Gottes gute Schöpfung - Die Einstellung der Indianer zur Natur


Referat / Aufsatz (Schule), 1998

4 Seiten, Note: 1


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Gottes gute Schöpfung

Thema: 1 Die Einstellung der Indianer zur Natur

Die Indianer sind vollkommen ein „Naturvolk“. Sie schadeten der Natur überhaupt nicht und nahmen sich von ihr nur dass, was sie unbedingt zum Überleben benötigten: z.B. Büffel. Die Büffel wurden respektiert und von ihnen wurden nichts sinnlos weggeworfen oder aus Spaß gejagt. Die Indianer lebten in vollem Einklang mit der Natur. Die perfekte Indianische Denkweise sah und sieht bis heute folgendermaßen aus

Die Natur spiegelt Gott wieder das heißt Gott ist die Natur. Der Mensch jedoch ist nur ein kleiner Teil der Natur, wie alle anderen Tiere und Pflanzen, die die Indianer als ihre Brüder und Schwestern ansahen. Nur wenn die Indianer sie auch so behandelten, konnten die Indianer ihr Leben respektieren und erhalten. In der indianischen Schöpfungserzählung wird davon berichtet, vor langer Zeit einmal die „Himmelsfrau“ mit anderen Lebewesen aus dem Paradies gestürzt wurde. Die anderen Tiere fingen sie auf und aus Dankbarkeit für ihre Rettung ließ sie die Erde als Lebensort für die Tiere entstehen. Demnach ist sie die Mutter der Erde, die Mutter der Indianer. Da die Indianer in der Natur (der Erde) Gott sehen wurde sie wie ein Gott behandelt, dies bedeutet, dass sie von ihnen verehrt, geachtet, angebetet und schonend behandelt wurde und das alles aus Dank zu ihrem Gott.

Demnach war den Indianer alles was zur Natur gehörte heilig. Jeder Bach, jeder Baum, jeder Büffel, jedes Pferd, jedes Tier und jede Pflanze und aus diesem Grund konnten sie die Weißen nicht verstehen, wie dies mit der Natur, ihrer Mutter, umgehen. Ihr Gott wurde geplündert, gerodet, erschossen, ausgebeutet und auf ihm wurde achtlos darauf herum getreten. So mußten sich die Indianer fragen, ob die Weißen von dieser Erde kamen, denn wer verachtet und zerstört seine eigene Mutter (Gott)?

Und so fühlten sich die Indianer von ihrer Mutter im Stich gelassen, als die Weißen mit Waffen kamen und sie gewaltsam unterdrückt wurden. Aber natürlich wussten sie nicht warum ihr Gott sie im Stich lässt, denn sie wussten nicht was sie falsch gemacht hatten. Dennoch verstanden sie sehr schnell, dass ihr Volk nicht mehr frei sein würde und so leisteten sie einige Zeit Widerstand, doch sie konnten gar nicht in diesem ungleichen Kampf gewinnen und so mussten sie sogar Angst um ihre Religion haben als die Missionare kamen um ihren Kinder den christlichen Glauben zu erläutern. Doch noch heute gibt es Indianer die diesen Glauben verkörpern und leben. Jedoch leben die meisten in Reservaten. Zudem gibt es die sogenannten

Hochreligionen, die manche Teile dieser Denk- und Lebensweise übernommen haben.

Der Sch ö pfungsgedanke der Bibel Sch ö pfungsvorstellung:

Der Mensch ist zwar ein Teil der Natur, ist jedoch von den anderen Tieren und Pflanzen zu unterscheiden, da er im Gegensatz zu den anderen auf der Erde befindlichen Lebewesen den Atem Gottes besitzt. Gott verstieß Adam und Eva aus dem Paradies deshalb, weil sie lernen sollten für sich selbst zu entscheiden und Gut und Böse von einander zu trennen. Das leben wurde den Menschen von Gott gegeben. Es ist ein Geschenk von Gott und so soll es auch betrachtet werden und man muss Gott für dieses Geschenk ewig dankbar sein. Das Leben ist kostbar und man muss damit sorgfältig umgehen und darf es nicht verschwenden. Während dem Leben auf der Erde muss man sich nach Gottes 10 Geboten richten und für Gott leben, aber man wird auch von Gott geführt (Psalm 23,1-6). In Psalm 103 heißt es (Vers 2): „Lobe den Herrn, meine Seele und vergiss nicht was er dir Gutes getan hat.“ Das heißt man solle Gott loben, verehren und preisen. Aber natürlich soll man ihn auch fürchten. Gott wird als barmherzig, herrlich, groß, allmächtig, gnädig und als derjenige dargestellt, der alles erschaffen hat und erhält und vor allem dafür muss man ihm stets dankbar sein.

Gott hat alles erschaffen. Die Erde als Garten für die Mensch, die ihn bebauen und darin leben glücklich und zufrieden leben sollten. Die primäre Aufgabe der Menschen war es jedoch den Garten gut zu pflegen und zu erhalten. Leider jedoch gelang dies vor allem in dem letzten Jahrhundert nicht besonders gut, so dass die heutige Generation Probleme hat und noch weitere bekommen wird diesen Garten weiterhin zu erhalten und wieder ein wenig zu verschönern. Der eigentliche Gedanke war es, dass der Mensch in diesem Garten frei ist und gleichzeitig in einer Spannung zu sich selbst, seinen Mitmenschen, Gott und der Welt. Leider jedoch sind Meldungen über Anschläge, Massaker, Hungersnöte und Kriege, sowie Unfälle und Scheidungen an der Tagesordnung!

Gott soll und ist für die Menschen jedoch wie ein Stern am dunklen Nachthimmel, aus dem sie Hoffnung schöpfen können und auf den sie vertrauen können.

Eigene Meinung

Es ist zwar ziemlich altertümlich, aber wie sich die Indianer zur Natur, ihrem Lebensort, verhalten haben ist schon bemerkenswert. Sie waren anscheinend frei von irgendwelchen eigenen Interessen (Konsum oder Geld)

die Natur irgendwie auch nur zu benutzen. Sie lehnten es anfangs strikt ab für Geld ihr Land an die Weißen zu verkaufen. Sie waren es nicht anders gewohnt, als dass man der Natur nur Gutes tut und so hätten sie vielleicht verkauft, aber als sie sahen wie die Weißen ihrer „Mutter“ schadeten ergriffen sie sogar die Waffen und opferten sich zu Tausenden im Krieg gegen die Weißen. Jedoch hätten sie vielleicht ein kleines Stück Land verkaufen sollen um sich dann von dem Geld bessere Waffen kaufen zu können. So hätten sie eventuell eine geringe Chance gehabt und sie hätten sich ihr verkauftes Land zurück erobern können.

Ein klaren Vorteil hat die Natur von der Naturreligion, die die Natur beschützt und verteidigt. Aber wir können nicht wissen ob uns Gott auf die Erde geschickt hat um zu forschen, den Weltraum zu besiedeln, Atomtests durchzuführen, uns gegenseitig aus zu rotten und die Welt nach einer gewissen Zeit zu zerstören, oder ob wir wie die Indianer in völligem Einklang mit der Welt leben sollen. Ich persönlich finde, man muss eine gute Mischung aus beidem finden. Die Umwelt und die Mitmenschen erhalten und trotzdem auf eine Schule gehen zu können auf der man im Biologieunterricht Biene untersucht. Besonders für unsere Nachkommen ist es wichtig, dass wir heute damit anfangen die Natur zu schützen und sie sich regenerieren lassen ohne auf großen Lebensstandard zu verzichten, denn sonst machen die meisten Leute nicht mit, weil wer will schon heutzutage auf ein Auto verzichten solang die öffentlichen Verkehrsmittel noch so teuer sind. Aber wenn jeder ein wenig verzichtet (z.B. auf den elektrischen Zitronenauspresser), dann kommen wir schon ein kleines Stück weiter. Dies alles kann von einem Glauben völlig unabhängig sein, aber es kann nicht schaden wenn man diese Ziele besonders verfolgt, wenn man einer Religionsgruppe angehört, die besonderen Wert auf die Erhaltung unserer Umwelt legt.

Das Ganze kann auch ganz einfach als Verpflichtung angesehen werden, die unbedingt für die Nachkommen einzuhalten ist.

Kritik an

- der Naturreligion der Indianer

Sie dürfen sich nur das aller nötigste von der Natur „holen“. Außerdem dürfen sie der Natur, ihrer Mutter, nichts an tun. Der große Nachteil besteht darin, dass sie sich nicht überaus weiter bilden können, denn dazu wären für sie unmoralische Dinge notwendig (z.B. Menschenherz untersuchen).

- Am Christentum

Eine Erweiterung des Wissens ist möglich ohne den Glauben dabei zu verletzen. Jedoch kann dies zu weit gehen und zur Folge haben, dass es der

Umwelt gewaltig schadet. Dabei sollte der Mensch nicht vergessen, dass er von der Natur abhängig ist und ohne sie verloren ist. Denn nicht die Menschen sind unsterblich und allmächtig, sondern Gott.

Vergleich:

Einstellung der Indianer zur Natur mit dem Schöpfungsgedanken Der Hauptunterschied liegt eigentlich darin, dass die Indianer die Erde(Natur)erhalten sollen, während im biblischen Schöpfungsgedanken auch auf eine Bebauung der Erde wertgelegt wird. Natürlich mussten die Indianer die Erde, ihre Mutter, auch bebauen und bepflanzen, aber dies taten sie nur mit dem Allernötigsten. Da die Indianer eine enge Bindung zu ihrer „Mutter“ hatten, wie bei Mutter und Kind, hielten sie sich streng an ihre Vorgaben. Der christliche Mensch hingegen wollte immer mehr bauen, forschen, experimentieren, verbessern und modernisieren. Doch dabei ließen die christlichen Menschen die Natur ganz außer acht. Die Natur wurde immer mehr verschmutzt und beschädigt, und irgendwann sind wir vielleicht soweit, dass wir daran selber zugrunde gehen, denn die Natur ist mächtiger als die Menschen und sie kann immer zurückschlagen (Fluten, trocken Zeiten, Tornados, Erdbeben, ...). Die Indianer verstanden schnell, dass sie nur ein kleiner Bestandteil der Natur sind und wenn sie nicht die Natur erhalten sterben sie mit. Der weiße Mensch dagegen wollte, und will heute noch, schneller als die Natur sein. Er möchte sich nicht damit abgeben, dass er nicht der stärkste ist. Heute tun wir nur soviel für die Natur wie unbedingt nötig ist, um nicht die eigene Generation daran verrecken zu lassen. In der Bibel wird die Erde als Ding betrachtet der den Menschen von nützen sein kann und deshalb gut behandelt werden soll. Aber bei den Indianern ist die Erde vielmehr eine Person, nämlich ihre eigene Mutter.

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Details

Titel
Gottes gute Schöpfung - Die Einstellung der Indianer zur Natur
Note
1
Autor
Jahr
1998
Seiten
4
Katalognummer
V96528
Dateigröße
335 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Incl. Vergleich zwischen indianischer und christlicher Religion
Schlagworte
Indianer, Schöfungsgeschichte, Gott, Naturvolk
Arbeit zitieren
Stephan Strohbücker (Autor), 1998, Gottes gute Schöpfung - Die Einstellung der Indianer zur Natur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96528

Kommentare

  • Gast am 21.8.2000

    Naturreligion?.

    Mir ist leider nicht verständlich, wieso diese Schüler-Hausarbeit eine sehr gut bekam. Allein schon der Begriff Naturreligion wird heute nicht mehr verwendet. Zudem kann ich hier keine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema finden. Vielmehr wird hier voll und ganz von der christlichen Perspektive ausgegangen. Dies führt dazu, dass indianische Mythologien nicht ausreichend gewürdigt wurden.

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