Benchmarking
Gliederung
· 1. Grundlagen
· 2. Prozess
· 3. Arten
· 4. Kosten
· 5. Erfolgsfaktoren
· 6. Umfrage
· 7. Fazit
Benchmarking
Der Begriff
,,Benchmark" ist ein Begriff aus dem
Vermessungswesen und bezeichnet dort
einen vorher festgelegten Maßstab
1. Grundlagen
Benchmarking
Definition
Benchmarking wird definiert als:
Kontinuierlicher Prozeß,
Produkte, Dienstleistungen und Praktiken
zu messen
gegen den stärksten Mitbewerber oder
diejenigen Firmen,
die als besser angesehen werden.
Vgl. Robert Camp: Benchmarking, Hanser Verlag 1994, S. 13
1. Grundlagen
Benchmarking
Informationszentren
·
International Benchmarking Clearinghouse (USA)
· United Kingdom Quality Network
(GB)
· Berliner Informationszentrum des Frauenhofer
Institutes
(DE)
1. Grundlagen
Benchmarking
Abgrenzung
Benchmarking
·
wichtiger sind:
nicht-monetäre Vergleichsgrößen
· erkennen,
· verfeinern,
· managen unterschiedlich
komplexer Arbeitsprozesse
· bspw. Analyse des Kundendienstes
Betriebsvergleich
·
Grundlage sind monetäre
Vergleichsdaten z.B. BAB
· Aufwand einer Abteilung
· Bereitstellung von Kostenunterlagen
· bspw. Vergleich von Abteilungen
hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit
1. Grundlagen
Benchmarking
Voraussetzungen
· der Wille von anderen zu lernen
· schnelle und konsequente Entscheidungen
· Schwächen erkennen und zugeben
· sehr gute Analyse der best-in-class Unternehmen
· Transparenz der Unternehmenstätigkeit für Mitarbeiter
· Zeitplanung einhalten
1. Grundlagen
Benchmarking
Ziele
· Die gesetzten Leistungsbeurteilungsgrößen in einem
bestimmten Zeitraum erreichen
· Sprunghafte Effizienzsteigerung
z.b. Im Bereich Arbeitsprozesse
· Verkürzung von Innovationszyklen
· Wirtschaftlichkeit beurteilen
Problematik bei Zielsetzung:
relevanten Daten der Konkurrenz zu erhalten
1. Grundlagen
Benchmarking
Informationsbeschaffung
· wichtiger Teil des Prozesses
· begleitet den gesamten Benchmarkingprozess
· erste Quelle ist hier immer das eigene
Unternehmen
2. Prozess
Benchmarking
Informationsbeschaffung
Hilfsmittel:
· Fragebogen / Fragenkatalog
· Interviews / persönliche Gespräche
Achtung!
· erst Sekundärforschung, dann Primärforschung
· welche Qualität sollen die Fragen haben
· Umfang, Genauigkeit, Kosten und Beschaffung, der benötigte
Zeitaufwand und die Frage, ob Spezialisten herangezogen
werden müssen, spielen eine wichtige Rolle
2. Prozess
Benchmarking
Projektplanung
· Problemerkenntnis und Problemanalyse
Bestimmung der Benchmarking-Ziele
Bestimmung des Benchmarking-Objektes
Bestimmung der Benchmarking-Art
Bestimmung des Benchmarking-Partners
2. Prozess
Benchmarking
Bewertung
· Messen und Bewerten der eigenen und vergleichbarer
Leistungen
Ermittlung von Bestlösungen
· Exakte Herausarbeitung der Problemfelder und
Schwachstellen
Entstehung eines Schwächenprofils
· Vergleich und Analyse der Benchmarking Partner
Identifizierung der Leistungslücke
2. Prozess
Benchmarking
Zielbestimmung
· Zielbestimmung und Planung der Leistungsverbesserung
· Achtung!
Ziele zur Ergebnisverbesserung dürfen nicht mit den
Zielen und Absichten des regulären
Geschäftsplans in Konflikt geraten
Erwartungen und Ziele sollen realistisch bleiben
· Empfehlung:
Erstellung von Maßnahmenkataloge und Aktionsplänen
2. Prozess
Benchmarking
Umsetzung
· Umsetzung des Benchmarking-Prozesses
· Theoretische Überlegungen sollen in konkrete
Handlungen umgewandelt und eine spürbare
Verbesserung in der Leistungsfähigkeit der
Organisation herbeigeführt werden.
2. Prozess
Benchmarking
Der Benchmarking Prozess als Kreislauf
2. Prozess
Benchmarking
Arbeitsschritte im Benchmarking-
Prozess und Prozessphasen
2. Prozess
Benchmarking
Abgrenzung
Internes Benchmarking
Externes Benchmarking
Wettbewerbsorientiertes
Benchmarking
Funktionales
Benchmarking
Benchmarking-Arten
3. Arten
Benchmarking
Internes Benchmarking
· Analyse und Vergleiche im eigenen Unternehmen
· Tätigkeiten des alltäglichen Ablaufs im
Unternehmen im Vordergrund des Geschehens
· Alle notwendigen Informationen sind verfügbar
· Ergebnis als Richtlinie um Abläufe zu optimieren
· Ausgangssituation für externes Benchmarking
è
Internes Benchmarking führt nicht zu
Bestleistungen
3. Arten
Benchmarking
Wettbewerbsorientiertes Benchmarking
· Vergleich mit der direkten Konkurrenz
· Positionierung am Markt wird angestrebt
· Informationen sind eher schwierig zu bekommen
· Um eine objektiveres Ergebnis zu erzielen,werden häufig
Beratungsunternehmen hinzugezogen
= verdecktes Benchmarking
· ,,Verdecktes Benchmarking" ermöglicht nur noch eine
relative Positionierung am Markt
3. Arten
Benchmarking
Funktionales Benchmarking
· Vergleich mit Unternehmen, die in bestimmten Funktionen
und Prozessen Spitzenleistungen erbringen
· Funktionen des eigenen Unternehmens müssen mit
denen des Benchmarking-Partners vergleichbar sein
· Informationsbeschaffung ist kein Problem
· Sehr zeitaufwendig, da viel länger nach optimalen
Vergleichspartnern gesucht werden muß
· Daher auch kostenintensiver als andere Arten
è
Funktionales Benchmarking bietet liefert die innovativsten
Verbesserungsvorschläge
3. Arten
Benchmarking
Vor- und Nachteile der Arten
A r t e n
V o r t e i l e
N a c h t e i l e
I n t e r n e s
B e n c h m a r k i n g
·
e i n f a c h e D a t e n e r f a s s u n g
·
e r s t e r S c h r i t t f ü r e x t e r n e
S t u d i e n
·
k e i n e
M a r k t o r i e n t i e r u n g
·
k e i n e
S p i t z e n l e i s t u n g e n
W e t t b e w e r b s -
o r i n t i e r t e s
B e n c h m a r k i n g
·
P r o z e s s e u n d P r o d u k t e
s i n d v e r g l e i c h b a r
·
P o s i t i o n i e r u n g a u f d e m
M a r k t
·
s c h w i e r i g e
D a t e n e r f a s s u n g
·
n u r Z u g r i f f a u f
P r i m ä r d a t e n
F u n k t i o n a l e s
B e n c h m a r k i n g
·
b e s t e A u s s i c h t e n a u f
E r f o l g
·
i n n o v a t i v e
L ö s u n g s v o r s c h l ä g e
·
z e i t a u f w e n d i g /
k o s t e n i n t e s i v
·
V e r g l e i c h b a r k e i t
m u ß g e g e b e n s e i n
3. Arten
Benchmarking
Kosten des Benchmarkings
· Personalkosten
Gehälter
Reisekosten
· sonstige Kosten
Informationsbeschaffung
Beiträge zu BM-Organisationen
Beratungskosten
4. Kosten
Benchmarking
Kostenreduzierung
· anonymes Benchmarking
· Reduzierung des Datenumfangs
· Konzentration auf das BM-Objekt
· Sorgfältige Vorbereitung von Firmenbesuchen
4. Kosten
Benchmarking
Erfolgsfaktoren des Benchmarking
· Erfolgsfaktoren in der Planungsphase
· Erfolgsfaktoren in der Analyse und
Umsetzungsphase
· Übergeordnete Erfolgsfaktoren
5. Erfolgsfaktoren
Benchmarking
Planungsphase
· Planung der Studie (15,8%)
<== Nennungen in den Interviews
Gezielte Datensammlung
Abgrenzung der Ziele
· Besetzung des Benchmarking Teams (5%)
Stichwort Crossfunktionalität
Teamgröße
5. Erfolgsfaktoren
Benchmarking
Analyse- und Umsetzungsphase
· Auswahl der Kennzahlen (14,9%)
Systematisierter Prozess / Zielabhängigkeit
· Gemeinsame Begriffsdefinition
Vergleichbarkeit der Kennzahlen
· Implementierung (11,9%)
Veränderungsbereitschaft
5. Erfolgsfaktoren
Benchmarking
Gemeinsame Begriffsdefinitionen
· Problem: Kostenunterschiede durch
unterschiedliche Begriffsdefinitionen statt durch
Leistungsunterschiede
· Beispiel: kalkulatorische Zinsen, AfA, etc.
5. Erfolgsfaktoren
Benchmarking
-80
-60
-40
-20
0
20
40
60
80
·Praxis-Beispiel:
nach einheitlicher Definition:
·Im Mittel: Senkung der durchschnittlichen Stückkosten um 26 %
·Im Minimum: Senkung um 65 %
·Im Maximum: Erhöhung um 68 %
Gemeinsame Begriffsdefinitionen
5. Erfolgsfaktoren
Benchmarking
Erläuterungen zur Grafik
(nicht als Folie, nur Handout!)
Zur Verdeutlichung der Dimension des angesprochenen Problems sind in der Grafik Ergebnisse eines Praxis-
Beispiels abgebildet.
Im genannten Beispiel haben verschiedene Unternehmen an einem BM-Projekt teilgenommen. Die Kosten
wurden vor und nach der Vereinheitlichung der Begriffsdefinitionen erfasst und die prozentualen Differenzen
(vorher nachher) in der Grafik dargestellt.
In der Grafik zeigt jeder Balken ein Unternehmen, das am BM-Projekt teilgenommen hat. Die Höhe der Balken
entspricht der prozentualen Veränderung der Kosten vor und nach der Anpassung der Definitionen. Die X-
Achse stellt dabei die Ausgangslage vor der Begriffsdefinition dar.
Es wird auf den ersten Blick klar, dass die Kosten im ursprünglichen Zustand nicht vergleichbar waren und das
BM-Projekt auf dieser Grundlage nie realistische Ergebnisse erzielt hätte.
Quelle: Günther, E. / Schill, O. / Schuh, H., Normierungen der Kostenrechnung für das Cost-Benchmarking, in:
Kostenrechnungspraxis, 43. Jg. (1999), Heft 6, S. 328 - 336
5. Erfolgsfaktoren
Benchmarking
Übergeordnet
· Hierarchieübergreifende Projektunterstützung (14,9%)
Prozess Owner / Top Management
· Projektmanagement (5%)
Teamleiter / Meilensteine / Akzeptanz
· Benchmarking Partner (12,9%)
Offenheit / Kontinuität / Vertrauen
· Externe Unterstützung (3%)
Objektivität / Erfahrung
5. Erfolgsfaktoren
Benchmarking
sehr bedeutsam
11%
bedeutsam
61%
weniger wichtig
22%
keine Beurteilung
6%
Bedeutung für die Trienekens AG
6. Umfrage
Benchmarking
Mitarbeit / Kenntnisse
mitgearbeitet
17%
bekannt
28%
weder noch
55%
6. Umfrage
Benchmarking
Erfolg der Projekte
erfolgreich/ keine
Umsetzung
25%
erfolglos
0%
gescheitert
25%
erfolgreich/
Umsetzung
50%
6. Umfrage
Benchmarking
Interesse am Benchmarking
Wüssten Sie einen Bereich?
ja
75%
nein
25%
6. Umfrage
Benchmarking
interessant
58%
keinen nutzen
6%
trifft nicht zu
36%
Internes Benchmarking
6. Umfrage
Benchmarking
hoch
71%
gering
23%
keine Meinung
6%
Änderungsbereitschaft
6. Umfrage
Benchmarking
ja, könnte ich mir
vorstellen
71%
würde solche Projekte
ablehnen
29%
Anfragen von Mitbewerbern
6. Umfrage
Benchmarking
sehr gut
36%
ansatzweise
58%
nicht bekannt
6%
Bekanntheit des Benchmarking
6. Umfrage
Benchmarking
Ausblick
· Benchmarking
zielt auf die Erlangung von Wettbewerbsvorteilen
durch revolutionäre Verbesserungen
· und eignet sich wegen der hohen Kosten
für Großunternehmen
in eingeschränkter Form für Mittelständler
· Weitere Entwicklung:
Aufbau von BM-Datenbanken
Schwerpunkt Prozessbenchmarking
Ø
Überlegenheit in Prozessen statt Produkten
Einsatz im öffentlichen Sektor
7. Fazit
Benchmarking
Chinesisches Sprichwort
Wenn wir unsere Richtung nicht ändern
werden, könnten wir dort ankommen,
wohin wir uns bewegen.
7. Fazit
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