: Reichel, R. 1998, S.24. Weitere Differenzierungen nehmen ebenfalls Harbrecht/Reichel selbst vor in: Reichel, R. 1998, S.76.

[24] Zur weiterführenden und sehr ausführlichen Lektüre sei dringend verwiesen auf: Blum, R. 1969. sowie die Ergebnisse einer Plenumsveranstaltung in: Fischer, W. 1988.

[25] Die Kernelemente dieser Theorie sind zusammengefasst in: Adam, H. 1995, S.80f.

[26] Die im Folgenden getroffenen Feststellungen lassen sich keinesfalls schablonenartig auf andere, schon gar nicht planwirtschaftlich organisierte Wirtschaftssysteme übertragen!

[27] Eine konträre Meinung hierzu nimmt Kirchgässner, G. 1984 ein: Er entwirft in seinem Werk eine Art „Optimaltheorie“ zum Regierungsverhalten zur Erzeugung politisch-ökonomischer Konjunkturzyklen.

[28] Vgl. hierzu Berger, H. 1997, S.257f.

[29] Vgl. hierzu eingehender Bernholz/Breyer 1984, S.12ff.

[30] Bernholz/Breyer 1984, S.13.

[31] Literaturhinweise zu der grundsätzlichen Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik dieser Zeit finden sich in: Doering-Manteuffel, A. 1988: S.188-190.

[32] www.deutschegeschichten.tv/zeitraum/themaindex.asp?KategorieID=1007&InhaltID=1634, 28.5.06, S.9.

[33] Jaeger, H. 1988, S.211.

[34] Nach der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes; in: Erhard, L. 1957, S.19.

[35] Jaeger, H. 1988, S.208.

[36] In diesem Rahmen erhielten von 1948 bis 1952 sechzehn europäische Länder insgesamt etwa 14 Milliarden US-Dollar, das George C. Marshall-Center geht sogar von 16,2 Milliarden US-Dollar aus.

[37] Maier / Bischof 1992, S.406. Weiter schreibt auch Jaeger, H. 1988, S.212f. skeptisch: „Die Bedeutung des Marshall-Plans für die Wiederankurbelung der westdeutschen Wirtschaft ist schwer zu beurteilen.“

[38] Allein bis 1950 fanden etwa 10Mio. Neubürger ihren Weg nach Deutschland.

[39] Zur Vorgeschichte der westdeutschen Währungsreform s. Brackmann, M. 1993.

[40] Manteuffel-Doering, A. 1988: S.193.

[41] Vgl. hierzu Blum, R. 1969, S.262ff.

[42] Vgl. zu den Einflüssen des Ost-West-Konfliktes etwa Blum, R. 1969, S.182ff. So stellt es etwa auf S.275 resümierend fest: „Der Wettkampf der Systeme auf ökonomischer Grundlage erweist sich als die stärkste Triebfeder bei der Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft [...].“

[43] Blum, R. 1969, S.279.

[44] Vgl. das TIME-Magazin vom 28.10.1957: “For Erhard and West Germany, the Korean War was a commercial opportunity” (Quelle: http://www.time.com/time/archive/printout/0,23657,810036,00.html)

[45] Eine konträre Position hierzu vertritt u.a. Ludwig Erhard, indem er die Koreakrise vielmehr als einen störenden Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung der BRD beschreibt. Vgl. Erhard, L. 1957, S.47ff.

[46] Lindlar, L. 1996, S.334.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten

Details

Titel
Wirtschaftswunder im 21. Jahrhundert?
Untertitel
Ein historischer Vergleich zu den ökonomischen Determinanten und wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen unter Ludwig Erhard sowie der seit November 2005 regierenden Großen Koalition
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Wirtschaft und Politik in der Bundesrepublik Deutschland
Note
2.0
Autor
Jahr
2006
Seiten
56
Katalognummer
V94133
ISBN (eBook)
9783640105830
ISBN (Buch)
9783640140718
Dateigröße
3614 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit ist geleitet vom Erkenntnisinteresse, ob ein Aufschwung wie zu Zeiten Ludwig Ehrhards unter den heutigen Rahmenbedingungen (Globalisierung, Demografischer Wandel) „wiederholbar“ ist. Was kann Politik ökonomisch überhaupt noch bewirken? Dazu werden die Chancen wirtschaftlicher Prosperität und des ökonomischen Aufschwungs auf Grundlage einer komparatistischen Gegenüberstellung der Wirtschaftspolitik zu Zeiten des Wirtschaftswunders unter Erhardt in den 50er/60er Jahren mit der geplanten Reform- und Wirtschaftspolitik der Großen Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel analysiert.
Schlagworte
Wirtschaftswunder, Jahrhundert, Wirtschaft, Politik, Bundesrepublik, Deutschland
Arbeit zitieren
Jens Marquardt (Autor), 2006, Wirtschaftswunder im 21. Jahrhundert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94133

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