verbündeten sie sich mit Judas Ischariot, einem Jünger Jesu. Als Jesus mit seinen Jüngern das Passahmahl feierte, sagte er den bevorstehenden Verrat und seinen nahen Tod als Opfer für die Sünden der Menschheit voraus. Seine Segnung des ungesäuerten Brotes und des Weines sowie das gemeinsame Mahl mit seinen Jüngern wurden später zur Grundlage der christlichen Tradition der Eucharistie oder des Abendmahles. Durch das Synedrium, die oberste religiöse, gerichtliche und politische Behörde des Judentums, wurde Jesus wegen Gotteslästerung zum Tod verurteilt und den Römern übergeben. Da nur der römische Statthalter die Todesstrafe verhängen durfte, ließ ihn Pontius Pilatus, der zu dieser Zeit dieses Amt bekleidete, hinrichten, da er in Jesus den politischen Anführer eines möglichen Aufstandes vermutete. Am Karfreitag, der Freitag vor Ostern, war die Hinrichtung Jesu. Am Kreuz Jesu Christi war die Aufschrift: I.N.R.I., was bedeutet, Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum (lateinisch: Jesus von Nazareth, König der Juden).
Mit der Hinrichtung ist Jesu Wirkungsgeschichte jedoch nicht zu Ende. Bei den Jüngern setzte sich die Überzeugung der Auferstehung Jesu durch, und er lebe als Herrscher des kommenden Zeitalters bei Gott. Am Ostermorgen war die Auferstehung Jesu, doch was am Ostermorgen im einzelnen geschehen ist, kann historisch nicht mehr nachgeprüft werden. Dass Jesus Christus eine historische Persönlichkeit war, gilt heute allgemein als gesichert. Seine Geburt wird von den meisten Historikern auf die ersten Jahre vor Beginn der Zeitrechnung datiert, sein Tod auf das Jahr 30. Die Zeugnisse über Jesus zeigen, dass er als jüdischer Wanderprediger in Palästina gewirkt hat. Er wurde dabei nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen begleitet. Das sorgte in der streng patriarchalischen jüdischen Gesellschaft für großes Aufsehen. Er predigte den baldigen Beginn der Herrschaft Gottes auf Erden und die Errettung der Menschen durch sich selbst als Vermittler dieser Errettung. Obwohl er immer wieder gegen das jüdische Gesetz der Thora verstieß und häufig Umgang mit Randgruppen der Gesellschaft hatte, gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass er eine neue Religion gründen wollte. Er erließ praktisch keine neuen Gebote, sondern berief sich immer auf die alten jüdischen Gesetze. Historisch hat sich das Christentum erst im 2. Jahrhundert vom jüdischen Glauben gelöst und ist von einer der zahlreichen jüdischen Sekten des Nahen Ostens herausgetreten und zu einer eigenen Religion geworden.
Früher und auch heute gibt es Anzeichen einer Stigmatisation bei religiös erregter Personen. Die Personen bekommen die Wundmale Jesu (an Händen und Füßen, an der Seite und am Kopf) sowie symbolische Zeichen (Kreuz und Geißelspuren) am Körper. Der erste geschichtlich bezeugte Fall von Stigmatisation ist Franz Assisi.
Arbeit zitieren:
Svenja Bernhard, 2001, Jesus Christus, München, GRIN Verlag GmbH
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Rudi Ott
Sarah
Kritik.
Dieses Referat ist zwar sehr schön geschrieben worden,doch die Evangelisten haben die vorgefundenen Jesu-Erzählungen nach eigenem Plan geordnet und die Texte nach Bedürfnissen von anderen geschrieben. Evangelien sind keine Historischen Berichte, sondern Aussagen wer Jesus sein würde und welche Bedeutung er haben würde. Sie sind engagierte Zeugnisse, die Auskünfte sowie die historischen Hintergründe sind ineinander verwoben, daher kann man eigentlich keine Biographie Jesu schreiben. WOher soll man denn wissen ob das denn alles stimmt??? Die Erzählungen wurden doch von einem Menschen zum anderen weitervorgetragen, keiner hatte sie zu beginn aufgeschriebnen und jeder hat mit sicherheit etwas dazugedichtet.
am Wednesday, May 15, 2002-
Jan Wagner
Kritik zur Kritik.
In der Tat wurden die Evangelien von Menschen aufgeschrieben - allerdings zwei der Evangelien von Jüngern von Jesus (Matthäus & Johannes) und eines von einem engen Freund von Petrus (Markus) - also durchaus Zeitzeugen, die ihre Berichte durch die Berichte von anderen Zeitzeugen ergänzt haben. Z.B. waren ja auch dei Brüder Jesu Teil der ersten Gemeinde und konnten so einige Lücken aus der Frühgeschichte Jesus füllen!
am Saturday, November 22, 2003-
Jan Wagner
Kein Stall bei der Geburt.
"Er wurde in einem Stall in Bethlehen geboren,..."
Diese Aussage aus dem Referat stimmt nicht ganz, denn irgendwo wird davon berichtet. Es wird nur geschrieben, dass Jesus in einer Futterkrippe gelegen hat, die aber auch in einem normalen Haus dieser Zeit zu finden war. Es wird berichtet, dass kein Raum in der "Herberge" war. Die Herberge ist kein Gasthaus, sondern das Wort im Urtext bezeichnet den größten Raum eines Hauses und damit wahr wahrscheinlich der Wohnraum gemeint. Für Familie Joseph war also kein Platz mehr im Wohnraum, also sind sie in einen anderen Teil ausgelagert worden, wahrscheinlich das Untergeschoss, wo auch einige Tiere untergebracht waren, die mit ihrer Wärme die oberen Stockwerke (Wohnraum) erwämen konnten. Nicht zu vergessen ist ja - Joseph stammte aus Bethlehem und hatte wahrscheinlich dort auch Verwandte, bei denen er unterkommen konnte!
am Saturday, November 22, 2003-
Waldemar Schnell
Waldemar Schnell
Die Evangelien sind Glaubwürdig. Die Schreiber welche auch Zeitzeugen gewesen sind haben sich nicht in ein positives Licht gesetzt. Keiner hat sich proviliert.
In der Herberge war wirklich kein Platz. Aber warum sollte Josef mit seiner hochschwangeren Frau in eine Herberge? Er kommt doch aus Bethlehem. Seine leiblichen Verwandten müssten noch gelebt haben. Warum hat er diese nicht um Unterkunft gefragt? Kann es sein, dass Maria eine Erbtochter gewesen ist und Josef durch die Heirat mit der Maria alle Rechte zu seinen Verwandten verloren hat? Als angehende Großeltern hätte ich das Enkelkind doch gerne gesehen. Aber die Großeltern sind nicht gekommen. Statt dessen wird von Hirten berichtet. Mit dem Untergeschoß des Gasthauses bin ich nicht einverstanden. Ich gehe schon von einer Behausung für Tiere aus. Nicht von einem hier üblichen Stall sondern eher von ein eingezäunter Bereich mit Wind und Wetter geschützter Unterstellmöglichkeit. Von Kälte steht auch nichts. Die Hirten waren auf dem Feld.
am Sunday, August 15, 2010-