Untersuchungen der letzten Zeit zeigten, dass manche Stämme von P. falciparum (dieser Organismus verursacht Tropenfieber) gegen Chloroquin und andere synthetische Malariamedikamente resistent geworden sind.
Diese Stämme treten vor allem in Vietnam, auf der Malaiischen Halbinsel, in Afrika und - Südamerikaauf.
Chinin wirkt jedoch immer noch gegen Plasmodium-falciparum-Stämme, die gegen - synthetischeMalariamittel resistent sind. Nicht nur wegen der Resistenz bestimmter Parasiten gegen Arzneimittel, sondern auch weil einige Überträgermücken Resistenz gegen Insektizide wie DDT entwickelt haben, ist es in manchen Ländern der Tropen zu einem Wiederaufleben der Krankheit gekommen.
Als Folge tritt Malaria auch bei Touristen aus Amerika und Westeuropa, die Länder - Asiensund Mittelamerikas bereisen, sowie bei Flüchtlingen aus diesen Gebieten verstärkt auf.
In Deutschland hat die Zahl der (auf Grund von Tropenreisen) in Deutschland von - Malariabetroffenen Menschen 1995 um 50 Prozent zugenommen. In der Schweiz und in Deutschland erkrankten mehrere Personen an Malaria, obwohl sie - nieein Infektionsgebiet bereist hatten.
So erlag 1996 ein Schweizer, der unweit des Genfer Flughafens wohnte, dieser - Krankheit;es wird angenommen, dass eine Anophelesmücke mit einem Flugzeug eingeschleppt wurde.
Gegenwärtig wird an der Entwicklung weiterer Medikamente gegen Malaria gearbeitet. - Mehreremögliche Impfstoffe werden auf Sicherheit und Wirkung geprüft. So legte der - deutscheMediziner Enno Freerksen 1995 die positiven Ergebnisse einer Studie vor, in der das von ihm entwickelte Medikament Cotrifazid getestet wurde. Auch ein Impfstoff, der an ganze Bevölkerungen verteilt werden kann, wird entwickelt. 1
- Hippokrateskannte die Krankheit Malaria bereits vor über 2000 Jahren - Späterwurde sie als „mala aria „ d.h. schlechte Luft oder Sumpfluft beschrieben - Malariawar bereits im Altertum bekannt - Bisins 19. Jh. Galten Miasmen in Sumpfgebieten als Ursache - 1880entdeckte C.L.A. Laveran die Plasmodien im Blut Malariakranker - 1898beschrieb G.B. Grassi die Rolle der Anopheles- Mücken als Überträger - durchden weltweiten Reiseverkehr kann Malaria in alle Teile der Welt verbreitet werden - Malariawird durch das einzellige Sporentierchen der Gattung Plasmodium erzeugt und - durchdie Fiebermücke Anopheles auf den Menschen übertragen
Das Problem
Die Malaria ist noch immer ein wichtiges Gesundheitsproblem in vielen tropischen - Ländern
Die von 1955- 1969 durchgeführten Programme zur Ausrottung der Malaria sind nach - anfänglichenErfolgen gescheitert
.
Die Fortführung einer kontinuierlichen Bekämpfung ist mühsam und wir in vielen - Ländernaus ökonomischen Gründen nicht oder nur unvollständig durchgeführt In einigen Regionen ist sogar eine Zunahme der Malaria zu beobachten - Nebeneiner unzureichenden Bekämpfung wird hierfür die Begünstigung der - Lebensumständefür die Überträgermücke durch Eingriffe des Menschen in die Ökologie verantwortlich gemacht
So hat die Steigerung von Nahrungs- und Energieprodukten mit Neuentstehung von - Süßwasserflächenim Rahmen der landwirtschaftlichen Bewässerung und der Energiegewinnung aus Wasserkraft zu einer erheblichen Ausweitung von Moskitobrutplätzen geführt
Das Risiko weltweit
Folie über Verbreitung
- NachSchätzungen der Weltgesundheitsorganisation erkranken pro Jahr 300- 500 - MillionenMenschen an Malaria
Die durch den Erreger Plasmodium Falciparum verursachte Malaria tropica ist die - gefährlichsteMalariaerkrankung und fast ausschließlich für die Todesfälle verantwortlich, deren Zahl auf ca. 2 Millionen pro Jahr geschätzt wird Dabei sind vor allem Kinder betroffen - EineTeilimmunität, die mit einem abgeschwächten oder inapparenten Verlauf einhergeht, - entstehterst nach zahlreichen Infektionen
Das Risiko für Reisende
In Deutschland wurden in den letzten Jahren im Durchschnitt ca. 1000 importierte - Malariainfektionenbei Reisenden pro Jahr gemeldet
Wahrscheinlich ist die Zahl der Erkrankten viel höher, da Untersuchungen zur - Meldegenauigkeitvorliegen
Zudem ist nicht bekannt, wieviele deutsche Reisende während eines Aufenthaltes in - Malariagebietenerkranken und im Reiseland behandelt wurden Bei den gemeldeten eingeschleppten Erkrankungen durch deutsche Reisende stellt die - Malariatropica seit 1984 den Hauptanteil dar und ist in erster Linie für die Zunahme während der letzten Jahre verantwortlich
Über 60% aller Malariaeinschleppungen und etwa 90% der Malaria tropica- Fälle wurden - imtropischen Afrika erworben
Todesfälle traten fast ausschließlich bei der Malaria tropica auf - Währenddie importierte Malaria tropica in Deutschland den 70er Jahren noch in fast 10% - zumTode führte, lag die Todesfallhäufigkeit in den letzten Jahren bei 2-3% Todesfälle bei importierter Malaria sind durch rechtzeitige Therapie stets vermeidbar - Siesind fast ausnahmslos dadurch bedingt, dass die Diagnose nicht oder zu spät gestellt - wurde,weil an die Möglichkeit einer Malaria nicht gedacht worden war
Vorkommen
Malaria stellt in den meisten tropischen Ländern ein großes Gesundheitsproblem dar - Inden betroffenen Gebieten werden Kinder oft wiederholt infiziert, viele von ihnen - sterben
Allein in Afrika sterben jährlich etwa 1 Million Säuglinge und Kinder an Malaria - Diemeisten Menschen, die in Malariagebieten leben, haben eine gewisse Immunität - gegendiese Krankheit entwickelt
Die Zahl der registrierten Malariaerkrankungen in Europa hat sich in den letzten Jahren - erhöht
Dies ist vor allem auf verstärkte Reiseaktivitäten zurückzuführen -
Die meisten durch Plasmodium Falciparum verursachten Malariaerkrankungen stammen - ausAfrika
Mit dem weniger gefährlichen Plasmodium Vivax sind meist Besucher und Immigranten - ausdem indischen Subkontinent infiziert.
Die Wahrscheinlichkeit, sich in unserer Klimazone mit Malaria anzustecken, ist extrem - niedrig
Trotzdem sind einige Fälle bei Drogensüchtigen bekannt, die sich durch gemeinsam mit - Infiziertenbenutzte Injektionsnadeln angesteckt haben, oder bei Personen, die eine Transfusion mit infiziertem Blut erhielten
Ursachen
Die für die Malaria verantwortlichen Parasiten sind Protozoen der Gattung Plasmodium - Vierverschiedene Arten können beim Menschen eine Erkrankung hervorrufen - 1.Plasmodium Falciparum
2. Plasmodium Vivax
3. Plasmodium Ovale
4. Plasmodium Malariae
Die Parasiten verbringen einen Teil ihres Lebenszyklus im Menschen und einen Teil in der Anopheles- Mücke
Der Verlauf der Krankheit
Siehe Folie
Die Erreger der Malaria sind einzellige Parasiten (Plasmodien) - IhreSporenformen (Sporozoiten) gelangen beim Strich der Anophelesmücke mit deren - Speichelin den Menschen und reifen in Leber, Milz, Knochenmark und Gefäßwänden während 1-6 Wochen zu Schizonten heran
Diese teilen sich ungeschlechtlich in Merozoiten, die ins Blut geschwemmt werden und - dieroten Blutkörperchen befallen Hier kommt es wiederum zur Schizogonie - DieMerozoiten werden beim Zerfall der roten Blutkörperchen frei, was den Fieberanfall - hervorruft
Die Merozoiten dringen in neue Blutkörperchen ein - Nacheinigen Vermehrungszyklen entstehen Geschlechtsformen, die mit aufgenommenem - Blutin den Darm einer Mücke gelangen
Die befruchtete Eizelle (Zygote) durchdringt die Darmwand und setzt sich an der - Darmaussenwand,wo aus ihr durch Mehrfachteilung Sporozoiten hervorgehen, die u.a. in die Speicheldrüsen der Mücke wandern
Bei Temperaturen unter 15°C können sich die Sporozoiten nicht entwickeln - DieArten
Beim Menschen tritt Malaria in 4 verschiedenen Formen auf - Jedevon diesen Formen wird durch eine andere Parasitenart verursacht - Siehaben jedoch die gleichen Symptome, nämlich Schüttelfrost, Fieber und - Schweißausbrüche
Wir die Krankheit nicht behandelt, so treten die Symptome in regelmäßigen Schüben auf - Malariatertiana
Ist die leichteste Form und eine meist gutartige Malaria, deren Erreger Plasmodium - Vivax ist
Das Fieber nach dem 1. Anfall, zudem es meist innerhalb der ersten 2 Wochen nach einer - Infektionkommt, kann alle 2 Tage auftreten Rückfälle können auch nach 1- 2 Jahren auftreten - Malariatropica
Auch Tropenfieber genannt
-
Wirddurch Plasmodium Falciparum hervorgerufen und verläuft in vielen Fällen tödlich
-
DieOrganismen, die diese Form der Erkrankung auslösen, blockieren häufig die
-
Blutgefäßedes Gehirns, was zu Koma, Delirium und schließlich zum Tod führt Delirium ist Symptom vieler
Ein Delirium kann sich bei jeder Krankheit einstellen, die mit hohem Fieber verbunden ist - Malariaquartana
Dessen Erreger ist Plasmodium malariae ist, hat eine längere Inkubationszeit als Malaria - tertianaoder das Tropenfieber
Der 1. Anfall tritt erst 18-40 Tage nach der Infektion auf - Danachkommt es alle 3 Tage zu weiteren Anfällen - die4. Und seltenste Form der Krankheit wird durch das Plasmodium Ovale verursacht - Verläuftähnlich der Malaria tertiana - Währendder Inkubationszeit der Malaria wachsen die Protozoen (Plasmodien) in den - Leberzellen
Einige Tage vor dem 1. Anfall befallen die Organismen die Erythrozyten - ImLaufe ihrer Entwicklung zerstören sie die roten Blutzellen, was zu den typischen - Fieberanfällenführt
Symptome
Die Zeitspanne zwischen dem Mückenstich und dem Auftreten der ersten Symptome - beträgtin der Regel 1 bis 2 Wochen Sie kann aber bis zu einem Jahr dauern - DieSymptome der Malaria, Zittern, Schüttelfrost und Fieber, treten erst auf, wenn die mit - Parasiteninfizierten roten Blutkörperchen aufplatzen und so weitere Parasiten ins Blut gelangen
Das Hauptsymptom der Malariainfektion ist das klassische Wechselfieber - MitAusnahme der meisten Falciparum Malariafälle hat das Fieber drei Stadien: ein - „Kaltstadium“mit nicht kontrollierbaren Kälteschauern (Starrezuständen), ein Hitzestadium, in dem die Temperatur auf 40, 5°C ansteigen kann und schließlich ein Stadium mit starkem Schwitzen, während das Fieber sinkt Ein Malariaanfall kann von starken Kopfschmerzen, allgemeinem Unwohlsein und - Erbrechenbegleitet werden
nach Anfall fühlt sich Patient schwach, ist müde und schläft - häufigplatzen von Parasiten befallene Erythrozyten bei jedem Zyklus zum gleichen - Zeitpunkt,so dass Fieberanfälle in Zyklen verlaufen: bei Plasmodium Vivax- und Ovale-Infektionen alle 2 Tage bei Malariae Infektionen alle 3 Tage - PlasmodiumFalciparum befällt Erythrozyten in jedem Altersstadium, wogegen die - anderenMalaria- Arten nur die jungen oder nur die alten Blutkörperchen infizieren bei der Falciparum- Malaria ist somit eine größere Anzahl der Blutkörperchen betroffen; - sie ist schwerwiegender
diese Form der Malaria kann nach Auftreten erster Symptome innerhalb weniger Tage - zumTod führen
das Fieber hält länger an und kommt unregelmäßiger vor - Symptomesind zunächst ähnlich wie bei einer Grippe, so dass die Schwere der - Erkrankungoft nicht erkannt wird
die mit Parasiten befallenen Erythrozyten werden klebrig und blockieren die Blutgefäße - inlebenswichtigen Organen, insbesondere der Niere die Milz vergrößert sich, und auch das Gehirn kann betroffen werden - daskann zu Krämpfen und sogar Koma führen - eineZerstörung der Blutzellen führt zu hämolytischer Anämie - auchNierenversagen und Gelbsucht sind für die Falciparum - Malaria typisch - selbstbei Einnahme von Malaria- Medikamenten und bei Vorkehrungen gegen - Mückenstichekann es zu einer Malaria- Infektion kommen
wer nach der Rückkehr aus den Tropen unter Kopfschmerzen und Fieber leidet, sollte so - baldwie möglich den Arzt aufsuchen und ihn über die reise informieren
Diagnose
Malaria wird durch die Analyse von Blutproben, die in 6- bis 12- stündigen Intervallen - entnommenwurden, diagnostiziert
die verschiedenen Entwicklungsphasen des Parasiten sind unter dem Mikroskop klar zu - erkennen
Therapie
Die Malariavorbeugung besteht aus 2 wichtigen Maßnahmen:
1. Schutz vor Moskitostichen (Expositionsprophylaxe)
2. Einnahme von Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe)
die Malaria, besonders die Falciparum- Malaria, ist häufig ein medizinischer Notfall und - wirdim Krankenhaus behandelt zur Therapie werden Malariamittel eingesetzt - inschweren Fällen können auch Bluttransfusionen erforderlich sein - diebei allen Arten der Malaria übliche Therapie ist die Behandlung mit Chloroquin (z.B. - Resochin),das die Malariaparasiten im Blut abtötet
Chloroquin
kann in Gebieten ohne Chloroquin- Resistenz zur Prophylaxe eingesetzt werden - alsNebenwirkungen treten gelegentlich kurzfristige Magenbeschwerden, A8genflimmern - undSchwindel auf
bleibende Schäden der Netzhaut sind nur bei Dauereinnahme über Jahre in seltenen Fällen - zuerwarten
Chloroquin ist nach bisherigem Wissenstand auch bei Schwangeren und Kleinkindern - einsetzbar
Chloroquin kann in Gebieten ohne Chloroquin- Resistenz auch zur Malariatherapie und - zurnotfallmäßigen Selbstbehandlung bei Malariaverdacht verwendet werden Chinin (z.B. Chinium dihydrochloricum Büchler) wird allgemein zur Behandlung der - Chloroquinresistenten Falciparum- Malaria verwendet, die heute in vielen Tropengebieten verbreitet ist
Chinin und Doxycyclin
Werden in erster Linie bei der Therapie der Malaria eingesetzt -
Sie sind grundsätzlich jedoch auch zur Prophylaxe anwendbar - DieseMedikamente werden jedoch nur in Einzelfällen (z.B. bei Gegenanzeigen gegen - andereMalariamittel, besondere Resistenzsituationen) verschrieben Chinin- und Doxycyclin- Resistenzen sind ebenfalls möglich - Schwangereund Kinder bis 8 Jahre sollten kein Doxcyclin erhalten - beider Vivax- oder Ovale- Malaria muss darüber hinaus auch Primaquin (z.B. - Primaquine)eingenommen werden, um die Parasiten in der Leber abzutöten Primaquin kann bei Patienten, die einen G6PD- Defekt haben, zu hämolytischer Anämie - führen
Proguanil
In einigen Gebieten mit Chloroquin- Resistenz muss zusätzlich zur Chloroquin- - ProphylaxeProguanil eingenommen werden Dadurch lässt sich eine zusätzliche Schutzwirkung erreichen - NachEinnahme von Proguanil kann es zu vorübergehenden Haarausfall oder - Magenbeschwerdenkommen, sehr selten auch zur sogenannten Mundfäule Proguanil kann nach bisherigem Wissensstand auch bei Schwangeren und Kleinkindern - eingesetztwerden
Es sollte zur Prophylaxe nur in Kombination mit Chloroquin verwendet werden und - eignetsich nicht zur Therapie
Mefloquin
In Gebieten mit sehr hohem Malariarisiko und hochgradiger Chloroquin- Resistenz oder - verbreitetenResistenzen bietet eine Prphylaxe mit Mefloquin derzeit den besten Schutz Mefloquin kann auch zur Malariatherapie und zur notfallmäßigen Selbstbehandlung bei - Malariaverdachteingesetzt werden
Wegen gelegentlicher neuropsychiatrischer Nebenwirkungen, die in seltenen Fällen - schwerverlaufen können, sollten Personen mit psychischen Erkrankungen oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte sowie Personen mit verantwortungsvoller Tätigkeit und besonderen Anforderungen an die räumliche Orientierung (z.B. Piloten, Gerätetaucher u.a.) keine Prophylaxe mit Mefloquin betreiben Außerdem sollte Mefloquin nicht bei Patienten mit bestimmten Herzrhythmusstörungen - (AV-Blockierungen) sowie zusammen mit Betrablockern, Kalziumantagonisten oder Antiarrhythmika eingenommen werden
Als weitere Nebenwirkungen sind Übelkeit, Schwindel, Schlafstörungen und allergische - Hautreaktionenbeobachtet worden
Nebenwirkungen sind bei prophylaktischer Anwendung wesentlich seltener als bei - therapeutischer
Schwangere im 1. Schwangerschaftsdrittel und Kleinkinder bis 15 kg Körpergewicht - solltenMefloquin nicht einnehmen
Während der Einnahme und nach der letzten Einnahme von Mefloquin ist noch für 3 - Monatesicherheitshalber eine Schwangerschaft zu vermeiden
Halofantrin
- Halofantrin ist nur zur Therapie, aber nicht zur Prophylaxe der Malaria einsetzbar
- Es kann Herzrhythmusstörungen hervorrufen und sollte daher in Kombination mit Arzneimitteln oder bei klinischen Zuständen, die zu einer Verlängerung der Erregungsleitung am herzen führen können oder bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden
- Bei einer angeborenen oder erworbenen QT- Zeit- Verlängerung im EKG darf es nicht eingenommen werden
- Aufgrund dieser seltenen, aber in Einzelfällen lebensbedrohlichen Herzrisiken ist Halofantrin als Medikament für die notfallmäßige Selbstbehandlung trotz guter Wirksamkeit und subjektiv geringer Nebenwirkungen in aller Regel nicht mehr und nur unter Beachtung obiger Kriterien zu empfehlen
- Wegen mangelnder Erfahrung darf Halofantrin nicht in der Schwangerschaft und nicht von Kleinkindern unter 10 kg Körpergewicht eingenommen werden
Sulfadoxin- Pyrimethamin
Wird nicht mehr zur Prophylaxe eingesetzt und ist in Deutschland nicht mehr auf dem - Markt
Zur Behandlung der Malaria wird es vor allem in Afrika noch häufig eingesetzt - Artemisinin-Derivate
z.B. Artesunat, Artemether - Werdenvor allem in Südostasien zunehmend in der Malariatherapie eingesetzt, sie sind - jedochin Deutschland derzeit noch nicht zugelassen
Vorbeugung
jeder Tropenreisende (auch schwangere Frauen) sollte vorbeugend Malaria-
-
Medikamenteeinnehmen
die jeweiligen Empfehlungen werden ständig erneuert
Reisende sollten daher vor Reiseantritt den jeweils aktuellen Rat ( beim Gesundheitsamt) über Medikamente und Dosierung einholen
Chloroquin wird oft für Gebiete empfohlen, in denen es gegen dieses Medikament keine
bei längerer Anwendung kann Proguanil (z.B. Paludrine) empfohlen werden aufgrund einiger geringen Nebenwirkungen
in Chloroquin- resistenten Gebieten kann eine Kombination aus Chloroquin und Proguanil oder aus Pyrimethanin (z.B. Daraprim) und Dapson (z.B. Dapson- Fatol) eingesetzt werden
ebenfalls zur Vorbeugung für Chloroquin- resistente Gebiete wird haute besonders das neue Mefloquin (z.B. Lariam) empfohlen, da die Nebenwirkungen bei diesem Arzneistoff besonders gering sind
auch zur Therapie der Malaria- Falciparum ist Mefloquin hervorragend geeignet alle Medikamente gegen Malaria müssen einige Zeit vor (1 bis 2 Wochen) und nach ( mindestens 4 Wochen) dem Aufenthalt in den Tropen eingenommen werden zusätzlich zur medikamentösen Vorbeugung sollten Reisende in den Tropen alles tun,
-
umMoskitostiche zu vermeiden
am Abend sollte Schutzkleidung (lange Ärmel, lange Hosen) getragen und Isektenmittel (Repellents) sollten verwendet werden
weitere Abwehrmaßnahmen gegen Moskitostiche sind Moskitonetze und Insektizid-Sprays
Schutz
Vermeidung von Moskitostichen - Diekonsequente Anwendung der Maßnahmen zur Vermeidung von Moskitostichen kann - dasMalariarisiko erheblich verringern Dazu gehören -
Die „ 5 goldenen regeln“ für einen guten Mückenschutz
1. Das Einreiben unbedeckter Hautstellen mit moskitoabweisenden Mitteln (Repellents)
2. Das Tragen von hautbedeckter Kleidung
3. Der Aufenthalt in mückensicheren Räumen (Klimaanlage, Fliegengitter)
4. Die Anwendung von Moskitonetzen
5. Die Verwendung von Aerosolen, Verdampfern, Räucherspiralen
Jede Schutzmaßnahme steigert die Schutzwirkung - DerSchutz vor Stichen von Stechmücken und Fliegen hat eine ganz besondere Bedeutung - wegender durch diese Insekten möglicherweise übertragenen Krankheiten Eine besondere Bedeutung nimmt hier die Malaria ein, zu deren Vorbeugung ein - situationsgerechterMückenschutz wichtig ist, der konsequent durchgeführt werden muss Die Tatsache, dass in der Regel dennoch nicht alle Stiche vermeidbar sein werden, darf - nichtzu einer Vernachlässigung des Mückenschutzes führen, da die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit der Zahl der Stiche steigt
Hilfreiche Verhaltensregeln
Lästigen Insekten kann man vielfach bereits aus dem Weg gehen, indem man sich abseits - vonstehenden Gewässern, Gräben und Wassertonnen aufhält und sich einen Schlafplatz entsprechend aussucht
Ein Aufenthalt in mückengeschützten Räumen empfiehlt sich ab der Dämmerung - VomEinbruch der Dämmerung an bis zum frühen Morgen sind die Malaria- Überträger - besondersaktiv
Bei Aufenthalten im freien, besonders in der mückenaktiven Zeit, schützt eine möglichst - hautbedeckteKleidung, langärmelige, weite Hemden, lange Hosen, Socken Bekleidete Körperstellen bleiben meist von Stichen verschont, wenn das Gewebe nicht zu - dünngewählt wurde
Besonders geeignet sind Leinengewebe, dich gewebt und trotzdem nicht wärmend - AufExkursionen sind eventuell ein Kopfnetz, Gamaschen oder Handschuhe nützlich - UnbedeckteHautpartien sind Mückenstichen ausgesetzt - Dieunbekleidete Haut kann mit mückenabwehrenden Flüssigkeiten oder Cremes - geschütztwerden
In ihnen sind ätherische Öle oder chemische Stoffe wie N, N-Diethyl-m-Toluamid - (DEET)oder Dimethylphthalat gebunden
Die Wirkung der Mückenschutzpräparate kann individuell schwanken - AktuelleForschungsergebnisse
Münchener Tropenmediziner zählten bis zu 300 Insekten der Gattung Anopheles während - einerFehlstudie in Burkina Faso in einer einzigen Hütte pro nacht, bis zu 15% der Blutsauger trugen Parasiten im Speichelsekret
Malaria ist Kinderkrankheit - MeistenOpfer sterben vor ihrem 5. Geburtstag - EineTodesquote, als stürzten jeden Tag 7 mit Kindern voll besetzte Jumbojets über - Afrikaab
Je stärker aber eine Region malariaverseucht ist, desto weniger schwere Erkrankungen - gibtes unter Jugendliche und Erwachsenen Denn Menschen erwerben eine Teil- Immunität - Dazureichen 1 bis 2Ionfektionen aus, um wirksamen Schutz gegen schwere -
Krankheitsformen aufzubauen
Bisher scheiterte Entwicklung einer Vakzine an der Komplexität des Malaria- Erregers - Plasmodiumfalciparum kann etwa 6000 Proteine bilden, die es je nach - Entwicklungsstadiumund Erregerstamm verschieden kombiniert Wenn ein Impfstoff gegen ein Stadium wirkt, kann schon das nächste der Abwehr wieder - entgehen
Erste Kombinationsimpfstoffe haben im Tierversuch gegen sämtliche Plasmodium- - Stadienihre Wirksamkeit bewiesen
Stephan Hoffman, Direktor des Malaria- Forschungsprogramms am Navel Medical - ResearchCenter in Silver Spring, US- Bundesstaat Maryland setzt auf eine andere Art der Therapie: Auf die Impfung kit DNS
Er injiziert Erbsubstanz , in die 5 bis 10 Plasmodien- Gene eingebaut sind, in - Muskelgewebe
Dort stellen Zellen vorübergehend die entsprechenden Genprodukte- Proteine des - Malaria-Erregers- her
Diese könnten vom Immunsystem erkannt werden, das daraufhin einen Immunschutz - dagegenaufbaut
Bis der DNS- Impfstoff reif ist für eine klinische Erprobung, wird es noch lange dauern - Einstweilengreifen Mediziner zur Vorbeugung und Therapie unter anderem auf - synthetischeAbkömmlinge des Chinins zurück
Zu diesen zählen Chloroquin, Mefloquin und auch das brandneue Tafenoquin, das ersten - klinischenTest zufolge nach nur 3- tätiger Einnahme 7 Wochen lang vor einer Infektion schützen soll
Doch die anpassungsfähigen Plasmodien haben bislang gegen alle Chemotherapeutika - Resistenzenentwickelt
Auch gegen neuartige Wirkstoffe wie die Artemisinine, die aus der chinesischen - HeilpflanzeArtemisisia annua isoliert wurden, gegen Mefloquin oder Halofantrin wappnen sich die Erreger
Australische Forscher haben herausgefunden, dass eine einzige Mutation im Erbgut des - Parasitengleich gegen verschieden Malariamittel Widerstandskraft verleihen kann Neue Therapeutika aus den Labors der Pharmakonzerne sind vorerst nicht zu erwarten - Von1233 Wirkstoffen, die zwischen 1975 und 1977 in aller Welt entwickelt worden - sind,richten sich nur 13 gegen Tropenkrankheiten
In Florida und Kalifornien etwa wird mehr Geld für die Vernichtung harmloser Mücken - ausgegebenals weltweit für die Malaria- Forschung
Der Grund für die Zurückhaltung: Die malaria- Prophylaxe für Tropenresiende au reiche - Ländernwirft höchsten 200 bis 500 Millionen Mark jährölich ab- zu wenig, bei kindestens einer Millarde mark entwicklungskosten
Und von den am schlimmsten Geplagten, den Afrikanern, sind gar keine nennenswerten - Erträgezu erhoffen
Zudem könnte Produktpiraterie in den Entwicklungsländern den Profit zusätzlich - schmälern
Um die Arzneimittelhersteller für Malaria- Forschung zu erwärmen, ist 1999 die - „Medicinefor Malaria Venture“ entstanden, eine Initiative von WHO und anderen Organisationen
Ziel ist es, jährlich 60 Millionen Mark aufzubringen und durch Anschlussfinanzierungen - dieEntwicklung neuer Malariamittel zu fördern
Bald werden Bioinformatiker auch mit Hochdruck im Erbgut von Plasmodium falciparum -
nach neuen Therapieansätzen suchen können
Eine exotische Methode ist das Experimentieren von Henry Lai von der University of - Washingtonmit magnetischen Wechselfeldern: Plasmodien „fressen“ das mesnchliche hämoglobin, wobei der eisenhaltige Asnteil, das Häm- Molekül, unverdaulich bleint Durch die Bestrahlung des Patienten könnten die Häm- Moleküle zum rotieren gebracht - werdenund so den Einzeller zerstören
Andere Strategien zielen auf die Anopheles- Mücke - Mexikanischeforscher haben gentechnisch veränderte Fruchtfliegen produziert, die in - ihremVerdauungstrakt ein Skorpion- Toxin bilden und damit die Reifung von Plasmodien hemmen
Dass dies theoretisch auch bei Anopheles möglich ist, hat eine andere Arbeitsgruppe - kürzlichgezeigt
Um die Biologie der Stechmücken genauer zu erforschen, lassen sich Wissenschaftler in - einermalariageplagten Region in Kenya freiwillig stechen, allerdings von handverlesenen plasmodiumfreien Insekten
In einer „Malariasphere“ , einem hermetisch abgeschlossenen Labor am Ufer des - Viktoriasees,wollen sie der abstoßenden Wirkung von Insektenmitteln, der Anziehungskraft menschlicher Ausdünstungen und den Ernährungsgewohnheiten der Mücken auf die Spur kommen- um vielleicht eine Schwachstelle im Entwicklungszyklus der Überlebensspezialisten zu entdecken
Von dem ursprünglichen Plan, die Malaria in den Tropen gänzlich auszurotten, ist die - WHOindes längst wieder abgerückt
Abgesehen von der Einsicht, dass weder die Technik noch die Medikamente oder das - nötigeGeld für ein solches Mammutvorhaben bereitstehen: ein teilerfolg würde die Menschen womöglich einem größeren Risiko aussetzen als der Status quo Denn hätten sie ihre durch andauernde, vergleichsweise harmlose Infektionen erworbene - Immunitätgegen die schwersten Formen der Krankheit erst einmal verloren, würden sie von jeder neu aufkeimenden Malaria- Epidemie ungleich schneller dahingerafft
Liste für die Malaria- Beratung durch den Arzt
-
Warum denkt ihr muss man aufgeklärt sein?
MALARIA
Begriff
ital. : schlechte Luft - Bekanntals Sumpffieber, Wechselfieber, helodes - Schwereparasitäre Erkrankung, die durch Mücke Anopheles (Moskito) übertragen wird - Malariain Tropen verbreitet - Weltweiterkranken jährlich 300 Millionen Menschen daran - FürReisende in warme Klimazonen stellt Malaria wichtigste Gefährdung der Gesundheit - dar
Die Weltgesundheits- Organisation hat breitabgelegte Programme zur Eindämmung der - Malariadurchgeführt
wenige Fortschritte in letzten 20 Jahren erzielt - Moskitoshaben Resistenz gegenüber Insektiziden entwickelt, und in vielen Gebieten sind - auchMalariaparasiten gegenüber Malaria- Medikamenten resistent geworden
Geschichte
Hippokrates kannte die Krankheit Malaria bereits vor über 2000 Jahren - Späterwurde sie als „mala aria „ d.h. schlechte Luft oder Sumpfluft beschrieben - Malariawar bereits im Altertum bekannt - Bisins 19. Jh. Galten Miasmen in Sumpfgebieten als Ursache - 1880entdeckte C.L.A. Laveran die Plasmodien im Blut Malariakranker - 1898beschrieb G.B. Grassi die Rolle der Anopheles- Mücken als Überträger - durchden weltweiten Reiseverkehr kann Malaria in alle Teile der Welt verbreitet werden - Malariawird durch das einzellige Sporentierchen der Gattung Plasmodium erzeugt und - durchdie Fiebermücke Anopheles auf den Menschen übertragen
Vorkommen
Malaria stellt in meisten tropischen Ländern ein großes Gesundheitsproblem dar - Inden betroffenen Gebieten werden Kinder oft wiederholt infiziert, viele von ihnen - sterben
in Afrika sterben jährlich etwa 1 Million Säuglinge und Kinder an Malaria - meistenMenschen, die in Malariagebieten leben, haben gewisse Immunität gegen diese - Krankheitentwickelt
Zahl der registrierten Malariaerkrankungen in Europa hat sich in letzten Jahren erhöht - vorallem auf verstärkte Reiseaktivitäten zurückzuführen - meistenMalariaerkrankungen stammen aus Afrika - Wahrscheinlichkeit,sich in unserer Klimazone mit Malaria anzustecken, ist extrem - niedrig
Trotzdem sind einige Fälle bei Drogensüchtigen bekannt, die sich durch gemeinsam mit - Infiziertenbenutzten Injektionsnadeln angesteckt haben, oder bei Personen, die eine Transfusion mit infiziertem Blut erhielten
Ursachen
Die für die Malaria verantwortlichen Parasiten sind Protozoen der Gattung Plasmodium - Vierverschiedene Arten können beim Menschen Erkrankung hervorrufen - 1.PlasmodiumFalciparum 2.Plasmodium Vivax
3.Plasmodium Ovale 4.Plasmodium Malariae
Der Verlauf der Krankheit
Erreger der Malaria sind einzellige Parasiten - Sporenformengelangen beim Strich der Anophelesmücke mit Speichel in Menschen - undreifen in Leber, Milz, Knochenmark und Gefäßwänden während 1-6 Wochen zu Schizonten heran
teilen sich ungeschlechtlich in Merozoiten, die ins Blut geschwemmt werden und die - rotenBlutkörperchen befallen Hier kommt es wiederum zur Schizogonie - Merozoitenwerden beim Zerfall der roten Blutkörperchen frei, was Fieberanfall - hervorruft
Die Merozoiten dringen in neue Blutkörperchen ein - NachVermehrungszyklen entstehen Geschlechtsformen, die in Darm einer Mücke - gelangen
befruchtete Zygote durchdringt Darmwand und setzt sich an Darmaussenwand, wo aus - ihrdurch Mehrfachteilung Sporozoiten hervorgehen, die u.a. in Speicheldrüsen der Mücke wandern
Die Arten
Beim Menschen tritt Malaria in 4 verschiedenen Formen auf - Jedevon diesen Formen wird durch eine andere Parasitenart verursacht - Siehaben jedoch die gleichen Symptome, nämlich Schüttelfrost, Fieber und - Schweißausbrüche
1. Malaria tertiana
leichteste Form und meist gutartige Malaria, deren Erreger Plasmodium Vivax ist - Fiebernach 1. Anfall, zudem es meist innerhalb ersten 2 Wochen nach Infektion kommt, - kannalle 2 Tage auftreten Rückfälle können auch nach 1- 2 Jahren auftreten - 2.Malaria tropica Auch Tropenfieber genannt - durchPlasmodium Falciparum hervorgerufen und verläuft in vielen Fällen tödlich - DieOrganismen, die diese Form der Erkrankung auslösen, blockieren häufig Blutgefäße - desGehirns, was zu Koma, Delirium und schließlich zum Tod führt
3. Malaria quartana
Dessen Erreger Plasmodium malariae ist, hat längere Inkubationszeit als Malaria tertiana - oderTropenfieber
1. Anfall tritt erst 18-40 Tage nach Infektion auf - Danachkommt es alle 3 Tage zu weiteren Anfällen - 4.und seltenste Form wird durch Plasmodium Ovale verursacht - Verläuftähnlich Malaria tertiana - WährendInkubationszeit der Malaria wachsen Protozoen in Leberzellen - EinigeTage vor 1. Anfall befallen Organismen Erythrozyten -
Im Laufe ihrer Entwicklung zerstören sie die roten Blutzellen, was zu den typischen - Fieberanfällenführt
Symptome
Inkubationszeit beträgt in Regel 1 bis 2 Wochen - kannaber bis zu 1 Jahr dauern - Symptomeder Malaria, Zittern, Schüttelfrost und Fieber, treten erst auf, wenn mit - Parasiteninfizierten roten Blutkörperchen aufplatzen ⇒ weitere Parasiten gelangen ins Blut
Hauptsymptom der Malariainfektion ist klassische Wechselfieber - MitAusnahme der meisten Falciparum Malariafälle hat Fieber drei Stadien: - 1.ein „Kaltstadium“ mit nicht kontrollierbaren Kälteschauern (Starrezuständen),
2. ein Hitzestadium, in dem die Temperatur auf 40, 5°C ansteigen kann und schließlich
3. ein Stadium mit starkem Schwitzen, während das Fieber sinkt
Therapie
Die Malariavorbeugung besteht aus 2 wichtigen Maßnahmen:
1. Schutz vor Moskitostichen (Expositionsprophylaxe)
2. Einnahme von Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe): Chloroquin - Chinin(z.B. Chinium dihydrochloricum Büchler) und Doxycyclin - Primaquin(z.B. Primaquine) - Proguanil - Mefloquin - Halofantrin - Sulfadoxin-Pyrimethamin - Artemisinin-Derivate z.B. Artesunat, Artemether - Vorbeugung
Tropenreisende (auch schwangere Frauen) sollten vorbeugend Malaria- Medikamente - einnehmen
jeweiligen Empfehlungen werden ständig erneuert
-
Reisendesollten daher vor Reiseantritt den jeweils aktuellen Rat ( beim Gesundheitsamt) über Medikamente und Dosierung einholen
am Abend sollte Schutzkleidung (lange Ärmel, lange Hosen) getragen und Insektenmittel (Repellents) sollten verwendet werden
weitere Abwehrmaßnahmen gegen Moskitostiche sind Moskitonetze und Insektizid-Sprays
Schutz
Vermeidung von Moskitostichen - konsequenteAnwendung der Maßnahmen zur Vermeidung von Moskitostichen kann - Malariarisikoerheblich verringern
Die „ 5 goldenen regeln“ für einen guten Mückenschutz
1. Das Einreiben unbedeckter Hautstellen mit moskitoabweisenden Mitteln (Repellents)
2. Das Tragen von hautbedeckter Kleidung
3. Der Aufenthalt in mückensicheren Räumen (Klimaanlage, Fliegengitter)
4. Die Anwendung von Moskitonetzen
5. Die Verwendung von Aerosolen, Verdampfern, Räucherspiralen
Aufbau
Allgemeines - Geschichte undHäufigkeit - Verbreitungsgebiete - Erreger - Beschwerdenund Symptome - Infektionswege - Therapie - Letalität(Sterblichkeit) - Prognose - Rechtliches - Allgemeines
ist hämorrhagisches Fieber (virulent) - wirddurch Filo- Viren, also einsträngige RNA- Viren, ausgelöst - Übertragungvon Mensch zu Mensch findet nur über Körperflüssigkeiten Erkrankter statt - in50- 80 % der Fälle endet Erkrankung tödlich - kommtnur in Afrika und vor allem in der demokratischen Republik Kongo, Sudan, - Gabun,Elfenbeinküste oder Uganda vor Medikamente oder Impfungen gegen Virus gibt es nicht - letzteEbola- Epidemie brach Anfang Oktober 2000 im Norden Ugandas aus - Epidemiehatte 169 Todesopfer - imJahr 1976 trat anlässlich einer Epidemie in Zaire diese schwere Infektionserkrankung - erstmalsin Weltöffentlichkeit
es war damals nicht möglich, den schwer erkrankten Menschen in irgendeiner Form zu - helfenund zu heilen
heutzutage gibt es keinerlei Mittel gegen Virus - esexistiert keine Impfung - inZeit von 1976 bis 2000 gab es 7 Epidemien: - 1976im Sudan und Zaire 1977/78 in Zaire 1979 und 83 im Sudan 1995 in Kikwit (in Zaire) 2000 in Uganda
Geschichte und Häufigkeit
die Namen aller hämorrhagischen Fiebererkrankungen werden, einer internationalen - Übereinkunftzufolge, des ersten bekannt gewordenen Auftretens benannt im Fall von Ebola nach dem Ebola- Fluss im (ehemaligen) Zaire - wiebereits erwähnt sind bis 2000 7 größere Ausbrüche dieser Erkrankung bekannt - geworden,vorallem im Sudan und Zaire
1976 erkrankten in Zaire 318 Menschen an Ebola, wovon 280 starben - dieswar ein Ausbruch, mit der höchsten Todesrate aller 7 Epidemien - meistenInfektionen traten in Krankenhäusern auf durch schlecht hygienische - Bedingungen,ungenügendem infiziertem Material und Mehrfachnutzung von OP- Bestecken und - spritzen
Krankenhausausbreitung konnte bald durch ausreichende Hygiene und - Quarantänemaßnahmengut eingedämmt werden
Verbreitungsgebiete
Ebola- Virus nur in Afrika aufgetreten und dort in der Demokratischen Republik Kongo - bisGabun, dem Sudan, der Elfenbeinküste und Uganda
gewisse Ausnahme davon bildet 1967 in Marburg erstmalig ausgebrochene ebolaähnliche - Infektionvon Wissenschaftlern, die sich an, aus Uganda als Versuchstiere eingesetzten, Meereskatzen angesteckt hatten (grüne Meerkatzen) Erkrankung brach ebenfalls in Frankfurt/ Main und Belgrad aus - Insgesamtwurden 31 Wissenschaftler infiziert, sieben der Infizierten verstarben - Dabeiinfizierten sich 25 Menschen direkt durch die Meerkatzen, der Rest an den bereits - Erkrankten
Seitdem heißt dieses hämorrhagische Fieber nach seinem Auftretungsort Marburg- Fieber - Erreger
hämorrhagisches, also Blutungen auslösendes Fieber wird durch bestimmte Gruppe von - Virenübertragen
verschiedene Familien von Viren, die in Lage sind hämorrhagisches Fieber auszulösen, - sindFilo- Viren, Arena- Viren, Flavi- Viren und Bunya- Viren häufigsten Wirte dieser Viren sind Nagetiere und Insekten (Mücken und Moskitos) - Ebola-Virus ist RNA- Virus aus Klasse der Filo- Viren - siewerden als Filiae (heisst „Faden“) bezeichnet und sehen im Elektronenmikroskop wie - sehrdünne Fäden aus
es sind von diesem Virus 3 Antigenvarianten möglich: - 1.Ebola- Virus
2. Marburg- Virus
3. Reston- Virus (scheint aber nur Affen zu erkranken)
Beschwerden und Symptome
nach 4 bis 16 Tagen der Infektion beginnt Fieber - Schüttelfrost - Kopfschmerzen - Muskelschmerzen - Appetitlosigkeit - Erbrechen - Durchfall - Magenkrämpfe - starkeBrustschmerzen - Gerinnungsstörungen - Patientenbeginnen überall zu bluten: im Magendarmtrakt, unter der Haut und - gegebenenfallsaus den Einstichstellen
am 5.bis 7. Krankheitstag tritt maserartiger Hautausschlag auf, der aber nur auf heller - Hautzu sehen ist
neurologische Symptome mit Lähmungen und Psychose sind häufig - Todtritt meist um 9. Krankheitstag auf - Infektionswege
Ebola- Virus wird über sehr engen Körperkontakt und vorallem mit Körperflüssigkeiten - von Erkrankten übertragen
bei bisherigen Krankheitswellen wurden besonders Personen infiziert, die im - Krankenhausmit Erkrankten arbeiteten, die mit infizierten Spritzen oder OP- Bestecken behandelt wurden oder Angehörige pflegten
Ebola- Virus kann wie HIV- Virus auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden - essei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies nur für Infektionen von Erkrankten - aufGesunde gilt
Infektionswege im Dschungel von Primärträgern auf Menschen sind immer noch - unbekannt
es kommt jedoch in der Regel zu keiner Ansteckung mit dem Virus, wenn Person zwar - infiziertist, aber noch keine Krankheitssymptome zeigt
Patienten, die eine Infektion durchgemacht haben, stellen keine Gefahr mehr für die - Verbreitungdes Ebola- Virus dar
Viren sind nur noch kurze Zeit nach der durchgemachten Krankheit im Blut nachzuweisen - Zweitinfektionenmit dem Virus bis her noch nicht beobachtet - eskönnen Antigene, Antikörper oder die spezielle RNA des Virus nachgewiesen werden - andereMöglichkeit besteht darin, dass Virus auf bestimmten Nährböden auszusäen und zu - beobachten,ob er sich dort vermehrt
Methode ist kompliziert und teuer und kann daher in Entwicklungsländern nicht oder nur - unzureichendausgeführt werden
da Diagnostik in der Regel erst sehr spät einsetzt, kann es zu relativ großen - Krankheitsausbrüchenkommen
Therapie
zur Zeit existiert kein Therapeutikum - Symptomebzw. Krankheitsfolgen können intensiv- medizinisch behandelt werden - sozum Beispiel Blutgerinnungsstörungen - dabeisind strenge hygienische Vorsichtsmaßnahmen zu beachten - idealerweisesollte Behandlung auf Isolierstationen erfolgen - nachLaborinfektion in England kam es bei Patienten zu Genesung, die das Serum von - Rekonvaleszenten,also von Personen, die die Infektion überlebt hatten, erhalten hatten
Letalität
aufgrund der sehr unterschiedlichen Zahlen über Erkrankte und Verstorbene lässt sich für - Sterblichkeitzwischen 50 und 80% angeben
Prognose
während letzten Epidemien wurden Exemplare vieler Vertreter der Tierpopulationen der - entsprechendenGegend daraufhin untersucht, ob sie das Virus als Hauptwirt beherbergen ohne den direkten Nachweis eines Haupt- bzw. Primärwirtes bleiben Fragen wie: „ Kann - sichdas Ebola- Virus bei vielen verschiedenen Wirten einnisten, oder ist es möglich, dass er ohne speziellen Wirt im Dschungel lebt?
Es gibt aber Hinweise darauf, dass sich Menschen nach dem Genuss von - Schimpansenfleischinfiziert haben
da diese Tiere aber selber auch an der Krankheit versterben, kommen sie als Primärwirt - nichtin Frage
Impfung gegen Ebola- Virus gibt es noch nicht - Aberin der renommierten Zeitschrift „nature“ vom 30.11.2000 von versuchen von - Wissenschaftlerndes National Instituts of Health der USA, denen es gelang mit einer DANN- Immunisierung, Affen gegen die Erreger zu immunisieren
Rechtliches
in BRD ist Verdacht auf Erkrankung, die Erkrankung selber sowie Ebola- Virus - meldepflichtig
bei uns an Schule auch (Zettel vom Senat) -
EBOLA
Allgemeines
hämorrhagisches Fieber - durchFilo- Viren, also einsträngige RNA- Viren, ausgelöst - Übertragungvon Mensch zu Mensch findet nur über Körperflüssigkeiten Erkrankter statt - in50- 80 % der Fälle endet Erkrankung tödlich - kommtnur in Afrika und vor allem in der demokratischen Republik Kongo, Sudan, - Gabun,Elfenbeinküste oder Uganda vor Medikamente oder Impfungen gegen Virus gibt es nicht - Geschichteund Häufigkeit
im Fall von Ebola nach dem Ebola- Fluss im (ehemaligen) Zaire benannt - bis2000 7 größere Ausbrüche dieser Erkrankung bekannt geworden, vorallem im Sudan - undZaire
1976 erkrankten in Zaire 318 Menschen an Ebola, wovon 280 starben - warAusbruch, mit höchster Todesrate aller 7 Epidemien - meistenInfektionen in Krankenhäusern durch schlecht hygienische Bedingungen, - ungenügendeminfiziertem Material und Mehrfachnutzung von OP- Bestecken undspritzen
Krankenhausausbreitung konnte bald durch ausreichende Hygiene und - Quarantänemaßnahmengut eingedämmt werden
Verbreitungsgebiete
nur in Afrika und dort in Demokratischen Republik Kongo bis Gabun, Sudan, - Elfenbeinküsteund Uganda
Erreger
Blutungen auslösendes Fieber wird durch bestimmte Gruppe von Viren übertragen - verschiedeneFamilien von Viren sind Filo- Viren, Arena- Viren und Bunya- Viren - häufigstenWirte dieser Viren sind Nagetiere und Insekten (Mücken und Moskitos) - Ebola-Virus ist RNA- Virus aus Klasse der Filo- Viren - siewerden als Filiae (heisst „Faden“) bezeichnet und sehen im Elektronenmikroskop wie - sehrdünne Fäden aus
es sind von diesem Virus 3 Antigenvarianten möglich: - 4.Ebola- Virus
5. Marburg- Virus
6. Reston- Virus (scheint aber nur Affen zu erkranken)
Beschwerden und Symptome
nach 4 bis 16 Tagen der Infektion beginnt Fieber - Schüttelfrost - Kopfschmerzen - Muskelschmerzen - Appetitlosigkeit - Erbrechen - Durchfall - Magenkrämpfe - starkeBrustschmerzen - Gerinnungsstörungen -
Patienten beginnen überall zu bluten: im Magendarmtrakt, unter der Haut und - gegebenenfallsaus
am 5.bis 7. Krankheitstag tritt maserartiger Hautausschlag auf, der aber nur auf heller - Hautzu sehen ist
neurologische Symptome sind Lähmungen und Psychose - Todtritt meist um 9. Krankheitstag auf - Infektionswege
Ebola- Virus wird über sehr engen Körperkontakt und vorallem mit Körperflüssigkeiten - vonErkrankten übertragen
bei bisherigen Krankheitswellen wurden besonders Personen infiziert, die im - Krankenhausmit Erkrankten arbeiteten, die mit infizierten Spritzen oder OP- Bestecken behandelt wurden oder Angehörige pflegten
Ebola- Virus kann wie HIV- Virus auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden - essei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies nur für Infektionen von Erkrankten - aufGesunde gilt
Infektionswege im Dschungel von Primärträgern auf Menschen sind immer noch - unbekannt
es kommt jedoch in Regel zu keiner Ansteckung mit dem Virus, wenn Person zwar - infiziertist, aber noch keine Krankheitssymptome zeigt
Viren sind nur noch kurze Zeit nach der durchgemachten Krankheit im Blut nachzuweisen - Zweitinfektionenmit dem Virus bis her noch nicht beobachtet - eskönnen Antigene, Antikörper oder die spezielle RNA des Virus nachgewiesen werden - andereMöglichkeit besteht darin, dass Virus auf bestimmten Nährböden auszusäen und zu - beobachten,ob er sich dort vermehrt
Methode ist kompliziert und teuer und kann daher in Entwicklungsländern nicht oder nur - unzureichendausgeführt werden
da Diagnostik in der Regel erst sehr spät einsetzt, kann es zu relativ großen - Krankheitsausbrüchenkommen
Therapie
zur Zeit kein Therapeutikum - Symptomebzw. Krankheitsfolgen können intensiv- medizinisch behandelt werden - sozum Beispiel Blutgerinnungsstörungen - dabeisind strenge Vorsichtsmaßnahmen zu beachten - idealerweisesollte Behandlung auf Isolierstationen erfolgen - Letalität
aufgrund der sehr unterschiedlichen Zahlen über Erkrankte und Verstorbene lässt sich für - Sterblichkeitzwischen 50 und 80% angeben
Prognose
während letzten Epidemien wurden Exemplare vieler Tierpopulationen der - entsprechendenGegend daraufhin untersucht, ob sie Virus als Hauptwirt beherbergen Impfung gegen Ebola- Virus gibt es nicht -
Arbeit zitieren:
Anne Kokoschko, 2001, Malaria und Ebola, München, GRIN Verlag GmbH
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Kommentar.
Super Sache - nur der Geschichtsteil ist für ein Biologiereferat zu lang.
Ansonsten großes Lob und weiter so!!!!!
am Friday, June 15, 2001-