riesige Kugel aus reinem Eisen. Sie wächst ständig weiter, weil sich
Eisen aus dem flüssigen Teil anlagert und fest wird.
einer Temperatur von 4000° - 5000°. Der Druck von über lässt dies zu. Dabei wird ständig Wärme frei, die der Ursacher für die Konvektionsströme sein könnte. Der Kern ist ein sehr guter Wärmeleiter.
· Mantel/Kruste: Im Gegensatz zum Kern, ist das Material des Mantels kein guter
für die Litosphäre, die feste Schale der Erde aus kontinentaler Kruste (25 - 70 km dick) und ozeanischer Kruste (6 km dick).
Der Druck der verschiedenen Schichten steigt von der kontinentalen Kruste (2,8) über die ozeanische Kruste (3,0) bis zum inneren Kern (3600) stark an. Das gleiche ist bei der Temperatur und der Dichte zu beobachten. Die geotermische Tiefenstufe ist die Zahl der Meter in der die Temperatur in - die Tiefe gesehen - um ein Grad zunimmt.
Entstehung der Kontinente:
Früh fiel es auf, dass die Küstenlinien von Südamerika und Afrika gut ineinander passen. Im Jahre 1912 kam dem deutschen Wissenschaftler Alfred Wegener die Idee der Kontinentalverschiebung. Wegener nahm an, dass bis vor etwa 300 Millionen Jahren ein einziger Urkontinent (Godwanaland) bestand, welcher dann in mehreren Phasen auseinander brach. Wegener nahm zur Begründung seiner Theorie vor allem Erkenntnisse aus anderen Wissenschaften zur Hilfe, wie zum Beispiel die Fossilengleichheit auf beiden Seiten der Ozeane. Erst die intensive Erkundung des Meeresboden (Jaques Cousteau) hat wesentliche Punkte Wegeners “belächelten” Theorie bestätigt. Neue Forschungen basierend auf Wegeners Theorie führten zur Entwicklung einer neuen Idee:
Der Plattentektonik! Diese Theorie kann die vielen tektonischen Vorgänge (Tektonik = Lehre vom Bau und von der Bewegung der Erdkruste), wie Erdbeben und Vulkanismus erklären. Sie geht davon aus, dass die dünne ozeanische Schicht und die mächtigere kontinentale Kruste zusammen mit dem obersten Teil des Erdmantels bis zu etwa 100 km Tiefe eine starre Einheit, die Litosphäre, bilden. Die Kruste ist aus zahlreichen Platten aufgebaut, die sich auf den halbplastischen Schichten des Erdmantels langsam bewegen können. Der Motor für diese Bewegung wird in den Konvektionsströmen gesehen. An den Plattengrenzen spielen sich alle wesentlichen Vorgänge der Dynamik der Erde ab. Es gibt drei Arten von Plattengrenzen:
· konstruktive Plattengrenzen: Die Plattengrenzen bewegen sich voneinander weg.
beobachten ist dies am mittelozeanischen Rücken. es handelt sich dabei um ein riesiges untermeerisches Gebirge, das sich vom europ. Nordmeer bis in den Südatlantik erstreckt. Im Scheitelpunkt des Gebirges stellte man
aufgewölbten überdurchschnittlich abgegeben (Gesteine mit Wärmefluß). Die zentralen Teile der Rücken sind aus Vulkaniten (schnell erkalteter Magma). Das Alter
dieser Vulkanite ist im Scheitelpunkt am geringsten und gegen die Kontinente am höchsten. Wie ist das zu deuten? Ständig aus der Tiefe des Ozeanbodens Magma wird angeschweißt und vergrößert so die beiderseits des Scheitels liegenden Platten. Dadurch entfernen sich die Kontinente als Teile der
Wichtiger Beweis für waren geomagnetische Messungen, Abkühlen von die magnetisierbaren Materialien nach dem magnetischen Feld der Erde, das sich oft verändert, ausrichten. Dadurch ergibt sich eine Spiegelachse. Die Geschwindigkeit des Auseinderdriftens der Platten beträgt im Atlantik zum Beispiel 5 cm pro Jahr.
· destruktive Plattengrenzen: Die Platten bewegen sich aufeinander zu. Es muß einen
denen ausgedehnt Tiefseegräben vorgelagert sind.
Außerdem zählen sie Subduktionszonen zu den vulkanisch und seismisch aktivsten Bereichen der Welt. Man nimmt an, dass beim Zusammenstoß von Platten die spezifisch schwerere (meist ozeanische) schräg in die Tiefe gedrängt wird. Das abtauchende Material gelangt in den Tiefen unter im höheren Druck und höheren Temperaturen. Es schmilzt.
Ein oben kommen Gebiet). Die Subduktion Faltengebirge. Die Kollisionsvorgänge führten dazu, dass Gesteinspakete oder Sedimentschichten zusammengedrückt, gefaltet und übereinander geschoben und als neu entstandenes Gebirge dem Kontinent angefügt wurden.
· konservative Plattengrenzen: Die Platten bewegen sich aneinander vorbei. Diese
Horizontalverschiebungen (transform faults) findet man vor allem im Bereich des ozeanischen Rückens. Sie bieten günstige Voraussetzungen für Erdbeben, denn die Bewegung der aneinander vorbeigleitenden Platten ist nicht fließend und gleichmäßig, sondern wegen Reibungswiderständen ruckartig.
Manche Sachen sind aber durch diese Plattentektonik nicht zu erklären. Auf Hawaii treten Vulkane nicht an Plattengrenzen auf, sondern nahezu in der Mitte einen Platte. Dies versucht man durch eine festliegende hot-spots Reihe zu erklären. Dies ist ein aus dem Mantel aufsteigender Konvektionsstrom. Er brennt sich durch die Erdkruste hindurch und lässt so gewaltige Vulkane entstehen.
Vulkanismus:
Vulkane sind sehr vielfältig, dies erklärt sich durch den Unterschied in der Art der Eruption und der Förderung. Von besonderer Bedeutung ist vor allem auch der Chemismus der Lava.
· roter Vulkanismus:
Die basischen Laven, die zwischen 40 % und 52 % Kieselsäure
(Deckenergüsse). Nach dem Erstarren bilden sie entweder flache, weitflächige Schildvulkane oder, wenn in Spaltensystemen auftretend, weit gespannte Lavadecken. Sie sind effusiv, es kommt also nur Lava heraus.
· grauer Vulkanismus: Die sauren Laven (bis zu 80 % Kieselsäure) treten mit ca. 800°
Lava. Eine Sonderform dieses Vulkanismus ist der weiße Bimsstein, der sich beim Erkalten des sauren Magma bildet.
Bei den meisten Vulkanen ist die Aschenförderung deutlich höher als die Lavaförderung. Vulkanische Asche entsteht, indem die aus der Schmelze frei werdenden Gase Lava zerspratzen und mit in die Luft reißen. Bei dieser Luftreise erstarren dann die Lavatröpfchen und -fetzen zu staubartiger Asche. Erbsen- bis walnussgroße Teile heißen Lapilli; noch größere nennt man Bomben. Bei Schichtvulkanen ist häufig der Gipfel durch Explosionen weggesprengt oder durch Nachstürzen nach innen zusammengebrochen (Caldera = Kessel).
Erdbeben:
Erdbeben können mehrere Ursachen haben:
Die seltenen Einsturzbeben treten in Höhlengebieten auf, vulkanische Beben begleiten Vulkanausbrüche und tektonische Beben, die weitaus häufigste und gefährlichste Art, entstehen durch Bewegungen in der Litosphäre. Sie bilden sich immer dann, wenn die stetige Bewegung an einer Verschiebungsfläche durch Verkeilung oder erhöhte Reibung behindert ist, sodass die Spannung dadurch stark ansteigt und ruckartige Erdstöße verursacht. die ausgelösten wellen nehmen ihrer Weg durch die Erdkugel. Den Herd eines Erdbebens nennt man Hypozentrum, die Projektion dessen auf die Erdoberfläche Epizentrum. Auf einer geotektonischen Weltkarte erkennt man, dass Erdbeben sich in bestimmten Schwächezonen (Zusammenhang mit plattentektonischen Vorgängen) häufen.
Arbeit zitieren:
Marco Eipper, 2000, Erdkruste und Tektonik, München, GRIN Verlag GmbH
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