v Die Magistratur:
o Anzahl der Ämter klein: Nobilität behält Einfluss auf Beamte
o Nur Ehrenämter: kein Lohn
o Hilfskräfte der Magistrate: z.B. Schreiber, Boten, Liktoren (=> „rechte Hand“: wichtige Aufgaben, auch Verhaftungen und Urteilsvollstreckungen) o Höhere Beamte = Magistratus: Kein Diener des Staates, sondern Repräsentant der staatlichen Gewalt
o Drei Säulen des römischen Staatswesens: Volksversammlung, Senat, Magistratur o Magistrate konnten nicht abgesetzt oder rechtlich belangt werden o Konsuln: uneingeschränkte Befehlsgewalt o Keine Trennung zwischen zivilen/militärischen Aufgaben o Später: Aufgabenverteilung auf Quästoren, Ädilen...
o Amtszeit: 1 Jahr ( Ausnahme: Zensoren, Diktatoren: 18 Monate) o Kollegialität: alle Ämter (außer Diktatur) mit zwei Beamten besetzt ð Schutz vor Missbrauch o Keine Gewaltenteilung
Senat: - senex = Ältestenrat - bedeutenstes Gremium in Republik - früher nur Patrizier
- im Verlauf der Ständekämpfe auch Plebejer Familien im Senat ð zentrale politische Einrichtung der Nobilität
- Ernennung zum Senator vom obersten Magistrat später vom Zensor denen Sulla das Recht (lectio senatus) wieder entzogen -Zensor ernannte jeden der würdig war zum Senator - Höchstzahl der Senatoren 300 /seit Sulla 600/Caesar 900/ Kaiserzeit 600 - Mitgliedschaft lebenslänglich, alle früheren Magistrate sind auch vertreten => wichtigstes Element politischer Kontinuität in republikanischer Zeit - Senatssitzung innerhalb des ponerium in der Curia Hostilia o. in Tempeln - Einberufung u. Leitung vom Konsuln, Prätoren o. Volkstribune ð Kein eigenes Leitungsgremium wie Heute - immer geregelter Ablauf der Sitzung - Leitung immer vom Einberufenden - Bericht der Probleme (relatio) - Meinungsäußerung der Senatoren (sententia) - feste Rangordnung: 1. princeps senatus = Patrizier - dann Zensoren, Konsulare, Prätorier und ehemalige Ädile - Patrizier immer Vorrang vor anderen - gewöhnlich schloss man sich dem ranghöchsten Senator an - leitender Beamte fasste Ergebnisse zusammen und lies abstimmen - Abstimmung durch discessio = Auseinandertreten in Meinungsgruppen im Zweifelsfall Auszählung
- Prdarii = Fußfolk weil mit Füßen auf Boden treten wenn jemand was gutes gesagt hat - Senatsbeschluss (senatus consultum SC) = Empfehlung an ratfragenden Beamten - Beschluss nicht verbindlich
- Selten Hinwegsetzung des Beamten über Meinung vom Senat - Keine Begrenzung der Zuständigkeit
- Bürger sicherte Senat durch auctoribus patrum bestimmenden Einfluss auf alle Entscheidungen der Volksversammlung - wichtigster Bereich Außenpolitik - empfing/empfang Gesandtschaften
- Beschloss über Verträge mit anderen Staaten/Krieg/Frieden/grundlegende Vorgaben für Kriegs, -Heeresführung (Finanzmittel, Truppenstärke, Einsatzgebiet etc.)/Kontrolle über die Verwaltung von Provinzen durch Promagistrate o. Beobachter /Überwachung der Finanzen und Münzprägung und Religion (Durchführung der Feste)
- In Krisensituationen konnte Senat den Konsulen Diktator empfehlen o. durch senatus consultum ultimum Konsuln Vollmacht verleihen
Volksversammlung: -Volksversammlung = comitia - in Rom 3 verschiedene Vv
- die Abstimmungsgruppen (curiae, centuriae,tribus) concilium plebis nur Plebejer - contiones = Infocenter u. Vorbereiter der Beschlussfassung
- Einberufung u. Leitung vom obersten Magistrate (Konsule, Prätoren) bzw. Volkstribune o. plebejischer Ädile (für concilium plebis) - jede Kurie, Zenturie, Tribus hatten 1 Stimme - Mehrheitsprinzip in Abstimmungsgruppen
- offene Abstimmung später 2. Hälfte 2. Jhs. v. Chr. Geheime Abstimmung mit Stimmtafeln (tabellae)
Kuriaversammlung (comitia curida):
- älteste Form der Vv - 30 Geschlechtsverbände (curiae) - keine große Bedeutung mehr - Behandlung von familienrechtlichen Angelegenheiten - bestätigt nur die Amtsgewalten die, die Zenturiatkomitien gewählt haben
Zenturiatkomitien ( comitia centuriata):
-Gesamtbürgerschaft nach ursprünglich militärischen Einheiten (centuriae) geordnet die wiederum zu größeren rangmäßigen abgestuften Abstimmungsgruppen zusammengefasst waren - Grundlage der Ordnung war Einteilungsprinzip das für Kriegsdienst u. politischen Recht nach Vermögen bemaß (Timokratie) ? - Bürger zu bestimmte Zenturie zugeordnet - 193 Zenturien in Gruppen
- Für Stimmklasse Mindestgrenze an Vermögen u. zumutbaren Eigenaufwand für Bewaffnung festgesetzt - Eingliederung durch Zensoren - Reiche = oberste Gruppe = Ritterzenturie
- infra classem die Bürger die kein Geld Für Bewaffnung haben also Handwerker Signalbläser etc. - jede Zenturie 1 Stimme egal ob Anzahl Bürger groß o. klein in den Z. ist
- Neuordnung der Zenturieneinteilung Ende 3 Jhs v. Chr. Keine Veränderung
Tributkomitien ( comitia tributa):
- Gesamtbürgerschaft stimmte in lokalen Bezirken (tribus) ab - Wahl der niederen Beamten u. Gesetzesvorlagen - 35 Bezirke (tribus) 4 städtische (tribus urbane) 31 ländliche (tribus rusticae)
- Bürger wurden von Zensoren durch Listeneintragung in bestimmen Tribus zugewiesen
concilia plebis:
- Nur Plebejer / nach Tribus geordnet / während Ständekämpfe concilia plebis nur organisierter Zusammenschluss von Plebejer / später erlangten sie große Bedeutung als gesetzesgebende Versammlung für Gesamtstaat
- im 3 Jh. V. Chr. Durch lex hortensia haben ihre Beschlüsse gleiche rechtlich verbindliche Kraft wie die der Gesamtbürgerschaft
- deshalb wurde die Gesetzgebung die Abstimmung in den Zenturiatkomitien durch Beschlussfassung in concilia plebis verdrängt weil geringe Zahl der Stimmen leichter durchzuführen war?
Staatstheorien u. politische Praxis:
- Kennzeichen des staatlichen Lebens in Rom war Zusammenwirken von Magistratur, Senat u. Bürgerschaft
- Cicero in De re publica diese Staatscharakter als gemischte Verfassung
- Von Polybius (Historiker) der von Aristoteles die ´´ Mischform`` als Idealform der Staatsverfassung in der Monarchie, Aristokratie u. Demokratie sich ergänzten
- Rom = Ideal weil nach Cicero Monarchie = Magistratur/ Aristokratie = Senat/Demokratie = Volksversammlung
- Aber bei näherer Betrachtung lag dies nicht vor weil timokratisches Abstimmungsverfahren in Zenturiatkomitien
- Nobilität hatte politische Einflüsse aus Staat =>Aristokratie
Rechtliche u. soziale Verhältnisse:
- Bürgerrecht (civitas romanas) war unerlässlich für Zugehörigkeit zum populus Romanos - Besaß jeder von Geburt aus gültige Ehe eines freien Römers mit freie Römerin - Konnte an (einzelne Personen, Gruppen o. Städte) verleihen werden mit rechtlichen Einschränkungen
- Konnte erworben werden ( Sklaven die frei waren) - Als Gefangener erst bei Freilassung wieder in Kraft treten des Rechtes - Persönliches Bürgerrecht: ius conubii: Eheschließung mit freien Römer o. freie Römerin/ius commercii: private Rechtsgeschäfte aller Art selbst zu regeln/ius prococatiionis; Beruf - Frau den Männern in privaten u. öffentlichen Rechten fast gleichgestellt - Politisch ausgeschlossen
- Politische Rechte konnten entzogen werden Strafweise ( für Zeit der Verbannung) - Freie Bürger fremder Staaten (pergrini) keine Rechte dazu brauchten sie römischen Bürger als Patron - Preator Peregrinus zuständig für Rechtsbeziehung zu Römer
- Bei AusdehnungRoms über Italien wenige Aufnahmen von unterworfenen Gemeinden (municipia) in Bürgerverband
- Civitates sine suffregio = Bürger ohne politische aber mit persönlichen Rechten Andere Gemeinden mindest. o. von Fall zu Fall unterschiedlich Bürgerrecht - Latinische Gemeinden hatten neben ius commercii und ius conubii auch das iu migrandi = durch Übersiedelung nach Rom und Eintragung in Bürgerliste das volle römische Bürgerrecht zu erwerben - Aufenthalt auf Zeit = ius suffragii in Volksversammlung zugestanden zur Eingliederung der übrigen unterworfenen Bevölkerung
- Bürgerrecht blieb lange Zeit auf engen Kreis begrenzt - Nach Bundesgenossenkrieg 98 v. Chr. => auf Italien ausgedehnt - 212 n. Chr. alle freie Reichsuntertanen die civitas romana verliehen
Senatoren- und Ritterstand: - kleine sehr reiche Oberschicht der Zenturien - Große mittellose o. mit mäßigem Besitz Unterschicht - 2 Gruppen 3 Jh. v. Chr. - 1.Gruppe: Senatorenstand (ordo senatorius)
- 2. Gruppe: die kein Zugang zu höheren Ämter deshalb Ritter genannt( equites) - Voraussetzung für Ausbildung eines Ritterstandes (ordo equester) war ein Gesetz 218 v. Chr. das Senatoren Geld- u. Handelsgeschäfte verbaten - Ritter blieb große Erwerbsmöglichkeiten - Z.B. Steuerpächter (publicani) - => großer Reichtum
- Formale Abgrenzung zwischen S u. R war 129 v. Chr. u. in Kaiserzeit endgültig abgeschlossen
- Zensus für Ritter 400000 Sesterzen ( ca. 275 Jahresverdienst von Landarbeiter) - Senator 1000000 - Äußerliche Kennzeichen
- Breiter Purpurstreifen (latus clavus) an Toga u. Tonika = Senator - Schmaler Purpurstreifen ( angustus clavu) = Ritter
- Senatoren durch Titulatur (vir clarissimus) hervorgehoben die trugen rote Schuhe - Ritter goldener Ring
- Beide Stände Anrecht auf Ehrensitze im Theater u. bei Festspielen
Sklaven und Freigelassene:
- Sklaven = Bevölkerungsgruppe außerhalb des Bürgertums
- Unterschied : Rechtsstellung als Unfreier abgesehen von soziale u. wirtschaftl. Stellung - Keine Rechtsfähigkeit
- Unterworfen von Führungsgewalt (manus) von Herr - Sklave nicht Mensch sondern (res) Sache - Besitzer konnte beliebig verfahren
- Sklaven sind: Schuldner die Schuld mit ihre Person bezahlen (Schuldsklaven)/Kriegsgefangene seit 2. Punische Krieg sozusagen Massenversklavungen von besiegten Heere u. Städte
- Letzen 2. Jh. der Republik große Nachfrage nach Sklaven => blühender Sklavenhandel - Beteiligte am Handel: Seeräuber/ Steuerpächter/ Statthalter - => große Gewinne
- => Sklavenmärkte z.B. Delos Tausende/Tag verkauft - 3Jh. v.Chr. geringe Anzahl an Sklaven
- mit Aufstieg Roms zur Weltmacht =>
- Bevölkerung Italiens in Kaiserzeit 7,5 Mill. 2-3 Mill. Sklaven 1/3 römische Bevölkerung = Sklaven
-
- scharfe Abgrenzung der Sklaven von Bevölkerung => spiegelt tatsächliche Lebensbedingung nicht wieder
- Einbindung in familia des Herren => gewisse Sicherheit besser als manche besitzlose Bürger
- Herr sorgte gut => langes Leben /Fortpflanzung wichtig => Sklavenkinder (vernae) auch Besitz des Herren
- Lage der Sklaven hin von Beschäftigungssituation ab - Unmenschlich in Bergwerken u. Steinbrüchen u. Amphitheatern als Gladiatoren - Auf Land als Landarbeiter für Großgrundbesitzer - Festtage frei (Laralien, Saturnalien)
- Catos Buch de agricultura erschreckender Arbeitsalltag der Sklaven die in Fesseln (conpedit) in Sklavenkasernen (ergastula) leben mussten - Wer so arbeitete keine Chance freigelassen o. freikaufen - Diese schlossen sich 1Jh v.Chr. Spartakus im Sklavenkrieg gg. Rom an - Anders Sklaven mit besonderen Kenntnissen o. Fertigkeiten Arbeit als Verwalter auf Land, Arzt, Architekt, Erzieher, Schreiber,Handwerker in privaten Haushalten (Haussklaven) o. im öffentl. Dienst (sevi publici) - < Selöbstständigkeit
- Manche wurden Vermögen (preclium) überantwortet das sie eigenständig bewirtschaften sollten
- Erzielter Gewinn behalten => eigene Sklaven o. Freikauf - Freilassung (manumissio) weil treu
- Durch Freilassung = römischer Bürger mit < rechtlichen Einschränkungen - Freigeborener => total römischer Bürger - Freigelassener keine politische Rechte Herr Patron Namensgebung von familia
zu clientela Freilasser (manumissor) hat zu Ehrerbietung
- Später in Rom viele Freilassungen von Sklaven von Politikern => Klientel im Kampf um politischen Einfluss zu helfen
- Auch wenn großer Reichtum von Freigelassener Makel = Rechtsstellung u. soz. Ansehen auch für Sklaven u. Freigelassene des Kaisers die mit Besitz u. pol. Einfluss die zur soz. Oberschicht zählten
Expansion und Krise:
Der römische Herrschaftsbereich: - in kurzer Zeit Aufstieg zur Weltmacht
- Ende 1. punische Krieg Ausdehnung über Italien hinaus auf Sizilien Sardinien u. Korsika - 100 Jahre später gesamter Mittelmeerraum
- frühe Kaiserzeit imperium romanum von Britannien - Rotes Meer / von Portugal - Oberlauf des Euphrat u. Schwarze Meer
- Erfolg nicht durch Expansionspolitik / Erfolg = Resultat vieler Einzelfallentscheidungen - Probleme durch Erweiterung:
o Staatswesen auf Kleinräumigkeit u Überschaubarkeit angelegt o Bürgerrecht für alle Territorien undenkbar o Entfernung zu groß für Wahrnehmung politischer Rechte o Sicherung der Vorherrschaft in Italien schwierig o neue Form der Integration der Unterworfenen - Entstehung des Wehrgenossenschaftssystems: - verschiedene Verbindungsmöglichkeiten mit Rom: o einige Gebiete: Bürgerrecht o andere Gebiete: latinisches Bürgerrecht
o noch andere Gebiete: besondere Verträge zu heerespflichtigen Bundesgenossen - offizielle Bezeichnung des Wehrgenossensystems = cives romani, socii nominisve latini - für Gebiete außerhalb Italiens diese Form nicht praktikabel - deshalb = Territorien unter Kontrolle der Statthalter (Prätoren, Promagistrate) - Aufgaben: militärische Sicherung / Aufrechterhaltung der Ordnung / Erhebung der Steuern u. Abgaben die von Steuerpächter eingetrieben wurde - Keine Einheitliche Struktur der Provinzen - Provinzialstatut regelt rechtliche Bindung an Rom
- Sonderrechte für Stadt in Provinzen mit denen Rom vertraglich o. durch eine einseitige Erklärung ganz o. teilweise Steuern u. Tribute erlassen u. oft eine gewisse pol. Eigenständigkeit zugestanden wurde - Bei Verwaltung wenige Beamte dem Statthalter zu Hilfe - Geringer Aufwand große Effizienz die Dewize Roms - => örtliche Selbstverwaltung von Rom unangetastet
- Loyalitätssicherung der lokalen Führungsschicht durch Privilegien u. Ehrungen z.B. römisches Bürgerrecht
- Jede Provinz Objekt skrupelloser Ausbeutung durch Wuchergeschäfte der Publikaner u. räuberischer Erpressung der Statthalter => viel Geld in wenig Zeit - Viele Statthalteranträge u. Postenerhaltung durch sogar unerlaubte Stimmenkauf u. Bestechung (ambitus) um mehr Geld zu bekommen u. Ausgleich dafür was reingesteckt wurde
- Beschwerden der Provinzialen nutzlos / Verurteilung von Statthalter wie Verres durch Cicero eher selten
- Späte Republik / frühe Kaiserzeit in Kleinasien u. vorderer Orient Regionen über die Rom keine Macht mehr hatte aber zu Rom gehörten
- Diese Staaten informelle o. vertragliche Freundschaft mit Rom (amicitia) - Übertragung des Klientelprinzip auf Außenpolitik deshalb (Klientelstaat)
Krise und Untergang der römischen Republik:
- Expansion starke Rückwirkung auf Wirtschaft u. soz. U. innenpol. Verhältnisse Roms - => Veränderung im Staat u. Gesellschaft => Untergang
- 1734 sagte Montesquieu:“ Römische Republik ist an ihrer eigenen Größe zugrunde gegangen“
- Kluft zwischen Arm u. Reich wurde größer Ende 3 Jh. v. Chr.
- Außenpolitischer Erfolg Roms profitier kleine Schicht wohlhabender Senatoren u. Ritter - Durch militärische Siege, Ausbeutung der Provinzen => Reichtum, der gewinnbringend in Italienische Landwirtschaft eingesetzt wurde
- Kauf von großen Ländereien o. Aneignung von staatseigenes Land (ager publicus) in Mittel, - Süditalien nach militärischen Eroberungen von Rom => große Besitztümer auf denen unter Einsatz zahlloser Sklaven intensiv Wein u. - Olivenanbau aber auch Vieh u. -Weidewirtschaft betrieben wurde - Kein Getreide weil aus Provinzen billig importiert - Bauern hart davon betroffen - Keine Mittel neues Land zu kaufen
- Durch Erbteilung Land zu klein für rentable Bewirtschaftung
- Ausgleich Schaffung durch italische Gebiete die Rom unterworfen (Bologna, Parma, Modena)
- 170 v. Chr. Siedlungsprogramm nicht mehr fortgeführt
- viele Kriege => Bauern Land nicht mehr bestellen => lange Zeit weg als Soldaten => Verschuldung => verkauf von Besitz => größer Teil der Bauern nach Rom gezogen u. wohnen in armen Verhältnissen
- Bildung eines städtisches Proletariat = („Kinderreich“) nach Marxismus die Klasse der entwurzelten, besitzlosen, ausgebeuteten etc. Lohnarbeiter
- Es versuchten Politiker als Klientel sie an sich zu binden u. in den Machtkämpfen der späten Republik für sich zu nutze zu machen
- Besondere Bindung im Heer: Niedergang der Kleinbauern = Niedergang vom traditionellen Militärordnung weil: Bauern kein Geld für Kriegsausrüstung - Nach Niederlage gg. Kimbern u. Teutonen (109 u. 105v. Chr.) => Heeresführung durch Marius => Zugang zum Heer auch für proletarii => Verlust des Charakter als Milizheer => Staat stellt Ausrüstung für besitzlose Soldaten
- Nach Dienstzeit folgt Entlohnung durch Landzuweisung (Veteranenversorgung) => Abhängigkeit vom Heeresführer (Heeresklientel)
- Keine Verpflichtung mehr dem Staat sondern Oberbefehlshaber gegenüber weil Erfüllung von Ansprüche
- Heereskontingent als Instrument für Machtkampf in Rom im Bürgerkrieg - Wirt. u. soz. Krise verknüpft mit Krise pol. Systems - Zusammenhalt der Nobilität = Bestand Roms war zerbrochen
- Aristokratische Führungsschicht in 2 Lager zerfallen: 1. Lager: Optimaten (optimates) wollten Ordnung behalten / 2. Lager: Popularen (populares) stellten Senatorherrschaft in Frage wie Gracchen
- Lager trennte Vorstellung der Mittel u. Wege der Problemlösung
- Da spielten die Durchsetzung persönlicher Machtinteressen u. pol. Einflüsse eine < Rolle - Bürgerkrieg mit viel Brutalität/Grausamkeit geführt - Proskriptionen => pol. Gegner geächtet u. vogelfrei => Tausende Tote - Schlägertrupps terrorisierten Bevölkerung - Heeresführer Truppen auf Rom geschickt - Stabilisationsversuche keine Chance
- Sullas Reform das Nobilität Kontrolle über Staat war kein Erfolg - Auch außsenpol. Probleme: keine Absicherung der Vormachtstellung weil alte Struktur unfähig
- Überspannung der Kräfte durch zu viele u. zu lange Kriege - Statthalter in Provinzen überfordert
- Amtszeit verhinderte Taktieren der Heeresführer weil anderer Konsul andere Taktik - Deshalb gg. Norm Marius von 104-101 v. Chr. ununterbrochen zum Konsul ernannt - Staat gezwungen außenpol. Aufgaben einzelnen Personen mit Vollmacht (imperia exraordinaria) zu übertragen => Erfolge
- Aber wurde zum Hebel von Politiker um Ordnung Roms aus den Angeln zu heben - Manche Männer sogar Verfügungsgewalt über supergroße mili. u. pol. Machtmittel u. Gestaltung Roms
- 60 v. Chr. Pompeius, Crassus, Caesar Zusammenschluss um Machtineressen abzusprechen u. gegenseitige pol. Unterstützung zu vergewissern 1. Triumvirat aber eigentlich pers. Abrede (coitio)
- solche Zusammenschlüsse mit Koalitionen bestimmte Endphase von Republik - Staatliche Einrichtungen wurde mehr u. mehr ihrer Funktionen beraubt - Rep. Staatsreform nur Fassade jede Abkehr von Republik undenkbar - Caesar lehnte Demonstrativ Königstitel ab seine Machtstellung kam Monarchen = - Er wollte nicht die traditionelle Ordnung wiederherstellen - Oktavian sollte neue Wege dazu suchen
Arbeit zitieren:
Florian Siegmund, 2001, Die römische Republik, München, GRIN Verlag GmbH
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