FACHHOCHSCHULE HEIDELBERG
Staatlich anerkannte Fachhochschule
der SRH-Gruppe
Studienarbeit
Thema:
Ethik im Wandel
Vorgelegt von: Reinhard Bracke
Heidelberg, den 14.04.2002
1. Einführung 3
2. Transzendentale Motivationen 44
a. Die religiöse Motivation 4
b. Die eudämonistische Motivation 5
c. Die axiologische Motivation 6
d. Die deontologische Motivation 6
3. Subjektive Motivationen 7
a. Die rationale Motivation 7
b. Die voluntative Motivation 8
c. Die emotivistische Motivation 8
d. Die personale Motivation 9
4. Objektive Motivationen 9
a. Die soziale Motivation 9
b. Die institutionelle Motivation 10
c. Die geschichtliche Motivation 11
5. Ethik im Wandel 13
6. Schlussbemerkung 15
Literaturverzeichnis
1. Einführung
Der Begriff stammt aus dem Griechischen, wurde erstmals von Aristoteles verwendet und bedeutete zunächst die geltende Lebensordnung innerhalb einer Menschengruppe. Sie kann im allgemeinen Sinn als die Wissenschaft vom Sittlichen verstanden werden, als Darstellung des Gemeinbewusstseins. Vom griechischen Wortstamm her betrachtet hat Ethik seine Bestimmtheit vom Gewohnten, Althergebrachten, also der Sitte zu tun. Ebenso ist in dem griechischen Wortstamm eine Geschichtlichkeit zu erkennen, die einen ganz deutlichen Bezug, zur Zeit und der damit verbunden Veränderung durch die Zeit herstellt (vgl. Schrey, 1977, S15). Der Begriff ,,Moral", abgeleitet vom lateinischen Wort mores (Sitte), ist die lateinische Übersetzung des griechischen Wortes Ethik und hat eher deskriptiven, also beschreibenden Charakter und stellt ein vorhandenes Verhalten fest, während das Wort Ethik den präskriptiven (vorschreibenden) Aspekt betont und die den Gegebenheiten mehr oder weniger fremd gegenüberstehende Sollnorm aufrichtet.
Der Begriff der Sittenlehre (philosophia moralis) wird seit dem 18. Jahrhundert verwendet ebenso wie der Begriff der Lehre von den Pflichten (vgl. Schrey, 1977, S18). Vielfach wird Ethik als Motivationslehre verstanden, wobei die Frage nach der Antriebskraft aus theologischer oder philosophischer Richtung unbeantwortet bleibt. Ethik aus der Sicht der Motivationslehre lässt sich in drei große Bereiche unterteilen, die ihre Definition durch die Richtung aus der die Antriebskraft erfolgt, hergeleitet wird. Diese drei Teilbereicht sind die Transzendentale Motivation, die Subjektive Motivation und die Objektive Motivation.
In der weiteren Ausführung werde ich darzustellen versuchen, dass zwischen den unterschiedlichen Motivationen Konflikte auftauchen. Ich möchte des weiteren ausführen, dass das Gebiet der Ethik keine Antworten über Gut und Böse liefert und uns sehr wenig Verhaltensmethoden liefert um in Konfliktsituationen ,,richtig" zu reagieren. Vielmehr soll aufgezeigt werden, dass gerade die Unterschiede in der individuellen, postmodernen Gesellschaft vermehrt ethisches Denken fordern und die Notwendigkeit zeigt, wie der Weg der Entscheidungsfindung beschritten wird, und uns keine Entscheidungshilfen zur Definition von Gut und Böse, Richtig oder Falsch und Wertvoll oder Wertlos liefert. Des weiteren werde ich ausführen, dass bei eingehender Untersuchung der ethischen Standpunkte eine Entscheidung über richtiges Verhalten nicht leichter gemacht wird. Vielmehr werde ich darlegen, dass bei genauerem Hinschauen, und Abwägen der einzelnen Beweggründe eine Entscheidung eher schwerer fällt, weil sich zum ersten unterschiedliche Interessen darstellen, die es zu berücksichtigen gibt, des weiteren sind wir immer öfter gefordert, ein größer werdendes Konglomerat an multikultureller Vielfalt zu verwalten und zu entwirren, nicht zuletzt steht der Sozialarbeiter immer öfter vor der Aufgabe zwischen wirtschaftlich vertretbarem Handeln und sozialer Verantwortung zu entscheiden.
In meinen weiteren Ausführungen werde ich versuchen die einzelnen Motivationen gegeneinander abzugrenzen, geschichtliche und kulturelle Hintergründe zu erleuchten und Konfliktpotentiale zu beschreiben. Zum anderen werde ich mich bemühen, die Bedingtheit der geschichtlichen Veränderung der Ethik aufzuzeigen.
2. Transzendentale Motivationen
Unter dem Begriff der transzendentalen Motivationen fasse ich alle Motivationsreihen zusammen die im weiteren Sinne nicht nur religiös sind sondern auch alle Beweggründe, die sich auf ,,Höheres" (Gott, das Sein, der Wert, das Glück, etc.) beziehen.
a. Die religiöse Motivation
[...]
Literaturverzeichnis
Schrey. H. Einführung in die Ethik; Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstatt. 1997
Winterhagen, Eberhard, Die vergessene Pflicht, 1998, Siegen
Arbeit zitieren:
Reinhard Bracke, 2002, Ethik im Wandel, München, GRIN Verlag GmbH
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