diese Form der Armut ist, dass das physische Existenzminimum des Menschen nicht mehr gesichert ist, d.h. die Grundbedürfnisse werden nicht befriedigt. Grundbedürfnisse des Menschen sind zum Beispiel Anspruch auf Nahrung, Kleidung, Wohnung, Arbeit, Bildung und Hygiene. Da der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist hat er auch einen Anspruch auf Information, Kultur und Politik. Für viele dieser Armen reichen die eigenen Mittel und noch so große
Anstrengungen nicht aus, um die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu sichern. Denn Armut hat in der Dritten Welt Ursachen, die zu überwinden, die Kraft der Armen selbst übersteigt. Besonders in Ländern, die über wenig Rohstoffe und
Energiequellen verfügen, aber auch in Ländern die eigene Rohstoffe besitzen und diese exportieren können, denn sie müssen sich immer nach den Weltmarktpreisen richten. Bei denen man jedoch seit Anfang der 80er Jahre einen starken Verfall der Erzeugungspreise sprechen kann. Damit gingen auch die Einnahmen der Länder zurück.
Nach einer Schätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation sind in Asien 30%, in Afrika 25%, im Nahen Osten 18%, und in Lateinamerika 13% der Bevölkerung unterernährt. Doch wenn man die gesamte Nahrungsmittelproduktion, vor allem die Getreideproduktion, der Welt zusammen, würde diese Menge reichen, die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern. Doch diese Produktion ist ungleich verteilt. Oft werden Mengen erzeugt, die keine Abnehmer finden. Und damit die Preise für diese Güter nicht sinken, werden sie eingelagert oder gar weggeschmissen.
Armut ist nicht nur mangelnde Ernährung oder geringes Einkommen, sie zeigt sich auch darin, dass nicht genügend Personen, Einrichtungen und Mittel zur Verfügung stehen, die für eine medizinische Betreuung wichtig wären. So können Krankheiten, die bei uns durch Hygiene verhindert werden, in armen Ländern zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden.
Was sich als ein weiterer sog. Gefahrenpunkt erweist, ist, dass in den letzten Jahren kamen immer mehr geographische und klimatische Faktoren
hinzu. So zum Beispiel in der Sahel-Zone in Afrika, sehr lange trockenzeiten und wenig Niederschlag lassen die Desertifikation dort immer weiter fortschreiten.
Sodass die Menschen mit immer weniger Wasser auskommen müssen. Folge ist Unterernährung. III. Was heißt das für die Industieländer?
Ausgehend von den oben beschriebenen Fakten, ergibt sich daraus, dass die dortlebende Bevölkerung, in diesem Fall vorallem die junge Generation versuchen wird, diesem sich abzeichnendem Elend zu entfliehen. Für die Bundesrepublik oder besser gesagt die Europäische Union heisst dass, dass man hier in der Zunkunft mit einem enormen Anstieg der Einwanderungszahlen aus diesen Ländern rechnen muss, was zwangsläufig zur Folge hat, dass sich die sozialen Ausgagen weitererhöhen, denn es ist fraglich, ob sich diese Menschen so leicht in den Prozess der moderen Arbeitswelt integrieren lassen. In den Heimatländern fehlen, bedingt vorallem durch wenig Geld, da die Schuldentilgung enorme Ausgaben verursacht, qulifieziert ausgebildete Leute. Der Unterschied, was das Bildungsniveau betrfifft, ist doch erheblich groß.
Um diesem wahrscheinlichem Effekt entgegenzuwirken bzw. abzuwenden, ist es erforderlich, die nötige finanzielle Hilfe bereitzustellen, damit es nicht zu einer Klasseneinteilung der Bevölkerungen kommt, wo die in den Indusrienationen alles haben und diejenigen in den armen Ländern dem Trend meilenweit
hinterherlaufen, da sie durch die mangelhafte Entwicklungspolitik dieser Ntionen und vorallem Unterstützung niemals in der Lage sein werden, das Niveau dieser Staaten in irgendeiner Form zu erzielen.
Gerade zu dieser Situation passt das folgende Zitat:
,,Es gibt Hunger, weil die einen wegen mangelnder Kaufkraft nicht kaufen können, was die anderen zuviel haben:
Hunger und Unterernährung ist ein Verteilungsproblem" (Strahm, 1986)
Auf der internationalen Ernährungskonferenz in Rom im Dezember 1992 fiel folgender Satz: ,,In einer Welt, die sowohl das Wissen als auch die Mittel hat, um diese menschliche Katastrophe zu beenden, sind Hunger und Unterernährung nicht akzeptabel." Wenn man sich einmal die derzeitige Situation betrachtet und sieht, wieviel
Getreide, Zucker und Butter in Deutschland jährlich unverbraucht übrig bleiben, fragt man sich schon, warum andere Menschen hungern müssen. Die jährlich Überschuß-Produkte würden vielen Menschen auf der Welt helfen ihren Hunger zu stillen. Also ist der Welthunger zum größten Teil ein Verteilungsproblem. Wie man solche Verteilungsprobleme der Nahrung lösen kann ist noch ungewiß. Man muß nämlich auch aufpassen das reine Nahrungsmittelhilfen nicht die Märkte zerstören und die Verkäufe der ortsansässigen Bauern behindern. So ist z. B. Importmais in vielen Ländern billiger als der Mais von heimischen Bauern. Die Überschuß-Produkte:
Um so viele Prozent überstieg die EG-Produktion den Verbrauch Butter: 37 % Zucker: 37 % Getreide: 19 % Rindfleisch: 8 % Wein: 7 % Schweinefleisch: 3 %
Wenn man diesen Überschuß an die armen hungernden Länder verteilt hätte, hätte man damit vielen Menschen das Leben retten können!!
Eine weitere mögliche Maßnahme, die nicht genutzt wurde, aber es ist noch nicht zu spät um dieses um zu setzen. Nicht allein Solaranlagen etc. sind notwendig sondern die eigentlichen Existenzbedürfnisse gilt es zu befriedigen und dann erst der Rest. IV. Fazit:
Es ist erkennbar, dass immer noch zu wenig getan wird. Das egoistische und vorallem kapitalistische Denken der "Großen" steht immer noch und stärker im Vordergrund. Soldiarität mit dem Mitmenschen, egal auf welchem Erdteil sie sich befinden.Chancengleichheit und Gerechtigkeit sollte stärker berücksichtigt werden.
Natürlich müssen die großen demokratischen Staaten auch die erforderlichen politischen Instrumente(Schaffung von Demokratien und Beseitigung von Missmanagement und Diktaturen) unterstützen, nur so sind diese Staaten zu retten.
Es ist also durch lange Zeit des Stillstandes noch viel zu tun, packen wirs an. Bevor eine friedliche Lösung nicht mehr möglich ist und die kriegerischen Auseinandersetzungen beginnen und das nur weil "wir" es mal wieder verschlafen haben. Dann darf man sich natürlich hinterher auch nicht beschweren.
D.Möller Hameln, den 2001-05-15
Arbeit zitieren:
David Möller, 2001, Hunger und Armut. Eine wirkliche Bedrohung für uns?, München, GRIN Verlag GmbH
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