Die Beteiligten:
Er versuchte, das sogenannte Triumvirat, bestehend aus Ø dem bayerischen Ministerpräsidenten Gustav Ritter von Kahr,
Ø dem Chef der Landespolizei Oberst Hans Ritter von Seißer
Ø und dem Landeskommandanten der Reichswehr in Bayern Generalleutnant Otto von Lossow, davon zu überzeugen, zusammen mit dem Kampfbund, einer Vereinigung von radikal völkischen Nationalisten, das gemeinsame Ziel zu verfolgen: Die nationale Revolution.
Die Vorstellungen über das „wo“ und „wie“ gingen jedoch weit auseinander: Hitler strebte eine deutsche Diktatur an, von Kahr wollte die bayerische Monarchie wiederherstellen.
Ein weiteres Problem war, dass sich die beiden „Partner“ gegenseitig misstrauten: Das Triumvirat konnte sich nicht sicher sein, ob Hitler nicht doch eigenmächtig handeln und so seine Ziele in Gefahr bringen würde und Hitler b efürchtete, dass das Triumvirat wankelmütig werden könnte oder gar einen Putsch ohne ihn machen würde. Aus diesem Grund beschloss Hitler, das Triumvirat zu überrumpeln.
2
Der Putsch:
Als eine gute Gelegenheit dazu erschien ihm eine Ansprache von Ministerpräsident von Kahr am 08. November 1923 anlässlich des 5. Jahrestages der Revolution. Um 20:00 Uhr hatten sich alle prominenten Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und von der Königlich Bayerischen Armee sowie der Reichswehr im Bürgerbräukeller in München versammelt. Um 20:30 Uhr drangen SA-Leute mit Maschinengewehr in den Saal ein und Hitler verschaffte sich mit einem Schuss in die Saaldecke Gehör. Er verkündete den Ausbruch der nationalen Revolution und erklärte die Absetzung der bayerischen Regierung. Dann ließ er von Kahr, von Seißer und von Lossow in ein Nebenzimmer bringen, wo er versuchte sie mit Bitten und Drohungen auf seine Seite zu ziehen. Das Triumvirat stimmte schließlich zum Schein zu und erarbeitete gemeinsam mit Hitler und Ludendorff eine „Proklamation an das deutsche Volk“. à Folie
3
In dieser Proklamation gab er die Absetzung der „Regie- rungder Novemberverbrecher in Berlin“ und der bayerischen Landesregierung bekannt und eine „provisori- schedeutsche Nationalregierung“ bestehend aus Lu-dendorff, Hitler, von Lossow und von Seißer aus. Dann verließ Hitler den Bürgerbräukeller um die Vorgänge in der Stadt zu kontrollieren und ließ das Triumvirat unter der Aufsicht Ludendorffs zurück. Um 22:40 Uhr ließ dieser die drei auf die Versprechung hin, nichts gegen den Putsch zu unternehmen, gehen. Er ahnte jedoch nicht, dass sie sich schon 4 Stunden später in einer öffentlichen Erklärung von ihnen lossagen und zusammen mit Landespolizei und Reichswehr gegen sie vorgehen würden.
Um 23:30 Uhr erfuhr die Regierung in Berlin vom Putsch in München. Daraufhin ernannte sie General von Seeckt mit sofortiger Wirkung zum Diktator um ein Niederschlagen des von Hitler geplanten „Marsches auf Berlin“ nach dem Vorbild von Mussolinis „Marsch auf Rom“ zu gewährleisten. Am Morgen des 09. November 1923 hatte sich die Nachricht von der Distanzierung des Triumvirats vom Putsch in der ganzen Stadt verbreitet.
4
Da jedoch schon die Plakate mit der Proklamation aufgehängt worden waren, machte sich bei der zuerst so begeisterten Bevölkerung Unsicherheit breit. Als Hitler sich dieser veränderten Stimmung gegenüber sah, rief er zum sogenannten „Marsch auf die Feldherrnhalle“ auf, um so die Bevölkerung endgültig zur Revolution anzustacheln. à Folie
Um 12:00 Uhr marschierte ein Zug aus ca. 3000 Mann, dem sich immer mehr Menschen anschlossen, Richtung Münchner Innenstadt. Hitler und Ludendorff wussten jedoch nicht, dass von Seißer mit der Landespolizei das gesamte Regierungsviertel abgeriegelt hatte. Um 12:45 Uhr trafen die Putschisten bei der Feldherrnhalle auf die Polizei. Ein Schuss, dessen Herkunft nie geklärt werden konnte, tötete einen Polizisten, woraufhin beide Seiten das Feuer eröffneten. 14 Putschisten und 4 Polizisten kamen dabei ums Leben. Viele verletzte Putschisten, darunter auch Hitler, flüchteten. Ludendorff wurde an Ort und Stelle verhaftet, Hitler zwei Tage später im Haus eines Bekannten in Uffing am Staffelsee (ca. 40 km südlich von München).
5
Im Hochverratsprozess wurde Hitler zu 5 Jahren Festungshaft verurteilt, dem geringstmöglichen Urteil bei Hochverrat, und es wurde ihm eine frühzeitige Entlassung in Aussicht gestellt. Nach 9 Monaten wurde er aus der Festung Landberg am Lech entlassen. Hitlers Konsequenz:
Zitat: „Wenn ich meine Tätigkeit wieder aufnehme, werde ich eine neue Politik einschlagen müssen. Statt die Macht durch Waffengewalt zu erringen, werden wir zum Ärger der Zentrumsleute und der Marxisten unsere Nase in den Reichstag stecken. Wenn es auch länger dauert, sie zu überstimmen als sie zu erschießen, so wird uns schließlich ihre eigene Verfassung den Erfolg garantieren. Jeder legale Vorgang ist langsam ... früher oder später aber werden wir die Mehrheit haben - und damit Deutsch-land.“
6
Arbeit zitieren:
Regina Prestele, 2001, Der Hitler-Putsch, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Über die Implementierung des nationalen Expertenstandards "Dekubi...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 159 Seiten
DRG - die Notwendigkeit der Einführung neuer Controllinginstrumente
Hausarbeit, 26 Seiten
Krankenhausmanagement unter besonderer Berücksichtigung von DRGs
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 35 Seiten
Die Zahnarztpraxis der Zukunft: Im Spannungsdreieck Patient, Gesetzli...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Diplomarbeit, 110 Seiten
Der Hitler-Prozess 1924. Versuch einer Analyse
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Der Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften - Inhalte und Ziele
Studienarbeit, 31 Seiten
Das Reifegradmodell von Hersey und Blanchard
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Risikomanagement im Krankenhaus - Implementierung eines Managementsys...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Diplomarbeit, 93 Seiten
Qualitätsmanagement im Krankenhaus - KTQ und EFQM im Vergleich
Hausarbeit, 22 Seiten
Sponsoring aus der Sicht sozialer Organisationen (als Sponsornehmer)
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Die Grundfreiheiten des EG-Vertrag - Auf dem Weg von Freiheits- zu Gle...
Jura - Öffentliches Recht / Sonstiges
Seminararbeit, 30 Seiten
Regina Prestele hat den Text Der Hitler-Putsch veröffentlicht
Regina Prestele hat einen neuen Text hochgeladen
Stupid Wars: A Citizen's Guide to Botched Putsches, Failed Coups, Inan...
Ed Strosser, Michael Prince
Hitler and the Germans Hitler and the Germans Hitler and the Germans
Eric Voegelin, Brenden Purcell, Detlev Clemens
Hitler's First War Adolf Hitler, the Men of the List Regiment, and the...
Adolf Hitler, the Men of the L...
Thomas Weber
S Newton
Hitler Der Trffelesser. Der Erste Englische Anti-Hitler Cartoon Aus De...
Humbert Wolfe, Joachim Von Halasz
0 Kommentare