Inhaltsverzeichnis:
1 Einführung in den Bundesstaat Kalifornien
1.1 Lage (Karte befindet sich im Anhang)
1.2 Größe (Karte befindet sich im Anhang)
1.3 Klima
1.4 Besonderheiten / bekannte Orte
1.5 Einwohnerzahl / Statistik
1.6 Geschichte
1.7 Geschichte der Flagge
2 Industrielle Ausstattung Kaliforniens
2.1 Ressourcen
2.2 Landwirtschaft
2.3 Industrie
2.4 Computerindustrie / Silicon Valley
3 Bedeutung Kaliforniens
3.1 Bedeutung Global
3.2 Bedeutung innerhalb der Gesamtwirtschaft der USA
4 Probleme in Kalifornien
4.1 Erdbebengefahr
4.2 Bewässerung (Wasserknappheit Versalzungsgefahr)
1 Einführung in den Bundesstaat Kalifornien
1.1 Die Lage:
Kalifornien liegt im Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika an der Küste des Pazifikozeans. Umgeben ist der Staat im Norden von dem Bundesstaat Oregon, im Osten von Nevada und Arizona und im Süden vom Mexikanischen Bundesstaat Baja California Norte. Der Colorado River ist der Grenzfluss zu Arizona. Die Hauptstadt Kaliforniens ist seit 1854 Sacramento. 1.2 Die Größe:
Kalifornien ist nach Alaska und Texas der drittgrößte amerikanische Bundesstaat. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung ist ca. 1240 km (800 miles) lang, die West-Ost-Ausdehnung hat eine ungefähre Länge von 595 km (250 miles). Die Gesamtfläche Kaliforniens beträgt 424.002km² (Angabe aus Encarta Enzyklopädie 2000).
Physiographisch kann Kalifornien in vier Hauptregionen unterteilt werden: 1. In die Küsten-Gebirgs-Region (Coast Ranges), die 32 bis 64 Kilometer ins Land hinein reicht und maximal 2440 m hoch wird.
2. In das Sierra Nevada Gebiet (Kalifornien besitzt den größten Anteil an der Sierra Nevada), das sich vom Norden bis zum Süden über 640 km, vom Westen zum Osten zwischen 65 und 130 km erstreckt und bis zu 4418 m hoch ist (Mount Whitney).
3. In das Central Valley, welches durch den San Joaquin River und den Sacramento River bewässert wird, die beide in der Sierra Nevada entspringen und in den Pazifik münden.
4. In das Wüstengebiet im Südosten Kaliforniens, welches die Wüsten Death Valley und Mojave Desert beinhaltet.
1.3 Klima:
Kalifornien hat ein sehr unterschiedliches Klima, welches sich sehr schnell mit der jeweiligen Höhe ändert.
An der Küste herrscht ein moderates Klima, was ein wichtiger Faktor für die Ansiedlung der Bevölkerung an der Küste war. Dort erreichen die Temperaturen selten höhere Werte als 32° Celsius und fallen ebensowenig unter den Gefrierpunkt. Doch die Temperaturschwankungen in Kalifornien sind sehr groß, so gibt es in der Colorado Desert (Wüste im Südosten Kaliforniens) im Sommer teilweise Temperaturwerte um 50° Celsius mit einem jährlichen durchschnittlichen Niederschlagswert um 75 bis 100 mm. In den Redwood Forests (Wälder im nordwestlichen Küstengebiet) fallen hingegen 1778mm Niederschlag bei einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 13° Celsius. 1.4 Besonderheiten / Die wichtigsten Städte:
Die Höhenlage in Kalifornien ist sehr unterschiedlich. Sie reicht in Death Valley von 86 Metern unter dem Meeresspiegel bis hin zu 4417 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Mount Whitney. Damit ist Kalifornien zugleich höchster und niedrigster Ort der zusammenhängenden Vereinigten Staaten von Amerika (ausgenommen Alaska, Hawaii).
Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Sacramento, Los Angeles, San Diego, San Francisco, San Jose, Long Beach und Oakland. 1.5 Einwohnerzahl (Angabe Department of Finance / 1.7.1999 ): 33.899.000 Millionen Einwohner (1999) 29.697.000 Millionen Einwohner (1990) 23.511.000 Millionen Einwohner (1980) davon innerhalb von Metropolitan Areas: 32.018.186 Millionen (96.6%)
1.6 Geschichte Kaliforniens: 1542 Erforschung Kaliforniens durch Juan Cabrillo 1602/03 Sebastian Vizcaino erkundet die Küste Kaliforniens 1768 Gründung San Diegos als Versorgungshafen 1776 Gründung San Franciscos durch die Spanier 1821 Als Mexiko seine Unabhängigkeit von Spanien erklärt, wird Kalifornien mexikanische Provinz 1841 Erste US-Siedler beginnen die Besiedlung Kaliforniens 1846 Amerikanische Siedler nehmen die Stadt Sonoma ein und erklären mit Hilfe der amerikanischen Marine Kalifornien zur Republik 1848 Durch den Sieg im Mexikanischen Krieg wird Kalifornien endgültig an
1850 9.September: Kalifornien wird 31. Bundesstaat der USA 1854 Sacramento wird Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaates 1.7 Die Geschichte der Flagge:
Die historische Flagge mit dem Bären wurde zum ersten Mal am 14 Juni 1846 in Sonoma nach der Eroberung der Stadt durch amerikanische Siedler gehisst. Gestaltet wurde die Flagge von William Todd auf einem ungebleichten Stück Baumwolltuch. Der Stern links stellt den Stern auf der Flagge des Bundesstaates Texas dar. Der Grizzly Bär repräsentiert die vielen Bären, die in Kalifornien gesehen wurden. Die Worte California Republic wurden unter den Stern und den Bären gesetzt um die Unabhängigkeit von Mexiko darzustellen. 1911 wurde die Flagge offizielle Flagge des Bundesstaates Kalifornien.
2 Industrielle Ausstattung Kaliforniens 2.1 Ressourcen:
Kalifornien besitzt eine eher geringe Anzahl an Ressourcen im Gegensatz zu anderen amerikanischen Bundesstaaten (Texas ; Alaska), besonders die Bundesstaaten im Nordosten der USA besitzen eine Fülle an Kohle und Eisenvorkommen. Nur im Süden Kaliforniens gibt es Erdölfelder, die ertragreich sind. Sie liegen in der näheren Umgebung von Los Angeles, vor allem nördlich der Stadt in der Nähe des Mount Pinos.
Ein anderer Rohstoff, der jedoch auch in größeren Mengen vorhanden ist, ist Gold. Diese Goldadern sind im Nordosten Kaliforniens in der Sierra Nevada zu finden. Außerdem besitzt Kalifornien noch Erdgasfelder nördlich und südlich von Sacramento.
In geringen Mengen ist auch Asbest im Norden Kaliforniens und in der Sierra Nevada zu finden und Schwefel ist nördlich von San Francisco vorhanden. Die hochwertigen Böden in Kalifornien, braune mediterrane Böden (z.T. Terra Rossa), hingegen sind sehr ertragreich und man kann, sofern es durch die Bewässerung möglich ist, 3 bis 4 mal pro Jahr ernten (Counties: Fresno, Kern, Monterey, Tulare).
Der eigentliche Vorteil Kaliforniens liegt nicht in der Menge der Rohstoffe, sondern in der Zusammenwirkung von Böden und Klima und der daraus resultierenden Landwirtschaft.
Rohstoffe wie Kohle und Eisenerz, die vielerorts der Grund für die Industrialisierung waren, sind in Kalifornien nicht vorhanden. 2.2 Landwirtschaft in Kalifornien:
Die Landwirtschaft in Kalifornien ist die ertragreichste Landwirtschaft in den gesamten Vereinigten Staaten von Amerika aufgrund der günstigen Boden- und Klimaverhältnisse.
Mehr als 80% des anbaufähigen Landes ist bewässert in einem aufwendigen System von Kanälen und Staudämmen.
Das besondere an der Landwirtschaft in Kalifornien im Jahre 1987 ist, dass 9 große Megafarmen ca. 33,8% der landwirtschaftlichen Erzeugnisse produzieren und einen Verkaufserlös von 295,2 Millionen US-Dollar haben.
Auch 1990 ist es so, dass 6,8% (5641 Farmen) der Farmen in Kalifornien ca. 75% der verkauften Produkte produzierten. Die restlichen 93,2% (77576 Farmen) der Farmen produzierten insgesamt nur ca. 25% der verkauften landwirtschaftlichen Waren.
Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die hauptsächlich in Kalifornien produziert werden sind: Obst, Gemüse, Weintrauben, Baumwolle, Weizen, Kartoffeln, Reis, Nüsse und Artischocken.
Das Hauptanbaugebiet in Kalifornien liegt im Sacramento-Tal und San-Joaquin-Tal, das durch die beiden Flüsse Sacramento River und San Joaquin River bewässert wird.
Begrenzt werden die beiden zusammenhängenden Täler im Norden durch den Shasta Stausee, im Westen durch die Küstenkette, im Osten durch die Sierra Nevada und im Süden durch die Gebirgszüge um den Mount Pinos (2692m) herum. In beiden Tälern werden hauptsächlich Feldfrüchte angebaut. Außerdem werden im Sacramento-Tal zusätzlich noch Reis, Tomaten, Obst und vereinzelt auch noch Mandeln und Walnüsse angebaut. Im San-Joaquin-Tal hingegen findet man einen deutlich höheren Anbauanteil von Walnüssen und Mandeln. Zudem findet man dort einen Anbau von Zitrusfrüchten, Baumwolle, Obst und an den Hängen der Sierra Nevada, des Mount Pinos und der Küstenkette die Hauptanbaugebiete des Weins aus Kalifornien. Nördlich von San Francisco, in der Gegend um Santa Rosa wird auch noch Wein und Obst angebaut. Süd-Süd-Östlich von San Francisco werden entlang des Flusses Salinas in geringen Mengen Wein und Zitrusfrüchte, in größeren Mengen hingegen Salat (Kopfsalat) angebaut. Westlich und östlich der Großstadt Los Angeles werden auch Zitrusfrüchte angebaut. Ein weiteres Anbaugebiet für Obst und Gemüse ist das Imperial Valley, das östlich von San Diego in der Nähe der mexikanischen Grenze liegt.
Einen weiteren größeren Anteil an der kalifornischen Landwirtschaft nimmt die Viehwirtschaft ein.
Weidegebiete für die Viehwirtschaft befinden sich hauptsächlich in der Umrandung der Täler auf höhergelegen Gebieten. Dies sind zum größten Teil die Gebiete der Küstenkette und der Sierra Nevada.
2.3 Industrie:
Ein sehr wichtiger Faktor für die kalifornische Industrie ist die Elektronikindustrie. Die Elektronikindustrie ist hauptsächlich in der Nähe von San Francisco bzw. San José im Silicon Valley (siehe auch 2.4) angesiedelt und zum Teil auch im Norden von Los Angeles. Bei der Elektronik handelt sich zumeist um die Halbleiterindustrie. Ein weitere sehr verwandte Industrie ist die Luft- und Raumfahrttechnik, die ebenfalls im Silicon Valley und sowohl nördlich als auch südlich von Los Angeles anzutreffen ist.
Der Maschinenbau ist eine andere Industrie, die in Kalifornien vorhanden ist. Sie liegt wie die meisten Industriestandorte in der näheren Umgebung der beiden großen Städte San Francisco und Los Angeles.
Auch die chemische Industrie sowie die Erdölraffinerie sind in Kalifornien beheimatet. Sie liegen im Norden San Franciscos und im Süden von Los Angeles. Eine weitere Industrie ist die Schiffsbauindustrie, die in den Hafenstädten von San Diego, Los Angeles und San Francisco angesiedelt ist.
Weiterhin gibt es die Lebensmittelindustrie, die wie die meisten Industrien in San Francisco und Los Angeles zu finden ist.
Zusätzlich gibt es in Kalifornien die Unterhaltungsindustrie. Diese Industrie, die vor allem in der Nähe von Los Angeles in Hollywood beheimatet ist, ist vielen Leuten bekannt. Fast jeder neue aus den USA stammende Film ist in Hollywood entstanden. In jüngerer Zeit spielt auch die Tourismusindustrie eine wichtige Rolle im Bruttosozialprodukt des Bundesstaates Kalifornien.
Aber auch die Forstwirtschaft spielt ein relativ wichtige Rolle in Kalifornien. Etwa ein Zehntel der gesamten Nutzholzproduktion der USA wird in Kalifornien produziert.
2.4 Computerindustrie / Silicon Valley:
„Silicon Valley“ ist, streng geographisch gesehen, kein Tal. Es handelt sich um eine circa 20 mal 40 Kilometer große Fläche am Südende der San Francisco Bay an der Westküste Kaliforniens. Die Entfernung von San Francisco beträgt etwa 70 Kilometer.
Die San Francisco Bay ist von Gebirgszügen umgeben; vom Silicon Valley aus gesehen sind dies im Süden die Santa-Cruz-Mountains (bis ca. 800 Meter hoch) und im nordöstlichen Teil die Diablo Ranges mit bis zu 1200 Metern Höhe. Das Tal heißt Silicon Valley seit 1971, seit es von dem amerikanischen Journalisten Don Hoeffler in einem Artikel so genannt wurde.
Das Silicon Valley ist eigentlich wie ganz Kalifornien eine besondere Gegend. Es gibt im Silicon Valley bereits über 7000 etablierte Software- und Elektronikfirmen sowie mehrere tausend Neugründungen in den letzten fünf Jahren. Jede Woche werden beinahe 20 neue Firmen im Silicon Valley angemeldet. Ein Fünftel der größten Elektronik- und Softwarefirmen der Welt wurden im Silicon Valley gegründet und das Durchschnittsgehalt liegt im Silicon Valley um ein Fünffaches höher als im Rest der USA. Die größten und bekanntesten Firmen des Silicon Valley sind:
• Hewlett-Packard (zweitgrößte Firma der Welt nach IBM, Umsatz von 40 Milliarden
US-Dollar)
• Die Intel Corporation (Prozessorenhersteller, Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar,
80% der Prozessoren der Welt stammen von Intel)
• IBM, Apple Computer und NEC Electronics (PC-Hersteller)
• Seagate Technology und Quantum (Festplattenhersteller)
• Oracle (Datenbankfirma)
• Adaptec und Cisco Systems (Computernetzwerke)
• Netscape/AOL, McAfee, Adobe (Softwareunternehmen)
Die kalifornische Computerindustrie beschäftigte im Jahre 1998 254300 Personen, was 25% der Fachleute der gesamten USA entspricht. Im Jahre 1984 waren es insgesamt nur etwa 23000 Beschäftigte.
3 Bedeutung Kaliforniens:
„Wo immer in den Vereinigten Staaten man ein Restaurant besucht: Die Chancen
stehen gut, dass ein Großteil der Nahrung aus Kalifornien stammt. Der US-Bundes-
staat produziert mehr als die Hälfte der Menge, die in den USA an Gemüse, Früchten
und Nüssen verzehrt wird. Einige Produkte, darunter Mandeln, Artischocken,
Walnüsse und Oliven, kommen praktisch ausschließlich aus Kalifornien. Auch global
zählt Kalifornien zu den wichtigsten Obst- und Gemüselieferanten: So reift hier fast
jede zweite aller weltweit verkauften Rosinen.“
(Auszug aus Geo Special Kalifornien Nr.3 Juni 2000)
3.1 Bedeutung Kaliforniens Global:
Ein passendes Zitat für die Leistungsfähigkeit Kalifornien ist wohl: In economic terms California is more aptly compared with nations than with states (Was Wirtschaft betrifft, ist es treffender, wenn man Kalifornien mit anderen Ländern vergleicht anstatt mit anderen Bundesstaaten der USA, Encyclopaedia Britannica) Würde Kalifornien ein unabhängiger Staat sein, so würde er mit seinem Bruttosozialprodukt an sechster Stelle der Welt liegt in Bezug auf die Höhe des Bruttosozialproduktes.
Die aus Kalifornien stammenden Erzeugnisse nehmen häufig auch einen größeren Anteil an der Weltproduktion ein.
Ein Beispiel dafür ist die Produktion von Wein bzw. Weintrauben. Die Produktion in Kalifornien im Jahre 1983 betrug 4,9 Millionen Tonnen Weintrauben. Auf die Welt bezogen, produziert Kalifornien mit 4,9 Millionen Tonnen etwa ein Dreizehntel der Gesamtmenge der produzierten Weintrauben auf der Welt (65,2 Millionen Tonnen Weintrauben).
Ein ähnliches Beispiel ist auch bei der Orangenproduktion zu finden. Die Produktion der Orangen in Kalifornien in den Jahren 1982/83 betrug 1,36 Millionen Tonnen Orangen. Auf der gesamten Welt wurden insgesamt 29,3 Millionen Tonnen Orangen produziert. Die Produktion an Orangen in Kalifornien entspricht einer prozentualen Beteiligung von 4,64% an der Weltproduktion. Ein weiteres Beispiel ist die Rosinenproduktion. Fast jede zweite Rosine, die auf dem Weltmarkt verkauft wird, stammt aus Kalifornien.
3.2 Bedeutung Kaliforniens innerhalb der Wirtschaft der USA: Kalifornien ist einer von 50 Bundesstaaten der USA, dies muss bei Betrachtung der nachfolgenden Statistiken bedacht werden. Bruttosozialprodukt:
Das Bruttosozialprodukt von Kalifornien betrug im Jahre 1999 1118,945 Milliarden US-Dollar, das der gesamten Vereinigten Staaten von Amerika betrug 8745,219 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer prozentualen Beteiligung Kaliforniens von 12,7% (oder etwa ein Achtel) des Gesamtbruttosozialprodukt der USA. Export von produzierten Gütern:
Kalifornien exportiert Waren im Wert von 129,721 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtexport der USA beträgt 780,42 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer prozentualen Beteiligung Kaliforniens von 16,6% (oder etwa ein Sechstel) des Gesamtexport der USA.
Einzig der Bundesstaat Texas kann Kalifornien in seiner Spitzenposition als meistexportierender Bundesstaat gefährden, denn Texas exportiert Waren im Wert von 112,4 Milliarden US-Dollar. Texas ist der Bundesstaat, der an zweiter Stelle in der Tabelle der Exporteure der USA liegt. Nach Texas kommt ein großer Abstand zum dritten Staat in der Tabelle, zu New York mit einem Export von 46,7 Milliarden US-Dollar. Industrie:
Die Waren, die Kalifornien am meisten exportiert, sind elektronische Geräte und elektronische Ausstattung im Wert von 37,8 Milliarden US-Dollar. Dies sind ca. 5% (ein Zwanzigstel) der Gesamtexporte der USA (nicht nur Elektronische Geräte und Ausstattung).
Industrielle Maschinen und Computer werden aus Kalifornien am zweithäufigsten exportiert. Der Wert für diese Waren beträgt 37,6 Milliarden US-Dollar. Prozentual gesehen sind das ca. 4,8% der Gesamtexporte der USA.
Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei:
Landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und fischereiwirtschaftliche Produkte trugen mit 20.9 Milliarden US-Dollar zum Bruttosozialprodukt von Kalifornien bei. Im gesamten Bruttosozialprodukt der USA wurde in diesem Bereich ein Wert von 144 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Dies wiederum entspricht einem Anteil der kali-fornischen Wirtschaft von 14,5% (ca. ein Siebtel) an den gesamten landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und fischereiwirtschaftlichen Anteilen am Bruttosozialprodukt.
Exportiert aus Kalifornien wurden aus dieser Sparte Waren im Wert von 3,9 Milliarden US-Dollar. Aus den gesamten Vereinigten Staaten von Amerika wurden Waren im Wert von 42,2 Milliarden US-Dollar exportiert. Daraus ergibt sich ein Anteil von 9,24% (ein Elftel) am Gesamtexport aus den USA an diesen Waren.
Mehr als die Hälfte der Menge an Gemüse, Früchten und Nüssen wird Kalifornien produziert. Einige landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Mandeln, Artischocken, Wal- nüsse und Oliven kommen fast ausschließlich aus Kalifornien.
4 Probleme In Kalifornien
4.1 Erdbebengefahr:
„Wer immer nach Kalifornien kommt, wird eventuell auch einen anderen Effekt der unruhigen Geologie erfahren: 80 Prozent aller Erdbeben in den USA (außerhalb Alaskas und Hawaiis) erschüttern Kalifornien und West-Nevada.“ (Auszug aus Geo Special Kalifornien Nr.3 Juni 2000)
Mögliche Erdbeben sind gefährlich und hinderlich für die kalifornische Industrie. Am 18. April 1906 zum Beispiel kam es zur völligen Zerstörung San Franciscos durch ein Erdbeben (Richterskala 8,3).
Die Ursache der Erdbeben ist die Kontinentalverschiebung der tektonischen Platten. Hierbei handelt es sich um die Gorda Platte, die nordamerikanische und die pazifische Platte. Die pazifische Platte verschiebt sich nach Norden, die nordamerikanische in Richtung Süden und die Gorda Platte bewegt sich nach Nordosten und schiebt sich dabei unter die nordamerikanische Platte. Dabei verhaken sich die Platten immer wieder und wenn sie sich lösen, entstehen dabei gewaltige Erdstöße. Die Folgen der Erdbeben sind zumeist erheblich. Häufig treten Brände auf, die durch gebrochene Gasleitungen ausgelöst werden oder es kommt zu Überflutungen durch Dammbrüche bei Stauseen. Außerdem kann es zu Störungen im Verkehrsnetz durch zerstörte Freeways kommen.
Die Gefahr ist, dass Industrien in Kalifornien in der näheren Umgebung der beiden größten Städte San Francisco und Los Angeles sind und drohen, bei Beben völlig zerstört zu werden, weil dort die Hauptbebenzentren liegen 4.2 Bewässerung (Wasserknappheit, Versalzungsgefahr): Ebenso wie die Erdbebengefahr ist auch die Bewässerung ein Problem für Kalifornien, insbesondere für die Landwirtschaft.
Ohne die künstliche Bewässerung durch den Menschen wären die kalifornischen Hauptanbaugebiete im Central Valley und Imperial Valley nur ein arider Raum mit
Wüsten, Halbwüsten und Trockensteppen. Etwa 85% der in Kalifornien verbrauchten Wassermenge entfällt auf die Landwirtschaft.
Jährlich werden in Kalifornien Milliarden dafür ausgegeben, dass das Wasser aus dem wasserreichen Norden und der Sierra Nevada in den Süden Kaliforniens trans-portiert wird. 70% des Nutzwassers, also des Wassers, das für Bewässerung verwendet werden kann, fällt im Norden an, nur 30% im Süden. Beim Wasserverbrauch ist es jedoch umgekehrt, im Süden wird 80%, im Norden nur 20% des Wassers verbraucht. Das Geld wird für die Unterhaltung und Verbesserung der Infrastruktur der Kanäle aufgewendet, um die Versickerungs- und Verdunstungsgefahr zu verringern.
Das Problem der Wasserknappheit trat zuletzt in den Jahren 1987 bis 1992 auf. Die Niederschläge in diesen Jahren waren um bis zu 72% niedriger als der Durchschnitt und die Speicherbecken waren zu zwei Dritteln leer. In diesen Trockenjahren musste die Landwirtschaft aufgrund von größeren Einschränkungen durch die Wasserwirtschaft teures Grundwasser fördern. Daraus wiederum ergab sich ein weiteres Problem für die Landwirtschaft. Das Grundwasser war oft sehr salzhaltig und dazu auch noch teurer als das Wasser aus dem Norden.
Die Folgen waren nicht unerheblich. Im Jahre 1991 kam es zu einem Anstieg der Wasserkosten um 162,8 Millionen US-Dollar. Ebenso mussten 96523 ha brach gelegt werden und es kam zu einer Ertragsminderung auf 50852 ha Fläche. Auch das Nettoeinkommen aus der Landwirtschaft Kaliforniens fiel von 1990 bis 1991 von 7,030 Milliarden US-Dollar auf 4,052 Milliarden US-Dollar, der prozentuale Anteil an dem Gesamtnettoeinkommen der USA von 13,8% auf 10,1%.
Außerdem war das Problem des salzhaltigen Wassers nicht für alle Farmen leicht zu lösen, besonders nicht für die finanzschwachen Farmen. Bei starker Bewässerung steigt der Grundwasserspiegel stark an, teilweise bis an die Wurzeln der Pflanzen. Da in den Trockenjahren vermehrt mit salzhaltigem Grundwasser bewässert wurde und dieses dann teilweise bis an die Wurzeln gelangte, entstand das Problem der Versalzung und die Erträge sanken. Dieses Problem konnte jedoch durch die Anlage eines Drainagesystems verhindert werden. Geld für die Drainage besaßen aber zumeist nur die großen kapitalstarken Farmen. Die Drainage sah so aus, dass das überschüssige Wasser im Boden in unterirdische Entwässerungsrohre geleitet wurde. Zudem wurde versucht durch die Anwendung der Tröpfchenbewässerung den Wasserverbrauch zu senken und somit weniger Wasser auf die Felder zu bringen.
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Topographie als Schicksal
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Erklärung
Ich erkläre, dass ich die Facharbeit ohne fremde Hilfe angefertigt und nur die im Literatur- und Quellenverzeichnis angeführten Quellen und Hilfsmittel benutzt habe.
Ort, Datum Unterschrift
Arbeit zitieren:
Simon Scherer, 2001, Die wirtschaftliche Ausstattung und Bedeutung des Bundesstaates Kalifornien, München, GRIN Verlag GmbH
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