Was dich erwartet:
Das Wichtigste vorweg
- Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 jährlich für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres vergeben.
- Eine unabhängige siebenköpfige Jury wählt zunächst 20 Titel für die Longlist und anschließend sechs Romane für die Shortlist aus.
- Autor:innen können sich nicht selbst bewerben – die Romane werden von Verlagen eingereicht.
- Der oder die Gewinner:in erhält 25.000 Euro, die fünf weiteren Shortlist-Autor:innen jeweils 2.500 Euro.
- Die Preisverleihung findet jedes Jahr im Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt.
Zur Geschichte des Deutschen Buchpreises
Der Deutsche Buchpreis gehört zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Seit 2005 wird er jährlich von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Ausgezeichnet wird jeweils der beste deutschsprachige Roman des Jahres. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für deutschsprachige Literatur zu erhöhen, Autor:innen eine größere Öffentlichkeit zu verschaffen und das Lesen zu fördern.
Als Vorbilder für den Deutschen Buchpreis dienten international bekannte Literaturauszeichnungen wie der französische Prix Goncourt und der britische Booker Prize. Mit einem vergleichbaren Preis sollte auch im deutschsprachigen Raum ein literarisches Ereignis geschaffen werden, das weit über die Buchbranche hinaus Interesse weckt.
Der erste Deutsche Buchpreis wurde 2005 an den österreichischen Schriftsteller Arno Geiger für seinen Roman „Es geht uns gut“ verliehen. Seitdem wurden zahlreiche bekannte Autor:innen ausgezeichnet, darunter Julia Franck, Saša Stanišić, Kim de l’Horizon und Martina Hefter. Im Laufe der Jahre hat sich der Deutsche Buchpreis zu einer festen Größe in der Literaturszene entwickelt.
Unterstützt wird der Deutsche Buchpreis unter anderem von der Deutschen Bank Stiftung, die seit 2014 als Hauptförderer beteiligt ist. Neben der eigentlichen Preisvergabe tragen Lesungen und weitere Veranstaltungen dazu bei, die nominierten Autor:innen und ihre Bücher einem breiten Publikum vorzustellen.
Die Auswahl und Nominierung der Bücher
Das Auswahlverfahren beginnt bereits mehrere Monate vor der eigentlichen Preisverleihung. Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können jeweils bis zu zwei Romane aus ihrem aktuellen oder geplanten Programm für den Deutschen Buchpreis einreichen. Voraussetzung ist unter anderem, dass es sich um deutschsprachige Originalausgaben handelt, die innerhalb des festgelegten Veröffentlichungszeitraums erscheinen. Auch Manuskripte von Büchern, die sich noch in der Produktion befinden, dürfen eingereicht werden. Eine direkte Bewerbung durch Autor:innen ist dagegen nicht möglich.
Für die Auswahl ist eine unabhängige, siebenköpfige Jury verantwortlich, deren Mitglieder jedes Jahr neu bestimmt werden. Sie wird von der Akademie Deutscher Buchpreis berufen und setzt sich aus Expert:innen der Literatur- und Medienbranche zusammen.
Die Auswahl erfolgt in drei Schritten:
- Die Longlist: Zunächst prüft die Jury alle eingereichten Romane und kann zusätzliche Titel anfordern. Im August werden 20 Bücher ausgewählt, die auf der sogenannten Longlist stehen.
- Die Shortlist: Im September reduziert die Jury diese Auswahl auf sechs Romane. Die Autor:innen dieser Bücher stehen im Finale und haben die Chance, den Deutschen Buchpreis zu gewinnen.
- Die Entscheidung: Aus den sechs nominierten Romanen bestimmt die Jury schließlich den Roman des Jahres. Wer gewonnen hat, wird erst am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben.
Schon die Veröffentlichung der Longlist und Shortlist sorgt jedes Jahr für Gesprächsstoff. Literaturkritiker:innen diskutieren über die Auswahl, Buchhandlungen präsentieren die nominierten Titel und Leser:innen können ihre persönlichen Favoriten und neuen Lesestoff entdecken.
Dabei zeigt sich immer wieder, wie vielfältig die deutschsprachige Gegenwartsliteratur ist. Ob Familiengeschichten, historische Romane, gesellschaftskritische Erzählungen oder experimentelle Literatur – die nominierten Bücher beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Themen und zeichnen sich durch vielfältige literarische Ausdrucksformen aus.
Die Preisverleihung
Der Höhepunkt des Deutschen Buchpreises ist die feierliche Preisverleihung, die jedes Jahr im Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse stattfindet. Veranstaltungsort ist der Kaisersaal des Frankfurter Römers. Bis zum Schluss bleibt spannend, wer die begehrte Auszeichnung erhält. Denn selbst die sechs Finalist:innen erfahren erst während der Veranstaltung, welcher Roman die Jury am meisten überzeugt hat.
Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Der oder die Gewinner:in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die fünf weiteren Autor:innen der Shortlist werden mit jeweils 2.500 Euro ausgezeichnet. Doch neben dem Preisgeld ist es vor allem die öffentliche Aufmerksamkeit, die den Deutschen Buchpreis so bedeutend macht. Die ausgezeichneten Romane stehen häufig im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung, werden in Buchhandlungen besonders präsentiert und erreichen dadurch möglicherweise auch Leser:innen, die sie sonst nicht entdeckt hätten.
Die Preisverleihung markiert jedoch nicht nur den Abschluss eines mehrmonatigen Auswahlverfahrens. Sie ist gleichzeitig ein wichtiger Auftakt für die Frankfurter Buchmesse und rückt die deutschsprachige Literatur in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Der Deutsche Buchpreis zeigt damit jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig und lebendig die Literaturlandschaft ist. Und auch wenn am Ende nur ein Roman die Auszeichnung erhält, profitieren viele der nominierten Bücher von der Aufmerksamkeit. Für Leser:innen ist die Auswahl außerdem eine tolle Gelegenheit, neue Lieblingsautor:innen zu entdecken und über den eigenen literarischen Tellerrand hinauszuschauen.
Häufige Fragen zum Thema:
Der Deutsche Buchpreis ist eine der wichtigsten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Seit 2005 wird damit jedes Jahr ein herausragender deutschsprachiger Roman ausgezeichnet. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für deutschsprachige Literatur zu stärken und das Lesen zu fördern.
Eine unabhängige Jury aus sieben Literaturexpert:innen entscheidet, welcher Roman den Deutschen Buchpreis erhält. Die Jury wird jedes Jahr neu zusammengestellt und bewertet die eingereichten Bücher in einem mehrstufigen Auswahlverfahren.
Die Longlist umfasst 20 Romane, die für den Deutschen Buchpreis nominiert werden. Aus diesen wählt die Jury anschließend sechs Titel für die Shortlist aus. Diese sechs Bücher stehen im Finale und haben die Chance auf die Auszeichnung.
Nein, eine direkte Bewerbung ist nicht möglich. Nur teilnahmeberechtigte Verlage können Romane für den Deutschen Buchpreis einreichen. Pro Verlag dürfen maximal zwei Titel angemeldet werden.
Insgesamt ist der Deutsche Buchpreis mit 37.500 Euro dotiert. Der oder die Gewinner:in erhält 25.000 Euro. Die fünf weiteren Autor:innen der Shortlist bekommen jeweils 2.500 Euro.
Die Preisverleihung findet jedes Jahr im Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Dort wird bekannt gegeben, welcher Roman die Jury überzeugt hat.
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