kurzen Zeit sollte der Wanderer sie auch sehen. Sie soll hässlich sein, doch der Major
hat etwas an ihr gesehen, was ihm sehr reizte. Sie hieß Brigitta, eine alleinziehende
Mutter. Major hat ihren Sohn sehr beachtet und sie alle hatten sich sehr lieb. Als sie
bei ihr zu Besuch waren, hat der Wanderer begriffen, dass die Frau wirklich etwas an
sich hat. Später hat er sie noch mehrmals besucht. Eines Abends als Major und sein
Freund, der Wanderer, auf dem Weg nach Hause waren, habens ie zwei Schüsse
gehört - der Sohn Brigittas wurde von Wolfen angegriffen. Sie haben die Wölfe
verjagt, doch ihr Sohn wurde verwundet. An seinem Bett haben sich manche Sachen
gelöst - Major war der Ehemann von Brigitta, der sie vor vielen Jahren verlassen hat
und sein Glück in die Welt suchen ging. Doch dann kam er zurück, weil sein Glück
hier bei Brigitta war. So hat er da als ihr Nachbar gelebt und sie besucht. Ihre Liebe,
die am Anfang nur ein Funkeln der jungen Herzen war, konnte sich erst jetzt
entfalten, nach den vielen Jahren wurde daraus die echte Liebe, die kein Ende und
keine Grenzen kennt. So hat der Wanderer erkannt, dass auch wenn er glücklich ist,
nicht ganz glücklich sein kann, weil er sein eigenes Glück - die endlose Liebe - noch
nicht gefunden hat. Nach dem Winter zog er dann weiter, in sein Heimatland
Deutschland.
PERSONEN:
Der Wanderer:
Eigentlich heißt er so gar nicht, aber man erfährt seinen richtigen Namen nicht. Er
erzählt die ganze Geschichte, indem er sich an die früheren Jahre erinnert, besonders
an die Zeit auf Majors Gute. Er ist einer der drei Hauptfiguren, obwohl Brigitta erst
am Ende erscheint.
1. Steppenwanderung: Das Ganze beginnt mit seinen Gedanken über menschliche
Beziehungen, über die eigentlich das Buch ist. Er will erzählen, wie er zu diesen
Bemerkungen gekommen ist. Auf seiner Wanderung hat er einen Menschen
kennengelernt, den Major, mit dem er sich sehr gut verstanden hat. Aber wie er dann
weitergezoge n ist, haben sie sich für zwei Jahre getrennt, doch der Major hat ihm zu
sich in seine Heimat eigeladen um mit ihm einige Zeit zu verbringen. Der Wanderer
hatte jetzt keine Ziel der Reise, also beschloss er, seinen alten Freund zu besuchen.
Vor seiner Reise hat er noch verschiedenes über das Land gelesen, veschiedene Bilder
angeschaut, damit er über das Land etwas weiß. Seine erste Begeisterung wurde
immer kleiner, denn das Land sah immer gleich aus. „Verschiedene einsame
Gedanken zogen durch die Seele“. In Italien, wo er ihn zum ersten Mal getroffen hat,
waren sie sich gleich vertraut. Er fand etwas geheimnisvolles an dem Major und
deshalb will er auch über diesen Mann und seine Lebensgeschichte schreiben. Als ihn
der Major wieder zu sich eingeladen hat, konnte er es nicht glauben, weil er gedacht
hat, dass er ihn schon ganz sicher vergessen hat. Auf dem Weg zu ihm versuchte sich
der Wanderer vorzustellen, wie der Major jetzt aussehen könnte. Denn die Umgebung
und die Menschen können ihn verändert haben. Vorher hat er ihn nur in der
Gesellschaft gesehen, und dort wo sich die Menschen so ähnlich waren. Da war er
immer jemand außergewöhnlicher. Jetzt wollte er sich in seine Art und Weise
hineinleben. Bald hatte er der ganzen Wanderung volle Nase und ging dem Gute
seines Freundes entgegen. Er wünschte sich bald dort zu sein, denn die Menschen
haben ihm immer wieder gesagt, dass er nur noch drei Meilen von Uwar, so hieß das
Schloss Majors, sei. „ Aber da ich die ungarischen Meilen aus Erfahrung kannte, so
war ich gewiss ihrer fünfte gegangen.“ Er konnte die Menschen auf dem Feld arbeiten
sehen, und hat dann nach dem Weg einer Frau auf dem Pferd gefragt. Sie ritt mit ihm
einen Teil des Weges. Da konnte er die Umgebung betrachten und musste dabei
staunen, denn nach so einer langen Zeit, wo er nur immer das selbe gesehen hat, lag
vor ihm eine schöne Landschaft. „Ein ganzer ungeheuerer Gartenwald lief von dem
Schlosse in die Berge hinein, Alleen streckten sich gegen die Felder, ein
Wirtschaftsstück nach dem anderen legte sich bloß.“ Die ganze Ebene, die sich da
ausbreitete war kaum zu beschreiben, so schön, fast nicht zu glauben. Bald sind sie an
einem Haus vorbeigegangen und er ritt dann mit einem Jungen namens Milosch
weiter zu den Weinbergen. Bald musste er zu Fuss ge hen und auch ohne seinen
Begleiter. Er bot ihm Geld an, das der Milosch auch angenommen hat und ritt zurück,
ohne dass der Wanderer einen großen Dank an den Pferdebesitzer aussagen konnte.
Er war froh, dass er zu Fuß gehen kann, denn so hat er seine Schritte hören können,
„wie es daheim in unserem Lande auf den Wegen der Fall ist“. Als er dann an dem
Gitter angekommen ist, musste er, wie es ihm gesagt wurde, an der Glocke ziehen,
aber nicht hineintretten. Bald wusste er warum - die Hunde sind zu dem Gitter
gekommen und haben ihn mit ihren Augen angeschaut, doch nicht gebellt. Danach
kam schon ein Diener, der ihn reingelassen hat, weil er von seinem Herrn
Anweisungen hatte, dass er sich um diesen Mann kümmern soll wenn er ankommt.
Sie gingen durch einen Wald und bald sind sie an dem Schloss angekommen. In seine
Zimmer wurde dann noch Essen und Wein gebracht und ihm gute Nacht gewünscht.
Beim Essen hat er dann seine Zimmer angeschaut. Das Esszimmer war viel anders als
es in seinem Heimatland aussehen würde. Viel geräumiger, ein Tisch und paar Bänke
zu Sitzungen gedacht. An den Wänden waren Waffen und Kleider angehängt. In den
anderen zwei Zimmer, die er zur Verfügung hatte, waren viel mehr Sachen drin.
„Alles da was ein einsamer Wanderer in seiner Wohnung nur immer wünschen kann“.
Doch wie es schon seine Gewohnheit ist, ging es an das Fenster, um zu sehen, wie es
draußen aussieht. Viel war es in der Nacht nicht zu sehen, doch das, „dass die
Landschaft nicht deutsch sei“. Bald legte er sich in sein Bett und dachte nach, was
ihm dieser Besuch bei seinem Freund bringen wird. Dann schlief er schon ein.
2. Steppenhaus:
Als er aufgewacht ist, war es schon Morgen, doch er hat in der Nacht nicht so gut
geschlafen. Auf dem Vesuve sah er dann den Major in Ponpeji sitzen, doch dann
schlief er wieder ein, und erwachte erst am hellen Tage. Bald hat es an seine Tür
gekloppft und sein Freund Major ist hereingetretten. Er hat sich gewundert wie der
Major jetzt aussieht, aber fremd war es ihm nicht, als würde er den Major so schon
paar Jahre kennen, als könnte er gar nicht anders aussehen. „Es war ganz natürlich,
dass er so sein musste.“ Nach kurzen Gespräch waren sie sich wieder so vertraut wie
früher. „Es schien als hätten wir uns seit unserer italienischen Reise gar nicht
getrennt.“ Er zog sich ungarische Kleider an und wusste, dass sein Freund noch viel
vorhat und er sich hier nicht langweilen wird. „Es war etwas so Edles und
Beruhigendes in dem Schauspiele, dass ich mich innerlichst recht davon erquickt
fühlte.“ Der Major wollte ihm seine ganzen Besitzungen zeigen begleitet von Majors
zwei Doggen. Der Park schien rein gehalten zu sein und die Felder wogten im
dunkelsten Grün. „Nur im England habe ich ein Gleiches gesehen.“ Alles sah so
schön aus, als würde es kein Fehler haben. Um das alles wurde gut gekümmert. Zu
Mittag sind sie dann nach Hause gekommen, wo sie dann mit allen Knechten und
Mägden gegessen haben. Ein Junge kam dann noch dazu, und hat die Briefe aus der
Nachbarschaft mitgebracht und gleich ging er weg. Am Nachmittag saßen sie dann in
den Zimmern. Major wollte ihm noch den Sonnenuntergang zeigen, und sie sind dann
noch ein bisschen geritten bis die Sonne untergegangen war. Noch am Mitternacht
konnte er bisschen Sonnenlicht im Westen sehen. Für den nächsten Tag hat er sich
vorgenommen, den Major zu fragen, was für ein Ziel er erst jetzt in seinem
Heimatland gefunden hat, nach dem er die ganze Zeit vorher gesucht hatte und das
ihn jetzt so sehr an seine Heimat bindet. Am nächsten Morgen teilte der Wanderer die
Zeit Majors, um an seiner Seite zu sein. Der Major war bereit dies für seinen Freund
zu tun. Beide gingen dann wieder auf den Pferden los, weil der Major ganz viel zu tun
hatte und der Wanderer solle ihm zusehen, wenn er sich nicht langweilt. Der Major
ordnete seinen Knechten Arbeit an, und machte dann noch selber was, was er auch
sonst tun würde. Der Major hatte da ganz viele Bücher, dass der Wanderer dazu
gekommen ist, „wie wenig ich eigentlich von dem Kern der Sache wusste.“ Der
Major machte dann noch ein paar Bemerkungen zu der Arbeit der Frauen und
kümmerte sich noch ein bisschen selber um die Pflanzen. Dann ritten sie zu Majors
Hirten, die schon das Mittagessen gemacht haben. Sie umringten den Major und
sprachen mit ihm nicht nur über die Beschäftigung, sondern auch über ganz normale
Sachen, als wäre er einer von ihnen. Die Hunde von den Hirten waren groß, schlank
und zottig, so wie er sie noch nie gesehen hat. Man konnte sehen, dass sich der Major
sehr gut um sein Besizt kümmert, und seine Leute vernachlässigt er auch nicht. Am
nächsten Tag hatte der Major viel zu viel tun, dass der Wanderer Zeit hatte sich
bisschen umzuschauen und um sich mit den Leuten besser kennenzulernen. „Auf
diese Weise lernte ich nach und nach den ganzen Kreis seiner Tätigkeit kennen.“ Die
Tage vergingen langsam und der Wanderer lernte machen Dinge verstehen. „Die
Dinge wuchsen vor mir und ich nahm an dem Gedeihen derselben Anteil: hatte mich
das gleichförmig sanfte Abfließen dieser Tage und Geschäfte so eingesponnen, dass
ich mich wohl und ebenmäßig angeregt fühlte.“ Einmal hat ihm dan der Major von
seinem Glück erzählt, doch dem Wanderer schien es, als würde es noch nicht das
ganze Glück gefunden. Der Major wollte Künstler oder Gelehrter werden, doch er
habe das große und einfach Herz dazu nicht - das war das erste Mal, dass er über seine
Vergangenheit gesprochen hat, auch wenn der Wanderer nie gefragt hat. „ Wer viel
reiset, lernt schon die Menschen schonen, und lässt sie in dem inneren Haushalte ihres
Lebens gewähren, der sich nicht aufschließt, wenn es nicht freiwillig ist.“ Der
Wanderer war auf Uwar schon ganz lange, und ihm hat es dort auch sehr gefallen,
weil er an den Beschäftigungen der Ortes teilnehmen konnte, doch der Major schien
ihm auf irgendeine Weise traurig zu sein. Manchmal musste der Major in die
Nachbarschaft reisen, und nahm auch seinen Freund mit. Der Wanderer konnte schon
bisschen die ungarische Sprache, dass er die Menschen um sich bisschen verstehen
konnte, wenn sie etwas auf ungarisch gesagt haben. Zu anderen Besuche n in die
Nachbarschaft hat er ihn auch begleitet und so hat er erfahren, dass es einen Bund
zwischen Sitzen, wie der einen Major hatte, gibt. Sie wollten den Landbau heben. Zu
den Sitzungen kamen auch andere Bauern, die dem Bund folgen wollten. Auf so eine r
Sitzung hat der Wanderer Gömör kennen gelernt, einen der vier Mitglieder des
Bundes. Später hat er ihn noch ein paar Male besucht. Major hat sich entschlossen,
dass sie in der nächsten Zeit seine Nachbarin, die Brigitta Maroshely, besuchen. „Sie
werden in meiner Nachbarin Maroshely das herrlichste Weib auf dieser Erde
kennenlernen.“ In den nächsten Tagen hat er ihm dann auch ihren Sohn vorgestelltes war der junge Mann, der am ersten Tag die Briefe mitgebracht hat. Der Wanderer
erinnert sich an seinen Freund - „Ich hatte einen Freund, der so war, und in den
frühesten Jahren seiner Jugend in das kalte Grab musste. Gustav, so hieß der Sohn
Brigittas, erinnerte mich lebhaft an ihn.“ Seitdem Major von Brigitta erzält hat, war er
sehr neugierig sie endlich kennen lernen zu dürfen. Noch bei Gömör hat der Wanderer
über die Vergangenheit Majors erfahren. In der Nacht vor dem Besuch bei Brigitta hat
der Wanderer heftig von ihr geträumt - „dass sie mich mit schönen Augen banne, dass
ich immer stehen müsse“.
3. Steppenvergangenheit:
Hier beschriebt er als der Erzähler dieser Geschichte die Kindheit und das Leben von
Brigitta, damit der Leser dann manches besser verstehen kann.
4. Steppengegenwart:
„Wir ritten nach Maroshely.“ Brigitta hat sich and den Wanderer erinnert, weil sie
sich schon mal begegnet sind, als sie ihm die Pferde mitgegeben hat, damit er zu
seinem Freund Major kommen konnte. Dabei dacht er an das Trinkgeld, das sie nicht
genommen hat. Brigitta wusste über ihn schon ein paar Sachen, eigentlich über seine
Vergangenheit, weil ihr der Major über ihn erzählt hat, denn sie haben zusammen eine
schöne Zeit als Freunde verbracht. In einem Saal haben sie sich hingesetzt und der
Major redete ganz viel mit Brigitta über die wirtschaftlichen Sachen. Danach gingen
sie alle drei in den Park spazieren. Der Wanderer hatte Gelegenheit sie zu betrachten.
Sie war etwas Besonderes, besonders an der Seite von Major. Zum Essen sind dann
noch der Sohn und Milosch gekommen. Bald mussten sie schon nach Uwar reiten und
auf dem Weg sagte der Major endlich was sein größtes Glück in seinem Leben ist.
Erst jetzt fiel dem Wanderer auf, dass er nie so glücklich war und hat den Major
darum sogar beneidet. „Denn ich hatte damals recht auf der ganzen Welt nichts
Festes, um mich daran zu halten.“ Der Wanderer war dem Major immer mehr
angetraut, dass auch ihre Freundschaft immer größer wurde. So hat bald der Major
seinem Freund, der da also noch viel länger blieb, einen Geschäftszweig des Hauses
aufgetragen, um das er sich von nun an kümmern soll. „Ich willigte ebenfals ein, und
in der Tat, es war mir von Nutzen.“ Es hat ihm so sehr gefallen, dass er auch gut darin
werden wollte und so wollte er seine Sache am besten tun, wie er es nur konnte. Diese
Arbeit hat ihm viel gebracht, auch etwas von der innigen Ruhe. Viel mehr als sein
Wandern durch die Welt. So wurde er auch fast zu einem Glied der großen Familie.
Die Menschen mochten ihn und er mochte die Menschen. Doch die Beziehung des
Majors zu Brigitta schien ihm so geheimnisvoll und doch schön zu sein. Eines Abends
ist er mit dem Major nach Hause geritten und da haben sie zwei Schüsse gehört. Sie
ritten schnell in die Richtung. Major war schneller und konnte sehen, dass es der
Gustav, Brigittas Sohn, ist, der auf dem Boden mit den Wölfen kämpft. Beide haben
ihm geholfen und die Wölfe verjagt. Schnell ritten sie nach Hause und konnten so den
Wölfen entkommen. Der Gustav wurde verletzt, doch es war nichts Ernstes. Sie riefen
den Doktor und Brigitta an. Gustav soll in Ruhe im Bett bleiben, denn er hat zu viel
Blut verloren. Alle waren um Gustav besorgt, denn alle hatten ihn sehr lieb. Am
Abend ist Brigitta nach Uwar gekommen. Sie hat sich sehr um ihren Sohn geänstigt,
und blieb bei ihm die ganze Nacht. Am nächsten Morgen ist aber was großes passiert,
an das sich der Wanderer immer erinnern wird, denn das war ein Tag, den er nie im
Leben erwarten würde. In einem Zimmer stand Major am Fenster und im anderen ist
gerade der Gustav aufgewacht, worüber sich die Brigitta sehr gefreut hat. Major sind
zwei Tränen aus den Augen gefallen. Seine nächsten Worte hat sogar Brigitta gehört
und sie lief gleich zu ihm. Was der Wanderer nicht so verstehen konnte war, dass sie
ihm mit seinem richtigen Namen genannt hat, den er nie gekannt hat. Die beiden
fielen sich gleich in die Arme und waren voll von gemeinsamen Glück, das sie gleich
erfüllt hat. „Ich war in höchster Verlegenheit und wollte stille hinausgehen.“ Doch er
wurde zurückgehalten, es sollte doch auch sein Glück sein, dass sich diese zwei
Menschen nach den langen Jahren Trennung wieder gefunden haben. Er ging dann in
den Garten wo er dann denken musste: “O wie heilig, o wie heilig, muss die
Gattenliebe sein, und wie arm bist du, der du von ihr bisher nichts erkanntest.“ Dann
haben sie ihm noch manche Zusammenhänge erklärt. „Ich werde diese Herzen nie, nie
vergessen!“ Im Frühling ist der Wanderer dann weiter. „Mit trüben, sanften Gedanken
zog ich weiter, bis die Leitha überschritten war, und die lieblichen blauen Berge des
Vaterlandes vor meinen Augen dämmerten.“
Major:
Auch eine der Hauptfiguren. Freund des Erzählers, des Wanderers, der ihm auf sein
gut immer wieder einlädt. Er kommt der ganzen Erzählung auf, doch manchmal weiß
man es nicht, denn man kennt ihn am Anfang nicht unter seinem richtigen Namen -Stephan Murai.
Schon als ihn der Wanderer am Anfang kannte, war er bei vielen Menschen sehr
beliebt, besonders in der Gesellschaft und sehr viele Frauen liefen ihn nach, weil er
sehr schön ausgeschaut hat, doch da war noch was, was den Frauen an ihm gereizt
ha t. Mit seine fünfzig Jahren wurde er also oft verführt. Doch er wollte keine Liebe
von diesen Frauen und er verließ sie und kam dann nie mehr zurück. So wusste auch
niemand um ihn, woher er kommt und was er früher gemacht hat. Niemand wusste
über seine Vergangenheit, weil er viel gereist hat, nur dass er etwas mit
Wissenschaften zu tun hatte. Dem Wanderer hat er sehr gefallen, denn er hatte etwas
Dichterisches und Kindisches zugleich in sich, als würde er seine Seele noch nie
geöffnet haben. Dabei war er so einfach in seinen Umgängen. In Ungarn hatte er
Besitzungen, wohin er seine Freund eingeladen hat. Er sehe genau so, als würde er zu
seiner Umgebung ganz passen. „Auf der Obelippe hatte er den gebräuchlichen Bart,
der die Augen noch funkelnder machte, das Haupt deckte ein breiter runder Hut und
von den Lenden fiel das weite weiße Beinkleid hinab.“ Doch trotz weniger
Änderungen und den grauen Haaren, sah er immer noch so lieb und angenehm aus.
Den Gustav hat er sehr achtungsvoll und zärtlich behandelt, denn es war eigentlich
sein Sohn. Sein Glück, vielleicht war er das Gut, das er jetzt hatte, hat ihm an sein
Heimatsland gebunden, und er wollte nicht mehr ausreisen, denn da hat er sein Glück
gefunden. Seinen Freund hatte er sehr gern, weil er mit ihm gut reden konnte, denn er
hat nie was gefragt und geforscht. Seine Freund war ihm keine Hinderung an seiner
Arbeit und wenn er wollte, konnte er bei ihm noch ganz lange bleiben, wie er wollte.
Noch hat er ihm vor Gefahren, die eintreten konnten, bewahrt. An seinem Gut hat er
ganz viel gemacht, doch am liebsten hat er sich mit der Zucht der Blumen und
Gewächsen beschäftigt. Das hat er sich auch zu seiner Aufgabe gemacht. Mit seinen
Leuten wusste er umzugehen. Eigentlich war er einer von ihnen, denn er kannte sie
alle und sie haben sich mit ihm immer gerne unterhalten.“Wie schön und ursprünglich
ist die Bestimmung des Landmannes, wenn er sie versteht und veredelt. In ihrer
Einfalt und Mannigfaltigkeit, in dem ersten Zusammenleben mitder Natur, die
leidenschaftlos ist, grenzt sie zunächst an die Sage von dem Paradies.“ Doch früher
hat er geglaubt, er könnte ein Künstler oder Gelehrter werden, doch er habe kein
großes Herz dazu.Er hat sich seinem Freund gegen nie verstellt, und doch sah der
irgendeine Trauer in seine Augen und in seiner Ruhe. Von seiner Vergangenheit
wussten die Menschen nicht viel, nur dass er hierher nahc Uwar erst vor ein paar
Jahren gekommen ist, und dass er früher gewandert hat. Dann schloss er sich dem
Bunde der Landwirtschaftsmenschen an. Zwischen ihm und Brigitta hat sich dann ein
inniges und freundschaftliches Band entwickelt. Er lernte von ihr wie man das Land
am besten pflegen soll und schrieb sich ein paar Bemerkungen auf. Und wenn sie
Fragen hatte, so hat er ihr geholfen. In ihren Gesprächen konnte man eine „heimliche
Innigkeit“ spüren, so ruhig waren sie. „Die Gesellschaft und die Achtung dieser Frau
ist mir ein größeres Glück auf dieser Welt geworden, als jedes andere in meinem
Leben, das ich für eines gehalten habe.“ Also war sein Glück diese Frau und ihre
nahe, ihre Anwesenheit. Er hat sie so zart behandelt, auch wenn sie schon etwas älter
war. Sie haben sich an einer Freundschaft festgesetzt, denn diese Freundschaft war für
sie alles und sie wollten nicht, dass sie durch etwas größeres kaputt geht. Doch er
wusste, dass Brigitta sein Gattin ist, die er vor 15 Jahren verlassen hat. „Ich musste
die ganze Welt durchziehen, bis ich lernte, dass sie im Herzen liegt. Darum hat er sich
auch in Uwar niedergesetzt, denn da war er in der Nähe seiner Lieben. Als sie dann
krank wurde, ging er gleich zu ihr und hat sich um sie gekümmert, bis sie wieder
gesund war. Diese kleine Liebe wurde als große Freundschaft gelebt, bis sie sich
wieder in die Arme fallen konnten und erkannt haben, dass sich ihre Liebe so schön
entfaltet hat. Danach lebte er nur noch bei ihr, und wollte nie mehr von ihr weg.
Brigitta:
Über sie wird das ganze Buch geschrieben und ihren Namen trägt auch der Name
dieses Buches. Und doch tritt sie erst in dem 3. Teil der Erzählung auf, wo über ihr
früheres Leben erzählt wird.
Sie wurde schon hässlich geboren, dass sie ihre mutter nicht vertragen konnte und ihre
zwei Schwester vorgezogen hat. Immer wenn jemand gekommen ist, hat sie Brigitta
gar nicht angeschaut und von ihr auch nicht geredet, sondern immer nur von den zwei
anderen Schwester. Sie wurde einfach von den anderen nicht beachtet. „So wurde es
immer größer.“ Ihre Augen haben sich dann immer an manchen Sachen im Zimmer
geheftet und sie beobachtet, weil es das beste war, was sie machen konnte, so ganz
allein in ihrer Welt gelassen. Später ging sie der Gesellschaft und den Menschen aus
den Weg. Doch dann sah ihre Mutter ein, was sie alles schlecht gemacht hat, indem
sie ihr eigenes Kind so vernachlässigt hat, doch es war jetzt zu spät, dass Brigitta ihre
späte Liebe zurückgeschlagen hat und nichts mehr von ihr haben wollte, keine von
ihren Gefühlen, die sie als Kind gebraucht hätte. Machmal wenn sie allein im Zimmer
war, hat sie in den Büchern gelesen oder sich die Karten angeschaut. Daran fand sie
die bisschen Freude. Als sie immer größer wurde, sah sie mehr als ein Mann aus und
kam sich als etwas Fremdes zwischen ihren Schwestern vor. Noch fremder als früher.
Sie hat sogar Sachen wie Männer gemacht - auf dem Pferde reiten, doch kein Klavier
spielen oder so, wie es für die Mädchen in ihrem Alter gewöhnlich war. Mit der Zeit
wurde sie auch stiller und man konnte sie nicht dazu bringen, was sie nicht selber tun
wollte. Doch als ein Mann, der Stephan Murai, in der Stadt erschienen ist, ging auch
sie zu den Abendgesellschaften. Einmal, als sie bei ihrem Oheim auf einem fest war,
hat sie dort Stephan zum ersten Mal gesehen. Und er sie auch. Er hat sie beobachtet,
denn ihre Augen waren so schön schwarz. Als er dann wieder bei ihrem Vater zu
Hause war und Brigitta einen Tanz angeboten hat, wollte sie nicht tanzen, weil sie es
nicht konnte. So ging er zu den anderen. Doch als sie ins Bett ging, ging auch er.
Dann haben sie sich noch ganz oft gesehen udn als sie sich dann auf dem Balkon
getroffen haben, konnte man aus Stephans Augen rauslesen, dass er sie schön findet,
auch wenn es dir anderen nicht so sehen. Für ihn war sie schön, die schönste Frau, die
er je gesehen hat. Erst jetzt begann sie zu leben. Ihre ersten Tränen fielen ihr Gesicht
runter und ihre Seele öffnete sich zum ersten Mal. Sie wollte es nicht glauben, dass
sie jemandem gefallen kann, dass sie jemand lieb haben konnte. Doch sie hatte einen
Grund für ihre Sorgen. „Weil ich keine andere Liebe fordern kann, als die
allerhöchste... als sollte sie ohne Maß und Ende sein.“ Doch er hat sich entschlossen,
denn er liebte sie und sie war nicht dagegen, als er ihr einen Kuss gegeben hat. „Der
Vorhang zwischen den beiden war nun zerrissen, und der Schicksal ging seine Wege.“
Sie war jetzt voll von Liebe zu Stephan und so glücklich wie noch nie. Sie haben
geheiratet und haben dann auch zusammen gelebt. „Sie dachten nicht, dass etwas
Äußerliches zu ihren Glücke erforderlich sei.“ In ein paar Jahren hat sie ihm einen
Jungen geboren. Diesen hat sie über alles geliebt, wollte ihm ihre ganze Liebe
schenken. Doch leider musste ihr Mann manchmal ausreisen, weil ihm sein Vater
Geschäfte abgetreten hat. Sie gingen mehr an die Öffentlichkeit, wo er sie dann zarter
behandelt hat als zu Hause, wie es ihr schien. Im nächsten Frühling sind sie zu einem
seiner Landgute gezogen und sie ist ihm gefolgt. Da hat er begonnen an zu
wirtschaften und das Land umzuändern, dass sich seine Frau immer einsamer gefühlt
hat. Stephan hat im Wald ein Mädchen kennen gelernt, und es dann immer wieder
getroffen. Das würde dann zum Verhängnis ihrer Liebe. „Brigittas Herz war aber zu
Ende.“ Sie bat ihm die Scheidung an, doch er erschrak nur und wollte es nicht
annehmen. Gleich ist er dann von ihr weggezogen, denn auf einmal musste er sie
hassen. Doch sie wusste, dass er es reuen wird, dass er sie je überhaupt angesprochen
hat. Er trat dann der Scheidung zu und trat auch den kleinen Jungen, ihren Sohn, ab,
denn sie würde sich um ihn besser kümmern, denn sie konnte ihm seine ganze Liebe
schenken. „So war Brigitta im strengsten Sinne ganz allein mit ihrem Kinde.“ Sie
nahm ihren alten Namen Maroshely an und ging in ein Heidenhaus leben, wo sie
niemand kannte. Sie begann dann sich um die Heide und die Felder zu kümmern, und
sie fing mit dem Bearbeiten an. Sie kleidete sich als ein Mann und arbeitet auch ganz
hart. Als ihr Sohn größer wurde und dann mitreiten konnte, nahm er an der ganzen
Arbeit teil. Nach 15 Jahren ist dann Major gekommen und sich dort als ihr Nachbar
niedegesetzt. Sie war die erste, die die Bewirtschaftung ihrer Güter in der öden
gegend begonnen hat. Einmal ist sie krank geworden und der Nachbar Major kam zu
ihr und kümmerte sich im sie. So hat ihre Freundschaft angefangen.
Als sie zum ersten Mal der Wanderer gesehen hat, war sie gerade um 40 Jahre alt. Auf
dem Pferd saß sie wie ein Mann, dass er sie für eine Art Schaffnerin gehalten hat, als
sie ihn den Weg zu Uwar gezeigt hat. Das Geld von ihm nahm sie nicht an. Doch erst
später hat er sie besucht, denn der Major wollte das zuerst nicht, weil er wissen
wollte, ob er sie so wie er nehmen wird. Bei dem Besuch hat sie sich viel mit Major
unterhalten und hatte sogar Sorgen um ihn, denn er sollte sich wärmer angezogen
haben. Auch dass er schon sehr lange nicht mehr bei ihr war, tat ihr leid, denn sie hat
sich mit ihm sehr wohl gefühlt. Major bahandelte sie sehr gut. „Sie war mit sichtlicher
innerlicher Freude darüber erfüllt.“ Als dann ihr Sohn Gustav verwundet wurde, ist
sie gleich zu major gegangen und sich dort um ihren Sohn gekümmert, bis sie genau
gewusst hat, dass nichts mehr passieren kann. An Bette ihres Sohnes hat sie dann
ihren Mann in Major erkannt und jetzt konnte nichts mehr im Wege ihrer Liebe
stehen. „Ich habe nicht geahnt, wie gut du seist.“ Die zwei Herzen voll Liebe haben
sich wieder getroffen und erst jetzt hat sich die „Blume des Glückes aufgeschlossen“.
Von da an haben sie gemeinsam gelebt und ihre Liebe war ohne Ende.
Gustav:
Sohn der Brigitta und Stephan (Major). Tritt nicht so oft auf, doch am Ende ist gerade
diese Person sehr wichtig, denn nur dank ihm treffen sich die zwei Liebenden wieder.
Anders wirkt er auf die Handlung nicht. Meistens wird er von dem Erzähler
beschrieben.
„Ein Jüngling in frühersten Jahren. Er fiel durch seine außerordentliche Schönheit
auf.“ So sah ihn der Wanderer als er ihn zum ersten Mal gesehen hat. Bald wurden
auch sie Freunde. Wenn seine Mutter wegen dem Besuch nicht arbeiten konnte, so hat
er alles für sie erledigt - die Felder besucht, die Arbeit eingeteilt. „In seinen Augen lag
Be geisterung für die Zukunft und unendliche Güte für die Gegenwart.“
Erzählsituation, Erzählzeit:
Die ganye Geschichte kann man nicht in ein Ort hineinsetzen, denn es wird von einem
Erzähler erzählt, der viel wandert. Er schreibt von seiner Vergangenheit, was er
gesehen hat und so. Doch das meiste spielt in Ungarn ab, wo sich das Gut seines
Freundes Majors befindet. Beide kommen aus verschiedenen Ländern. Die
Landschaft und ihre Schönheit wird beschrieben, die ganze Natur und ihre Zeiten.
Heimat wird als etwas Schöne dargestellt, das Schönste was es gibt. Der Mensch ist
mit der Natur verbunden, er beobachtet und bearbeitet sie. Manche Ereignisse können
mit der Natur was zu tun haben - am Lande ging alles wieder gut und sie waren gute
Freunde.
Der Erzähler beschreibt also das Ganze, doch in einem Rückblick auf die
Vergangenheit. Er beginnt mit einem Gedanke und dann später beschreibt er, wie er
dazu gekommen ist und warum er es so jetzt sieht. Manchmal erinnert er sich in seiner
Erzählung noch tiefer zurück an seine früheren Wanderungen mit seinem Freund
Major. Dann wieder schreibt er weiter. Und wenn manches vielleicht nicht so
verständlich wäre, hat er da als eine Kapitel das Leben der Brigitte hineingefügt,
bevor er über den Besuch bei ihr geschrieben hat. Also ist es eine Erinnerung an die
zwei Menschen, an Brigitta, die endlich ihre Liebe ohne Ende leben kann. Doch trotz
dieser Sprünge kann man die Geschichte gut nachvollziehen, weil er es nicht zu sehr
schwer geschrieben hat.
Stellungnahme:
Auch wenn das Buch nicht zu dick ist, sondern ganz dünn und ganz schnell zu lesen
ist, gibt es ganz viel zu lesen. Oder man könnte auch sagen, dass es viel zum
Nachdenken gibt. Der Autor beschreibt da ganz viel die Natur, dass vielleicht nicht so
viel zu passieren sche int, doch dann am Ende, wenn man das ganze Buch gelesen hat,
sagt man sich, dass da ganz sicher was dahinter steckt. Ohja, ich denke ein großer
Gedanke. Die Liebe, die Schönheit, das Schönfinden, die Gefühle, die Freundschaft.
Das alles konnte er in ein zusammenfassen, in dieses kleine Buch. Man braucht Liebe
um sich zu entwickeln und die Schönheit soll nicht das Bedeutendste in dem Leben
sein - vielleicht wollte er uns sowas sagen? Für mich war es vielleicht nicht so ganz
leicht zu lesen, denn manche Sätze waren so komisch oder auch nicht so einfach
geschrieben, doch den Sinn konnte man verstehen, nur dass es mit einem anderen Stil,
als man sonst die Bücher liest, geschrieben wurde.
Stifter ist mit seinen Naturbildern bekannt. Er kann die Natur so schön beschreiben,
aber es geht einem nicht an dieNerven, dass da so viel Naturbeschreibung vorkommt.
Manchmal tut es sogar gut, wenn man sowas liest. Man kann sich diese Art Schönheit
vorstellen, und doch gibt er einem so viel Freiheit. Die Natur gibt jedem was anderes,
doch ich denke, der Mensch ist ganz mit der Natur verbunden, man muss es nur
sehen.
Arbeit zitieren:
Elena Stefkova, 2001, Stifter, Adalbert - Brigitta (Reclam, 1994), München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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