Friedrich II. (der Große) und die Aufklärung


Hausarbeit, 2000
22 Seiten, Note: 1,3

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Das Zeitalter der Aufklärung
2.1.1. Die Ziele der Aufklärung
2.1.2. Die wichtigsten Vertreter
2.1. Friedrichs des Großen Verhältnis zu Voltaire
2.2. Absolutismus und aufgeklärter Absolutismus
2.3. Das Verhältnis der Reformen Friedrichs des Großen im preußischen Staatswesen in Hinsicht auf aufgeklärte Ideen und politische Notwendigkeiten

3. Schlussbetrachtung und Fazit - Versuch einer Bewertung

4. Quellen - und Literaturverzeichnis

1. Einleitung:

Friedrich der Große gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Monarchen des 18. Jahrhunderts und auch noch über die Zeit seines Wirkens hinaus. Die Tatsache, dass sich das Friedrich-Bild ganz besonders in Umbruchphasen in Deutschland (Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus) oder bei ideologisch gegensätzlichen Staaten wie der BRD und der ehemaligen DDR durch neue Züge auszeichnete, zeigt, wie groß der Einfluss dieses Staatsmannes auch noch in unsere Zeit ist.

Seine Einzigartigkeit und sein Einfluss auf Europa spiegelt sich einerseits in den Kriegen, durch die es ihm gelang, die politische Landschaft Europas nachhaltig zu verändern und Preußen als Großmacht zu etablieren, wider. Besonders aber Friedrichs widersprüchlicher Charakter, der neben zahlreichen Gegensätzen auch den von ausgeprägten Humanitätsidealen einerseits und berechnendem Machiavellismus andererseits ineinander vereinte, machen ihn zu einem historisch äußerst interessanten Staatsmann. Ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit verdient sein Bemühen, die Philosophie der Aufklärung zu seiner Lebensphilosophie zu machen, sowie ihre geistigen Errungenschaften während seiner Regierungszeit unter seinen Untertanen zu verbreiten. Die folgende Arbeit wird darlegen, inwiefern der Monarch als Vertreter und Verbreiter von den Idealen der Aufklärung in Hinblick auf seine Regierungstätigkeit bezeichnet werden kann. Dieses Werk bemüht sich darum zu beleuchten, in welchen Bereichen und in welcher Form der Monarch eine zu seiner Zeit noch nie da gewesene Vorreiterrolle bei der Verbreitung einer aufgeklärten Staatsidee einnahm. In diesem Zusammenhang werden aber auch Anmerkungen, inwieweit er doch der absolutistische Machtpolitiker seiner Zeit blieb, nötig sein.

Für den Einstieg wird eine Darstellung über die Ziele und Vertreter der Philosophie der Aufklärung gegeben, um den geistigen Rahmen dieser philosophischen Denkrichtung abzustecken. Dafür reichen die einführenden Darstellungen von Karl Vorländer, Werner Schneiders und Joachim Kopper1. Anschließend werde ich auf das bereits in jungen Jahren begonnene Verhältnis zu dem wohl bedeutendsten Philosophen der Aufklärung, Voltaire, eingehen, der an Friedrichs des Großen philosophischer Anschauung maßgeblich beteiligt war. In diesem Teil der Arbeit werden vor allem Werke über das Leben Voltaires verwendet, aber auch die von Hans Pleschinski herausgegebene, berühmte Sammlung der Briefwechsel der beiden war zum besseren Verständnis der Art der Konversation sehr hilfreich. Im letzten Teil dieser Hausarbeit werde ich meine eingangs formulierte Fragestellung anhand einiger Beispiele beantworten und zu einem abschließenden Fazit über die Durchsetzung der Ideen der Philosophie der Aufklärung durch Friedrich den Großen kommen. Zur Verdeutlichung dieses letzten Aspektes stützt sich meine Arbeit auf Veröffentlichungen, die sich mit dem Preußenkönig als Staatsmann im aufgeklärten Absolutismus befassen.

Der Forschungsstand ist, was die Ziele der Philosophie der Aufklärung an sich angeht, einheitlich anerkannt. Eine erstaunliche Einigkeit herrscht bei allen führenden Historikern ebenfalls in dem Punkt, der die Motivation Friedrichs des Großen, Reformen in Preußen in Gang zu setzen, betrifft. Divergenzen gibt es in der Bestimmung des qualitativen Verhältnisses von aufgeklärten Idealen zu staatspolitischen Notwendigkeiten im Rahmen einer Reform. Wolfgang Venohr etwa spricht dem Monarchen einen stark ideell geprägten Antrieb, seinen Bürgern ein besseres Leben zu ermöglichen, zu. Für andere Historiker waren die Zwänge der gesellschaftlichen Umstände dieser Zeit und die politischen Kalküle eher ausschlaggebend, eine Änderung auf gesellschaftlicher Ebene ,,von oben" einzuleiten bzw. zu unterlassen. Vor allem Wolfgang Vierhaus und Martin Greiffenhagens Herausgabe von ,,Friedrich der Große: Herrscher zwischen Tradition und Fortschritt" leisteten in dieser Hinsicht wertvolle Beiträge.

2.1. Das Zeitalter der Aufklärung

2.1.1. Die Ziele der Aufklärung

Ihren Ursprung hatte die Philosophie der Aufklärung in England, wo nach der ,,glorious revolution", dem Ende der Stuart-Monarchie bzw. der Festschreibung der parlamentarischen Monarchie im Jahre 1688, die freiere Entfaltung neuen Denkens ermöglicht wurde2. Von England ausgehend wurde sie auch in den Köpfen der geistigen Größen Frankreichs heimisch, erhielt allerdings im ,,ancien regime" einen eher negativen und oppositionellen Charakter. Ihr Ende findet die Philosophie der Aufklärung in der Französischen Revolution im Jahre 17893. Diese knappe einhundert Jahre andauernde Periode wird in der Literatur auch als ,,Zeitalter der Vernunft", ,,Zeitalter der Kritik" oder schlichtweg das ,,philosophische Jahrhundert" bezeichnet4.

Obwohl es unterschiedliche Einzelziele und individuelle Denkansätze bei den aufgeklärten Philosophen Europas gab und man daher eher von Aufklärungen sprechen muss, fallen in jedem Ansatz immer wieder die gleichen Begriffe wie Vernunft, Freiheit und Tugend auf5. Mit der Philosophie der Aufklärung ging eine grundsätzliche Abwendung vom metaphysischen Denken einher. Der Mensch als denkendes Wesen gestaltet die Realität aktiv und ist nicht mehr länger von unveränderlichen, göttlichen Gesetzmäßigkeiten abhängig6. Der Mensch entdeckte sich somit selbst und übernahm durch sein Denken die Verantwortung für die Welt. Die transzendenten Bindungen, die bisher jede Philosophie beherrschten, wurden gelockert. Gott wurde zwar nicht völlig abgelöst, dennoch tritt er in seiner Bedeutung hinter die Begriffe Gewissen, Geist und Glück zurück7.

Das Selbstverständnis der Aufklärung lässt sich am besten in Emanuel Kants (1724-1804) Schrift ,,Was ist Aufklärung ?" aus dem Jahre 1784 ersehen. Das Hauptanliegen ist das Herauslösen des Menschen ,,aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit"8. Unmündigkeit resultiere aus der, durch Mutlosigkeit und Faulheit hervorgerufenen, Unfähigkeit des Menschen, sich seines eigenen Verstandes ohne die Hilfe eines anderen zu bedienen. Daher stellt die Aufforderung, den Mut zu haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, den zentralen Wahlspruch der Aufklärung dar. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist eine unverzichtbare Grundvoraussetzung auf dem Weg zur Mündigkeit und wird daher eingefordert.

Die Obrigkeit hat bisher jedoch ein Interesse daran gehabt, das einfache Volk bewusst unmündig zu halten, um sich dessen Abhängigkeit von ihr zu sichern. Doch der Wille des Volkes ist die maßgebende Größe und kein Herrscher darf Entscheidungen, die sich gegen die Bestrebungen des Volkes richten, treffen. Kant vertritt weiterhin die Ansicht, dass jeder Mensch aufgeklärt werden kann. Nur ist dies ein langwieriger Prozess, und das Zeitalter der Aufklärung bedeutet noch lange nicht Aufgeklärtheit bei jedem Menschen, sondern bietet lediglich sehr gute gesellschaftliche Voraussetzungen. Besonders Friedrich der Große ist ein Garant für die weitere Verbreitung der Aufklärung im Volke, da er die Worte Freiheit und Toleranz hoch achtet und selber aufgeklärt ist. Ganz ohne die Kontrolle des Staates, der gewisse Regeln und Grenzen vorschreiben muss, lässt sich die Aufklärung nicht sinnvoll durchführen.

2.1.2. Die wichtigsten Vertreter

Neben Kant, der einer der spätesten Vertreter der Aufklärung war, sind im Zusammenhang mit dieser Philosophierichtung von englischer Seite her unbedingt John Locke (1632-1704) und David Hume (1711-1776), von französischer Seite Pierre Bayle (1647-1706), Montesquieu (1689-1775), Jean-Jaques Rousseau (Schweizer; 1712-1778) und Voltaire (1694-1778) zu nennen9.

Da sie alle als Verbreiter der Aufklärung gelten, ist es, da auch Friedrich der Große sich während seiner Beschäftigung mit dieser Philosophierichtung einer Beeinflussung nicht entziehen konnte, interessant zu erfahren, welche Auffassung von Politik und Theologie diese Männer vertreten haben. Hier finden sich theoretische Ansätze, die uns später, wenn wir uns Friedrichs des Großen Maßnahmen im preußischen Staate ansehen, bekannt vorkommen werden.

Die deutsche Aufklärung ist im wesentlichen für unser Thema zu vernachlässigen. Aufgrund von Zweifeln an der Metaphysik Wolffs stand Friedrich der Große diesem Philosophen, der ihn anfangs als Jugendlicher am meisten beeindruckte, und dessen Vertreibung durch seinen Vater von seinem Lehrstuhl an der Universität Halle er nach der Übernahme der Regierungsgewalt eigenhändig rückgängig machte, skeptisch gegenüber10. Lockes Staatsauffassung beschreibt das Verhältnis vom Staat zu seinen Bürgern nicht als eines des göttlichen Königtums, sondern es besteht vielmehr ein beiderseitiges Einvernehmen über die Staatsform. Demnach stehen jedem Bürger Rechte zu, die ihm nicht genommen werden dürfen. Dem Staat fällt vielmehr die Aufgabe anheim, diese zu schützen. Locke sieht des weiteren eine Trennung von ausführender und gesetzgebender Gewalt vor, wobei letztere in den Händen des Volkes liegen müsse und die Könige als gewählte Vertreter die Exekutive darstellten. Mit dieser Auffassung von der Gewaltenteilung ist er der Begründer des englischen Konstitutionalismus. Das sich durchsetzende Gottesbild der Aufklärung, welches sich Gott zwar als Schöpfer der Welt vorstellte, ihm allerdings jegliche Fähigkeit in die Geschicke der Menschen auf Erden einzugreifen abspricht, wurde u.a. durch Lord Cherbury (1583-1648), aber auch andere Freidenker, vorbereitet11.

Für David Hume spielt der Gerechtigkeitsgedanke die entscheidende Rolle in einer Gesellschaft. Zwar gibt es ebenfalls wie bei Locke keinen formell festgesetzten Vertrag für das Recht, aber stillschweigende Abmachungen, wie mit Eigentum, Besitz oder einem Versprechen umzugehen sei, existierten dennoch. Der auf Erbrecht beruhende Rang eines Königs, einflussreicher Adel und eine ordentliche Volksvertretung sind Bestandteil der besten Verfassung. Was die Religion anbelangt, so geht Hume von ihrer Entstehung aus einer Notwendigkeit heraus aus. Daher erweist es sich als vorteilhaft für einen Herrscher, dem Volk seinen Glauben zu lassen, aber in jedem Fall gleichzeitig auch alle Philosophierichtungen zuzulassen12. An dieser Stelle muss jedoch erwähnt werden, dass Hume im engeren Zusammenhang mit der Fragestellung keine Rolle mehr spielen wird, denn Friedrich der Große konnte seinen Ansichten nicht viel abgewinnen13.

Viel wichtiger als die englische Aufklärung wird für Friedrich II. jedoch die französische. In seinem Verständnis war das Wort Aufklärung mit den französischen Denkern untrennbar verknüpft.

Pierre Bayle, der den Kronprinzen Friedrich II. in dessen jungen Jahren sehr geprägt hat und von dem dieser auch in seiner ersten Bibliothek zahlreiche Werke, wie etwa den ,,Dictionnaire historique et critique", besaß14, forderte eine strikte Trennung von Kirche und Staat und die Gewährung absoluter Toleranz durch den Staat15.

Montesquieu beschrieb in seinem Meisterwerk ,,De L´Esprit des Lois" von 1748 die gesetzliche Sicherung der Freiheit als den wichtigsten Zweck einer Staatsform und fügte Lockes Vorschlag von der zweigeteilten Staatsgewalt die zusätzliche Teilung in die rechtsprechende Gewalt mit unabhängigen Richtern hinzu16.

In Jean-Jaques Rousseaus Augen ist der Mensch von Natur aus gut und wird durch die Gesellschaft verdorben. Er fordert daher die Möglichkeit auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, fern von jeglichem Zwang. Sein Meisterwerk, den ,,Contrat Social", entwickelte er 1762. Dieser Gesellschaftsvertrag sah den Verzicht des Einzelnen auf seine Rechte zugunsten des gesamten Volkes, dessen Glied er ist und welches in einer demokratischen Staatsform mit dreigeteilter Gewalt lebt, vor. In ihr herrscht als einziger Souverän die ,,Volkssouveränität", d.h. der Wille des Volkes, welcher mehr ist als die Summe der Einzelwillen17.

Rousseau sprach sich gegen Friedrichs des Großen Art und Weise, Aufklärung zu betreiben aus und sah in dem preußischen Monarchen einen Mann, der seine Machtposition missbrauchte, um entgegen allen Ankündigungen Machiavellismus zu betreiben18.

2.2. Friedrich des Großen Verhältnis zu Voltaire

Bereits zu Lebzeiten besaß Voltaire einen Ruf von Weltruhm, denn in ihm fand sich die beinahe perfekte Verkörperung der Ideen des Humanismus. Er beherrschte die europäische Literatur wie kein anderer Mann seiner Zeit und kein Fürst besaß seinen Einfluss, die öffentliche Meinung zu bestimmen19.

Die 42 Jahre lang andauernde Beziehung Friedrichs des Großen zu Voltaire beginnt im August des Jahres 1736 mit einem Brief des Kronprinzen Friedrich II. an den Dichter. Mit einigen Unterbrechungen unterschiedlicher Dauer wird bis an das Lebensende Voltaires fortgeführt und ist in 654 Briefen erhalten geblieben. Damals war der Kronprinz 24, Voltaire 42 Jahre alt. In diesen Briefwechseln sprachen beide über alle möglichen Themen wie etwa Religion, Poesie, aber auch der Geschmack bestimmter Speisen und die Qualität von Porzellan waren Gegenstand der Korrespondenz20.

Bereits als Kronprinz suchte Friedrich II. also die Gesellschaft Voltaires, des größten aufgeklärten Philosophen seiner Zeit, da er das Philosophieren liebte und sich erhoffte, von ihm viel lernen zu können21.

Voltaires Ansichten gingen vor allem dahin, den kirchlichen Aberglauben und die Intoleranz zu bekämpfen. Nichtsdestoweniger hielt er immer an der Existenz Gottes fest, den er in dem Vorhandensein der Natur erkannte. Er beschränkte sich nicht auf spekulative Fragen wie die nach der Unsterblichkeit. Die Moral als handfeste Handlungsanleitung spielte bei ihm die oberste Rolle. Immer müsse das rechte Handeln auch beim Wechsel von sittlichen Vorschriften an erster Stelle stehen. In politischer Hinsicht erwartete er, dass dem Volk die Freiheit von ihrem, mit der Aufklärung vertrauten, Regenten geschenkt wird22.

Anfangs folgte Voltaire den Rufen des preußischen Thronfolgers, nach Berlin zu kommen, nicht. Nach der Ernennung Friedrichs II. zum König im Jahre 1740 trafen beide zum ersten Mal im Schloss Moyland bei Cleve zusammen. In der Folgezeit kamen sie nur wenige Male zusammen, korrespondierten aber weiterhin häufig. Im Juli 1750, nach dem Tod seiner Lebensgefährtin, der Marquise du Chatelet, zog Voltaire nun doch von Cirey in das Lustschlösschen Sanssouci bei Potsdam ein. Er hatte sich u.a. mit der französischen Regierung unter Ludwig XV. verworfen und suchte nun einen Ort der Zuflucht23. Dort verbrachte er knapp drei Jahre, während derer er unter anderem an der berühmten Tafelrunde von Sanssouci teilnahm und Friedrich den Großen in der Kunst der Poesie und Philosophie, sowie in der französischen Sprache unterrichtete24.

Seine Zeit in Sanssouci und der Umgang mit Friedrich II. war in den ersten Monaten sehr angenehm. Das gesamte Verhältnis wurde jedoch bald nachhaltig dadurch gestört, dass Voltaire sich in illegale Geldgeschäfte verwickelte25. Letztendlich beendet wurde Voltaires Aufenthalt in Potsdam durch seine Angriffe auf, den von Friedrich hoch geschätzten Präsidenten seiner Akademie der Wissenschaften, Maupertuis26. Zwar trug auch Friedrich II. seinen Teil zur Abkühlung der einst herzlichen Beziehung bei, indem er mit der Aussage, Voltaire ,,höchstens noch ein Jahr" 27 zu benötigen und ihn dann wie die Schale einer ausgepressten Orange wegzuwerfen, den Philosophen menschlich tief enttäuschte. Weiterhin konnte Voltaire die bei Friedrich II. mit der Zeit immer extremer auftretende Menschenverachtung nicht befürworten. Doch letztendlich muss man den französischen Philosophen für den Bruch, der in der Folgezeit nie wieder vollständig repariert wurde, verantwortlich machen28.

Nach dieser extremen Abkühlung des Verhältnisses entstanden viele Schriften, wie etwa ,,L´ideé de la personne, de la manière de vivre et de la cour du roi de Prusse Frédéric II", deren Urheberschaft Voltaire zugeschrieben wurde und mit denen dem Ruf Friedrichs II. großer Schaden zugefügt werden sollte29. Dennoch kam die Korrespondenz der beiden bedeutendsten Männer dieser Zeit nicht gänzlich zum Erliegen und die Briefwechsel wurden, wenn auch nicht mit der früheren Regelmäßigkeit, ab dem Jahre wieder 1755 fortgesetzt30. Diese Beziehung mit dem Begriff Hassliebe zu beschreiben, trifft den Sachverhalt wohl am ehesten. Denn während des siebenjährigen Krieges wünschte sich Voltaire in einigen Briefen an Freunde den Untergang Preußens mitsamt seinem Herrscher, andererseits hielt er Friedrich den Großen durch von einem in Erwägung gezogenen Selbstmord ab31.

Vor allem in Friedrichs II. Briefen an Voltaire aus seiner Kronprinzenzeit spricht ein, von den geistigen Qualitäten Voltaires, begeisterter Thronfolger. Ich möchte zur Verdeutlichung hier nur eine Textpassage anführen, mit dem Hinweis, dass sich derer sehr viele finden lassen: ,,Zu den Eigenschaften des exzellenten Dichters gesellen Sie eine Unzahl sonstiger Kenntnisse, die wohl in einiger Verbindung zur Poesie stehen, die aber erst durch ihre Feder dort ihren Platz gefunden haben."32.

Es lässt sich dennoch beiderseitig durchgängig eine tiefe Verbundenheit und Respektsbezeugung füreinander feststellen und eine grundlegende und natürliche Übereinstimmung in ihren Ansichten, beispielsweise über den Nutzen und den Wert der Geschichte, beobachten33. Nicht zuletzt aufgrund der in vielen Bereichen bestehenden Ähnlichkeiten ihrer beiden Charaktere34 und ihrer langjährigen Beziehung (Briefwechsel, Tafelrunde) komme ich zu dem Schluss, dass es Voltaire gelang, Friedrich II. hinsichtlich seiner Auffassung von Aufklärung zu prägen und ihn maßgeblich beeinflusste, sich zu dem aufgeklärten Herrscher zu entwickeln, der er war.

2.3. Absolutismus und aufgeklärter Absolutismus

Um klarzumachen, inwiefern Friedrich der Große als aufgeklärter Monarch als eine Besonderheit unter den europäischen Fürsten bezeichnet werden kann, muss zunächst ein Blick auf die staatspolitischen Rahmenbedingungen bei seiner Machtübernahme im Jahre 1740 geworfen werden.

Die Staatsform des Absolutismus gelangte erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts in Frankreich unter Ludwig XIII. (1610-1643) zu ihrer ersten, die Bezeichnung Absolutismus dem Sinn nach wirklich ausfüllenden Anwendung. Der Absolutismus stellte einen Versuch dar, mit Hilfe einer staatlichen Kompetenz- und Machterweiterung den internen und internationalen staatlichen Spannungszuständen Herr zu werden. Die alten, ordnenden Kräfte, der Dualismus von Fürst und Ständen, erwiesen sich als unfähig, soziale, nationale und konfessionelle Streitigkeiten, die beispielsweise in den 30-jährigen Krieg mündeten, ausreichend zu beseitigen. Infolgedessen wurde die gesamte Macht und Autorität dem Fürsten übertragen, dem somit die gesamte Verwaltung des Staates in Sachen Legislative, Exekutive und Judikative zu Eigen wurde. Viele absolutistische Herrscher entzogen dem Adel in gewissem Maße seine regionalen Privilegien und baute seine Machtstellung vielmehr auf dem von ihm geförderten Bürgertum auf, ohne dabei jedoch den Versuch zu unternehmen, die Ständeregelung abzuschaffen. Der Fürst war zwar von Gottes Gnaden, unterstand allerdings, nachdem die mittelalterliche Ordnung zerbrochen war, sowohl dem göttlichen als auch dem Gewohnheitsrecht verpflichtet, welches dem Naturrecht entspricht und u.a. die Wahrung des Eigentums und die Unveränderbarkeit der Staatsform durch den Monarchen, vorsah35.

Mit Ludwigs XIV. Ausspruch ,,L´ètat,c´est moi!" sehen wir dennoch ein Beispiel dafür, wie extrem ein Fürst seine Machtposition interpretieren konnte36. Vollständig theoretisch abgesichert wurde der Absolutismus erst am Ende des 17. Jahrhunderts, also zu einer Zeit, in der er sich bereits in den größten Teilen Europas durchgesetzt hatte. Als Beispiel einer frühen Form sei hier das Werk ,,De la Souveraineté du Roy" des Staatsrates Leblanc aus dem Jahre 1632 angeführt, in welchem er neben anderen Forderungen an das Volk auch die Unterordnung der Kirche unter die Herrschaft des Fürsten oder auch das strenge Verbot, dem Monarchen Widerstand zu leisten, selbst wenn dieser seine Macht missbrauchte, forderte. Eine grundlegende Bedeutung für unser Thema kommt aber Thomas Hobbes´ ,,Levithian" von 1651 zu, denn in ihm beschreibt der Autor, dass sich das Volk dem Herrscher auf der Basis eines Vertrages freiwillig unterwirft, damit dieser für den Frieden und die Sicherheit aller sorgen kann. Eine Gewaltenteilung ist nicht vorgesehen, doch darf der Herrscher seine Macht nicht gegen das Volk missbrauchen. In einem solchen Falle der unterlassenen Erfüllung der Schutzpflicht steht dem Volk ein Recht auf Widerstand gegen den Souverän zu37. Nichtsdestoweniger war die Bevölkerung Preußens an den Absolutismus ihrer vorigen Herrscher, wie etwa Friedrichs des Großen Vater Friedrich Wilhelm I., gewöhnt und davon geprägt worden38.

Der aufgeklärte Absolutismus ist eine neue Erscheinungsform, die mit Friedrich dem Großen in Preußen ihren Ausgang hat, aber auch in anderen europäischen Staaten wie etwa Österreich und Russland ihre Verbreitung findet. Er unterscheidet sich insofern nicht vom Absolutismus, als dass die ausführende Gewalt immer noch allein beim König liegt und auch die Einteilung der Staatsbürger in die drei Stände Adel, Bürger und Klerus die dominierende Gesellschaftsordnung darstellt. Diese befindet sich jedoch in einem Endstadium, da Zweifel an einer Recht- und Zweckmäßigkeit der Geburtsstände aufkommen. Zu einer endgültigen Neugliederung jedoch kann sich der aufgeklärte Absolutismus noch nicht durchringen. Dennoch wurde der praktische Versuch unternommen, die mit der Philosophie der Aufklärung neu entstandenen Ideale auf eine noch nie da gewesene Weise in die Staatspraxis zu integrieren39.

2.4. Das Verhältnis der Reformen Friedrichs des Großen im preußischen

Staatswesen in Hinsicht auf aufgeklärte Ideen und politische Notwendigkeiten Bei allen Reformbestrebungen ist das Selbstverständnis Friedrichs des Großen, vom Fürsten als den ersten Diener seines Staates, ,,le premier domestique du peuple"40 immer im Hinterkopf zu behalten. Seine Interessen gingen einher mit den Interessen des Staates und seine Handlungen mussten in erster Linie der Festigung der Macht des Staates dienen41. Ein anderes Wohlergehen als das des Staates gab es für ihn nicht42.

Unter diesem Aspekt berief er sich auf das ältere Naturrecht und erwartete die ebenso bedingungslose Unterwerfung der Bedürfnisse der Bürger unter die des Staates zum Zwecke der Förderung des Allgemeinwohls. Friedrich der Große stellte als Monarch auch den zentralen Lenkungspunkt des Staates dar und konnte von seinen Bürgern Dienstleistungen zugunsten des Staates verlangen43.

Bereits in seinem ,,Antimachiavell"44 spürt der Leser das Selbstbewusstsein Friedrichs II. gepaart mit dem großen Drang politischer Energie als absoluter Herrscher aufzutreten. Er überließ die Regierungsgeschäfte ungern seinen Ministern, sondern kümmerte sich je nach Kräften eigenhändig um alle Regierungsaufgaben. Auch an anderen Stellen, wie etwa den Anweisungen an seine Thronfolger über ,,Regierungsformen und Herrscherpflichten", findet sich seine Auffassung von dem nach Möglichkeit allein regierenden Monarchen wieder45. Diese Auffassung gewann er, als er sich die Verhältnisse in Preußens europäischen

Nachbarstaaten ansah, die, wie etwa Polen und Schweden zu seiner Zeit im Vergleich mit dem vorangegangenen Jahrhundert durch die Herrschaft von Adelscliquen und Bourgeoisie, ihre einstige Großmachtstellung eingebüßt hatten46.

Inwiefern es Friedrich dem Großen geglückt ist, als Vertreter des aufgeklärten Absolutismus im vorher rein absolutistisch geprägten Preußen aufzutreten, soll nun Thema dieses letzten Abschnittes sein. Das Hauptaugenmerk wird hierbei vor allem darauf gerichtet, in welcher Form ein religiöses Toleranzdenken erreicht, Reformen im Schul- und Erziehungswesen erzielt, die Rechtspflege und Verwaltung verbessert und die Wirtschaft sowie die gesellschaftliche Gleichheit aller Bürger im Staat gefördert wurden. Preußen galt unter vielen Staatsoberhäuptern Europas als das am vorbildlichsten und fortschrittlichsten regierte Land47. In seinen ersten Amtshandlungen nach seiner Regierungsübernahme, schaffte Friedrich der Große die Folter ab und schränkte die Prügelstrafe in der Armee ein48. Die von ihm in seinem Innersten aufgenommenen humanitären Ideale der Aufklärung spiegeln sich beispielsweise in Friedrichs des Großen Einsatz für den ,,kleinen Mann" wider, wie der Fall des Müllers Arnold eindrucksvoll zeigt49, auch wenn der Monarch in dieser Angelegenheit irrte.

Zwar war Friedrich der Große selber äußerst religionskritisch, aber dies war nicht die Hauptursache für die in Preußen bestehende religiöse Toleranz. In religiösen Angelegenheiten waren preußische Herrscher schon traditionell tolerant. Dies begann im 17. Jahrhundert und besonders der Große Kurfürst stand für eine religiöse Toleranz, die auch von seinen Nachfolgern in gleicher Weise fortgesetzt wurde und für die damaligen europäischen Verhältnisse durchaus nicht üblich war. Friedrich der Große jedoch betrachtete diese Toleranz lediglich zweckmäßig. Denn aus seiner Menschenverachtung entsprang die Meinung, dass das Volk in seiner breiten Masse zu dumm sei, um in religiösen Dingen und überhaupt aufgeklärt zu werden. Er verfolgte daher niemals eine, einem inneren Verständnis entspringende Verbreitung der Aufklärung in den Köpfen der Menschen.

Die Zweckmäßigkeit der angewandten Toleranz spiegelt sich insofern wider, dass religiöse Beschränkungen einerseits wegen der, nach der Einverleibung Schlesiens zum preußischen Staat, neu dazugehörten katholischen Bürger, religiöse Streitereien mit Sicherheit zur Folge gehabt hätten. Eine derartige innenpolitische Schwächung widersprach jedoch dem Ansinnen des Königs nach einem starken Staat. Andererseits stellten Zuwanderer, ganz gleich welcher Religion sie angehörten, einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar50. Dies galt besonders für die Juden, die, sobald sie aufgrund wirtschaftlicher Belange von Bedeutung waren, nicht mehr die ansonsten übliche Geringschätzung des Monarchen ernteten. Friedrich der Große versuchte, die Einwohnerzahl der Juden in Preußen zu begrenzen und wollte nie wirklich ihre Gewohnheiten verstehen, sondern erließ, im Gegensatz zur Intention der Aufklärung, Maßnahmen, die eine gesellschaftliche Integration verhinderten51. Das Schulwesen hat Friedrich der Große insgesamt relativ unzureichend ausgebaut und gefördert. Seinem Minister Zedlitz gab er nicht die Möglichkeit, den Versuch der Bildung eines Staatsschulwesens in die Tat umzusetzen. Es ist jedoch zu beachten, dass der Staat in der damaligen Zeit nicht der Träger einer Volksbildung im heutigen Sinne war und auch noch nicht sein konnte. Die Erziehung war Sache der Eltern, zu viel Bildungsvermittlung für die Landbevölkerung sah Friedrich der Große aufgrund des agrarwirtschaftlichen Charakters Preußens nicht als erstrebenswert an, denn ansonsten ,,... laufen sie in die Städte und wollen Secretairs und so was werden;..."52. Friedrich dem Großen ist allerdings in der Frage des Bildungswesens gutzuschreiben, dass er der Volksbildung keine Beschränkungen auferlegte und somit die Voraussetzungen schuf, dass sich die Aufklärung ungehindert, wenn auch ohne größere Förderung seinerseits, verbreiten konnte53. Im Zuge des nach 1763 mit staatlicher Förderung erfolgten Ausbaus des Trivialschulbereiches stieg dann auch die Alphabetisierungsrate an54.

Preußens Industrie war im europäischen Vergleich, auch aufgrund der immer noch nicht völlig verarbeiteten Folgen des 30-jährigen Krieges, unterentwickelt55.

Daher weisen Friedrichs des Großen Eingriffe in die Wirtschaft eher auf die Reformbedürftigkeit Preußens aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Schwäche nach dem 7- jährigen Krieg, als auf aufgeklärte Ideen hin. Die Nachkriegsjahre brachten dem Agrarstaat eine schwere soziale und ökonomische Krise56.

Friedrich II. schuf zwar ein einheitliches Zollgebiet, förderte die Betriebsgründungen mit finanziellen Anreizen und schaffte Steuerprivilegien ab, aber letztendlich verlor man durch Monopolerteilungen und andere Bevormundungen durch den Staat im gewerblichen Sektor im internationalen Wettbewerb während seiner Regierungszeit immer mehr an Boden57. Im Gegensatz dazu findet sich die wohl beste Möglichkeit zu zeigen, inwiefern Friedrich der Große aufgeklärte Inhalte in seine Staatstheorie hat einfließen lassen, im Justizwesen, genauer gesagt in dem 1780 verabschiedeten und 1794 endgültig in Kraft getretenen ,,Allgemeinen Landrecht für die preußischen Staaten". Es gilt als das bedeutendste Werk des Reformabsolutismus Europas, auch wenn es noch nicht die Grundlage für einen Rechtsstaat bildete58.

Wie bereits erwähnt basierte Friedrichs des Großen Staatsauffassung auf dem Gesellschaftsvertrag. Insofern stellte dieses Rechtswerk seine Leistung für die Erfüllung dieses Vertrages, in Form der Aufrechterhaltung der Gesetze, Sitten und der Verteidigung gegen Feinde, dar59. Schon in jungen Jahren beschäftigte sich Friedrich mit dem Begriff des Rechtes und dessen Gestalt in seinem zukünftigem Königreich. Dabei wurde er maßgeblich von Montesquieu, Wolff und Voltaire beeinflusst, aber als Montesquieus ,,De L`Esprit des Lois" erschien, erkannte der Monarch die ungeheuren Ausmaße dieses Werkes nicht, bzw. war später nicht in der Lage diese in allen Einzelheiten, wie z.B. der Gewaltenteilung durchzuführen60.

In erster Linie versuchte das ,,Allgemeine Preußische Landrecht" das Ideal der Humanität sowie Ansätze, die Tugend zu fördern, zu beinhalten. Ein Ansatzpunkt in dieser Richtung war die Verfeinerung der Angemessenheit von Vergehen und Bestrafung und der sparsamere Umgang mit der Vollstreckung der Todesstrafe. Die Herrschaftssicherung wird durch milde und gerechte Gesetze garantiert. Dadurch wird ein Vertrauensvorschuss des Volkes erreicht. In politischer Hinsicht wurden die Privilegien und Tabus des Adels so festgesetzt, um diesen Stand, wie in der absolutistischen Staatsform üblich, weiter einzuschränken, auch wenn dadurch die Ziele der Aufklärung an manchen Stellen der Staatsraison weichen mussten61.

Die Rechtsreformen waren ferner dahingehend ausgelegt, dass jegliche Willkür der Rechtsprechung unterbunden wurde und Gleichheit vor dem Gesetz herrschte. Ferner sollte es für jeden erdenklichen Fall eine klare Entscheidungsfindung geben62.

Der Journalismus erfuhr einen enormen Aufschwung, da Friedrich der Große die freie Meinungsäußerung und später auch die Pressefreiheit gestattete. Beinahe revolutionär war seine Aufforderung an die Journalisten, am Entwurf des eben erwähnten ,,Allgemeinen Gesetzbuches für die preußischen Staaten" Kritik zu üben und Verbesserungsvorschläge einzubringen63.

Ein weiteres und letztes hier zu behandelndes Ziel friderizianischer Reformansätze findet sich im Felde der Sozialreformen: Die zumindest teilweise Befreiung der Bauern von der Leibeigenschaft64.

Friedrichs des Großen Bemühungen begannen im Jahre 1748, doch auch hier erreichte der König wegen des Widerstandes der Junker nicht den gewünschten Erfolg. Es war Friedrichs des Großen Ziel gewesen, die abzuleistenden Frondiensttage auf drei, maximal vier statt bisher sechs zu begrenzen.

Aus Gründen der staatspolitischen Erwägungen konnte er die Grund- und Ortsherrschaft des Adels in dieser Beziehung nicht einschränken. Schließlich stellte dieser Stand die Offiziere für seine Armee. Lediglich auf den 25 % der Bodenfläche Preußens ausmachenden Gütern der Krone gelang ihm die Durchsetzung der gewünschten Beschränkung.

Absolut humanem Ursprung jedoch ist die Verordnung, das Verbot der Prügelstrafe eines Gutsbesitzers gegen seinen Bauern unter Vollstreckung von Festungshaft für den prügelnden Adeligen. Des weiteren konnte jedem Bauern, der von seinem Gutsherren dennoch geschlagen wurde und an einem anderen Ort die Aussicht auf ein besseres Stück Land oder die Perspektive in den Staatsdienst zu treten hatte, der Weggang nicht verweigert werden65.

3. Schlussbetrachtung und Fazit - Versuch einer Bewertung

Friedrich der Große stellte mit seinen aufgeklärten Ideen, die er, soweit es ihm unter Berücksichtigung der Staatsraison möglich war, in die Regierungsgeschäfte einbrachte zunächst eine Ausnahmeerscheinung innerhalb der europäischen Fürstenhäuser dar, die die Philosophen der Aufklärung hoffen ließ, dass ihre Ideale durch staatliche Förderung weite Verbreitung in den Köpfen der Menschen finden würden.

Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass sich Friedrich der Große in einem Spannungsverhältnis von seiner angestrebten Theorie und der nötigen Praxis der Staatsführung befand. Der ,,Staatsmann aus Pflicht und Philosoph aus Neigung"66 sah keineswegs eine zwingend notwendige Verquickung von aufgeklärter Philosophie und Staatspraxis. Dennoch ging er vom Standpunkt der Selbstaufklärung einen Schritt weiter und verstand es, die Ziele der Aufklärung als probates Mittel im Sinne der preußischen Politik zu nutzen.

Sein oberster Grundgedanke war, dass die Sicherung der Staatsinteressen die Förderung des Gemeinwohls zur Folge hatte. Allerdings ließ sich dies nur durch die Unterordnung der persönlichen Interessen unter die staatlichen, welche vom Monarchen, und zwar ausschließlich von diesem, in die Wege geleitet wurden, erreichen. Insgesamt hielt Friedrich der Große am absolutistischen Staatssystem fest, führte aber zahlreiche Reformen durch, die ihrem Wesen nach aufgeklärt waren und dem Erhalt der Herrschaft insofern dienten, als dass sie auch den Interessen der Bürger entsprachen. Auch, wenn dies größtenteils nur in indirekter Weise geschah und in jedem Fall der Staatsraison, sofern dieses Interesse nicht selbst Staatsraison war, zu weichen hatte.

Aus seiner Erkenntnis, dass nur ein sehr geringer Teil seiner Untertanen überhaupt fähig war, aufgeklärt zu werden, entwickelte er im Laufe der Zeit ein pessimistisches, menschenverachtendes Bild seiner Untertanen. Die Ideale der Aufklärung entsprechend der theoretischen Denkansätze durchzusetzen, hätte, selbst bei einer vollkommenen Vereinbarkeit mit der Staatsraison, aus seiner Sicht kaum Aussicht auf Erfolg gehabt. Daher blieb es auch bei der, in die Köpfe der Menschen von ihrem Sinn her nicht durchgedrungenen, und daher nicht wirklich praktizierten, Religionstoleranz.

Friedrich II. versuchte mit Hilfe des aufgeklärten Absolutismus in Preußen ein starkes Bürgertum und ein selbstbewusstes Bauerntum zu schaffen. Jedoch musste er sich den alten Eliten in manchen Punkten, wie etwa dem der Bauerbefreiung von der Leibeigenschaft, geschlagen geben. Diese waren eher an der Aufrechterhaltung des Status quo als an neuen Initiativen interessiert. Friedrich der Große akzeptierte ihre Forderungen aus dem realpolitischen Wissen heraus, dass er unbedingt auf die Unterstützung dieses Standes angewiesen war.

Nichtsdestoweniger bemühte er sich um einen Ausgleich zwischen den Ständen. Sein sich im ,,Allgemeinen Landrecht für die preußischen Länder" abzeichnendes Bestreben, Ungleichheit der Geburt nicht auch Ungerechtigkeit vor den Gesetzen werden zu lassen ist sowohl humanem als auch zweckmäßigem Ursprungs. Es beinhaltete so etwas wie den Begriff Menschlichkeit und zeichnet sich durch die höheren Staatszwecke, den Bürgern Gerechtigkeit zu geben und somit das allgemeine Wohl zu fördern gleichermaßen aus.

Friedrich der Große setzte sich ungeheuer intensiv und vehement für sein Staatsvolk ein und sah sich selber nicht mehr, wie es frühere Herrscher taten, als Außenstehender. Er sah sich stattdessen selbst als einen integrierten Teil des ganzen Gebildes Preußen, in dem er genau die gleichen Pflichten, nämlich die Erfüllung seines Teiles des Gesellschaftsvertrages, hatte wie jeder andere auch. Auch wenn er sich öffentliche Kritik an seiner Person strengstens verbot, regte er doch bei seinen Bürgern die öffentliche Diskussion und Reflexion über die Zukunft des Staatswesens an.

Insgesamt gesehen gelang es Friedrich dem Großen zwar nicht, alle Ziele der Aufklärung vollständig in die Tat umsetzen. Aber er schuf mit seiner Reformtätigkeit die nötigen Voraussetzungen dafür, dass im Preußen nach seiner Zeit bestimmte gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen in Gang kamen. Sie dienten nach der Überwindung Napoleons u.a. als Basis für Stein und Hardenberg, die beiden Reformer des preußischen Staates.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis:

Friedrich der Große: Der Antimachiavell; aus dem Französischen von Friedrich v. OppelnBronikowski, Jena 1922.

Birtsch, Günter: Friedrich der Große und die Aufklärung, in: Hauser, Oswald (Hg.): Friedrich der Große in seiner Zeit, Köln u.a. 1987, S. 31-46.

Birtsch, Günter: Der preußische Staat unter dem Reformabsolutismus Friedrichs II., seine Verwaltung und Rechtsverfassung, in: Greiffenhagen, Martin (Hg.): Friedrich der Große: Herrscher zwischen Tradition und Fortschritt, Gütersloh 1985, S. 131-138.

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[...]


1 Schneiders, Werner: Das Zeitalter der Aufklärung, München 1997. Vorländer, Karl: Philosophie der Neuzeit; Die Aufklärung; Geschichte der Philosophie V, Reinbek bei Hamburg 1967. Kopper, Joachim: Einführung in die Philosophie der Aufklärung; Die theoretischen Grundlagen, Darmstadt 1979.

2 Schneiders, Werner: Das Zeitalter der Aufklärung, München 1997, S. 16.

3 Vorländer, Karl: Philosophie der Neuzeit; Die Aufklärung; Geschichte der Philosophie V, Reinbek bei Hamburg 1967, S. 8 f.

4 Schneiders: Das Zeitalter der Aufklärung, S. 7.

5 Ebenda: S. 17 ff.

6 Kopper, Joachim: Einführung in die Philosophie der Aufklärung; Die theoretischen Grundlagen, Darmstadt 1979, S. 3 f.

7 Vorländer: Philosophie der Neuzeit, S. 8 f.

8 Kant, Immanuel: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, Königsberg 1783. U.a. abgedruckt in Vorländer: Philosophie der Neuzeit, S. 246 ff.

9 Vorländer: Philosophie der Neuzeit, Inhaltsverzeichnis.

10 Lorenz, Stefan: Friedrich der Große und der Bellerophon der Philosophie; Bemerkungen zum ,,Roi Philosophe" und Pierre Bayle, in: Hauser, Oswald (Hg.): Friedrich der Große in seiner Zeit, Köln u.a. 1987, S. 75 f.

11 Vorländer: Philosophie der Neuzeit: S. 16 ff.

12 Ebenda: S. 36-38.

13 Lorenz: Friedrich der Große und der Bellerophon der Philosophie, S. 77.

14 Ebenda: S. 76.

15 Vorländer: Philosophie der Neuzeit, S.46 f.

16 Ebenda: S. 47-49.

17 Ebenda: S. 68-73.

18 Fontius, Martin: Der Ort des ,,Roi Philosophe" in der Aufklärung, in: ders.: Friedrich II. und die europäische Aufklärung, Berlin 1999, S. 15.

19 Orieux, Jean: Das Leben des Voltaire ; Aus dem Französischen von Julia Kirchner, BadenBaden 1985, S. 8.

20 Pleschinski, Hans (Hg.): Voltaire - Friedrich der Große; Briefwechsel, München 1994, S. 6.

21 Noyes, Alfred: Voltaire; Dichter-Historiker-Philosoph; Deutsche Übersetzung von Wolfgang Rüttenauer, München 1976, S. 149.

22 Vorländer: Philosophie der Neuzeit, S. 49-52.

23 Hainz, Otto: Peter der Große, Friedrich der Große und Voltaire; Zur Entstehungsgeschichte von Voltaires ,, Histoire de l´empire de Russie sous Pierre le Grand", in: Abhandlungen der Geistes-und Sozialwissenschaftlichen Klasse, Mainz Jahrgang 1961, Nr. 1, S. 537 f.

24 Möller, Horst: Die philosophische Tafelrunde von Sanssouci: Friedrich II. als Aufklärer unter Aufklärern, in: Greiffenhagen, Martin (Hg.): Friedrich der Große: Herrscher zwischen Tradition und Fortschritt, Gütersloh 1985, S. 169 ff.

25 Venohr, Wolfgang: Friedericus Rex; Friedrich der Große - Portrait einer Doppelnatur, Bergisch-Gladbach 1985, S. 211 ff.; vgl.: Orieux, Jean: Das Leben des Voltaire, S. 452 f., sowie: Haintz: Peter der Große, S. 538 f.

26 Zu den Angriffen auf Maupertuis siehe: Noyes: Voltaire, S. 254-270 und Winter, Eduard: Voltaire und L. Euler, in: Brockmeier, Peter; Desné, Roland; Voss, Jürgen (Hgg.): Voltaire und Deutschland; Quellen und Untersuchungen zur Rezeption der französischen Aufklärung; Internationales Kolloquium der Universität Mannheim zum 200. Todestag Voltaires, Stuttgart 1979, S. 119-121.

27 Zitiert nach: Orieux: Das Leben des Voltaire, S 466.

28 Haintz: Peter der Große, S. 538 f.

29 Runset, Uta van: Form und Funktion des literarischen Portraits um Friedrich den Großen und Voltaire, in: Brockmeier, Peter, u.a.: Voltaire und Deutschland, S. 299 ff.

30 Haintz: Peter der Große, S. 539 f., sowie Pleschinsky, Hans: Voltaire - Friedrich der Große; Briefwechsel.

31 Haintz: Peter der Große, S. 540 f.

32 Zitiert nach: Pleschinsky: Briefwechsel, S. 8.

33 Muhlack, Ulrich: Geschichte und Geschichtsschreibung bei Voltaire und Friedrich dem Großen, in: Kunisch, Johannes (Hg.): Persönlichkeiten im Umkreis Friedrichs des Großen, Köln u.a. 1988, S. 51 f.

34 Orieux: Das Leben des Voltaire, S. 435.

35 Duchhardt, Heinz: Das Zeitalter des Absolutismus, in: Bleiken, Jochen; Gall, Lothar; Jakobs,Hermann (Hg.): Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Band 11, München 1992, 2. Auflage, S.36 f.

36 Liebel, Helen: Der aufgeklärte Absolutismus und die Gesellschaftskrise in Deutschland im 18. Jahrhundert, in: Hubartsch, Walter (Hg.): Absolutismus, Darmstadt 1973, S. 489.

37 Duchhardt, Heinz: Das Zeitalter des Absolutismus, S. 37 ff.

38 Vierhaus, Rolf: Friedrich II. als Staatsmann und Monarch des aufgeklärten Absolutismus, in: Greiffenhagen, Martin (Hg.): Friedrich der Große, S. 125.

39 Hartung, Fritz: Der aufgeklärte Absolutismus, in: Aretin, Karl Ottmar Freiherr von: Der aufgeklärte Absolutismus, Gütersloh 1974, S. 57 f.

40 Ebenda: S. 62.

41 Nürnberger, Richard: Friedrich der Große als Staatsmann, in: Hauser, Oswald (Hg.): Friedrich der Große in seiner Zeit, Köln u.a. 1987, S. 96; 100.

42 Vierhaus: Staatsverständnis und Staatspraxis Friedrichs II. von Preußen, in: Kunisch, Johannes: Analecta Fridericiana, Berlin 1987, S. 81.

43 Vierhaus, Rolf: Friedrich II. als Staatsmann und Monarch, S. 126 ff.

44 der ,,Antimachiavell" Friedrichs des Großen ist u.a. in der 1922 in Jena von Friedrich von Oppeln-Bronikowski aus dem Französischen übersetzten Fassung abgedruckt.

45 Vierhaus: Staatsverständnis und Staatspraxis, S. 77-80.

46 Venohr: Fridericus Rex, S. 187.

47 Vierhaus: Friedrich II. als Staatsmann und Monarch, S. 129.

48 Venohr: Fridericus Rex, Einband.

49 Gooch: Friedrich der Große, S. 143.

50 Krockow, Christian Graf von: Toleranz in Brandenburg-Preußen vom Großen Kurfürsten bis Friedrich II., in:Greiffenhagen, Martin (Hg.): Friedrich der Große, S. 158 ff.

51 Borries, Achim von: Die Rolle der Juden und ihre Existenzberechtigung unter Friedrich II., in: Greiffenhagen, Martin: Friedrich der Große, S. 163 ff.

52 Zitiert nach: Jeismann, Karl-Ernst: Friedrich der Große und das Bildungssystem im Staat des aufgeklärten Absolutismus, in: Kunisch, Johannes (Hg.): Analecta Fridericiana, Berlin 1987, S. 94 ff.

53 Hartung: Der aufgeklärte Absolutismus, S. 64 f.

54 Duchhardt, Heinz: Das Zeitalter des Absolutismus, S. 130,

55 Liebel: Der aufgeklärte Absolutismus, S. 510.

56 Ebenda: S. 492.

57 Duchhardt, Heinz: Das Zeitalter des Absolutismus, S. 129 f.

58 Birtsch, Günter: Der preußische Staat unter dem Reformabsolutismus Friedrichs II., seine Verwaltung und Rechtsverfassung, in: Greiffenhagen, Martin (Hg.): Friedrich der Große: Herrscher zwischen Tradition und Fortschritt, Gütersloh 1985, S. 137.

59 Ogris, Werner: Friedrich und das Recht; in: Hauser, Oswald (Hg.) Friedrich der Große in seiner Zeit, Köln, u.a. 1987, S. 60 f.

60 Ebenda: S. 56.

61 Ebenda: S. 65 f.

62 Weber, Peter: Das Allgemeine Gesetzbuch - ein Corpus Juris Fridericianum ?, in Fontius, Martin (Hg.): Friedrich II. und die europäische Aufklärung, Berlin 1999, S. 105.

63 Durchhardt, Heinz: Das Zeitalter des Absolutismus, S. 130 f.

64 Ebenda: S. 128.

65 Venohr. Friedericus Rex, S. 190 ff.

66 Birtsch, Günter: Friedrich der Große und die Aufklärung, in: Hauser, Oswald (Hg.): Friedrich der Große in seiner Zeit, Köln u.a. 1987, S. 32 ff.

22 von 22 Seiten

Details

Titel
Friedrich II. (der Große) und die Aufklärung
Note
1,3
Autor
Jahr
2000
Seiten
22
Katalognummer
V99574
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Friedrich II. - in vielerlei, vor allem in militärischer, aber auch geistiger Hinsicht ein "großer" König. Ein von der Aufklärung ergriffener und selbst auch aufgeklärter Monarch ohne Zweifel. Wie aber stand der preußische König in der Praxis zur Umsetzung dieser von ihm theoretisch so geliebten Idealen ?
Schlagworte
Friedrich, Große), Aufklärung
Arbeit zitieren
Tobias Meyer (Autor), 2000, Friedrich II. (der Große) und die Aufklärung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/99574

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