Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
Symbolverzeichnis VI
1 Einführung. 1
1.1 Abgrenzung des Themas 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 1
2 Das Modell von Diamond und Rajan (2001) 2
2.1 Rahmen 2
2.2 Annahmen 2
2.2.1 Projekte und Finanzierung. 2
2.2.2 Relationship-Lending 3
2.2.3 Begrenzte Möglichkeit zur Verpflichtung (Limited Commitment) 4
2.2.4 Liquiditätsschock und Konsequenzen der Illiquidität. 5
2.3 Funktionsweise. 7
2.3.1 Optimale Verträge 7
2.3.2 Finanzintermediation. 8
2.3.2.1 Disziplinierung der Bank durch eine anfällige Kapitalstruktur 8
2.3.2.2 Der Depositenvertrag. 10
2.3.2.3 Verhandlungen mit der Bank und mögliche Ergebnisse. 11
II
2.3.2.4 Bedingungen zur Lösung des Problems der Illiquidität sowie Schaffung von Liquidität über zwei Perioden ................................ VIII
2.4 Zusammenfassung der Ergebnisse................................................................. IX
3 Kritische Auseinandersetzung mit dem Modell und seinen Ergebnissen .............. XI
3.1 Implikationen des Modells ............................................................................ XI
3.1.1 Unterscheidung von Finanz-Institutionen.............................................. XI
3.1.2 Narrow-Banking, Eigenkapitalanforderungen und Einlagenversicherung XII
3.2 Bezug zur Literatur und Vergleich mit Modellen anderer Autoren............ XIII
3.3 Hinterfragen der Annahmen und Überprüfung auf Realitätsnähe ............... XV
4 Fazit und Ausblick ............................................................................................XVII
Literaturverzeichnis..................................................................................................XVIII
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1:
Verhandlung zwischen Unternehmer und Relationship Lender zum Zeitpunkt 1
Abb. 2:
Ergebnis der Verhandlung zwischen Sparern und Bank zum Zeitpunkt 2 sowie Folgen des Bankruns
Abb. 3:
Modellvergleich
IV
Abkürzungsverzeichnis
BAnz. Bundesanzeiger
BGBl. Bundesgesetzblatt
bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
et al. et alii (und andere, lateinisch)
etc. et cetera
f. folgende
ff. fortfolgende
GE Geldeinheit
ggf. gegebenenfalls
i.d.R. in der Regel
No. Number (Nummer)
Nr. Nummer
o.V. ohne Verfasser
S. Seite
sog. sogenannte (oder entsprechende grammatische Form)
u.a. und andere
URL Uniform Resource Locator („Internet-Adresse”)
vgl. vergleiche
Vol. Volume (Band)
z.B. zum Beispiel
V
Symbolverzeichnis
d 2 Gesamtbetrag, den die Bank verspricht, an die Einleger zu zahlen
d 2 /n Betrag, den die Bank verspricht, jedem einzelnen Einleger zu zahlen
d t ’ Reduziertes Angebot der Bank zur Zahlung zum Zeitpunkt t
f j Teil der Einlagen, die vor Sparer j verfügt, d.h. abgehoben wurden
S Maximaler Kauf-/Verkaufspreis des Kredits
t Zeitpunkt; t = 0,1,2
Die Notation erfolgt in Anlehnung an Diamond/Rajan, 2001a.
VII
1 Einführung
1.1 Abgrenzung des Themas
Wie Diamond und Dybvig (1983) in ihrem Modell gezeigt haben, besteht grundsätzlich jederzeit die Gefahr eines Bankruns, da Banken langfristig illiquide Kredite über kurzfristig abrufbare Depositen finanzieren. Diamond und Rajan (2001) zeigen nun, dass eine solch anfällige Kapitalstruktur für eine Bank trotzdem sinnvoll ist, weil dadurch Liquidität auf beiden Seiten der Bankbilanz geschaffen wird. 1 Banken verfügen als Finanzintermediäre über spezielle Fähigkeiten beim Einzug von Kreditrückzahlungen 2 und können illiquide Vermögensgegenstände wie Kredite in liquidere Vermögensgegenstände wie Sichteinlagen transformieren. 3
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
Ziel der Arbeit ist es, zunächst das Modell von Diamond und Rajan (2001) mit den zugrundeliegenden Annahmen, seiner Funktionsweise und den wichtigsten Ergebnissen darzustellen. Es folgt eine kritische Auseinandersetzung. Diese umfasst die Implikationen des Modells, den Vergleich ausgewählter Aspekte mit den Ergebnissen anderer Au-toren sowie die Überprüfung einiger Annahmen auf Realitätsnähe. Den Abschluss bildet ein Fazit.
1 „Liquidity can be defined as a bank´s ability to provide for the legitimate credit needs of its clients, to meet possible deposit withdrawals, to avoid a fire sale of assets and to maintain its financial staying power.“ Chorafas, 1998, S.126. Diese Definition von Liquidität spiegelt sich bei Diamond/Rajan wider und wird auch im Rahmen dieser Arbeit zugrunde gelegt.
2 Hierbei handelt es sich um sog. „relationship specific skills“, die im Abschnitt 2.2.2 „Relationship-Lending“ noch genauer erklärt werden.
3 Diamond/Dybvig (1983) zeigen, dass durch einen Depositenvertrag eine überlegene Allokation erreicht werden kann. Sie weisen nach, dass es bei traditionellen Depositenverträgen, die Liquidität bieten, mehrere Nash-Gleichgewichte gibt, wovon eines der Bankrun ist. Vgl. Diamond/Dybvig, 1983, S.401 ff. sowie Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber, 200, S. 258. Kernliteratur dieser Arbeit ist jedoch der Aufsatz “Liquidity Risk, Liquidity Creation, and Financial Fragility: A Theory of Banking” von Diamond/Rajan. Dieser erklärt, inwiefern eine anfällige Kapitalstruktur die Schaffung von Liquidität erlaubt. Vgl. Diamond/Rajan, 2001a.
1
2 Das Modell von Diamond und Rajan (2001)
2.1 Rahmen
Zu den Aktivitäten der Banken gehören sowohl die Kreditvergabe (Aktivseite ihrer Bilanz) als auch die Bereitstellung von Liquidität im Bedarfsfall für die Sparer, die ihre Einlage zurückfordern (Passivseite). Wenn der Liquiditätsbedarf der Sparer zu einem ungünstigen Zeitpunkt entsteht, könnte die Bank gezwungen sein, relativ illiquide Vermögensgegenstände kurzfristig veräußern zu müssen. 4 Die Aussicht hierauf, in Verbindung mit der sequentiellen Bedienung der Sparer kann zu einem Bankrun führen und die Bankaktivitäten weiter durcheinander bringen. Diamond und Rajan sind der Ansicht, dass dennoch hinter der anfälligen Kapitalstruktur von Banken durchaus eine Logik steckt, die im Folgenden erläutert wird. 5
2.2 Annahmen
2.2.1 Projekte und Finanzierung
Betrachtet wird ein Zeitraum von zwei Perioden mit den drei Zeitpunkten 0,1,2. 6 Es gibt vermögenslose Unternehmer mit einem Projekt, welches 2 Perioden dauert, eine Anfangsinvestition in Höhe von 1 Geldeinheit erfordert und einen risikolosen Cashflow von C t zum Zeitpunkt t generiert, sofern der Unternehmer an dem Projekt arbeitet. 7 Der Unternehmer hat spezielle Fähigkeiten, die erforderlich sind, um aus dem Projekt einen Cashflow zu generieren. 8
Weiterhin gibt es potentielle Investoren mit einem Anfangsvermögen von 1 GE. 9 Jeder Investor hat zusätzlich zum Projekt Zugang zur Investition in eine Alternativtechnologie
4 Der Zwang zu einer schnellen Liquidation ist i.d.R. mit Preisabschlägen bzw. Verlusten für die Bank verbunden. In Deutschland schreibt § 11 des Kreditwesengesetzes vor, dass Kreditinstitute ihre Mittel so anlegen müssen, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Der Liqui-ditätsgrundsatz II schreibt vor, wie diese Anforderung zu erfüllen ist.
5 Vgl. Diamond/Rajan, 2001b, S. 1.
6 Vgl. Diamond/Rajan, 2001a, S. 290.
7 Vgl. Diamond/Rajan, 2001a, S. 290.
8 Vgl. Diamond/Rajan, 2001b, S. 1.
9 Vgl. Diamond/Rajan, 2001a, S. 290. Daneben existieren beliebig viele andere Investoren mit kleinerem Anfangsvermögen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, deren exakte Verteilung jedoch nicht entscheidend ist.
2
Arbeit zitieren:
Sandra Steinbüchel, 2002, Theorie der Finanzintermediäre, München, GRIN Verlag GmbH
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