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RANZ
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ORITZ
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ILHELM
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ARC
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* 08. Februar 1880 in München
Vater: Wilhelm Eduard Marc; Beruf: Maler und Jurist; katholisch
protestantisch
Mutter. Sophie Marc, geb. Maurice; Französin, die in der Schweiz aufwächst; calvinistisch
Bruder: Paul, der 3 Jahre älter ist
Kindheit und "Berufswahl"
Kindheit: Konfirmandenunterricht bei Pfarrer Otto Schlier, der ihn stark beeinflusst
1897: Beschluss, Pfarrer zu werden
1898: Studium der Philologie, um Gymnasialprofessor zu werden
1899: Einschreibung an der Philosophischen Fakultät an der Ludwig- Maximilian
Universität in München;
Vor Studienbeginn: Ableistung eines einjährigen Militärdienstes, bei dem er zum
ersten Mal mit Pferden in Kontakt kommt und seinen endgültigen Berufswunsch
erkennt: Maler
Malstudium
Herbst 1900: Einschreibung an der Münchner Akademie; Schüler von Wilhelm von Dietz und
Gabriel Hackl (Kandinsky und Klee waren ebenfalls zum gleichen Zeitpunkt
Studenten an der LMU)
traditionelle, wirklichkeitsnahe und -getreue Malweise
("Moorhütten im Dachauer
Moos" , 1902)
Sommer 1902: erste Reise auf die Staffelalm, oberhalb von Kochel
Erste Parisreise
Sommer 1903: Marc erhält eine Einladung von seinem Studienkamerad Friedrich Lauer, ihn in
Paris zu besuchen;
Marc ist von Paris begeistert ("überwältigende Stadt, v.a. für Künstler" )
erstmaliger Kontakt mit dem französischen Impressionismus, gotischer
Architektur, außereuropäischer Kunst und Werken von Courbet und Delacroix
(Kauf erster japanischer Holzschnitte, die die Ostasiatica- Sammlung beginnen
zurück in M. : verlässt Marc die Akademie und findet in der Kaulbachstraße in Schwabing sein
erstes Atelier
Aufgabe der akademischen Malweise ("Indersdorf", 1904)
Seelische Krise
Herbst 1905: Bekanntschaft mit Marie Schnür (Lehrerin am Münchner Künstlerin- Verein) und
Maria Franck ( lehrte an derselben Institution)
Bekanntschaft mit dem französischen Tiermaler Jean Bloé Niestlé
Ende 1905: Trennung von der Malerin & Kopistin Annette von Eckardt (verheiratet;2 Kinder )
Marc stürzt in tiefe depressive Melancholie ("Der tote Spatz", 1905)
Griechenlandreise
April 1906: Marc begleitet seinen Bruder Paul nach Griechenland, wo sie in Klöstern auf dem
Berg Athos für ca. drei Wochen verweilen;
Marc beschäftigt sich zwischenzeitlich mit der wissenschaftlichen Untersuchung
alter Handschriften
Diese Reise sei ".. eine kuriose Mischung von Komik und Staunen, von
Ironie und Ergriffenheit, von Genuss und Entbehrung jeder Art."
Mai- Oktober : Aufenthalt in Kochel, wo ihn Marie und Maria besuchen
("ZweiFrauen am Berg",1906)
Scheinehe
März 1907: Heirat mit Marie Schnür, die ein uneheliches Kind in die (Schein-) Ehe
bringt, welches sie nach dem Gesetz hätte weggeben müssen
Zweite Parisreise
Noch am selben Abend der Hochzeit reist Marc für gut eine Woche nach Paris
Faszination von Werken VanGoghs & Gauguins ("Frau im Wind am
Meer",1907)
Rückkehr, Malstudium & Scheidung
1907: Rückzug nach ins Kloster in Indersdorf
1908: Scheidung
Marie wirft Marc Ehebruch vor und verhindert so für einige Jahre die Vermählung
von Marc mit Maria Franck
Maria und Marc verbringen den Sommer in Lenggries
Plein-airmalerei (erste Baum-& Pferdestudien) ("Lärchenbäumchen",1908)
Sommer 1909: in Sindelsdorf (Oberbayern), in das er im April 1910 mit Maria übersiedelt
Malkurse und Vermittlung von Antiquitäten sichern den Lebensunterhalt;
Kunsthandlungen Brakl und Thannhauser kaufen einige wenige Werke
Dezember `09:
Ausstellung VanGoghs ("Rehe in der Dämmerung";
"Katzen auf rotem
Tuch", jeweils 1909)
Erste Berührung mit dem "Blauen Reiter"
Januar 1910: Im selben Jahr findet in der Galerie Brakl, Marcs erste Ausstellung statt, die ihm im
die Bekanntschaft mit Auguste Macke (später, der beste Freund) und dessen Vetter
Helmuth sowie mit dem Berliner Sammler und Fabrikant Bernhard Koehler jun.
verschafft; jener lässt Bilder von Marc an seinen Vater in Berlin senden, der sich
daraufhin mit Marc arrangiert: M. erhält monatlich eine Summe von 200 Mark,
dafür möchte aber Bernhard Koehler sen. die Hälfte seiner Werke
(Anfang einer Sammlung, die bis auf zwei Werke, die im WKII verbrannten, im
Lenbachhaus zu sehen ist)
finanzielle Sicherheit; Konzentration auf das Malen
("Akt mit Katze", 1910)
Die Neue Künstlervereinigung München (1909 gegründet)
Sept. 1910: Besuch der zweiten Ausstellung der NKVM
Marc verfasst eine leidenschaftliche Verteidigung ,die neben den öffentlichen
negativen Rezensionen, später in einer Broschüre der NKVM veröffentlicht wird
Daraufhin entsteht ein reger Briefwechsel zwischen Marc und Adolf Erbslöh
Neujahr: Marc lernt bei Alexej von Jawlensky in Murnau, Gabriele Münter, Marianne von
Werefkin und Wassily Kandinsky kennen
Februar 1911: Durch seine feste Mitgliedschaft in der NKVM (3. Vorsitzender), fühlt er sich den
Künstlern näher, die gegen die alte akademische Kunst, aber ohne gemeinsame
Plattform, agieren; daher gibt es innerhalb der Vereinigung Meinungs-
verschiedenheiten, die diese in zwei Gruppen aufspalteten:
Gruppe um Erbslöh & Kanoldt
Kandinsky & Marc
(gemäßigter, kubisch (fauvistischer Expressionismus
stilisierter Naturlyrismus) freie Form- und Farbsprache)
Mai 1911: Marc zweite Ausstellung in der Galerie Thannhauser
Heirat mit Maria Franck in London
Beschäftigung mit Kunst außereuropäischer Völker
Sommer `11: Idee eines umfassenden Almanachs zur momentanen Kunstsituation
Dez. 1911: Kandinsky, Kubin, Marc und Gabriele Münter treten aus
der
Vereinigung aus
("Rehe im Schnee",1911;
"Die gelbe Kuh",1911)
Der Blaue Reiter (Schwabing)
18.Dez. 1911: Erste Ausstellung des "Blauen Reiters" in der Galerie Thannhauser:
"Das Geistige in der Kunst"
Insgesamt zeigte die Ausstellung 50 Werke von 14 Künstlern (Rousseau,
Delaunay, Macke, Schönberg; Münter, Kandinsky und Marc)
Ebenfalls war diese Ausstellung in Köln, Berlin, Frankfurt, Bremen, Hagen,
Hamburg, Rotterdam, Ams terdam, Wien, Prag, Barmen, Oslo, Königsberg und
Göteborg zu sehen
Bekanntschaft mit Künstlern "Der Brücke"
Erste Enttäuschung, da nur 8, der insgesamt 50 Bilder verkauft wurden;
Delaunay wird gelobt und gepriesen; Kandinsky hingegen "nicht verstanden"
Weihnachten Franz und Maria verbringen den Winter in Berlin, welches ihn fasziniert und
1912/13: zugleich ängstigt
Bekanntschaft mit der Dichterin Else Lasker- Schüler, welche die Grundlage für den
Roman "Malik" war
Februar 1912: Zweite Ausstellung des "Blauen Reiters" in der Galerie Goltz- unter dem Motto:
"Schwarz-Weiß"- , die sich auf Druckgraphiken und Aquarelle beschränkte
Paul Klee schließt sich, sowie einige russische Künstler, der Vereinigung an
"Der Blaue Reiter" nimmt zusätzlich an Ausstellungen anderer Vereine teil
Mai 1912: Der Almanach "Der Blaue Reiter" erscheint nach Verzögerungen bei Reinhard
Piper, der reißenden Absatz findet; Planung eines zweiten Bandes in Bearbeitung,
als Kandinsky Marc die Unterstützung absagt
Herbst 1912: Marcs fahren nach Bonn, besuchen Macke und die Sonderbundausstellung;
gemeinsame Reise nach Paris und spätere Ausstellung in Köln
Einfluss Delaunay's und der Futuristen
Herbst/Winter: Teilnahme am "Ersten Deutschen Herbstsalon" in Berlin; letztes gemeinsames
Engagement
("Kühe, gelb- rot- grün",1912)
Ehe mit Maria
März 1913: Reise nach Südtirol ("Das arme Land Tirol",1913)
Juni 1913: Trauung in Dtl., nachdem das Gericht den Scheidungsfall endlich fallen lässt
Sommer 1913: Planung einer illustrierten Bibelausgabe zusammen mit Kubin, Klee, Kandinsky,
Kokoschka und Heckel
April 1914: Umzug von Sindelsdorf nach Ried bei Benediktbeuren
("Die Vögel", 1914
"Kämpfende Formen",1914)
Krieg
August 1914: Marc meldet sich als Kriegsfreiwilliger bei Kriegsausbruch, da er vom Sinn des
Krieges überzeugt war
Herbst 1914: Macke fällt
Im Laufe seiner Dienstzeit ändert sich jedoch seine Einstellung und Marc möchte
schnellstmöglich nach Hause zurückkehren
Es sollen 30 talentierte Künstler, darunter Marc, von der Front zurückgezogen
werden
04.März 1916 durch einen Granatdoppelschuss bei einem Kundschaftsgang nahe Verdun
1917: Leiche wird nach Kochel am See überführt
Expressionismus (1905-1920): Blick von Innen geht nach Außen, d.h. Marc stellt Dinge so
dar, dass er die durch die Farbe der Objekte, die Gefühle
dieser ausdrücken will.
Die Farbe erhält einen Eigenwert und existiert, frei von den
natürliche Gegebenheiten.
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