Inhalt des Textes:
• Dreißigjährigen Krieg (1618-1648)
• Folgen , verheerende Auswirkung des Krieges
• Leid, Schmerz und Kummer der Menschen
• durch Metapher ,,Thränen des Vaterlandes" wird dem Leser ein Bild von einem weinenden Land vermittelt
• erkennt schon an Überschrift zeitliche Einordnung
Formale Auffälligkeiten des Textes:
• hielt sich an "Regeln" und "Gesetze" , strenge Form von Dichtungen
• besitzt strengen äußeren Aufbau
• nicht alltägliche Sprache - damalige Zeit - Schrägstriche statt Kommas oder Sprechpausen
• Sonett ( übersetzt Klanggedicht )
• in allen 4 Strophen eine Steigerung zum jeweiligen nächsten = Finalstruktur ( Merkmal für Sonett in Barockzeit )
• Grundform eines Sonettes:
• zwei Quartette (Vierzeiler) mit je einem umschließenden Reim
• zwei Terzetten (Dreizeiler) mit einem Schweifreim
• durchgehend findet man Jambus
• erstes Quartett (Z. 1 - 4) Reimschema abba
• allgemein der Krieg mit Elementen beschrieben
• schon in erster Zeile stellt er fest, dass sie alle ,,...nunmehr gantz / ja mehr denn gantz verheeret !" (Z.:1) seien
• Wiederholung des Wortes ,,gantz" (Z.:1) steigert Eindringlichkeit der Aussage
• Krieg, der die mit ,,...Schweiß / Fleiß..."(Z.:4) hart erarbeiteten ,,...Vorr[ä]th[e]..." (Z.:4) und Errungenschaften armer Bauern oder des Adels zerstört
• zweite Quartett (Z. 5 - 8) Reimschema abba
• erweitert Gedanken
• beschreibt Folgen des Krieges für Menschen in Stadt und Umgebung
• zeigt, wie sich Umfeld verändert und Leben härter wird
• bildliche Beschreibung in den Zeilen fünf und sechs - so leichter nachvollziehen
• achte Zeile - Klimax (Höhepunkt) ,,...Feuer / Pest und Tod..."
• das Bild ,,...die Kirch ist umgekehret."(Z.:5) bedeutet Glaubenswandel der Kirche
• im ersten Terzett (Z.: 9 - 11) werden die Aussagen des zweiten Quartettes gesteigert
• Bild von Schlachtfeld vermittelt
• man denkt es sei nicht mehr zu übertreffen
• zweite Terzett (Z.12-14)
• wird ausgesagt, dass Abkehr vom christlichen Glauben an Gott viel schlimmer (Z.:13 ,,...grimmer...") ,,...als der Tod"(Z.:12), ,,...die Pest [...] [,]Glutt und Hungersnoth"(Z.:13) sei
• Vergleich zwischen 1. und 2. Zeile
• man denkt bei erster Zeile ,,Wir sind doch nunmehr gantz / ja mehr denn gantz verheeret!" es sei der Fakt, den Gedicht beschreibt (als einzige mit Ausrufezeichen)
• Aussage wird unerwartet in letzter Zeile übertroffen = eigentliches Anliegen des Dichters
• andere Teile des Werkes waren Mittel zum Zweck um Bedeutung des darzustellenden Problems zu verdeutlichen, um zu zeigen wie ernst es ihm ist
• nicht nur damals spielte Problem Krieg (Thema) große Rolle, auch heute noch Gültigkeit
Arbeit zitieren:
Katja Hiller, 2001, Gryphius, Andreas - Lyriker des Barock, München, GRIN Verlag GmbH
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