Kunst im Nationalsozialismus. NS-Kunst und Entartete Kunst


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

5 Seiten, Note: 2


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Inhaltsverzeichnis

1. NS-Kunst (Text)

2. Was sollte die deutsche Kunst sein?

3. Was war ,,Entartete Kunst"?

4. NS-Kunst (Bilder)

5. Entartete Kunst (Bilder)

6. Schluss

7. Quellen

NS-Kunst

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil ich mich dafür interessiere und außerdem finde ich, dass das Thema NS-Kunst von den Medien totgeschwiegen wird. Wenn man im Internet den Suchbegriff NS-Kunst eingibt, dann bekommt man normalerweise nichts oder nur ganz wenige Begriffe angezeigt und dieses Thema ist schließlich auch ein Thema der deutschen Geschichte.

1928 wurde der Kampfbund für deutsche Kultur gegründet. Er hatte sich das Ziel gesetzt ,,gegen die kulturzersetzenden Bestrebungen des Liberalismus"aufzutreten. Der Kampfbund wollte die Entlassung aller Direktoren von Museen und Kunsthochschulen, wenn diese sich in der Vergangenheit schon mal ,,undeutsch" verhalten hatten. Außerdem wollten sie alle Kunstwerke entfernen, die dem sooft zitierten, aber nie präzisierten gesunden Volksempfinden nicht tragbar erschienen

Dasselbe war etwa das Programm, das die Nazis unter dem Stichwort ,,Entartete Kunst" durchführten. Die Nazis waren nach der Machtübernahme aber noch nicht so gefestigt und kümmerten sich erstmal um die Neuordnung des Staates und ließen die Kunst links liegen. Nach ein paar Monaten kümmerten sich die Nazis auch um die Kunst und gründeten die Reichskulturkammer. Die Reichskulturkammer spaltete sich in sechs Untergruppen auf,

- die Reichsschrifttumskammer
- die Reichspressekammer
- die Reichsrundfunkkammer
- die Reichstheaterkammer
- die Reichsmusikkammer
- und die Reichskammer der bildenden Künste

Die Reichskulturkammer war sehr wichtig, 1935 gehörten ihr schon über 100.000 Mitglieder an.

Auch auf die Kunstkritik griffen die Funktionäre über, alle freien Kunstzeitschriften wurden eingestellt oder die Redaktionen mit Nazis als Redakteuren besetzt. Ende 1936 gab es in Deutschland keine freie Kunstkritik mehr.

Die Reichskulturkammer beschlagnahmte alle Kunstwerke, die in die von Franz Roh in seinem Buch ,,Entartete Kunst" eingeteilten Gruppen passten. Das waren:

- Arbeiten von Juden, egal welcher Gesinnung und in welchem Stil
- Jüdische Themen auch wenn sie von arischen Künstlern gemalt wurden
- Kriegsbilder, wenn sie den Krieg nicht verherrlichen, sondern ihn so darstellen wie er wirklich ist
- Arbeiten, in denen sozialistische oder marxistische Themen dargestellt wurden
- unschöne Gestalten, die dann als Produkt einer minderwertigen Rasse gelten
- jede Art von Expressionismus
- und abstrakte Kunst Man könnte auch noch den Absatz einfügen
- Arbeiten, die den Kommissionsmitgliedern nicht gefallen haben.

Bilder, die in diese Gruppen passten, insgesamt waren es um die 17.000, wurden von den Nazis eingezogen. Davon waren zum Beispiel 1052 von Emil Nolde, 1938 von Ernst Wilhelm Nay und 381 von Ernst Barlach. Ein Teil dieser Bilder wurden in Luzern in der Schweiz versteigert und ca. 5000 wurden von den Nazis verbrannt. Außerdem erhielten viele Maler ein Ausstellung -, Mal - oder Berufsverbot.

Wie sollte die deutsche Kunst sein?

Die Deutsche Kunst wurde als Propagandamaterial benutzt. Auf vielen Bildern ist ein mutig nach vorne in die Zukunft blickender Führer, Soldat oder Parteigenosse zu sehnen. Auch sieht man auf vielen Bildern hart arbeitende Arbeiter oder Bauern, entsprechend nach der Blut-und Boden-Ideologie. Die Bilder spielten eine heile, glückliche Welt vor, fern von der Judenverfolgung und den Morden in den KZs. Idyllische Darstellungen von Müttern und trauten Familien beim Essen oder während sie Hitler zuhörten, wechselten sich mit klassischen Motiven, wie zum Beispiel ,,Ikarus" oder ,,Das Bad der Diana" ab. Hitler selber ließ sich auch gerne vor Heldenstatuen malen und mochte die deutschen Heldensagen.

Was war ,,Entartete Kunst"?

Entartete Kunst war, wie eben gesagt, Kunst, die den Nazis nicht passte. Manche Betroffenen zogen ins Ausland, die Bedrohung wahrnehmend, doch viele blieben in Deutschland. Durch die Einschränkungen der Nazis, aber auch durch Depressionen wurden sie jedoch in ihrer Arbeit gehemmt. Zum Beispiel die Vertreibung spiegelt sich in den Bildern wie zum Beispiel ,, Vertreibung aus dem Paradies" von Christian Rohlf oder im Triptychon ,, Abfahrt" von Max Beckmann wieder. Diese Bilder zeigen die Angst der Menschen, die sie vor der Vertreibung aus der Heimat hatten.

NS-Kunst

Fritz Erler - Bildnis des Führers

Das ist ein typisches Bild der NS-Kunst, Hitler steht vor einem stolzen deutschen Helden im Hintergrund. Hitler liebte es sich mit Helden aus den deutschen Sagen malen zu lassen.

Hubert Lanzinger - Der Bannerträger

Auch ein Bild von Hitler. Hitler steht in einer glänzenden Uniform und hält die wehende Hakenkreuzfahne in der Hand. Er schaut mutig nach vorn in eine Zukunft mit ihm und der Partei.

Adolf Schmitz-Wiedenbrück - Arbeiter, Bauern und Soldaten

Hier sieht man noch mal wie die echten deutschen Männer sein sollten. Hart arbeitende, mutige Männer die etwas für ihr Vaterland machen. Die Männer sind alle muskulös und blond und entsprechen so dem Schönheitsideal der Nazis.

Plakat aus dem Geschibuch

Das Plakat ist Propagandamaterial der Nazis. Es zeigt eine deutsche Mutter, die sich um ihr Kind kümmert und zu Hause arbeitet und so ihren Arbeitsplatz einem Mann überlassen hat. Sie kümmert sich um ihren hart arbeitenden Mann und muntert ihn auf, wenn er müde und erschöpft von der Arbeit wieder da ist.

Bild mit der Parade

Das ist ein typisches Bild und soll zeigen, wie stark und beliebt die Nazis sind. Man sieht eine Abteilung NS-Männer an einer begeisterten Masse vorbeimarschieren und alle haben den Arm zum Hitlergruß erhoben.

Entartete Kunst

Otto Dix - Die sieben Todsünden

Das Bild scheint auf den ersten Blick wie ein normales Bild , doch wenn man genauer hinguckt, sieht man, dass Otto Dix in diesem Bild dem Zwerg des Neides eine Hitlermaske aufgesetzt hat und nach 1945 das schwarze Bärtchen dazugemalt hat. Der Tod trägt eine Uniform, die mit ihren weißen Streifen und den Handschuhen an eine SS Uniform erinnert und die Armhaltung der Gestalt im Hintergrund erinnert stark an den Hitlergruß.

Max Beckmann

Das Bild zeigt einen Mann, der nicht in das typische Schema der Nazis passt. Er ist klein und gedrungen und hat weder blaue Augen noch ist er sehr muskulös. Das Bild ist typisch für Max Beckmanns Stil, er hat meistens mit grellfarbenen Flächen gearbeitet.

Felix Nußbaum - Selbstbildnis mit Judenpass

Auf dem Bild ist ein Jude, Felix Nußbaum mit einem Judenpass zu sehen. Er hat außerdem den gelben Davidstern auf dem Mantel.

Schluss

Wenn man die Bilder von der NS-Kunst und der ,,Entarteten Kunst" vergleicht, dann versteht man auch, warum jetzt nur noch die Künstler bekannt sind, die von den Nazis verboten wurden, weil diese Bilder nämlich zeitlos sind. Sie beziehen sich nicht nur auf eine Sache, Hitler, sondern auf alle Menschen.

Quellen

1. bsv Geschichte 4G (Schulgeschichtsbuch) , 1993, Bayrischer Schulbuch-Verlag
2. Otto Dix (Rainer Beck) , 1993, Verlag Stadler
3. Das XX Jahrhundert , 1999, Dumont
4. Geschichte der deutschen Malerei im 20. Jahrhundert (Paul Vogt) , 1989, Dumont
5. Bis Heute (Karin Thomas) , 1986, Dumont

5 von 5 Seiten

Details

Titel
Kunst im Nationalsozialismus. NS-Kunst und Entartete Kunst
Hochschule
Real Centro Universitario Maria Cristina
Note
2
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V99173
Dateigröße
363 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NS-Kunst
Arbeit zitieren
Stefanie Wieck (Autor), 2000, Kunst im Nationalsozialismus. NS-Kunst und Entartete Kunst, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99173

Kommentare

  • Gast am 9.12.2001

    Zu dem Text.

    Liebe Stefanie,
    ich finde deinen Text klasse!
    Weil ich über Kuns im Nationalsozialismus ein Refarat schreiben werde ,
    dabei könntest du mir behilflich sein daher kannst du mir die bilder die du beschrieben hast schicken das wäre sehr net!
    Also bye

  • Gast am 24.2.2002

    schema.

    Du hättest mehr schematischer vorgehen müssen !

  • Gast am 19.4.2002

    Dr..

    Dies ist eine shr schwache Leitung und zeigt nicht das Verständnis der Autorin bezüglich dieses Stoffes. So eine Hausarbeit für andere bereitzustellen ist fast eine Zumutung, da diese Thematik bei Weitem besser behandelt werden kann.

  • Gast am 29.5.2002

    rettung.

    hey!!!
    ich bin ja soooo froh,dass ich dein referat noch gefunden hab!!*gg*
    ich hab schon überall gesucht,nur leider nix richtiges gefunden!finde dein referat echt gut und bin total froh,dass ich jetzt morgen doch was hab!
    DANKE!! (hab dir 5 punkte gegeben!)*hihi*
    --maja--

  • Gast am 4.8.2002

    xxx.

    Die Arbeit ist gut für Schüler, nicht aber für Studenten.

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Titel: Kunst im Nationalsozialismus. NS-Kunst und Entartete Kunst



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