Mode als Symbol bietet im Rahmen sozial gebilligter Möglichkeiten ein einzigartiges Mittel der Differenzierung von der Masse. Die Symbolik der Subkultur-Stile HAT keine Botschaft, sie IST die Botschaft, bedeutet Abgrenzung ( Kritik ) und Zugehörigkeit ( Schutz ) zugleich. Durch die Übernahme spezifischer Gruppensymbole tritt das Individuum nicht als Einzelner,
sondern als Repräsentant eben dieser Gruppe auf, grenzt sich dadurch von anderen ab und kann durch sein äußeres Erscheinungsbild bestimmte Wertorientierungen darstellen.
⇒ MTV IS EVERYWHERE - Jugendliche als Trendsetter von Amerikanismen in der Mode: Insbesondere amerikanische Jugendkonzepte und Lebensstile sind in standardisierter, medial vermittelter Form kulturübergreifend verfügbar: Ob in den Metropolen Paris, London, New York, Amsterdam, Köln oder den sie umgebenden Städten: die Kleidung gleicht sich in doch eigentlich verblüffendem Maß, die „Levi’s 501“ ist überall ein Begriff; Anhänger der New Yorker Hipp-Hopp Kultur ( Markenzeichen: übergroße Hosen ) sind in den Einkaufsstraßen deutscher Kleinstädte anzutreffen.
3) BEDEUTUNG DER KLEIDUNG FÜR DIE DEUTSCH/AMERIKANISCHE ( WIRTSCHAFTS- ) KOMMUNIKATION UND INTERAKTION
Durch die internationale Medienpräsenz scheint die Amerikanisierung der Kleidermode ihren Einzug in fast alle Kulturen unserer Erde zu halten. ( Commer: „In den Hotels und Flughäfen der Welt sieht man überall die gleiche US-geprägte Kleidung, die gleichen Aktenkoffer, die gleichen Allüren.“ ) Hierbei darf jedoch nicht nur die Omnipräsenz amerikanischer „outfits“ als solche betrachtet werden, sondern vielmehr ihre kulturspezifische Bedeutung. Die Kleidung, sowohl im Freizeit- als auch im Geschäftsbereich mag in Deutschland und den USA weitgehend angeglichen sein, zu welchen Anlässen sie jedoch getragen wird, welche Formalitätsunterschiede vorliegen divergiert von Kultur zu Kultur und kann somit Quelle von Mißverständnissen werden.
DEUTSCHLAND gilt als formelle Kultur; Gebräuche und Erwartungen, so auch die Kleiderordnung, sind genau geregelt.
Berufskleidung: Im allgemeinen ist die konservative, dunkle Kleidung, die man in Amerika mit IBM assoziiert, charakteristisch für die Kleidung deutscher Geschäftsleute. Anzug und Krawatte gehören zur normalen Geschäftskleidung, und zwar in dunklen Grau-und Blautönen.
Die Damen im Geschäftsleben ziehen sich ähnlich konservativ an wie die Herren. Neben dem traditionellen dunkelblauen Jackenkleid werden auch Kombinationen in Grau- und Brauntönen getragen, dazu gehört eine dezente Bluse. ( Schons/Clay )
Amerikanern dagegen fällt oft auf, daß die Deutschen sich eher sportlich-elegant kleiden, d.h., daß Hose und Jacke aus verschiedenem Stoff und von verschiedenen Farben kombiniert werden.
Die USA dagegen bezeichnet man als informelle Kultur. In den Augen der Amerikaner ist informelles Verhalten Ausdruck von Gleichheit ( „equality“ ) und Individualismus. Formelles Verhalten dagegen wird oft als arrogant und konservativ gedeutet.
Berufskleidung: Nicht nur in den Großstädten der Oststaaten, sondern auch den heute noch
stärker die USA bestimmenden Zentren wie San Francisco, Los Angeles, Denver, Atlanta und Houston sind die Berufstätigen gleich welcher soziologischen Schicht fast einheitlich gekleidet, vor allem in der Geschäftswelt. Grau, gedeckt, so sind die Anzüge, immer Krawatte und von Zeit zu Zeit sogar Westen. ( Commer )
Frauen in der Geschäftswelt tragen keine Jeans, die bequemen Sneakers werden bei der Ankunft im Büro sofort gegen eleganteres Schuhwerk ausgetauscht ( New York ! ) Das Business-Outfit der Damen beschreiben Forsyth/Drake/Cox ( 1985 ) folgendermaßen: „ A beige, tailored suit with a blazer jacket and a rust blouse with a narrow bow at the neck.“
Was sollte man bei der Kleiderwahl in Amerika beachten, was vermeiden ? Wir sehen vor lauter Lockerheit und Lässigkeit nicht, daß das amerikanische Leben im Grunde von starken Formen geprägt ist ( „Dress Code“ ) Denn: Kein Hotel oder Restaurant in den USA, das auf sich hält, läßt in seine „gehobenen“ Räume die Herren ohne Sakko und Krawatte eintreten.
Bei Einladungen sollte man darauf Wert legen, genau unterrichtet zu werden, welche Kleidung erwünscht ist ( „casual“, „smart casual“, „formal“ ). Wenn auf der Einladungskarte nichts steht, empfiehlt es sich, Vorerkundigungen einzuziehen. An Festtagen tragen Frauen keine Hosen, Männer keine Shorts ( auch im beruflichen Alltag tragen Männer keine kurzen Hosen ). Zum Anzug trägt man keine weißen Socken, Turnschuhe sind nur in Branchen ohne Kundenkontakt zu finden ( Ausnahmen: Computerbranche, Werbung )
Allgemein betrachtet sind die Formalitätsabstufungen von der Freizeit- zur Berufskleidung größer als in Deutschland.
Literatur:
• BAACKE, Dieter u.a. ( 1988 ):
Jugend und Mode: Kleidung als Selbstinszenierung. Leske + Budrich, Leverkusen
• BENEKE, Jürgen ( 1997 ): Die 14 Kulturdimensionen: Eine Orientierungsmatrix ( Arbeitsversion ). Forschungsstelle für Interkulturelle Kommunikation, Hildesheim
• BENEKE, Jürgen ( Hrsg. ) ( 1992 ): Kultur, Mentalität, Nationale Identität: Arbeitspapiere zur internationalen Unternehmenskommunikation. Dümmler, Bonn
• COMMER, Heinz ( 1989 ): Knigge International. Econ, Düsseldorf
• ECO, Umberto ( 1988 ): Einführung in die Semiotik. Wilhelm Fink Verlag, München
• HANSEN, Klaus P. ( 1995 ): Kultur und Kulturwissenschaft. Francke Velag, Tübingen
• MEAD, Richard ( 1994 ): Cross-Cultural Management Communications. John Wiley & Sons, Chichester
• SCHONS, Dr. Paul A./ CLAY, Dr. Gudrun ( 1990 ): Dealing With Germans: A Guide for the Business Traveler. Wuth-Verlag, New York
• STEWART, Edward C./BENNETT, Milton J. ( 1991 ): American Cultural Patterns: A Cross-Cultural Perspective. Intercultural Press, Yarmouth
• TROMPENAARS, Fons ( 1993 ): Handbuch Globales Managen: Wie man kulturelle Unterschiede im Geschäftsbereich versteht. Econ, Düsseldorf
Intermediate Examination IIM
Examiner: Oliver Zandner Examinee: Nicole Hahne
1) Reading for the purpose of information- acquisition:
- Reading is a highly complex skill that is a prerequisite to success in our information-based society. The average time spent reading in various job categories per day is two hours. ( Diehl & Mikulecky, 1980 )
Efficient reading often is something of a stumbling- block; therefore being aware of the numerous cognitive processes that are responsible for successful reading comprehension might lead us to find strategies to enhance reading efficiency.
2) Which mental processes are necessary - according to cognitive psychologiststo perform the action of „reading“ ?
- Model of ELLEN GAGNE:
Successful reading comprehens ion involves both conceptual understanding ( declarative knowledge ) and skills and strategies ( procedural knowledge ). While the knowledge that forms the basis of conceptual understanding is housed in declarative memory, the underlying skills and strategies are housed in procedural memory. READING PROCESSES:
→ DECODING ( Cracking the code of print to make print meaningful )
a) MATCHING
b) RECODING
→ LITERAL COMPREHENSION ( Derive literal meaning from print )
a) LEXICAL ACCESS
b) PARSING
→ INFERENTIAL COMPREHENSION ( Going beyond the idea explicitly stated )
a) INTEGRATION
b) SUMMARIZATION
c) ELABORATION
→ COMPREHENSION MONITORING ( Assure the reader is meeting her goals effectively and efficiently )
a) GOAL-SETTING & STRATEGY SELECTION
b) GOAL -CHECKING & REMEDIATION
3) THE SECRETS OF EFFICIENT READING: How can I use the knowledge of cognitive reading processes to improve my own information-processing strategies ? THE THREE READING STAGES:
→ Before Reading: Getting Ready . . .
- Get clear about the specific aim for which you read
- Try to get hold of the relevant texts
- Try to get an overview of what you are going to read
→ While Reading . . .
- Look out for what is essential
- Sum up at the end of ( each ) chapter
- Take notes of what you have read
→ After Reading: Looking Back . . .
- Reconstructing the Author’s Argument
- Go back to your questions
- Criticizing the Author
Literature:
• GAGNE, ELLEN D. and others ( 1993 ): The Cognitive Psychology of School Learning. Harper Collins College Publishers, New York
• GRELLET, FRANCOISE ( 1991 ): Developing Reading Skills: A practical Guide to reading comprehension exercises. Cambridge University Press, Cambridge
• WALLACE, MICHAEL J. ( 1988 ): Study Skills in English. Cambridge Unive rsity Press, Cambridge
Further Reference:
• JUST, MARCEL A./CARPENTER, PATRICIA A. ( 1987 ): The Psychology Of Reading And Language Comprehension. Allyn & Bacon, Boston
• RAYNER, KEITH/POLLATSEK, ALEXANDER ( 1989 ): The Psychology Of Reading. Prentice Hall, Englewood Cliffs/New Jersey
Arbeit zitieren:
Nicole Hahne, 1998, Semiotik der Kleidung und ihre ( inter- ) kulturelle Dimension, München, GRIN Verlag GmbH
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